Six weddings an no funeral – Part IV

Und wieder eine Hochzeit auf der Haben-Seite. Am vergangenen Wochenende stand die Hochzeit von Julia und Patrick an. Gefeiert wurde diesmal auf dem Gut Herbigshagen, welches ich in letzter Zeit auch ein wenig öfter gesehen habe. Ein großer Vorteil der ganzen Hochzeiten ist auch, das man viel umher kommt und an unterschiedlichen Orten feiert. So kann man sich dann für eine etwaige spätere Hochzeit die beste Lokalität aussuchen. Wobei für mich schon feststeht, das meine Hochzeitsfeier mal bei Satsche Kellner statt finden wird. Wenn meine zukünftige Frau da nichts gegen hat.

Nach der Trauung ging es dann wie der Blitz zum Gut Herbigshagen. Mit gefahren bin ich bei Sven, der extra seinen Streifenwagen heraus geputzt hat. Kaum angekommen ging es auch schon mit der Puffbrause dem Sekt. Ich weiß gar nicht warum Sekt so einen festlichen Beigeschmack hat. So lecker finde ich das Zeug nun auch nicht, das man es bei allen feierlichen Gelegenheiten in sich rein schütten muß. Lieber ein schönes Glas Bier, da wird man auch schön stramm von. Aber das gab es ja recht fix im Anschluß. Da die Kirche bereits um 1600 Uhr vorbei war, galt es die Zeit bis zum Abendessen zu überbrücken. Und zwar mit Häppchen. Gereicht wurden allerlei kleines Fingerfood. Dummerweise habe ich mit einem Lachscarpaccio mit Safransoße Olè Lachshäppchen angefangen. Der ließ sich recht schlecht beißen und so hatte ich binnen weniger Sekunden mir die Soße in einigen Gesichtpartien verteilt. Ich sorge ja immer gerne für Erheiterungen. Nebenbei wurde dann noch auf den Fotografen gewartet. Besser gesagt war der schon da, aber ein Auto stand noch im Weg. Also wurde gewartet und jede Menge dummer Sprüche gerissen. Kann auch spaßig sein.

Die Karte versprach gar leckere Sachen. Das Essen hörte sich schon mal gut an, aber mehr interessierte mich noch die Getränkeseite der Karte. Doch was mußten meine Augen dort sehen. Es gab Whisky, Bacardi Razz und diverse andere Sachen. Doch keinen Bacardi oder sonstige mir zugetane alkoholische Getränke, Bier mal außen vor gelassen. Sollte ich ruhig mal beim Bier bleiben? Was sollten all diese Schnäpse auf der Karte? Ich hatte Angst und war verwirrt. Am Nachbartisch wurde schon Hefe gereicht. Sollte ich umsteigen? Würde sich die Hefe gut mit den anderen Speisen vertragen. Zum Glück gab es Bier. Vielleicht würde ich ja später mal einen Bacardi Razz trinken. Doch meine Sorge war komplett unbegründet, denn als ich zu sehr fortgeschrittener Stunde mal an der Theke vorbei strukelte schlenderte sah ich die Flasche Bacardi und stieg dann um. Ein großer Fehler, aber aus Fehler wird man klug. Die anderen jedenfalls. Nach dem Essen mußten dann noch ein paar Obstler rein. Ich wollte zwar keinen Einzigen, aber wehren hilft ja bei Feiern nichts.

Was auch nett war an der Örtlichkeit auf dem Gut waren die ganzen Tiere die dort umher gelaufen sind. Besonders nett sahen die Fasane aus. Auch wenn ich den Viechern nur so weit traue wie ich sie werfen kann, würden sie sich doch als Schmuck ganz gut machen. Gerade als Alternative zum Kavalierstuch. Allerdings kriegt man sie auch nicht zu fassen. Sie waren sehr klein, aber auch doppelt so schnell. Porno und ich gaben die Versuche nach wenigen gejagten Metern schon auf. Man schwitzt dabei immer so unangenehm. Und ein Kälbchen ist so schwer mit nach Hause zu nehmen. Andere grenzwertige Dinge sind nahzu zeitgleich auf der Toilette geschehen. Das Philip schon immer ein wenig seltsam war wissen wir ja bereits aus diversen Anekdoten. Doch er schafft es immer mühelos neue Türen aufzustoßen. So kommunizierte er fernmündlich beim Stuhlgang auf der Toilette mit einem seiner Freunde. Dummerweise hörten aber alle Anwesenden auf der Toilette mit und Vollmer, der gerade auf der Nachbarkabine sein Geschäft verrichtete gab auch noch Kommentare zum Telefongespräch. Manchmal frage ich mich warum ich solche Leute kenne. Aber bei der nächsten Gelegenheit gepflegte Scheiße zu labern kann ich mich dann wieder daran erinnern.

