The other party

Ich würde lügen wenn ich sagen würde, das letzte Wochenende wäre eins der ruhigeren Art gewesen. Aber ich möchte je gerne meinen Focus der zukünftigen Einträge verschieben. Weniger aufgebläht, dafür konzentrierter und kürzer. Und hoffentlich auch häufiger. Dennoch eine wirklich kurze Zusammenfassung des Samstag Abends, denn da durfte ich schon mal üben. Üben wie es sich denn auf einem 30igsten Geburtstag so feiern lässt. Nicht das ich auf noch keinem war, aber die liegen alle mindestens ein Jahr zurück und da verlernt man so einiges.Adrian hatte geladen und er hatte ordentlich vorgelegt. Zwei Bands und gefeiert wurde auf Gut Herbigshagen. Hörte sich sehr gut an. Der Ort war eine ehemalige Scheune und verlockte regelrecht zum Bier trinken. Leider war das nicht ganz so mein Geschmack. Ich tippe mal auf 9 Springe Ur-Quell oder Montezumas Rache aus dem Osten. Vergleichbar mit einem Schlag in die Lebergegend. Aber man will ja nicht meckern, sondern trinken. Und den Bands lauschen. Passenderweise habe ich dann gleich ein Band-Shirt angezogen und bin nicht in Hemd, wie ca. 90% der Gäste gekommen. Ich persönlich fand es gut, mit meinem „System of a down“-Shirt durch die Reihen zu geistern, und nicht mit chicen Hemd. Wenn schon mal zwei Rock Bands spielen, sollte man auch so gekleidet sein.

Begleitet wurde ich von Ingo und Dorothea. Ihre Schwester hat uns netterweise rüber gefahren und ich habe den Jackenfehler schon im Auto begangen. Da ich ungern ohne Jacke irgendwo hin gehe, zog ich schon vorher an. Der Weg war lang und schwitzig, dafür hatte ich nun meine Jacke am Hals. Aber nicht lange, dann flog sie irgendwo herum. Daher ziehe ich ungern meine Jacke aus, weil sie dann unkontrolliert durch die Gegend fliegt. Wer weiß was sie dann alles anstellt und ich werde dann dafür haftbar gemacht. Ich will nun aber nicht weiter über meine Jacke referieren, sondern lieber über meine Begleitung sprechen. Wenn ich mit Dorothea los ziehe, dann habe ich auf jeden Fall jede Menge Spaß. Vor allem wenn sie was trinkt. Sie bringt manche Sachen so trocken und witzig rüber, dass ich mir manchmal nicht sicher bin ob das nun Ernst war oder ein Versehen. Und gerade das macht es aus. Deswegen macht es so viel Spaß mit ihr weg zu gehen.

Folgende Situation. Die Bands sind noch nicht so weit und es läuft Zappel-Musik der untersten Sorte. Ich stehe mit mehreren Bieren mir einem Getränk herum und gucke mir teilweise zappelnde junge Frauen an und teilweise warte ich auf Ingo. Da kommt Dorothea und meinte, das sie tanzen wolle, aber noch nicht genügend getrunken hatte. Als erstes frage ich mich, warum 80% der Fragen mit denen Leute zu mir kommen mit Alkohol zu tun habe. Aber nur leise und mache Dorothea den Vorschlag sich mit Sekt zu betrinken. Das ist ersten ganz schön ekelig, aber zweitens wird man davon schön schnell hacke. Als Antwort bekomme ich das sie das ja schon probiert, aber der Sekt nicht richtig anschlägt. Und nüchtern will sie nicht tanzen, weil ihr das zu peinlich ist und es ist noch zu früh. Ich gucke verwirrt. Biete ihr aber an, den Umstehenden zu sagen, das Dorothea sonst nicht so ist, sie aber heute ihre Tabletten vergessen hat. Das fand sie zwar amüsant, änderte aber nichts an ihrem Schamgefühl. Als nächstes schlage ich vor auf Jägermeister umzusteigen. Leuchte Augen verraten mir, den Nagel auf den Kopf getroffen zu haben. Problem gelöst, auf zur nächsten Runde. Jägermeister gab es nicht, was aber nicht weiter schlimm war, denn nach diversen weiteren Sektchen ging es auch so.

