You’ve got mail

28/11/2008

Da ich zu doof bin, diese e-mail Benachrichtigung in mein neues weblog zu implementieren, mißbrauche ich dafür nun mein altes weblog wieder.

Ich werde weiterhin hier bei wordpress bleiben. Doch jedes Mal wenn ich einen neuen Eintrag hier rein stelle, hinterlasse ich einen Hinweis auf meiner alten Adresse: http://bierpumpe.myblog.de. Somit bekommt ihr wieder die e-mail Benachrichtigungen. Ihr müsst dann nur noch auf den Link klicken und landet dann auf meinem neuen Logbuch.

Hört sich jetzt zwar an wie von hinten durch die Brust ins Auge, aber das ist halt meine Blödheit in der CSS-Programmierung sind eben die Tücken der Technik.

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Theorie und Praxis

23/11/2008

Eigentlich wollte ich keinen Eintrag über das vergangen Wochenende verfassen, weil irgendwie nichts außergewöhnliches passiert ist. Aber ich habe mich doch dazu durchgedrungen um einfach meine Gedanken zu Papier respektive Logbuch zu bringen. Und um nicht die Serie zu durchbrechen. Nachher beschwört das den Weltuntergang auf.

Wiedere Umstände haben dazu geführt, daß ich im Glashaus gelandet bin. Und im Glashaus findet sich ja allerlei Volk an. Vor allem findet man dort jede Menge hübscher Frauen. Zum einen gibt es dort meine Lieblingsbedienung. Sehr hübsches Gesicht und sie mag mich. Ich bilde mir sogar ein, daß sie mich immer mehr anlächelt als die anderen Gäste. Außerdem verstehen wir uns blind. Ich brauche nur an der Theke zu stehen, ihren Blick zu erhaschen und ein kurzes Lächeln später habe ich dann meine Cuba Libre Mischung vor mir stehen. Und die kommt einem Peitschenschlag gleich. Sie kennt also meine Vorliebe für härte Mischungen. Ich lege das jetzt mal als Sympathiebekundung aus. Sie ist ein Hauptgrund, warum ich gerne ins Glashaus gehe. Klar, der Havana und die lustige Zeit die man hat spielen auch mit rein. Aber ich freue mich immer sie zu sehen und ich denke, daß sie ähnlich über mich denkt.

Weiterhin gibt es dann ja noch den Löwenanteil an hübschen Frauen im Glashaus. Umwerfend im Aussehen. Man weiß meistens gar nicht wo man zuerst hin gucken soll. Aber so komplette Volltreffer gibt es selten. Man hat ja immer ein wenig was auszusetzen, ganz passen die Frauen ja nie ins Raster. Doch ab und an läuft einem dann die perfekte junge Dame über den Weg. Zumindest was das Aussehen angeht. Charakterlich ergibt sich das ja alles erst später. Habe ich mir sagen lassen. Und eine von jenen Damen, die perfekt in mein Attraktivitätsraster passen, war am am Samstag im Glashaus. Und ihre Aufmachung hat die Fantasie beflügelt, das es nicht mehr jugendfrei wurde. Ich lasse aber die schweinischen Stellen außen vor. Immerhin soll das ja ein familientaugliches sauberes Logbuch bleiben. Ihre braunen Haare hat sie zu einem Zopf nach hinten gebunden. Dazu hatte sie noch eine Brille auf. Fast wie von selbst hat sich das Bild der Sekretärin in meinen Gedanken geformt. Viele Filme wurden aus dem Stoff gemacht. Aber das lag nicht daran, das ich nun des öfteren zu ihr rüber blickte. Aber es gab auf jeden Fall Bonuspunkte.

Nun sollte man eigentlich meinen, das es nun den normalen Gang gegangen wäre. Man wäre hingegangen, hätte sich unterhalten und am Ende hätte man sich für den Sonntag Nachmittag auf einen Kaffee getroffen. Ganz so war es dann nicht. Aber für mich ist es relativ üblich abgelaufen. Ich suchte öfter Blickkontakt und ab und an trafen sich unsere Blicke. Auch ein Lächeln war mal drin. Wobei das auch als auslachen gedeutet werden könnte. Ich bin da nicht so der Experte. Aber da gibt es ja noch die große Unbekannte an konsumierten alkoholischen Getränken. Außerdem stand ich ja ganz in der Nähe meiner Lieblingsbedienung und wollte es mir ihr auch nicht verderben. Dann kam noch der Kai-Faktor mit rein. Der bewirkte nämlich das Kai anfing Schnaps, namentlich Tequila Gold und Silver, auszugeben, da man ja von den normalen Mischung gar nicht richtig stramm wurde. Das galt aber nur für sein Gesöff, denn meine Lieblingsbedienung zauberte mir immer ordentlich Mixgetränke hin. Versucht man nun diese Rechnung zu lösen, kommt man schnell zu dem Ergebnis das ich auf der Rückweg vom Glashaus im Taxi eingeschlafen bin. Sehr gut! Aufgabe gelöst, Klausur bestanden und trotzdem nur 8 Punkte im Mathe-LK.

