Six weddings an no funeral – Part VI

29/09/2008

Somit wären wir am Ende des Hochzeitsmarathons angekommen. Die Hochzeit von Franzi und Noxley bilden den Abschluß dieser langen Odyssee. Nicht das es schlecht war. Ganz im Gegenteil, ich gehe gerne auf Hochzeiten und vor allem feiere ich umso lieber. Aber man soll sich ja noch für das kommende Jahr etwas aufheben. Aber so wie cih mein Glück kenne, gibt es da gar nichts zu feiern. Bis auf ein paar 30ste Geburtstage. Aber die können ja auch ganz spaßig werden. Och wollen wir uns nicht nach der Zukunft sehnen, sondern gucken auf das kürzlich vergangene. Eine sehr nette Hochzeit wartet da auf uns. Und die fing sogar schon am Freitag an. Mit einem Polterabend an dem es verdammt kalt war. Und auf dem Heimweg verdammt neblig, das SMS schreiben sehr schwer war, da ich dem Graben immer verdammt nahe gekommen bin.

Der Kirchgang fiel für mich auch aus, da ich erst gegen 1800 Uhr geladen war. Geladen war ich als einer der Ausbilder vom Truppmann-Lehrgang zusammen mit dem Rest der Bande. Ich hoffte nur unter Ihnen nicht so aufzufallen. Besser gesagt, nicht das ich da in eine Ecke geschoben werde, in die ich gar nicht hin gehöre. Das sind ja alles stadtbekannte Trinker. Und ich werde ja ungern mit solchen Leuten in Verbindung gebracht. Bin ich ja immer wohlerzogen und trinke selten Alkohol. Aber es würde schon gut gehen.

Gleich zu Beginn wurde mir eine Warnung vor das Bug geknallt, die sich nur so gewaschen hat. Simone, eine alte Schulfreundin, war auch geladen und hatte schon wieder schlimme Sachen mit mir vor. Also nicht was jetzt wieder der Großteil der Leser, der sich zu viele Schmuddelfilme anguckt, denkt. Es sollte noch schlimmer kommen. Sie ist gerade zu ihrem Freund in die Schweiz gezogen. Und in der Schweiz gibt es ja mehr als nur Berge, Toblerone, Taschenmesser und Alphörner. Jaha, unsere Eidgenossen im Süden haben etwas mit den Bayern gemeinsam. Sie stopfen sich Sachen in die Nase, die woanders geraucht werden oder womit manche Verunreinigung in den Toiletten beseitigt werden. Genannt wird das ganze dann Schnupftabak. Simone hat gleich zu Beginn angekündigt, das ich das doch auch ausprobieren sollte. Dabei war es egal, was ich dazu gesagt habe, denn ich bin für solche Aktionen automatisch immer gesetzt. Ich frage mich nur warum? Ich machte zunächst Ausflüchte und brachte Erlebnisse aus früheren Tagen ans Licht. Es gab da mal eine Zeit der Warenproben bei Klingebiel und da wurde dann munter Schnupftabak probiert. Meist alkoholisiert und der feinmotorischen Bewegung nicht mehr mächtig. Da ging das schnell mal in die Hose, besser gesagt nicht richtig in die Nase und es blieb ein kleines braunes Bärtchen unter der Nase kleben und man sah aus wie Jemand aus Österreich. Das wollte ich unbedingt vermeiden. Außerdem mußte ich erstmal Bier trinken. Doch ich konnte dem Ganzen nicht entfliehen und auf einem Weg zu den sanitären Einrichtungen fing mich dann Simone und ihr Freund ab. Nicht gerade sanft wurde meine Hand beschlagnahmt und mit einer braunen Substanz bestreut. Und das nicht zu knapp. Ich wehrte mich noch ein wenig, doch wurde ich taktisch klug in die Zange genommen. Dann mußte ich die Hand seltsam abspreizen, was mich schon leicht in die Bredouille brachte, denn die Angst vor Nasenbluten brachte meine Hand zum zittern. Simones Freund redete nun in fremden Zungen und ich wusste nicht so ganz ob er mich gerade beleidigte oder einen lustigen Nasenschnupfspruch machte. Für mich hörte sich das so an, als hätte er einen Knoten in der Zunge und gerade einen Schwarm Beinen eingeatmet. Ich wartete also ob nun entweder meine Name genannt wurde oder er zum Schnupfen ansetzte. Und tat es ihm gleich. Das Gefühl war, als würde einem gerade eine Dose Domestos in das Gehirn geblasen. Es prickelte und ich wollte das es da wieder raus kommt. Tat es aber nicht. Nur durch Zuhilfenahme von Taschentüchern. Und was da raus kam, das war wirklich nicht sehr schön. Ich schwor mir nur, das ich es nie wieder machen würde. Leider sind meine Schwüre so viel wert wie die Reichsmark nach dem 2. Weltkrieg. Daher mußte ich dieses Ritual (Schnupfspruch oder Beleidigungen und dann das Zeug in den Kolben ziehen) noch mehrere Male über mich ergehen lassen. Später kitzelte es übrigens sehr unangenehm am Hinterkopf. Ich hatte das Gefühl als hätte sich das Zeug einen direkten Weg durch das Gehirn an meine Schädeldecke gebrannt. Ich bin nur froh, das ich an solchen Sachen kein Gefallen finde. Weder rauchen noch Schnupfen. Ich weiß gar nicht wie man so was nüchtern und mehrmals am Abend machen kann. Sei das Zeug nun braun oder weiß.

Neben Schnupfen und Trinken haben wir auch noch was sinnvolles gemacht. Die Ausbilder und ausgewählte Kräfte der Feuerwehr Duderstadt durften die Wohnung dekorieren. Ich muß da aber jetzt mal sagen, das ich eigentlich nur dabei war um auf zu passen, das nicht zu viel Unsinn gemacht wurde. Falls Jemand behaupten sollte, das es meine Idee gewesen sei, die Möbel zu verrücken oder Kronkorken die Treppe hinunter zu schütten, dann sind das alles böse Gerüchte. Und den Wecker habe ich auch nicht gestellt. Es wurde aber lustige Sachen gemacht. Wackelpudding in alle Wasserarmaturen gekippt. Akki kam Freudestrahlend aus dem Bad und zeigte mir den Zahnputzbecher gefüllt mit Wackelpudding. Fies war nur das Maggi, welches er großzügig in den noch flüssigen Pudding gerührt hat. Es roch ein wenig wie Katzenurin. Nun gut, vielleicht hat auch Noxe das Zeug in der Maggi-Flasche gesammelt. Man weiß es nicht so genau. Nett fand ich auch die Merettich-Creme, die in die Zahnpastatube gedrückt wurde. Ich glaube das war sogar der Trauzeuge. Wie ich erneut erwähnen muß, habe ich nichts mit solchen Streichen am Hut. Ich glaube aber, ich habe mein Bierglas in der Küche vergessen. Außerdem werde ich mein Haus von einem Wachdienst bewachen lassen, sollte ich jemals heiraten. Warum muß ich auch immer bei jedem Scheiß mitmachen.

