Zustand wechselhaft

29/12/2008

Die Feiertage brachten Höhen und Tiefen. Jedenfalls was die körperliche Verfassung anging. Der 1. Weihnachtstag gehörte definitiv zu den Höhen. Denn ich wurde nicht so richtig stramm.

Es begann alles bei Ingo. Von dort aus starteten wir ins Ambiente. Netterweise fuhren uns Dorothea und Antonia hin. Dorothea mußte mit ein paar Drohung von Ingo erst auf Die Sprünge geholfen werden, aber dann ging es schon. Im Ambiente selber war eher durchwachsenes Publikum. Doch man kannte kaum wen. Das ist ein eher komisches Gefühl, denn sonst schafft man keine Runde ohne nicht acht Leute zu treffen, die man von irgendwoher kennt. Aber doch hatte man Spaß. So lange man Getränke bekommt. Und das war wohl die Hauptaufgabe für diesen Tag. Obwohl die Bude nicht aus allen Nähten zu platzen schien und obwohl ein paar Bedienungen umher liefen, saß man einfach auf dem Trockenen. Das Ganze machte für mich nicht allzu viel Sinn, aber anscheinend hatten kosmische Kräfte ihre Finger im Spiel. Da half dann nur die Selbstversorgung. Am Anfang ließ Ingo seine Beziehungen zu einer jungen Dame mit direktem Thekenzugang spielen. Und später zog ich dann los. Im Nachbarraum war seltsamerweise nicht ganz so viel los an der Theke. Was vielleicht auch daran lag, das die halbe Theke mit Möbeln zugestellt war. Auch hier kam ich nicht so ganz hinter den Sinn. Aber ich traf Nicole, die mittlerweile in Nürnberg wohnt.

Das ist ja immer das Schöne an Weihnachten. Man trifft einen Haufen Leute, die man seit Ewigkeiten nicht gesehen hat. Man unterhält sich kurz und bekommt eine Einladung zum 30. Geburtstag. Der dann auch noch am gleichen Tag wie der Westeröder Büttenabend ist. Murphy’s Law lässt grüßen. Also werde ich mich dann halt im nächsten Jahr wieder auseinander reißen müssen. Vortrinken beim Büttenabend und dann abschädeln bei Nicole in der Garage. Sehr gut!

Die Getränkeversorgung war jedenfalls erstmal gesichert. Zwar sehr suboptimal, aber immerhin hat man etwas bekommen. Langsam verdichtete sich auch die Anzahl der Leute die man kannte. Es wurde also netter. Auch wenn man immer an den Stellen stand an denen das höchste Verkehrsaufkommen auftrat. Ich frage mich eh, warum das immer dort sein muß, wo ich stehe. Erneut der Verweis auf Murphy’s Law.

Mit den neu getroffenen Leuten machte man dann schnell ab, das man noch in die Werkstatt verlegen wollte. Gesagt getan. Doch das Taxi kam nicht. Als gut erzogeneer Junge habe ich dann Dorothea meine Jacke angeboten. Und Dorothea hatte das Taxi angerufen. Auf ihr Drängen hin sind wir dann auch schon mal raus gegangen, damit wir auch das Taxi nicht verpassen. Eine ganz gefährliche Kombination. Denn aus irgendeinem nicht mehr nachvollziehbaren Grund hatte sie ihren Namen nicht mit angegeben. Also standen wir in der Kälte und froren uns den Arsch ab. Korrektur, ich fror mir den Arsch ab. Der Clou war aber, das wir das Problem mit dem vergessenen Namen nicht sofort raus fanden, sondern erst nach geraumer Zeit. Also rief ich kurzer Hand erneut ein Taxi und wir konnten binnen weniger Minuten unseren Weg in die Werkstatt antreten. Das wir nicht zu Fuß gegangen sind, lag übrigens auch an einer jungen Dame, die keine Laufschuhe, sondern Steh- und Sitzschuhe an hatte. Bis zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nicht mal, das es so was gab. Und ich lebe immer noch.

In der Werkstatt war dann erhöhtes Verkehrsaufkommen. Und was viel erstaunlicher war, war das alle vollstramm waren. Ich führte einen kurzen Check durch und stellte fest, das mein Alkoholpegel zwar stetig gepflegt wurde, aber sich stabil einpendelte. Ich entschied nun das Mischungen die erste Wahl waren. Zumal ja das Bier in der Hand warm wurde. Als ich mal kurz falsch abgebogen war, hatte ich auch alle Mitreisenden verloren. Dafür traf ich die Anwärter für die Saalstrammsten. Es überrascht wohl keinen, das es die Westeröder waren. Bei Schnitzel hatte ich leichte Probleme die zu mir gesprochenen Worte zu verstehen. Porno stierte irgendwie debil in der Gegend rum und Thomas B. hatte seine Hände gerade überall bei einer Rothaarigen. Es gab leichte Verwechselungsgefahr mit einem Oktopus. Oder aber Thomas hatte die Gabe, aus dem Nichts Hände her zu zaubern.

Eine geraume Zeit später traf ich dann auch die Mitreisenden wieder. Unter anderen auch den Ingo, den ich verzweifelt gesucht hatte und bereit war meine Trauer in einem Faß Havana zu ertränken. Er hatte aber bereits das Zeilerreicht und stritt mit den restlichen Westerödern um den Preis des Saalstrammsten. Das Schnitzel bereits das Gebäude verlassen hatte, milderten seine Chancen ungemein.

Langsam aber sicher leerte sich die Werkstatt. Ich bekam mittlerweile Tips wie ich mich zu kleiden hätte von Bettina und ihr Mann Thomas karrte Mischungen heran. Jenny wollte mit mir tanzen, doch dazu war ich bei Weitem nicht stramm genug. Ich kam mir vor als hätte ich Gottes Strafe auf mich gezogen. Alles um mich herum war ordentlich betrunken und ich stand wie ein Fels in der Brandung und merkte nichts. Besser ist es nach Hause zu gehen. Also schloßen Ingo und ich uns Philip und Carina an und strichen die Segel. Ingo ging zu Fuß und wir nahmen dann ein Taxi.