Am nächsten Morgen schwirren einem dann diverse Gedanken im Kopf rum. Zunächst dachte ich, das es mir recht gut ging. Aber nur so lange, bis ich mal aufgestanden bin. Plötzlich drehte sich alles und in meinem Kopf formten sich die Gedanken, die eine braune, weiche Masse beschrieben. Es wurde die Gegenrechnung gemacht und man kommt darauf, das dann doch jede Menge Alkohol in den Körper geflossen ist. Als gefährlicher Faktor kann der Tequila hinzu. Der hat mich ein wenig von den Brettern geholt. So war das natürlich nicht geplant. Außerdem stellte ich eine ganz gewagte Schlußfolgerung auf. Ich gehe davon aus, das meine Lieblingsbedienung mich mag. Schließe ich jetzt von mir auf sie, dann komme ich zu folgenden Schluß. Um ihr meine Sympathie zu zeigen bestelle ich immer recht oft bei ihr. Im Umkehrschluß heißt es dann, das sie mir ihre Zuneigung zeigt in dem sie mir Mischungen macht, die wie ein Peitschenschlag ins Gesicht wirken. Sollte dies wirklich der Fall sein, dann habe ich die Frau fürs Leben gefunden. Ich frage mich nur ob es nicht vielleicht zu gewagt ist, ihr das nächste Mal einfach einen Antrag zu machen. Ich werde meine Theorie einfach nochmal überdenken und beim nächsten Glashausbesuch Bestätigung selbiger suchen. Und dann knie ich einfach vor ihr nieder und stelle die Frage!


Eishockey als Schlüssel

21/11/2008

Jetzt machts Sinn. Kennt ihr das Gefühl, wenn einem plötzlich alles wie Schuppen aus den Haaren fällt und man erkennt welches kleine Rädchen sich nicht gedreht hat? Dies ist vor Kurzem bei mir geschehen, als ich im Internet nach nackten mir ein paar Bilder zugespielt worden. Doch dazu später mehr, ich möchte den interessierten Leser gerne an meiner Erleuchtung teil haben lassen.

Folgendes wurde mir klar. Wenn ich nur in meiner Jugend Eishockey gespielt hätte, dann wäre alles anders gekommen als es jetzt ist. Dazu ist zu wissen, das Eishockey für mich der Sport ist. Es gibt nichts was drüber geht. Die Anmut, die Schnelligkeit, die Spannung. Keine andere Mannschaftssportart kommt meiner Meinung nach an Eishockey heran. Aber das ist nur meine Meinung. Ich liebe diesen Sport, würde einen Großteil meines Geldes in Eishockeykarten investieren, wenn hier ein anständiger Club in der nähe wäre. Was rede ich da, dann würde ich ja selber spielen. Außerdem beneide ich jeden Eishockeyspieler und stufe mich selber als passablen Teicheishockeyspieler ein.

Hätte ichnun also bereits in frühster Jugend Eishockey gespielt, dann wäre aus mir ein ganz Großer geworden. Da bin ich mir mehr als sicher. Ich hätte nicht nur die DEL aufgemischt, sonder wäre dann auch recht früh als vielversprechendes Talent in die Staaten gegangen. Wenn mir die Sonne aus dem Arsch geschienen hätte, dann wäre ich sogar zu den Detroit Red Wings gekommen. Dort hätte ich anfangs in Farm Team meine Runden gedreht und von der großen NHL geträumt. Aber nicht lange, dann wären meine Leistungen entdeckt worden und ich häte meine Chance bekommen mit den Großen der NHL zu spielen. Yzerman, Lindros, Hull und vor allem Gretzky. Früher oder später wäre ich eh auf Gretzky getroffen. The great one. Einer der besten Eishockeyspieler auf diesem Planeten.

Das wäre dann die schicksalhafte Begegnung in meinem Leben gewesen. Er hätte mich spielen sehen. Dann hätte er mein Potential, meine Leidenschaft und meinen tadellosen Charakter erkannt und für sich entscheiden, daß ich echt in Ordnung wäre. Er hätte mich akzeptiert. Früher oder später, bei einem dieser großen Eishockeyspieler Veranstaltungen hätten wir zusammen an der Bar gestanden und ein paar Biere gezischt. Ich hätte ihm von dem fantastischen Deutschland erzählt und er hätte mir seine Tochter vorgestellt. Hier kommen nun die anfangs erwähnten Bilder ins Spiel. Hier ist die Tochter von Wayne „The great one“ Gretzky, Paulina Gretzky. Wir hätten uns sofort in einander verguckt und Wayne, die alte Keule Mr Gretzky hätte mich als potentiellen Schwiegersohn akzeptiert.

In Zukunft hätten wir dann alle Familienfeiern zusammen verbracht. Wayne und ich hätten uns jedes Mal ordentlich einen geballert, unsere Hart Trophys und Frank Selke Trophys miteinander verglichen und eine großartige Zeit gehabt. Klar, hätte es im Anschluß ein wenig Ärger mit den Frauen gegeben, aber das würde nur zu zügellosen Versöhnungs hätte man wieder einrenken können.