Man sollte meinen, das ich mal eine Hochzeit ohne Tanzen verbringen kann. Fehlanzeige. Doch diesmal mußte ich nicht mit Männern tanzen, sondern mit der Braut. Da kann man einfach nicht nein sagen und sich der Verantwortung nicht entziehen. Vor allem nicht, wenn die Braut von ihrem Recht gebraucht macht. Und auch sie mußte wieder feststellen, das ich ja tanzen kann. Viele Leute verwechseln aber die Fähigkeit tanzen zu können, mit dem Bedürfnis tanzen zu wollen. Nur weil ich es schaffe mit mit einem Schrotgewehr in den Fuß zu schießen muß ich das noch lange nicht gerne machen. Aber ich hatte dann doch Glück. Simone machte am Vorabend ja schon solche Anspielungen, ob ich denn nicht tanzen könnte und das sie unbedingt tanzen will am Samstag. Aber da habe ich mich noch mal fein aus der Affäre gezogen und habe immer früh genug Deckung gesucht.

Das ging eh am Besten an der Theke. Allerdings wartete dort mein zweiter Feind. Der wohnt in einer Flasche und hat viele Namen. Nenne wir ihn mal Schnaps. In diesem Falle war es der alte Bekannte Obstler. Stand ich an der Theke nahm es irgendwie jeder zur Aufforderung mich damit abfüllen zu wollen. Einzig allein der Bräutigam hatte das Recht dazu und davon machte er dann auch ein bis zwei mal Gebrauch. Dabei scheint es jedem egal zu sein, daß ich dabei starke körperliche Schmerzen erleide. Ich glaube ich sollte nicht so oft erwähnen, das ich ungern Schnaps trinke, denn dann kommt jeder auf die Idee und will mir das Zeug einflößen.

Eins hatte ich mir vorgenommen, ich wollte nicht der Letzte auf der Party sein. Deswegen bin ich auch mit der Vorletzten Tour nach Hause gefahren. Und zwar mit dem Böckchen, der als Fahrer engagiert war. Ich glaube das Schlimmste was mir passieren könnte, wäre auf eine Hochzeit mit vielen Bekannten Gesichtern eingeladen zu werden und dann muß ich den Fahrer machen. Alle hauen sich die Kiepen zu und ich muß nüchtern bleiben. Manchmal wache ich schweißgebadet des Nachts auf und hatte genau diesen Traum! Ich glaube ich war gegen 0530 Uhr zu Hause. Es war sehr schön und es war die letzte Hochzeit für dieses Jahr. Ich bin also gespannt was das nächste Jahr bringt.

Den Sonntag jedenfalls verbrachte ich teilweise im Land der Kopfschmerzen. Und bekam Besuch von der Magenkrampf-Fee. Ach ja und die lustigen und teilweise erschreckenden Dinge die ich in meiner Nase gefunden habe, wollen wir auch nicht unerwähnt lassen. Ich werde nicht ins Detail gehen, aber eins kann ich mit Gewißheit sagen: Kinder, laßt die Finger vom Schnupftabak!

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Heute feiern wir richtig…

27/09/2008

Und ein weiteres Jahr ist ins Land gegangen. Drei Jahre weblog, kann ich genau an diesem Tag feiern. Und das mache ich auch. Ich habe extra in Desingerode den Saal von Freckmann gemietet und gebe da ordentlich einen aus.

Ach nee, halt. Da ist ja heute Abend die Hochzeit von Franziska und Noxley. Aber ich werde die ersten fünf Bier auf das Wohl meines weblogs trinken. Warum fünf? Na, weil das so eine schöne gerade Zahl ist. Dann trinke ich noch ein sechstes und habe noch ein Bier dazu.

Genügend Dünnpfiff geschrieben. Drei Jahre ist noch nicht wirklich eine Zahl. Man kann schon sprechen und eiert noch ein wenig unbeholfen durch die Gegend. Aber man wird von Mama und Papa ordentlich verhätschelt und wird meistens auf diversen Tretgeräten durch die Gegend geschoben. Man darf sich alles in den Mund schmecken und wenn man dann aus eigener Ungeschicklichkeit mal hingefallen ist und hat sich ordentlich den Pöter angestoßen, dann darf man nach Herzenslust weinen und schreien. Später kann man ja nur sich selber die Schuld geben, wenn man mal hingefallen ist und die letzten Doppelkorn die man mit Brausepulver getrunken hat verfluchen. Daher werde ich heute Abend alles versuchen um wieder die Standfestigkeit eines Dreijährigen zu erreichen.

Ich arbeite weiter daran Einträge nicht so lang werden zu lassen und vor allem richte ich meinem weblog ein neues Zimmer ein. Da fallen dann die Gitter am Bett weg und vielleicht schafft er es schon alleine auf die Toilette zu gehen. Denn in letzter Zeit bin ich immer unzufriedener mit myblog.de. Ich arbeite also mit Nachdruck daran. In diesem Sinne werde ich heute Abend primär die Hochzeit von Franzi und Noxe feiern und ein ganz kleines mikroskopisches sekundäres Bischen drei Jahre weblog.

Prost!


O-Marsch

23/09/2008

Am vergangenen Wochenende stand die Wanderrally der Jugendfeuerwehr an. Eine der Veranstaltungen, die nicht so zu meinen Favoriten gehören, da manche Jugendwarte recht gemeine Strecken und Spiele sich ausdenken. Aber nicht in diesem Jahr, denn da war Westerode die ausrichtende Wehr. Hieß also, daß ich mir Spiele ausdenken mußte. Aber der Schnitzel half mir ja dabei und ich muß sagen, daß wir ein paar nette Spielchen zusammen bekommen haben.
Was aber nicht aus blieb, war das frühe Aufstehen am Samstag Morgen, da wir ja vor der ersten Gruppe schon da sein mußten. So hatte ich mir das natürlich nicht vorgestellt, biß aber in den sauren Apfel. Glücklicherweise ging der Vorabend nicht allzu lange. Auch sehr ungewöhnlich für mich. So saß ich dann also den ganzen Tag neben dem Grill und durfte Gruppen auf die Strecke schicken und ihnen die nötigen Aufgaben erklären. Außerdem machte ich ja das letzte Spiel. Das für den Jugendfeuerwehrwart. Ich hatte ja etwas ganz fieses vor, mit einer Falltür und einem Wasserfaß oder zumindestens mit brennenden Fackeln und heißem Wachs. Aber die Genfer Konvention verbot mir dann die Spiele und ich bin auf etwas anderes ausgewichen. Einen Tischtennisball hoch halten und dabei Fragen beantworten. Hört sich einfach an, aber ist manchmal richtig anstrengend. Gerade den Regin wollte ich in eine fiese Falle locken, aber er hat fast alles gut umschifft. Nur die Kuh trank bei ihm Milch. Wenigstens in das Fettnäpchen ist er rein getreten. Der Rest der Spiele ist eigentlich auch recht gut angekommen. Und allzu schwer war die Strecke dann auch nicht. Außer wieder für den feinen Herrn Regin, der mir von unterwegs Mecker-SMS schicken mußte, da er schon kaputt war. Was für eine Lusche.