Am nächsten Tag ging es mir perfekt. Kein Kater, keine Beschwerden. Ich dankte Gott für dieses Geschenk, welches ich am Voraben dnoch verflucht hatte. Ich hoffe das hält an.

Pustekuchen, denn am 27.12. stand das Cliquentreffen an. Und da hat es mich so richtig zerrissen. Es fing ja auch ganz harmlos an. Mit der Weihnachtsfeier der 1. Mannschaft. Dort beschlossen David und ich vorher hinzugehen, bevor wir dann nach Duderstadt verlegen. Dort gab es schon Pils und eine ordentliche Grundlage für den weiteren Abend. Schnitzel mit Jägersoße. Sehr lecker und ideal um sich noch mehr Alkohol in den Balg zu schütten.

Unser Trio, bestehend aus Morchel, David und mir, kam in Duderstadt an und es ging in einem fließend Übergang zum weiteren Bier trinken. Die bereits Anwesenden hatten schon einige Kreuze auf ihrem Deckel, doch waren wir ja bisher nicht untätig. Man könnte also sagen, wir hatten alle sehr gut vorgelegt. Und legten auch gut nach. Bier und Schnaps lief sehr gut rein.

Nach dem Rausschmiß aus dem Eichsfelder Hof ging es dann in den Halben Mond. Der Rausschmiß fundierte aber nicht auf unseren schlechten Manieren, sondern auf dem Fehlen von Kundschaft. Aber im Mond war noch genügend los, was uns einen netten Eckplatz einbrachte und Zugang zu noch mehr Bier. Und Heidegeist und anderen Schnäpsen. Und hier muß es irgendwo passiert sein. Eine bestimmt Stelle im Körper entschied nun einige Sicherungen zu ziehen und mich ungeschützt dem bösen Geist Alkohol auszusetzen. Der gab wiederum sein Bestes. Vielleicht lag es auch dem ganzen Witterungswechsel. Denn nach dem halben Mond verlegten wir in das Soley. Hier landet man seltsamerweise immer öfter. Nicht das es mir da nicht gefallen würde, ganz im Gegenteil, dort arbeitet eine sehr hübsche Bedienung. Aber sobald irgendwie ein neuer Laden in Duderstadt aufmacht, entscheidet es sich bereits nach wenigen Tagen, ob er überleben wird oder nicht. Ich glaube das Soley hat es geschafft. Außerdem ist auffallen, das immer wenn ich schon ganz schön hacke bin, die hübsche Bedienung arbeiten muß. Sollte sich hier eine ähnliche Geschichte wie mit einer dem regelmäßigen Leser nicht ganz unbekannten Bedienung aus der Werkstatt entfalten. Ich hoffe ja mal nicht, denn Wiederholungen kann ja keiner leiden. Da fällt mir brühend heiß ein, das ich ja 2010 auf einen 50. Geburtstag eingeladen bin. Mit der Auflage, das ich mit Begleitung komme. Fehlt mir nur noch ein DeLorian und ein Fluxkompensator. Damit ich mir noch drei Jahre dazu holen kann. Die nötigen 1,21 GW bekomme ich von einem halben Roundhouse Kick von Chuck Norris.

Mein Zeitgefühl ließ mich zu diesem Zeitpunkt schon ein wenig im Stich und daher kann ich nicht genau sagen, wann wir in die Werkstatt verlegt haben. Aber wir haben dorthin verlegt. Zum Glück ist es ja nur ein Katzensprung. Dort ging es dann munter weiter. Ich habe allerdings den Überblick über die Getränke verloren. Wie so vieles anderes auch. Aber wir tranken und tranken. Und erkannten keinerlei Leute mehr.

Schnitzel berichtete mir am folgenden Tag, das wir uns noch getroffen hatten, was aber komplett aus meinem Gedächtnis gelöscht worden war. Dafür hat sich eine andere Sache in meine Großhirnrinde eingebrannt. Und zwar waren wir alle auf der Tanzfläche und haben allen gezeigt wo der Tanzhammer so hängt. Ich war nur froh, das es nicht allzu voll war. Ich meine sogar mich beim Leider wünschen gesehen zu haben. Allesamt Klassiker, aber der DJ hat sie nur widerwillig gespielt. Naja, kein Geschmack lässt sich eben nicht vertuschen. Was mich immer so wundert ist, das er Leider spielt die sich gewünscht worden und dann füllt sich die Tanzfläche. Kurze Zeit später legt er wieder Musik auf, die ihm mehr zuspricht und alles flüchtete von der Tanzfläche. Aber das er sich statt dessen auf das Publikum einlässt passiert auch nicht. Es ist schon verteufelt.

Gegen 0500 Uhr waren wir auch dem Heimweg. Doch so einfach nach Hause gehen ohne etwas gegessen zu haben, ist schon ein wenig schlecht. Normalerweise würde ein Stop bei McDonalds nun anstehen, aber vielleicht hatte ja die Mehrzweckhalle mit der Weihnachtsfeier noch geöffnet. Und sie hatte. Mit ihr die Fresstheke. Nun weiß ich auch wo die Jägersoßenflecken auf meinem Handrücken hergekommen sind, die ich am Sonntag Morgen an meiner Hand entdecken mußte. Gegen 0600 Uhr ging es dann aber endgültig nach Hause. Stopper und ich spazierten mal wieder in den noch nicht vorhanden Sonnenaufgang. Und trotz bittere Kälte und noch einem guten Fußmarsches, wollte er sich kein Taxi holen lassen. Die harte Sau!


In weihnachtlicher Mission

24/12/2008

Nun hat es mich also auch erwischt. Ich vermute mal es liegt an meiner Figur. Ungefähr vor zwei Wochen sprach mich ein Arbeitskollege an und fragte was ich denn am Heiligen Abend vor hätte. Mir schwante schon Übles und konnte mir schon das Ende der Unterhaltung ausmalen. Und so war es dann auch. Ich sollte den X-mas-man am Heiligen Nachmittag machen. Ich hoffte nur das Kostüm passt.

Ich wusste ja nicht ganz was mich so erwartet, nur das kleine Menschen Kinder dort waren, denen ich ein Theaterstück sondergleichen präsentieren würde. Ich fragte mich wo an den Gürtel die Rute festgemacht werden sollte. Außerdem hoffte ich das die Geschenke nicht allzu große Ausmaße annehmen würden. Man hat ja schon von Schocker Weihnachtsmanndarstellern muslimischen Glaubens gehört, die bei Schmierpopel sogenannten Freunden unheimlich große Trampoline ins Wohnzimmer schleppen durften.

Aber all das hat mich dann doch nicht erwartet. Es war ganz nett. Die Kinder waren sehr brav und wenn sie Angst hatten, dann haben sie das seht gut versteckt. Ich glaube sogar, das ich mehr Angst als die Kinder hatte. Ich meine man kann mit so einem Auftritt eine ganze Menge Schaden anrichten. In meinen Träumen im Vorfeld malte ich mir schon aus, wie der Kleine die Mutter fragt, warum denn der Weihnachtsmann so nach Bier riechen würde. Oder man stelle sich vor man stolpert und fällt volle Kanone in den Baum hinein Flucht wie ein Droschenkenkutscher und wünscht den ganze Weihnachtskram zur Hölle. Aber all diese Ufer habe doch tapfer umschifft. Am Ende hat es sogar ein bisschen Spaß gemacht. Natürlich durfte ich auch für Mama und Papa Geschenk verteilen. Als dann der Papa gesagt, das ich ja noch zwei große Geschenke in einem anderen Raum deponiert hatte, da sie ja nicht in den Sack hinein gepasst haben, bekam ich dann kurzzeitig kalte Schweißausbrüche und dachte schon, daß ich nun das extra stabile KettCar in der Deluxe Ausführung hinein buckeln müßte. Ihr wisst schon, das wofür man drei kräftige Männer gebraucht hat um es überhaupt in den Raum zu schaffen und welches auf einer Euro-Palette ausgeliefert wird. Doch ich hatte Glück. Modernes Spielzeug kann wirklich leicht sein.

Abschließend möchte ich nochmal sagen, das ich mich zwar gegen gesträubt hatte, aber ich tue ja anderen Leuten immer gerne einen Gefallen. Aber ich bin eigentlich in dem Glauben erzogen worden, das es keinen Weihnachtsmann gibt. Wenn dann kam bei uns immer das Christkind. Immerhin bin ich katholisch erzogen worden. Auch wenn ich sonst nicht viel von der römisch-katholischen Kirche halte (Hier aufgepasst auf die Wortwahl, mit dem Glauben kann ich mich durchaus identifizieren), bin ich doch ein recht traditioneller Mensch. Sei es um traditionsreiche Feiern mit Alkohol oder eben Bräuche. Und daher wird bei mir immer das Christkind kommen. Obwohl ja die Vorstellung eines kleinen Kindes das einen großen 52″ Fernseher umher schleppt schon ein wenig grenzwertig ist. Aber Wunsch ist Wunsch!

Abschließend möchte ich noch all meinen Lesern eine schönes Weihnachtsfest wünschen. Habt ein paar ruhige Tage und entspannt ein wenig. Ich weiß, das wird nicht eintreten, denn es gibt ja Familienfeiern und man steht eigentlich nur vom Tisch auf um den Standort zu wechseln und sich dann Kuchen oder belegte Brote einzuverleiben. Aber ist es nicht auch das was Weihnachten ausmacht? Für mich gehört das irgendwie auch dazu.

Wer weiß, vielleicht trifft man sich ja in den einschlägig bekannten Kneipen und Clubs Discos in der Wekrstatt. :)

Have a good one!


Vorweihnachten

22/12/2008

Es gibt diese Tage. Diese Tage vor denen sogar ich Angst habe. Besser gesagt ist es nur ein Tag. Der Tag der vor langer Zeitmal als „Resturlaubsaufen“ auserkoren wurde. Geboren in einer Schnapsidee ist der Name des Tages Programm.

Es ist der letzte Freitag vor dem Weihnachtsurlaub. Ein ganz normaler Tag, doch nicht für drei Personen, die diesen Tag schon seit Jahren begehen. Heiko, der Doktor und ich. Sporadisch kommen immer mal andere Leute hinzu, aber wir bilden den harten Kern. Wundert es wen, das ich dabei bin. Ich denke nicht. Der Auftrag des Tages ist sich einfach die Myrte zu zu krachen. Ohne Rücksicht auf Verluste. Warum soll man auch immer alles beschönigen. Außerdem beinhaltet dieser Tag eine große Menge an Scheiße labern und zusehen, das die körperlichen Ausdünstungen immer zwischen den Kneipen den Körper verlassen. Klappt nicht immer. Gerade nicht bei Heiko der solche Sachen auch gerne mal auf dem Weihnachtsmarkt macht. Und man soll nun nicht glauben, das da keine Leute um einen herum stehen. Anstatt des Glühweins gab es alternativ Apfelpunsch mit Schuß. Von nun an gibt es kein zurück mehr. Der Strudel des Vollballerns hat einen erfasst und zieht ein unweigerlich in sein Zentrum wo einen das Delirium erwartete. Manche schaffen es gegen den Strom anzuschwimmen und nicht in das Zentrum zu gelangen. Manche aber nicht. Und hinterher wird dann alles auf die Erkältung geschoben. Doch wir waren ja erst am Anfang des Strudels. Es ging weiter in Mitte respektive in den Eichsfleder Hof.

