Auszugsparty

07/10/2008

Ich ziehe aus. Mit Sack und Pack geht es jetzt zu einem anderen Anbieter. Ob er besser, kann ich nicht genau sagen. Er ist jedenfalls führend bei den weblogs. Und daher werde ich ihm eine Chance geben. Die letzten Wochen habe ich meine gesamten Artikel von myblog.de per copy-paste in das neue Logbuch umgeschaufelt. Eine Arbeit, bei der ich ab und gerne mal was aus dem Fenster geschmissen oder etwas Großes kaputt gemacht hätte. Wie halt bei einem realen Umzug auch.

Warum ich das gemacht habe? Ganz einfach. myblog.de hat mich in letzter Zeti immer mehr enttäuscht. Die Seite war zu überfüllt, ich bin nicht mehr drauf gekommen. Dann waren die e-mail-Benachrichtigungen ein Witz. Meistens habe ich die Benachrichtigung über einen neuen Artikel Tage später erst bekommen. Benachrichtigungen zu Kommentaren sind gar nicht mehr erst los geschickt worden. Nachfragen bei myblog.de waren für die Katz. Und wenn ich mal eine Nachricht bekommen habe, hatte ich das Gefühl, dsa am anderen Ende Jemand saß, der nicht wirklich Ahnung hatte, sondern gerade sein Studium in Pädagogik vorbereitete.

Egal, ich gehe und blicke auf eine nette Zeit zurück. Beim kopieren, hat man ja mal in alten Texten geschmöckert und beinahe hätte ich eine Zusammenfassung gegeben. Aber dann hätte ich ja wieder einen Mammut-Eintrag schreiben müssen. Es war jedenfalls nett, in der Vergangenheit zu stöbern. Es geht einem da fast wie mit alten Fotos. Vielleicht hat es deswegen auch so lange gedauert.

Ach ja, meine neue Adresse: https://bierpumpe.wordpress.com/

Wir sehen uns dort!

Advertisements

Ein Kessel Buntes

05/10/2008

Das vergangene lange Wochenende war irgendwie seltsam. Es hatte jede Menge z bieten und ist quasi mit Lichtgeschwindigkeit an mir vorbei geflogen. Da ich ja meine Artikellänge zurück schrauben möchte gebe ich mal ein Best of in loser Reihenfolge an dieser Stelle. Schauen wir mal wie sehr ich mich zusammen reißen kann.

Es wurde mal wieder Doppelkopf gespielt. Da wir ja immer sehr große Probleme haben eine Runde zusammen zu bekommen, freut es einen ja umso mehr, wenn es denn mal klappt. So trafen wir uns denn bei Friede um ordentlich Karten zu kloppen. Und lustig war es. Man muß zwar erstmal wieder rein kommen in das Spiel, aber dann haut man umso doller zu. Dazu wurde dann Hefe frisch vom Faß gereicht. Sehr lecker und nur für Friede und mich, da Olli und Atze darauf nicht so recht konnten. Haha, selber Schuld, konnten sie sich dann ja das tolle Göttinger aus Handgranaten rein drücken. Das Weizen schmeckte hervorragend und dementsprechend schnell ging das Faß leer. Doch Friede reichte dann Löwenbräu. Mit erhöhter Prozentzahl. Mir machte das alles nicht. Aber dem Friede schon irgendwie. Außerdem hat er sich später dann noch Jägermeister mit Red Bull rein geknallt. Das konnte ich wiederum nicht so recht glauben. Aber die Rechnung kam dann wenige Minuten später. Er ist dann eingeschlafen beim Karten mischen. Sehr zu unserer Unterhaltung. Auch seine Ausreden er würde nur kurz Pause machen, halfen an dieser Stelle nicht. Ich hingegen war noch recht fit.

Was dann darin endete das ich noch in die Werkstatt verlegte, wo ich dann noch die anderen Westeröder traf. Und irgendwie tausend andere Leute. Große Zahlen und die Werkstatt vertragen sich nicht ganz, höre ich jetzt den einen oder anderen Kommentar, aber dem war so. auch wenn das Klientel jünger war, war gut was los. Und die Wahl des Strammsack des Abends wurde auch schon durchgeführt. Knapp hat der Kai gewonnen. Als ich der Werkstatt aufschlug, war er schon lattenstramm. Der sichere Gang war für ihn wie eine Fremdsprache, die er erst seit zwei Tagen spricht. Zum Glück ist die Werkstatt stabil gebaut und die Wände haben ihm stand gehalten. Ich glaube ohne Wände hätte sich Kai gar nicht vorwärts bewegen können, sondern wäre einfach umgefallen. Selbst als er nur stehen wollte, war eine Wand von Nöten. Hätte man ihn so gefilmt und hätte die Kamera an ihm festgemacht und wäre davon ausgegangen, das er normal hätte stehen können, hätte es ausgesehen, als würde er gerade ein Erdbeben Stärke drölf mit machen. Ich war ein wenig neidisch.