So also wäre es gelaufen, wenn ich in jungen Jahren Eishockey gespielt hätte. Da bedank ich mich mal fein, das hier nur Fußball gibt und alle Eishallen mehr als 80 km weit weg sind.

Doch wir wollen den Eintrag ja nicht wütend enden lassen. Vielmehr möchte ich ein wenig das embedding of videos testen. Abgefahren was ich für eine crazy english speaking cunt bin. Ach ja, die Videos haben natürlich mit Eishockey zu tun.

Zunächst ein recht nettes Video vom Stanley Cup, welches meiner Meinung nach großartig ist.

Und dann noch einen Trailer eines Projektes mit dem Namen „Pond hockey“. Auch sehenswert.

BessereAuflösungPondhockey

Falls mir einer einen Gefallen tun will, dann besorgt er mir den Film von irgendwoher. Ich stelle auch keine Fragen und bin ewig dankbar! :)


And the prince is…

18/11/2008

Nun ist es wieder so weit. Die Spaß-Nazis fallen über das Land herein und wollen allem und jedem den Stempel des Frohsinns aufdrücken. Wir haben den D-Day der Lustigkeit überschritten. Und ich bin mittendrin und mache auch noch kräftig mit. Und vor allem macht es mir auch noch eine Menge Spaß. Die Menge an Bier die bei solchen Festivitäten vertilgt wird hat rein gar nichts damit zu tun.

Am Samstag hatten wir also Karnevalsauftakt. Eigentlich ja schon am Dienstag, aber da es der Arbeitgeber nicht so gerne sieht, wenn man vollstramm durch die Firma läuft und den Mitmenschen Helau ins Gesicht brüllt und sie zwingt Spirituosen aus kleinen Flaschen zu trinken, wird das ganze auf einen Wochenendtag verlegt. Da kann man sich dann so richtig gehen lassen. Schlachteplatte und Bier in rauen Mengen standen als Angebot in Westerode zur Verfügung. Vorher musste ich aber noch einen Büttenabend ganz anderer natur über mich ergehen lassen. Den Kreisjugendfeuerwehrtag. Eine sehr gruselige Veranstaltung bei der man sich Berichte aller Art anhören darf, auch wenn sie einen gar nicht interessieren. Hauptsache man kann sich von ganz wichtigen Leuten die Taschen vollügen lassen, die sich einfach gerne reden hören. Zum Glück kann man mit den anderen Jugendwarten aus dem Stadtgebiet genügen Scheiße labern oder Schwänze auf deren Tagesordnung malen.

Nach dieser Tortour freute ich mich sogar schon auf den Auftakt. Totes Schwein, Thekendienst und uneingeschränkter Zugang zu Bier malten mir einen freudigen Abend aus. Der fing auch gut an. Nach anfünglichen Arbeitseinsatz einiger Teile des Elferrates ging es zur Prinzenpaardeklaration. Diese waren mir jedenfalls gänzlich unbekannt, namentlich Christian und Freya. Er ist unverkennbar ein Sprössling der Steffanskisippe. Gewisse Sachen kann man einfach nicht verleugnen. Eigentlich habe ich nur drauf gewartet, das er „ärgendwann“ sagt und es wäre eindeutig gewesen. Und da sie aus Duderstadt kommen, kann ich in diesem Jahr auch nicht meine Aufgabe als Prinzenpatroullie nachkommen. Da muß ich ja zugeben, das ich ein wenig traurig bin. Aber es gibt ja bestimmt an Karneval genügend zu trinken, das ich meine traurigen Gedanken in eine finstre Ecke schicken kann.

Als gebürtiger Fuchs habe ich mir natürlich die mittlere Thekenschicht ausgesucht. Wenn man schon was machen muß, an solchen Festlichkeiten, dann sollte man sich auch die Rosinen raus picken. Der Thekendienst in der Mitte des Abends gehört meiner Meinung nach dazu. Da gibt es ein paar Aufführungen und man hat so seine Ruhezeiten. Außerdem kann man die ganze Zeit Bier für lau trinken. Dumm nur, wenn das Prinzenpaar darauf besteht eine Runde Schnaps mit einem zu trinken. Doch sie waren sehr barmherzig und ließen mir den Bismarck als Getränk meiner Wahl. Es gab mal Zeiten, da wurde dem Elferrat rigoros der Löwentor aufgedrückt. Gut, Bismarck verursacht bei mir nur ein ganz wenig weniger Schmerz als Löwentor, aber ich trinke es lieber als diese Kräuterplörre. Da ich beim Einmarsch schon einen trinken musste war mir eh schon schlecht. So ging dann auch der und ein paar andere rein. Die paar anderen Bismärcker waren eigentlich Schuld der Prinzessin, die noch mehr trinken wollte. Und einer Prinzessin kann man einfach nichts abschlagen.

Genauso wenig  wie ehemaligen Prinzessinnen. So hat es dann Sylvia doch wieder geschafft mich zum Tanzen zu bewegen. Die Schicht war schon vorbei und dementsprechend viel Bier ist in meinen Schlund hinein gelaufen. Also nutze sie die Gelegenheit und schliff mich auf die Tanzfläche. Das Lied passte rein gar nicht, aber das interessierte wohl keinen mehr. Ich musste nur drauf achten, das niemand es mitbekommt, damit ich später nicht noch mehr das Tanzbein schwingen muß. Schließlich muß ich ja auf meine Linie achten.