Das war dann auch der Punkt wo unsere Planung komplett auseinander ging. Geplant war das Essen im Halben Mond, doch diverse Leute die zu uns stießen, verlangsamten die Weiterfahrt. Ach ja und die ganzen Bierrunden auch. Aber man darf so etwas unschuldigem wie Bier nicht die Schuld geben. Im Eichsfelder Hof stießen Markus und Uwe zu uns, ihres Zeichen irgendwas mit Finanzen bei einem großen Duderstädter Unternehmen. Ich höre bei solchen Sachen ja nie genau zu, das ergibt weiteren Gesprächsstoff zu späterer Stunde. Eine perfekte Ergänzung zu unserer Runde. Ach ja, Nicole und ein paar weiter Arbeitskollegen kamen auch ncoh dazu. Die setzten sich aber an einen anderen Tisch. Mir wurden sie sogar alle vorgestellt. Obwohl ich sagte, das man es auch der Eckbank erzählen könnte, da ich mir zu dem Zeitpunkt zwar die Namen gehört habe, aber sie nicht verstanden habe aber sie mit ziemlicher Sicherheit wenige Zeit später wieder vergessen hätte. Außerdem wurden mir die Namen mitgeteilt, als wir gerade im Aufbruch waren. Ganz schlechter Zeitpunkt, da mein Hirn gerade ohne Ende Endorphine ausstieß, da es bald wieder Bier geben würde.

Wo wir gerade beim Biercounter sind. Mittlerweile sind einige Bier die Speiseröhre hinunter geflossen. Dazu ist aber zu sagen, daß das so sein muß. Außerdem hatten wir schon was gegessen und dank Markus ist die erste Schnapsrunde eingeläutet wurde. Was mich besonders erschreckt hat, stimmte ich sofort zu, ganz entgegen meiner Gewohnheit. Sollte mein Körper eine Veränderung durch machen, die er mit mir nicht abgesprochen hat? Ich hoffe nicht. Ich glaube sogar es waren mehrere Schnäpse.

Die nächste Station hieß Halber Mond, die Kneipe die eigentlich dazu auserkoren war, als Nahrungsaufnahnmestation zu dienen. Aber Scheiße labern, Runden trinken und gute Laune haben den Zeitplan ein wenig durcheinander gebracht. Zeit war an diesem Tag eh die große Unbekannte. Jedes Mal wenn ich auf die Uhr geguckt habe, dachte ich sie sei stehen gebleiben. Ich konnte doch unmöglich um 1930 Uhr schon so vollstramm gut drauf sein. Dann erinnerte ich mich an den frühen Start und bekam plötzlich Angst. Und der frühe Start war auch der Grund des Ausfalls eines Urgesteins. Ich fasste es nicht, aber Heiko gab auf. Nachdem im Eichsfelder Hof schon diverse Ausfallerscheinungen einiger primären Systeme zu verzeichnen waren, fuhr das Lebenserhaltungssystem langsam aber sicher in den Notaus. Die Reißleine in Form des Abholanrufs an seine Freundin brachte das Betriebssystem langsam zum runter fahren. Er schob es natürlich auf seine Erkältung, dabei boten wir ihm mehrere Male an Heidegeist als Klosterfrau Melissengeist zu trinken. Aber er lehnte ab.

Der Halbe Mond ist ja auch bekannt für seine Soleier, nicht Soley. Da konnte ich mich dann wieder nicht zurückhalten. Geplant war eine Runde für alle, doch es war nur noch eins da. Die anderen atmeten erleichtert auf. Aber ich finde Soleier einfach lecker. Mit Essig, Öl und Tabasco, könnte ich davon auch gerne mal achtzehn zwölf zwei Stück essen. Ging aber nicht. Dafür durfte ich mitbekommen wie Uwe einen Korb von der äußerst hübschen Bedienung bekommen hat. Nicht das ich schadenfroh wäre, ich bewunderte ja sein lockeres Mundwerk. Ich hätte das so einfach nie hin bekommen. Mein Zeitfenster war wohl seit dem Weihnachtsmarkt schon vorbei. Das ist übrigens ein weiterer Vorteil, wenn man keine Frauen anspricht. Man bekommt keine Körbe. Wobei, ich kaufe ja immer die teuren bei Rewe. Die billige Plastikscheiße, die nach einer wilden Fahrt im Chrysler zersplittert im Kofferraum umher fliegt.

Weiter ging es ins Soley, nicht Solei. Allerdings in einer arg zusammen geschrumpften Besetzung, Markus, der Doktor und ich. Uwe wurde von seinem Bruder abgeholt und Heiko schlief mit Sicherheit bereits selig. Dort nahmen wir uns aus Solidarität zum Doktor einen Platz im Raucherabteil und führten den eigentlich Grund dieses Abends fort. Betrinken bis zum Verlust der Muttersprache. Wir waren fast am Ziel und das erschreckende ist ja, das alle anderen um einen herum nicht annähernd so stramm waren wie wir. Man selber nimmt das ja nur noch hinter einem Vorhang aus Nebel war, aber der Rest der Anwesenden mußte sich gedacht haben, warum drei so nette junge Männer so hacke waren. Aber das waren Gedanken, die man sich zu dem Zeitpunkt nicht machen mußte. War auch gar keine Gelgenheit dazu da, denn es ging weiter auf dem Bier und Schnapsexpress. Ich verlor total die Beherrschung über meine Geldbörse. Schuld gebe ich dem Tequila. Ich handelte total gegen meine Prinzipien und wunderte mich, welcher Idiot in meinem Hirn eine Sicherung gezogen hat. Ich habe die Leber im Verdacht.

Als Endstation wurde die Werkstatt gewählt. Besucher: Der Doktor und ich. Und noch hundert andere Besucher. Aber so prickelnd war es dann nicht mehr. Man war einfach nur noch müde, vollstramm und das Portemonnaie sagte bereits Bescheid, das es nicht mehr ganz so gut gefüllt war. Dies war glaube ich mein Glück, denn sonst wäre es bestimmt böse geendet. Ich kenne nun also das Gefühl einfach nach Hause zu wollen, auch wenn die Party noch im Gange war. Ich war froh endlich im Taxi zu sitzen und gen Bett zu fahren. Ich brauchte die Ruhe. Und die Kopfschmerzen am nächsten Tag. Welche sich aber nicht einstellten. Nun war ich komplett ratlos. Anscheinend habe ich doch alles richtig gemacht. Außer vielleicht Unmengen an Bier und Schnaps in mich hinein zu schütten. Aber was soll es denn.