Es wurde auch getanzt und zwar kräftig. Wie schon ausführlich bekannt sein dürfte, bin ich ja nicht so der Fred Astaire und bewege ich mich lieber in der Saftey Zone der Theke. Doch auch diesmal mußte ich ran. Diesmal mit Susanne, die nicht nur umwerfend aussah, sondern auch noch eine flotte Sohle auf das Parkett legte. Danach habe ich noch ein wenig Daniela über die Tanzfläche geschubst und hatte dann mein Soll erfüllt. Ich kann nun nicht behaupten, das es keinen Spaß gemacht hat. Aber Tanzen ist nun mal nicht mein Ding. Manchmal bekomme ich beim bloßen Gedanken daran eine Gänsehaut, was aber mit der Verknüpfung an diese River Dance Scheiße liegt. Wenn ich diesen Michael Flatley sehe wie er in seinem Torero Jäckchen über die Bühne hüpft, dann fällt mir nur ein Ausdruck ein: Nancy Boy Und so möchte ich nicht enden.

Früher, ganz früher als Anstand und gutes Benehmen zum Standard gehörte da bleiben die Abgesandten von Vereinen bei solchen Festen bis kurz vor Mitternacht und gingen dann fein nach Hause. Sie betranken sich nicht so doll und wahrten das Ansehen des Vereins. Zum Glück sind diese Zeiten vorbei und ich glaube da habe ich auch meinen Teil zu beigetragen. Damals bei der Hochzeit von Torte und Silke. Andere Geschichte, aber doch sehr lustig. Heutzutage gehören die Vereinsmitglieder einfach dazu und das Ansehen des Vereins ist schon lange egal. Weiß man doch das es meistens die Leute sind die sich daneben benehmen und nicht der Verein selber. Ich jedenfalls finde es gut, das Gaudo, Stefan, Schmieri und Holger nebst Gattinnen so lange gebleiben sind und vor allem so schön voll gewesen sind. Kerstin war meiner Meinung nach die Spitzenreiterin. Ich fand es lustig. Auch Schmierpopels Krawattenkünste sollen hier mal nicht unbemerkt bleiben. Ich weiß zwar nicht was es für ein Knoten war, aber er sah gut aus, besonders der Teil, wo das lange Stück plötzlich auf dem Rücken auftauchte.

Wo wir dann gerade beim Thema übermäßiger Alkoholkonsum sind, gibt es auch wieder die inoffzielle Hitliste. Ich selber spiele da diesmal ganz oben mit. Stimmungsschwankungen, zerstörte, handzerpflückte Tischdeko inklusive Moosiweitwurf gegen die Wand, Gesichtsverrenkungen beim Schnapstrinken. Es war alles dabei. Ich bin da zwar nicht stolz drauf, aber so war es. Aber ich habe nicht den ersten Platz errungen. Ich bin mit auch nicht sicher wer es nun ist, aber Florian ist auch ein heißer Anwärter. Erstens hat er seinen Kragen irgendwann aufgestellt und zweitens den schlafenden Thomas B. von einem Holzpfhal geschubst, als wir auf das Taxi gewartet haben. Ach ja, das Kronkorken umher schmeißen vor Patricks und Julias Haus darf nicht vergessen werden. Das war dann aber schon gegen 0647 Uhr und damit endete die Hochzeit. Sehr spaßig und mit einigen Erinnerungslücken meinerseits. Ich frage mich nur wo die ganzen Fotos mit Ramona auf meinem Fotoapparat herkommen. Schien jedenfalls lustig gewesen zu sein. Auch Gerüchte über Schlafen auf dem Tisch und Kaffee trinken sollen über mich im Umlauf sein. Da ich davon nichts mehr weiß, kann das gar nicht statt gefunden haben.

Szenewechsel. Am Tag darauf war das Teichfest und dazu gehört dann auch das Angeln der Vereine. Bis kurz vor knapp mußte ich daran noch nicht teilnehmen. Aber dann kam der WCC und Gaudo und ich war wieder dabei. Dann noch unglaublich stressigen Dienst hinter der Bratwurstbude für den Sportverein im Vorfeld und ich war schon wieder gut drauf als es mit dem Fischen los ging. Ich bin ja nicht so der Anglerfan, aber ab vergangenen Wochenende könnt ihr Käptn Ahab zu mir sagen. Denn ich, ja ich, habe den größten Fisch seit Menschengedenken geangelt. Zu Beginn mußte ich mit dem Spott von David leben, der immerhin schon zwei Babyfische in den Himmel befördert hat. Doch dann kam mein Fisch, kurz vor Abpfiff. Grob geschätzt war er 5,80 m 6,90 m 2,50 m 0,5 m lang und wog locker 80 kg 120 kg 1,0 t 500 kg 980 g. Als ich ihn am Haken hatte, dachte ich zunächst das es ein Killerdinosaurier aus dem Mesozoikum wäre. Ein T-Rex oder ähnliches, aber dann entpuppte er sich doch als ordinärer Karpfen. Ich kämpfte wie ein Löwe, denn das Vieh war stärker als ein Buckelwal. Aber ich gewann. Besser gesagt Peter K. gewann den Kampf, denn mir wurde schnell die Angel aus den unfachmännischen Händen gerissen. Dafür aber habe ich dem Elferrat den Sieg eingefahren. Welchen ich auch gleich mit einem spontanen Tänzchen feierte. Schlimm was man alles unter Alkoholeinfluß vor übschäumender macht. Mit Abstand haben wir alle anderen im Schatten stehen gelassen. Haha, ab jetzt sitze ich dann im Himmel neben den großen Kapitänen der Weltmeere. Ahab, Columbus, Hook, Igloo, Threepwood. Ich hoffe die trinken auch Bier und nicht nur Grog!

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