Halt, jetzt hätte ich ja fast was übersprungen. Es gibt ja immer ein vermeintliches Highlight beim Karnevalsauftakt. Für manche ist es tatsächlich ein Highlight, doch für viele einfach ein notwendiges Übel. Naja, man macht dann eben das Beste daraus. Die Quizfrage von einem ganz besonderen Einwohner. Diesmal ging es um Ziegen und wie viele davon in Westerode vor nahezu 100 Jahren wohnten und wie viele davon noch Jungfrauen waren. Ich verzichtete gleich auf so einen Quizzettel, da ich das Ganze für irgendwie bekloppt halte. Jedes Mal werden Fragen genommen, die von anno knupp sind und deren Lösungen sich niemals logisch herleiten lassen. Klar werden tolle Fakten geliefert, wie die Größe des Landes pro Bauer oder den Durschnittssteckrübenverbrauch einer mitteleuropäischen Ziege auf 100 m Feldweg, aber das ist alles nur Beiwerk, was auch unter Ferner liefen abgeheftet werden kann. Also schreibt man eine Zahl hin, die einem spontan in den Kopf kommt und betrinkt sich bis das Ergebnis präsentiert wird. Mir ein wenig zu doof. Anderen aber nicht und so schrieb dann Görtler gleich mal meinen Spitznamen auf den Quizzettel. Und machte auch noch den zweiten Platz. Natürlich dachte der ganze Saal ich hätte gewonnen und johle und wollte zum Kuchen eingeladen werden. Den gab es nämlich zu gewinnen. Aber ich löste das Spektakel mit der nüchternen Wahrheit auf und Görtler tanzte vorne an. Und seien wir mal ehrlich, wenn ich den Kuchen gewonnen hätte, wäre er spätestens auf dem Heimweg irgendwo auf dem Asphalt gelandet. Somit habe ich aber eine Einladung zum Kuchen essen von Görtler bekommen. Jetzt musste ich nur noch Appetit auf Kuchen entwickeln.

Die Maren hatte dann auch noch um Mitternacht Geburtstag. Welcher natürlich kräftig gefeiert wurde. Günner bereitete ordentlich Sekt vor und lief im Anschluß durch die Gegend und kippte immer ordentlich nach. Ich weiß ja nun nicht wie viel von dem Zeug dann in seine Kehle gewandert ist, aber nach dem begießen war er leicht hacke. Naja, nur s leicht, das er nach Hause gehen mußte. War aber dann doch ein spaßiger Anblick. Aber er war bei weitem nicht der Strammste des Abends diese Krone wurde von mehreren gleichzeitig verteidigt. Ein wahrer Sieger konnte leider nicht festgestellt werden. Zum einen gab es da den Morchel, der lief gegen Ende mit der Kappe verkehrt auf dem Kopf herum. Nun sei ihm zu Gute zu halten, das es neue Kappen waren und man sich nicht richtig sicher sein konnte, welches nun die richtige Seite war. Weiterhin gab es dann den Porno und den Thomas. Die schliefen irgendwann selig am Tisch ein. Wobei aber Thomas diesen Wettbewerb eindeutig gewann, da er sich nicht mehr daran erinnern konnte, wann er nach Hause gegangen ist, wo seine Kappe hin verschwunden ist und wie er zum Teufel auf den Tisch gekommen ist. Im Nachhinein betrachtet war es doch ein ganz spaßiger Auftakt. Mit besonders spaßigen Prinzenpaar-Fotos. Die wurden nämlich in diesem Jahr von mir gemacht und irgendwie konnten sich die Beiden gar nicht mehr konzentrieren. Ich hoffe es sind dann doch ein paar gute bei raus gekommen. Aber wenn die beiden solche Döneken machen, dann kann der Fotograf ja nun wirklich nichts dazu. Hier gebe ich übrigens auch dem Löwentor die volle Schuld. Er scheint mit dem Hirn ähnliche Sachen zu machen wie Jägermeister. Zumindest bei den ungeübten Trinkern.


Bullenstaat

15/11/2008

Vor Kurzem habe ich den Film „Der Baader Meinhof Komplex“ gesehen und war erschüttert. Nicht wegen dem Film an sich oder dem Thema „RAF„, sondern wegen den ersten ca. 20 Minuten. Man muß sich bewusst machen, das dies alles passiert und noch gar nicht so lange her ist.

Der Film beginnt mit dem Besuch des Schah von Persien am 02. Juni 1967 in Berlin. Es wird gezeigt wie sich Studenten hinter Absperrungen befinden und Spruchbänder auf denen die diktatorische Regierung Persiens und der Schah selber verunglimpft werden. Auch werden recht kernige Sprüche der Marke „Mörder, Mörder“ oder „Schah-Schah-Sharlatan“ und die härtere Variante „Schah-SA-SS“ gerufen. Daher auch der Name der Veranstaltung. Demonstration. Man demonstriert seinen  Unmut gegen eine Sache. Da aber der BRD das zu peinlich war, da ja die Geschäftsbeziehungen zu Persien viel zu wichtig waren, wurden vom persischen Geheimdienst SAVAK sogenannte Jubelperser (ich denke mir solche Begriffe nicht aus, die gibt es wirklich) zwischen den Demonstraten und dem Schah aufgereiht. Diese sollten für den Schah jubeln und ihm ein Gefühl der Willkommenheit in Deutschland geben. Da es nun mal Perser sind, gefielen ihn die Beschimpfungen der deutschen Demostranten rein gar nicht. Irgendwo verständlich. Der eine Sagt „Arschloch“ der andere sagt „blödes  Schwein“ und schon gibt es gegenseitig aufs Fressbrett.

Die Jubelperser brachen also schön die Dachlatten von ihren Schildern ab und knüppelten ordentlich in die Menge. So weit so ungut. Schlägereien gehören nun auch zu Demonstrationen dazu. Emotionen kochen hoch und der eine oder andere Primat hat sich dann halt nicht unter Kontrolle. Doch was mich wirklich schockiert hat und was ich eigentlich für unfassbar gehalten habe, war die Tatsache, das die Polizei, die deutsche Polizei, daneben stand und nicht eingegriffen hat. Sie haben zugesehen wie ihre Landsmänner zusammen geschlagen wurden. Dabei ist es ja noch nicht mal wichtig, das sie von Persern zusammengeschlagen wurden, sondern die Tat an sich ist ausschlaggebend. Ich dachte ja eigentlich von den Ordnungshütern, das sie dazwischen gehen sollten, damit Menschen nichts passiert. Aber nichts dergleichen. Ganz im Gegenteil, sie haben die Studenten, die auszubrechen versuchten sogar mit verprügelt. Und das war der Moment, in dem ich mich, vor dem Fernseher, schämte Deutscher zu sein.

Ich schämte mich für die deutsche Polizei und überhaupt für das deutsche Staatsorgan zu der Zeit. Wie konnten denkende Menschen nur solche Brutalität zu lassen. Wehrlose Menschen wurden nieder geschlagen und es wurde nicht aufgehört als sie auf dem Boden lagen. Sie waren unbewaffnet und wurden mit Dachlatten, Schlagringen und Schlagstöcken bearbeitet. Bisher dachte ich das so was nur in Ländern vorkommt, die durch Religion oder andere Umstände noch nicht so weit sind. Wo Menschen durch militärische Regime oder extreme Doktrine zu solchen Taten geleitet werden. Doch mir wurde vor Augen geführt, das es vor 40 Jahren auch in Deutschland nicht anders war. Die Deutschen waren primitiv. Ich schämte mich. War enttäuscht und unsagbar wütend.

Die ganze Aktion gipfelte dann in der Ermordung von Benno Ohnesorg durch einen deutschen Polizisten. Dieser wurde dann, Dank falscher Zeugenaussagen und Fälschung von Beweisen freigesprochen. Das deutsche Staatsorgan hat ganze Arbeit geleistet um einen Mörder aus den eigenen Reihen zu decken. Der Polizeistaat lässt grüßen. Und ich verstehe die Angst der Linken, das der Faschismus wieder hoch kocht. Die Presse zu der Zeit wurde von einem Verlag regiert, der heute wie damals der Meinung ist eine Zeitung auf den Markt zu schmeißen. In Wirklichkeit ist es nur eine armselige Imitation die sich für eine Zeitung hält. Doch zum Glück gibt es ja heute das Internet, welches die Lächerlichkeit dieser Imitation aufzeigt. Sehr gefallen haben mir einige Berichterstattungen deutscher Zeitungen, so wie diese hier (zitiert aus dem Wikipedia-Artikel):

Die Polizei habe ohne gravierende Notwendigkeit, mit Planung, einer Brutalität Lauf gelassen, wie sie bisher nur aus Zeitungsberichten über faschistische oder halbfaschistische Länder bekannt wurde… Dieselbe Polizei, die am Nachmittag einer . . . persischen Prügelgarde zusah, wie sie mit Latten und Totschlägern deutsche Demonstranten anging, sah am gleichen Abend offensichtlich die Stunde gekommen, ihr Mütchen an jenen zu kühlen, die nicht aufhören wollten, den hohen Staatsgästen ihre unroyalistischen Ansichten zu zeigen.

Was der Einsatzleiter befohlen hatte, kommt dem gleich, in einem Kino ein Feuer anzuzünden und die Ausgänge zu verschließen.

Ich verstand nun die Wut und den Haß der linken Bewegung auf das deutsche Staatsorgan. Allerdings konnte ich die Aktionen die von der RAF durchgeführt wurden nicht gut heißen. Außerdem stellte ich fest, das ich recht wenig von dieser Zeit weiß. Und überlegte warum. Sollte dieses Thema nicht im Geschichtsunterricht durch genommen worden sein? Und doch dunkele Erinnerungen verrieten mir, das da was war. Doch viel war es nicht. Zum ersten Mal dachte ich darüber nach, ob es nicht doch zu viel 3. Reich war, was wir durchgenommen haben. Doch diesen Gedanken verwarf ich schnell. Vielleicht sollte man das Schuljahr besser aufteilen und eher am Anfang etwas weglassen und dafür ein wenig mehr auf die jüngste deutsche Geschichte eingehen.

Ich habe mich mit einem Zeitzeugen unterhalten und er sagte mir, das es damals halt so war. Die Eltern waren noch sehr autoritär. Schläge, und man sprach nicht von einer Ohrfeige, waren an der Tagesordnung. Nicht nur von den Eltern! Außerdem muß man die damalige äußerst wichtige industrielle Beziehung zu Persien beachten. Die durften dann einfach mal deutsche Studenten ablatten, ohne das die Polizei eingriff. Aber meiner Meinung nach darf man nicht die Polizeibrutalität und Unfähigkeit dieses Staatsorganes der damaligen Zeit unter den Tisch fallen lassen. Ich verstehe nun die Angst der jungen Erwachsenen, die gebildet und politisch informiert waren, vor einem Polizeistaat. Und wenn ich mir manche Ideen der Regierung zur Datensicherung angucke, dann sehe ich den Polizeistaat winken. Und zwar nicht aus der Ferne!

Und noch etwas ist mir klar geworden. Wenn uns immer wieder unsere Geschichte vorgehalten wird und dabei ohne Zweifel Bezug auf das 3. Reich genommen wird, dann sollten wir auch die Zeit der 70er nicht unter den Tisch fallen lassen. Auch für diese Zeit sollten wir uns schämen. Für den deutschen Staat, für die deutschen Staatsorgane und vor allem für das breite Volk, das dies alles toleriert hat. Mindestens genauso sehr wie für die Gräueltaten des 3. Reiches.


Vollgas

10/11/2008

Der Freitag war irgendwie typisch. Wie immer wollte ich nichts machen und zu Hause bleiben. Unter wideren Umständen bin ich dann doch in Mingerode bei der Disco gelandet. Dort hatte der Karnevalsverein 30jähriges Jubiläum und dementsprechend aufgezogen. Der Eintritt war unverschämt teuer. Doch was will man machen, wenn man gerade mit dem Taxi vorgefahren ist. Einfach umdrehen und nach Hause gehen ist ja nicht. Außerdem hat man von draußen schon die Theke und das ganze Bier gesehen. Weiterer Nachteil waren die toffen Marken. Man mußte sich die Marken holen und dann bekam man was zu trinken. Eine Marke hatte den Wert von 1,40 €. da frage ich mich doch erneut, warum werden immer so krumme Preise gemacht. Die 10 Cent mehr hätten es dann auch nicht mehr gemacht. Naja, man findet sich dann halt mit der Situation ab und beugt sich der höheren Gewalt. Noch bevor sich nach bekannten Gesichtern umgesehen wurde, stürmte man auf die Markenbude zu und setzte die eben erworbenen pinken Marken in Bier um. Der Durst war immens und das Bier war unterirdisch. Nachdem man den letzten Schluck aus dem Mund entfernt hat konnten sich die Geschmacksknospen erst richtig entfalten. Und was da an das Gehirn weiter gegeben wurde, war keineswegs erfreulich. 9 Springe Ur-Quell. Geschmacklich in der Nähe einer Pfütze einzuordnen. Ich sehe jetzt schon die fragenden Gesichter, woher ich denn Informationen habe, wie eine Pfütze schmeckt. Sag ich aber nicht.

Porno hatte folgenden Auftrag von einer höheren Macht bekommen: Trinke so viel wie nur geht in möglichst kurzer Zeit. Bonuspunkte gibt es wenn möglichst alles durcheinander getrunken wird. Auftrag erhalten und bestmöglichst ausgefüllt. Bier, Schnaps, Mischungen, diverse Flüssigkeiten die auf der Theke umher schwammen alles ging rein. Und zwar so erfolgreich, das wir gegen 0100 Uhr die Segel streichen mußten. Gut, es war nicht besonders viel los. Was mir aber ein wenig für meine Lieblings-Ramona leid tat. Denn zum einen hatte sie Geburtstag und zum anderen durfte sie wohl bis 0200 Uhr weg. Da kommt dann ihr feiner Herr Bruder an, ist hacke voll und muß nach Hause. Gut, ich hatte auch genug und kann mich nicht mehr sicher daran erinnern, wen ich alles so getroffen habe, was mir dann am nächsten vorgehalten wurde. Aber ich hätte durchaus noch durchhalten können. Porno hat dann übrigens noch den Gott der Porzellanschüsseln bei Hüfte zu Hause angebetet. Wie er mir Tags darauf berichtete, hatte er auch daran keine Erinnerungen mehr. Da kann ich nur sagen, das die Mission erfolgreich ausgeführt wurde. Meine Lieblings-Ramona war natürlich leicht angesäuert über den frühen Aufbruch, auch das ist dem Porno entfallen. Der Vorteil beim Vollrausch ist ja, das man am nächsten Tag eigentlich ein gutes Gewissen hat, denn man kann sich an keine Schandtaten erinnern. Erst wenn man mit den Mitstreitern spricht, schüttet das schlechte Gewissen ordentlich Chemie in die Blutbahn und man bekommt Magenkrämpfe.

Mein Samstag hingegen war vollgestopft. Morgens habe ich illegalerweise Jense, Matze und Kai zum Bahnhof gefahren. Die waren ihrerseits auf Tour zum Fußballspiel und anderer wilder Sachen. Ich will gar nicht wissen, in wie viel Titten-Schuppen sie waren. Danach ging es mir ein wenig Scheiße und die Leute beim Mediamarkt haben sich bestimmt gewundert, ob ich gerade vom Saufen komme, denn mit der Fackel hätte ich nicht zu dicht an offenes Feuer gehen dürfen. Nachmittags ging es dann zum Geburtstagsmarathon. Zunächst zu Bernward, dem ich von der Feuerwehr aus gratulieren durfte. 1420 Uhr und das erste Pils ging über meine Lippen. Auf die Frage ob ich Kaffee oder Bier wollte antwortet ich automatisch mit Bier. Ich glaube ich habe die Alternativen gar nicht mehr abgewartet. Verdammte Gewohnheit. Bei Friede, der ebenfalls Geburtstag hatte ging es dann munter mit Kellerbier weiter. Und dann kam der krönende Abschluß des Abends. Auf zum Büttenabend in Mingerode. Ich hasste mich dafür, das ich zu allem immer Ja sagen. Denn Bock hatte ich nicht wirklich auf den Büttenabend. Ich hatte mehr Bock mich bei Friede zu betrinken und dann in Finkes Keller zu gehen um alte Zeiten wieder aufleben zu lassen. Aber nein, ich habe zugesagt als Abordnung vom Elferrat mit nach Mingerode zu kommen. Ist das bei Verbrechern nicht auch so, das sie immer zu Ort ihrer Verbrechen zurückgezogen wurden? Ich glaube ich befinde mich in einer ähnlichen Schleife. Da ich aber zu meinem Wort stehe, machte ich mich pünktlich auf den Weg und traf zusammen mit Stefan beim Schmierigen ein. Richtig ich würde den Abend mit Schmierpopel verbringen. Jedem dem ich das erzählt habe, verzog leicht das Gesicht und bestätigte mir, das es ein fieser Abend werden würde. Mir war das klar, aber wenigstens würde der ganze Alkohol den Abend nicht so schlimm werden lassen. Oder es artet erst richtig aus. Und so war es dann auch.

Die Plätze waren Scheiße, wenn ich mich mal vorsichtig ausdrücken darf. Aber ich hatte einen guten Ausblick auf eine extrem hübsche junge Dame am Nachbartisch. Die fühlte sich aber leicht gestört durch unsere ständigen Unterhaltungen. Mitbekommen hat man eh nicht so richtig von unseren Plätzen, also unterhielt ich mich ein wenig mit dem Schmierigen. Nebenbei beschloß er, das wir die Schnapskarte mal runter trinken. Warum kommen solche Vorschläge eigentlich immer, wenn ich dabei bin. Ich wehrte mich entschieden, wurde aber ausgelacht. Los ging es gleich mit dem Hammerschlag ins Gesicht. Dort stand allen Ernstes Goldkrone als erstes Getränk auf der Karte und Popel bestellte es. Ich fragte ihn ob er noch ganz glatt im Kopf wäre. Er lachte nur und verteilte die Fläschchen. Also dann, auf ins Delirium. Meine körperlichen Schmerzen, die ich öffentlich durch Gesichtsverrenkungen kund tat, störten niemanden. So ging es dann weiter in der Liste. Doppelkorn, Kümmerling, Jägermeister und irgendwas mit Apfel. Dazu wurde jede Menge Bier gereicht. Ich vermute mal Schmieri hatte den gleichen Auftraggeber, wie Porno am Vorabend. Kein Wunder die Beiden sind ja auch verwandt.

Doch die ganze Schnapsprobiererei verlief nicht ohne Spuren an Mannschaft und Gerät. Nach der Pause verlegten wir dann gepflegt an die Theke. Vom Büttenabend bekam man eh nichts mehr mit und an der Theke waren die Getränkewege nicht allzu lang. Dort gab es dann noch die letzte Runde Schnaps. Ich kann mich nicht mehr so ganz daran erinnern, aber es müßte etwas Rotes gewesen sein. Schmeckte jedenfalls widerlich. Schmieris Augen kamen ein wenig vor und es kamen nur noch lallende Ausdrücke aus seinem Mund. Ich hingegen traf diverse Leute, die ich von früher her kannte. Ach ja und wenig später habe ich dann ein Taxi für Schmieri und Anja gerufen. Wäre ich schlau gewesen, dann hätte ich die Gelegenheit genutzt und wäre gleich mit gefahren. Aber da ich ja nicht schlau bin, bin ich halt noch da geblieben und habe mich noch ein wenig weiter betrunken. Bis dann einfach nichts mehr rein ging und ich entschloß nach Hause zu verlegen. Ich vermute das einer der Schnäpse mein ganzes System durcheinander gebracht hat. Diese süße Scheiße ist einfach nichts für mich. Da war so ein Apfelkram dazwischen, was rein gar nicht geschmeckt hat.

Bevor ich dann zu Hause angekommen bin gab es noch einen Abstecher zur Raststätte Hartmann. Holger hat mich schon am Vortag darauf aufmerksam gemacht, das sein Sohn groß Geburtstag feiert und ich doch auf meinem Heimweg noch rein gucken sollte. Wenn doch noch was los sein sollte. Gut, ich hätte auch Sturm geklingelt und dann wäre was los gewesen. Da ich nun Holger einen Gefallen tun wollte, strukelte ich noch bei Hartmanns vorbei. Lag ja eh auf dem Weg. Nach kurzen Umwegen landete ich dann in der Küche und wurde mit Havana Club verköstigt. Das nenne ich mal einen wunderbaren Abschluß des Abends. Aber dann ging es definitiv nach Hause. Vorher bin ich noch über ein knutschendes Pärchen an der Haustür gestolpert und zu Hause habe ich mir dann ganz fein meinen kleinen Zeh am Bettpfosten angehauen.

Die Schmerzen halten immer noch an. Ich hoffe er ist nicht gebrochen. Das bisschen Eiter kann ja nicht so schlimm sein.


Zürcher Geschnetzeltes

07/11/2008

Am Montag war ich in der Schweiz. In Zürich um genauer zu sein. Und dort erlebte ich mein persönliches Waterloo im Bezug auf den Straßenverkehr. Bisher dachte ich das ich Großstadttauglich wäre, wenn es darum geht sich im Verkehrswirrwarr zurecht zu finden. Doch das war bevor ich in die Hauptstadt des Verkehrsirrsinn gefahren bin.

Die Schweizer mögen alle nett und freundlich sein, was ich durchaus unterschreibe. Sie haben lustige Namen und sprechen eine noch lustigere Sprache. Das macht sie natürlich sehr sympathisch. Auch mögen sie ganz tolle Erfinder und Ingenieure sein. Was sie für mich noch sympathischer macht.  Aber was sie definitiv nicht können, ist eine Straßenführung in einer großen Stadt. Von den horrenden Strafen bei Geschwindigkeitsübertretung und anderen Verkehrsdelikten mal abgesehen. Sie sind sozusagen Infrastrukturlegasteniker.

Zunächst mal ist es wahre Folter zur Feierabendzeit sich in Zürich per Automobil sich in Zürich fortzubewegen. Grüne Phasen sind seltener als der Vogel, der auf der roten Liste steht. So kriecht man also voran und die Laune nähert sich immer weiter dem Tiefpunkt. Sie sinkt sogar so tief, das man gar unentdeckte Tiefen erkundet. Man steht im Stau und weiß gar nicht wo man sich einordnen soll. Denn die Pfeile, die auf den Straßen die Richtung vorgeben, sind nur beim direkten Überfahren zu erkennen. Also schätz man nur auf der richtigen Spur zu sein. Verwirrung pur.

Man kommt an Kreuzungen an denen es in vier Richtungen geht und muß sich binnen Sekunden einordnen. Realisiert man dann aber, das man doch irgendwie falsch fährt, hat man keine Chance mehr die Spur zu wechseln. Also biegt man falsch ab und landet entweder in einer Nebenstraße in der Wenden unmöglich ist, dem Berufsverkehr sei Dank, oder aber die in einer Sackgasse endet, da mal wieder gebaut wird. Tolles Brett. Wieder auf die richtige Straße zurück zu finden, ist sogar mit Navi ein Abenteuer.

Schön auch die ganzen Fußgängerüberwege. Egal ob es durch eine Ampel geregelt wird oder nicht. Alle sehen wie gelbe Zebrastreifen aus. Da Fußgängern im Allgemeinen nicht zu trauen ist, fährt man nur langsam und verpasst eine erneute Grünphase. Nun soll man aber nicht denken, das die Rotphasen ebenso kurz sind, wie die Grünphasen. Man steht immer so seine Zeit.

Und da soll dann mal einer verlangen, das man nicht aggressiv wird. Ich wünschte mir ein Räumschild am Chrysler. Langsam hatte ich das Gefühl, das mich Zürich nicht wieder raus lassen wollte. Der Moloch wollte mich schlucken. Und dann war da ja noch die Angst, das mein Sprit leer wird, da man ja die meisten Zeit herum stand. Und auch da nimmt der 8 Zylinder mit beiden Händen.

Nach dieser Tortour war mich klar. Es gibt Großstadtverkehr und es gibt die Schweiz, die absolut keine Ahnung von Straßenführung hat. Zürich wird mich so schnell nicht wieder sehen. Nur im äußersten Notfall. Außerdem finde ich die Vignetten-Politik eine absolute Frechheit. Wenn es nach mir gehen sollte, sollten die Schweizer und die Österreicher ordentlich für die Nutzung der deutschen Autobahnen bezahlen. Auge um Auge, Zahn um Zahn.


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