AM Samstag gab es direkt zwei Highlights. Treffen der Seniorentruppe und ein Glashausbesuch. Durchaus ein Grund aufzustehen. Das Treffen war eigentlich nur eine Alibiveranstaltung sich mit frisch geschlachtem Schwein den Magen zu füllen und wieder Unmengen an Bier zu trinken. Na gut, ein wenig besprochen haben wir schon. Doch dann ging es schon los mit Knobeln. Doch das haben wir auch nur gemacht um die Kasse ein wenig aufzufüllen. Und Keile-Günther ab zufüllen. Halt, das hat er ja komplett selber gemacht. Ich weiß gar nicht warum er plötzlich so stramm war. Aber er gab die Lösung quasi selbst. Er hat wohl bei seiner Schwägerin ein paar Schränke aufgebaut. Und das geht besser, wenn man sich ab und an mal ein Bierchen in den Schero schraubt. Aha, und dann noch mit mir einem Kameraden Bismarck trinken. Schon geht die Achterbahn ab. Aber es war ein echt netter Abend. Man meint gar nicht wie viel Spaß man mit ein paar Würfeln und einem Würfelbecher hat.

Dann kam die unweigerliche Verlegung in das Glashaus. Zum einen freute ich mich auf tausend hübsche Frauen und zum anderen war da noch meine leichtfertige Versprechung die ich in einer Katerstimmung sogar nieder geschrieben habe. Ich Arsch! Da aber Nollo ein unparteiischer Beobachter nicht mit zum Reisepersonal gehörte, würde ich ja nochmal mit einem blauen Auge davon kommen.

Nach einigem Umherirren fanden wir uns schnell im ehemaligen Krengeljäger wieder. Dort spielten Ten Shoes, eine Band die bei unserem nächstjährigen Jubiläum der Feuerwehr auch aufspielen werden. Man könnte also sagen, wir haben Meinungsbildung betrieben. Das man bei so was auch was trinken muß, bleibt ja nicht aus. Und was kann ich denn dazu, das Cuba Libre so günstig und gut schmeckend ist.

Außerdem wollte ich doch meiner Lieblingsbedienung (deren Namen ich mittleriwele erfahren habe, ich ihn hier aber nicht veröffentlichen will) Sympathien bekunden. Und bestellt kräftig bei ihr. Gepaart mit einem Lächeln revanchierte sie sich mit netten Mischungen. Ich bin nun mehr denn je davon überzeugt, das sie mich mag. Da ich aber bereits in einem Universum war in dem es mir unmöglich war noch klare Aussagen zu treffen, ob sie nun mit mir flirtete oder ob es einfache Kundenfreundlichkeit war, ließ ich alles beim alten und schüttete weiter Cuba Libre in meinen Schlund.

Ein weiterer Faktor war aber auch der Porno. Der nötigte mich quasi dazu schneller zu trinken. Und es war so viel Eis im Glas, was wiederum härtere Mischungen bedeutete, da ja weniger Cola in das Glas kam. Seltsame Rechnung, aber mit ein paar Hirnanstrengungen kommt man schon dahinter. Doch die kalten Eiswürfel stellten fantastische Sachen mit meinen Zähnen an. Ich glaube ich mache demnächst Werbung für Sensodyne. Eine lockere Runde, ein paar Cuba Libre in der Hand. Ein Schluck aus dem großen Glas und dann eine Frontalaufnahme von meinem verschmerzten Gesicht. Jupp, so siehts aus mit Ü30.

Dann ging es nach Hause und ich stand am anderen Ende der Leitung. Denn ich wollte noch ein wenig da bleiben, doch der Großteil wollte heim. Wie, was, keine Party mehr? Was wäre denn, wenn meine Lieblingsbedienung innerhalb der nächsten Stunde auf mich zukommen würde und mich zu einem Sonntag Nachmittag Kaffee einladen würde? Interessierte keinen. Also ging es gen Westen und nicht zu McDreck. Sehr zum Leidwesen von Tobi und Porno. Was Porno dann dazu veranlasste, das Taxi mit den Worten zu verlassen: „Na gut, dann gehe ich jetzt bei Hellmolds in den Stall und schieße ein Schwein, das ich dann auffresse!“ Und dann kriegt er von Theo welche geschossen.


Nörten-Hardenberg ist ein Arschloch

20/12/2008

Und was für eins. Da erhalte ich doch am fühen Freitag Nachmittag einen Anruf aus Nörten-Hardenberg, der mir meine ganze Laune versaut hat. Dabei war ich gerade so schön in Ballerstimmung, was wenige Stunden später los gehen sollte Weihnachtsstimmung. Mir wurde ein Korb gegeben. Zwar auch von einer jungen Dame, aber der Korb war gefüllt mit der Eisbahn in Nörten-Hardenberg. Es wären ja Ferien und das hätte sie nicht bedacht, tausendmal Entschuldigung und die Eisbahn hätte ja zu in den Ferien. Der Termin müsse storniert werden.

Ferien am Arsch die Waldfee. Da können doch die Westeröder All-Stars trotzdem auf die Bahn und es richtig krachen lassen. Neee, geht nicht und nun bin ich todtraurig und habe mich deswegen Freitag Abend vollaufen lassen. Am liebsten hätte ich irgendwas zerstört oder Jemanden in die Bande gecheckt.

Nun noch mal offiziell für alle. Auch für die, die mit dem Gedanken gespielt haben zu zugucken. Am Montag ist kein Eishockey in Nörten-Hardenberg. Ich hoffe die zahlreichen halbnackten weiblichen Fans sind nicht zu enttäuscht.

Es könnte aber durchaus sein, das es einen Ersatztermin gibt. Man sollte sich schon mal den 19. Januar 2009 im Kalender markieren.