Mein Hauptnahrungsmittel an dem Tag war wohl der Kaffee. Bis zu einer gewissen Uhrzeit, an dem ich einfach ein Bier in die Hand gedrückt bekommen habe. So jedenfalls wird es von mir gesehen. Andere Quellen, sehr unsichere Quellen, behaupten steif und fest, ich wäre von meinem Posten aufgestanden und hätte Kai und Holger voll gemeckert, weil die den ganzen Morgen Bier saufen würden. Das wäre ja ein schlechtes Vorbild für die Kinder und überhaupt fände ich es gemein, das hier ohne mich sich zugeschüttet würde. Also wurde mir dann von Wolfgang ein Glas Bier in die Hand gedrückt welches ich auf ex recht zügig in mich hinein geschüttet haben soll. Ob man das glauben kann, stelle ich mal ganz weit in eine Ecke, in der es verdammt dunkel ist. So dunkel das man das Gerücht gar nicht mehr sehen kann. Ich jedenfalls habe die ganze Aktion so empfunden, das ich wohl protestiert hätte gegen den allzu frühen Alkoholkonsum einiger hoher Kommando Mitglieder und habe auch die Vorbildfunktion ins Gewissen gerufen. Darauf hin wurde ich genötigt ein Bier auf schnellste Art und Weise in meinen Hals zu entleeren. Derart geschockt von dem rüden Umgangston an der Theke, bin ich wieder zück an meinen Posten und wurde nun regelmäßig mit Bier beliefert. Das ich das nun nicht einfach stehen lassen konnte, dürfte ja auch klar sein. Aber ich rief mir immer wieder meine Vorbildfunktion ins Gewissen. Die kam sich da allerdings sehr verloren vor.

Am Ende lag dann Nesselröden vor Hilkerode und Obernfeld vorn. Hilkerode hat mich ja ein wenig geärgert, da sie ansonsten ein eher armes Bild abgeben haben. Bei einem Spiel hatten sie klar die Nase vorn und das hat ihnen eine hohe Platzierung eingebracht. Nicht das ich was gegen die Hilkeröder hätte, aber auf die dummen Sprüche von Regin hätte ich durchaus verzichten können. Nun mußte alles sehr schnell gehen. Nach der Siegerehrung wurde flugs abgebaut und es ging zur Abschlußgrillfeier der Feuerwehr über. Die Gruppen verschwanden sehr schnell und alles lief am Schnürchen. Binnen einer Stunde konnte zum gemütlichen Teil übergegangen werden. Was dann auch in vollen Zügen geschah. So schnell habe ich noch nie Bier über den Tresen wandern sehen. Es war fantastisch und nun konnte ich mich auch offiziell ab ballern, um es mit den Worten eines weisen Mannes zu sagen. Ich verbrachte die meiste Zeit draußen um dort kurze Wege zum Bierwagen zu sichern. Der Rest der Luschen verzog sich recht fix nach drinnen, da es dort nicht so kalt war. Dafür konnte ich dann mit Friede genügen Scheiße auf englisch labern. Eine Art Hobby von uns. Außerdem führte ich ein paar hitzige Diskussionen mit Wolfgang.

Als dann draußen Auflösungserscheinungen an standen, verlegte ich nach drinnen und beteiligte mich dort am gepflegten Scheiße labern. Unglaublich wie viel man an so einem Abend schafft. Kolben war einer der Hauptlieferanten. Aber es sollte ja noch nicht genug sein. Der jüngere Teil der Anwesenden wollte nun unbedingt nach Rhumspringe, da dort Fete war. Ich hingegen hatte ja noch eine Einladung zu Susannes und Görtlers Einweihungsparty. Dorthin wurde dann dank Tobi in Lichtgeschwindigkeit hin verlegt. Zunächst fiel uns Susanne an den Hals und zeigte uns die Wohnung. Da sage ich natürlich nicht nein, wenn mich eine hübsche Frau umarmen will. Und die Wohnung lasse ich mir auch gerne von ihr zeigen. Neben der Wohnung durften wir auch noch den Rest des Grundstückes begutachten. Und ich mußte feststellen, das Susanne eine wirklich gute Partie ist. Dummerweise hat sie keine Schwester, welches ich durch direktes Nachfragen heraus fand.

Im Partyraum war noch der harte Kern vorhanden und der war schon teilweise ganz schön angeschlagen. Böning schlief in der Ecke und Florian und Günner haute sich mit Susannes Vater einen rein. Der allerdings saß noch recht nüchtern wirkend auf dem Vorsitzplatz. Aber war aber sehr cool drauf, auch wenn ich nicht so viel mit ihm geredet habe. Ich setzte mich dann lieber neben Hüfti und redete mit Porno noch ein wenig Mist. Die Gespräche rutschten dann schnell im Niveau eine Etage tiefer und zwar so weit, das ich sie hier nicht mehr wieder geben darf. Jugendschutz lässt grüßen. Ich hatte jedenfalls mit Susanne eine Diskussion über Brüste und etwas weiter links von mir gingen die Gespräche noch etwas tiefer. Görtler gesellte sich nach einiger Zeit dann auch zu uns, denn er hatte bis vor kurzem noch auf dem Sofa genächtigt. Ebenso der Böning, der sich einfach daneben legte. Schön wenn man so vertraut miteinander umgehen kann. Als Getränk habe ich mich dann für den Havana Club entschieden. Ich trank zwar zunächst eine Mischung Wodka Red Bull, die mir aber mehr Tränen in die Augen trieb als eine frisch geschnittene Zwiebeln. Da war die Mischung Havana geradezu Balsam. Allerdings nur bis Susanne das halb leere Glas sah und es erstmal mit Havana auffüllte. Damit man auch richtig stramm werde, waren glaube ich Worte. Na klar, ist ja nicht so, das ich schon den ganzen Tag mich mit Bier betrinke.

