Kreisverkehr – Die Schnarchnase, Teil 02

28/08/2008

Liebe Freunde der Natur. Ich möchte mich erneut mit unserem Kollegen Schnarchnase (nasus sterto) beschäftigen. Wenden wir uns diesmal seinen natürlichen Feinden zu.

Alles was eine fließende Bewegung voraussetzt ist unserem Freund zu wider. Als erstes Beispiel möchte ich hier den Kreisel heran ziehen. Während die Kollegen von der Insel den Kreiselverkehr nahezu perfekt beherrschen und das auch noch bei falscher Fahrtrichtung, ist es in Deutschland schier unmöglich ohne Probleme in einen Kreisel heran zu fahren. Der Grund dafür sind die Schnarchnasen. Sie fahren recht zügig an den Kreisl heran um dann einen Vollbremsung hin zu legen auf die Egon Hoegen stolz gewesen wäre. Anstatt sich dem fließenden Verkehr einzuordnen wird einfach stehen geblieben und dumpf den vorbei fahrenden Autos hinterher gestiert. Der Fahrer ist sichtlich verwirrt. Wie kann es sein, das eine gerade Straße plötzlich im Kreis geht? Das kann nicht sein. Kosmische Kräfte haben hier den Straßenverlauf willkürlich geändert. Nachdem nun die anfängliche Verwirrung entschwindet und der Neugier Platz macht wird der erste große Fehler gemacht. Klar, man will ja in eine andere Straße rein fahren und da setzt man erstmal den Blinker. Falsch! Ganz falsch! Im Kreiselverkehr wird nur beim Verlassen geblinkt. In solchen Situation wünscht man sich ein sadischter Fahrlehrer zu sein und die Schnarchnase in Grund und Boden zu brüllen. Es ist aber egal ob man dabie einen touschtsanfall bekommt oder Engelsgeduld beweist. Sämtliche Informationen gehen in total überforderten Brägen der Schnarchnase nicht mehr rein. Der ist ja schon damit beschäftigt die neue Situation zu entschlüsseln (Hääää, eben gerade Gerade aus und nun rechts abbiegen? Versteh ich nicht?).

Die Schlange hinter dem Ididoten wird langsam wild. Einige haben bereits Bisspuren im Kunstleder des Lenkrades anderes drücken beherzt auf die Hupe. Das stört unseren Geronten, die am weitesten verbreitete Unterart der Schnarchnase, aber sehr wenig, denn er weiß ja was er will. Mit dem Ascona zum Pippimarkt um dort den Satz Fernost-Billig-Werkzeug zu erstehen. Der Blinker wird also rechts gesetzt und so lange an gelassen, bis man die Schilder entziffert hat die einen zum Pippimarkt leiten. Das verwirrt aber den übrigen Verkehr, der ja mit den allgemeinen Regeln des Kreisverkehrs vertraut ist. Geblinkt wird nur wenn man den Kreisel verlassen will. Und wenn man im Kreisel unterwegs ist, dann wird auch nicht links geblinkt, nur weil man das Lenkrad nach links einschlägt! Nein, das machen wir nicht! Ist ja auch vollkommen überflüssig. Und hier, liebe Freunde, liegt die wahre Unfallquelle des Kreisels. Durch verwirrte Schnarchnasen, die absolut orientierungslos und mit falsch eingesetzten richtungsanzeigenden Lichtquellen im Kreisel eine Umlaufbahn einschlagen. Und wenn ihnen dann Jemand, völlig zu Recht, die Vorfahrt nimmt, dann wird sich auch noch aufgeregt.

Schön auch die Vertreter, die meinen ohne Blinker den Kreisel verlassen zu dürfen. Das wartende Fahrzeug ärgert sich und bedient sich ausreichend im Schimpfwortfundus und teilweise nicht jugendfreier Gestik. Auch hier wieder völlig zu Recht. Wenn man natürlich zu cool ist den Blinker zu betätigen, dann hilft nur noch die sofortige Vernichtung durch Kurzstreckenraketen. Oder das Räumschild am Chrysler anbringen.

Solche Leute sofort zur Nachschulung und bei nicht bestehen standrechtliche Erschiessung sofortiger Führerscheinentzug. Für immer! Wenn unsere Straßen Schnarchnasenfrei wären, dann wäre es viel sicherer im Straßenverkehr. Man könnte auf der Autobahn mit 180 km/h lang knüppeln und nur einen Meter Abstand zum Vordermann halten. Es gibt ja keine Schnarchnasen mehr, die unverhofft die Spur wechseln oder aus heiterem Himmel Bremsmanöver einleiten, weil die gefährdete Zirkonen-Libelle gerade auf der Windschutzscheibe aufgeschlagen ist. Mal davon abgesehen, das Schnarchnasen nie Tempobereiche jenseits der 100 km/h erreichen werden.
Daher bin ich für ein freies Judäa Schnarchnasenfreie Straßen!


Normalized

24/08/2008

Das letzte Wochenende war irgendwie seltsam. Nein halt, falsche Ausdrucksweise. Es fühlte sich irgendwie seltsam an. Das passt schon eher. Wie ein Kleidungsstück welches man lange Zeit getragen hat und das einem jetzt irgendwie seltsam vor kommt. Man fragt sich warum man es früher so gemocht hat und was sich verändert hat. Kurz bevor es am Freitag in Richtung Duderstadt ging ist mir dann eingefallen was es war. Es lag gar keine Hochzeit an diesem Wochenende an. Ich vermisste fast den Streß den man hat, das man noch rechtzeitig zur Kirche kommt und ob man denn noch vorher was essen sollte. Oder ob man denn die schier endlosen Stunden im Gotteshaus überstehen würde. Und plötzlich passte alles wieder an seinen Platz. Diese nagenden Gedanken verschwanden so schnell wie sie gekommen waren. Nächstes Wochenende ist dann ja wieder Hochzeit angesagt. War ja auch lange keine mehr.

Carmen, Heikos Freundin, fuhr uns zielsicher nach Duderstadt zum „Halben Mond“. Heiko hatte sich überlegt man müsse doch noch eine Nachbesprechung des Annafestes organisieren. Eine Idee die eigentlich auch auf meinem Mist hätte gewachsen sein können. Da sieht man mal wieder das wir doch in die gleiche Richtung denken. Könnte auch mit dem gemeinsamen Geburtsjahr zusammen hängen. Oder irgendwelche kosmischen Kräfte die unsere Gedankengänge auf das wesentliche getunnelt haben. Egal, wir hatten vor fürchterlich viel Bier zu trinken an dem Abend. Ganz im Sinne des Annafestes. Das ging dann auch schon gut los. Bier und die Speisekarte wurden gereicht. Wobei Heiko keine brauchte da er gleich bestellte. Da ich aber schon seit längerem nicht mehr im „Halben Mond“ war wollte ich dann doch kurz gucken ob es was Neues geben würde. Gab es aber nicht, also ging es mit dem Standard weiter. Jägerschnitzel mit Pommes, der Doktor schloß sich mir an. Eine solide Grundlage ist immer gut. Eigentlich fehlte in unserer Runde nur noch unser Betreuer Klaus, der aber noch in Verhandlungen mit seiner Regierung stand ob er denn noch weg durfte. Ich könnte ja jetzt einen Spruch machen, aber ich verkneife ihn mir.
So ging es dann munter los. Schnitzel essen, Bier trinken und jede Menge Unsinn erzählen. Halt eine Männerrunde. Während des Essens gab es dann die Überraschung des Abends. Der Klaus schien seine Verhandlungen mit der Regierung erfolgreich geführt zu haben und stieß zu uns. Eine richtige Nachbesprechung würde auch ohne den Betreuer gar nicht statt finden können. Nach dem Essen machte dann Heiko die obligatorische Schnapsrunde klar. Eigentlich wollte ich mich schon wieder dagegen wehren, aber das Schnitzel lag ein wenig schwer im Magen. Der Schierker Feuerstein würde es schon durch den Darm drücken. Der Bierfluß schien nie zu versiegen und ehe man sich versah wurden die ersten Rufe nach Mixgetränken laut. Doch bevor wir wieder auffallen würden in dem wir eine Flasche Hochprozentigen bestellen würden, entschlossen wir uns zu einem Szenenwechsel.