Ansonsten habe ich ein paar sehr nette Gespräche mit Dorina und Hüfte geführt. Später kam dann noch meine Lieblingsramona an. Und alle hatten irgendwie den Auftrag mich auch die Tanzfläche zu bekommen. Da ich aber dazu absolut gar keinen Bock hatte, lief ich schnell weg oder täuschte einen sanitären Notfall vor. Die alte Geschichte mit dem steifen Bein glaubt mir ja eh keiner mehr. Also mußten die Mädels alleine tanzen gehen und ich mir ein paar Mischungen rein hämmern. Ist ja auch nicht immer verkehrt.

Ein weiteres Highlight an dem Wochenende war die Orientierungsfahrt der Feuerwehr. Man stelle sich das ganze wie die Wanderrally der Jugendfeuerwehr vor, nur das erwachsene Männer und Frauen mit dem Feuerwehrbock durch das Eichsfeld eumeln und Sprit verballern. Aber spaßig ist es immer. Die Feuerwehr Westerode ist natürlich mit einer Elitetruppe angetreten. Naja, sagen wir mit zwei Elitekräften und einem aus dem Heim. Immerhin braucht ja Kai auch eine Beschäftigung. Und die war nun wirklich nicht schwer. Schnitzel ist gefahren, ich habe die Koordinaten rausgesucht und die Karte vervollständigt und Kai mußte lediglich auf Schilder die am Rand aufgestellt waren achten. Sagen wir mal so, wenn Schnitzel nicht mit aufgepasst hätte, dann hätten wir am Ende nicht nur ein Schild vergessen, sondern zehn Stück. Manchmal frage ich mich echt, was Kai für einen Auftrag hat. Dank aber der sensationellen guten Leistungen von Schnitzel und mir haben wir dann den 3. Platz gemacht. Kai durfte dann den Pokal abholen, den er dann auf der Straße gleich hin warf. Wir brachten ihn dann schnell zurück in sein Heim.

Im Ambiente war mal wieder eine größere Party angedacht. Da dort ja schon seit längerem nichts merh los ist, hatte man ja Bedenken, ob es sich denn lohnen würde. Immerhin war es Freitag und viele waren am Vorabend schon weg gewesen. Doch als Köppel und Näppchen und Ingo und ich dort aufschlugen, war es schon gut gefüllt. Jetzt fehlt eigentlich nur noch eine Schwenke Bier in der Hand und es konnte eine netter Abend werden. Und da lag der Hase im Pfeffer. Die Bedienung kam einfach nicht ran mit dem kühlen Erfrischungen. Da sank meine Laune natürlich gleich unterhalb des Gefrierpunktes. Um einen herum tobt die Party der Bekloppten und Bescheuerten, inklusive lustiger Lieder und man selber steht mitten drin und hat erst vier abgelaufene Holsten intus. Und dann bekommt gar nicht die Getränke die man wollte. Bestellt wurden drei Pils, Größe 0,5 l und ein Weißwein. Zuerst kam gar nichts. Dann ein Maßkrug. Dann zwei Bier, Größe 0,5 l und ein Bier, Größe 0,33 l und kein Weißwein. Aus Ermangelung des Getränkenotstandes nahm an dann diese und orderte gleich nochmal drei Stück. Die kamen dann ein wenig zügiger ran, aber nicht so zügig, das man sie nicht geschafft hätte. Näppchen bemerkte nebenbei, das meine Laune sich schnell gewandelt hat, als ich dann erstmal zwei Pils in der Hand hatte. War es tatsächlich so auffällig? Die gesamte Getränkesituation besserte sich erst, als der Laden leerer wurde. Aber so kann es ja wohl nicht gehen. Da sollte schleunigst dran gearbetete werden. Ansonsten war die Party aber recht spaßig.

Wenn man nun in einschlägig bekannten Tanzschuppen unterwegs ist, kann man ja die Augen nicht immer vor dem weiblichen Geschlecht verschließen. Soll man ja auch nicht, denn sie fordern ja geradezu zum hin gucken. Nun findet man ja die verschiedensten Frauen in solchen Läden. Eigentlich sollte man meinen das für jeden etwas dabei ist. Viele sind hübsch, viele sehen gut aus, viele haben zu viel Schminke aufgetragen und viele fallen in einen Auswahltopf, die gewisse Schönheitsideale bei einem Mann erfüllen. Um nun ein konkretes Beispiel zu nennen, nehme ich mal mich. Mich sprachen viele Frauen an. Doch das ich jetzt atemlos war konnte ich nicht behaupten. Doch manchmal passiert es das eine Frau den Raum betritt, die perfekt auf den Geschmack abgestimmt ist. Und so war es. Sie war einfach wunderschön und es traf mich wie ein Hammerschlag. Als sie von weitem in meine Richtung ging, nahm ich nur am Rand die Silhouette war. Braune Haare zu einem Zopf nach hinten gebunden und recht groß gewachsen. Also die Frau nicht der Zopf. Doch also sie näher kam, wagte ich dann ein Blick in ihr Gesicht und mich traf der Schlag. Sie war mit Sicherheit älter als ich, aber das mich ein Gesicht so faszinierte hatte ich schon länger nicht mehr. Gewisse Ähnlichkeiten mit dem Patenkind von Elke kann ich nicht ausschließen. Ich war einfach nur baff. Natürlich beachtet sie mich nicht und ich konnte einfach nur da stehen und gucken. Ach ja und Bier trinken konnte ich auch noch weiter. Für meinen Körper war es der absolute Super-GAU. Habe ich eh schon Probleme ein unfallfreies Gespräch mit einer schönen Frau zu führen, würde es bei dem Versuch mit dieser Schönheit zu sprechen einem atomaren Unglück nahe kommen. Da ich dann aber doch nicht für die Schlagzeilen in der Bild am Sonntag verantwortlich gemacht werden möchte, habe ich sämtliche Gesprächsanfragen, von selten genutzten Gehirnteilen gleich ab geblockt. Ich sah noch ein bis fünf Mal an dem Abend und konnte nichts weiter machen als mich an ihrer Schönheit zu weiden. Und Bier zu trinken. Bei meinem angeborenen Glück wäre sie bestimmt eh lesbisch gewesen.