Die ganze frische Luft und das frühe Aufstehen zollten ihren Tribut. Ich nickte am Tisch ein. Ich konnte gar nicht dagegen machen. Die Augenlider wurden schwer und gingen ganz alleine auf den Bildschirmschoner-Modus. Das dieses nicht unbemerkt bleiben würde, dürfte klar sein. Thomas B. bemerkte als erstes meinen Schwächeanfall und teilte es lautstark der Runde mit. Mir war es ziemlich egal, denn nun war ich ja wieder wach. Um dann zu sehen, wie ganze zwei Minuten später eben jener Schreihals auf dem Tisch zusammen sackte und in das Reich der Träume hinüber glitt. Hinweise meinerseits auf das schändliche Verhalten blieben aber ungehört und er schlief weiter. Die Allgemeinheit stellte nun fest, das es Zeit wäre nach Hause zu gehen. Habe ich schon die Gespräche in den unteren Gefilden des guten Geschmacks erwähnt? Und alles fing mit einer Flatulenz von Florian an, die er dreister Weise Böning in die Schuhe schob. Das brachte ihm die Gunst von Susanne ein und Böning stand als Übeltäter da. Ab hier darf ich einfach nicht mehr berichten.

Die Kutsche kam und brachte uns sicher wieder nach Westerode. Auch auf der Fahrt wurde ordentlich vom Leder gelassen, diesmal aber mit verbalen Ausrutschern jenseits der politisch korrekten Grenze. Dummerweise schlug ich immer kräftig in die Bresche rein. Aber lustig war es schon. Den Abschluss gab es dann bei Böning in der Garage. Warum? Weil der Vollmer noch ein Pils trinken wollte. Ich ließ mich trotz Beton behangenen Augenlidern zu einem Scheidebecher breit schlagen. Und was war? Ich trank Pils und Böning und Florian tranken Alster oder ähnliche Vergewaltigungen von Bier. Absolute Frechheit.


Die Rache des Bankautomaten

19/09/2008

Jeder kennt das Problem. Um Spaß zu haben braucht man Geld und das möglichst in der Geldbörse und nicht nur auf dem Konto. Nun könnte man einfach an den Schalter der Bank gehen und dort die gewünschte Summe verlangen und sogar der freundlichen Kassiererin Order geben, doch das Geld in kleinen, nicht nummerierten Scheinen dem gewünschte Scheinformat zur Verfügung zu stellen. Diese wird das dann auch definitiv machen, denn bei meinen bisherigen Erfahrungen waren die immer freundlich zu mir. Und das liegt mit Sicherheit nicht an meinem guten Aussehen meinem Konto oder dem nicht vorhandenen Guthaben dort. Da bin ich mir sehr sicher.

Aber um alles zu vereinfachen hat sich der Mensch ja die Automatisierung ausgedacht. Eigentlich ein Freund von dieser, habe ja schließlich selbst mal in dem Feld gearbeitet und weiß daher über den unberechenbaren Faktor Mensch und der mit Faktor 7 eingerechneten Dummheit selber Spezies genügend Bescheid, hasse ich die Bankautomaten. Oder sie hassen mich, da sind wir uns noch nicht so einig.

Es ist Freitag Nachmittag, man muß auf dem Weg nach Hause noch beim Bankautomaten vorbei, weil es ja Abends wieder auf die Piste gehen soll. Ein Schild am Automaten teilt einem mit, das es an diesem Automaten Auszahlungen der Größe 50 €, 20 €, 10 € und 5 € gibt. Super, denkt man sich, es müssen ja nicht nur die großen Scheine sein. Bei einem abendlichen Besuch der Kneipe wird man schnell als Geldsack verschrieben, wenn man die acht Bier und die sieben Doppelkorn nur mit einem 100er bezahlen kann. Also tippt man brav seine Geheimnummer ein und wählt den bequemen Weg der vorgeschlagenen 50 €. Der Automat rappelt und zappelt, gibt ein paar seltsame Geräusche von sich, als würden gerade mehrer Scheine geschreddert werden und spuckt endlich das Geld aus. Doch was ist das? Im Ausgabeschlitz warten nicht abgezählte, einzelne Scheine auf einen. Nein, da leuchtet nur ein großer 50 € Schein. Haaaaaargh, warum nur? Man nimmt den Schein, stopft ihn in sein Portemonnaie, murmelt ein paar leise Flüche und zeiht von dannen. Eigentlich will man schreien und den Automaten ein bis drei Dellen in sein Edelstahlgewand treten. Doch man wird von den überall installierten Kameras dann doch zurück gehalten. Bezahlt man nun Abends mit dem großen Schein, kann man die Millisekunden schon zählen, bis die Vorwürfe des Vollsteckers und Großgrundbesitzers wieder ertönen. Obwohl da ja nur der pure Neid spricht.

Andere Situation. Man wird auf eine größere Feier, wie eine Hochzeit eingeladen, und braucht für die Karte, da man zu dämlich und ungeschickt ist, noch eine Füllung. Der Weg führt ein wie gewohnt zum Geldautomaten. Aus Erfahrung stellt man sich an den gleichen Geldautomaten und umgeht legal die Sicherheitsvorkehrungen. Es rappelt und zappelt in der Kiste und heraus kommt in kleinen Scheinen der eingebene Betrag. Haaaargh, warum nur? Man möchte einen Schreikrampf bekommen und irgendetwas zerstören! Bevorzugt den Programmierer des Bankautomaten. Jedes verdammte Mal bekommt man die 50 € in einem großen Schein ausgehändigt. Und nun!? Kleine Scheine, gerade dann, wenn man einen großen Schein in die Karte legen will. Erneute Aggressionen gegen das kühle Stück Stahl kochen hoch. Langsam glaubt man den Automaten kichern zu hören. Am liebsten würde man ihn mit seinem Bruder, dem Kontoauszugsdrucker, bearbeiten. Aber das hätte nur zur Folge, das man nicht an der Hochzeit teilnehmen kann, dafür aber einen lustigen Auftritt beim Amtsgericht hat. Lustig nur für die Anderen, wie gewöhnlich.

Ich habe eine Vermutung. Und zwar, daß die Banken gedankenlesende Geldautomaten im Einsatz haben. Doch der Programmierer der Automaten ist kurz vor deren Einführung gefeuert worden und hat deshalb diesen Bug dieses Feature eingebaut. Um die Kunden in den Wahnsinn zu treiben. Und um die Kundschaft der Irrenhäuser zu multiplizieren. Ich bin ja nur froh, das es keine Münzauszahlung an diesen Automaten gibt. Denn hätte ich bei jedem Abheben ein klimperndes Geräusch gehört und danach 50 € in 1 und 2 € Münzen versucht in meinem Portemonnaie unterzubringen. Allerdings hätte ich dann auch nur drei Mal Geld abgehoben und wäre dann in ein Sanatorium eingewiesen worden.

