Geisterlogbuch

Es ist ruhig geworden im Staate Dänemark hier geworden. Der letzte Eintrag liegt schon geraume Zeit zurück. Ich könnte jetzt einfach sagen, die Festzeitschrift hat mich voll in ihrem Würgegriff. Werbung reinfrickeln, Werbung wieder rausfrickeln, Grußworte umformatieren, Grußworte bekommen (inklusive Diskussionen über Abgabetermine). Ich bin dann doch leicht unter Streß, was das Thema Festschrift angeht. Eins ist mir aber klar. Niemals wieder, niemalsniemalsniemalsniemalsniemalsniemals wieder, werde ich mich freiwillig melden eine Festzeitschrift zu machen. Wenn mich darauf nochmal jemand ansprechen sollte, dann antworte ich mit „Eher fress ich drei Tonnen Scheiße!“ dann lasse ich Herrn Günzelsen für mich sprechen.

Aber die Festzeitschrift ist nur ein kleiner Teil der Mauer in dem großen Bollwerk. Es gab da ja den 1. Mai. Der sehr unterhaltsam war. Aber ich kann die Geschichte vom Tag der Arbeit nicht erzählen ohne gewisse Vorkommnisse unter den Tisch fallen zu lassen. Daher wird es darüber keinen Bericht geben. Nun fragt man sich was denn so Schlimmes passiert ist. Die Bundeskanzlerin wird anrufen und fragen ob sie den Notstand ausrufen lassen muß, die GSG 9 wird sofort in Alarmbereitschaft gesetzt und im Radio wird mein Notfallcode gesendet und ich muß mich bei meiner Bundeswehreinheit melden. Eigentlich nichts Schlimmes. Sagen wir mal so, ich war eigentlich positiv überrascht. Es war einer der lustigeren Tanz in den Mai Parties auf denen ich die letzten Jahre so war. Dann war ich irgendwann verwirrt und irgendwann dann tierisch sauer. Soweit, das ich mich wirklich aufgeregt hatte. So mit Bluthochdruck und erhöhter Lautstärke in der Stimme. Später hat sich dann alles gelegt und ich sehe alles in einem anderen Licht. Ich habe quasi zu meiner alten Ruhe zurück gefunden. Das alles stellt man sich jetzt verteilt über drei Tage vor. Ach ja, Alkohol war wohl auch im Spiel. Mal mehr, mal weniger. Soll ich hier die Kirschen erwähnen? Besser nicht!

Ich war über mich selber überrascht und ein wenig schockiert. Sonst bin ich ja echt ein ruhender Pol. Bei vielen Sachen bleibe ich ruhig und gucke sie mir aus anderen Blickwinkeln an. Ich beleuchte alles und analysiere. Das wird der Ingenieur in mir sein. Doch ab und kommt dann etwas bei dem ich sehr emotional reagiere. Und ich nehme mir einfach mal die Frechheit heraus, das ich in dem Fall mein gutes Recht hatte. Gucke ich jetzt auf meine Reaktionen zurück, waren sie übertrieben. Eben nicht vom Verstand geleitet, sondern vom Herzen und vom Bauch. Nun ja, mittlerweile hat sich alles wieder beruhigt und ich komme auch wieder klar.

Eine andere Sache hat mich allerdings mehr beschäftigt. Und vor allem hat sie mich den Sinn und Zweck meines Logbuch hinterfragen lassen. Als ich vor knapp dreieinhalb Jahren das Logbuch angefangen habe, war mein Hauptgrund, einfach eine Art Tagebuch zu schreiben. Das es sich dann so sehr auf das Wochenende bezogen hat, ist einfach so gekommen. Weil da eben die interessanten und lustigen Sachen passiert sind. Geplant war es nicht. Wie so viele Sachen in meinem Leben, habe ich einfach was angefangen und später meine Liebe dazu entdeckt. Nun war es so, das sich Leute auf mein Logbuch verirrt haben und dieses auch noch gut fanden. Ich fühlte mich geschmeichelt. Ich bekam Lob für meinen Schreibstil und für das, was ich kreiert habe. Das war ich in solchen Maßen gar nicht gewohnt und schöpfte richtig aus dem Vollen. Wochenendberichte gingen weg wie warme Semmeln und ich hatte Spaß dabei. Was will man mehr. Aber in erster Hinsicht sollten meine Einträge zur Erheiterung dienen. Klar, geht das nicht immer nur auf meine Kosten, sondern auch auf Kosten von anderen Leuten. Allerdings war ich mir im Klaren, bei wem ich das machen konnte und bei wem nicht. Wenn man mich drauf angesprochen hat, dann habe ich auch gewisse Sachen wieder umgeschrieben.

Am vergangenen Wochenende habe ich zwei Artikel unter Passwortschutz gestellt. Und ich möchte gern erläutern warum und was die Konsequenz daraus ist. Über die Ausbilder bei der Truppmann Ausbildung ist ein anonymer Beschwerdebrief eingegangen. Darin wurden unsere Fähigkeiten zum Ausbilden in Frage gestellt. Warum, weshalb und was, möchte ich hier nicht erläutern. Wir wurden darüber in Kenntnis gesetzt und es wurde mir nahe gelegt, doch die Artikel über diese Wochenende ein wenig zu ändern. Ich bin dann den arbeitssparenden Weg gegangen und habe sie mit einem Passwort belegt. In diesem Brief wurden, meiner Meinung nach, Tatsachen aufgeblasen und falsch dargestellt. Doch leider würden meine Artikel dem Briefschreiber in die Hände spielen. Ich weiß nicht, ob er mein Logbuch kennt und notfalls daraus zitieren würde. Ist mir auch egal, für mich wurde nur eins klar. Es wird keine Wochenendberichte mehr geben. Ausnahmefälle werden mit einem Passwort geschützt. Das Passwort kann jeder bei mir per mail [bierpumpe*@*gmail.com (Sterne aus der Adresse entfernen!)] nachfragen und die Leute die ich für vertrauenswürdig halte, bekommen es auch.

Dieses Logbuch soll unterhalten. Es soll nicht als Beweismittel dienen um andere Leute anzuscheißen oder in Schwierigkeiten zu bringen. Im Großteil aller Fälle habe ich wirklich drauf geachtete, was ich schreibe und wie ich es schreibe. Aber man kann ja auch alles irgendwie so hin drehen, das es einem in die Karten spielt.

Der Betrieb wird nicht eingestellt, er wird weiter gehen. Die Texte werden sich ändern. Ich werde aber versuchen, meinen Stil beizubehalten und auf ähnlich lustige Weise über andere Themen schreiben. Ich hoffe es gefällt.

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