Send in the clones

Auch an diesem Wochenende sollte es nicht allzu viel Ruhe für mich geben. Am Besten wäre es wenn ich mich klonen lassen würde. Ich war mal wieder komplett ausgebucht, doch beschweren wollte ich mich jetzt nicht. Wenn viel Action geboten wird, dann kommt man nicht so schnell auf dumme Gedanken. Allerdings halse ich mir auch immer so Sachen auf, die nicht immer so viel Spaß machen. Doch beginnen wir unsere Reise von vorne. Begeben wir uns zu dem Freitag. Nachdem ich Feierabend gemacht hatte, kamen Christian und Sabrina vorbei um mich zu meinem neuen Auto zu beglückwünschen. Wir drehten eine kleine Runde durch die Stadt, bei der dann der Ingo anrief. Er schlug vor, das man doch den Abend im ZHG verbringen könnte. Dort hatte nämlich die Sportfakultät zur Sportlerparty geladen. Nachdem diese Information über meine Ohren an mein Gehirn gelangt ist, setzten sich mehrere Relais in Gang und brachten alte Erinnerungsbilder auf den interne Schirm. Eine Sache setzte sich bombenfest, jede Menge hübscher Frauen. Also hielten wir fest, das Christian, Sabrina, Ingo und ich am Freitag Abend das ZHG unsicher machen würden. Meine Vorfreude wuchs erheblich, denn eine Stunde zuvor hatte ich noch keine Ahnung was überhaupt los sei. Wir verblieben dann so, das ich Sabrina und Christian abholen würde und Ingo würde dann gegen 2200 Uhr zu uns stoßen.

So wurde es dann auch gemacht. Wir saßen erst bei mir und redeten über dies und das und tranken alkoholische Getränke. Ich hielt mich da an mein Bier, da ich ja immer noch eine Kiste Bier alle machen mußte, die teilweise schon abgelaufen war. Ich weiß das ist unentschuldbar, aber wenn man immer so viel zu tun hat, dann vergisst man auch mal die keinen wichtigen Dinge des Lebens. Aber das Bier war ja nicht schlecht geworden, nur das Mindesthaltbarkeitsdatum war abgelaufen. Was könnte ich mehr bekommen als eine kleine Magenunstimmigkeit. Und wenn man bedenkt was ich mir an dem Abend noch alles rein schütten würde, dann kann man im Nachhinein eh nicht mehr sagen, woher die Bauchschmerzen rühren würden. Das Bier war lecker und ich erschrak ab und an über den angegeben Alkoholgehalt. Besser konnte man gar nicht in den Abend starten. Als Unterhaltung gab es dann mal wieder ein Best of von den Geschichten die Felkl und ich erlebt haben. Und es sollte tatsächlich vorkommen, das Sabrina einen Teil der Geschichten noch nicht kannte. Meistens handelten sie eh von Felkl und seinen Aktionen unter Alkoholgenuß, aber die können auch sehr witzig sein. Da wir aber die Geduld von Sabrina nicht zu sehr belasten wollten, ging es natürlich auch um andere Gesprächsthemen, wie die berufliche Zukunft der beiden. Sie stehen nämlich beide kurz vor dem Abschluß und sind gerade auf Jobsuche. Da denkt man dann mal kurz zurück an seine eigenen Zeit nach dem Studienende und stellt mal wieder mit Erschrecken fest, das es ja auch schon wieder vier Jahre her ist. Ein Klacks im bedenkt man das ich vor 10 Jahren Abi gemacht habe. An all diese großen Zahlen möchte ich gar nicht denken, daher gibt es jetzt einen recht plumpen Themenwechsel.

