Die drei Fragezeichen und die doppelte Stunde

29/10/2008

Der letzte Fall der drei Fragezeichen ist nicht abgeschlossen worden. Der Filmriß-Ganove hat erneut zugeschlagen. Justus, Peter und Bob stehen vor einem schier unlösbaren Rätsel. Es war an einem Freitag, an dem sich der Ganove wieder hinterlistig an sein Lieblingsopfer anschlich und zu schlug.

Denn am Freitag war das Seniorentreffen der Feuerwehr. Heißt im Klartext, das Hektoliterweise Bier über den Tresen ging und die Küchencrew buckeln musste wie Brauereipferde. Und nun ratet mal wozu ich mich zählen durfte. Genau, zu den Leuten die vor der Theke standen uns sich hemmungslos betranken zur Küchencrew. Um ehrlich zu sein, war die Arbeit sehr human. Man musste ein bis zwei Mal rotieren, wenn das Essen weniger wurde auf den Tischen und dann hatte man genügend Zeit die Küche und das Geschirr auf Vordermann zu bringen. Der Knackpunkt lag in der Tatsache das man einfach genügend Zeit hatte. Und diese Zeit wurde dann zur Druckbetankung genutzt. Wer weiß wann es wieder los geht mit dem Arbeiten? Also schraubte man sich ordentlich Bier in den Schero. Dafür, das wir immer genügend hatten sorgte schon die Thekenbesatzung. Natürlich wurde das eine oder andere Mal freundlich per SMS darauf hingewiesen, das wir in der Küche fast am Verdursten wären, aber dann kam es auch zackig ran. So saß man also hautpsächlich in der Küche und ließ sich Bier schmecken.

Was jetzt aber nicht heißen soll, das wir nichts anderes gemacht haben. Der Großteil des Bieres wurde natürlich von den Senioren vernichtet. Die haben zum Ende des Jahres immer eine wahrlich gute Zeit. Da gibt es ordentlich Weihnachtsfeiern und Treffen und jedes Mal hauen sie sich die Kiepen zu. Sollen sie man auch machen. Die Feier ging vorbei und es wurde noch mal rotiert, damit der Saal wieder einigermaßen aussah. Und hier beginnt das Einsetzten der Gedächtnislücke. Ich habe mich noch mit ein paar Leuten unterhalten, die ich nur noch schemenhaft erkennen kann. Ein großer Bestandteil aller Unterhaltungen war aber Pils und der Konsum von Pils. Es wird erst wieder klarer als wir uns entschlossen haben in die Werkstatt zu fahren. Ein Ende was keinen überraschen dürfte. Dort verbalssen die Erinnerungen total. Eine Flasche Wodka war wohl noch im Spiel und dann fand ich mich in meinem Bett wieder. Justus, Peter und Bob stehen vor einem Rätsel.

Ich übrigens auch, denn am frühen Morgen klingelte mich Christian aus dem Bett und holte mich für den Umzug nach Lichtenfels Lichtenstein Lichtenhagen Lichtringhausen ab. Eigentlich hatte ich ja meinen Wecker auf 0700 Uhr gestellt, kann mich aber nicht daran erinnern, ob ich ihn ausgestellt oder überhört habe. Im Eiltempo machte ich mich Stadtfein und machte mich auch eine dreistündige Tour ins Siegerland. Zum Glück nur als Beifahrer, denn es ging erst aufwärts, als wir an einer Autobahntanke einen Kaffee und mehrer BiFis eingeworfen haben. Manchmal retteten salzige Speisen einem das Leben. Der Umzug ging zum Glück recht problemlos von statten. Es waren eben nicht viele Sachen die dort ausgeladen werden mussten und vor allem ging alles bequem durch das Wohnzimmerfenster rein. Und was mir an fremden Umzügen am Besten gefällt, neben schweren Sachen schleppen und unhandliche Bretter ausbalanciern, ist die Tatsache, das man alles einfach nur irgendwo hin stellen muß. Den ganzen Sermon wieder zusammen zu bauen, bleibt dann den neuen Hausherren überlassen. Man kommt an, buckelt ein paar Sachen in die Wohnung und dann entspannt man sich bei alkoholischen Getränken. Gut, die wollte ich nicht haben und war mit der O-Saft-Schorle vollkommen zu frieden. Außerdem gab es selbstgemachte Burger und Mettbrötchen. Ein ideales Mahl nach einer durchzechten Nacht. Die Rückfahrt war übrigens auch sehr prickelnd. Drei Stunden in einem Auto ohne Radio können sich ganz schön zeihen. Wobei das Radio ja nicht von Nöten war, da David und ich genügend Gesprächsstoff hatten. Auch wieder mit dabei, Bifis von der Tanke.

Doch groß Zeit zum Ausruhen hatte ich dann doch nicht, da Hüfte mich zum Bowlen und weiterer Abendgestaltung abholte. Mit im Auto waren noch Porno und meine Lieblings-Ramona. Die Anscheinend zu viel Zucker zu sich genommen hat. Dann wird sie immer so hibbelig. Und lustig. Das Bowlen selber war recht spaßig. Vor allem da ich ja schon der wahre Könner bin, dank meiner Erfahrung in der betrieblichen Bowlingsparte. Nicht wirklich! Aber ich musste einige interessante Beobachtungen machen. Zum einen wurde mein Schnitt besser je weiter der Abend fort schritt. Um das ganze dann wissenschaftlich zu belegen habe ich sämtliche Umstände verglichen und bin zu dem Schluß gekommen, das es wohl am konsumierten Hefe-Weizen gelegen haben muß. Porno und ich haben nämlich ordentlich los gelegt. So gut es eben bei der Bedienung ging. Sie hätte durchaus mehr umsetzen können, aber sie war ein wenig langsam. Außerdem bewies mir Porno erneut, das er einfach einen Abend mit nur Essen verbringen kann. Pommes hier, halbes Baguette da und wer weiß was er sich alles reingeschoben hat, als er gesagt hat er wolle mal eben auf die Toilette. Manchmal roch er verdächtig nach einer Pizza.