Tageshoroskop

02/10/2008

Sternzeichen: Arschloch, Transzendent: Vollidiot

Heute ist ihr Tag. Gehen sie zum Einkaufen und treffen sie Gleichgesinnte und Zellengenossen Mitbewohner aus ihrem Heim. Die weißen Streifen auf dem Parkplatz sind nicht für sie. Parken sie wo sie wollen und wie sie wollen. Heute sind sie der König! Beim Einkaufen brauchen sie keine Rücksicht auf andere zu nehmen, brettern sie mit voller Geschwindigkeit in die Hacken anderer Leute. Vornehmlich in die von denen, die so doof waren und für ihre drei Teile keinen Einkaufswagen genommen haben. Laden sie mit beiden Händen den Einkaufswagen voll. 10 Kilo Backpulver? Rein damit. 80 Dosen in Jauche in Fenchel eingelegter Hering? Aufladen, wer weiß ob es nach dem Feiertag so etwas Leckeres noch gibt! Egal ob sie es brauchen oder nicht, es sollte im Einkaufswagen landen. Wenn sie an der Kasse stehen, lassen sie keinen vor. Der Doofmann mit den zwei Teilen hat doch eh genug Zeit und kann während der Wartezeit ihre verzogenen Kinder unterhalten. Als Opfer für klebrige Hände oder für Schienbeintretattacken herhalten. Auf dem Weg zum Auto zurück, bleiben sie ruhig an den engsten Stellen stehen, wenn sie zufällig einen anderen Primaten einen Zellengenossen aus ihrer Anstalt jemand Bekanntes treffen. Die Leute die nach ihnen kommen haben heute nichts zu melden.

Und sollten sie einem jungen Mann, mit nur zwei Teilen und einer Schrotflinte im Anschlag begegnen, haben sie keine Angst. Er will nur ein Foto machen, also immer schön in die Schrotflinte lächeln.

Denn heute ist ihr Tag! Der Tag der Hammerkranken! Der Tag an dem die Klapse Wandertag hat! Der Tag vor dem Feiertag!

Viel Spaß beim Einkaufen!


Six weddings an no funeral – Part VI

29/09/2008

Somit wären wir am Ende des Hochzeitsmarathons angekommen. Die Hochzeit von Franzi und Noxley bilden den Abschluß dieser langen Odyssee. Nicht das es schlecht war. Ganz im Gegenteil, ich gehe gerne auf Hochzeiten und vor allem feiere ich umso lieber. Aber man soll sich ja noch für das kommende Jahr etwas aufheben. Aber so wie cih mein Glück kenne, gibt es da gar nichts zu feiern. Bis auf ein paar 30ste Geburtstage. Aber die können ja auch ganz spaßig werden. Och wollen wir uns nicht nach der Zukunft sehnen, sondern gucken auf das kürzlich vergangene. Eine sehr nette Hochzeit wartet da auf uns. Und die fing sogar schon am Freitag an. Mit einem Polterabend an dem es verdammt kalt war. Und auf dem Heimweg verdammt neblig, das SMS schreiben sehr schwer war, da ich dem Graben immer verdammt nahe gekommen bin.

Der Kirchgang fiel für mich auch aus, da ich erst gegen 1800 Uhr geladen war. Geladen war ich als einer der Ausbilder vom Truppmann-Lehrgang zusammen mit dem Rest der Bande. Ich hoffte nur unter Ihnen nicht so aufzufallen. Besser gesagt, nicht das ich da in eine Ecke geschoben werde, in die ich gar nicht hin gehöre. Das sind ja alles stadtbekannte Trinker. Und ich werde ja ungern mit solchen Leuten in Verbindung gebracht. Bin ich ja immer wohlerzogen und trinke selten Alkohol. Aber es würde schon gut gehen.

