Vatertag preloaded

27/04/2009

Wir schreiben die KW 18 und die Arbeit an der Festzeitschrift geht, sagen wir mal nicht so toll voran wie ich es geplant hatte. Ich hasse mich dafür, das ich an diesem schicksalhaften Tag das vierte Weizen getrunken habe und mich freiwillig für diese Aufgabe gemeldet habe. Ich hasse mich dafür, das ich bei jeder Arschtrittaufgabe am lautesten Schreie und somit quasi um Schläge bettele. Da hilft aber kein lamentieren, sondern angepackt. Ich habe mir selber den 07.Mai als Fertigstellungstermin gesetzt. Ich Arsch, ich Riesenarsch. Also muß ich es bis dahin schaffen.

Nachdem ich mich nun genügend selbst gegeißelt habe, kommen wir zum vergnüglichen Teil. Die vergangene Woche wird wohl in die Geschichtsbücher als die geburtenreichste Woche des letzten Jahrhunderts bezüglich meines Bekanntenkreises eingehen. Ganze drei Leute sind Väter geworden. Und ihre Frauen irgendwie zu Müttern. Ganz komplizierte Geschichte, wenn ich mal viel Zeit habe, liebe Kinder, werde ich das mal hier näher erörtern.

Für mich heißt das, das es hoffentlich drei Pinkelparties gibt. Noxley, Morchel und Regin. Und am Samstag ging es bereits los. Involvierte werden sich nun fragen, warum denn vom Freitag nichts berichtete wird. Einfachheitshalber könnte ich jetzt wieder mit der Festzeitung und dem Termindruck anfangen, aber dann würde ich mich ja selber belügen. Also sage ich einfach mal, das am Freitag irgendjemand die Steuerung meines Hirns übernommen hat. Ich habe da gewisse Aliens im Verdacht, die schon früher meine Erlebnisse beim galaktischen ebay feil geboten haben. Jedenfalls fing der Abend Nachmittag mit Bier an und endete mit Bier. Dazwischen hat eine mystische Kraft meine Bewegungen gesteuert und Ramazotti, Friesengeist und andere Flüssigkeiten meinem Magen zugeführt. Ich war entsetzt. Für Außenstehende sah es so aus, als würde ich ganz normal handeln, doch Menschen die mich besser kennen, dürften festgestellt haben, das dort etwas nicht stimmt. Dumm nur, wenn man dann in so einer Situation bei Leuten zu Gast ist, die einen noch nie bei sich zu Hause hatte und wohl auch nicht mehr werden. Nun ja, ich werde wohl ein Entschuldigungsschreiben an das noch amtierende Prinzenpaar aufsetzen.

Zurück zur Pinkelparty. Noxley hatte geladen und Angst, das sein Stammhalter nicht gut Wasserlassen könnte. Also karrte er Unmengen an Bier in sein Gartenhaus und lud die Creme de la Creme der Alkoholvernichtung geladen. Und ich quasi mittendrin. Angefahren bin ich mit Ingo und abgehauen dann alleine. Aber dazwischen mußte ich dann Unmengen Bier trinken, was ja so gar nicht meinem Lebenswandel entspricht.

Es fing alles damit an, das ich mich an den Tisch mit Kameraden der Duderstädter Wehr setzten. Bekannt durch Truppmann Lehrgänge findet man schnell Kontakt. Zunächst mußte ich Akki ein wenig schelten, da mir Dinge zu Ohren gekommen sind, die ich für Unfassbar hielt. Mit gespielter ernster Miene drohte ich ihm ein wenig und spielte den Enttäuschten. Doch als ich sah, daß das schlechte Gewissen ihn regelrecht zerfraß, hörte ich auf. Es hilft ja keinem was, wenn er anfängt zu weinen und dann schmollt. Spätestens, als ich die Plätze wechselte und dann neben ihm saß, war alles wieder vorbei und wir gingen nahtlos ins Scheiße labern über.

Seltsamerweise muß an solchen Aktionen auch immer Schnaps auf den Tisch. Und egal was ich sage, ich muß immer mit trinken. Ich sage, ich vertrage das Zeug nicht und verzichte diesmal. Die anderen lachen und schütten mir einen Doppelten ein. Bei Getränkefragen, zählt meine Meinung irgendwie nicht oder ich habe immer in den entscheidenden Momenten einen Sprachfehler. Es könnte aber auch an dem gemeinen Gehirnwäschetrick der Aliens liegen. Jedenfalls durfte ich schön Obstler mit trinken. Auch gerne mal einen Doppelten. Das Gute an dem Umstand war, das mir nicht so schnell kalt wurde.

Irgendwann fiel dann Akki und Qincy von der Bank. Jetzt könnte ich zwar hinschreiben, das Alkohol nicht das Hauptproblem gewesen ist, aber dann wäre die Geschichte nur halb so lustig. Und Grasflecken lassen sich so schlecht wieder weg lügen. Außerdem mußte ich dem Stadtausbildungsleiter Jemand versprechen es zu erwähnen und ihm auch noch die Fotos zu kommen lassen. Ich weiß zwar nicht was er damit vor hat, aber ich kann ihm ja keinen Wunsch abschlagen, unserem kleinen Zuckerkuchen.

So, ich glaube jetzt bin ich genügend Leuten auf den Schlips getreten und freu mich schon auf das nächste Zusammentreffen mit den Ausbilderkollegen. Irgendwie erinnert es mich an einen Spruch den ich am Wochenende gehört habe. Wenn da mal nicht einer kräftig am Ohrfeigen-Baum rüttelt.


End of Fastenzeit

23/04/2009

Die Fastenzeit ist ja nun schon lange vorbei und so langsam erhole ich mich auch von meinem Zuckerschock. Nun fragt sich der interessierte Leser, warum ich den einen Zuckerschock erlitten habe. Nun ganz einfach. Ich habe die Fastenzeit genutzt da ich gläubiger Katholik bin und die Regeln der Kirche bis auf das i-Tüpfelchen befolge und mich spontan dazu entschlossen keinen Süßkram, inklusive Kuchen und anderlei Gebäck, zu essen. Außerdem habe ich auf den Kirchgang, Zigaretten und Sport verzichtet.

Die Zeit habe ich ganz gut durchgehalten. Nun muß ich aber zugeben, das ich nicht so der Süßigkeiten-Fan bin und daher ist es mir nicht ganz so schwer gefallen. Allerdings hat dann so ein Schoko-Ei an Ostern meine Geschmacksnerven leicht zum explodieren gebracht. Entweder habe ich die Zuckerbombe schlechthin gegessen oder aber meine Geschmacksnerven waren dafür einfach zu dekalibriert.

Doch war dieser Verzicht nur ein kleiner Probelauf für das nächste Jahr. Denn nächstes Jahr versuche ich die ganz große Nummer. Da verzichte ich dann in der Zeit vom Aschermittwoch bis zum Karfreitag nicht nur auf Süßkram, sonder auch auf Alkohol! In jeglicher Art und Weise. Weder Bier, noch Schnaps, noch Mischungen, noch Piccolöchen. So, jetzt ist es raus und es gibt kein Zurück mehr.

Ich glaube ich habe gerade einen sehr großen Fehler gemacht. Wie kann man nur so doof sein und eine solche haltlose Behauptung auf seinem Logbuch veröffentlichen. 40 Tage ohne Alkohol. Vor allem wenn man hinterher festgestellt hat, das in diese Zeit die Truppmann I Ausbildung fällt. Ich habe ein dumpfes Gefühl, das es eine sehr schwere Zeit werden und mit Anlauf vom Euzenberg in die Hosen gehen wird. Naja, ist ja noch gut ein Jahr hin und wer weiß ob ich bis dahin nicht ausgewandert bin.


McLovin was promoted

15/04/2009

 Nein, mich haben die Osterfeiertage nicht dahin gerafft. Obwohl der Start schon ziemlich wild war. Aber darüber möchte ich an dieser Stelle keine Worte verlieren. Es läuft ja eh auf das Gleiche heraus. Sven hatte Geburtstag, ich nahm mir vor, nicht so viel zu trinken, landete neben seinem zukünftigen Schwiegervater, der Schnaps trinken kann wie das liebe Vieh Wasser und der Rest wird verdeckt mit dem Mantel des Schweigen. Sagen wir einfach, mein Start in den Karfreitag war nicht so wie ich es mir gewünscht hätte. Ein Gefühl als hätte mir Jemand einen laufenden Mixer in den Kopf gesteckt und das Internet war verschwunden. Das Beste was einem passieren kann an einem solchen wunderbaren Morgen ist ein Gespräch mit der 1&1 Hotline. Sagen wir mal so, die junge Dame und ich haben uns gleich verstanden. Mit Freundlichkeit kommt ja bekanntlich weiter. Außerdem hatte ich ja noch genügend Zeit meine aufgestaute schlechte Laune abzubauen.

Denn am Karfreitag begab ich mich in eine Zeitmaschine und besuchte malerische Landschaften in der Normandie, in Holland und in Rußland. Alles in einer schnieken Uniform und ausreichend bewaffnet. Natürlich nur virtuell, denn wir spielten „Call of duty 2″ bei Bemi im Keller. Jetzt sehe ich schon den Einen oder Anderen die Hände über dem Kopf zusammen schlagen und mit drohendem Finger in Richtung Winnende zeigen. Aber ich werde mich hüten hier dazu meine Meinung zu veräußern. Ich kann nur so viel sagen, das keiner von den Leuten im Keller an Realitätsverlust leidet, sondern alle Sinne beieinander hat.

Aber ich kann sagen, das dieses simple System, des sich gegenseitig über den Haufen ballern, einfach nur Spaß macht. Auch wenn es die ganze negative Presse gab. Im Endeffekt ist es doch ein Räuber und Gendarm oder eben Cowboy und Indianer Spiel. Keiner kann sagen, daß er so etwas früher nicht gespielt hat. Nur virtuell, etwas realistischer und man ist nicht durch seinen körperlichen Zustand beschränkt. Heißt, jeder hat die gleichen Chancen. Wäre das nicht der Fall, dann hätte ich an diesem Morgen sehr wenige Chancen gehabt.

So begaben wir uns also nach Arnheim und machten Häuserschluchten unsicher. Und obwohl ich schon seit längerer Zeit keinen First Person Shooter gespielt hatte, kam ich nach wenigen Abschüssen Minuten recht gut zurecht und zeigte wo hier die Harken hingen. McLovin heizte den Gegnern ordentlich ein. Gegner waren, immer im Wechsel, Bemi, der Doktor, der Lange, Lars, Fabian und TZ. Ich weiß nicht woran es lag. Der Schnapskur vom Vorabend, der Keller, der sich teilweise von alleine drehte oder aber der morgendliche Spaß mit 1&1, aber es ging ganz gut. Gut, vielleicht haben die 0,5 l Pilsner Ur-Quell auch dazu beigetragen.

Was auch immer sehr störend war, waren die Pausen außerhalb des Kellers. Herrlichstes Wetter, frische Luft, die Vögel brüllten vor sich hin. Da bekam man ein richtig schlechtes Gewissen, das man den Tag im Keller vor einem Rechner verbrachte. Doch nicht lange, denn dann begab man sich ja wieder in den selbigen und lud den Karabiner durch.

Ich muß ja zugeben, das ich gerne als Sniper tätig bin. Man sucht sich einen heimeligen Ort, von dem aus man eine großes Gebiet überblicken kann und wartete auf nichtsahnende Opfer. Doch solche Plätze gibt es nicht wirklich. Von jedem höher gelegenen Platz, der sich zum Warten anbieten würde, kann man von zwei Seiten beharkt werden. Und meistens ist es auch so. Nimmt man eine Ecke ins Visier, kommt mit ziemlicher Sicherheit Jemand aus einer anderen Ecke und man bekommt die tolle Nachricht „McLovin has been killed bei Mathias Hain“. Man bemerke die kreative Namensgebung. Hat man gerade ein MG Nest eingenommen und wartet mit einem debilen Grinsen im Gesicht auf das nächste arme Schwein, das fröhlich pfeifend um die Ecke geschlichen kommt. Steht der Gegner hinter einem und besorgt es einem mit dem Messer. Nichtsdestotrotz macht es genau so viel Spaß Jemand mit dem Panzer eins auf die Zwölf zu geben. Oder mit den mehrfach aufgebauten Hitlersägen MG42 Nestern einfach mal über das Feld zu mähen. Wenn man dann hinterher noch zusammen lachen kann, dann weiß man das man in der richtigen Gesellschaft ist.

Ich freu mich jedenfalls schon auf die nächste LAN, mein Internet geht mal wieder nicht.


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