Daher meine bitte an die Programmierer. Bitte fügt einen weiteren Knopf dem Menu hinzu. „Große Scheine“ oder „Kleine Scheine“. Um dann wieder im Zufallsprinzip die Scheine heraus zu geben.


Bier, Whisky, Cowgirls und keine Bullen

15/09/2008

So ungefähr hat sich mein Wochenende zugetragen. Und nicht nur meines, auch das von 6 weiteren Kameraden der Seniorentruppe der Feuerwehr, namentlich M7, Holger, Kai, Tobi, Keile-Günner, Schnitzel und ich. Denn wir fuhren nach Pullman City in den Harz um dort mal so richtig die Sau raus zu lassen um dort bei ein paar gepflegten Bierchen ein wenig Spaß zu haben. Natürlich jugendfreien Spaß! Nicht was jetzt hier wieder der Großteil der Leser denkt. Pullman City bei Hasselfelde ist eine Westernstadt, für alle Uninformierten.

Die Fahrt war recht kurzweilig, da M7 ordentlich das Gaspedal penetrierte. Bei manchen Kurven startete ganz kurz der Film meines Lebens, aber ich wurde früh genug von den quietschenden Reifen zurück geholt. An dieser Stelle sehr komisch, das ich als technisch interessierte Mensch mich ständig fragte, wo denn bei dem Ford Transporter der Schwerpunkt liegen würde, wann wir den Abflug aus einer der unzähligen Kurven machen würden und mit welcher Geschwindigkeit wir dann vor eine deutsche Eiche brettern würden. Aber wir sind heile angekommen und bezogen in einer Jugendherberge unser Quartier. Doch zuvor stand mir, als Co-Organisator der Kampf mit dem Hausdrachen an. Sie gab klare Vorgaben und übersah unsere Schlafsäcke die allesamt mit ziemlicher Sicherheit abgekocht waren und vor ca. 10 Sekunden aus der Orginalverpackung genommen wurden, damit die Jugenherbergsbetten nicht so verdreckt werden. Günni und ich mußten uns vor unsere Olivgrünen Schlafsäcke stellen, damit keiner merkte das die original verpackt von der Bundeswehr gekommen sind und unter Garantie noch nie draußen und im Dreck gelegen haben. Dann ging es zum Essen und im Anschluß auf Taxifahrt nach Pullman City. Da wir mal wieder recht pünktlich dran waren, haben wir direkt in Pullman City keine Unterkunft mehr bekommen und mußten im ca. 15 km weit entfernten Thale unterkommen. Aber Taxiunternehmen machen es ja möglich.

Die Vorfreude war groß als wir das Tor durchschritten. Jedenfalls bei mir. Mein Motto für den Abend war „Zuschütten und mechanischen Bullen reiten“. Ich weiß nicht was dieses technische Gerät für eine Anziehung auf mich auswirkt, aber ich wollte den verdammten Bullen reiten. Doch vorher mich ein wenig zuschütten mit Bier aus Pitchern. So sollte der Abend ein Erfolg werden. Friede, der Hauptorgnisator, der aber leider nicht mitkommen konnte, hatte uns sogar schon einen Tisch in der Music Hall reserviert wo am Abend eine Band auftreten sollte. Es würde als nahe an einen perfekten Abend heran kommen. Unser Tisch wurde schnell gefunden und sogleich wurden die ersten beiden Pitcher bestellt. Vorher machten wir noch eine große Umlage, damit der Abend vom finanziellen her gedeckt wäre und das erste Bier ran meine Kehle herunter. Doch die Pitcher waren nach der ersten Runde schon leer. Für mich hieß das ein hektischer Abend für die Bedienung. Doch findige Augen meiner Kameraden fanden schnell ein Schild auf dem geschrieben stand, das man auch sein Faß an en tisch bestellen konnte. So schnell wurde noch keine Entscheidung getroffen. Es wurde gerechnet, geschätzt und überredet. Wenige Minuten später bestellten wir ein 20 Liter Faß Bier, welches uns einen speziellen Tisch mit Zapfhahn einbrachte. Da ich noch nicht im geringsten stramm war, war es mir ein wenig peinlich, da wir Ruck Zuck als Sauftruppe verschrien war. Allerdings konnten sich das die Leute bestimmt auch schon denken, denn wir hatten ja alle die Feuerwehr T-Shirts an. Ich habe aber dennoch die starke Vermutung, das auf dem Tischplan hinter der Theke unser Tisch rot angestrichen und als potenziell gefährlich eingestuft wurde. Da hatten wir also den Salat und nun würde es kein Zurück mehr geben. Das Faß mußte vernichtete werden. Vorher würde es nicht nach Hause gehen. Und um ehrlich zu sein, vorher wäre ich auch nicht nach Hause gegangen, nur wenn sie mir das Faß mitgeben hätten.

So saß man also um einen Tisch mit Zapfanlage rum. Eigentlich hätte es nun nicht mehr besser kommen können, doch es kam besser. Denn eine Etage über uns tagte gerade ein Junggesellinnen-Abschied. Und alle Teilnehmerinnen waren so um die Mitte 20. Schon ausreichend, aber sie kamen noch an unseren Tisch damit die zukünftige Ex-Junggesellin eine Aufgabe erfüllen mußte. Und zwar fünf Schilder von Unterhosen zu sammeln. Und da waren wir natürlich gefundenes Fressen. Leider war ich dann der fünfte in der Reihe, da die anderen Beiden schon lange verheiratet waren und ich noch Junggeselle. Aber das halte ich für eine Ausrede, amn will mich ja immer gerne leiden sehen. Ich hoffe nur, das ich jetzt noch weiß wie ich diese spezielle Unterhose waschen soll. Ohne Anleitung wird das schwer werden. Einigen der Mädels gefiel es bei uns ganz gut und da Kai gerade einen Platz am Rande hatte wurde er schnell in ein Gespräch verwickelt. Oder umgekehrt. Und schafft es ja immer den Vogel abzuschießen. Kurz bevor er sich auf die Konversation einließ flüsterte er der Bedienung noch was ins Ohr. Wir vermuteten eine Bestellung für die junge Dame. Aber wir sollten uns alle irren. Folgendes muß ich in fetter Schrift schreiben, weil ich es versprochen habe und um Kai noch ein wenig mehr vorzuführen. Kai bekam nun seine Bestellung gebracht und die bestand aus einem halben Glas Wasser. So dachten wir jedenfalls. Aber in seiner Hand hatte er dann noch Kopfschmerztabletten von der Bedienung gedrückt bekommen. Es ist unfaßbar. Kann man denn als Mann noch tiefer sinken, als sich in einer Kneipe, an einem Tisch mit Zapfhahn sitzend Kopfschmerztabletten zu bestellen? Ich sage NEIN! Und so etwas ist unser Ortsbrandmeister. Zu Recht erntete er unseren Spott und hoffentlich auch den Spott der jungen Braut. Die Braut allerdings versprach uns aber eine Runde Schnaps. Wir warteten geduldig, doch die jungen Damen ließen sich Zeit. Zu viel Zeit, denn es stellte sich heraus, das zwei der größten Spitzlumpis zu unserer Gruppe gehörten, die die Welt je gesehen hat. Kai und Tobi lief bei jedem Auftauchen von Cowboyhüten (das Erkennungszeichen der Damen Truppe) auf der Treppe der Speichel literweise im Mund zusammen. Bis sie es nicht mehr aushielten und in die erste Etage gingen um den versprochenen Schnaps einzufordern. Die anscheinend beste Freundin der Braut stand gerade am Tisch und nahm unsere Wünsche entgegen, als ich von der Toilette kam und M7 hatte mir schon einen Obstler bestellt. Ich wollte aber lieber Korn haben, aber der wurde mir mit einer frechen Lüge verweigert. Er würde nicht auf der Karte stehen, wurde mir gesagt. Da nahm ich dann doch lieber den Obstler als Kümmerling. Diese brachte mir dann Pluspunkte bei der besten Freundin ein. Ich hingegen pfiff auf die Pluspunkte und versuchte meine Gesichtsmuskeln nicht zu sehr entgleisen zu lassen beim Konsum von gebrannten Obst. Es gelang mir nur sehr schlecht. Wie man an dieser Stelle unschwer erkennen kann, hatte mein Namensgedächtnis mal wieder einen Totalausfall. Ich kann mich leider nur noch an den Namen der Braut erinnern und das auch nur, weil er auf jedem Cowboyhut der Damen stand.

