Die drei Fragezeichen und der Filmriß

Wer sich nun über die seltsame Titelzeile wundert, dem sei gesagt, das ich großer Fan der drei Fragezeichen bin. In meiner Jugend hatte ich ein paar Hörspielkassetten von den Fragezeichen und bin seit dem Fan. Mittlerweile habe ich mir alle Folgen, sagen wir mal organisiert. Aber das will ich hier ja gar nicht weiter vertiefen, sondern nur darauf hin weisen, das am Freitag die Jubiläumsfolge 125 Feuermond erschienen ist. Ich jedenfalls werde sie mir organisieren. Interessierte kann ich diese Homepage empfehlen.

Weiter geht es im Programm mit einer kurzen Zusammenfassung. Justus Jonas hatte gleich das Gefühl, das dieses Wochenende zu einem spezialgelagerten Sonderfall wird. Zunächst mal ging es nach Göttingen. Da Felkl und Sabrina bald wegziehen, wurde das ganze mal zum Anlaß genommen sich übelst zu zu schütten. Gut, das war alles nur um dem Kind einen Namen zu geben. Zugeschüttete hätte man sich in jedem Fall. Das hatte der Prono ja schon am Anfang dert Woche kund getan. Nun war es aber auch so, das der Felkl und die Sabrina am Donnerstag beim Blutspenden waren. Und die Nachwirkungen kenne ich bestens. Ergo, war Felkl schon stramm, als wir in Richtung Göttingen ablegten. Dabei kam er mir gar nicht so stramm vor. Aber der schwankende Gang vom Auto ins El Sol fiel dann schon ein wenig auf. Vorher hat er sich übrigens eine halbe Flasche Bacardi in den Schero gekippt. Ich bleiub beim Bier, da ich noch ein wenig geschwächt von meiner Erkältung war. Übrigens hilft bei Erkältung ganz toll Tee mit Rum. Allerdings sollte man beim Rum nicht so großzügig sein. Am Donnerstag war ich mir nicht sicher ob ich eingeschlafen bin oder einfach nur ohnmächtig. Aber lecker wars.

Schon wieder abgeschweift. Nach der halben Flasche Bacardi muß man dann probieren ein wenig nüchterner zu werden und das geht dann am Besten mit Long Island Ice Tea. Gut, ich muß zugeben, das ich es ein wenig forciert habe. Die Bedienung war sehr hübsch und als ich ihr auf die Brüste in die Augen sah, kam automatisch die Bestellung Long Island Ice Tea raus. Ich konnte da quasi gar nichts zu. Kosmische Kräfte haben mir Befehle in das Hirn gezaubert. Ehrlich. Felkl zog dann nach und bestelle auch so ein leckeres Getränk. Und das hatte es in sich. Auch der zweite ging noch locker von den Lippen und dann kam irgendwann der Sandmann vorbei. Er kam vorbei und schaufelte mit einer großen Schippe feinen Sand in Felkls Augen. Grob geschätzt waren es 8 m³. Ich mußte aufpassen, das ich nichts ab bekam. Die Augen wuchsen aus dem Gesicht heraus und waren nun eindeutig als Klüsen zu identifizieren. Er gab mir dann sogar noch den Rest von seinem Cocktail ab, bevor der Kopf auf den Tisch sank. Sabrina war restlos begeistert und ich machte mich schon auf einen Abstecher in die Werkstatt gefasst. Doch draußen trafen wir dann noch ehemalige Fußballkollegen von Felkl und er wurde wieder munter. Also ging es doch noch in den JT-Keller, was sich als exzellente Idee heraus stellte.

Denn im JT Keller war mal wieder die Invasion der hübschen Frauen ausgebrochen. Jedes mal frage mich erneut, wo die alle herkommen und warum sie alle in den JT Keller pilgern? Ein neuer Fall für die drei Fragezeichen. Ich war froh das Felkl wieder munter war und organisierte mal die erste Runde. Auf dem Weg zur Theke verliebte ich mich dann acht Mal. Grob geschätzt. Es war einfach eine wahre Augenweide, diese ganzen hübschen Frauen und wie sie sich rhythmisch bewegen. Und ich schäme mich auch gar nicht auffällig über all hin geguckt zu haben. Ich bin ein Mann, verdammte Hacke, da muß man einfach hin gucken und mit offenen Mund starren. Außerdem ist es interessant was manche Lieder mit manchen Frauen machen. Ganz aktuell ist ja die Käthe Perry mit ihrem Lesben-Lied. Ein nettes Lied. Vor allem wenn manche Frauen, die nicht nur gut aussehen und sich sehr aufreizend anziehen, den Text choreografisch ausdrücken. Junge Junge, da ging aber die Post ab. Ich will hier aus Jugendschutzgründen nicht weiter ins Detail gehen. Aber der Großteil der interessierten Leser hat ja eine blühende Fantasie und kann sich jetzt ein paar Szenen ausmalen. Fertig? Genau so war es und besser! Nach dem Lied hatte ich arge Probleme mit meinem Flüssigkeitshaushalt, da viel Flüssigkeit aus meinem Mund heraus gelaufen zu sein schien.

Der Samstag brachte mir dann zwei Sachen. Kopfschmerzen, etwas später am Tag und eine Naßübung mit der Jugendfeuerwehr. Wer meint das sich diese Ereignisse wunderbar ergänzen, dem sei gesagt, das es sich hier nicht wie Minus-mal-Minus-ergibt-Plus verhält. Ganz im Gegenteil. Es addiert sich ein wenig und die Kopfschmerzen nehmen erheblich zu. Doch ich konnte mich auf den Abend freuen, denn da sollte es zu Olliberts 40sten Geburtstag gehen. Wie gesagt, noch freute ich mich drauf, wusste ich ja nicht was mich erwarten würde.

Ich war ja davon ausgegangen, das es ein gemütliches Beisammensein sein würde. Man würde nett was trinken gepflegte Konversation betreiben und die eine oder andere Anekdote zum Besten geben. Naja, da habe ich mir dann schon ein wenig was vor gemacht. Denn es ging ja schon gut los als wir ankamen. Nachdem die Platzwahl durchgeführt wurde erschien schon eine nett anzusehende junge Dame und fragte uns nach den Getränkewünschen. Das wurde natürlich gerne angenommen und die erste Runde Pils befand sich wenige Minuten später am Tisch. Außerdem beschuldigte mich Friede der jungen Dame keinesfalls in die Augen geblickt zu haben, sondern ein wenig darunter. Diese Vorwürfe wies ich natürlich von mir, denn so etwas würde ich ja nie machen. Vielleicht ist der Blick für drei Millisekunden etwas ausgerutscht, aber dann hatte ich mich auch schon wieder unter Kontrolle. Ollibert hat dann kurze Zeit später eindeutige Befehle an die Thekendamen weiter gegeben. Es lief darauf hinaus, das wir niemals ein leeres Glas vor uns stehen haben sollten. Es sollte also schmutzig werden. Das Essen war übrigens vorzüglich und dann ging das Drama auch schon los. Die Schnapsrunden wurden eröffnet.

Man sollte ja davon ausgehen, das es normale Gläser geben würde, aber auch da lag ich weit daneben. Für mich sahen die Dinger eher aus wie Windlichter. Björn fragte nochmal nach der Größe und wurde darauf hingewiesen, das es auch größere Glaser geben würde. Ich sagte dann gar nichts mehr und hatte Horrovisionen von Weizengläsern voll mit Löwentor. Das das Trinken aus solchen Gläsern mir erhebliche Probleme bereiten würde dürfte ja klar sein. Natürlich wollte ich vor der Bedienung keine Rückzieher machen und würgte das Getränk hinunter, welches sie ein besorgtes Gesicht aufsetzen ließ, ob denn mit mir alles in Ordnung wäre. Ich glaube ich habe sogar geschwitzt. Doch wurde die Büchse der Pandorra des Schnapstrinkes erstmal geöffnet, ging sie nie wieder zu. Es folgten nur diverse Spirituosen der Marken Doppelkorn, Bommerlunder, Malteser, ein grünes Zeug namens Pfeffi, welches mit ziemlicher Sicherheit mehr Promille ins Blut zauberte als alle anderen Schnäpse zusammen. An das Kräuterabbeizmittel habe ich mich nicht heran getraut, denn ich wollte meine Speiseröhre noch ein wenig benutzen. Und diese Schnäpse haben mich weit nach vorne gebracht. Ganz weit, für manche außer Sichtweite. Und am Horizont wartete der Filmriß auf mich.

Es folgt nun eine Deutung der Geschehnisse durch mich. Wie ich hoffe das sie abgelaufen sind. Denn ich kann mich ab Mitternacht an nichts mehr erinnern. Das erste was ich wieder klar zuordnen kann, ist die Anzeige auf meinem Wecker der mir 0709 Uhr zeigte. Das letzte was ich weiß ist das ich Weinbrand-Cola mit dem Peitschenspruch bestellt habe und der Bedienung dabei in den Ausschnitt geguckt habe. Nach Hause gekommen bin ich wohl mit Markus und seiner Freundin, die auch aus Westerode kommen. Das vermute ich, weil ich Friede am nächsten Tag gefragt habe, wann wir denn nach Hause gefahren wären. Er meinte, das er um 2300 Uhr mit dem Taxi gefahren ist, da wäre ich aber noch kräftig am schütten gewesen. Super, da zerplatzte meine erste Theorie. Ich kontrollierte dann mein Handy und sah, das ich wohl noch mit dem Schnitzel telefoniert hatte und eine mir unbekannte Nummer war in meiner Anrufliste. Schnitzel verriet mir dann später, das er Mühe hatte mich am Telefon zu verstehen und ich irgendwas von einer Nummer der einen Bedienung gefaselt hätte. Aha! Nun schwitze ich am gesamten Körper und mein Magen zog sich auf die Größe einer Rosine zusammen. Gleichzeitig hatte ich das Gefühl ich hätte drei Pflastersteine herunter geschluckt. Denn an irgendwelche Aktionen die mir der blonden Bedienung zusammenhängen kann ich mich absolut gar nicht mehr erinnern. Oder mit irgendeiner Bedienung. Sollte etwas die unbekannte Nummer ihr gehören? Das wird wohl ewig ein Geheimnis bleiben, denn ich werde bestimmt nicht anrufen. Denn ich weiß ja nichts mehr von dem Abend. Namen, Telefonnummern, Körbchengröße, Telefongespräche. Alles wurde ausradiert. Und wer weiß wozu es gut ist. Ich muß unbedingt mal mit dem Ollibert sprechen!

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One Response to Die drei Fragezeichen und der Filmriß

  1. Keile-Günther sagt:

    Hab dich wiedergefunden! Du bist das wichtigste in meinem leben sonst würde ich an manch einem Montag nicht wissen was Freitags passiert ist.
    Bis denndann

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