Es sollte zu Kalli Gerbode in den „Eichsfelder Hof“ gehen. Die Uhr hatte den Tageswechsel noch nciht angezeigt, von daher sollten uns keine Probleme erwarten. Aber wir standen vor verschlossenen Türen und wurden nicht eingelassen. Trotz eindeutiger Partygeräusche aus dem Inneren. Viel Alternativen gab es da dann in Duderstadt nicht, doch der Spieltrieb überwog und wir verlegten in das Backsteinhaus, da man da Billard spielen konnte. Ich verstand zwar den Sinn nicht ganz, aber mich beschäftigten zu dem Zeitpunkt andere Sachen. Erste Station im Backsteinhaus war dann die Toilette. Und dann ging es an die Billardtische. Wenn ich Besitzer eines solchen Billardtisches wäre, dann würde ich als erstes Regeln anschlagen. „Nicht mit den Queue Schwertkampf spielen“ oder „Bei mehr als 1,0 Promille Spielverbot. Gefahr der Filzbeschädigung!“ Ich muß ja sagen, das wir uns ganz gut benommen haben. Während wir schon alle leicht einen sitzen hatten und Heiko sich bereits doppelte Whiskymischungen zuführte klappte es alles ganz gut. Auch wenn nicht jeder Stoß gelang, ist bei uns nie die Kugel mit lautem Gepolter vom Tisch geflogen, wie bei den scheinbar nüchternen Nachbarn.

Nach so immenser sportlicher Betätigung hatte der Energieverbrauch ein großes Loch im Magen hinterlassen und wir waren auf der Suche nach Nahrung. Also ging es zu Sabri und wir verleibten uns noch einen Döner ein. Der Klaus hatte seine Ausgangssperre erreicht und verlegte nach Hause. Wir wünschten ihm noch alles Gute, besonders beim Elfmeterhalten, und zogen weiter. Tischmanieren verlassen anscheinend nach dem dritten Bier den Körper. Ich nehme mich da selber nicht raus. Vielleicht lag es auch am Fast Food, an der frischen Luft, an dem ganzen Bier. Jedenfalls wurde keine Körperöffnung mehr geschlossen gehalten. Zum Glück waren wir gerade auf dem Weg in die Werkstatt. Wobei, kann man bei dem Ziel wirklich noch von Glück sprechen?

In der Werkstatt war es einigermaßen voll. Und das ist noch geschmeichelt. Wir standen aber vor einer ganz anderen Frage. Nämlich was wir nun trinken würden. Schnell wurde sich für eine Flasche entschieden und die sollte eine Jim Beam sein. Ich verlor gegen Heiko im Schnick-Schnack-Schnuck und schon verwandelte sich die Hoffnung auf ein wohlschmeckendes Ende des Abends in eine Horrovorstellung. Jim Beam habe ich ja schon seit längerem abgeschworen und versuche ihm aus dem Weg zu gehen, wo es nur geht. Nun gab es kein Ausweichen mehr. Es war schrecklich. Mein Körper hatte vor Jahren gegen Whisky Antikörper entwickelt und die sind immer noch aktiv. Es war als würde sich die Kehle zu schnüren. Und wenn man dann ein Glas geschafft hat und sich auf eine Erholung freut bekommt man die nächste Mischung eingeschenkt. In solchen Momenten nimmt dann die Flasche kein Ende. Ich hatte sogar zeitweise das Gefühl, das sie sich auf magische Weise wieder auffüllte. Gepaart mit der Werkstatt kam ich mir vor wie in einer Geschichte von Lovecraft. Zwischenzeitlich ging dann der Heiko auch mal tanzen und dann verlegten wir nach Hause, nachdem Daniel zwei Mal auf dem Hocker eingeschlafen war. Ich war ein klein wenig dankbar, denn ich war recht kaputt.

Der Samstag Abend fing dann auch schon mal um 1500 Uhr an. Da war nämlich Festausschußsitzung statt und Friede und ich plemperten uns schon mal ein paar Hefe rein. Ob es eine weise Entscheidung war, war mir relativ egal. Ich freute mich irgendwie auf den Abend. Einen besonderen Grund gab es irgendwie nicht. Und die SMS von Gaudo, das Ramona auf dem Straßenfest bedienen würde hatte damit auch nichts zu tun. Auf jeden Fall stand schon fest, das ich dort auf jeden Fall vorbei gucken würde.

So war es dann auch. Als ich um die Ecke bog waren vor dem Zelt schon Gaudo und Nollo zu sehen. Als sie mich dann bemerkten gab es natürlich wieder die üblichen dummen Sprüche. Von wegen, das Ramona extra wegen mir aus Göttingen gekommen ist und so weiter und so fort. Ich hoffte nur das sie es nicht mit bekommen würde. Ich weiß auch gar nicht wie die sich das vorstellen. Lautes Rufen und Anspielungen machen hilft mir da nicht sehr weiter. Ich meine, ähnlich war es ja damals bei Conny auch und wir alle wissen wie toll das gelaufen ist. Ich jedenfalls bin ohne besondere Vorstellungen in das Zelt gegangen. Schön ein paar Bier rein schütten und dann gucken was der Abend noch alle so bringt. Schnitzel hatte ja schon angekündigt, das es Abends noch wo hin gehen sollte.

Mehrere Biere, einiges an Scheiße labern mit Günner und in paar Anspielungen von Nollo später setzte ich mich dann in Kontakt mit dem Schnitzel um die Abendplanung in meinen noch offenen Terminkalender unterzubringen. Mit ordentlicher Verspätung kam cih dann im Feuerwehrhaus an und trank noch mein mitgebrachtes Bier aus. Man schien schon auf mich zu warten. Und ab ging es nach Göttingen. Als erstes Ziel stand das Thanner’s an wo wir den Tobi aufgabelten. Ach ja und noch ein paar Hefe Weizen. Ich nahm mir ja fest vor kein Hefe zu trinken, aber da ich ein dringendes sanitäres Problem vorher hatte bestellte Schnitzel schon mal für mich mit. Da war ich also wieder in der Hefe Schleife gefangen. Das hat das Thanner’s so an sich. Drei bis vier Hefe später sollte es dann in das Alpenmax gehen. Ich wurde leider gnadenlos überstimmt, da ich lieber in den JT Keller wollte. Da wir nun einer mehr waren entschieden Schnitzel, Tobi und ich, das wir zu Fuß gehen wollten. Wir hatten eh noch Hunger. Leider hatten wir vor der Abstimmung nicht den Wetterbericht gelesen. Es goß wie aus Eimern, aber wir waren ja Männer und keine Memmen. Ein kleiner Zwischenstop beim Dönermann und schon waren wir mit einem wunderbaren Atem im Alpenmax angekommen. Und durften Schlange stehen. Zeit sich zu fragen ob es sich wirklich lohnt. Ich war ja der Meinung… Aber lassen wir das, denn ich würde ja eh überstimmt werden.

