40 Jahre Schmierpopel e.V.

Für dieses Ereignis muß ich dann doch mal aus der Versenkung auftauchen. Nicht das ich schon irgendwie kreativ für die Festschrift geworden wäre, aber es ist ja noch Zeit. Aaaaaargh!

Am Samstag wurde also der Schmierpopel 40 Jahre alt. Den Spruch mit dem Schwein habe ich ja schon des Öfteren gebracht und erspare ihn dem geneigten Leser an dieser Stelle. Aber was der Gute da aufgezogen hat, bedarf einer Erwähnung. Das Motto hieß Après Ski Party und auch wenn ich die Einladung nur einen Tag vorher bekommen habe, wäre ich trotzdem dorthin gegangen. Ich glaube es hackt. Der Gesichtsesser aus dem Natheplan macht eine Party und ist zu faul mir die Einladung vorbei zu bringen. Außerdem durften Schnitzel und ich am frühen Morgen schon die eingesammelten Tannenbäume vorbei bringen, damit auch alles stilvoll geschmückt wird. Haben wir ja gerne gemacht.

Es fing auch relativ harmlos an an dem besagten Abend, aber doch war klar, das es früher oder später ausarten würde. Guckt man sich die Gästeliste an, wurde einem schnell klar das alle dorfbekannten Trinker zugegen sein würden. Ich jedenfalls freute mich schon seit längerem auf die Party. Das Schützenhaus war sehr Klasse geschmückt, wobei ich diese Lorbeeren eher Anja zuschanzen würde. Dafür hatte aber der Schmierige ordentlich Alkohol eingekauft. Den würde er auch brauchen.

Los ging alles mit ein herum stehen, Scheiße labern und auf den Beginn warten. Der dann auch bald mit dem Sturm auf das Bufett begann. Sehr fein gemacht und es gab sogar eine Schneekanone, die in regelmäßigen Abständen Schnee in die Luft pustet und eine grauselige Melodie dazu spielte. Wäre ich länger in dem Raum eingesperrt gewesen, wüsste ich schon was ich als erstes kaputt gemacht hätte. Das Essen war vom Feinsten und traf genau meinen Geschmack. Ich entschied mich ad hoc nur einmal den Gang zum Fresstempel zu machen. Eine Entscheidung, die nicht oft vorkommt. Aber nach den ersten drei Töpfen war mein Teller schon voll. Und das lag nicht daran, das die Teller zu klein waren, sondern an den leckeren Sachen. Vor der Kurve bevölkerten drei Sorten Fleisch meinen Teller. Besser gesagt eine Sorte Fleisch auf drei unterschiedliche Arten zurecht gemacht. Schwein in allen Variationen. Und da muß man dann an anderer Stelle Abstriche machen. Als ich die Reihe ans Gemüse kam, war leider kein Platz mehr vorhanden. Sehr gute Platzierung dieses Grünzeugs übrigens. Ich verzichtete ungern auf diese gesunde Ernährungsalternative, aber hätte ich meinen Teller noch mehr vollgeknallt, dann hätte das nur einen schlechten Eindruck gemacht. Außerdem war ich der Meinung, das ein Schnitzel die perfekte Beilage für eine Eisbein sei.

Die Schnapsrunde nach dem Essen ist ja schon fast Pflicht und so wurde ich genötigt Kotzo zu trinken. Ein Getränk das nicht mehr zu meinen Favoriten gehört. Beim Einlaß mußte ich ja schon einen Löwentor verdrücken, den ich zwar geschickt umging, aber Schmieri hat mich dann doch irgendwie erwischt. Geschenke werden nicht gemacht. Und ich gebe diesen Getränke die Schuld an allen weiteren Geschehnissen, an denen ich beteiligt war. Unter anderen an der Theke stehen, sich literweise Bier in den Kopf schütten, Scheiße labern, extrem geile Brillen aufsetzen und mit einem Edding im Gesicht bemalt zu werden. Vom Geburtstagsschmierpopel. Außerdem fasste ich den Entschluß, das ich vor Mitternacht keinen Mischungen trinken würde. Dummerweise lauthals um 2203 Uhr. Meine erste Mischung hatte ich dann um 2224 Uhr in der Hand. Ich weiß auch nicht wie das passieren konnte. Ich tippe mal auf einen Kurzschluß bei dem Festlegen des Zeitpunkts der Getränkeumstellung. Strategisch wichtige Sicherungen wurden mit großen Krachen durchgejagt und die Leber feierte ein kleines Volksfest. Und immer dabei meine Kamera. Die hat übrigens grandiose Bilder geschossen. Leider darf ich die nicht online stellen. Zum einen weil ich es Schmierpopel versprochen habe und zum Anderen sind einige ganz schön grenzwertig.

Allerdings gab es eine Aktion zu der ich diesmal nichts kann und auch in keinster Weise beteiligt war. Jedenfalls kann ich mich an nichts erinnern. Hauptprotagonisten waren Schmieri und Friede und ich tippe mal eine große Fresse einer oder gar beider Seiten. Denn plötzlich stand Friede ohne Hose da und Schmierpopel unterschrieb auf seinem Hintern. Warum, wieso, weshalb kann ich nicht sagen, wohl aber das ich meinen Fotoapparat bedient habe. Ein reiner Automatismus. Im Anschluß guckte Ute nicht mehr ganz so begeistert und Friede mußte nach Hause. Gut, jeder hatte seine Unterhosen gesehen und damit hatte er seinen Auftrag wohl erledigt.

Es war auch etwas früher wo ich die komplette Kontrolle verlor. Ich war mal wieder tanzen. Meine Lieblings-Ramona hat mich mal wieder rum gekriegt. Sonst kann ich sie ja immer auf ein Lied vertrösten was zum Tanzen geeignet ist und dann verdrücke ich mich an die Theke, aber diesmal waren beide Schauplätze verdammt dicht aneinander. Aber mit meiner Lieblings-Ramona tanze ich ja gerne. Das muß dann wohl irgendwie Silvia mitbekommen haben und ich war schon wieder dran. Sie scheint wohl immer noch das Recht der Prinzessin inne zu haben. Obwohl sie ja gar keine Prinzessin mehr ist. Sie hat aber so eine Autorität, das ich einfach nicht ablehnen kann. Vielleicht lehne ich auch ab und sie ignoriert es einfach. Passiert mir ja auch öfter. Oder es liegt einfach an meiner Unfähigkeit hübschen Frauen Wünsche abzuschlagen. Man sollte es mal untersuchen. Vielleicht kann ich daraus auch eine Doktorarbeit machen. Jemand Interesse? Am Sonntag erfuhr ich dann, das ich nach Leiche der Tanzbär Nummer Zwei gewesen bin. Gut, dann muß Leiche wohl mit drei Frauen getanzt haben. Ich war sehr verunsichert.

Der Tag war eh sehr anstrengend für mich. Nicht nur, das ich mit der Jugendfeuerwehr Tannenbäume eingesammelt habe. Nein, es ging am Nachmittag auch noch auf den Eulenteich und es wurde Eishockey gespielt. Als wenn das nicht schon aufregend genug wäre. Da ist es auch kaum verwunderlich, das ich etwas müde wurde und auf einer Eckbank ein wenig gedöst habe. Manche würden es als Tiefschlaf bezeichnen. Aber so lange kann das gar nicht gewesen sein. Und was ist schlimmer als die Nachricht das Braunschweig ganz beschissen mittelmäßig in der Regionalliga spielt? Genau, halb-wachend halb-schlafend, übermäßig angetrunken bei -12°C den Heimweg anzutreten, der über Straßen mit festgefahrenen Schneedecken führt. Und dann muß man in da kalte Bett hinein.

Aber es war eine grandiose Party und hat irrsinnig viel Spaß gemacht. Ich glaube ich fange schon mal an für meinen 40. Geburtstag zu planen. Metallica kann man nicht früh genug buchen.

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