Nach dem Bowlen sollte es dann ins Glashaus gehen. Aber die Mannschaft die uns begleitete dünnte extrem aus. Eigentlich blieben nur Hüfte, Porno und ich über. Sehr schade, aber da konnte man nichts machen. Weggehen war aber an sich eine gute Idee, denn man hatte ja eine Stunde mehr zum feiern. Und die wollte ich extensiv nutzen. Nach dem Einmarsch ins Glashaus wurde dann auch groß angegriffen. Porno gab den Tip doch Cuba Libre zu ordern, da mehr drin wäre und es günstiger wäre. Gut, dachte ich, machte ja Sinn und steuerte zielstrebig die Theke mit meiner Lieblingsbedienung an. Doch was war das? Wo war die niedliche Blondine hin und warum hatte sie jetzt einen 3-Tage-Bart? Bei der Getränkebestellung stellte sich dann heraus, das es gar nicht meine Lieblingsbedienung war. Sondern ein gebrochen deutsch sprechender Spätaussiedler. Und dann gab es an der Theke keinen Cuba Libre. Das fing ja gut an.

Mit leicht säuerlicher Mine machte ich mich dann auf den Weg zur anderen Theke im Havana, Porno und Hüfte im Fahrwasser. Dort lächelte mich dann eine hübsche Blondine an und begrüßte mich sogar, als sie hinter der Theke hervor kam. Erst im letzten Moment erkannte ich sie als meine Lieblings-Bedienung und an ihrem Lächeln habe ich sofort darauf geschlossen, das sie mich wohl auch wieder erkannt hatte. Da Halloween-Themenabend war war sie ein wenig anders um die Augen herum geschminkt, was diesen späten Wiedererkennungswert verursachte. Aber nun war alles klar und sie brachte mir dann auch recht fix den Cuba Libre. Welcher auch sehr gut schmeckte. Ich glaub sie mag mich.

Nach der ersten Runde kam dann Porno auf die Idee zu den Mischungen noch Jägermeister zu ordern, weil man ja nicht schnell genug stramm wurde. Die körperlichen Schmerzen meinerseits waren ihm relativ egal. Es folgte dann noch ein Besuch in einem anderen Bereich des Glashauses wo wir dann die Wüstefelds getroffen haben. Party machend zu wummernden Bässen. Also genau meine Musik und ich beschleunigte den Trinkvorgang und guckte mir ein wenig das weibliche Klientel an. Durchaus sehr hübsch geraten. Irgendwann konnten Hüfte und ich dann den nahezu extatischen Porno überzeugen, doch wieder ins Havana zurück zu verlegen, mit Zwischenstop im Rauchereck. Und das war ein äußerst fataler Fehler. Hüfte ging noch mal auf die Toilette und wir ließen uns nieder in bequemen Ledersesseln. Nun konnte ich quasi im Zeitraffer beobachten das Pornos Augen aus dem Schädel hervortraten und zu Klüsen mutierten. Automatisch schlossen sie sich und er entschlief. Und ich saß ein wenig auf dem Trockenen. Hüfte kam wieder und war sprachlos. Ein weiterer Versuch ihn wieder munter zu bekommen schlug fehl und meine Hoffnung auf ein Wiedersehen mit meiner Lieblingsbedienung auf eine weitere Mischung starben dahin. Wie die Aussicht die zusätzliche Stunde zum Betrinken zu nutzen. Es war 0100 Uhr als wir wieder in Richtung des gebrauchten Bundeslandes fuhren. Porno konnte sich ab jetzt nur noch grunzend verständigen. Und ich eine Stunde länger schlafen, was ich aber nicht nutzte. Überhaupt war mein Zustand gerade mal als angeheitert zu bezeichnen. Der Grund des Filmrisses vom Vorabend hatte ganze Arbeit geleistet und mich auf einen Abend vorbereitet, der erst in den frühen Morgenstunden enden sollte. Verdammter Jägermeister, er hat schon so einiges angerichtet!

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Die Ruhe vor dem Sturm

19/10/2008

Irgendwie beunruhigt mich die Jahresendzeit immer ein wenig. Denn die Weihnachtsfeiern und andere Festivitäten werfen ihre Schatten voraus. Und daher sollte man darauf bedacht sein, das man die Kondition nicht schleifen lässt. Man muß sich zwar nicht immer dem Mega-Anschuß hingeben, so wie es in der vergangenen Woche der Fall bei mir war, aber man sollte gewisse Trainingseinheiten in den Wochenendablauf einstreuen.

Geplant war es, das der Ingo und ich am Freitag die neuen Bundesländer unsicher machen. Kirmes in Berlingerode war angesagt. Als ich den Vorschlag zum ersten Mal hörte aus Ingos Mund, da schossen mir zwei Gedanken wie eine Kugel durch den Kopf. Entweder kriegen Ingo und ich von den Kirmesburschen in Berlingerode den Hosenboden stramm gezogen, weil wir uns hemmungslos betrunken haben, Frauen auf eine falsche Art und Weise an geguckt haben und aus dem Westen waren. Oder aber ich würde Samstag Morgen aufwachen, hätte einen Kopf wie ein Rathaus und wäre Mitglied im Kirmesburschenverein Berlingerode geworden. An einem besonders guten Tag wäre ich dann bestimmt noch Schriftführer geworden. Das wäre doch mal der große Lacher auf der Seite gewesen. Aber nichts dergleichen ist passiert, denn auf der Kirmes war es recht übersichtlich und außerdem hat das Sporthaus gebrannt. Und das ist kein Witz.

Kurzer Hand entscheiden Ingo und ich dann mit nach Göttingen in das Alpenmax zu fahren. Man kann hier zu Recht behaupten, das wir beide ein recht ungutes Gefühl im Magen hatten. Das Alpenmax gehört nicht zu meinen Lieblingsläden, weil das Publikum meistens einfach zu cool für mich ist. Aber das Alternativprogramm im JT Keller sah nur Ragga vor. Also ging es mit dem Rest der Westeröder ins Alpenmax. Zu meiner Überraschung war es recht gut gefüllt und auch der Alterdurchschnitt entsprach meinen Vorstellungen.

