Zustand wechselhaft

Die Feiertage brachten Höhen und Tiefen. Jedenfalls was die körperliche Verfassung anging. Der 1. Weihnachtstag gehörte definitiv zu den Höhen. Denn ich wurde nicht so richtig stramm.

Es begann alles bei Ingo. Von dort aus starteten wir ins Ambiente. Netterweise fuhren uns Dorothea und Antonia hin. Dorothea mußte mit ein paar Drohung von Ingo erst auf Die Sprünge geholfen werden, aber dann ging es schon. Im Ambiente selber war eher durchwachsenes Publikum. Doch man kannte kaum wen. Das ist ein eher komisches Gefühl, denn sonst schafft man keine Runde ohne nicht acht Leute zu treffen, die man von irgendwoher kennt. Aber doch hatte man Spaß. So lange man Getränke bekommt. Und das war wohl die Hauptaufgabe für diesen Tag. Obwohl die Bude nicht aus allen Nähten zu platzen schien und obwohl ein paar Bedienungen umher liefen, saß man einfach auf dem Trockenen. Das Ganze machte für mich nicht allzu viel Sinn, aber anscheinend hatten kosmische Kräfte ihre Finger im Spiel. Da half dann nur die Selbstversorgung. Am Anfang ließ Ingo seine Beziehungen zu einer jungen Dame mit direktem Thekenzugang spielen. Und später zog ich dann los. Im Nachbarraum war seltsamerweise nicht ganz so viel los an der Theke. Was vielleicht auch daran lag, das die halbe Theke mit Möbeln zugestellt war. Auch hier kam ich nicht so ganz hinter den Sinn. Aber ich traf Nicole, die mittlerweile in Nürnberg wohnt.

Das ist ja immer das Schöne an Weihnachten. Man trifft einen Haufen Leute, die man seit Ewigkeiten nicht gesehen hat. Man unterhält sich kurz und bekommt eine Einladung zum 30. Geburtstag. Der dann auch noch am gleichen Tag wie der Westeröder Büttenabend ist. Murphy’s Law lässt grüßen. Also werde ich mich dann halt im nächsten Jahr wieder auseinander reißen müssen. Vortrinken beim Büttenabend und dann abschädeln bei Nicole in der Garage. Sehr gut!

Die Getränkeversorgung war jedenfalls erstmal gesichert. Zwar sehr suboptimal, aber immerhin hat man etwas bekommen. Langsam verdichtete sich auch die Anzahl der Leute die man kannte. Es wurde also netter. Auch wenn man immer an den Stellen stand an denen das höchste Verkehrsaufkommen auftrat. Ich frage mich eh, warum das immer dort sein muß, wo ich stehe. Erneut der Verweis auf Murphy’s Law.

Mit den neu getroffenen Leuten machte man dann schnell ab, das man noch in die Werkstatt verlegen wollte. Gesagt getan. Doch das Taxi kam nicht. Als gut erzogeneer Junge habe ich dann Dorothea meine Jacke angeboten. Und Dorothea hatte das Taxi angerufen. Auf ihr Drängen hin sind wir dann auch schon mal raus gegangen, damit wir auch das Taxi nicht verpassen. Eine ganz gefährliche Kombination. Denn aus irgendeinem nicht mehr nachvollziehbaren Grund hatte sie ihren Namen nicht mit angegeben. Also standen wir in der Kälte und froren uns den Arsch ab. Korrektur, ich fror mir den Arsch ab. Der Clou war aber, das wir das Problem mit dem vergessenen Namen nicht sofort raus fanden, sondern erst nach geraumer Zeit. Also rief ich kurzer Hand erneut ein Taxi und wir konnten binnen weniger Minuten unseren Weg in die Werkstatt antreten. Das wir nicht zu Fuß gegangen sind, lag übrigens auch an einer jungen Dame, die keine Laufschuhe, sondern Steh- und Sitzschuhe an hatte. Bis zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nicht mal, das es so was gab. Und ich lebe immer noch.

In der Werkstatt war dann erhöhtes Verkehrsaufkommen. Und was viel erstaunlicher war, war das alle vollstramm waren. Ich führte einen kurzen Check durch und stellte fest, das mein Alkoholpegel zwar stetig gepflegt wurde, aber sich stabil einpendelte. Ich entschied nun das Mischungen die erste Wahl waren. Zumal ja das Bier in der Hand warm wurde. Als ich mal kurz falsch abgebogen war, hatte ich auch alle Mitreisenden verloren. Dafür traf ich die Anwärter für die Saalstrammsten. Es überrascht wohl keinen, das es die Westeröder waren. Bei Schnitzel hatte ich leichte Probleme die zu mir gesprochenen Worte zu verstehen. Porno stierte irgendwie debil in der Gegend rum und Thomas B. hatte seine Hände gerade überall bei einer Rothaarigen. Es gab leichte Verwechselungsgefahr mit einem Oktopus. Oder aber Thomas hatte die Gabe, aus dem Nichts Hände her zu zaubern.

Eine geraume Zeit später traf ich dann auch die Mitreisenden wieder. Unter anderen auch den Ingo, den ich verzweifelt gesucht hatte und bereit war meine Trauer in einem Faß Havana zu ertränken. Er hatte aber bereits das Zeilerreicht und stritt mit den restlichen Westerödern um den Preis des Saalstrammsten. Das Schnitzel bereits das Gebäude verlassen hatte, milderten seine Chancen ungemein.

Langsam aber sicher leerte sich die Werkstatt. Ich bekam mittlerweile Tips wie ich mich zu kleiden hätte von Bettina und ihr Mann Thomas karrte Mischungen heran. Jenny wollte mit mir tanzen, doch dazu war ich bei Weitem nicht stramm genug. Ich kam mir vor als hätte ich Gottes Strafe auf mich gezogen. Alles um mich herum war ordentlich betrunken und ich stand wie ein Fels in der Brandung und merkte nichts. Besser ist es nach Hause zu gehen. Also schloßen Ingo und ich uns Philip und Carina an und strichen die Segel. Ingo ging zu Fuß und wir nahmen dann ein Taxi.

Am nächsten Tag ging es mir perfekt. Kein Kater, keine Beschwerden. Ich dankte Gott für dieses Geschenk, welches ich am Voraben dnoch verflucht hatte. Ich hoffe das hält an.

Pustekuchen, denn am 27.12. stand das Cliquentreffen an. Und da hat es mich so richtig zerrissen. Es fing ja auch ganz harmlos an. Mit der Weihnachtsfeier der 1. Mannschaft. Dort beschlossen David und ich vorher hinzugehen, bevor wir dann nach Duderstadt verlegen. Dort gab es schon Pils und eine ordentliche Grundlage für den weiteren Abend. Schnitzel mit Jägersoße. Sehr lecker und ideal um sich noch mehr Alkohol in den Balg zu schütten.

Unser Trio, bestehend aus Morchel, David und mir, kam in Duderstadt an und es ging in einem fließend Übergang zum weiteren Bier trinken. Die bereits Anwesenden hatten schon einige Kreuze auf ihrem Deckel, doch waren wir ja bisher nicht untätig. Man könnte also sagen, wir hatten alle sehr gut vorgelegt. Und legten auch gut nach. Bier und Schnaps lief sehr gut rein.

Nach dem Rausschmiß aus dem Eichsfelder Hof ging es dann in den Halben Mond. Der Rausschmiß fundierte aber nicht auf unseren schlechten Manieren, sondern auf dem Fehlen von Kundschaft. Aber im Mond war noch genügend los, was uns einen netten Eckplatz einbrachte und Zugang zu noch mehr Bier. Und Heidegeist und anderen Schnäpsen. Und hier muß es irgendwo passiert sein. Eine bestimmt Stelle im Körper entschied nun einige Sicherungen zu ziehen und mich ungeschützt dem bösen Geist Alkohol auszusetzen. Der gab wiederum sein Bestes. Vielleicht lag es auch dem ganzen Witterungswechsel. Denn nach dem halben Mond verlegten wir in das Soley. Hier landet man seltsamerweise immer öfter. Nicht das es mir da nicht gefallen würde, ganz im Gegenteil, dort arbeitet eine sehr hübsche Bedienung. Aber sobald irgendwie ein neuer Laden in Duderstadt aufmacht, entscheidet es sich bereits nach wenigen Tagen, ob er überleben wird oder nicht. Ich glaube das Soley hat es geschafft. Außerdem ist auffallen, das immer wenn ich schon ganz schön hacke bin, die hübsche Bedienung arbeiten muß. Sollte sich hier eine ähnliche Geschichte wie mit einer dem regelmäßigen Leser nicht ganz unbekannten Bedienung aus der Werkstatt entfalten. Ich hoffe ja mal nicht, denn Wiederholungen kann ja keiner leiden. Da fällt mir brühend heiß ein, das ich ja 2010 auf einen 50. Geburtstag eingeladen bin. Mit der Auflage, das ich mit Begleitung komme. Fehlt mir nur noch ein DeLorian und ein Fluxkompensator. Damit ich mir noch drei Jahre dazu holen kann. Die nötigen 1,21 GW bekomme ich von einem halben Roundhouse Kick von Chuck Norris.

Mein Zeitgefühl ließ mich zu diesem Zeitpunkt schon ein wenig im Stich und daher kann ich nicht genau sagen, wann wir in die Werkstatt verlegt haben. Aber wir haben dorthin verlegt. Zum Glück ist es ja nur ein Katzensprung. Dort ging es dann munter weiter. Ich habe allerdings den Überblick über die Getränke verloren. Wie so vieles anderes auch. Aber wir tranken und tranken. Und erkannten keinerlei Leute mehr.

Schnitzel berichtete mir am folgenden Tag, das wir uns noch getroffen hatten, was aber komplett aus meinem Gedächtnis gelöscht worden war. Dafür hat sich eine andere Sache in meine Großhirnrinde eingebrannt. Und zwar waren wir alle auf der Tanzfläche und haben allen gezeigt wo der Tanzhammer so hängt. Ich war nur froh, das es nicht allzu voll war. Ich meine sogar mich beim Leider wünschen gesehen zu haben. Allesamt Klassiker, aber der DJ hat sie nur widerwillig gespielt. Naja, kein Geschmack lässt sich eben nicht vertuschen. Was mich immer so wundert ist, das er Leider spielt die sich gewünscht worden und dann füllt sich die Tanzfläche. Kurze Zeit später legt er wieder Musik auf, die ihm mehr zuspricht und alles flüchtete von der Tanzfläche. Aber das er sich statt dessen auf das Publikum einlässt passiert auch nicht. Es ist schon verteufelt.

Gegen 0500 Uhr waren wir auch dem Heimweg. Doch so einfach nach Hause gehen ohne etwas gegessen zu haben, ist schon ein wenig schlecht. Normalerweise würde ein Stop bei McDonalds nun anstehen, aber vielleicht hatte ja die Mehrzweckhalle mit der Weihnachtsfeier noch geöffnet. Und sie hatte. Mit ihr die Fresstheke. Nun weiß ich auch wo die Jägersoßenflecken auf meinem Handrücken hergekommen sind, die ich am Sonntag Morgen an meiner Hand entdecken mußte. Gegen 0600 Uhr ging es dann aber endgültig nach Hause. Stopper und ich spazierten mal wieder in den noch nicht vorhanden Sonnenaufgang. Und trotz bittere Kälte und noch einem guten Fußmarsches, wollte er sich kein Taxi holen lassen. Die harte Sau!

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: