Jahr des Ochsen

Herzlich Willkommen im Jahre 2009. Nicht das es jetzt mein eigenes Jahr wäre und ich das Recht hätte Jemanden im Jahr wie in meiner Wohnung zu begrüßen. Aber ich beuge mich halt den allseits bekannten Gepflogenheiten. Wäre es allerdings mein Jahr, wäre ein Großteil willkommen. Nur nicht die fiesen Typen, die immer alles kaputt machen und meinen sie könnten sich in fremden Wohnzimmern benehmen, wie sie es zu Hause nicht dürften. Weil sie dann mit ihrer Frau/Freundin/Lebensgefährtin/Mutter/First Lady einen Riesenkrach bekommen würden und kurze Zeit später mit gepackten Koffern vor dem Haus des besten Freundes stehen. Aber solche Leute kennen wir ja nicht.

Ich hoffe ihr seid alle gut in das neue Jahr rein gerutscht. Einige habe ich ich ja in der Neujahrsnacht noch getroffen und auch noch wieder erkannt. Ich wünsche jedenfalls allen meinen Lesern nur das Beste für das Jahr des Ochsen.

Meine Jahresendfeier war ein wenig anders als die voraus gegangenen. Was nun nicht unbedingt ein schlechtes Omen sein muß. Normalerweise gehe ich geht man ja an Sylvester los und muß unbedingt gut drauf sein. Immerhin ist Party angesagt. Also bleibt einem nur die Flucht in die letzte Hochburg des Spaßes. Sich zuschütten bis man seine Muttersprache verliert. Ein paar Bierchen hier, ein Schnaps hier mal zwischen geschüttet und schon ist man gut drauf. Aber dieses Jahr ist das alles bei mir ein 2wenig anders gelaufen. Sylvester war mal nicht als der strammste Abend des Jahres geplant. Naja, vielleicht geplant, aber nicht so durchgeführt. Schuld hatte da der Chinese, der uns nicht nur mit dem Jahr des Ochsen beglückt, sondern auch mit leckeren Speisen aus seinem Land. Aber die Bude war dermaßen überfüllt, das wir locker 2,5 h in dem Restaurant verbracht haben. Wovon auf reine Essenszeit vielleicht eine halbe Stunde aufgebracht wurde. Die Servicekräfte hatten die gesamte Lage einfach nicht unter Kontrolle. Nun ja, kann man nichts dran machen und sich über so eine Lappalie aufregen hatte ich dann auch keinen Bock. So kam es dann, das wir erst gegen 2230 Uhr bei Finke in den Keller einrücken konnten. Ein kurzer Blick auf die Uhr und eine komplizierte Überschlagsrechnung in meinem Kopf später wusste ich das der Countdown T -1,5 h anzeigte. Im Bruchteil einer Sekunde wurde mir klar, das ich niemals den geplanten Zustand erreichen würde. Außer ich würde mir meine mitgebrachten Spirituosen auf Ex in den Balg kippen. Wozu habe ich dann aber die tolle Cola gekauft? Aber sauer war ich deswegen nicht.

So bin ich trotz multipler Versuche eigentlich nur angeheitert gewesen, als 2008 ad acta gelegt wurde. Nach den Neujahrswünschen machte ich mich dann also auf den Weg die Nachbarschaft zu erkunden. Und zu der großen Verwunderung war kaum etwas los. Doch am Ende der Blumenau fanden Szene aus Beirut statt. Also ging ich kurz zu Fasel um meine Wünsche los zu werden. Dort nötigte man mich dann Bismarck zu trinken. Wäre nicht so schlimm gewesen, wenn er nicht in einem Glas daher gekommen wäre, das sonst als kleine Blumenvase gedient hätte. Zu meinem Pech waren da dann auch keine Eichstriche vorhanden, was Silvia wiederum dazu veranlasste die Vase das Glas bis zum Rand zu füllen. Ich hatte die Wahl. Zwei Mal durch die Hölle oder einen großen Sprung ins Fegefeuer. Ich entschied mich für den einmaligen Sprung. Und hatte danach nicht mal den Atem mit Havana-Cola nach zu spülen.

Zurück bei Finke im Keller ging es dann munter weiter, bis dort die allgemeine Auflösung voran schritt. Ein Blick auf die Uhr verriet mir, das es keinesfalls Zeit ist nach Hause zu gehen. Also ging ich mit Matten noch die Lage im Dorf erkunden. Wusste ich doch das bei Bönings was los war. Und dort schien sogar ein großer Treffpunkt zu sein. Es hatte den Anschein, als träfen sich zwei Parties an einem Fleck. Und Matten und ich. Es war aber nett. Wenig später ging es dann noch bei der Jugend des Dorfes ein frohes neues Jahr wünschen. Doch als Matten dann die DJ Fähigkeiten kritisierte sah ich mich genötigt den Aufbruch auszurufen. Zurück zu Bönings, wo dann der Abend der Morgen beschlossen wurde.

Nicht gleich, wohl aber 2 h später. Bis dahin verbrachten viel Zeit mit Scheiße labern und Bier trinken. Es war sehr nett. Als ich dann in eisiger Kälte nach Hause gegangen bin, kann ich nicht sagen, das ich betrunken war. Angeheitert ja, vielleicht sogar gut angeheitert. Aber betrunken nicht. Und ich hatte gute Laune dabei. Ich habe mich nicht geärgert, sondern war gut drauf. Ein ganz neues Gefühl. Sollte das etwa der Anfang einer neuen Lebensart sein? Ich hoffe nicht!

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