Happy anniversary

Am vergangenen Wochenende fand dann die große Party statt. Da man als 30jähriger auch ein paar andere 30jährige kennt, kann man solche Feiern auch prima zusammen legen. So spart man eine Menge Arbeit und auch Geld, da man ja doch einen gemeinsamen Freundeskreis hat. Ich tat mich also mit Florian zusammen und wir hatten beide keine Ahnung was für ein Haufen Arbeit uns erwartete. Angefangen hat alles ja am Donnerstag schon, wo wir dann die Theke der Uhlendisco aufbauten. Wir haben uns gedacht, da es ja eine Party werden sollte, sollte man auch einen großen Thekenbereich haben. Und das war eine Party. Ich jedenfalls fand es schweinegeil.
Beginn war gegen 1900 Uhr und dann warteten wir. Eigentlich ist es Schwachsinn eine Party um 1900 Uhr bgeinnen zu lassen. Aber je früher wir anfangen würden, desto mehr könnten wir feiern. So dachten wir jedenfalls. Aber lange Zeit kam niemand. Und erst eine gute Stunde später füllte sich der Laden dann langsam. Eigentlich wollten Florian und ich noch eine kurze Ansprache halten, aber kurz vor knapp hat dann Flori doch noch Muffensausen bekommen und wir haben das ganze dann ins Wasser fallen lassen. Gut, böse war ich deswegen jetzt nicht. So sehr mag ich jetzt nun auch nicht vor großen Menschenmassen zu sprechen, auch wenn es mit nicht ganz so viel ausmacht. Mein interner Zeitplan sah übrigens vor, das ich nicht allzu früh mit Schnaps trinken anfangen wollte, um möglichst lange durch zu halten.

Lange ging das aber nicht gut, denn ich habe mich zeitweise zu den Ausbilderkollegen von der Feuerwehr gestellt. Akki, Gepetto, Noxe und Heiko. Die haben dann aber schon fein mit Jägermeister angefangen, welchen ich dann munter mit trinken muße. Wehren half ja nichts. Unter großen Schmerzen versuchte ich dann zu trinken. Ich muß wohl doch gequält ausgesehen habe. Das hat aber nicht sonderlich gestört, denn mir wurde immer wieder was eingeschenkt. Zum Glück kannte ich ein paar Leute auf der Party, so daß ich dann unter einem Vorwand von der Jägermeisterecke verscwhiden konnte. Aber der Jägermeister half dann doch einigen auf die Rangliste des Strammsackes des Abends zu kommen. Akki lief nämlich einige Zeit später wie angestochen durch die Mehrzweckhalle und war gut stramm. Wie ich aus zuverlässiger Quelle erfahren durfte hat er dann noch etwas später willkürlich Autos auf der Hautpstraße angehalten, weil er nach Hause wollte. Er war sogar der Meinung er hätte sich ein Taxi gerufen, aber nachdem dann der zuverlässige Zeuge sein Telefon kontrolliert hat hat Akki wohl das Ding gar nicht benutzt an dem Tag. Auf jeden Fall gab das einige Pluspunkte auf der Hitliste.

Es war im Allgemeinen jede Menge los. Ich wundere mich ja immer wieder bei solchen Sachen wie viele Leute ich eigentlich kenne. Und dabei sind nicht mal alle gekommen die ich eingeladen habe. Es haben sich auch nicht alle gemeldet. Besonders gefreut hat mich der Besuch von Henne, einem ehemaligen Kommilitonen aus Wilhelmshaven und Göttingen. Alte Zeiten aufleben lassen aus dem lustigen Studentenleben ist doch immer noch sehr spaßig.

Und Geschenke gab es auch jede Menge an dem Abend. Was eigentlich gar nicht nötig gewesen wäre. Aber die Leute hören ja nicht. Meine Lieblings-Ramona hat sich besonders viel Mühe gegeben und mir ein T-Shirt von den Red Wings gemacht. Selbst bemalt. Und kaum von den gedruckten Pendanten zu unterscheiden. Ich war sehr beeindruckt und habe mich echt drüber gefreut. Von Näppchen und Köppel und Janina und Ingo habe ich sogar eine ganze Brauerei geschenkt bekommen. Und zwar die Kulmbacher Brauerei. Dies wurde sogar hochoffziell von Lars, Sparkassenbesitzermitarbeiter beurkundet. Vielleicht war es auch eine Aktie, aber auf dem Zettel auf dem ich unterschreiben mußte, stand Kulmbacher Brauerei, 1 Stck. Da ich ja nächste Woche noch frei haben, werde ich erstmal mach Kulmbach fahren und meiner neuen Brauerei einen kleinen Besuch ab statten. Also ab jetzt wird hier nur noch Kulmbacher getrunken, damit ich mir bald noch ein zweites Auto kaufen kann, was nicht so viel Sprit verbraucht. Ich dachte ja an einen Hummer H1 in der Militärversion.

Da ja das Rauchen in der Mehrzweckhalle verboten ist, gab es immer eine große Fluktuation zwischen dem Innen- und dem Außenbereich. Ansonsten wäre auch die Mehrzweckhalle aus allen Nähten geplatzt. Aber das war gut so, denn so bekam man zwischen drin auch mal frische Luft, wenn man die Raucher draußen mal besucht hat. Der ständige Wechsel zwischen drinnen und draußen hat unter anderem auch die Blutzirkulation beschleunigt und den Hammer den man bekommt wenn man von warmen Räumen in kalte Räume geht. Ich habe mich relativ spät dazu entschlossen Mischungen zu trinken. Ich kenne mich ja selbst am Besten und weiß, wie es von Zeit zu Zeit in meinem Körper eskalieren kann, wenn ich zu früh zu harte Mischungen trinke. Vor allem wenn ich vom Bier-Modus nicht in den langsameres Mischungs-Modus wechseln kann. Dieser Schalter setzt immer als erstes aus. Aber gegen Mitternacht traute ich ich dann. Und die Eskalation nahm ihren Lauf. Allerdings nicht so sehr, wie ich gedacht hatte. Am nächsten Tag offenbarte mir Anja, Florians Freundin, das sie Seiten an mir kennen gelernt hat, von denen sie nie gedacht hätte, das sie in mir schlummern würden. Das sind dann Momente in denen ich am liebsten winzig klein werden würde und schreiend weglaufen möchte. Aber sie entschärfte die Situationen gleich wieder als ich mich innerlich auf Ausreden einstellte. Sie war ganz verwundert das ich tanzen konnte und das auch so extensiv betrieben hatte. Automatisch wurde in meinem Kopf eine neue Directory erstellt und mit Tanzen betitelt. Auf Nachfragen hat mir dann Anja erklärt, das ich wohl allerlei hübsche Mädels über das Parkett geschubst habe und das auch gar nicht mal so schlecht. In der Bar würde ich ja sonst meistens an der Theke stehen und mit den anderen Scheiße labern. Meine nächste Aufgaben dürften dann wohl klar sein. Ich muß mit direkten Fragen auf geschickte Weise herausfinden mit wem ich alles getanzt habe. Aber so langsam kommen die Erinnerungen wieder. Hüfti und Dorina waren auf jeden Fall dabei.

Je später der Abend oder je früher der Morgen, desto weniger werden die Gäste. Eigentlich schade, aber man kann ja keinen zwingen, zwei Tage lang durch Party zu machen. Doch es gibt ja immer welche, die bis zum Schluß durch halten. In den meisten Fällen gehöre ich dazu. Warum weiß ich auch nicht, aber es liegt wohl irgendwo in meinem mechanischen Gehirn eine Routine vergraben, die mir befielt immer weiter zu machen. Es ist wie ein Fluch. Nun ja, am frühen Samstag morgen waren dann aber noch ein paar mehr Leute da. Unter anderem der Doktor, der anscheinend verbotenen Früchte genascht hat. Denn plötzlich erwischt mich eine Fontäne Mischung aus seiner Richtung. Als ich mich umdrehe sehe ich nur noch ihn da stehen, mit einem leeren Becher und einem breiten Grinsen auf dem Gesicht. Aber das Sprichwort sagt ja, das man nie Jemanden mit einem vollen Glas naß machen sollte. Also begann, der erste Mischungskrieg. Und endete mit dem Einsatz der Erdnußbombe. Der Doktor und ich sahen aus wie frisch gebadet, nur das alles klebte. Aber ich war in einem Zustand wo mir das nichts mehr aus machte. Kurze Zeit später konnten wir die Party als beendet erklären. Die letzten Gäste waren gegangen und ich war endlos fertig und wollte nur noch nach Hause. Auf dem Weg dorthin bin ich dann noch beim Bäcker rein und kann mich verschwommen an eine Unterhaltung erinnern. Aber Themen sind mir glatt durch die Lappen gegangen. Ich habe aber wohl noch Brötchen besorgt und sie Florian und Anja noch zum frühstücken rein gebracht. Die wollten nämlich noch ein wenig aufräumen. Ich schnappte mir meine Käsebrötchen und machte mich auf den Heimweg.

Der Tag des Aufräumens war sehr grauenvoll. Mein Körper befahl mir halbstündlich sich sofort hin zulegen, aber es mußte ja alles sauber gemacht werden. Dabei übernahm Anja die Wischaktion, wofür ich ihr sehr dankbar bin, denn wischen in der Mehrzweckhalle ist wahrlich kein Geschenk. Aber auch das Aufräumen ging vorbei. Nun habe ich nur noch Angst vor der Getränkerechnung und dann bin ich erstmal durch mit dem Feiern. Ich jedenfalls werde für ca. 10 Jahre keine große Party mehr machen. Aber ich fand die Party grandios. Für mich war sie vollkommen gelungen und ich hoffe die Gäste werden mir da zu stimmen. Aber leider war sie viel zu kurz. Ich habe so das Gefühl, als hätte ich zwei Tage durch feiern müssen um ich mit jedem Gast zu unterhalten und etwas zu trinken. Ich entschuldige mich hiermit bei allen die zu kurz gekommen sind. Ein kleiner Teil von mir ist froh diese Party hinter sich gebracht zu haben, aber ein anderer Teil, ist dann doch ein wenig wehmütig. Aber es war einfach nur geil. Dank an alle Gäste. Denn alle haben zu diesem großartigen Abend beigetragen.

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