Unter anderen traf ich auch die Katja und die hat mich mal wieder mit einer einzigartigen Aktion überrascht. Und das ging so. Der Renner im Alpenmax war Flying Hirsch. Man bekam ein Glas mit Red Bull und darin wurde eine kleine Flasche Jägermeister gestellt. Ihr wisst schon das Zeug in dem mit ziemlicher Sicherheit illegale Substanzen drin sind, denn sonst würde bei mir nach dem Konsum nicht empfindliche Gedächtnislücken auftreten. Die ganze Sache trinkt man dann zusammen. Also Glas ansetzen, vorsichtig anfangen zu trinken und zusehen das man alles zusammen in den Mund bekommt. Quasi die Kinderversion von Lütjelage trinken. Ich möchte mir gar nicht über die hygienische Seite dieses Getränks Gedanken machen, denn wer weiß wer die kleinen Flaschen alles angepackt hat oder wo sie gelegen haben. Aber der Red Bull und der Jägermeister lassen wahrscheinlich eh keine Bakterien oder Viren am Leben, die einen krank machen könnten. Mit so einem Getränk kam die Katja an und wir unterhielten uns ein wenig an der Theke. Bis sie dann plötzlich zum ersten Mal ihr Getränk richtig anguckte und feststelle das da irgendein Halunke ihr eine kleine Flasche Jägermeister rein gestellt hatte. Ich weiß gar nicht wie ich geguckt habe, aber ich war mir nicht ganz sicher ob sie das jetzt ernst meinte oder einen Witz reißen wollte. Doch als ich ihren leicht verwirrt, leicht wütenden Gesichtsausdruck sah, wurde mir klar, daß es ihr todernst sei. Nun soll man mal angemessen auf diese Situation reagieren. Da Katja aber eine der lustigen Naturen ist, konnte ich einfach nicht anders und fing an ein wenig zu grienen. In diesem Moment huschte dann die Erkenntnis in ihr Gesicht und sie bekam leicht gerötete Wangen. Und rang mir das Versprechen ab dies nicht öffentlich zu erzählen. Habe ich erwähnt das sie blond ist. Aber ich habe ihr versprochen das nicht ins weblog zu schreiben. Wäre ja auch gemein.

Das Bier lief recht zügig rein und Ingo und ich hatten schon gut aufgetankt, aber ich hatte mich noch unter Kontrolle. Dieser Filmriß vom vergangenen Wochenende hat mich mal wieder auf den Boden der Tatsachen zurück geholt. Ingo schien aber ein wenig aus dem Training zu sein und war schon ein wenig lockerer unterwegs zu sein. Damit passte er perfekt zu Kolbi, der zwar im Vorfeld gesagt hat nur Hefe Weizen zu trinken, aber dann wohl doch auf den Flying Hirsch Zug aufgesprungen ist. Kurz gesagt er war voll und bildete mit Ingo die Vorhut zum ZHG. Wie Ingo durch intensive Recherche heraus gefunden hat, fand eine Party im ZHG statt. Als ich das erfuhr wurde mir ein wenig flau in der Magengegend, denn der Monat passte perfekt zur ZHG-Party. Und so war es auch. Im ZHG war Party und wir sind ins Alpenmax gegangen. Wenn ich mich so verbiegen könnte, das ich mir selbst in den Arsch beißen könnte, dann hätte ich es gemacht. Nicht das es im Alpenmax schlecht war. Eigentlich nicht und hübsche Frauen waren auch genügend vorhanden. Sogar ungefähr mein Alter. Aber die ganze Sache ist auch im ZHG abgelaufen. Potenziert mit vier. Und dann kam die große Rettungsaktion. Als wir aus dem Alpenmax raus geschossen sind, wollten plötzlich alle nach Hause. Doch Ingo und Kolben waren noch im ZHG. Also erinnerte ich mich meiner Grundausbildung bei der Bundeswehr und machte mich auf die Rettungsmission. Und habe die zwei Lumpis wohl verpasst, denn als ich drinnen war traf mich erstmal der Schlag. Denn auch um 0300 Uhr waren noch eine Menge hübscher Frauen dort und der Andrang an der Bier-Theke war gemäßigt. Jetzt saß ich quasi in der dreifachen Zwickmühle. Zum einen mußte ich ja Ingo und Kolben suchen. Zum anderen mußte ich den anderen Bescheid sagen, daß wir wohl noch bleiben werden, wenn ich Ingo und Kolben erstmal gefunden habe. Und zum dritten gab es hier Bier und hübsche Frauen, konzentriert an der Theke. Ein Anruf von Jense holte mich dann aus dem Stadium absoluter Unentschlossenheit zurück. Jense berichtet mir, das die verlorenen Söhne schon zurück waren. Shit, shit, shit, shit! Wird also nichts mit dem vorläufigen Paradies. Ich ging dann nochmal aufs Klo, holte mir ein Bier und verliebte mich bei diesen ganzen Aktionen ungefähr drölf Mal. Und dann gings gen Heimat.

Der Samstag bestand zum großen Teil aus Geburtstagsfeiern. Zunächst mußte ich bei unserem Bürgermeister zapfen. Der wurde nämlich 50 Jahre alt und hatte groß im Schützenhaus geladen. Des weiteren hatte ich noch eine Einladung zu Lars seinem 30. bekommen. Schon wieder eine Zwickmühle. Aber da ich beim Zapfen zugesagt habe, hatte das natürlich Priorität. Ich stehe zu meinem Wort. Aber ich ließ mir die Option offen, vielleicht später noch zu Lars zu verlegen. Das machte ich dann aber vom Gastansturm beim Bürgermeister abhängig. Und der war moderat. Bis auf die Stunde als der Männergesangsverein da war. Und Murphy schlug wieder mit der vollen Breitseite zu. Im Vorfeld war der Bierdurchfluß in Ordnung, was zum Teil auch an der Thekenmannschaft lag, die ordentlich dazu bei trugen. Damit meine ich mich. Für den MGV zapfte ich dann 25 Biere vor, denn wen sie erstmal fertig sind mit Singen, dann haben die einen Riesenbrand. Mein Plan war gut, zum Schluß hätte ich nur noch einen Schuß drauf zapfen müssen und alle wären glücklich gewesen. Doch nach dem 15 finalen Schuß war dann das Faß alle. Warum auch nicht, denn man hat sich ja noch nicht genügend blamiert. Habe ich erwähnt das ich bei einem Lied ordentlich Krach unter zu Hilfe nahme von Bierglas und Topfdeckel gemacht habe? Natürlich unabsichtlich. Und dann so etwas. Aber dank des selbstlosen Einsatzes von Schnitzel und Böning hatte ich schnell wieder Bier auf dem Füller auf der Leitung. Als dann die Sangesbrüder wieder von dannen zogen beruhigte sich die ganze Geschichte wieder. Und ich verlegte zu Lars.

Dort erwartete mich schon eine illustre Gesellschaft, die schon gut angetrunken waren. Es war nett mal wieder mit den Stadtbergern zu trinken. Man sieht sich ja nicht jedes Wochenende und solche Feiern sind immer super um wieder auf Stand zu kommen. Außerdem freute ich mich auf m&m’s und Wodka Mohrenköpfe beim Brotwolf bei Lars in der Wohnung. Gab es leider beides nicht, dafür aber KöPi aus großen Pompfen. Und Diskussionen über Gehälter. Aber das gehört ja nicht hier her. Für eine detaillierte Aufstellung gucke man bitte….

Viel netter sind ja immer die Diskussionen in der Küche. Wobei Diskussionen eher der falsche Begriff ist. Sagen wir einfach gepflegtes Scheiße labern dazu. Und ich habe mal wieder bewiesen das ich eigentlich auch blond bin. Zu dem Zeitpunkt der Küchen Scheiße Laberei hatte ich schon diverse Pils und Schnäpse getrunken. Den Großteil der Schnäpse beim Zapfen. Also könnte man sagen, das meine Hand-Augen-Koordination nicht mehr die beste war. Jedenfalls stellte ich mir gerade eine tiefsinnige philosophische Frage. Wenn ich bei einer Funkuhr den Sekundenzeiger für eine kurze Zeit, sagen wir mal maximal eine Minute, anhalte, gibt es dann eine gefährliche Rückkopplung zur Atomuhr in Braunschweig und wir haben einen nuklearen Zwischenfall in der Stadt mit dem einzigen niedersächsischen Meister? Oder aber fällt die Uhr von der Wand, weil ich zu hacke bin und stellt sich dann nach wenigen Minuten wieder richtig ein? Ich war mutig und entschloß mich zu diesem Experiment, nicht ohne vorher meine Gedanken mit den Anwesenden in der Küche zu teilen. Steffi meinte noch, das gar nicht passieren würde, aber da war ich schon mit meinem Finger auf dem Weg zur Uhr. Und stieß mit selbigen vor die Glasscheibe, die die Zeiger vor unberechtigten Zugriff schützt. Mein Gesicht hat wohl ähnlich wie das von Katja ausgehen, als sie den Hintergrund hinter der Flying Hirsch Geschichte gemerkt hat. Nur das sie um Längen besser aussieht dabei. So sorgte ich aber für die allgemeine Erheiterung in der Küche. Dabei tat mir gerade Anja leid, die das ganze extrem lustig fand, aber gerade eine Bruchoperation hinter sich hatte. Lachen und schmerzerfülltes Gesicht wechselten sich ab.

Und denkt immer daran. Don’t fuck the fuck with Benny the Cop. Motherfuckers!


Die drei Fragezeichen und der Filmriß

13/10/2008

Wer sich nun über die seltsame Titelzeile wundert, dem sei gesagt, das ich großer Fan der drei Fragezeichen bin. In meiner Jugend hatte ich ein paar Hörspielkassetten von den Fragezeichen und bin seit dem Fan. Mittlerweile habe ich mir alle Folgen, sagen wir mal organisiert. Aber das will ich hier ja gar nicht weiter vertiefen, sondern nur darauf hin weisen, das am Freitag die Jubiläumsfolge 125 Feuermond erschienen ist. Ich jedenfalls werde sie mir organisieren. Interessierte kann ich diese Homepage empfehlen.

Weiter geht es im Programm mit einer kurzen Zusammenfassung. Justus Jonas hatte gleich das Gefühl, das dieses Wochenende zu einem spezialgelagerten Sonderfall wird. Zunächst mal ging es nach Göttingen. Da Felkl und Sabrina bald wegziehen, wurde das ganze mal zum Anlaß genommen sich übelst zu zu schütten. Gut, das war alles nur um dem Kind einen Namen zu geben. Zugeschüttete hätte man sich in jedem Fall. Das hatte der Prono ja schon am Anfang dert Woche kund getan. Nun war es aber auch so, das der Felkl und die Sabrina am Donnerstag beim Blutspenden waren. Und die Nachwirkungen kenne ich bestens. Ergo, war Felkl schon stramm, als wir in Richtung Göttingen ablegten. Dabei kam er mir gar nicht so stramm vor. Aber der schwankende Gang vom Auto ins El Sol fiel dann schon ein wenig auf. Vorher hat er sich übrigens eine halbe Flasche Bacardi in den Schero gekippt. Ich bleiub beim Bier, da ich noch ein wenig geschwächt von meiner Erkältung war. Übrigens hilft bei Erkältung ganz toll Tee mit Rum. Allerdings sollte man beim Rum nicht so großzügig sein. Am Donnerstag war ich mir nicht sicher ob ich eingeschlafen bin oder einfach nur ohnmächtig. Aber lecker wars.