Die Bands selber waren richtig gut. Fine Filter 50, war die eine Band und dort half dann ein alter, lange nicht mehr gesehener Schulkamerad aus. Der Götz war Ersatzkeyboarder und daher konnte die Band nicht so viele eigene Sachen spielen. Was meiner Meinung nach von Vorteil war. Nicht das die Musik von Fine Filter schlecht ist. Ganz im Gegenteil, aber ich finde bei einer Party kommen gecoverte Klassiker um einiges besser an und animieren das Publikum mehr zum Tanzen. Ich nehme mich da mal aus, denn ich kann auch Spaß ohne Tanzmaßnahmen haben. Meistens an der Theke, aber Spaß definiert sich durch den der ihn hat. Manche halt wenn sie abtanzen bis der Teufel erscheint und andere in dem sie in der Nähe der Theke herum lungern und sich nett unterhalten. Und Bier trinken. Gehört man dann aber zur Anti-Tanz-Fraktion, dann denken viele, das man automatisch gerne Schnäpse trinkt. So kam einer der Gastgeber des Weges und bot mir einen Schnaps an. Es war ein Sangrita mit Wodka aufgemotzt. Ich verstand aber Sangria und nahm den kleinen Zinnkrug an. Sangrita ist aber etwas dickflüssiger und schmeckt eigentlich wie Tomatenketchup. Es sollte scharf sein, aber kitzelte meine Geschmacksnerven unmerklich. Könnte an einem unangenehmen Peperonizwischenfall früher am Tage gelegen haben. Dazu aber in einem späteren Eintrag mehr. Das fand der Gastgeber nicht ganz und schüttete mir noch einen ein. Ein weiteres Zeichen dafür, das meine Geschmacksnerven total im Eimer sind.

Außerdem traf ich noch Katja, eine zukünftige Schwägerin eines Ex-Kollegen, der übrigens auch da war. Jaha, hier geht es ab, einfache Bekanntheitsgrade sind was für Anfänger. Wir unterhielten uns ein wenig und kamen irgendwann auf die komische Röhre die auf dem Stehtisch stand. Jetzt könnte ich sie ja so richtig in die Scheiße reiten und sagen, das Katja einfach das Geschenk, welches sich als Tischdeko getarnt hat aufgemacht hat. Aber das mache ich ja nicht, das wäre ihr gegenüber ja ganz schön unfair. Es wäre auch unfair zu erwähnen, das sich im Geschenk eine Flasche Baileys befunden hat, die sie sich dann ganz alleine rein gepfiffen hat und zwar in großen Gläsern. Das wäre nicht nur gemein, sondern entspräche auch nicht der Wahrheit. Beim Trinken haben ihr nämlich noch ein paar Leutchen geholfen. Ich glücklicherweise nicht, denn Schnäpse stehen mir absolut gar nicht zu Gesicht. Das alles würde ich aber nie erzählen, allein schon weil Katja eine ganz liebe ist, denn sie hat mich später mit Wodka-O versorgt. Da kann man mal wieder sehen, Männer können Geheimnisse für sich behalten. Ich tratsch doch nicht umher.

Gegen 0300 Uhr war die Party vorbei, doch wir waren noch nicht müde. Also verlegte die Party-Fraktion kurzer Hand nach Breitenberg um dort weiter zu feiern. Ein großer Fehler, denn kurz nach der Ankunft wurde klar, das dort die Party in den Endzügen lag. Ich hatte gerade mal Zeit für zwei Mischungen Bacardi-Cola, die es in sich hatten und ein Pils. Verglich ich die Mischungen mit dem Zustand der umher stehenden Leute, konnte man durchaus Parallelen erkennen. Irgendwie war ich auch den ganzen Abend unterwegs und traf die diversesten Leute. Und dann kam ich nach dem unausweichlichen Austritt nicht wieder herein. War aber nicht schlimm, denn die Rausschmeißer fegten gerade den Platz leer. Schon seltsam, denn früher gab es das nicht. Da war die Party vor dem hell werden auch nicht vorbei. Damals war halt alles besser.

Und nun gab es die Kämpfe um die Taxis. Dummerweise verlor die Gruppe in der ich war immer. Lag es an mir, ich hoffe mal nicht. Auf jeden Fall bin ich maßlos enttäuscht von den Taxiunternehmen aus Duderstadt. Schade, das man vollstramm kein Auto fahren kann und darf das es keine Autos mit Autopilot gibt. Dann könnten die alle einpacken. Während ich dann den Sonnenaufgang leicht genervt beobachtete versuchte Christian R., der auch auf der Party von Adrian war und ein alter Schulkollege ist, den Landeanflug bei Katja. Es war interessant, muß ich ja zugeben. Was da gebaggert wurde, da hätte man locker den Suezkanal mit auffüllen können. Und doch schien es sich gelohnt haben, der Landeanflug sah gut aus. Es gab zwar ein paar Turbolenzen, doch endlich rückte sie die Telefonnummer raus. Bis dann plötzlich die Alarmglocken angingen und Sirenen aus allen Richtungen dröhnten. Das Black Berry von Christian verlor an Energie und gab auf. Hätte da zufällig ein Katapult herum gestanden, Christian hätte es benutzt. Aber letztendlich hat es dann noch geklappt. Die Passagiere haben zwar nicht geklatscht, aber Christian hat die Nummer und die Maschine nach Hause gebracht. Es war schon interessant und ich glaube so etwas schon seit Jahren nicht mehr beigewohnt zu haben.
So, ist wieder länger geworden, aber ich arbeite daran.

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