Ingo kam dann auch endlich mal an. Wenn er sagt er kommt um 200 Uhr, dann kann man getost gegen 2200 Uhr anfangen sich fertig zu machen, denn er verspätet sich immer. Aber gegen 2236 Uhr fuhr er dann auf den Hof und wir konnten kurze Zeit später los fahren. Ich freute mich schon ein wenig auf den Abend. Auch wenn da hauptsächlich Studenten herum laufen und um einiges jünger sind als man selbst. Parties im ZHG versprechen ein Spaßgarant zu werden. Nach einem kurzen Stop an der Sparkasse ging es dann weiter. Ich rief mir aber auch ncoh mal in das Gedächtnis, das es heute Abend nicht ganz so doll zugehen sollte. Ingo wollte auch recht früh wieder nach Hause fahren. Er mußte früh zu einem Treffen, Christian und Sabrina mußten am nächsten Morgen zum Brunchen und ich hatte wieder die beste Sache von allen. Ich mußte einem Kollegen beim Umziehen helfen. Also Möbel packen mit einem dicken Kopf und bei warmen Wetter. Gibt es was besseres als solche Aktivitäten, nach einer durch gesoffenen Nacht? Ich kann mir nicht viel mehr vorstellen. Aber die Fahrt war vorbei, bevor die schwarzen Wolken in meinem Kopf die Überhand gewannen. Wir waren am Parkplatz angekommen und ich bereitete mich seelisch auf einen netten Abend mit jeder Menge hübschen Frauen vor. Gut, die waren zwar nicht wegen mir da, aber es konnten genügend Eindrücke gewonnen werden. Außerdem machte ich mich bereit in einer Schlange am Eingang zu stehen, was eher nicht so mein Fall war, da ich kein Getränk hatte und außerdem mußte ich mal dringend auf die Toilette. Zu meiner Überraschung war die Schlange am Eingang nicht erwähnenswert. Binnen kürzester Zeit waren wir drinnen und ich machte mir Sorgen. Das konnte entweder heißen, das es eine andere Party geben würde, wo einiges mehr los sein würde oder aber wir waren zu früh dran. Ein kurzer Blick auf die Uhr ließ hoffen, das wir zu früh dran waren. Als wir dann das ZHG selber betraten verdichteten sich die Befürchtungen. Es war sehr übersichtlich, wenn man nicht sogar von leer reden könnte. Ich opferte dem Gott der Hoffnung ein paar imaginäre Ziegen und kümmerte mich um die erste Runde. Nachdem ich die sanitären Einrichtungen aufgesucht hatte. Wenn ich mir nur vorstelle, das eine Schlange vor dem ZHG gewesen wäre, dann wäre ich geplatzt oder hätte in den Geldautomaten der Sparkasse gepinkelt. Befreit von dieser schweren Last, ging das Bestellen auch besser von der Hand. Der Flüssigkeitshaushalt wurde dann mit Pils aufgefüllt, welches leider Warsteiner war. Aber es gab ja noch Mischungen.

Es wurde nun Zeit einmal den Blick durch die noch spärlich vorhandene Menge schweifen zu lassen. Und was man sah war gut. Selbst als nur ein Minimum an Publikum anwesend war, waren dennoch ein Großteil gut aussehende Frauen. Schnell hatte man seine Favoritin gefunden. Oder sollt eich besser sagen, die ganzen Favoritinnen, denn es waren eine Menge netter Frauen unterwegs. Ich legte mich recht schnell fest und zu meiner eigenen Überraschung war es diesmal eine Blondine. Die Haare eher etwas länger als kinnlang und hübsche Augen. Und ich meine hier wirklich die Augen! Ich machte Ingo gleich darauf aufmerksam und er sagte das sie doch eine Top-Note verdienen würde, er aber doch eine Andere favorisieren würde. Nun ja, jedem das Seine. Das Bier hatte ich mittlerweile vernichtet und entschied in einer einfachen diktatorischen Abstimmung, das ab jetzt Mischungen getrunken werden. Also orderte ich mir eine Bacardi Cola Mischung. Und ich verkniff mir den obligatorischen Peitschen-Spruch. Das war auch besser so, denn die Mischungen die man standardmäßig verteilte hatten schon ordentlich Bums. Daher kam auch Felkls süffisantes Lächeln.

Wir veränderten nach einer erneuten Getränkeempfängnis ein wenig den Standort, da man ja an der Theke eh immer vorbei kommt. Ich war damit nicht ganz so einverstanden, aber beugte mich dem Gemeinschaftswunsch. An der neuen Position hatten wir dann besseren Ausblick auf die Tanzfläche, welche aber noch gar nicht so recht voll war. Außerdem stand plötzlich eine Arbeitskollegin neben mir. Nun hieß es zusammenreißen und bloß nicht anmerken lassen, das ich bereits mehrere Liter Bier und Mischungen getrunken habe. Wir unterhielten uns kurz und sie sagte das sie mit ein paar Freundinnen unterwegs war. Als sie dann wieder weg war, mußte ich mir unbedingt merken, das ich mich nicht zu sehr abschießen würde, damit am Montag nicht wieder diverse peinliche Situationen entstehen würden. Aber ich bin ja ein verantwortungsbewusster Erwachsener, der sich benehmen kann. Ja, genau!

