So spielt man mit Studenten

Der Montag ist weit in meiner Liste der Tage nach oben gerutscht. Denn Montag Abend werde ich ab nun immer die Schlittschuhe anschnallen und ein wenig sportliche Betätigung betreiben. Ich spiele nämlich ab jetzt wieder Eishockey. Ich finde kaum Worte dieses Gefühl zu beschreiben, aber man könnte es ungefähr mit dem Einzug eines Wikingers in Walhall vergleichen.

Am Montag war ich das erste Mal in Bad Sachsa. Dort gibt es die sogenannte Eishockey Time bei der die Halle für Eishockey-Spieler freigegeben ist. Man bezahlt normalen Eintritt und kann dann die Pucks fliegen lassen. Wie man schon an dem Begriff Puck erkennen kann, wird dort mit ein wenig härteren Bandagen gespielt. Schutzausrüstung wäre von Vorteil, teilte mir man mit. Alles kein Problem, hatte ich ja noch aus der Zeit in Wilhelmshaven liegen. Sehr gut, das Eis bekommt mich also wieder.

Zunächst mal war ich ein wenig spät dran und dann gab es diverse Probleme mit meiner Ausrüstung. Vom ganzen Staub mal abgesehen, schein meine Schutzhose ein wenig eingelaufen sein über die Zeit. Doch ich habe sie dann irgendwie an die richtige Stelle bekommen. Allerdings würde ich mit Sicherheit einen Flaschenzug brauchen um sie wieder auszuziehen.

Dann aber kam der Moment, als ich das Eis betreten habe. Ich hatte einige Mühe nicht sofort auf die Fresse zu fliegen, da mein letzter Kontakt mit einer glatten Oberfläche schon etwas her ist. Lässt man mal die Aktionen außer Acht, die entstehen, wenn man in der Winterzeit morgens früh nach Hause geht und eine festgefahrene Schneedecke oder zugefrorene Pfützen vorfindet. Aber nach einiger Zeit hatte ich wieder das alte Gefühl. Es war als würde man fliegen. Und mein Sichtfeld war arg eingeschränkt, durch ein Schutzgitter an meinem Helm. Aber trotzdem machte es irrsinnigen Spaß. Doch nach dem die erste Euphorie verflogen war musste ich mir ein paar Punkte eingestehen.

Gegenüber den anderen Spielern war ich grottenschlecht. Ein blutiger Anfänger. Aber daran lässt sich arbeiten, indem ich nicht aufgeben und weiter Montags zum Eishockey gehe.

Der nächste Punkt macht mir viel mehr zu schaffen. Meine körperliche Fitness ist mit der einer Leiche zu vergleichen. Ich glaube sogar das manch Toter fitter ist als ich. Es fing nach ca. 20 Minuten an. Es war während meines dritten Einsatzes auf dem Eis, als sich ein stechender Schmerz in der unteren Rückenregion breit machte. Dort schienen sich Muskelgruppen zu befinden, die seit Ewigkeiten nicht mehr benutzt worden waren und nun verkümmert waren. Ergebnis des Ganzen war, das ich einfach nicht mehr so beweglich auf dem Eis war. Anfangs ging es noch, aber nach ein paar Minuten kam der Schmerz wieder. Von der Kondition will ich gar nicht mal anfangen. Nach jedem Einsatz pumpte ich wie eine Dampflok und ich wunderte mich, wo mein Körper den ganzen Schweiß herzauberte um meinen Körper herunter zu kühlen. Hier befindet sich meine größte Baustelle und ich habe mir fest vorgenommen diese in Angriff zu nehmen. Rückenschule und Konditionsaufbau. Irgendwann muß man ja mal anfangen. Vielleicht weitet sich ja dann meine Eishockeyhose wieder ein wenig.

Doch trotz der oben erwähnten Ausfälle hat es einen Riesenspaß gemacht. Dieses Gefühl wieder auf dem Eis zu stehen und wieder zu spielen war unbeschreiblich. Trotz aller Schmerzen werde ich wieder Montags nach Bad Sachsa fahren und mich wieder der Tortour hingeben. Es lohnt sich! Außerdem geht nichts über das gute Gefühl nach dem Eishockey. Auch wenn ich mir wünschte ich hätte einen Flaschenzug mitgebracht.

Ein wenig Nachlese gibt es dann aber doch noch. Der Muskelkater hielt sich in Grenzen. Bis auf den Rücken. Dienstag ging es noch und ich lachte den Schmerzen ins Gesicht (HaHaaa). Doch Mittwoch konnte ich mich nur mit Mühen aus dem Bett rollen. Da muß unbedingt was geschehen. Und während man im Bett liegt überlegt man ob denn die Decke stark genug wäre um dort einen Flaschenzug zu befestigen.

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