Schon wieder abgeschweift. Nach der halben Flasche Bacardi muß man dann probieren ein wenig nüchterner zu werden und das geht dann am Besten mit Long Island Ice Tea. Gut, ich muß zugeben, das ich es ein wenig forciert habe. Die Bedienung war sehr hübsch und als ich ihr auf die Brüste in die Augen sah, kam automatisch die Bestellung Long Island Ice Tea raus. Ich konnte da quasi gar nichts zu. Kosmische Kräfte haben mir Befehle in das Hirn gezaubert. Ehrlich. Felkl zog dann nach und bestelle auch so ein leckeres Getränk. Und das hatte es in sich. Auch der zweite ging noch locker von den Lippen und dann kam irgendwann der Sandmann vorbei. Er kam vorbei und schaufelte mit einer großen Schippe feinen Sand in Felkls Augen. Grob geschätzt waren es 8 m³. Ich mußte aufpassen, das ich nichts ab bekam. Die Augen wuchsen aus dem Gesicht heraus und waren nun eindeutig als Klüsen zu identifizieren. Er gab mir dann sogar noch den Rest von seinem Cocktail ab, bevor der Kopf auf den Tisch sank. Sabrina war restlos begeistert und ich machte mich schon auf einen Abstecher in die Werkstatt gefasst. Doch draußen trafen wir dann noch ehemalige Fußballkollegen von Felkl und er wurde wieder munter. Also ging es doch noch in den JT-Keller, was sich als exzellente Idee heraus stellte.

Denn im JT Keller war mal wieder die Invasion der hübschen Frauen ausgebrochen. Jedes mal frage mich erneut, wo die alle herkommen und warum sie alle in den JT Keller pilgern? Ein neuer Fall für die drei Fragezeichen. Ich war froh das Felkl wieder munter war und organisierte mal die erste Runde. Auf dem Weg zur Theke verliebte ich mich dann acht Mal. Grob geschätzt. Es war einfach eine wahre Augenweide, diese ganzen hübschen Frauen und wie sie sich rhythmisch bewegen. Und ich schäme mich auch gar nicht auffällig über all hin geguckt zu haben. Ich bin ein Mann, verdammte Hacke, da muß man einfach hin gucken und mit offenen Mund starren. Außerdem ist es interessant was manche Lieder mit manchen Frauen machen. Ganz aktuell ist ja die Käthe Perry mit ihrem Lesben-Lied. Ein nettes Lied. Vor allem wenn manche Frauen, die nicht nur gut aussehen und sich sehr aufreizend anziehen, den Text choreografisch ausdrücken. Junge Junge, da ging aber die Post ab. Ich will hier aus Jugendschutzgründen nicht weiter ins Detail gehen. Aber der Großteil der interessierten Leser hat ja eine blühende Fantasie und kann sich jetzt ein paar Szenen ausmalen. Fertig? Genau so war es und besser! Nach dem Lied hatte ich arge Probleme mit meinem Flüssigkeitshaushalt, da viel Flüssigkeit aus meinem Mund heraus gelaufen zu sein schien.

Der Samstag brachte mir dann zwei Sachen. Kopfschmerzen, etwas später am Tag und eine Naßübung mit der Jugendfeuerwehr. Wer meint das sich diese Ereignisse wunderbar ergänzen, dem sei gesagt, das es sich hier nicht wie Minus-mal-Minus-ergibt-Plus verhält. Ganz im Gegenteil. Es addiert sich ein wenig und die Kopfschmerzen nehmen erheblich zu. Doch ich konnte mich auf den Abend freuen, denn da sollte es zu Olliberts 40sten Geburtstag gehen. Wie gesagt, noch freute ich mich drauf, wusste ich ja nicht was mich erwarten würde.

Ich war ja davon ausgegangen, das es ein gemütliches Beisammensein sein würde. Man würde nett was trinken gepflegte Konversation betreiben und die eine oder andere Anekdote zum Besten geben. Naja, da habe ich mir dann schon ein wenig was vor gemacht. Denn es ging ja schon gut los als wir ankamen. Nachdem die Platzwahl durchgeführt wurde erschien schon eine nett anzusehende junge Dame und fragte uns nach den Getränkewünschen. Das wurde natürlich gerne angenommen und die erste Runde Pils befand sich wenige Minuten später am Tisch. Außerdem beschuldigte mich Friede der jungen Dame keinesfalls in die Augen geblickt zu haben, sondern ein wenig darunter. Diese Vorwürfe wies ich natürlich von mir, denn so etwas würde ich ja nie machen. Vielleicht ist der Blick für drei Millisekunden etwas ausgerutscht, aber dann hatte ich mich auch schon wieder unter Kontrolle. Ollibert hat dann kurze Zeit später eindeutige Befehle an die Thekendamen weiter gegeben. Es lief darauf hinaus, das wir niemals ein leeres Glas vor uns stehen haben sollten. Es sollte also schmutzig werden. Das Essen war übrigens vorzüglich und dann ging das Drama auch schon los. Die Schnapsrunden wurden eröffnet.

Man sollte ja davon ausgehen, das es normale Gläser geben würde, aber auch da lag ich weit daneben. Für mich sahen die Dinger eher aus wie Windlichter. Björn fragte nochmal nach der Größe und wurde darauf hingewiesen, das es auch größere Glaser geben würde. Ich sagte dann gar nichts mehr und hatte Horrovisionen von Weizengläsern voll mit Löwentor. Das das Trinken aus solchen Gläsern mir erhebliche Probleme bereiten würde dürfte ja klar sein. Natürlich wollte ich vor der Bedienung keine Rückzieher machen und würgte das Getränk hinunter, welches sie ein besorgtes Gesicht aufsetzen ließ, ob denn mit mir alles in Ordnung wäre. Ich glaube ich habe sogar geschwitzt. Doch wurde die Büchse der Pandorra des Schnapstrinkes erstmal geöffnet, ging sie nie wieder zu. Es folgten nur diverse Spirituosen der Marken Doppelkorn, Bommerlunder, Malteser, ein grünes Zeug namens Pfeffi, welches mit ziemlicher Sicherheit mehr Promille ins Blut zauberte als alle anderen Schnäpse zusammen. An das Kräuterabbeizmittel habe ich mich nicht heran getraut, denn ich wollte meine Speiseröhre noch ein wenig benutzen. Und diese Schnäpse haben mich weit nach vorne gebracht. Ganz weit, für manche außer Sichtweite. Und am Horizont wartete der Filmriß auf mich.