Gleich zu Beginn wurde mir eine Warnung vor das Bug geknallt, die sich nur so gewaschen hat. Simone, eine alte Schulfreundin, war auch geladen und hatte schon wieder schlimme Sachen mit mir vor. Also nicht was jetzt wieder der Großteil der Leser, der sich zu viele Schmuddelfilme anguckt, denkt. Es sollte noch schlimmer kommen. Sie ist gerade zu ihrem Freund in die Schweiz gezogen. Und in der Schweiz gibt es ja mehr als nur Berge, Toblerone, Taschenmesser und Alphörner. Jaha, unsere Eidgenossen im Süden haben etwas mit den Bayern gemeinsam. Sie stopfen sich Sachen in die Nase, die woanders geraucht werden oder womit manche Verunreinigung in den Toiletten beseitigt werden. Genannt wird das ganze dann Schnupftabak. Simone hat gleich zu Beginn angekündigt, das ich das doch auch ausprobieren sollte. Dabei war es egal, was ich dazu gesagt habe, denn ich bin für solche Aktionen automatisch immer gesetzt. Ich frage mich nur warum? Ich machte zunächst Ausflüchte und brachte Erlebnisse aus früheren Tagen ans Licht. Es gab da mal eine Zeit der Warenproben bei Klingebiel und da wurde dann munter Schnupftabak probiert. Meist alkoholisiert und der feinmotorischen Bewegung nicht mehr mächtig. Da ging das schnell mal in die Hose, besser gesagt nicht richtig in die Nase und es blieb ein kleines braunes Bärtchen unter der Nase kleben und man sah aus wie Jemand aus Österreich. Das wollte ich unbedingt vermeiden. Außerdem mußte ich erstmal Bier trinken. Doch ich konnte dem Ganzen nicht entfliehen und auf einem Weg zu den sanitären Einrichtungen fing mich dann Simone und ihr Freund ab. Nicht gerade sanft wurde meine Hand beschlagnahmt und mit einer braunen Substanz bestreut. Und das nicht zu knapp. Ich wehrte mich noch ein wenig, doch wurde ich taktisch klug in die Zange genommen. Dann mußte ich die Hand seltsam abspreizen, was mich schon leicht in die Bredouille brachte, denn die Angst vor Nasenbluten brachte meine Hand zum zittern. Simones Freund redete nun in fremden Zungen und ich wusste nicht so ganz ob er mich gerade beleidigte oder einen lustigen Nasenschnupfspruch machte. Für mich hörte sich das so an, als hätte er einen Knoten in der Zunge und gerade einen Schwarm Beinen eingeatmet. Ich wartete also ob nun entweder meine Name genannt wurde oder er zum Schnupfen ansetzte. Und tat es ihm gleich. Das Gefühl war, als würde einem gerade eine Dose Domestos in das Gehirn geblasen. Es prickelte und ich wollte das es da wieder raus kommt. Tat es aber nicht. Nur durch Zuhilfenahme von Taschentüchern. Und was da raus kam, das war wirklich nicht sehr schön. Ich schwor mir nur, das ich es nie wieder machen würde. Leider sind meine Schwüre so viel wert wie die Reichsmark nach dem 2. Weltkrieg. Daher mußte ich dieses Ritual (Schnupfspruch oder Beleidigungen und dann das Zeug in den Kolben ziehen) noch mehrere Male über mich ergehen lassen. Später kitzelte es übrigens sehr unangenehm am Hinterkopf. Ich hatte das Gefühl als hätte sich das Zeug einen direkten Weg durch das Gehirn an meine Schädeldecke gebrannt. Ich bin nur froh, das ich an solchen Sachen kein Gefallen finde. Weder rauchen noch Schnupfen. Ich weiß gar nicht wie man so was nüchtern und mehrmals am Abend machen kann. Sei das Zeug nun braun oder weiß.

Neben Schnupfen und Trinken haben wir auch noch was sinnvolles gemacht. Die Ausbilder und ausgewählte Kräfte der Feuerwehr Duderstadt durften die Wohnung dekorieren. Ich muß da aber jetzt mal sagen, das ich eigentlich nur dabei war um auf zu passen, das nicht zu viel Unsinn gemacht wurde. Falls Jemand behaupten sollte, das es meine Idee gewesen sei, die Möbel zu verrücken oder Kronkorken die Treppe hinunter zu schütten, dann sind das alles böse Gerüchte. Und den Wecker habe ich auch nicht gestellt. Es wurde aber lustige Sachen gemacht. Wackelpudding in alle Wasserarmaturen gekippt. Akki kam Freudestrahlend aus dem Bad und zeigte mir den Zahnputzbecher gefüllt mit Wackelpudding. Fies war nur das Maggi, welches er großzügig in den noch flüssigen Pudding gerührt hat. Es roch ein wenig wie Katzenurin. Nun gut, vielleicht hat auch Noxe das Zeug in der Maggi-Flasche gesammelt. Man weiß es nicht so genau. Nett fand ich auch die Merettich-Creme, die in die Zahnpastatube gedrückt wurde. Ich glaube das war sogar der Trauzeuge. Wie ich erneut erwähnen muß, habe ich nichts mit solchen Streichen am Hut. Ich glaube aber, ich habe mein Bierglas in der Küche vergessen. Außerdem werde ich mein Haus von einem Wachdienst bewachen lassen, sollte ich jemals heiraten. Warum muß ich auch immer bei jedem Scheiß mitmachen.