Das Bier ging dann langsam auch zur Neige und die Stimmen wurden laut, das wir doch noch so ein Teil trinken könnten. Aber zeitlich würde das nicht mehr in den Rahmen passen. Also entschlossen wir uns für ein paar weiter Pitcher. Doch auch die reichten nicht mehr aus. Da kam dann der Vorschlag, der schon seit geraumer Zeit wie ein Damoklesschwert über unseren Köpfen hing. Warum steigen wir nicht um auf harte Sachen? Warum nicht Jack Daniels mit Cola? Klar, warum nicht? Warum lassen wir uns nicht mit einer Steinschleuder vor eine Felswand schießen? Oder warum sollten wir nicht versuchen mit Raketenrollschuhen über den Grand Canyon zu springen und dabei einen 10 Liter Eimer mit Chicken Wings zu essen? Ganz einfach, weil wir die nötige Ausrüstung dazu gerade nicht zur Hand hatten. Aber wir konnten ohne Probleme Whiskey bestellen. Und da wir ja sieben Mann waren reicht ja eine Flasche nicht, da müssen gleich mal zwei Stück ran. Als die Bestellung gemacht wurde, fing der Film meines Lebens wieder langsam vor meinem geistigen Auge abzulaufen. Die Braut und ihre beste Freundin waren auch des öfteren mal unten und haben es nun geschafft uns nach oben zu locken. Besser gesagt, sie haben Kai und Tobi so spitz gemacht, das die hinter ihnen her schwebten. Also taten wir es ihnen gleich und setzten uns mit unseren Flaschen Whiskey in die große Frauenrunde. Und sogleich konnte man die großen Baggerschaufeln hervor kommen sehen. Es wurde gebaggert was das Zeug hielt. Schaufelbagger, Radlader, großen Schaufelradbagger waren alle lachhaft gegen das Arsenal was dort aufgefahren wurde. Doch mein persönliches Waterloo sollte ja noch kommen. Ich erhoffte mir ja von dem Abend noch ein oder mehrere wilde Ritte auf dem Bullen, doch der war nicht mehr vorhanden. Dafür gab es eine Tanzfläche. Warum nur hasste Gott mich.

Die Damen nutzten die Gelegenheit und ließen die Braut die letzten paar Spiele erledigen. Kai wurden die Fußnägel lackiert (Was anderes hätte nicht zu einem „Mann“ gepasst, der sich Kopfschmerztabletten in einer Kneipe bestellt), M7 wurde eine Teil des Schienbeins mit Wachsstreifen enthaart (Das müssen wahre Schmerzen gewesen sein, bei den ganzen Haaren. Ich könnte ja jetzt gemein sein und sagen, das er mir einem Affen gepokert hat und das Fell gewonnen hat. Aber das wäre ja gemein und so etwas würde ich nie sagen.) und Günni hat einen Kondom auf dem Kopf aufgeblasen. Die üblichen Spielchen halt. Ich bleib verschont. Dafür aber hat die beste Freundin der Braut in mir das ideale Opfer gefunden um mit ihr Obstler zu teilen. Ich habe aber auch immer ein Riesenglück. Das ich hübschen Frauen auch nie einen Wunsch abschlagen kann.

Recht flugs wurde dann die obere Galerie auch zu gemacht und wir wurden in das nächste Lokal verfrachtete, wo dann die Baggerfahrt durch den Harz munter weiter ging. Was dort an Erde bewegt wurde kann ich hier gar nicht wieder geben. Ich sprenge ja jetzt schon die mir selbst gesetzte Grenze, aber es sei mir verziehen. In der letzten Lokalität wurde dann auch noch die dritte Flasche Jack Daniels umgesetzt. Erschrecken konnte ich gar nicht mehr, denn der Jacky hatte mir den Willen geraubt. Aber ich fühlte mich noch recht gut und mit allen Sinnen bei der Sache. Dort endete dann auch unser Abend und wir wollten nach Hause verlegen. Allerdings sah das unser Taxifahrer von der Hintour ein wenig anders und ging erst gar nicht an das Telefon. Aber nicht mit mir, ich hatte Ausdauer, auch wenn mein Akku etwas anderes sagte. Über Umwege habe ich es dann aber geschafft die Kutschfahrt zu organisieren. Doch nun stand das größte Problem an. Alle meine Schäfchen zusammen zum Taxi zu bringen. Bei den Verheirateten war das eher ein kleines Problem, die bleiben zusammen. Aber die zwei Spitzlumpis vom Dienst waren eine Herausforderung. Hatte ich Kai bei den Anderen, fehlte Tobi. Als ich den dann an den Haaren aus der Hütte heraus schleifte, hatte sich Kai schon wieder unerlaubt von der Truppe entfernt. Ich sage mal so eine Horde Schimpansen die gerade einen Bananenbaum gesehen haben, ist um vieles einfacher. Was mich nur wundert, war das ich noch so klar im Kopf war und fast schon vernünftig handelte. Das macht mir richtig Gedanken.

Der nächste Tag begann nach 3 Stunden Schlaf. Außerdem ist es kein Geschenk den Ortsbrandmeister am frühen Morgen nur mit einer Unterbuchse bekleidet zu sehen. Das dachte sich auch eine weitere junge Dame, die gerade in der Jugendherberge nächtigte und auch gerade über den Flur schlenderte als Kai sein „Jack Daniels Tanz“ aufführte. Nicht sehenswert. Also der Tanz, die junge Dame war dagegen sehr sehenswert. Wenn da nur nicht das störende Handtuch gewesen wäre. Außerdem ist es ein wahres Rätsel was alles so aus einem menschlichen Körper kommen kann. Gase die jedes Stinktier in den Suizid treiben würden, wurden ohne zu fragen aus dem Darm entlassen. Sowohl Tobi, als auch M7 brauchen jetzt wohl neue Sitze in ihren Autos. Und jede Menge Lungenbläschen sind durch extreme Übergasung zerstört worden.

Abschließend lässt sich sagen, das dieser Abend einfach spitzenmäßig war. Auch wenn ich keinen Bullen reiten konnte und mir Obstler eingeflößt wurde. Gegen meinen Willen! Aber ich kann ja hübschen Frauen keinen Wunsch abschlagen. Auf jeden Fall wird diese Fahrt eine Fortsetzung finden. Im nächsten Jahr und dann hoffentlich mit Friede und jeder Menge englischen Spaßes.


We’re here to kick your ass!

12/09/2008

An dieser Stelle mal ein kleiner Musik-Tip. Am heutigen Tage kommt das neue Album von Metallica namens Death Magnetic raus. Natürlich befindet es sich schon in meinem Besitz. Als Fan ordert man sich das ja schon Wochen im voraus, damit man es pünktlich zum Erscheinungstermin in seinen Händen hält.Und ich kann sagen, das es ganz schön abgeht. Quasi wie eine Schlägerei in die Fresse rein, um mal den Heiko zu zitieren. Es mag nicht das beste Album sein, welches sie jemals auf den Markt gebracht haben, aber es ist schon mal eine Improvisation zu St Anger. Am Besten überzeugt man sich selbst davon. Da ich euch aber das Album nicht digital zu kommen lassen kann, weil das ja schweineillegal ist, habe ich mich mal ein wenig bei Youtube.com um geguckt. Und wie es nicht anders zu erwarten war, befinden sich schon alle Songs des neuen Album als Videos online. Die Leute die sie online gestellt haben, werden zwar bis zum Arsch verklagt, aber das kann uns ja relativ egal sein. Ich habe mir mal die Mühe gemacht und eine Playlist des neuen Album zusammen gestellt. Um zu dieser zu gelangen bitte hier klicken.

Da die Anwälte von Metallica und von Warner recht fix sind, kann es natürlich sein, daß das eine oder andere Video nicht mehr funktioniert. Dann bitte einfach die Suche benutzen.

Und nun viel Spaß beim hören. Immer dran denken, die Anlage ordentlich auf zu reißen, damit Nachbarn, Familie und Freunde auch was von dieser schönen Musik haben. Mein persönlicher Favorit ist „All nightmare long“.


Happy anniversary

08/09/2008

Am vergangenen Wochenende fand dann die große Party statt. Da man als 30jähriger auch ein paar andere 30jährige kennt, kann man solche Feiern auch prima zusammen legen. So spart man eine Menge Arbeit und auch Geld, da man ja doch einen gemeinsamen Freundeskreis hat. Ich tat mich also mit Florian zusammen und wir hatten beide keine Ahnung was für ein Haufen Arbeit uns erwartete. Angefangen hat alles ja am Donnerstag schon, wo wir dann die Theke der Uhlendisco aufbauten. Wir haben uns gedacht, da es ja eine Party werden sollte, sollte man auch einen großen Thekenbereich haben. Und das war eine Party. Ich jedenfalls fand es schweinegeil.
Beginn war gegen 1900 Uhr und dann warteten wir. Eigentlich ist es Schwachsinn eine Party um 1900 Uhr bgeinnen zu lassen. Aber je früher wir anfangen würden, desto mehr könnten wir feiern. So dachten wir jedenfalls. Aber lange Zeit kam niemand. Und erst eine gute Stunde später füllte sich der Laden dann langsam. Eigentlich wollten Florian und ich noch eine kurze Ansprache halten, aber kurz vor knapp hat dann Flori doch noch Muffensausen bekommen und wir haben das ganze dann ins Wasser fallen lassen. Gut, böse war ich deswegen jetzt nicht. So sehr mag ich jetzt nun auch nicht vor großen Menschenmassen zu sprechen, auch wenn es mit nicht ganz so viel ausmacht. Mein interner Zeitplan sah übrigens vor, das ich nicht allzu früh mit Schnaps trinken anfangen wollte, um möglichst lange durch zu halten.

Lange ging das aber nicht gut, denn ich habe mich zeitweise zu den Ausbilderkollegen von der Feuerwehr gestellt. Akki, Gepetto, Noxe und Heiko. Die haben dann aber schon fein mit Jägermeister angefangen, welchen ich dann munter mit trinken muße. Wehren half ja nichts. Unter großen Schmerzen versuchte ich dann zu trinken. Ich muß wohl doch gequält ausgesehen habe. Das hat aber nicht sonderlich gestört, denn mir wurde immer wieder was eingeschenkt. Zum Glück kannte ich ein paar Leute auf der Party, so daß ich dann unter einem Vorwand von der Jägermeisterecke verscwhiden konnte. Aber der Jägermeister half dann doch einigen auf die Rangliste des Strammsackes des Abends zu kommen. Akki lief nämlich einige Zeit später wie angestochen durch die Mehrzweckhalle und war gut stramm. Wie ich aus zuverlässiger Quelle erfahren durfte hat er dann noch etwas später willkürlich Autos auf der Hautpstraße angehalten, weil er nach Hause wollte. Er war sogar der Meinung er hätte sich ein Taxi gerufen, aber nachdem dann der zuverlässige Zeuge sein Telefon kontrolliert hat hat Akki wohl das Ding gar nicht benutzt an dem Tag. Auf jeden Fall gab das einige Pluspunkte auf der Hitliste.

Es war im Allgemeinen jede Menge los. Ich wundere mich ja immer wieder bei solchen Sachen wie viele Leute ich eigentlich kenne. Und dabei sind nicht mal alle gekommen die ich eingeladen habe. Es haben sich auch nicht alle gemeldet. Besonders gefreut hat mich der Besuch von Henne, einem ehemaligen Kommilitonen aus Wilhelmshaven und Göttingen. Alte Zeiten aufleben lassen aus dem lustigen Studentenleben ist doch immer noch sehr spaßig.