In der Schlange trafen wir dann meine Lieblings-Kathrin und Kerstin. Die sich allerdings doch nicht vorlassen wollten und sich hinten anstellten. Jeder wie er will. Drinnen gab es nichts wirklich neues. Ich finde den Laden ja nie so die richtige Wahl. Ein großer Teil der Leute ist ein wenig seltsam. Obwohl man sich über den Hübschheitskoeffzienten der anwesenden Weiblichkeit nicht beschweren kann. Man konnte schon an dem einen oder anderen Gesicht länger hängen bleiben als man eigentlich wollte.

Eigentlich hatte ich ja geplant den Eintrag in ein wenig eine andere Richtung abdriften zu lassen. So hatte ich mir das jedenfalls vor dem Zu Bett gehen vorgenommen. Aber meistens sind Ideen die man im Suff hat am nächsten Tag einfach doof. Höchstwahrscheinlich werde ich davon nochmal einen Extra Eintrag machen. Nein, ganz bestimmt werde ich davon noch mal einen Extra Eintrag machen.

Fast schon zum Schluß verlegten wir an eine Theke weiter vorne. Ich war aber schon ein wenig kaputt und mußte mich ein wenig setzen. Und ehe ich mich versah war ich mitten in einem Junggesellenabschied. Ist mir schon klar, was jetzt der eine oder andere sagen wird. Aber ich hatte da wirklich nichts mit zu tun. Ich saß einfach auf einem Hocker und plötzlich wurde mir ein T-Shirt angeboten und ich sollte noch mit machen. Das alles war natürlich sehr zur Freude von Tobi, Schnitzel und Andreas. Aber ich wechselte ein paar nette Worte und begab mich wieder an die Theke. Ich hätte auch gar nicht mehr durchhalten können. Die Teilnehmer hatten aber definitiv das Klassenziel für den Abend erreicht. Und dann sah ich eine sehr hübsche junge Dame recht alleine an einem Tisch sitzen. So gleich begann ich einen Plan in meinem Kopf zu formen. Allerdings floßen die Gedanken nicht so fix wie ich das wollte. Ich wollte eine Bewegung wie der 4er Bob im Eiskanal, aber ich hatte eher das Gefühl, als wenn der Anschieber den Einsprung verpasst hatte. Doch ich war mir fast schon sicher, das es was mit meiner Telefonnummer zu tun hatte. Leider lasse ich mich auch leicht ablenken. Duch Bacardi Cola, Bedienungen Gesprächen zur aktuellen Politk und vielem mehr. Der Plan wollte ishc einfach in meinem Kopf nicht formen. So sehr ich mich auch anstrengte, es schwirrten nur ein paar Eckdaten in meinem Kopf herum und mehr nicht. Bevor ich mir weiter Mühe gab, schüttete ich noch ein paar Mischungen in den Brägen und sah wie sie aufstand und fort ging. Ich dachte sie würde nochmal zurück kommen, so daß ich ihr bei unserer Abreise meine Nummer geben könnte, aber dem war nicht so. Zum Glück hatte ich Bacardi!

Zurück ging es dann per Taxi. Da 6 Leute zu viel sind für einen Suzuki und der Kofferrraum sehr klein war entschieden Tobi, Schnitzel und ich uns für die bezahlte Rücktour. Der Schlaf übermannte mich einfach. Doch mein Atemsystem weckte mich kurz vor Ankunft. Vielleicht war es auch die Lache von Schnitzel ich weiß es nicht mehr. Was ich aber noch weiß ist, das ich verdammt müde war. Und so legte ich mich in mein Bett machte schon mal einen Grobentwurf für meinen weblog, den ich dann am frühen Morgen wieder verwarf, aber auf später verschob.


Six weddings an no funeral – Part IV

17/08/2008

Und wieder eine Hochzeit auf der Haben-Seite. Am vergangenen Wochenende stand die Hochzeit von Julia und Patrick an. Gefeiert wurde diesmal auf dem Gut Herbigshagen, welches ich in letzter Zeit auch ein wenig öfter gesehen habe. Ein großer Vorteil der ganzen Hochzeiten ist auch, das man viel umher kommt und an unterschiedlichen Orten feiert. So kann man sich dann für eine etwaige spätere Hochzeit die beste Lokalität aussuchen. Wobei für mich schon feststeht, das meine Hochzeitsfeier mal bei Satsche Kellner statt finden wird. Wenn meine zukünftige Frau da nichts gegen hat.

Nach der Trauung ging es dann wie der Blitz zum Gut Herbigshagen. Mit gefahren bin ich bei Sven, der extra seinen Streifenwagen heraus geputzt hat. Kaum angekommen ging es auch schon mit der Puffbrause dem Sekt. Ich weiß gar nicht warum Sekt so einen festlichen Beigeschmack hat. So lecker finde ich das Zeug nun auch nicht, das man es bei allen feierlichen Gelegenheiten in sich rein schütten muß. Lieber ein schönes Glas Bier, da wird man auch schön stramm von. Aber das gab es ja recht fix im Anschluß. Da die Kirche bereits um 1600 Uhr vorbei war, galt es die Zeit bis zum Abendessen zu überbrücken. Und zwar mit Häppchen. Gereicht wurden allerlei kleines Fingerfood. Dummerweise habe ich mit einem Lachscarpaccio mit Safransoße Olè Lachshäppchen angefangen. Der ließ sich recht schlecht beißen und so hatte ich binnen weniger Sekunden mir die Soße in einigen Gesichtpartien verteilt. Ich sorge ja immer gerne für Erheiterungen. Nebenbei wurde dann noch auf den Fotografen gewartet. Besser gesagt war der schon da, aber ein Auto stand noch im Weg. Also wurde gewartet und jede Menge dummer Sprüche gerissen. Kann auch spaßig sein.

Die Karte versprach gar leckere Sachen. Das Essen hörte sich schon mal gut an, aber mehr interessierte mich noch die Getränkeseite der Karte. Doch was mußten meine Augen dort sehen. Es gab Whisky, Bacardi Razz und diverse andere Sachen. Doch keinen Bacardi oder sonstige mir zugetane alkoholische Getränke, Bier mal außen vor gelassen. Sollte ich ruhig mal beim Bier bleiben? Was sollten all diese Schnäpse auf der Karte? Ich hatte Angst und war verwirrt. Am Nachbartisch wurde schon Hefe gereicht. Sollte ich umsteigen? Würde sich die Hefe gut mit den anderen Speisen vertragen. Zum Glück gab es Bier. Vielleicht würde ich ja später mal einen Bacardi Razz trinken. Doch meine Sorge war komplett unbegründet, denn als ich zu sehr fortgeschrittener Stunde mal an der Theke vorbei strukelte schlenderte sah ich die Flasche Bacardi und stieg dann um. Ein großer Fehler, aber aus Fehler wird man klug. Die anderen jedenfalls. Nach dem Essen mußten dann noch ein paar Obstler rein. Ich wollte zwar keinen Einzigen, aber wehren hilft ja bei Feiern nichts.

Was auch nett war an der Örtlichkeit auf dem Gut waren die ganzen Tiere die dort umher gelaufen sind. Besonders nett sahen die Fasane aus. Auch wenn ich den Viechern nur so weit traue wie ich sie werfen kann, würden sie sich doch als Schmuck ganz gut machen. Gerade als Alternative zum Kavalierstuch. Allerdings kriegt man sie auch nicht zu fassen. Sie waren sehr klein, aber auch doppelt so schnell. Porno und ich gaben die Versuche nach wenigen gejagten Metern schon auf. Man schwitzt dabei immer so unangenehm. Und ein Kälbchen ist so schwer mit nach Hause zu nehmen. Andere grenzwertige Dinge sind nahzu zeitgleich auf der Toilette geschehen. Das Philip schon immer ein wenig seltsam war wissen wir ja bereits aus diversen Anekdoten. Doch er schafft es immer mühelos neue Türen aufzustoßen. So kommunizierte er fernmündlich beim Stuhlgang auf der Toilette mit einem seiner Freunde. Dummerweise hörten aber alle Anwesenden auf der Toilette mit und Vollmer, der gerade auf der Nachbarkabine sein Geschäft verrichtete gab auch noch Kommentare zum Telefongespräch. Manchmal frage ich mich warum ich solche Leute kenne. Aber bei der nächsten Gelegenheit gepflegte Scheiße zu labern kann ich mich dann wieder daran erinnern.

Es wurde auch getanzt und zwar kräftig. Wie schon ausführlich bekannt sein dürfte, bin ich ja nicht so der Fred Astaire und bewege ich mich lieber in der Saftey Zone der Theke. Doch auch diesmal mußte ich ran. Diesmal mit Susanne, die nicht nur umwerfend aussah, sondern auch noch eine flotte Sohle auf das Parkett legte. Danach habe ich noch ein wenig Daniela über die Tanzfläche geschubst und hatte dann mein Soll erfüllt. Ich kann nun nicht behaupten, das es keinen Spaß gemacht hat. Aber Tanzen ist nun mal nicht mein Ding. Manchmal bekomme ich beim bloßen Gedanken daran eine Gänsehaut, was aber mit der Verknüpfung an diese River Dance Scheiße liegt. Wenn ich diesen Michael Flatley sehe wie er in seinem Torero Jäckchen über die Bühne hüpft, dann fällt mir nur ein Ausdruck ein: Nancy Boy Und so möchte ich nicht enden.

Früher, ganz früher als Anstand und gutes Benehmen zum Standard gehörte da bleiben die Abgesandten von Vereinen bei solchen Festen bis kurz vor Mitternacht und gingen dann fein nach Hause. Sie betranken sich nicht so doll und wahrten das Ansehen des Vereins. Zum Glück sind diese Zeiten vorbei und ich glaube da habe ich auch meinen Teil zu beigetragen. Damals bei der Hochzeit von Torte und Silke. Andere Geschichte, aber doch sehr lustig. Heutzutage gehören die Vereinsmitglieder einfach dazu und das Ansehen des Vereins ist schon lange egal. Weiß man doch das es meistens die Leute sind die sich daneben benehmen und nicht der Verein selber. Ich jedenfalls finde es gut, das Gaudo, Stefan, Schmieri und Holger nebst Gattinnen so lange gebleiben sind und vor allem so schön voll gewesen sind. Kerstin war meiner Meinung nach die Spitzenreiterin. Ich fand es lustig. Auch Schmierpopels Krawattenkünste sollen hier mal nicht unbemerkt bleiben. Ich weiß zwar nicht was es für ein Knoten war, aber er sah gut aus, besonders der Teil, wo das lange Stück plötzlich auf dem Rücken auftauchte.

Wo wir dann gerade beim Thema übermäßiger Alkoholkonsum sind, gibt es auch wieder die inoffzielle Hitliste. Ich selber spiele da diesmal ganz oben mit. Stimmungsschwankungen, zerstörte, handzerpflückte Tischdeko inklusive Moosiweitwurf gegen die Wand, Gesichtsverrenkungen beim Schnapstrinken. Es war alles dabei. Ich bin da zwar nicht stolz drauf, aber so war es. Aber ich habe nicht den ersten Platz errungen. Ich bin mit auch nicht sicher wer es nun ist, aber Florian ist auch ein heißer Anwärter. Erstens hat er seinen Kragen irgendwann aufgestellt und zweitens den schlafenden Thomas B. von einem Holzpfhal geschubst, als wir auf das Taxi gewartet haben. Ach ja, das Kronkorken umher schmeißen vor Patricks und Julias Haus darf nicht vergessen werden. Das war dann aber schon gegen 0647 Uhr und damit endete die Hochzeit. Sehr spaßig und mit einigen Erinnerungslücken meinerseits. Ich frage mich nur wo die ganzen Fotos mit Ramona auf meinem Fotoapparat herkommen. Schien jedenfalls lustig gewesen zu sein. Auch Gerüchte über Schlafen auf dem Tisch und Kaffee trinken sollen über mich im Umlauf sein. Da ich davon nichts mehr weiß, kann das gar nicht statt gefunden haben.

Szenewechsel. Am Tag darauf war das Teichfest und dazu gehört dann auch das Angeln der Vereine. Bis kurz vor knapp mußte ich daran noch nicht teilnehmen. Aber dann kam der WCC und Gaudo und ich war wieder dabei. Dann noch unglaublich stressigen Dienst hinter der Bratwurstbude für den Sportverein im Vorfeld und ich war schon wieder gut drauf als es mit dem Fischen los ging. Ich bin ja nicht so der Anglerfan, aber ab vergangenen Wochenende könnt ihr Käptn Ahab zu mir sagen. Denn ich, ja ich, habe den größten Fisch seit Menschengedenken geangelt. Zu Beginn mußte ich mit dem Spott von David leben, der immerhin schon zwei Babyfische in den Himmel befördert hat. Doch dann kam mein Fisch, kurz vor Abpfiff. Grob geschätzt war er 5,80 m 6,90 m 2,50 m 0,5 m lang und wog locker 80 kg 120 kg 1,0 t 500 kg 980 g. Als ich ihn am Haken hatte, dachte ich zunächst das es ein Killerdinosaurier aus dem Mesozoikum wäre. Ein T-Rex oder ähnliches, aber dann entpuppte er sich doch als ordinärer Karpfen. Ich kämpfte wie ein Löwe, denn das Vieh war stärker als ein Buckelwal. Aber ich gewann. Besser gesagt Peter K. gewann den Kampf, denn mir wurde schnell die Angel aus den unfachmännischen Händen gerissen. Dafür aber habe ich dem Elferrat den Sieg eingefahren. Welchen ich auch gleich mit einem spontanen Tänzchen feierte. Schlimm was man alles unter Alkoholeinfluß vor übschäumender macht. Mit Abstand haben wir alle anderen im Schatten stehen gelassen. Haha, ab jetzt sitze ich dann im Himmel neben den großen Kapitänen der Weltmeere. Ahab, Columbus, Hook, Igloo, Threepwood. Ich hoffe die trinken auch Bier und nicht nur Grog!


Hot stuff

13/08/2008

Das ich meinem Körper gerne mal grenzwertige Sachen antue ist ja nichts Neues. Ich dachte eigentlich, das ich schon eine Menge mitgemacht habe und mich so schnell ja nichts mehr schocken kann. Wohlgemerkt rede ich hier von Sachen die man verzehren kann. Gerade scharfe Sachen haben es mir angetan, woran ein gewisser Mr Peacerich und sein berühmter T-Topf nicht ganz unschuldig sind.

Man kennt ja aus diversen TV Berichten solche Voll-Honks die sich die angeblich schärfste Curry-Wurst der Welt einverleiben. Und dann hecheln sie umher torkeln rum und werden womöglich ohnmächtig. Lächerlich, dachte ich mir, so scharf kann doch gar nichts sein, das man da so ein Theater von machen kann. Ich beschimpfte sie als Weichei und fühlte mich ihnen haushoch überlegen. In Sachen Schärfe kann man mir so schnell nichts vor machen. So dachte ich zumindest in meinem jugendlichen Leichtsinn. Doch ich sollte eines besseren belehrt werden.

Ich striff so durch einen örtlichen Supermarkt und kam dann rein zufällig an der Gemüseabteilung vorbei. Ich erschrak kurz und fragte mich wo ich denn falsch abgebogen sei, denn sonst ist ja Fleisch mein Gemüse, bis ich dann die Paprikaecke entdeckte. Dort lachte mich in einer kleinen unscheinbaren Plastikschale ein Sortiment an Peperonis an. In kleinen Lettern stand „scharf“ drauf gedruckt. Innerlich lachte ich schon, denn ich war mir schier das es nicht scharf sein würde, egal was auf der Packung drauf stand. Auch wenn auf der Schärfehitliste auf der Unterseite die die höchste Punktzahl für die Habaneros vergeben wurde. Hier klingelte ein kleines Glöckchen. Habaneros waren glaube ich echt scharf. Aber dies wird bestimmt eine verstümmelte Version sein. Auf dem deutschen Markt gibt es kaum etwas scharfes, was frei verkauft wird. Dafür sind die Geschmacksnerven der Deutschen viel zu verweichlicht. Und die 1,99 € sind es mir allemal wert.

Zu Hause angekommen probierte ich eine Jalapeno und war schon recht angetan von der Schärfe. Man kennt diese kleinen Peperonis ja von Pizzen. Aber diese kratzte schon deutlich an den Geschmacksnerven. Aber mehr auch nicht. Ich brauchte kein Brot im Anschluß und Getränke konnte ich auch noch stehen lassen. Aber es machte Lust auf mehr. Wenige Tage später probierte ich dann die nächste Schote auf der Liste. Ich Arsch!

Es war eine Fresno und sie war klein und gelb und so unscheinbar. Ich lachte ihr in das freche Schotengesicht und bis die untere Spitze ab. Man muß ja erstmal probieren. Ein sofortiges kribbeln stellte sich auf dem vorderen Bereich der Zunge ein. So sollte es sein. Um nun der weiteren Schärfe vorzubeugen steckte ich den Rest der Schote in den Mund zerkaute sie und schluckte alles hinunter. Dies sollte sich binnen weniger Sekunden als der größte Fehler meines Lebens heraus stellen.

Die Schärfe traf mich wie der ICE ein paar arme Schafe in einem Tunnel. Sie wanderte meinen Rachen hinunter und schien nie anzukommen. Es brannte fürchterlich. Nicht nur im Mund, sondern auch dort wo früher eine schützen Schleimschicht meine Speiseröhre geschützt hat. Ich schaffte es noch zum Sofa und setzte mich nieder, in der Hoffnung der Flächenbrand im Inneren meines Körpers würde gleich abklingen. Den juckte meine Hoffnung allerdings wenig und er drehte richtig auf. Mein Körper reagierte mit einem Schluckauf. Na toll, was soll denn das bitte bringen. Da sitze ich also in meinem Wohnzimmer, hickse umher und wünsche mir nur eine Schneelawine, die direkt in meinem Rachen abgeht. Ein klarer Gedanke schaffte es dann doch sich durch die lodernden Flammen zu kämpfen: „Iß Brot, du Vollpfosten!“. Also sprang ich auf und schnappte mir eine Scheibe Brot.

Die half allerdings nichts viel. Während meines Gangs zum Kühlschrank fing dann der Schweißausbruch an. Kalter Schweiß wohl gemerkt. Ich schwitzte am ganzen Körper, sogar am Ei. Es war fies. Das Brot wurde von der Schärfe ausgelacht und verprügelt. Es war als würde man einen Waldbrand in Kalifornien mit einem Zahnputzbecher voller Wasser löschen wollen. Als ich dann so schwitzend an der Küchenanrichte stand wurden mir die Beine schwammig und ein wenig blaß vor den Augen. Ich verlegte mit Brotscheiben ausgerüstet zurück ins Wohnzimmer. Dort versuchte ich dann die horizontale Lage, falls ich tatsächlich ohnmächtig werden würde. Doch auch dort verweilte ich nicht lange. Mein Körper versuchte alle Tricks um die fiese Schote wieder aus dem Körper zu bekommen. Das bedeutete er würde versuchen aus beide dafür zulässige Körperöffnungen zu nutzen. Als ich auf allen Vieren auf dem Weg zu Toilette war, hoffte ich, das es nicht simultan passieren würde. Doch nicht passierte. Ich verzichte an dieser Stelle auf eine detaillierte Beschreibung. Alles blieb an Ort und Stelle und die Schärfe fraß sich langsam durch meine Gedärme.

Später klang dann der Schmerz wieder ab und ich sah langsam auch wieder klare Bilder. So etwas hatte ich noch nie erlebt und möchte es auch nie wieder mit machen. Nun habe ich ein wenig eine Vorstellung von der schärfsten Curry-Wurst der Welt. Die anderen Schoten werden auf möglichst viel Flüssigkeit verteilt. Ach ja, und die Schote hat zwei Mal gebrannt. Alles was rein geht kommt auch irgendwann wieder raus. Und gerade beim Wasser lassen erreicht man ganz leicht neue Schmerzgrenzen. Kleiner Tip: Ein Glas Wasser an richtiger Stelle positioniert verhilft hier Abhilfe und bewirkt wahre Wunder. Merke: Kühlschrank mit Schneebällen auf Toilette installieren.


Six weddings an no funeral – Part III

10/08/2008

Dem aufmerksamen Leser wird die Überschrift in das Auge gesprungen sein. Ja, es ist eine weiter Hochzeit dazu gekommen. Aber das ist ja halb so wild. Im Feiern spiele ich ja mittlerweile in der Oberklasse. Am Freitag war es jedenfalls soweit, das Steini unter die Haube gebracht wurde. Steini ist eine meiner besten Freundinnen. Wir kenne uns aus den alten Jugendraumzeiten und verlängerten diese dann auch später auf Checker, Glashaus und diverse Göttingentouren. Ein paar Mal Braunschweig war auch mal dabei. Auf jeden Fall war es eine verdammt lustige Zeit, die ich nicht missen möchte. Den Bräutigam Jens kenne ich vielleicht genau so lange. Hautpsächlich von diversen Aspiranten-Events und unseren legendären Doppelkopfrunden. Für mich war im Vorfeld schon eines klar, diese Hochzeit wird Klasse werden. Allein schon die Gästeliste ließ hochkarätige Charakter auftreten.

Mein persönliches Waterloo begann schon in der Kirche. Ich nahm einen Platz auf dem Mannhaus ein, damit ich von weiter oben ein paar Fotos machen kann. Als ich dann eiskalt die Tür zum Orgelboden aufgetreten habe durch die Dunkelheit des Orgelboden gestolpert und zwei mal gegen die Tür gebollert bin hatte ich dann auch die Klinke gefunden und fand den Orgelboden schon belegt vor, von einer der Sängerinnen. Sie war blond und gut aussehend und begrüßte mich mit Namen und stellte fest das wir uns lange nicht mehr gesehen haben und wie es mir den gehen würde. Meine Gesichtsfarbe wechselte in den blasseren RAL-Bereich, aber ich fing mich sofort wieder und stand dem Kreuzverhör stand. Zum Glück verlangte sie nicht das ich sie beim Namen nennen würde. Neben den Fotos habe ich dann also die Trauung dazu genutzt intensiv nachzudenken, wer sie den war und woher ich sie kannte. Trotz der Überlegenheit meines männlichen Gehirns kam ich zu keinem vernünftigen Schluß, ich hasse es wenn es passiert. Die Lösung gab es dann aber auf der Fahrt nach Brochthausen im Hochzeitsconvoi. Matten gab solide Auskunft. Natürlich kannte auch er nicht ihren Vornamen, wohl aber den ihres Mannes und dann blitzte es ein bis zwei Mal in meinem Kopf und ich konnte mich erinnern. Sie war eine alte Schulkollegin. Aber zu meiner Verteidigung sei gesagt, das sie damals noch keine glatten Haare hatte, sondern sehr lockig war.