Man sollte meinen, das ich mal eine Hochzeit ohne Tanzen verbringen kann. Fehlanzeige. Doch diesmal mußte ich nicht mit Männern tanzen, sondern mit der Braut. Da kann man einfach nicht nein sagen und sich der Verantwortung nicht entziehen. Vor allem nicht, wenn die Braut von ihrem Recht gebraucht macht. Und auch sie mußte wieder feststellen, das ich ja tanzen kann. Viele Leute verwechseln aber die Fähigkeit tanzen zu können, mit dem Bedürfnis tanzen zu wollen. Nur weil ich es schaffe mit mit einem Schrotgewehr in den Fuß zu schießen muß ich das noch lange nicht gerne machen. Aber ich hatte dann doch Glück. Simone machte am Vorabend ja schon solche Anspielungen, ob ich denn nicht tanzen könnte und das sie unbedingt tanzen will am Samstag. Aber da habe ich mich noch mal fein aus der Affäre gezogen und habe immer früh genug Deckung gesucht.

Das ging eh am Besten an der Theke. Allerdings wartete dort mein zweiter Feind. Der wohnt in einer Flasche und hat viele Namen. Nenne wir ihn mal Schnaps. In diesem Falle war es der alte Bekannte Obstler. Stand ich an der Theke nahm es irgendwie jeder zur Aufforderung mich damit abfüllen zu wollen. Einzig allein der Bräutigam hatte das Recht dazu und davon machte er dann auch ein bis zwei mal Gebrauch. Dabei scheint es jedem egal zu sein, daß ich dabei starke körperliche Schmerzen erleide. Ich glaube ich sollte nicht so oft erwähnen, das ich ungern Schnaps trinke, denn dann kommt jeder auf die Idee und will mir das Zeug einflößen.

Eins hatte ich mir vorgenommen, ich wollte nicht der Letzte auf der Party sein. Deswegen bin ich auch mit der Vorletzten Tour nach Hause gefahren. Und zwar mit dem Böckchen, der als Fahrer engagiert war. Ich glaube das Schlimmste was mir passieren könnte, wäre auf eine Hochzeit mit vielen Bekannten Gesichtern eingeladen zu werden und dann muß ich den Fahrer machen. Alle hauen sich die Kiepen zu und ich muß nüchtern bleiben. Manchmal wache ich schweißgebadet des Nachts auf und hatte genau diesen Traum! Ich glaube ich war gegen 0530 Uhr zu Hause. Es war sehr schön und es war die letzte Hochzeit für dieses Jahr. Ich bin also gespannt was das nächste Jahr bringt.

Den Sonntag jedenfalls verbrachte ich teilweise im Land der Kopfschmerzen. Und bekam Besuch von der Magenkrampf-Fee. Ach ja und die lustigen und teilweise erschreckenden Dinge die ich in meiner Nase gefunden habe, wollen wir auch nicht unerwähnt lassen. Ich werde nicht ins Detail gehen, aber eins kann ich mit Gewißheit sagen: Kinder, laßt die Finger vom Schnupftabak!


Heute feiern wir richtig…

27/09/2008

Und ein weiteres Jahr ist ins Land gegangen. Drei Jahre weblog, kann ich genau an diesem Tag feiern. Und das mache ich auch. Ich habe extra in Desingerode den Saal von Freckmann gemietet und gebe da ordentlich einen aus.

Ach nee, halt. Da ist ja heute Abend die Hochzeit von Franziska und Noxley. Aber ich werde die ersten fünf Bier auf das Wohl meines weblogs trinken. Warum fünf? Na, weil das so eine schöne gerade Zahl ist. Dann trinke ich noch ein sechstes und habe noch ein Bier dazu.

Genügend Dünnpfiff geschrieben. Drei Jahre ist noch nicht wirklich eine Zahl. Man kann schon sprechen und eiert noch ein wenig unbeholfen durch die Gegend. Aber man wird von Mama und Papa ordentlich verhätschelt und wird meistens auf diversen Tretgeräten durch die Gegend geschoben. Man darf sich alles in den Mund schmecken und wenn man dann aus eigener Ungeschicklichkeit mal hingefallen ist und hat sich ordentlich den Pöter angestoßen, dann darf man nach Herzenslust weinen und schreien. Später kann man ja nur sich selber die Schuld geben, wenn man mal hingefallen ist und die letzten Doppelkorn die man mit Brausepulver getrunken hat verfluchen. Daher werde ich heute Abend alles versuchen um wieder die Standfestigkeit eines Dreijährigen zu erreichen.

Ich arbeite weiter daran Einträge nicht so lang werden zu lassen und vor allem richte ich meinem weblog ein neues Zimmer ein. Da fallen dann die Gitter am Bett weg und vielleicht schafft er es schon alleine auf die Toilette zu gehen. Denn in letzter Zeit bin ich immer unzufriedener mit myblog.de. Ich arbeite also mit Nachdruck daran. In diesem Sinne werde ich heute Abend primär die Hochzeit von Franzi und Noxe feiern und ein ganz kleines mikroskopisches sekundäres Bischen drei Jahre weblog.