Programmhinweis für Eishockey-Freunde

18/12/2008

Wir unterbrechen unser normales Programm für einen sportliches Programm der Extra-Klasse. Winter heißt meistens Eishockey-Zeit. Früher zumindest, als die Teiche noch zugefroren waren. Nun bedient man sich künstlicher Eisbahnen. Da Duderstadt mal wieder zu doof war die Eisbahn zu aktivieren. Diesmal in Nörten-Hardenberg.

Die Westeröder All-Stars machen sich auf zum Auswärtsspiel.

Live und ohne Eintritt:

Eishockeyunterhaltung der Spitzenklasse. Spektakuläre Stunts werden von unseren Akteuren vorgeführt. Unter anderen: Body-Checks, Torschüsse, Jubeln, Ungeschickheit und auf vielfachen Wunsch böse auf die Fresse fliegen.

Wir freuen uns über jeden Gast. Kommt zum Eishockey und trefft Freunde.


Rückfall

17/12/2008

Eigentlich sollten solche Wochenenden der Vergangenheit angehören. Doch die Weihnachtszeit und die verdammten Weihnachtsfeiern haben es dann doch möglich gemacht. Gewisse Umstände haben si gewissen Ausfallerscheinungen geführt. Zum einen war am Freitag eine Art Weihnachtsfeier im Alpenmax gewesen. Und zum anderen hat die Weihnachtsfeier der Feuerwehr die Tür eingetreten stand die Weihnachtsfeier der Feuerwehr vor der Tür. Zwei Ereignisse die Hand in Hand gingen und ihre Arbeit aufs Genauste verrichteten.

Die Alpenmaxgeschichte kam folgendermaßen zustande. Patrick B. feierte mit seinen Arbeitskollegen in Göttingen eine Weihnachtsfeier. Dazu gehörte, dass sie nach einem Essen noch ins Alpenmax verlegen wollten, da dort eine Spezial-Karte für Leute die sich richtig aus dem Leben schießen wollten für Weihnachtsfeiern angeboten wurde. 20 € belatzen und 50 € verballern. Mit anderen Worten Vollgas vor die Wand. Für uns also genau das Richtige. Schnitzel mobilisierte die Leute und fast alle folgten dem Ruf. Florian, Schnitzel, Ingo und ich zeckten uns kurzer Hand in die Weihnachtsfeier mit ein und gelangten so in den Besitz einer exquisiten Zuballer-Karte. Dumm nur, dass Ingo fahren wollte, da er noch an ein paar Nachwehen aus der Woche leitete. Oder aber das schlechte Gewissen verführte ihn dazu.

Vorher flossen allerdings einige Bier die Kehle herunter. Zunächst im Skidorf und dann noch im Monroes Park. Es hat sich ja zur Eigenart entwickelt, das manche Läden nachdem der Weihnachtsmarkt seine Pforten schließt, weiterhin Glühwein unter freien Himmel anbieten. Das ganze wird dann als Apre Ski Party verkleidet und gibt einen Freifahrtschein in den Vollrausch. Der Laden in dem wir waren war recht gut besucht. Dadurch hoch temperiert und füllte sich nach und nach mit dem schöneren Geschlecht. Also nichts worüber man sich beschweren müsste. Bier gab es auch und wir wurden nur durch die tickende Uhr weiter gezogen. Nämlich Richtung Alpenmax, doch da war die Weihnachtsfeier noch gar nicht angekommen, wie Patrick am Telefon mitteilte. Schnitzel besättigte uns nach dem Telefonat das Patrick schon gut stramm war, welches er an der Festigkeit der Stimme erkannt haben mag. Also verlegten wir noch in den Monroes Park und tranken weiter Pils.

Kurze Zeit später stand dann der Einmarsch in das Alpenmax bevor. Patrick stand leicht schwankend vor dem Eingang und erwartete unsere Ankunft. Da wir ganz Schlaue sind, brauchten wir uns auch nicht mehr anzustellen, sondern gingen an der ganzen Schlange vorbei. Böse Blicke trafen uns wie Messerstiche in den Rücken. Aber was sollten wir machen. Wir waren halt alte Schlaufüchse. Die Karte wurde wenig später empfangen und der Abend mit einem Schnaps eröffnet. Schon wieder. Meine Wahl war Doppel-Korn, welches wohl nciiht so oft getrunken wurde. Die Temperatur konnte man am ehesten mit Fleischbrühesque beschreiben. Von nun an wusste ich das es bergab gehen würde.

Es fing eher harmlos an. Zunächst traf ich auf Katja, was mich nicht wirklich überraschte, das wäre eher beim Gegenteil der Fall. Offiziell redete sie ja nicht mehr mit mir. Tat sie dann aber doch. Eigentlich wollte ich jetzt schreiben, das Katja bereits mit Luftschlangen dekoriert war, lasse es dann aber lieber, da ich nicht wieder einem Unterhaltungsentzug entgegenfiebere. Unser Standort stellte sich recht schnell an einer taktisch guten Position ein. Thekennah und Tanzflächen nah. Man konnte sich also voll laufenlassen und den Mädels beim Hüftschwung praktische Ratschläge geben. Hier ein wenig mehr verbiegen, dort ein wenig mehr Schulter zeigen. Und alles mit einem herrlich gekühlten Pils in der hand. Und da war das Problem. Hopfenhaltige Getränke in der Flasche gab es leider nur an der überfüllten, großen Theke. Also stand mir jedes Mal ein Anstehmarathon bevor. Was tut man nicht alles für sein Lieblingsgetränk.