Die Hütte füllte sich so langsam und es kamen immer mehr hübsche Frauen rein. Man wusste gar nicht mehr wo man zuerst hin gucken sollte. Es schwappte eine wahre Flutwelle der Sinnesüberreizung auf einen ein. Vor allem stumpften die Sinne gefährlich ab, denn man konnte nun nicht mehr zwischen den Frauen im richtigen Alter und den Frauen die zu jung für einen waren differenzieren. Ich versuchte noch einen Filter vorzuschieben, aber das funktionierte nur so halbherzig. Meine Favoritin hatte ich auch in dem ganzen Getümmel verloren. Aber es gab ja genügend Alternativen, an die ich mich nur nicht so richtig erinnern konnte, da die Hammermischungen ihren Teil mit meinem Körper gemacht haben. Die Hirn-Blut-Schranke wurde vollkommen ausgehebelt und anstatt Sauerstoff flogen jetzt wohl einzelne Atommoleküle direkt in den Brägen. Ich weiß auch gar nicht wie man so viel trinken kann in so kurzer Zeit. Ja wir haben richtig gelesen, unsere Zeit war begrenzt. Als wir gerade gehen wollten, traf ich dann noch den Benny, mit dem ich schon seit Ewigkeiten mal wieder einen trinken wollte. Also wurde flugs der Protest der anderen ignoriert und schnelle eine Runde vernichtet. So viel Zeit sollte auch beim Aufbruch sein. Doch dann ging es wirklich in Richtung Heimat.

Dieser nun folgende Absatz berichte ich nur aus Wahrheitsliebe. Denn für mich endet der Abend mit dem Treffen von Benny. Folgende Szenen habe ich nicht live mit erlebt und halte sie auch für übelste Verleumdung. Felkl hatte wohl seine Mischung mit aus dem ZHG bekommen, mir wurde dagegen die Mischung entwendet. Das macht mich natürlich nicht gerade freundlich und ich soll wohl ein wenig randaliert habe. Man gut das es Laternen und Mülleimer gibt. Die stecken immer ein. Auf dem Heimweg muß ich wohl Ingo wiederholt Richtungsanweisungen gegeben habe. An all das kann ich mich nicht erinnern. Bei mir geht alles nahtlos in den nächsten Morgen über.

Mein Wecker klingelte gegen 0800 Uhr und ich fiel aus dem Bett. Nachdem ich dann einen kleinen Systemcheck durchgeführt hatte, war klar, das es mir extrem Scheiße ging. Warum ich so früh aufstehen würde, stellt sich jetzt der interessierte Leser. Ich habe mal wieder zugesagt, bei einem Kollegen beim Umzug zu helfen. Aber ich war in dem Wissen das noch drei weitere Helfer vor Ort waren. Somit würde es schon gehen. Dachte ich zumindest. Aber ich muß zugeben, ich hasse Umzüge. Dieses ganze Klamottenschleppen ist nichts für mich. Sollte ich jemals mit dem Gedanken spielen als Möbelpacker irgendwo anzufangen, dann brecht mir die Beine. Beliebte Dinge zum transportieren sind Kühlschränke, Röhrenfernseher und Waschmaschinen. Ich sehe zwar aus wie ein Elefant, aber das prädestiniert mich noch lange nicht dazu nur die schweren Sachen zu buckeln. Jedenfalls nicht nur. Aber ich war bei den Hauptakten immer dabei. Kühlschrank, schwerer Fernseher mit verdammt scharfen Plastikkanten und Waschmaschine. Ich trug alles einmal und war auch dementsprechend fertig am Ende des Umzugs. Aber dank der netten Helfer hat es auch Spaß gemacht, da wir dann doch alle auf der gleichen Wellenlänge lagen, wenn es ums Scheiße labern ging. Außerdem wurden wir dann noch mit einer leckeren Joey’s Pizza und Bier belohnt. Als ich dann wieder zu Hause war, hatte ich dann eine Stunde zur Ruhe, die ich dann auch durch schlief. Ein wenig mehr gerädert als vorher stand ich dann auf und begab mich unter die Dusche, schließlich mußte ich nun noch zum Geburtstagsmarathon.