Nach der Ankunft gab es das übliche Gratulieren und Händeschütteln. Das Schöne bei Hochzeiten ist ja, das man alte Bekannte, die nun nicht mehr im Eichsfeld wohnen wieder sieht. Und natürlich mit alten Bekannten, die man auch sonst regelmäßig sieht ordentlich einen zu Trinken. Und man lernt mal die neuen Arbeitskolleginnen von Steini kennen. Zahnarzthelferinnen gehören ja immer zur hübscheren Sorte. Dies traf auch bei dieser Hochzeit zu besonders angetan war ich von einer braunhaarigen, pferdebeschwanzten jungen Dame, die ein sehr hübsches Gesicht hatte. Um mir Bestätigung zu holen teste ich solche Sachen ja immer gerne mit dem Ingo an, der mir dann durch meine geschickte Frageweise seine ungefilterte Meinung gibt. Und die war durchaus positiv zu bewerten. Fragt sich nur, wie man den Kontakt herstellen könnte. Doch meine Überlegungen kamen nicht weit, da ich durch eine Bierbestellung abgelenkt wurde. Den ersten Sekt drückt man sich ja irgendwie rein und dann schaut man mit suchenden Blicken nach dem ersten Tablett mit gefüllten Pilsgläsern. Matten und ich sorgten aber vor und stellten uns gleich an die Theke. Geht auch viel schneller.

Als persönliche Note für das Brautpaar haben wir uns von der Clique entschlossen alle Gäste ein Fragebogen ausfüllen zu lassen und ich würde dazu noch ein Foto machen. Normalerweise ist so was immer sehr nervig, aber wir haben uns auch mit den Fragen beschränkt, damit sich das nicht zu sehr in die Länge zieht. Ellen und ich sind also durch die Reihen gestreift und hatten einen Auftrag. Ellen verteilte die Fragebögen und ich machte die Fotos. Um nicht zu schüchtern zu wirken, habe ich im Vorfeld ordentlich Bier getrunken. Da wird die Zunge locker und man hat so einen schönen Atem. Ellen hatte den Einleitungsspruch und ich kam dann zum Small-Talk dazu. Schließlich mußte ich auch die Fotos machen, freundlich gucken und hinterher die Namen alle aufschreiben. Ich glaube so viel rede ich in einer ganzen Woche sonst nicht mit fremden Menschen. Aber es war spaßig. Besonders manche Fotos. Meine persönlichen Favoriten waren diesmal David und Ellen selber. Ich habe selten so gelacht und tue es auch jetzt noch wenn ich die Fotos angucke. Bei der letzten Aktion dieser Art waren die absoluten Spitzenreiter Köppel und Näppchen und Ingo und Anne. Leider darf ich aus Gründen, die mit Prügel zu tun haben, die Fotos nicht veröffentlichen. Sehr schade.

Was bei Hochzeiten auch vorkommen soll ist die tänzerische Bewegung. Manchmal kann ich mich ganz sauber darum drücken, aber es gibt glaube ich auf jeder Feier Mädels die mich unbedingt dazu überreden wollen. Steini war ja genügend abgelenkt, da sich die Männer darum rissen mit der Braut zu tanzen. Ellen hatte es zwar angedroht, aber dann nicht wahr gemacht, könnte auch an meiner ständigen Flucht gelegen haben. Aber Sabrina war fix und auf zack. Die griff mich ab, bevor ich auf meinen Platz gehen konnte und da konnte ich dann auch mit meiner Knieverletzung ablenken. Aber auch das habe ich gut überstanden. Tanzen kann ich ja, jedenfalls bilde ich mir ein, das ich es einigermaßen hin bekomme. Und auch die aufmunternden Sprüche nach dem Tanzen der Damen bestärken mich in dem Glauben. Aber es ist nun mal so, das ich lieber an der Theke stehe und mich unterhalte oder lieber am Tisch sitze und mich unterhalte. Das dann dabei immer ein Getränk vorhanden ist, kann man leider nicht ändern. Ich hoffe hieraus dreht mir jetzt keiner einen Strich und auf der nächsten Hochzeit bin ich nur am Tanzen. Die ist nämlich schon am Freitag.

Das neben den ganzen Bieren auch jede Menge Schnäpse über den Tisch gingen liegt ja auf der Hand. Aber ich konnte mich davor ganz gut retten und kam mit einer Gesamtsumme von drei Maltesern und einem Roten heraus. Der Rote war dann in den letzten Malteser gemixt worden. Warum das passiert ist, weiß wohl auch nur der Manuel B. Dafür habe ich aber auch wieder mit Mischungen angefangen. Ein wirklich großer Fehler. Die Mischungen kamen in normalen Gläsern, doch die Bedienungen hinter der Theke, meinten es verdammt gut mit dem Gästen und hauten ordentlich den Schnaps in das Glas. Vielleicht verlockt auch das große Glas die Flasche ein wenig länger in der horizontalen Position verweilen zu lassen. Die Mischungen hatten jedenfalls jede Menge Bums, um es mal vorsichtig auszudrücken. Nicht das es jetzt schlecht war. Jedenfalls nicht für den Moment. Doch die Rechnung würde irgendwann kommen. War aber für den Moment egal.

Die üblichen Vorführungen hielten sich sehr im Hintergrund. Neben der Hochzeitszeitung, zu der ich einige Insider-Informationen zu Steini geliefert habe gab es noch eine spontane Geschichte mit Ein paar glücklichen Gästen. Die wurden nämlich aufgefordert bei einem kleinen Sketch mitzuwirken, den keiner vorher lesen konnte. Ingo sorgte für genügend Freiwillige in dem er seine Sitznachbarn quasi nach vorne schubste. Einer war Manuel, der mir wenige halbe Stunden später dann meinen Malteser verfeinerte. Da der Sketch zu vorgerückter und sehr alkoholisierter Stunde ab lief waren die Hemmungen gefallen und Zwischenrufen gingen leichter von den Lippen. Morchel verpasste dann Manuel kurz nach Beginn den neuen Spitznamen Stromberg, welchem er auch verdammt ähnlich sah. Darauf haben wir natürlich nur gewartet und Manuel wurde nur noch Stromberg gerufen. Ingo und ich haben uns gar nicht mehr ein gekriegt. Manuel fand es weniger gut, aber der wurde eben nicht gefragt. Ich glaube sogar Strombergs Frau fand das witzig. Mich würde es nicht wundern, wenn er in Zukunft zu Hause auch mit Stromberg angesprochen wird. Ich glaube auch das eine Rolle für mich vorgesehen war, weil Friede mal ein paar Kommentare im Vorfeld fallen gelassen hat. Aber ich bin gar nicht so böse drum, das ich nicht in der Mitte des Raumes an einem Tisch sitzen mußte. Man muß sich ja nicht immer und überall zum Ei machen. Schon gar nicht wenn man bei einer Fegeaktion das für die nächsten 10 Jahre erledigt hat.

Wo wir gerade beim Thema Morchel sind. Der hat ganz einfach den Titel Strammsack des Abends bekommen. Wie kann ich gar nicht sagen, auf jeden Fall hat er den Rest der Teilnehmer hinter sich gelassen. Es war nett anzuschauen, als er die Band alleine anfeuerte. Aus 2 m Entfernung. Auch die Krawatte saß nicht mehr richtig. Und entgegen aller Behauptungen kann ich auch im strammen Kopf Krawatten binden. Es hat nur nicht so toll geklappt an dem Abend. Aber normalerweise schütte ich mich vorher nicht so zu, wenn ich mir eine Krawatte binden muß. Nun gut, wir waren aber gerade bei Morchel. Nachdem er also die Band angefeuert hat und mit fast jeder Frau im Saal getanzt hat, hat er sich dann Schlafen gelegt. Seine Freundin hatte schon Bedenken ihn wieder wach zu bekommen. Da half dann Ingos patentierte Karnickelfangschläge. Im Taxi schlief er dann selig weiter. Es gibt da noch Gerüchte die besagen, er soll seine Freundin bei der Ankunft zu Hause noch zum Beischlaf aufgefordert haben. Aber das ist alles nur Hören-Sagen und dem darf nicht so viel Bedeutung zugewiesen werden.

Was mich immer sehr erschreckt ist die schnelle Entleerung des Saales. Man bekommt es gar nicht so mit, wenn man an der Theke steht uns ich Bacardi Mischungen in den Schero kloppt. Aber 0530 Uhr ist vollkommen ausreichend für eine Hochzeit und auch mir wurde klar, das es jetzt Zeit wäre zu gehen. Tobi, der Hannover 96 Fan, fuhr mich dann trotz anders angekündigt nach Hause. Außerdem machten wir klar, das es beim nächsten richtigen Nordderby (Eintracht Braunschweig gegen Hannover 96) zusammen zum Spiel fahren. Gut, seine Mannschaft wird gegen die Eintracht wieder gnadenlos untergehen, aber das weiß er ja vorher. Ich hoffe er hat dann hinterher bei der Siegesfeier auch noch so viel Spaß.

Mein Samstag bestand aus Schmerzen. Im Kopf im Magen und an Körperstellen, die ich hier nicht erwähnen möchte. Auch zwei Bier bei der Feuerwehrübung brachten nur kurzzeitige Abhilfe. Das kann kein normaler Kater gewesen sein. Da müssen sich noch irgendwelche anderen Krankheitserreger mit angehängt haben. Oder sollte es tatsächlich mit meinem Alter zu tun haben, wie mir schon so oft von bereits 30jährigen prophezeit wurde. Das wäre sehr fatal.


The other party

05/08/2008

Ich würde lügen wenn ich sagen würde, das letzte Wochenende wäre eins der ruhigeren Art gewesen. Aber ich möchte je gerne meinen Focus der zukünftigen Einträge verschieben. Weniger aufgebläht, dafür konzentrierter und kürzer. Und hoffentlich auch häufiger. Dennoch eine wirklich kurze Zusammenfassung des Samstag Abends, denn da durfte ich schon mal üben. Üben wie es sich denn auf einem 30igsten Geburtstag so feiern lässt. Nicht das ich auf noch keinem war, aber die liegen alle mindestens ein Jahr zurück und da verlernt man so einiges.Adrian hatte geladen und er hatte ordentlich vorgelegt. Zwei Bands und gefeiert wurde auf Gut Herbigshagen. Hörte sich sehr gut an. Der Ort war eine ehemalige Scheune und verlockte regelrecht zum Bier trinken. Leider war das nicht ganz so mein Geschmack. Ich tippe mal auf 9 Springe Ur-Quell oder Montezumas Rache aus dem Osten. Vergleichbar mit einem Schlag in die Lebergegend. Aber man will ja nicht meckern, sondern trinken. Und den Bands lauschen. Passenderweise habe ich dann gleich ein Band-Shirt angezogen und bin nicht in Hemd, wie ca. 90% der Gäste gekommen. Ich persönlich fand es gut, mit meinem „System of a down“-Shirt durch die Reihen zu geistern, und nicht mit chicen Hemd. Wenn schon mal zwei Rock Bands spielen, sollte man auch so gekleidet sein.

Begleitet wurde ich von Ingo und Dorothea. Ihre Schwester hat uns netterweise rüber gefahren und ich habe den Jackenfehler schon im Auto begangen. Da ich ungern ohne Jacke irgendwo hin gehe, zog ich schon vorher an. Der Weg war lang und schwitzig, dafür hatte ich nun meine Jacke am Hals. Aber nicht lange, dann flog sie irgendwo herum. Daher ziehe ich ungern meine Jacke aus, weil sie dann unkontrolliert durch die Gegend fliegt. Wer weiß was sie dann alles anstellt und ich werde dann dafür haftbar gemacht. Ich will nun aber nicht weiter über meine Jacke referieren, sondern lieber über meine Begleitung sprechen. Wenn ich mit Dorothea los ziehe, dann habe ich auf jeden Fall jede Menge Spaß. Vor allem wenn sie was trinkt. Sie bringt manche Sachen so trocken und witzig rüber, dass ich mir manchmal nicht sicher bin ob das nun Ernst war oder ein Versehen. Und gerade das macht es aus. Deswegen macht es so viel Spaß mit ihr weg zu gehen.

Folgende Situation. Die Bands sind noch nicht so weit und es läuft Zappel-Musik der untersten Sorte. Ich stehe mit mehreren Bieren mir einem Getränk herum und gucke mir teilweise zappelnde junge Frauen an und teilweise warte ich auf Ingo. Da kommt Dorothea und meinte, das sie tanzen wolle, aber noch nicht genügend getrunken hatte. Als erstes frage ich mich, warum 80% der Fragen mit denen Leute zu mir kommen mit Alkohol zu tun habe. Aber nur leise und mache Dorothea den Vorschlag sich mit Sekt zu betrinken. Das ist ersten ganz schön ekelig, aber zweitens wird man davon schön schnell hacke. Als Antwort bekomme ich das sie das ja schon probiert, aber der Sekt nicht richtig anschlägt. Und nüchtern will sie nicht tanzen, weil ihr das zu peinlich ist und es ist noch zu früh. Ich gucke verwirrt. Biete ihr aber an, den Umstehenden zu sagen, das Dorothea sonst nicht so ist, sie aber heute ihre Tabletten vergessen hat. Das fand sie zwar amüsant, änderte aber nichts an ihrem Schamgefühl. Als nächstes schlage ich vor auf Jägermeister umzusteigen. Leuchte Augen verraten mir, den Nagel auf den Kopf getroffen zu haben. Problem gelöst, auf zur nächsten Runde. Jägermeister gab es nicht, was aber nicht weiter schlimm war, denn nach diversen weiteren Sektchen ging es auch so.