Es folgt nun eine Deutung der Geschehnisse durch mich. Wie ich hoffe das sie abgelaufen sind. Denn ich kann mich ab Mitternacht an nichts mehr erinnern. Das erste was ich wieder klar zuordnen kann, ist die Anzeige auf meinem Wecker der mir 0709 Uhr zeigte. Das letzte was ich weiß ist das ich Weinbrand-Cola mit dem Peitschenspruch bestellt habe und der Bedienung dabei in den Ausschnitt geguckt habe. Nach Hause gekommen bin ich wohl mit Markus und seiner Freundin, die auch aus Westerode kommen. Das vermute ich, weil ich Friede am nächsten Tag gefragt habe, wann wir denn nach Hause gefahren wären. Er meinte, das er um 2300 Uhr mit dem Taxi gefahren ist, da wäre ich aber noch kräftig am schütten gewesen. Super, da zerplatzte meine erste Theorie. Ich kontrollierte dann mein Handy und sah, das ich wohl noch mit dem Schnitzel telefoniert hatte und eine mir unbekannte Nummer war in meiner Anrufliste. Schnitzel verriet mir dann später, das er Mühe hatte mich am Telefon zu verstehen und ich irgendwas von einer Nummer der einen Bedienung gefaselt hätte. Aha! Nun schwitze ich am gesamten Körper und mein Magen zog sich auf die Größe einer Rosine zusammen. Gleichzeitig hatte ich das Gefühl ich hätte drei Pflastersteine herunter geschluckt. Denn an irgendwelche Aktionen die mir der blonden Bedienung zusammenhängen kann ich mich absolut gar nicht mehr erinnern. Oder mit irgendeiner Bedienung. Sollte etwas die unbekannte Nummer ihr gehören? Das wird wohl ewig ein Geheimnis bleiben, denn ich werde bestimmt nicht anrufen. Denn ich weiß ja nichts mehr von dem Abend. Namen, Telefonnummern, Körbchengröße, Telefongespräche. Alles wurde ausradiert. Und wer weiß wozu es gut ist. Ich muß unbedingt mal mit dem Ollibert sprechen!


Einweihungsparty

08/10/2008

Herzlich Willkommen im neuen Heim des Logbuchs. Es sieht alles sehr ähnlich aus und doch wieder anders. Es ist noch nicht alles fertig. An ein paar Wänden fehlt noch Farbe und wie ich den einen oder anderen Raum so tapezieren werde, ist auch noch unklar. Aber ich werde ein wenig mit dem Layout herum spielen. Irgendwann mal. Wenn ich Zeit dafür finde.

Aber bis dahin, geht das Logbuch hier munter weiter. Die Texte habe ich alle von meinem alten myblog-Account in Handarbeit kopiert. Ja, ich bin verrückt. Daher springt auch irgendwie die Schriftart ein wenig hin und her. Aber das sind noch Schönheitsfehler, die ich jetzt nicht korrigieren will. Man muß ja nicht alles gleich beim Einzug schön machen. Irgendwas will man ja auch später zu tun haben.

Wie ich aber so feststellen musste, ist hier auch nicht alles Gold was glänzt. Zum Beispiel gibt es hier keine e-mail Benachrichtigung für die Leser. Also wenn ich einen neuen Eintrag mache, kann man nicht einstellen, das man als Leser eine e-mail haben möchte. Finde ich persönlich doof und ein paar von den Lesern bestimmt auch. Ich werde mich da aber als erstes hinterklemmen, so daß bald wieder gewohnte Bequemlichkeit herrscht. Die Möglichkeit einen RSS-Feed zu abonnieren geht aber immer. Dazu braucht man dann einen RSS-Reader. Entweder ist bei den meisten Browsern (Internet Explorer, Firefox, Opera, usw.) schon ein RSS-Reader integriert oder aber man nutzt ein Online Angebot, wie z.B. den Google Reader (gehört zum googlemail-Angebot dazu). Google bietet hier eine Vielzahl von Möglichkeiten. Der Vorteil beim RSS-Reader ist, das er sich automatisch die neuen Einträge herunter lädt. Man könnte sie auch bequem offline lesen. Wenn man denn will. Sozusagen ist es wie ein Posteingang bei einem mail-Programm und wenn ein neuer Eintrag geschrieben wird, dann erscheint er wie eine neue mail in dem Reader.

Ich persönlich nutze den Google Reader, da ich so von überall auf die weblogs die ich lese zu greifen kann. Ja ja, ich weiß, Google ist der große Datenkrake und leitet alle meine e-mails an die CIA und das FBI und den BND und an OBI weiter. Aber das ist mir Wurst egal, ob die alle wissen, was ich Ellen oder dem Ingo schreibe. Sollen sie ruhig wissen, das ich zur Zeit einen fiesen Schnupfen habe. Vielleicht schicken sie mir ja das Allheilmittel per Post zu.

Nun aber viel Spaß mit dem alten Logbuch in der neuen Wohnung.


Auszugsparty

07/10/2008

Ich ziehe aus. Mit Sack und Pack geht es jetzt zu einem anderen Anbieter. Ob er besser, kann ich nicht genau sagen. Er ist jedenfalls führend bei den weblogs. Und daher werde ich ihm eine Chance geben. Die letzten Wochen habe ich meine gesamten Artikel von myblog.de per copy-paste in das neue Logbuch umgeschaufelt. Eine Arbeit, bei der ich ab und gerne mal was aus dem Fenster geschmissen oder etwas Großes kaputt gemacht hätte. Wie halt bei einem realen Umzug auch.

Warum ich das gemacht habe? Ganz einfach. myblog.de hat mich in letzter Zeti immer mehr enttäuscht. Die Seite war zu überfüllt, ich bin nicht mehr drauf gekommen. Dann waren die e-mail-Benachrichtigungen ein Witz. Meistens habe ich die Benachrichtigung über einen neuen Artikel Tage später erst bekommen. Benachrichtigungen zu Kommentaren sind gar nicht mehr erst los geschickt worden. Nachfragen bei myblog.de waren für die Katz. Und wenn ich mal eine Nachricht bekommen habe, hatte ich das Gefühl, dsa am anderen Ende Jemand saß, der nicht wirklich Ahnung hatte, sondern gerade sein Studium in Pädagogik vorbereitete.

Egal, ich gehe und blicke auf eine nette Zeit zurück. Beim kopieren, hat man ja mal in alten Texten geschmöckert und beinahe hätte ich eine Zusammenfassung gegeben. Aber dann hätte ich ja wieder einen Mammut-Eintrag schreiben müssen. Es war jedenfalls nett, in der Vergangenheit zu stöbern. Es geht einem da fast wie mit alten Fotos. Vielleicht hat es deswegen auch so lange gedauert.

Ach ja, meine neue Adresse: https://bierpumpe.wordpress.com/

Wir sehen uns dort!


Ein Kessel Buntes

05/10/2008

Das vergangene lange Wochenende war irgendwie seltsam. Es hatte jede Menge z bieten und ist quasi mit Lichtgeschwindigkeit an mir vorbei geflogen. Da ich ja meine Artikellänge zurück schrauben möchte gebe ich mal ein Best of in loser Reihenfolge an dieser Stelle. Schauen wir mal wie sehr ich mich zusammen reißen kann.

Es wurde mal wieder Doppelkopf gespielt. Da wir ja immer sehr große Probleme haben eine Runde zusammen zu bekommen, freut es einen ja umso mehr, wenn es denn mal klappt. So trafen wir uns denn bei Friede um ordentlich Karten zu kloppen. Und lustig war es. Man muß zwar erstmal wieder rein kommen in das Spiel, aber dann haut man umso doller zu. Dazu wurde dann Hefe frisch vom Faß gereicht. Sehr lecker und nur für Friede und mich, da Olli und Atze darauf nicht so recht konnten. Haha, selber Schuld, konnten sie sich dann ja das tolle Göttinger aus Handgranaten rein drücken. Das Weizen schmeckte hervorragend und dementsprechend schnell ging das Faß leer. Doch Friede reichte dann Löwenbräu. Mit erhöhter Prozentzahl. Mir machte das alles nicht. Aber dem Friede schon irgendwie. Außerdem hat er sich später dann noch Jägermeister mit Red Bull rein geknallt. Das konnte ich wiederum nicht so recht glauben. Aber die Rechnung kam dann wenige Minuten später. Er ist dann eingeschlafen beim Karten mischen. Sehr zu unserer Unterhaltung. Auch seine Ausreden er würde nur kurz Pause machen, halfen an dieser Stelle nicht. Ich hingegen war noch recht fit.

Was dann darin endete das ich noch in die Werkstatt verlegte, wo ich dann noch die anderen Westeröder traf. Und irgendwie tausend andere Leute. Große Zahlen und die Werkstatt vertragen sich nicht ganz, höre ich jetzt den einen oder anderen Kommentar, aber dem war so. auch wenn das Klientel jünger war, war gut was los. Und die Wahl des Strammsack des Abends wurde auch schon durchgeführt. Knapp hat der Kai gewonnen. Als ich der Werkstatt aufschlug, war er schon lattenstramm. Der sichere Gang war für ihn wie eine Fremdsprache, die er erst seit zwei Tagen spricht. Zum Glück ist die Werkstatt stabil gebaut und die Wände haben ihm stand gehalten. Ich glaube ohne Wände hätte sich Kai gar nicht vorwärts bewegen können, sondern wäre einfach umgefallen. Selbst als er nur stehen wollte, war eine Wand von Nöten. Hätte man ihn so gefilmt und hätte die Kamera an ihm festgemacht und wäre davon ausgegangen, das er normal hätte stehen können, hätte es ausgesehen, als würde er gerade ein Erdbeben Stärke drölf mit machen. Ich war ein wenig neidisch.

Ansonsten habe ich ein paar sehr nette Gespräche mit Dorina und Hüfte geführt. Später kam dann noch meine Lieblingsramona an. Und alle hatten irgendwie den Auftrag mich auch die Tanzfläche zu bekommen. Da ich aber dazu absolut gar keinen Bock hatte, lief ich schnell weg oder täuschte einen sanitären Notfall vor. Die alte Geschichte mit dem steifen Bein glaubt mir ja eh keiner mehr. Also mußten die Mädels alleine tanzen gehen und ich mir ein paar Mischungen rein hämmern. Ist ja auch nicht immer verkehrt.

Ein weiteres Highlight an dem Wochenende war die Orientierungsfahrt der Feuerwehr. Man stelle sich das ganze wie die Wanderrally der Jugendfeuerwehr vor, nur das erwachsene Männer und Frauen mit dem Feuerwehrbock durch das Eichsfeld eumeln und Sprit verballern. Aber spaßig ist es immer. Die Feuerwehr Westerode ist natürlich mit einer Elitetruppe angetreten. Naja, sagen wir mit zwei Elitekräften und einem aus dem Heim. Immerhin braucht ja Kai auch eine Beschäftigung. Und die war nun wirklich nicht schwer. Schnitzel ist gefahren, ich habe die Koordinaten rausgesucht und die Karte vervollständigt und Kai mußte lediglich auf Schilder die am Rand aufgestellt waren achten. Sagen wir mal so, wenn Schnitzel nicht mit aufgepasst hätte, dann hätten wir am Ende nicht nur ein Schild vergessen, sondern zehn Stück. Manchmal frage ich mich echt, was Kai für einen Auftrag hat. Dank aber der sensationellen guten Leistungen von Schnitzel und mir haben wir dann den 3. Platz gemacht. Kai durfte dann den Pokal abholen, den er dann auf der Straße gleich hin warf. Wir brachten ihn dann schnell zurück in sein Heim.

Im Ambiente war mal wieder eine größere Party angedacht. Da dort ja schon seit längerem nichts merh los ist, hatte man ja Bedenken, ob es sich denn lohnen würde. Immerhin war es Freitag und viele waren am Vorabend schon weg gewesen. Doch als Köppel und Näppchen und Ingo und ich dort aufschlugen, war es schon gut gefüllt. Jetzt fehlt eigentlich nur noch eine Schwenke Bier in der Hand und es konnte eine netter Abend werden. Und da lag der Hase im Pfeffer. Die Bedienung kam einfach nicht ran mit dem kühlen Erfrischungen. Da sank meine Laune natürlich gleich unterhalb des Gefrierpunktes. Um einen herum tobt die Party der Bekloppten und Bescheuerten, inklusive lustiger Lieder und man selber steht mitten drin und hat erst vier abgelaufene Holsten intus. Und dann bekommt gar nicht die Getränke die man wollte. Bestellt wurden drei Pils, Größe 0,5 l und ein Weißwein. Zuerst kam gar nichts. Dann ein Maßkrug. Dann zwei Bier, Größe 0,5 l und ein Bier, Größe 0,33 l und kein Weißwein. Aus Ermangelung des Getränkenotstandes nahm an dann diese und orderte gleich nochmal drei Stück. Die kamen dann ein wenig zügiger ran, aber nicht so zügig, das man sie nicht geschafft hätte. Näppchen bemerkte nebenbei, das meine Laune sich schnell gewandelt hat, als ich dann erstmal zwei Pils in der Hand hatte. War es tatsächlich so auffällig? Die gesamte Getränkesituation besserte sich erst, als der Laden leerer wurde. Aber so kann es ja wohl nicht gehen. Da sollte schleunigst dran gearbetete werden. Ansonsten war die Party aber recht spaßig.

Wenn man nun in einschlägig bekannten Tanzschuppen unterwegs ist, kann man ja die Augen nicht immer vor dem weiblichen Geschlecht verschließen. Soll man ja auch nicht, denn sie fordern ja geradezu zum hin gucken. Nun findet man ja die verschiedensten Frauen in solchen Läden. Eigentlich sollte man meinen das für jeden etwas dabei ist. Viele sind hübsch, viele sehen gut aus, viele haben zu viel Schminke aufgetragen und viele fallen in einen Auswahltopf, die gewisse Schönheitsideale bei einem Mann erfüllen. Um nun ein konkretes Beispiel zu nennen, nehme ich mal mich. Mich sprachen viele Frauen an. Doch das ich jetzt atemlos war konnte ich nicht behaupten. Doch manchmal passiert es das eine Frau den Raum betritt, die perfekt auf den Geschmack abgestimmt ist. Und so war es. Sie war einfach wunderschön und es traf mich wie ein Hammerschlag. Als sie von weitem in meine Richtung ging, nahm ich nur am Rand die Silhouette war. Braune Haare zu einem Zopf nach hinten gebunden und recht groß gewachsen. Also die Frau nicht der Zopf. Doch also sie näher kam, wagte ich dann ein Blick in ihr Gesicht und mich traf der Schlag. Sie war mit Sicherheit älter als ich, aber das mich ein Gesicht so faszinierte hatte ich schon länger nicht mehr. Gewisse Ähnlichkeiten mit dem Patenkind von Elke kann ich nicht ausschließen. Ich war einfach nur baff. Natürlich beachtet sie mich nicht und ich konnte einfach nur da stehen und gucken. Ach ja und Bier trinken konnte ich auch noch weiter. Für meinen Körper war es der absolute Super-GAU. Habe ich eh schon Probleme ein unfallfreies Gespräch mit einer schönen Frau zu führen, würde es bei dem Versuch mit dieser Schönheit zu sprechen einem atomaren Unglück nahe kommen. Da ich dann aber doch nicht für die Schlagzeilen in der Bild am Sonntag verantwortlich gemacht werden möchte, habe ich sämtliche Gesprächsanfragen, von selten genutzten Gehirnteilen gleich ab geblockt. Ich sah noch ein bis fünf Mal an dem Abend und konnte nichts weiter machen als mich an ihrer Schönheit zu weiden. Und Bier zu trinken. Bei meinem angeborenen Glück wäre sie bestimmt eh lesbisch gewesen.


Tageshoroskop

02/10/2008

Sternzeichen: Arschloch, Transzendent: Vollidiot

Heute ist ihr Tag. Gehen sie zum Einkaufen und treffen sie Gleichgesinnte und Zellengenossen Mitbewohner aus ihrem Heim. Die weißen Streifen auf dem Parkplatz sind nicht für sie. Parken sie wo sie wollen und wie sie wollen. Heute sind sie der König! Beim Einkaufen brauchen sie keine Rücksicht auf andere zu nehmen, brettern sie mit voller Geschwindigkeit in die Hacken anderer Leute. Vornehmlich in die von denen, die so doof waren und für ihre drei Teile keinen Einkaufswagen genommen haben. Laden sie mit beiden Händen den Einkaufswagen voll. 10 Kilo Backpulver? Rein damit. 80 Dosen in Jauche in Fenchel eingelegter Hering? Aufladen, wer weiß ob es nach dem Feiertag so etwas Leckeres noch gibt! Egal ob sie es brauchen oder nicht, es sollte im Einkaufswagen landen. Wenn sie an der Kasse stehen, lassen sie keinen vor. Der Doofmann mit den zwei Teilen hat doch eh genug Zeit und kann während der Wartezeit ihre verzogenen Kinder unterhalten. Als Opfer für klebrige Hände oder für Schienbeintretattacken herhalten. Auf dem Weg zum Auto zurück, bleiben sie ruhig an den engsten Stellen stehen, wenn sie zufällig einen anderen Primaten einen Zellengenossen aus ihrer Anstalt jemand Bekanntes treffen. Die Leute die nach ihnen kommen haben heute nichts zu melden.

Und sollten sie einem jungen Mann, mit nur zwei Teilen und einer Schrotflinte im Anschlag begegnen, haben sie keine Angst. Er will nur ein Foto machen, also immer schön in die Schrotflinte lächeln.

Denn heute ist ihr Tag! Der Tag der Hammerkranken! Der Tag an dem die Klapse Wandertag hat! Der Tag vor dem Feiertag!

Viel Spaß beim Einkaufen!


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