Zürcher Geschnetzeltes

Am Montag war ich in der Schweiz. In Zürich um genauer zu sein. Und dort erlebte ich mein persönliches Waterloo im Bezug auf den Straßenverkehr. Bisher dachte ich das ich Großstadttauglich wäre, wenn es darum geht sich im Verkehrswirrwarr zurecht zu finden. Doch das war bevor ich in die Hauptstadt des Verkehrsirrsinn gefahren bin.

Die Schweizer mögen alle nett und freundlich sein, was ich durchaus unterschreibe. Sie haben lustige Namen und sprechen eine noch lustigere Sprache. Das macht sie natürlich sehr sympathisch. Auch mögen sie ganz tolle Erfinder und Ingenieure sein. Was sie für mich noch sympathischer macht.  Aber was sie definitiv nicht können, ist eine Straßenführung in einer großen Stadt. Von den horrenden Strafen bei Geschwindigkeitsübertretung und anderen Verkehrsdelikten mal abgesehen. Sie sind sozusagen Infrastrukturlegasteniker.

Zunächst mal ist es wahre Folter zur Feierabendzeit sich in Zürich per Automobil sich in Zürich fortzubewegen. Grüne Phasen sind seltener als der Vogel, der auf der roten Liste steht. So kriecht man also voran und die Laune nähert sich immer weiter dem Tiefpunkt. Sie sinkt sogar so tief, das man gar unentdeckte Tiefen erkundet. Man steht im Stau und weiß gar nicht wo man sich einordnen soll. Denn die Pfeile, die auf den Straßen die Richtung vorgeben, sind nur beim direkten Überfahren zu erkennen. Also schätz man nur auf der richtigen Spur zu sein. Verwirrung pur.

Man kommt an Kreuzungen an denen es in vier Richtungen geht und muß sich binnen Sekunden einordnen. Realisiert man dann aber, das man doch irgendwie falsch fährt, hat man keine Chance mehr die Spur zu wechseln. Also biegt man falsch ab und landet entweder in einer Nebenstraße in der Wenden unmöglich ist, dem Berufsverkehr sei Dank, oder aber die in einer Sackgasse endet, da mal wieder gebaut wird. Tolles Brett. Wieder auf die richtige Straße zurück zu finden, ist sogar mit Navi ein Abenteuer.

Schön auch die ganzen Fußgängerüberwege. Egal ob es durch eine Ampel geregelt wird oder nicht. Alle sehen wie gelbe Zebrastreifen aus. Da Fußgängern im Allgemeinen nicht zu trauen ist, fährt man nur langsam und verpasst eine erneute Grünphase. Nun soll man aber nicht denken, das die Rotphasen ebenso kurz sind, wie die Grünphasen. Man steht immer so seine Zeit.

Und da soll dann mal einer verlangen, das man nicht aggressiv wird. Ich wünschte mir ein Räumschild am Chrysler. Langsam hatte ich das Gefühl, das mich Zürich nicht wieder raus lassen wollte. Der Moloch wollte mich schlucken. Und dann war da ja noch die Angst, das mein Sprit leer wird, da man ja die meisten Zeit herum stand. Und auch da nimmt der 8 Zylinder mit beiden Händen.

Nach dieser Tortour war mich klar. Es gibt Großstadtverkehr und es gibt die Schweiz, die absolut keine Ahnung von Straßenführung hat. Zürich wird mich so schnell nicht wieder sehen. Nur im äußersten Notfall. Außerdem finde ich die Vignetten-Politik eine absolute Frechheit. Wenn es nach mir gehen sollte, sollten die Schweizer und die Österreicher ordentlich für die Nutzung der deutschen Autobahnen bezahlen. Auge um Auge, Zahn um Zahn.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: