Es geht schon wieder los…

Was war eigentlich am vergangenen Wochenende los? Eigentlich gar nicht so viel. Jedenfalls nicht so viel, an das ich mich hätte erinnern können. Aber das lag wohl eher an dem immensen Alkoholkonsum. Der anderen, natürlich nicht von mir. Unter anderem bei der Weihnachtkneipentour und einer Pinkelparty.

Die Weihnachtskneipentour gehört mit zu meinen Lieblingsfeiern zur Weihnachtszeit. Geboren vor Jahren bei Bemi in der Bar, ist sie schon lage Tradition. Statt sich in einen Raum zu setzen und den Vorwand der Geburt Jesu zum Anlaß zu nehmen um sich die Myrte zu zuschmettern, sparten wir uns die Deko-Arbeit und das Einkaufen und verlegten das Ganze in die Kneipen von Duderstadt. Doch das erste was auffiel, war das es immer weniger wurden. Sowohl Kneipen als auch Leute. Zu Beginn saßen der Doktor und ich alleine in der Bar und wurden kurze Zeit später von Lars und Schötti verstärkt. Doch bald konnte es losgehen und der Weg führte uns ins Budapest, wo es dann das erste offizielle Bier gab. Ach ja, den widerlichen Jägermeister beim ehemaligen Kiosk von Kalutschi hätte ich gerne vergessen, aber da ich ihn trinken mußte, ging das leider nicht. Da wir nun alle etwas älter sind und auch nicht mehr so gut zu Fuß verlegten wir gleich nach dem Budapest in das Elaton. Eigenlicht lag es daran, das wir gemütlicher geworden sind und mehr als ein Bier getrunken haben. So verplempert man Zeit und das Essen war ja bestellt. Die Olympia-Platten sind übrigens sehr zu empfehlen. Auch wenn man dafür ein Heidengeld bezahlt, sie sind es wert. Und vor allem riecht man im Anschluß als hätte man drei Zehen Knoblauch klein gekaut und herunter geschluckt. Gespült wurde dann mit Knoblauchtee. Macht einen sehr sympathischen Atem.

Als nächste Station wartete dann der Eichsfelder Hof auf uns. Die Kneipe mit den Labskausfarbenen Pinkelbecken. Ja, das Aue pinkelt schließlich mit. Eigentlich sollte es ja ins Keglerheim gehen, aber die ältere Dame, die die Kneipe betreibt hatte wohl schon zu gemacht. Wir waren alle sichtlich enttäuscht und wollten uns ab jetzt nur noch betrinken. Da kann man mal sehen wie grausam Senioren sein können. Der Eichsfelder Hof nahm uns mit offenen Armen und jeder Menge Bier auf. Außerdem eine recht ansehnlichen Bedienung, was aber auch an den mehrere Litern Bier liegen könnte, die bereits meine Speiseröhre herunter geflossen waren. Ich habe eine bestimmte Vermutung, das Bier doof im Kopf macht. Außerdem machten wir Bekanntschaft mit einer eher fülligeren Dame, die unbedingt tanzen wollte. Auch wenn gar kein Platz war. Der Doktor hatte es ihr sehr angetan, doch seine Begeisterung hielt sich sehr in Grenzen.

Im Löwen traf ich dann nicht nur Teile der Elferratsdamen, also nicht einzelne Arme oder Beine oder Brüste, sondern nur noch einen kleinen Teil der ursprünglichen Gruppe. Außerdem bestellten irgendwelche Wahnsinnigen Schnaps wie die Geisteskranken. Dummerweise war meine Hemmschwelle schon an die Knöchel gefallen und ich ließ mich zu einer Linie überreden. Oder waren es sogar zwei und die Reste von denen die keinen Schnaps mochten. Ich war wie schon erwähnt recht hemmungslos.

Da nun die Schnapsbarriere durchbrochen war konnte man auch weiterhin das Zeug zum Bier bestellen. So begab es sich dann, das ich auch im Halben Mond noch ein bis drei Heidegeist konsumieren mußte. Ich wehrte mich eh nur noch halbherzig. Dafür warnte ich dann aber Kalle schon mal vor, das wir am 19.12. wieder dort einfallen würden. ER solle doch schon mal für diverse Spirituosen sorgen. Und Sol-Eier sollten vorrätig sein. Seine Mine versprach wahre Begeisterung. Ich habe sogar ein Foto davon, aber auf Grund des Datenschutzes und Schlägen und weil ich meine eigenen Regeln nicht brechen will, da ich mir dann selber in die Eier treten müßte, stelle ich es nicht online. Aber es sah ungefähr so aus.

Was nun noch bleibt ist der glorreiche Abschluß in der Werkstatt. Irgendwie Schwachsinn, aber zur Tradition gehörig. Drei Tabletts später war ich dann auf dem Weg nach Hause. Und da irgendwo muß mich dann Jemand überfallen, nach Hause geschleppt und mir böse auf den Kopf gehauen haben. Denn als ich in meinem Bett an nächsten Tag aufwachte, brannte im gesamten Haus Licht und mir ging es, sagen wir mal blümerant. Mein bester Freund an dem Tag war das Sofa und ein Rest Pizza vom Vorabend. Reicht ja auch aus.

Abends ging es dann munter mit der Pinkleparty von Jonas. Naja, besser gesagt, David hat sie für seinen nigelnagelneuen Sohn gegeben. Denn Jonas hätte all diesen Alkohol noch gar nicht bekommen. Bier und Schnaps in rauen Menge. Auf letzteren hätte ich gerne verzichtete, durfte ich aber nicht. Meine Meinung ist ja nicht so von Interesse, wenn es um Beschleuniger geht.

Aber es war sehr nett. Es erinnerte mich an die Geburtstagsparties auf denen man noch in gemütlicher Runde am Tisch saß und sich langsam aber sicher in den gemütlichen Teil des Abends trank. Man laberte jede Menge Scheiße, verschlang belegte Brötchen und verlegte am weiteren Abend nicht mehr in eine einschlägig bekannte Zappelhölle. Und was damals lustig war, kann heute auch noch ziehen. Vor allem wenn man neben Sense sitzt und mit ihm die aktuellen Bauwitze vom Bau austauscht. Seinen Geschichten zu lauschen ist eh immer ein Ereignis. Ich glaube meine zweite Berufswahl wäre auch Bauingenieur gewesen. Eigentlich wollte ich ja als Alternative Lehrer machen, aber Bau-Ing ist auch lustig. Da erlebt man jedenfalls jede Menge Sachen.

Wie schon erwähnt kamen dann ja irgendwann die Schnäpse ins Spiel und damit machte sich meine Auswechslung mehr als bemerkbar. Einen Löwentor mußte ich trinken und dann durfte ich auf Bismarck umsteigen. Nicht wirklich ein Geschenk, aber immerhin besser als Abbeizmittel.

Ganz spät am Abend kam dann noch der gleiche Unhold vom Vorabend vorbei und nagelte mir die Augenlider zu. Denn ich nickte leicht am Tisch ein. Aber ich war nicht der Spitzenreiter des Abends. Den durfte sich David auf seine Brust heften. Der brachte es nämlich fertig leicht im Wohnzimmer, auf freier Strecke und ohne fremde Hilfe hin zu fallen. Und auch auf Aufforderung seiner Mutter ging es dann nicht ins Bett. Neien, es wurde munter weiter getrunken. Immerhin waren ja auch noch Gäste da.

Aber ich fand es echt lustig. Am Tisch sitzen, Scheiße labern und sich zu schütten. Quasi eine Retro-Geburtstagsparty.

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