McLovin was promoted

 Nein, mich haben die Osterfeiertage nicht dahin gerafft. Obwohl der Start schon ziemlich wild war. Aber darüber möchte ich an dieser Stelle keine Worte verlieren. Es läuft ja eh auf das Gleiche heraus. Sven hatte Geburtstag, ich nahm mir vor, nicht so viel zu trinken, landete neben seinem zukünftigen Schwiegervater, der Schnaps trinken kann wie das liebe Vieh Wasser und der Rest wird verdeckt mit dem Mantel des Schweigen. Sagen wir einfach, mein Start in den Karfreitag war nicht so wie ich es mir gewünscht hätte. Ein Gefühl als hätte mir Jemand einen laufenden Mixer in den Kopf gesteckt und das Internet war verschwunden. Das Beste was einem passieren kann an einem solchen wunderbaren Morgen ist ein Gespräch mit der 1&1 Hotline. Sagen wir mal so, die junge Dame und ich haben uns gleich verstanden. Mit Freundlichkeit kommt ja bekanntlich weiter. Außerdem hatte ich ja noch genügend Zeit meine aufgestaute schlechte Laune abzubauen.

Denn am Karfreitag begab ich mich in eine Zeitmaschine und besuchte malerische Landschaften in der Normandie, in Holland und in Rußland. Alles in einer schnieken Uniform und ausreichend bewaffnet. Natürlich nur virtuell, denn wir spielten „Call of duty 2″ bei Bemi im Keller. Jetzt sehe ich schon den Einen oder Anderen die Hände über dem Kopf zusammen schlagen und mit drohendem Finger in Richtung Winnende zeigen. Aber ich werde mich hüten hier dazu meine Meinung zu veräußern. Ich kann nur so viel sagen, das keiner von den Leuten im Keller an Realitätsverlust leidet, sondern alle Sinne beieinander hat.

Aber ich kann sagen, das dieses simple System, des sich gegenseitig über den Haufen ballern, einfach nur Spaß macht. Auch wenn es die ganze negative Presse gab. Im Endeffekt ist es doch ein Räuber und Gendarm oder eben Cowboy und Indianer Spiel. Keiner kann sagen, daß er so etwas früher nicht gespielt hat. Nur virtuell, etwas realistischer und man ist nicht durch seinen körperlichen Zustand beschränkt. Heißt, jeder hat die gleichen Chancen. Wäre das nicht der Fall, dann hätte ich an diesem Morgen sehr wenige Chancen gehabt.

So begaben wir uns also nach Arnheim und machten Häuserschluchten unsicher. Und obwohl ich schon seit längerer Zeit keinen First Person Shooter gespielt hatte, kam ich nach wenigen Abschüssen Minuten recht gut zurecht und zeigte wo hier die Harken hingen. McLovin heizte den Gegnern ordentlich ein. Gegner waren, immer im Wechsel, Bemi, der Doktor, der Lange, Lars, Fabian und TZ. Ich weiß nicht woran es lag. Der Schnapskur vom Vorabend, der Keller, der sich teilweise von alleine drehte oder aber der morgendliche Spaß mit 1&1, aber es ging ganz gut. Gut, vielleicht haben die 0,5 l Pilsner Ur-Quell auch dazu beigetragen.

Was auch immer sehr störend war, waren die Pausen außerhalb des Kellers. Herrlichstes Wetter, frische Luft, die Vögel brüllten vor sich hin. Da bekam man ein richtig schlechtes Gewissen, das man den Tag im Keller vor einem Rechner verbrachte. Doch nicht lange, denn dann begab man sich ja wieder in den selbigen und lud den Karabiner durch.

Ich muß ja zugeben, das ich gerne als Sniper tätig bin. Man sucht sich einen heimeligen Ort, von dem aus man eine großes Gebiet überblicken kann und wartete auf nichtsahnende Opfer. Doch solche Plätze gibt es nicht wirklich. Von jedem höher gelegenen Platz, der sich zum Warten anbieten würde, kann man von zwei Seiten beharkt werden. Und meistens ist es auch so. Nimmt man eine Ecke ins Visier, kommt mit ziemlicher Sicherheit Jemand aus einer anderen Ecke und man bekommt die tolle Nachricht „McLovin has been killed bei Mathias Hain“. Man bemerke die kreative Namensgebung. Hat man gerade ein MG Nest eingenommen und wartet mit einem debilen Grinsen im Gesicht auf das nächste arme Schwein, das fröhlich pfeifend um die Ecke geschlichen kommt. Steht der Gegner hinter einem und besorgt es einem mit dem Messer. Nichtsdestotrotz macht es genau so viel Spaß Jemand mit dem Panzer eins auf die Zwölf zu geben. Oder mit den mehrfach aufgebauten Hitlersägen MG42 Nestern einfach mal über das Feld zu mähen. Wenn man dann hinterher noch zusammen lachen kann, dann weiß man das man in der richtigen Gesellschaft ist.

Ich freu mich jedenfalls schon auf die nächste LAN, mein Internet geht mal wieder nicht.

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