Und Geschenke gab es auch jede Menge an dem Abend. Was eigentlich gar nicht nötig gewesen wäre. Aber die Leute hören ja nicht. Meine Lieblings-Ramona hat sich besonders viel Mühe gegeben und mir ein T-Shirt von den Red Wings gemacht. Selbst bemalt. Und kaum von den gedruckten Pendanten zu unterscheiden. Ich war sehr beeindruckt und habe mich echt drüber gefreut. Von Näppchen und Köppel und Janina und Ingo habe ich sogar eine ganze Brauerei geschenkt bekommen. Und zwar die Kulmbacher Brauerei. Dies wurde sogar hochoffziell von Lars, Sparkassenbesitzermitarbeiter beurkundet. Vielleicht war es auch eine Aktie, aber auf dem Zettel auf dem ich unterschreiben mußte, stand Kulmbacher Brauerei, 1 Stck. Da ich ja nächste Woche noch frei haben, werde ich erstmal mach Kulmbach fahren und meiner neuen Brauerei einen kleinen Besuch ab statten. Also ab jetzt wird hier nur noch Kulmbacher getrunken, damit ich mir bald noch ein zweites Auto kaufen kann, was nicht so viel Sprit verbraucht. Ich dachte ja an einen Hummer H1 in der Militärversion.

Da ja das Rauchen in der Mehrzweckhalle verboten ist, gab es immer eine große Fluktuation zwischen dem Innen- und dem Außenbereich. Ansonsten wäre auch die Mehrzweckhalle aus allen Nähten geplatzt. Aber das war gut so, denn so bekam man zwischen drin auch mal frische Luft, wenn man die Raucher draußen mal besucht hat. Der ständige Wechsel zwischen drinnen und draußen hat unter anderem auch die Blutzirkulation beschleunigt und den Hammer den man bekommt wenn man von warmen Räumen in kalte Räume geht. Ich habe mich relativ spät dazu entschlossen Mischungen zu trinken. Ich kenne mich ja selbst am Besten und weiß, wie es von Zeit zu Zeit in meinem Körper eskalieren kann, wenn ich zu früh zu harte Mischungen trinke. Vor allem wenn ich vom Bier-Modus nicht in den langsameres Mischungs-Modus wechseln kann. Dieser Schalter setzt immer als erstes aus. Aber gegen Mitternacht traute ich ich dann. Und die Eskalation nahm ihren Lauf. Allerdings nicht so sehr, wie ich gedacht hatte. Am nächsten Tag offenbarte mir Anja, Florians Freundin, das sie Seiten an mir kennen gelernt hat, von denen sie nie gedacht hätte, das sie in mir schlummern würden. Das sind dann Momente in denen ich am liebsten winzig klein werden würde und schreiend weglaufen möchte. Aber sie entschärfte die Situationen gleich wieder als ich mich innerlich auf Ausreden einstellte. Sie war ganz verwundert das ich tanzen konnte und das auch so extensiv betrieben hatte. Automatisch wurde in meinem Kopf eine neue Directory erstellt und mit Tanzen betitelt. Auf Nachfragen hat mir dann Anja erklärt, das ich wohl allerlei hübsche Mädels über das Parkett geschubst habe und das auch gar nicht mal so schlecht. In der Bar würde ich ja sonst meistens an der Theke stehen und mit den anderen Scheiße labern. Meine nächste Aufgaben dürften dann wohl klar sein. Ich muß mit direkten Fragen auf geschickte Weise herausfinden mit wem ich alles getanzt habe. Aber so langsam kommen die Erinnerungen wieder. Hüfti und Dorina waren auf jeden Fall dabei.

Je später der Abend oder je früher der Morgen, desto weniger werden die Gäste. Eigentlich schade, aber man kann ja keinen zwingen, zwei Tage lang durch Party zu machen. Doch es gibt ja immer welche, die bis zum Schluß durch halten. In den meisten Fällen gehöre ich dazu. Warum weiß ich auch nicht, aber es liegt wohl irgendwo in meinem mechanischen Gehirn eine Routine vergraben, die mir befielt immer weiter zu machen. Es ist wie ein Fluch. Nun ja, am frühen Samstag morgen waren dann aber noch ein paar mehr Leute da. Unter anderem der Doktor, der anscheinend verbotenen Früchte genascht hat. Denn plötzlich erwischt mich eine Fontäne Mischung aus seiner Richtung. Als ich mich umdrehe sehe ich nur noch ihn da stehen, mit einem leeren Becher und einem breiten Grinsen auf dem Gesicht. Aber das Sprichwort sagt ja, das man nie Jemanden mit einem vollen Glas naß machen sollte. Also begann, der erste Mischungskrieg. Und endete mit dem Einsatz der Erdnußbombe. Der Doktor und ich sahen aus wie frisch gebadet, nur das alles klebte. Aber ich war in einem Zustand wo mir das nichts mehr aus machte. Kurze Zeit später konnten wir die Party als beendet erklären. Die letzten Gäste waren gegangen und ich war endlos fertig und wollte nur noch nach Hause. Auf dem Weg dorthin bin ich dann noch beim Bäcker rein und kann mich verschwommen an eine Unterhaltung erinnern. Aber Themen sind mir glatt durch die Lappen gegangen. Ich habe aber wohl noch Brötchen besorgt und sie Florian und Anja noch zum frühstücken rein gebracht. Die wollten nämlich noch ein wenig aufräumen. Ich schnappte mir meine Käsebrötchen und machte mich auf den Heimweg.

Der Tag des Aufräumens war sehr grauenvoll. Mein Körper befahl mir halbstündlich sich sofort hin zulegen, aber es mußte ja alles sauber gemacht werden. Dabei übernahm Anja die Wischaktion, wofür ich ihr sehr dankbar bin, denn wischen in der Mehrzweckhalle ist wahrlich kein Geschenk. Aber auch das Aufräumen ging vorbei. Nun habe ich nur noch Angst vor der Getränkerechnung und dann bin ich erstmal durch mit dem Feiern. Ich jedenfalls werde für ca. 10 Jahre keine große Party mehr machen. Aber ich fand die Party grandios. Für mich war sie vollkommen gelungen und ich hoffe die Gäste werden mir da zu stimmen. Aber leider war sie viel zu kurz. Ich habe so das Gefühl, als hätte ich zwei Tage durch feiern müssen um ich mit jedem Gast zu unterhalten und etwas zu trinken. Ich entschuldige mich hiermit bei allen die zu kurz gekommen sind. Ein kleiner Teil von mir ist froh diese Party hinter sich gebracht zu haben, aber ein anderer Teil, ist dann doch ein wenig wehmütig. Aber es war einfach nur geil. Dank an alle Gäste. Denn alle haben zu diesem großartigen Abend beigetragen.


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