Die Bands selber waren richtig gut. Fine Filter 50, war die eine Band und dort half dann ein alter, lange nicht mehr gesehener Schulkamerad aus. Der Götz war Ersatzkeyboarder und daher konnte die Band nicht so viele eigene Sachen spielen. Was meiner Meinung nach von Vorteil war. Nicht das die Musik von Fine Filter schlecht ist. Ganz im Gegenteil, aber ich finde bei einer Party kommen gecoverte Klassiker um einiges besser an und animieren das Publikum mehr zum Tanzen. Ich nehme mich da mal aus, denn ich kann auch Spaß ohne Tanzmaßnahmen haben. Meistens an der Theke, aber Spaß definiert sich durch den der ihn hat. Manche halt wenn sie abtanzen bis der Teufel erscheint und andere in dem sie in der Nähe der Theke herum lungern und sich nett unterhalten. Und Bier trinken. Gehört man dann aber zur Anti-Tanz-Fraktion, dann denken viele, das man automatisch gerne Schnäpse trinkt. So kam einer der Gastgeber des Weges und bot mir einen Schnaps an. Es war ein Sangrita mit Wodka aufgemotzt. Ich verstand aber Sangria und nahm den kleinen Zinnkrug an. Sangrita ist aber etwas dickflüssiger und schmeckt eigentlich wie Tomatenketchup. Es sollte scharf sein, aber kitzelte meine Geschmacksnerven unmerklich. Könnte an einem unangenehmen Peperonizwischenfall früher am Tage gelegen haben. Dazu aber in einem späteren Eintrag mehr. Das fand der Gastgeber nicht ganz und schüttete mir noch einen ein. Ein weiteres Zeichen dafür, das meine Geschmacksnerven total im Eimer sind.

Außerdem traf ich noch Katja, eine zukünftige Schwägerin eines Ex-Kollegen, der übrigens auch da war. Jaha, hier geht es ab, einfache Bekanntheitsgrade sind was für Anfänger. Wir unterhielten uns ein wenig und kamen irgendwann auf die komische Röhre die auf dem Stehtisch stand. Jetzt könnte ich sie ja so richtig in die Scheiße reiten und sagen, das Katja einfach das Geschenk, welches sich als Tischdeko getarnt hat aufgemacht hat. Aber das mache ich ja nicht, das wäre ihr gegenüber ja ganz schön unfair. Es wäre auch unfair zu erwähnen, das sich im Geschenk eine Flasche Baileys befunden hat, die sie sich dann ganz alleine rein gepfiffen hat und zwar in großen Gläsern. Das wäre nicht nur gemein, sondern entspräche auch nicht der Wahrheit. Beim Trinken haben ihr nämlich noch ein paar Leutchen geholfen. Ich glücklicherweise nicht, denn Schnäpse stehen mir absolut gar nicht zu Gesicht. Das alles würde ich aber nie erzählen, allein schon weil Katja eine ganz liebe ist, denn sie hat mich später mit Wodka-O versorgt. Da kann man mal wieder sehen, Männer können Geheimnisse für sich behalten. Ich tratsch doch nicht umher.

Gegen 0300 Uhr war die Party vorbei, doch wir waren noch nicht müde. Also verlegte die Party-Fraktion kurzer Hand nach Breitenberg um dort weiter zu feiern. Ein großer Fehler, denn kurz nach der Ankunft wurde klar, das dort die Party in den Endzügen lag. Ich hatte gerade mal Zeit für zwei Mischungen Bacardi-Cola, die es in sich hatten und ein Pils. Verglich ich die Mischungen mit dem Zustand der umher stehenden Leute, konnte man durchaus Parallelen erkennen. Irgendwie war ich auch den ganzen Abend unterwegs und traf die diversesten Leute. Und dann kam ich nach dem unausweichlichen Austritt nicht wieder herein. War aber nicht schlimm, denn die Rausschmeißer fegten gerade den Platz leer. Schon seltsam, denn früher gab es das nicht. Da war die Party vor dem hell werden auch nicht vorbei. Damals war halt alles besser.

Und nun gab es die Kämpfe um die Taxis. Dummerweise verlor die Gruppe in der ich war immer. Lag es an mir, ich hoffe mal nicht. Auf jeden Fall bin ich maßlos enttäuscht von den Taxiunternehmen aus Duderstadt. Schade, das man vollstramm kein Auto fahren kann und darf das es keine Autos mit Autopilot gibt. Dann könnten die alle einpacken. Während ich dann den Sonnenaufgang leicht genervt beobachtete versuchte Christian R., der auch auf der Party von Adrian war und ein alter Schulkollege ist, den Landeanflug bei Katja. Es war interessant, muß ich ja zugeben. Was da gebaggert wurde, da hätte man locker den Suezkanal mit auffüllen können. Und doch schien es sich gelohnt haben, der Landeanflug sah gut aus. Es gab zwar ein paar Turbolenzen, doch endlich rückte sie die Telefonnummer raus. Bis dann plötzlich die Alarmglocken angingen und Sirenen aus allen Richtungen dröhnten. Das Black Berry von Christian verlor an Energie und gab auf. Hätte da zufällig ein Katapult herum gestanden, Christian hätte es benutzt. Aber letztendlich hat es dann noch geklappt. Die Passagiere haben zwar nicht geklatscht, aber Christian hat die Nummer und die Maschine nach Hause gebracht. Es war schon interessant und ich glaube so etwas schon seit Jahren nicht mehr beigewohnt zu haben.
So, ist wieder länger geworden, aber ich arbeite daran.


Something is rotten on the weblog

04/08/2008

Da ich nun drei Jahrzehnte alt geworden bin, wäre es vielleicht angebracht, sich ein wenig zu verändern. Und das schlägt sich nun mal auch auf das weblog nieder.

Zunächst die einfachen Dinge. Ich werde mit dem weblog demnächst umziehen. Und zwar auf ein anderes Portal. Dort richte ich mich zur Zeit häuslich ein und mache es mir wohnlich. Es ändert sich wohl die Adresse unter der ihr mich dann erreichen könnt, aber sonst nichts. Das Layout wird eventuell auch ein wenig verändert, aber dazu dann zu gegeben Zeitpunkt mehr. Die Umschaufelung der ganzen Einträge dauert aber noch ein wenig. Sobald es soweit ist, werde ich hier an dieser Stelle noch einmal informieren.

Desweiteren werden sich die Einträge ändern. Die Einträge sind ja immer länger geworden. Wie es dazu kam, kann ich einfach nicht mehr nachvollziehen. Ich schrieb und schrieb und konnte gar nicht mehr aufhören. Das ich dabei eine Länge erreicht habe, die man nicht mal einfach so nebenbei lesen kann, ging dabei völlig unter. Von einstig halbseitigen Einträgen knacke ich seit geraumer Zeit locker die vier DIN A4 Seiten Marke. Es ist einfach zu viel und die Lücken dazwischen füllte ich mit belanglosem Zeug, nur um einen Übergang zu bekommen. Das wird sich ab jetzt sofort ändern. Es wird kürzere Einträge geben, mit markanten Situationen. Das kann aber auch dazu führen, das es sich dabei nicht immer um Wochenendereignisse handelt. Wenn ich es nicht für interessant erachte, dann werde ich es auch nicht aufschreiben. Die Themen werden vielleicht durcheinander gewürfelt und ich schreibe mal über dies, mal über das. Könnte auch bedeuten, das ich mehrere Einträge pro Woche schreibe und nicht nur einen Mammut-Eintrag.Ob und wie sich das alles entwickelt, kann ich noch nicht überblicken. Aber ich werde weiterhin schreiben und hoffen, den Nerv der Leser zu treffen, sofern es überhaupt noch welche gibt, die sich die kompletten Texte durch lesen. Vielleicht ist es am Anfang ein wenig wirr, aber ich denke ich werde mich da schon irgendwie einpendeln. Gebt mir eine Chance und vor allem gebt mir Feedback. Gefällt es oder gefällt es nicht. Was kann besser werden, was soll lieber abgestellt werden. Bombt mich mit e-mails zu. Die Adresse gibt es hier: bierpumpe€gmx.de (Aus Spamgründen verfälschte e-mail Adresse. Bitte € durch @ ersetzen).

Ansonsten weiterhin noch frohes Schaffen!


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