Prost!


O-Marsch

23/09/2008

Am vergangenen Wochenende stand die Wanderrally der Jugendfeuerwehr an. Eine der Veranstaltungen, die nicht so zu meinen Favoriten gehören, da manche Jugendwarte recht gemeine Strecken und Spiele sich ausdenken. Aber nicht in diesem Jahr, denn da war Westerode die ausrichtende Wehr. Hieß also, daß ich mir Spiele ausdenken mußte. Aber der Schnitzel half mir ja dabei und ich muß sagen, daß wir ein paar nette Spielchen zusammen bekommen haben.
Was aber nicht aus blieb, war das frühe Aufstehen am Samstag Morgen, da wir ja vor der ersten Gruppe schon da sein mußten. So hatte ich mir das natürlich nicht vorgestellt, biß aber in den sauren Apfel. Glücklicherweise ging der Vorabend nicht allzu lange. Auch sehr ungewöhnlich für mich. So saß ich dann also den ganzen Tag neben dem Grill und durfte Gruppen auf die Strecke schicken und ihnen die nötigen Aufgaben erklären. Außerdem machte ich ja das letzte Spiel. Das für den Jugendfeuerwehrwart. Ich hatte ja etwas ganz fieses vor, mit einer Falltür und einem Wasserfaß oder zumindestens mit brennenden Fackeln und heißem Wachs. Aber die Genfer Konvention verbot mir dann die Spiele und ich bin auf etwas anderes ausgewichen. Einen Tischtennisball hoch halten und dabei Fragen beantworten. Hört sich einfach an, aber ist manchmal richtig anstrengend. Gerade den Regin wollte ich in eine fiese Falle locken, aber er hat fast alles gut umschifft. Nur die Kuh trank bei ihm Milch. Wenigstens in das Fettnäpchen ist er rein getreten. Der Rest der Spiele ist eigentlich auch recht gut angekommen. Und allzu schwer war die Strecke dann auch nicht. Außer wieder für den feinen Herrn Regin, der mir von unterwegs Mecker-SMS schicken mußte, da er schon kaputt war. Was für eine Lusche.

Mein Hauptnahrungsmittel an dem Tag war wohl der Kaffee. Bis zu einer gewissen Uhrzeit, an dem ich einfach ein Bier in die Hand gedrückt bekommen habe. So jedenfalls wird es von mir gesehen. Andere Quellen, sehr unsichere Quellen, behaupten steif und fest, ich wäre von meinem Posten aufgestanden und hätte Kai und Holger voll gemeckert, weil die den ganzen Morgen Bier saufen würden. Das wäre ja ein schlechtes Vorbild für die Kinder und überhaupt fände ich es gemein, das hier ohne mich sich zugeschüttet würde. Also wurde mir dann von Wolfgang ein Glas Bier in die Hand gedrückt welches ich auf ex recht zügig in mich hinein geschüttet haben soll. Ob man das glauben kann, stelle ich mal ganz weit in eine Ecke, in der es verdammt dunkel ist. So dunkel das man das Gerücht gar nicht mehr sehen kann. Ich jedenfalls habe die ganze Aktion so empfunden, das ich wohl protestiert hätte gegen den allzu frühen Alkoholkonsum einiger hoher Kommando Mitglieder und habe auch die Vorbildfunktion ins Gewissen gerufen. Darauf hin wurde ich genötigt ein Bier auf schnellste Art und Weise in meinen Hals zu entleeren. Derart geschockt von dem rüden Umgangston an der Theke, bin ich wieder zück an meinen Posten und wurde nun regelmäßig mit Bier beliefert. Das ich das nun nicht einfach stehen lassen konnte, dürfte ja auch klar sein. Aber ich rief mir immer wieder meine Vorbildfunktion ins Gewissen. Die kam sich da allerdings sehr verloren vor.

Am Ende lag dann Nesselröden vor Hilkerode und Obernfeld vorn. Hilkerode hat mich ja ein wenig geärgert, da sie ansonsten ein eher armes Bild abgeben haben. Bei einem Spiel hatten sie klar die Nase vorn und das hat ihnen eine hohe Platzierung eingebracht. Nicht das ich was gegen die Hilkeröder hätte, aber auf die dummen Sprüche von Regin hätte ich durchaus verzichten können. Nun mußte alles sehr schnell gehen. Nach der Siegerehrung wurde flugs abgebaut und es ging zur Abschlußgrillfeier der Feuerwehr über. Die Gruppen verschwanden sehr schnell und alles lief am Schnürchen. Binnen einer Stunde konnte zum gemütlichen Teil übergegangen werden. Was dann auch in vollen Zügen geschah. So schnell habe ich noch nie Bier über den Tresen wandern sehen. Es war fantastisch und nun konnte ich mich auch offiziell ab ballern, um es mit den Worten eines weisen Mannes zu sagen. Ich verbrachte die meiste Zeit draußen um dort kurze Wege zum Bierwagen zu sichern. Der Rest der Luschen verzog sich recht fix nach drinnen, da es dort nicht so kalt war. Dafür konnte ich dann mit Friede genügen Scheiße auf englisch labern. Eine Art Hobby von uns. Außerdem führte ich ein paar hitzige Diskussionen mit Wolfgang.

Als dann draußen Auflösungserscheinungen an standen, verlegte ich nach drinnen und beteiligte mich dort am gepflegten Scheiße labern. Unglaublich wie viel man an so einem Abend schafft. Kolben war einer der Hauptlieferanten. Aber es sollte ja noch nicht genug sein. Der jüngere Teil der Anwesenden wollte nun unbedingt nach Rhumspringe, da dort Fete war. Ich hingegen hatte ja noch eine Einladung zu Susannes und Görtlers Einweihungsparty. Dorthin wurde dann dank Tobi in Lichtgeschwindigkeit hin verlegt. Zunächst fiel uns Susanne an den Hals und zeigte uns die Wohnung. Da sage ich natürlich nicht nein, wenn mich eine hübsche Frau umarmen will. Und die Wohnung lasse ich mir auch gerne von ihr zeigen. Neben der Wohnung durften wir auch noch den Rest des Grundstückes begutachten. Und ich mußte feststellen, das Susanne eine wirklich gute Partie ist. Dummerweise hat sie keine Schwester, welches ich durch direktes Nachfragen heraus fand.

Im Partyraum war noch der harte Kern vorhanden und der war schon teilweise ganz schön angeschlagen. Böning schlief in der Ecke und Florian und Günner haute sich mit Susannes Vater einen rein. Der allerdings saß noch recht nüchtern wirkend auf dem Vorsitzplatz. Aber war aber sehr cool drauf, auch wenn ich nicht so viel mit ihm geredet habe. Ich setzte mich dann lieber neben Hüfti und redete mit Porno noch ein wenig Mist. Die Gespräche rutschten dann schnell im Niveau eine Etage tiefer und zwar so weit, das ich sie hier nicht mehr wieder geben darf. Jugendschutz lässt grüßen. Ich hatte jedenfalls mit Susanne eine Diskussion über Brüste und etwas weiter links von mir gingen die Gespräche noch etwas tiefer. Görtler gesellte sich nach einiger Zeit dann auch zu uns, denn er hatte bis vor kurzem noch auf dem Sofa genächtigt. Ebenso der Böning, der sich einfach daneben legte. Schön wenn man so vertraut miteinander umgehen kann. Als Getränk habe ich mich dann für den Havana Club entschieden. Ich trank zwar zunächst eine Mischung Wodka Red Bull, die mir aber mehr Tränen in die Augen trieb als eine frisch geschnittene Zwiebeln. Da war die Mischung Havana geradezu Balsam. Allerdings nur bis Susanne das halb leere Glas sah und es erstmal mit Havana auffüllte. Damit man auch richtig stramm werde, waren glaube ich Worte. Na klar, ist ja nicht so, das ich schon den ganzen Tag mich mit Bier betrinke.

Die ganze frische Luft und das frühe Aufstehen zollten ihren Tribut. Ich nickte am Tisch ein. Ich konnte gar nicht dagegen machen. Die Augenlider wurden schwer und gingen ganz alleine auf den Bildschirmschoner-Modus. Das dieses nicht unbemerkt bleiben würde, dürfte klar sein. Thomas B. bemerkte als erstes meinen Schwächeanfall und teilte es lautstark der Runde mit. Mir war es ziemlich egal, denn nun war ich ja wieder wach. Um dann zu sehen, wie ganze zwei Minuten später eben jener Schreihals auf dem Tisch zusammen sackte und in das Reich der Träume hinüber glitt. Hinweise meinerseits auf das schändliche Verhalten blieben aber ungehört und er schlief weiter. Die Allgemeinheit stellte nun fest, das es Zeit wäre nach Hause zu gehen. Habe ich schon die Gespräche in den unteren Gefilden des guten Geschmacks erwähnt? Und alles fing mit einer Flatulenz von Florian an, die er dreister Weise Böning in die Schuhe schob. Das brachte ihm die Gunst von Susanne ein und Böning stand als Übeltäter da. Ab hier darf ich einfach nicht mehr berichten.

Die Kutsche kam und brachte uns sicher wieder nach Westerode. Auch auf der Fahrt wurde ordentlich vom Leder gelassen, diesmal aber mit verbalen Ausrutschern jenseits der politisch korrekten Grenze. Dummerweise schlug ich immer kräftig in die Bresche rein. Aber lustig war es schon. Den Abschluss gab es dann bei Böning in der Garage. Warum? Weil der Vollmer noch ein Pils trinken wollte. Ich ließ mich trotz Beton behangenen Augenlidern zu einem Scheidebecher breit schlagen. Und was war? Ich trank Pils und Böning und Florian tranken Alster oder ähnliche Vergewaltigungen von Bier. Absolute Frechheit.


Die Rache des Bankautomaten

19/09/2008

Jeder kennt das Problem. Um Spaß zu haben braucht man Geld und das möglichst in der Geldbörse und nicht nur auf dem Konto. Nun könnte man einfach an den Schalter der Bank gehen und dort die gewünschte Summe verlangen und sogar der freundlichen Kassiererin Order geben, doch das Geld in kleinen, nicht nummerierten Scheinen dem gewünschte Scheinformat zur Verfügung zu stellen. Diese wird das dann auch definitiv machen, denn bei meinen bisherigen Erfahrungen waren die immer freundlich zu mir. Und das liegt mit Sicherheit nicht an meinem guten Aussehen meinem Konto oder dem nicht vorhandenen Guthaben dort. Da bin ich mir sehr sicher.

Aber um alles zu vereinfachen hat sich der Mensch ja die Automatisierung ausgedacht. Eigentlich ein Freund von dieser, habe ja schließlich selbst mal in dem Feld gearbeitet und weiß daher über den unberechenbaren Faktor Mensch und der mit Faktor 7 eingerechneten Dummheit selber Spezies genügend Bescheid, hasse ich die Bankautomaten. Oder sie hassen mich, da sind wir uns noch nicht so einig.

Es ist Freitag Nachmittag, man muß auf dem Weg nach Hause noch beim Bankautomaten vorbei, weil es ja Abends wieder auf die Piste gehen soll. Ein Schild am Automaten teilt einem mit, das es an diesem Automaten Auszahlungen der Größe 50 €, 20 €, 10 € und 5 € gibt. Super, denkt man sich, es müssen ja nicht nur die großen Scheine sein. Bei einem abendlichen Besuch der Kneipe wird man schnell als Geldsack verschrieben, wenn man die acht Bier und die sieben Doppelkorn nur mit einem 100er bezahlen kann. Also tippt man brav seine Geheimnummer ein und wählt den bequemen Weg der vorgeschlagenen 50 €. Der Automat rappelt und zappelt, gibt ein paar seltsame Geräusche von sich, als würden gerade mehrer Scheine geschreddert werden und spuckt endlich das Geld aus. Doch was ist das? Im Ausgabeschlitz warten nicht abgezählte, einzelne Scheine auf einen. Nein, da leuchtet nur ein großer 50 € Schein. Haaaaaargh, warum nur? Man nimmt den Schein, stopft ihn in sein Portemonnaie, murmelt ein paar leise Flüche und zeiht von dannen. Eigentlich will man schreien und den Automaten ein bis drei Dellen in sein Edelstahlgewand treten. Doch man wird von den überall installierten Kameras dann doch zurück gehalten. Bezahlt man nun Abends mit dem großen Schein, kann man die Millisekunden schon zählen, bis die Vorwürfe des Vollsteckers und Großgrundbesitzers wieder ertönen. Obwohl da ja nur der pure Neid spricht.

Andere Situation. Man wird auf eine größere Feier, wie eine Hochzeit eingeladen, und braucht für die Karte, da man zu dämlich und ungeschickt ist, noch eine Füllung. Der Weg führt ein wie gewohnt zum Geldautomaten. Aus Erfahrung stellt man sich an den gleichen Geldautomaten und umgeht legal die Sicherheitsvorkehrungen. Es rappelt und zappelt in der Kiste und heraus kommt in kleinen Scheinen der eingebene Betrag. Haaaargh, warum nur? Man möchte einen Schreikrampf bekommen und irgendetwas zerstören! Bevorzugt den Programmierer des Bankautomaten. Jedes verdammte Mal bekommt man die 50 € in einem großen Schein ausgehändigt. Und nun!? Kleine Scheine, gerade dann, wenn man einen großen Schein in die Karte legen will. Erneute Aggressionen gegen das kühle Stück Stahl kochen hoch. Langsam glaubt man den Automaten kichern zu hören. Am liebsten würde man ihn mit seinem Bruder, dem Kontoauszugsdrucker, bearbeiten. Aber das hätte nur zur Folge, das man nicht an der Hochzeit teilnehmen kann, dafür aber einen lustigen Auftritt beim Amtsgericht hat. Lustig nur für die Anderen, wie gewöhnlich.

Ich habe eine Vermutung. Und zwar, daß die Banken gedankenlesende Geldautomaten im Einsatz haben. Doch der Programmierer der Automaten ist kurz vor deren Einführung gefeuert worden und hat deshalb diesen Bug dieses Feature eingebaut. Um die Kunden in den Wahnsinn zu treiben. Und um die Kundschaft der Irrenhäuser zu multiplizieren. Ich bin ja nur froh, das es keine Münzauszahlung an diesen Automaten gibt. Denn hätte ich bei jedem Abheben ein klimperndes Geräusch gehört und danach 50 € in 1 und 2 € Münzen versucht in meinem Portemonnaie unterzubringen. Allerdings hätte ich dann auch nur drei Mal Geld abgehoben und wäre dann in ein Sanatorium eingewiesen worden.

Daher meine bitte an die Programmierer. Bitte fügt einen weiteren Knopf dem Menu hinzu. „Große Scheine“ oder „Kleine Scheine“. Um dann wieder im Zufallsprinzip die Scheine heraus zu geben.


%d Bloggern gefällt das: