Space, the final frontier

26/02/2009

Aber dies sind nicht die Abenteuer des Raumschiffs Enterprise, sondern eine kleine Reise durch die tollen Tage in Westerode. Ja, ich lebe noch, auch wenn ich das die vergangen Tage nicht ganz geglaubt habe. Nur durch fühlen meines eigenen Pulses fühlte ich mich bestätigt. Ich glaube durch meine Adern fließt mehr Bier als Blut. So langsam befindet sich mein Körper auch wieder auf dem Weg der Besserung. Die Umgewöhnungsphase von flüssiger auf feste Nahrung geht zwar schleppend vorwärts, aber das kriege ich auch noch in den Griff. Meine Verdauung funktionierte ja bereits am zweiten Tag nicht mehr, darüber machte ich mir aber eher weniger Gedanken. Ich hoffte nur, das ich nicht die Lust auf das Bier verlieren würde. Das wäre über die tollen Tage fatal. Doch durch einen ultra geschickten Schachzug, mit dem ich alle überrumpelt habe, sorgte ich dafür Ich war dann aber froh das es Havana Club gab, habe es ja auch verlangt. Seltsamerweise haben dann nach einer gewissen Zeit meine Getränke immer mehr nach Asbach geschmeckt. Ein Phänomen das ich innerhalb der nächsten Monate auf den Grund gehen werden. Auch wenn es einen unglaublichen Körpereinsatz und einen Haufen Kohle kosten wird. Dieses Rätsel wird gelöst. Ich habe auch schon die drei Fragezeichen darauf angesetzt.

Dann will ich mal den Leser auf die Highlights der vergangenen tollen Tage führen. Und keine Angst, Nollo, ich halte mich zurück.

Mein härtester Tag war wohl der Donnerstag. So jedenfalls wird sich erzählt. Es war fetter Donnerstag (Namenstag vom Bullen von Tölz) im Feuerwehrhaus. Eigentlich wollte ich nur dorthin um ein halbes Hähnchen zu essen, ein paar Hefe zutrinken und jede Menge Scheiße mit meinen Freunden labern. Doch ein hinterlistiger Strolch hat andauernd Bismarck in mein Schnapsglas gekippt. Der hat mich dann ein wenig aus der Bahn geworfen. Alte Freunde sagen ich hätte die Umlaufbahn der Erde weit verlassen und bin in Richtung Saturn geflogen. Schien dann wohl doch heftiger gewesen zu sein als ich dachte. Ach ja, eine Wette verloren habe ich auch noch, wobei sich hier die Geister scheiden. Schriftlich habe ich, das ich Kai 10,00 € schulde. Die kriegt er auch. Dann gibt es aber noch ein paar ganz böse Menschen, die meinen es wären 10 Kisten Bier. Stimmt aber gar nicht denn ich kann noch sehr wohl das Zeichen für eine Bierkiste und einem € Zeichen unterscheiden. Ich war zwar betrunken aber nicht blind und blöd und aus Obernfeld gleichzeitig. Dann muß es wohl noch ein Schneeräumzwischenfall geben haben, der aber aus verfassungsteschnischen Gründen nicht wieder gegeben werden darf. Der Schnee hatte auch den Vorteil, das ich relativ genau verfolgen konnte wie ich nach Hause gekommen bin. Es war zu Fuß und anscheinend hat unterwegs mehrfach die Erde gebebt, den meine Spur zog sich von der linken Seite der Straße zur rechten Seite hin. Und das fortlaufend. Ich vermute mal es war ein Beben der Stärke 3. Aber ich war dann der erste Bewohner von Esplingerode der seine Straße geräumt hat. Nachts um 0130 Uhr. Ich war so was von stolz auf mich.

Dieser Ausrutscher auf der Alkoholseite kuriertem ich für den Rest der Tage. Ich trank einfach nicht mehr so viel. Oder aber der Körper stellte sich nun auf eine immens hohe Menge an Alkohol ein, so das er alle Systeme auf Volldampf fahren ließ. Wer sich mit U-Booten auskennt, der weiß was der LI nun sagen würde. Doch als Kaleun kann ich dazu nur sagen: „Das muß das Boot aushalten!“ Und das tat es.

Der Prinzenball selber leif unter dem Motto „Weltall“. Geiles Motto. Höre ich Weltraum, dann herrscht bei mir Leere dann denke ich sofort an Star Wars. Somit stand mein Kostüm auch schon früh fest. Ich würde als Jedi Ritter gehen. Kann ja nicht so schwer sein, sich ein paar Fetzen zu holen und die dann als Robe und Unterteil anzuziehen. Sollte man meinen, aber bei ebay werden doch dafür dann tatsächlich 60,00 € verlangt. Ich glaube es hackt. Also wurde nach Schnittmustern aus dem Internet Ausschau gehalten. Die fand ich auch, doch mit selber nähen war eher nicht. Da hätte man genauso gut einen Blinden bitten können ein Bild von einer Blumenwiese zu malen. Und das Bild hätte man hinter noch als „Fuchs beim Kacken“ verkaufen können. Handwerklich bin ich eher ein Legastheniker. Doch ich habe ja eine begnadete Cousine, die mir das dann alles wunderbar genäht hat. Und das Kostüm war Spitzenklasse. Und als es dann fertig war, fielen mir noch tauschen andere Kostüme ein. Ist ja immer so.

Und auf dem Prinzenball mußte ich dann auch wieder tanzen. Mit Silvia, der letztjährigen Prinzessin und meiner Prinzessin der Herzen. Irgendwie hat sie nun das Dauerrecht gepachtete mit mir bei sämtlichen Anlässen zu tanzen. Und anscheinend habe ich den Moment der Entscheidung nicht mitbekommen, denn ich kann mich daran nicht erinnern und hätte mit ziemlicher Sicherheit Veto eingelegt. In den 5 Nanosekunden, in denen es möglich war. Ich kann verdammt schnell sein. Aber ich kann ja der Prinzessin der Herzen nichts abschlagen. Hier möchte ich aber mal bemerken, das die amtierende Prinzessin mich bisher noch nicht genötigt gezwungen befohlen mich gebeten hat mit ihr zu tanzen.

Sie war sich ihrer Macht einfach noch nicht bewusst, hat diese dann aber eiskalt am Sonntag ausgespielt. OK eiskalt war sie nicht, sie hat ja vorher ganz lieb gefragt und da irgendwo muß dann der Satz „Das liegt ganz an dir, ich füge mich deinen Wünschen“ aus meinem Mund gekommen sein. Man stelle sich nun die Zeiteinheit eines Blinzeln vor, da stand sie wieder vor mir und zog mich auf die Tanzfläche. Zu „New York, New York“. Ein ganz fantastisches Tanzlied. Ich meine Discofox kriege ich ja noch so einigermaßen hin, aber was ist denn „New York, New York“? Kann man dazu überhaupt Partnertanz machen? Wir haben es hin bekommen. Um dann Fotos von diesem wunderbaren Moment zu machen Griff mir Gaudo, der hinterlistige Lump, in die Innentasche meines Jackets, da er dort meine Kamera vermutete. Eine Millisekunde später setzten wir dann zur Drehung an und es gab ein Rißgeräusch aus meinem Jacket. Was soll es denn, es war ja gerade neu. Und vom Verein bezahlt.

Es ist ja im allgemeinen hin bekannt, daß ich gerne fotografiere. Und wenn man dann mit der Kamera durch die Gegend läuft, dann erfährt man meistens zwei Reaktionen. Einmal Abweisung ausgeführt in Zusammenhang von Beschimpfungen und Diebstahl der Batterien von Schmierpopel. Und zum anderen werfen sich die Opfer dann richtig schön in Pose. Dabei gibt es dann wieder den Unterschied zwischen den nett anzusehenden und denen die Faxen machen. Ich gehöre zu der Gruppe die es jedes mal hin bekommt auf Fotos Scheiße zu gucken. Daher macht es auch Sinn, das ich auf dem Ende der Kamera stehe die entscheidet wann abgedrückt wird. Die Gruppe der Faxenmacher streckt danna uch gerne mal die Zunge raus. Gerade an Karneval nimmt diese Zahl drastisch zu. Außerdem werden gerne mal Kappen quer aufgesetzt und mit den Zungen die Gesichter berührt. Hört sich jetzt alles wahnsinnig witzig an, aber nach einer Zeit bekommt man echt Magenbeschwerden. Daher habe ich mich dann doch schweren Herzens dazu durchgedrungen, keine Fotos zu veröffentlichen. Glaubt mir, es ist besser so. bei manchen Sachen hätte ich ernsthaft Ärger mit dem Verfassungsschutz Jugendschutz bekommen. Das Prinzenpaar erhält natürlich von mir eine DVD mit Fotos. Natürlich nur mit Warnhinweis.

In den Zeiten von diesen ganzen verkackten vollgeschissenen Casting-Shows wo sich dann beliebige Leute zum Deppen machen dürfen, kann man über Gesangsversuche nur noch Schmunzeln. Doch jetzt haben wir auch so einen Kandidaten. Morchel, gleichbedeutend für perfekte Englischkenntnisse und Aussprache. Man lasse ihn ein Lied hören und ihn dann mitsingen. Ich freue mich jedenfalls schon auf das Bewerbungsvideo von RTL. Die Kamera-Crew stürmt einfach so die Melkstation und überrascht den Morchel. Der guckt ein wenig verwirrt und drückt dem Mikrophonhalter eine Gräpe in die Hand und verdonnert ihn zum Füttern der Rindvicher. Der Kameramann greift beherzt zum Melkutensil (was weiß ich wie diese ganzen Dinger mit den Schläuchen heißen wo man auch prima seinen). Die Prinzessin und ich hatten großen Spaß bei den Tonaufnahmen.

Zu Karneval gehören ja auch immer Böller. Ist jetzt neu für viele? Für mich auch. Aber lustig ist es mit Böllern allemal. Geworfen werden sie dann von einem Ex-Prinzen und jetzigen Elferratsmitglied. Mal an den Rand und Mal Böning und mir an die Hose. Alles nicht so schlimm. Denn mit Böllern kann man noch mehr Spaß haben. Vor allem wenn man Thema Weltall hat und drei Leute ein „Sound-Schwert“ zum Kostüm mitbrachten. Eigentlich war das Sound-Schwert eine Plastikröhre, in der diverse Sachen drin waren. Schüttelt man den ganzen Dreck dann, gibt es lustige Geräusche. Halt Scheiße aus Fernost, aber man hat was in der Hand. Habe ich nie verstanden, warum man zu Verkleidungen was in der Hand haben muß, da kommen doch Bier und Schnaps rein. Egal. Eines dieser Schwerter lag dann also im Thekenraum rum. Dazu packt man noch Schmierpopel, eine Packung Böller und mich. Es dauerte nicht lange da stachelten wir uns gegenseitig auf. Und ehe ich mich versah hatte ich einen Böller in dem Schwert stecken und hielt aus dem Thekenraum nach draußen. Also nach ganz draußen, nicht in die Menge. Klar, treten einem sofort Bilder in die Eier von weg gesprengten Armen, Händen und Genitalien, aber die werden schnell verscheucht durch den großen Krach. Den gewünschten Effekt (zerstörtes Sound-Schwert) hat es leider nicht gebracht. Aber jede Menge Spaß. Nun war jeder mal dran. Aber das Drecks-Ding vom Schlitzi zusammen gebaut hielt stand. Verdammte Wertarbeit. Doch wir haben ja Fantasie und arbeiteten Pläne aus, wo man noch so alles Böller zünden könnte. Schocker, der zu der Zeit gerade mit Kappe und Bier hinter der Theke war, sah unsere entschlossen Gesichtsausdrücke und nahm reiß aus. Sehr schlau von ihm, denn wir hatten vor ihm die Kappe hoch zunehmen, einen Böller, der Stärke D zu zünden, ihm auf den Schero zu legen und die Kappe wieder drauf zu setzen. Wäre bestimmt lustig geworden. Aber Schmieri hatte keine Böller mehr und Schocker war abgehauen. Aber für nächstes Jahr kaufen wir mehr Böller.

Nun bin ich froh, das die tollen Tage vorbei sind und freue mich auf die nächste Ballerei. Soll das Wochenende ruhig kommen. Ich bin bereit.

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Schotterflechte

09/02/2009

Seit dem Wochenende ziert eine kleine Schotterflechte meine Stirn. Was ist passiert? Das war jedenfalls die Frage die mir am Samstag am häufigsten gestellt wurde. Und um nun alle Unklarheiten aus dem Weg zu räumen, entschloß ich mich zu dieser Stellungnahme.

Ich war in der Nacht von Freitag auf Samstag mit meinem Fahrrad auf dem Rückweg von der Elferratsitzung mit Verlängerung in der Werkstatt, als mich plötzlich ein gigantischer Braunbär attackierte. Geistesgegenwärtig wie ich war, sprang ich leichtfüßig von meinem Fahrrad und wich mit katzengleichen Reaktionen dem Angriff aus. Es kam zu einem Hand-Tatzen-Gemenge bei dem mich der Braunbär an der Stirn verletzte. Er selber trug von diesem Schwinger immense Schmerzen an der Tatze davon, die er mit einem lauten Brüllen quittierte. Dieses Brüllen sollte mich auch einschüchtern, prallte aber wie Schneeflocken an mir ab. Es folgte nun ein Faustkampf nach alter Väter Sitte. Ich konnte eine gezielte Rechts-Links-Kombination anbringen und endete mit einem Schwinger in die Magenkuhle des Bären. Anschließend nahm ich ihn in den Schwitzkasten, bis er dann hilflos aufgab. Mit gesenktem Kopf zog er von dannen. Ich erzählte ihm nichts davon, das meine Schulter und mein Hintern weh tun würde.

Ich war in der Nacht von Freitag auf Samstag mit meinem Fahrrad auf dem Rückweg von der Elferratsitzung mit Verlängerung in der Werkstatt, als plötzlich eine Bande halbstarker Waschbären aus dem Gebüsch sprang und mir den Weg versperrten. Im Handumdrehen hatten sie mich umzingelt und wollten mein Geld und meine Uhr haben. Ihr Anführer drohte mir mit Schlägen und wollte mein Fahrrad beschädigen, falls ich Ihnen nicht das geben wollte was sie haben wollten. Dann fingen sie an mich umher zu schubsen und zu schlagen. Ich warf mein Fahrrad hin und verteidigte mich. Einer von Ihnen konnte Karate und konnte zutreten wie ein Muli. Aber dank meiner geschulten Reflexe und meinem gestählten Körper wehrte ich nach ein paar Schlägen alle ab und verpasste Ihnen die Abreibung ihres noch jungen Lebens. Einer blieb bei einem Schulterwurf meinerseits mit seiner Kralle an meiner Stirn hängen und beschädigte selbige. Seine Pfote war danach gebrochen. Kurz nachdem sie die Flucht ergriffen haben, traten Hase und Igel zu mir und berichteten mir das die Bande schon seit einiger Zeit hier ihr Unwesen treibt. Hoffentlich würden sie jetzt weiter ziehen und die Bewohner hier in Ruhe lassen. Ich hoffte mit Ihnen. Leider konnte ich keinen von Ihnen erkennen oder beschreiben, da sie alle Masken trugen. Sie waren aber alle ca. 60 cm groß, hatten einen buschigen Schwanz und recht zottiges Fell. Ich bitte alle sich vorzusehen und nicht alleine loszugehen. Gerade junge Eichhörnchenfamilien gehören zu den Lieblingsopfern der Rabauken.

Ich bin mit dem Fahrrad gestürzt. Es war auf dem Rückweg in der Nacht zum Samstag. Alkohol war zwar in rauen Mengen in meinem Körper vorhanden, spielte aber im Verlauf des Unfalls eine untergeordnete Rolle. Ein plötzlicher Vorfall von Blitzeis oder Blitzmatsch auf der Straße, ließ mein Fahrrad ein wenig bocken. Das Vorderrad ging nach vorne und zur Seite gleichzeitig weg und ließ mich in einem ungünstigen Winkel und in einer noch ungünstigeren Geschwindigkeit dem Asphalt nähern. Dies fußte dann in einem ungebremsten Aufschlags meinerseits mit der Schulter und dem Arsch, welcher nicht gerade klein ist Gesäß zuerst und endete mit einem leichten tangieren der Stirnfläche mit dem Teer. Folgendes Ergebnis kann ich aus diesem Extremversuch ziehen. Meine Haut im Stirnbereich ist weicher als der gemeine Straßenasphalt, aber nicht so gut durchblutet. Meine Brille hält einem ungebremsten Aufschlag aus ca. 1,5 m nicht stand. Rechtsseitig ist sie ordentlich verbogen und hält ein Glas in mehreren Teilen bereit. Ich möchte nochmals darauf hin weisen, das die Promillezahl vielleicht die Reaktionszeit ein wenig minimal verzögert hat, aber sie hätte bei nicht vorhanden sein, keinesfalls den Unfall verhindert. Fotos werden aus ästhetischen Gründen nicht veröffentlicht.


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