Wenden wir uns dann doch lieber dem interessanteren Thema der Tanzrituale weiblicher Mitmenschen im heiratsfähigen Alter zu. Nun kennt ja der Großteil die Gauß’sche Glockenkurve oder auch Normalverteilung. Grob ausgedrückt gibt sie an, das man immer ein solides Mittel erwarten kann. Als einfaches Beispiel zeihe ich jetzt mal die Attraktivität der Damen heran. Im Großen und Ganzen spricht einen ein Großteil der Damen vom äußerlichen her an. Es gibt ein paar die absolut gar nicht dem Geschmackstypen entsprechen und es gibt welche die auf der persönlichen Attraktivitätsskala eine 1 mit Sternchen erzielen. Wobei sich die Normalverteilung eher in den negativen Bereich verschiebt. Doch so der Zufall es wollte, tanzte sich die junge Dame, die auf meiner Skala eine 1 mit Sternchen und Lachgesicht erhält genau in meinem Tanzbereich Greifbereich Sichtfeld. Doch die Normalverteilung greift auch bei meinem Zeitfenster zum Ansprechen junger, hübscher Frauen, die eine 1 mit Sternchen und Lachgesicht auf meiner Skala erreichen. Und dort befand ich mich weit im negativen Bereich der Kurve. Dafür aber dicht an der 1, wenn es um „Getränke in der Hand“ ging.

Das Thema Getränke in der Hand ist dicht verwandt mit der Kartenproblematik und dem König der Strammsäcke für den Abend. Zum einen wurden die Karten tatsächlich voll gemacht und manch einer guckte dabei ein wenig sparsam aus der Wäsche und musste dann auf die Karte seiner Chefin zurück greifen. Die Gesichter bei der Aktion waren jedenfalls ihr Geld wert. Das die Karten voll gekloppt waren mit alkoholischen Getränken hängt wiederum mit dem Zustand einiger Personen an. In einer kleinen Abstimmung mit Schnitzel waren wir uns schnell einig das Patrick der Strammsack des Abends war. Uns überzeugte nicht nur der unsichere Stand, auch so manch lallende Äußerung und das sparsame Gesicht bei der Feststellung der kompletten Füllung seiner Karte verhalf ihm zum Sieg. Nichtsdestotrotz schliefen alle auf der Rückfahrt selig ein. Ingo hat schon einen sehr sanften Fahrstil.

Nahtlos leiten wir hier über zu der Abendgestaltung die aus der Weihnachtsfeier der Feuerwehr bestand. Nun ja, Weihnachtsfeier ist mal schnell daher gesagt. Eigentlich könnte man diese Versammlung auch als „Schwein fressen und sich zuballern“-Fest betiteln. Aber lustig ist es jedes Jahr. Auch wenn die Beteiligung eher nach unten geht. Dies hatte aber als Grundlage eine kühne Entscheidung des Ortsbrandmeisters, für die ihn jeder wohl gerne mal mit einem platzierten Tritt die Familienplanung ein wenig durcheinander bringen würde. Ist nun aber eh zu spät, muß man halt das Beste daraus machen. Und das wurde auch gemacht.

Das Schwein war sehr lecker, doch nach dem Schwein kam was kommen muß, die Schnaps-Runde. Doch diesmal kann ich keinen anscheißen. Nein, diesmal war ich selbst der Initiator. Ich fand mich plötzlich hinter der Theke wieder und ein Tablett mit Schnäpsen vorbereiten. Dann war ich plötzlich unterwegs und drehte den Leuten das Gesöff an. Ich erkannte mich gar nicht wieder. Doch als oberste Sünde musste ich feststellen, dass ich aus freien Stücken Brausepulver gekauft hatte. Naja aus freien stücken ist gut, eher aus Tradition. Brausepulver und Korn gehören irgendwie zur Weihnachtsfeier der Feuerwehr dazu. Sagte mir der Sense mal. Damals war ich noch leichtgläubig wie eine Feder. Ich weiß gar nicht welcher kleine Teufel mir die Befehle ins Ohr geflüstert hat, aber ab nun wurde Ruck-Zuck-Muff gespielt. Mit mir als Spielleiter. Nachdem einige Brausepulvertütchen vernichtet wurden, verlangte ich die Flasche an den Tisch gebracht zu bekommen. Das Schicksal nahm seinen Lauf und ich erreichte mühelos das Spielziel.

Man muß dazu sagen, dass weiterhin Bier gereicht wurde. Und dementsprechend entwickelte sich auch der Abend. Ich stand mal an der Theke und unterhielt mich mit Friede oder saß am Tisch, laberte Scheiße mit dem Rest und schlief gelegentlich mal ein. So hatte ich das aber nicht geplant. Definitiv nicht. Auch nicht der hohe Kornumsatz. Dagegen musste etwas getan werden. Denn als ich nahezu meinen Tiefpunkt erreichte, kam Jemand auf die grandiose Idee doch in die Stadt zu verlegen. Dort würde an eben jenem Abend ein neuer Laden aufmachen. Dies war mir auch bewusst, da ich über Ecken den Besitzer kannte. Nicht gut und nicht persönlich, wusste ich aber das meine Kontaktquelle auch vor Ort sein würde. Vielleicht, denn es war ja schon 0230 Uhr durch.

Also verlegten wir in das Soley, neu aufgemachte Kneipe Lounge in der Feilenfabrik. Als ich das Taxi veließ drehte ich merkwürdigerweise alles um mich herum. Ich hielt es für einen speziellen Spezialeffekt der neuen Kneipe Lounge und war begeistert. Soweit ich mich erinnern kann, betrat ich mit Kai den Laden und traf dann binnen weniger Minuten auf jedemenge Bekannter. Das lag einmal daran, das mein Arbeitskollege die Kontaktquelle war und mich gleich zu Beginn weg fing. Und zum anderen, waren große Teile des Elferrates vorhanden. Schocker, der sich als Verwandtschaft des Besitzers zu erkennen gab, Gaudo und Schmierpopel. Jeweils mit weiblicher Begleitung. Ja, wir lesen hier richtig, der schmierigste Popel von allen war auch da und hatte seinen Bruder dabei. Der hatte wohl den Innenausbau gemacht. Das der Rest des Abends recht grenzwertig war dürfte klar sein. Ich jedoch hielt mich an der Theke fest und trank mit meinem Arbeitskollegen ein bis drei Cuba Libre. Immerhin drehte sich der Boden ja noch nicht schnell genug.

Nebenbei fielen meine Augen, manchmal sogar zeitgleich auf die hübsche Bedienung. Und zu meinem Erschrecken musste ich feststellen, das Schocker neben ihr stand, etwas in ihr Ohr flüsterte und dabei auf mich zeigte. Würde ich nur das schlechteste von den Menschen denken, dann würde ich auf eine Lästertiriade tippen. Aber Schocker ist nicht so einer. Er ist viel Schlimmer.

Die Party wurde mit einem falschen Feueralarm beendet und meine Taxifahrt nach Hause fiel ins Wasser. Und bei wem durfte ich mich dafür bedanken? Genau den Schmierpopels. Aber ich habe ja selber Schuld, da ich netterweise das von mir gerufenen Taxi überlassen habe. Das weiter Taxis erst eine halbe Stunde später wieder verfügbar wären, war mir da noch nicht klar. Ein Fußmarsch nach Hause klärte meinen Kopf dann ein wenig auf. Dafür war aber mein kompletter Sonntag im verlängerten Rücken. So einen Durchhänger hatte ich schon seit Ewigkeiten nicht mehr. Gott sei Dank ist bald Weihnachten!


So spielt man mit Studenten

11/12/2008

Der Montag ist weit in meiner Liste der Tage nach oben gerutscht. Denn Montag Abend werde ich ab nun immer die Schlittschuhe anschnallen und ein wenig sportliche Betätigung betreiben. Ich spiele nämlich ab jetzt wieder Eishockey. Ich finde kaum Worte dieses Gefühl zu beschreiben, aber man könnte es ungefähr mit dem Einzug eines Wikingers in Walhall vergleichen.

Am Montag war ich das erste Mal in Bad Sachsa. Dort gibt es die sogenannte Eishockey Time bei der die Halle für Eishockey-Spieler freigegeben ist. Man bezahlt normalen Eintritt und kann dann die Pucks fliegen lassen. Wie man schon an dem Begriff Puck erkennen kann, wird dort mit ein wenig härteren Bandagen gespielt. Schutzausrüstung wäre von Vorteil, teilte mir man mit. Alles kein Problem, hatte ich ja noch aus der Zeit in Wilhelmshaven liegen. Sehr gut, das Eis bekommt mich also wieder.

Zunächst mal war ich ein wenig spät dran und dann gab es diverse Probleme mit meiner Ausrüstung. Vom ganzen Staub mal abgesehen, schein meine Schutzhose ein wenig eingelaufen sein über die Zeit. Doch ich habe sie dann irgendwie an die richtige Stelle bekommen. Allerdings würde ich mit Sicherheit einen Flaschenzug brauchen um sie wieder auszuziehen.

Dann aber kam der Moment, als ich das Eis betreten habe. Ich hatte einige Mühe nicht sofort auf die Fresse zu fliegen, da mein letzter Kontakt mit einer glatten Oberfläche schon etwas her ist. Lässt man mal die Aktionen außer Acht, die entstehen, wenn man in der Winterzeit morgens früh nach Hause geht und eine festgefahrene Schneedecke oder zugefrorene Pfützen vorfindet. Aber nach einiger Zeit hatte ich wieder das alte Gefühl. Es war als würde man fliegen. Und mein Sichtfeld war arg eingeschränkt, durch ein Schutzgitter an meinem Helm. Aber trotzdem machte es irrsinnigen Spaß. Doch nach dem die erste Euphorie verflogen war musste ich mir ein paar Punkte eingestehen.

Gegenüber den anderen Spielern war ich grottenschlecht. Ein blutiger Anfänger. Aber daran lässt sich arbeiten, indem ich nicht aufgeben und weiter Montags zum Eishockey gehe.

Der nächste Punkt macht mir viel mehr zu schaffen. Meine körperliche Fitness ist mit der einer Leiche zu vergleichen. Ich glaube sogar das manch Toter fitter ist als ich. Es fing nach ca. 20 Minuten an. Es war während meines dritten Einsatzes auf dem Eis, als sich ein stechender Schmerz in der unteren Rückenregion breit machte. Dort schienen sich Muskelgruppen zu befinden, die seit Ewigkeiten nicht mehr benutzt worden waren und nun verkümmert waren. Ergebnis des Ganzen war, das ich einfach nicht mehr so beweglich auf dem Eis war. Anfangs ging es noch, aber nach ein paar Minuten kam der Schmerz wieder. Von der Kondition will ich gar nicht mal anfangen. Nach jedem Einsatz pumpte ich wie eine Dampflok und ich wunderte mich, wo mein Körper den ganzen Schweiß herzauberte um meinen Körper herunter zu kühlen. Hier befindet sich meine größte Baustelle und ich habe mir fest vorgenommen diese in Angriff zu nehmen. Rückenschule und Konditionsaufbau. Irgendwann muß man ja mal anfangen. Vielleicht weitet sich ja dann meine Eishockeyhose wieder ein wenig.

Doch trotz der oben erwähnten Ausfälle hat es einen Riesenspaß gemacht. Dieses Gefühl wieder auf dem Eis zu stehen und wieder zu spielen war unbeschreiblich. Trotz aller Schmerzen werde ich wieder Montags nach Bad Sachsa fahren und mich wieder der Tortour hingeben. Es lohnt sich! Außerdem geht nichts über das gute Gefühl nach dem Eishockey. Auch wenn ich mir wünschte ich hätte einen Flaschenzug mitgebracht.

Ein wenig Nachlese gibt es dann aber doch noch. Der Muskelkater hielt sich in Grenzen. Bis auf den Rücken. Dienstag ging es noch und ich lachte den Schmerzen ins Gesicht (HaHaaa). Doch Mittwoch konnte ich mich nur mit Mühen aus dem Bett rollen. Da muß unbedingt was geschehen. Und während man im Bett liegt überlegt man ob denn die Decke stark genug wäre um dort einen Flaschenzug zu befestigen.


%d Bloggern gefällt das: