Ein Kessel Buntes

Das vergangene lange Wochenende war irgendwie seltsam. Es hatte jede Menge z bieten und ist quasi mit Lichtgeschwindigkeit an mir vorbei geflogen. Da ich ja meine Artikellänge zurück schrauben möchte gebe ich mal ein Best of in loser Reihenfolge an dieser Stelle. Schauen wir mal wie sehr ich mich zusammen reißen kann.

Es wurde mal wieder Doppelkopf gespielt. Da wir ja immer sehr große Probleme haben eine Runde zusammen zu bekommen, freut es einen ja umso mehr, wenn es denn mal klappt. So trafen wir uns denn bei Friede um ordentlich Karten zu kloppen. Und lustig war es. Man muß zwar erstmal wieder rein kommen in das Spiel, aber dann haut man umso doller zu. Dazu wurde dann Hefe frisch vom Faß gereicht. Sehr lecker und nur für Friede und mich, da Olli und Atze darauf nicht so recht konnten. Haha, selber Schuld, konnten sie sich dann ja das tolle Göttinger aus Handgranaten rein drücken. Das Weizen schmeckte hervorragend und dementsprechend schnell ging das Faß leer. Doch Friede reichte dann Löwenbräu. Mit erhöhter Prozentzahl. Mir machte das alles nicht. Aber dem Friede schon irgendwie. Außerdem hat er sich später dann noch Jägermeister mit Red Bull rein geknallt. Das konnte ich wiederum nicht so recht glauben. Aber die Rechnung kam dann wenige Minuten später. Er ist dann eingeschlafen beim Karten mischen. Sehr zu unserer Unterhaltung. Auch seine Ausreden er würde nur kurz Pause machen, halfen an dieser Stelle nicht. Ich hingegen war noch recht fit.

Was dann darin endete das ich noch in die Werkstatt verlegte, wo ich dann noch die anderen Westeröder traf. Und irgendwie tausend andere Leute. Große Zahlen und die Werkstatt vertragen sich nicht ganz, höre ich jetzt den einen oder anderen Kommentar, aber dem war so. auch wenn das Klientel jünger war, war gut was los. Und die Wahl des Strammsack des Abends wurde auch schon durchgeführt. Knapp hat der Kai gewonnen. Als ich der Werkstatt aufschlug, war er schon lattenstramm. Der sichere Gang war für ihn wie eine Fremdsprache, die er erst seit zwei Tagen spricht. Zum Glück ist die Werkstatt stabil gebaut und die Wände haben ihm stand gehalten. Ich glaube ohne Wände hätte sich Kai gar nicht vorwärts bewegen können, sondern wäre einfach umgefallen. Selbst als er nur stehen wollte, war eine Wand von Nöten. Hätte man ihn so gefilmt und hätte die Kamera an ihm festgemacht und wäre davon ausgegangen, das er normal hätte stehen können, hätte es ausgesehen, als würde er gerade ein Erdbeben Stärke drölf mit machen. Ich war ein wenig neidisch.

Ansonsten habe ich ein paar sehr nette Gespräche mit Dorina und Hüfte geführt. Später kam dann noch meine Lieblingsramona an. Und alle hatten irgendwie den Auftrag mich auch die Tanzfläche zu bekommen. Da ich aber dazu absolut gar keinen Bock hatte, lief ich schnell weg oder täuschte einen sanitären Notfall vor. Die alte Geschichte mit dem steifen Bein glaubt mir ja eh keiner mehr. Also mußten die Mädels alleine tanzen gehen und ich mir ein paar Mischungen rein hämmern. Ist ja auch nicht immer verkehrt.

Ein weiteres Highlight an dem Wochenende war die Orientierungsfahrt der Feuerwehr. Man stelle sich das ganze wie die Wanderrally der Jugendfeuerwehr vor, nur das erwachsene Männer und Frauen mit dem Feuerwehrbock durch das Eichsfeld eumeln und Sprit verballern. Aber spaßig ist es immer. Die Feuerwehr Westerode ist natürlich mit einer Elitetruppe angetreten. Naja, sagen wir mit zwei Elitekräften und einem aus dem Heim. Immerhin braucht ja Kai auch eine Beschäftigung. Und die war nun wirklich nicht schwer. Schnitzel ist gefahren, ich habe die Koordinaten rausgesucht und die Karte vervollständigt und Kai mußte lediglich auf Schilder die am Rand aufgestellt waren achten. Sagen wir mal so, wenn Schnitzel nicht mit aufgepasst hätte, dann hätten wir am Ende nicht nur ein Schild vergessen, sondern zehn Stück. Manchmal frage ich mich echt, was Kai für einen Auftrag hat. Dank aber der sensationellen guten Leistungen von Schnitzel und mir haben wir dann den 3. Platz gemacht. Kai durfte dann den Pokal abholen, den er dann auf der Straße gleich hin warf. Wir brachten ihn dann schnell zurück in sein Heim.

Im Ambiente war mal wieder eine größere Party angedacht. Da dort ja schon seit längerem nichts merh los ist, hatte man ja Bedenken, ob es sich denn lohnen würde. Immerhin war es Freitag und viele waren am Vorabend schon weg gewesen. Doch als Köppel und Näppchen und Ingo und ich dort aufschlugen, war es schon gut gefüllt. Jetzt fehlt eigentlich nur noch eine Schwenke Bier in der Hand und es konnte eine netter Abend werden. Und da lag der Hase im Pfeffer. Die Bedienung kam einfach nicht ran mit dem kühlen Erfrischungen. Da sank meine Laune natürlich gleich unterhalb des Gefrierpunktes. Um einen herum tobt die Party der Bekloppten und Bescheuerten, inklusive lustiger Lieder und man selber steht mitten drin und hat erst vier abgelaufene Holsten intus. Und dann bekommt gar nicht die Getränke die man wollte. Bestellt wurden drei Pils, Größe 0,5 l und ein Weißwein. Zuerst kam gar nichts. Dann ein Maßkrug. Dann zwei Bier, Größe 0,5 l und ein Bier, Größe 0,33 l und kein Weißwein. Aus Ermangelung des Getränkenotstandes nahm an dann diese und orderte gleich nochmal drei Stück. Die kamen dann ein wenig zügiger ran, aber nicht so zügig, das man sie nicht geschafft hätte. Näppchen bemerkte nebenbei, das meine Laune sich schnell gewandelt hat, als ich dann erstmal zwei Pils in der Hand hatte. War es tatsächlich so auffällig? Die gesamte Getränkesituation besserte sich erst, als der Laden leerer wurde. Aber so kann es ja wohl nicht gehen. Da sollte schleunigst dran gearbetete werden. Ansonsten war die Party aber recht spaßig.

Wenn man nun in einschlägig bekannten Tanzschuppen unterwegs ist, kann man ja die Augen nicht immer vor dem weiblichen Geschlecht verschließen. Soll man ja auch nicht, denn sie fordern ja geradezu zum hin gucken. Nun findet man ja die verschiedensten Frauen in solchen Läden. Eigentlich sollte man meinen das für jeden etwas dabei ist. Viele sind hübsch, viele sehen gut aus, viele haben zu viel Schminke aufgetragen und viele fallen in einen Auswahltopf, die gewisse Schönheitsideale bei einem Mann erfüllen. Um nun ein konkretes Beispiel zu nennen, nehme ich mal mich. Mich sprachen viele Frauen an. Doch das ich jetzt atemlos war konnte ich nicht behaupten. Doch manchmal passiert es das eine Frau den Raum betritt, die perfekt auf den Geschmack abgestimmt ist. Und so war es. Sie war einfach wunderschön und es traf mich wie ein Hammerschlag. Als sie von weitem in meine Richtung ging, nahm ich nur am Rand die Silhouette war. Braune Haare zu einem Zopf nach hinten gebunden und recht groß gewachsen. Also die Frau nicht der Zopf. Doch also sie näher kam, wagte ich dann ein Blick in ihr Gesicht und mich traf der Schlag. Sie war mit Sicherheit älter als ich, aber das mich ein Gesicht so faszinierte hatte ich schon länger nicht mehr. Gewisse Ähnlichkeiten mit dem Patenkind von Elke kann ich nicht ausschließen. Ich war einfach nur baff. Natürlich beachtet sie mich nicht und ich konnte einfach nur da stehen und gucken. Ach ja und Bier trinken konnte ich auch noch weiter. Für meinen Körper war es der absolute Super-GAU. Habe ich eh schon Probleme ein unfallfreies Gespräch mit einer schönen Frau zu führen, würde es bei dem Versuch mit dieser Schönheit zu sprechen einem atomaren Unglück nahe kommen. Da ich dann aber doch nicht für die Schlagzeilen in der Bild am Sonntag verantwortlich gemacht werden möchte, habe ich sämtliche Gesprächsanfragen, von selten genutzten Gehirnteilen gleich ab geblockt. Ich sah noch ein bis fünf Mal an dem Abend und konnte nichts weiter machen als mich an ihrer Schönheit zu weiden. Und Bier zu trinken. Bei meinem angeborenen Glück wäre sie bestimmt eh lesbisch gewesen.

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