Der dämliche Kalender

28/01/2010

Zu Weihnachten habe ich einen Abreißkalender geschenkt bekommen, der die Leistungsfähigkeit meines Gehirns steigern soll, durch tägliche Aufgaben. Das ist an sich ja schon eine Herausforderung. Das Ding heißt Brain Jogging 2010 von Harenberg.

Leider bin ich für solche Aufgaben zu doof. Zum Beispiel bekommt man ein Bild gezeigt und soll dann sagen, wer das gemalt hat, aus welcher Künstlerfamilie der Künstler stammt und wie viel Hornhaut er am großen Zeh hat. Bitte? Was interessiert mich das denn? Nicht die Bohne! Kunst ist irgendwie nichts für mich. Es sind halt Bilder und ich kann da definitiv keinen tieferen Sinn hinter erkennen. Muß ich ja auch nicht. Es gibt ja noch andere Sachen.

Die dann in Worträtseln daher kommen. Super, meine zweit Lieblingsbeschäftigung nach Schnee räumen. Da kriege ich auch nichts auf die Reihe.

Dann kam der gestrige Tag. Das Kalenderblatt dazu sah so aus:

Was bitte ist das denn? Ich soll mir jetzt eine Geschichte ausdenken, warum da ein bärtiger Mann aus den 70ern auf seinem Auto steht und einen Kanister irgendwo rein schüttet? Was soll das?

Aber ich füge mich den Befehlen des Kalenders.

Möglichkeit 1:

Das gelbe Auto ist gerade auf wichtiger Postfahrt durch die Mongolei. Der direkte Nachfahre von Attila wartete auf eine wichtige Lieferung vom Dildo-Express-Versand vom Quelle Versand und der bärtige Fahrer, der seit drölf Tagen unterwegs ist, gibt seinem gelben Ostblockhobel die Sporen. Plötzlich ein Stottern und die Schlörre bleibt stehen. Der Postbote bekommt kalte Schweißausbrüche, da er befürchtet bei einer Verspätung von Klein-Attila die Hoden abgeschnitten zu bekommen. Er überprüft den Tank und muß feststellen, das er alle ist. Verdammte Hacke, da hat doch wieder einer Sprit abgezapft und zum Saufen genommen. Also nimmt er den 100 Liter Kanister Wodka, den er zum Eigenbedarf mitgenommen hat und kippt ihn in den Tank. Der Wodka hat, da er von einem mongolischen Bauern mit einem Auge auf einem Holzofen aus einem Kilo Kartoffeln destilliert wurde in einem hoch komplizierten Verfahren hergestellt wurde, Kerosinartige Eigenschaften und katapultiert den gelben Lada mit Lichtgeschwindigkeit an Attilas Hof. Zum Glück hatte Kollege Schnürschuh einen alten, orangen Raumfahreranzug von der NASA (gefunden auf einem Feld kurz nach der Explosion der Challenger) an und konnte die Flammenhölle beim Wiedereintritt in die Atmosphäre überleben. Nur der Bart mußte dran glauben. Attila war froh über seinen Long-Don-Silver-Dildo seine Quelle Bestellung und der Postbote wurde mit zwei Jungfrauen belohnt. Heute ist er doppelt geschieden, nie wieder Bartwuchs und tritt als Stuntfahrer in der Taiga auf.

Möglichkeit 2:

Im Jahre 1972 nahm ein unbekannter bärtiger Mann in einem überaus hässlichen orangen Raumpflegeranzug ein LSD-Plättchen in der Größe eines DIN A 4 Balttes. Zeitgleich rauchte er eine Crackpfeife die er aus einem ausgehöhlten Eichstamm gebaut hat. Danach spritze er sich noch einen halben Liter Heroin. In diesem Drogenrausch erfand er eine Zeitmaschine, die er in ein gelbes Ostblockfahrzeug einbaute und die mit seinem drogengeschwängerten Urin lief. So glaubte er zumindestens. Seine Freunde nutzen aber seinen tiefen, komatösen Schlaf und brachten ihn, samt Fahrzeug in die DDR eine dünn besiedelte Landschaft nahe dem Aralsee und stellten alle Kalender auf das Jahr 2012. Als unser Vorzeige Junkie aufwachte, fühlt er sich wie durch eine Kaffeemühle gedreht und stellte fest das er in der Zukunft gelandet ist. Da es hier aber total öde war und er auf einen kürzlich vollzogenen Atomschlag tippte, wollte er wieder zurück. Doch sein Pipi hatte seine Wirkung verloren. Nun saß er da also und hatte keine Drogen mehr um sich wieder in die gute alte Zeit 1972 zu katapultieren. Im Kofferraum fand er nur einen großen Kanister mit Kirschwein, den er zur Hälfte aus trank und die andere Hälfte in seinen hoch klappbaren Autositz kippte. Warum wusste er auch nicht. Plötzlich kam eine Touristengruppe aus Chemnitz vorbei und machte Fotos. Da erschrak unseren Zeitreisenden so sehr das er schreiend in nahe gelegenes Wäldchen flüchtete. Sein Gefährt bleib dabei auf der Strecke. Seit dem wird er vermisst.

Und nun die Lösung:

Zwei Kollegen waren auf Safari und ihnen wurde Langweilig. Also verfolgten sie eine Horde Affen, bis ihnen der Sprit ausging (schon mal sehr doof). Nachts wurden sie dann von Affen und anderen wilden Tieren belagert. Nach drei Tagen kam dann ein Ranger des Weges und gab ihnen Benzin und eine Geldstrafe. Aus die Geschichte.

WTF? Wollen die mich verarschen?

Warum nur gibt es in dem Kalender keine Matherätsel? Oder Physik? Warum nur dämliche Kunstgeschichte, Wörterrätsel und so ein Murks?

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