Ich hatte an diesem Abend zwei Geburtstage abzuarbeiten. Zum einen den 30. von Manuel und dann noch den 40. von Holger. Beides gute Freunde und ich wollte auch Beide zufrieden stellen. Also legte ich mir einen ausgeklügelten Plan zurecht. Ich würde zunächst zu Manuel nach Breitenberg fahren und dann gegen 2300 Uhr bei Holger aufschlagen und mich dort dann mit extra frü mich gekauften Havana Club abschädeln. Eigentlich ein guter Plan, doch dann kam der Kai und sagte wir würden uns um 1800 Uhr im Feuerwehrhaus treffen um dann um 1830 Uhr bei Holger aufschlagen. Nun gut, dann hätte ich 1,5 Stunden zum vorherigen Bier trinken bei Holger und dann noch weitere 3 Stunden Bier trinken bei Manuel. Könnte auch klappen. Meine Mitfahrgelegenheit stand auch schon fest. Der Felkl und die Sabrina erklärten sich bereit mich gegen 2000 Uhr rüber zu fahren. Doch zunächst ging es erstmal nach Holger, wo wir ja am Mittwoch zum gratulieren waren. Die Freude war groß und der Durst war meinerseits groß. Und schon gab es Bier, aber ich machte gleich meinen Standpunkt klar, in dem ich lauthals verkündete das ich keinen Schnaps anrühren würde. Das interessierte zwar keinen so richtig, aber ich wollte es mal gesagt haben. Machte aber auch nichts, denn die Schlagzahl vom Bier wurde gleich von Beginn an kräftig nach oben gedreht. Ich machte mir ein wenig Gedanken über den weiteren Verlauf des Abends, aber nahm immer brav vom Tablett runter. Nebenbei gab es dann auch noch Grillgut. Ich hielt mich aber erstmal zurück, denn aus Erfahrung weiß ich, das Grillgut in Verbindung von Spirituosen recht schnell durch den Darm geht.

Beim Sitzen und Erzählen und Bier trinken vergeht schnell die Zeit und ehe ich mich versah mußte ich auch schon los um meine Kutsche nach Breitenberg zu erwischen. Ich war aber ganz ruhig, denn in Breitenberg gibt es bestimmt auch Bier. Was rede ich da? In Breitenberg gibt es mit ziemlicher Sicherheit Pils. Und so war es auch. Es war zwar noch nicht viel los, aber die Theke war schon besetzt und auch ein paar Bekannte Gesichter sprangen dort rum. Ich hielt mich, nach der Getränkeversorgung zunächst an Rippchen und Holler. Die klärten mich ihrerseits erstmal über die allgemeine Situation am Bau auf, was nicht gerade uninteressant war. Aber mich interessierte dann doch mehr das Bier und die anwesenden Frauen. Aber so recht war noch nichts interessantes zu sehen. Entweder waren sie schon vergeben oder aber zu jung. Jedenfalls sahen sie zu jung aus. Doch das kühle Blonde in der Hand entschädigt für so manches. Mein Job war es ja auch nicht Jemanden aufzureißen, sondern sich ordentlich zu betrinken. Und ganz gefährlich sah das Schnapssortiment neben der Zapfanlage aus. Eine sehr gefährliche Zusammenstellung. Zapfanlage und Schnaps. Man wusste gar nicht für was man sich entscheiden sollte. Doch ich wiederstand der verlockenden Aussicht und bleib beim Pils.

Anscheinend ist es auch üblich das man sich bei 30. Geburtstagen ordentlich zum Horst machen muß. Und das gilt nun ausnahmsweise mal nicht für das Geburtstagskind selber, sondern für seine Brüder. Die führten nämlich eine Art Gesang auf und hatten sich als Frauen verkleidet. Als wenn das nun mehr Frauen als vorher anlocken würde. Aber jedem sei sein Spaß gelassen und Manuel nahm es mit Humor. Und doch war dieser Auftritt mehr als nur das selbige. Es war der offizielle Umschwung auf Mixgetränke. Ich hatte ja schon die ganze Zeit Bier getrunken und mittlerweile waren dann auch Heike und Schmalle angekommen. Und plötzlich hatte ich wie durch Zauberhand ein Glas Havana Cola in der Hand. Es war wie verhext. Heike erzählte mir dann auch erstmal das Evelyn auch kommen würde. Eine Information mit der ich so zunächst nichts anfangen könnte. Ich kannte sie zwar, aber das war es dann auch schon. Aber in dem Moment wo in meinem Gehirn die Karteikarte von Evelyn gezogen wurde sah ich eine Verknüpfung mit einer Blondine, die mit ihr eng befreundet ist und die ich vor geraumer Zeit mal in der Werkstatt getroffen hatte und mich gleich Hals über Kopf in sie verliebte. Ich wurde also wieder mal langsam nervös. Doch es war unnötig, denn Evelyn kam dann mit einer anderen Freundin. Die auch fantastisch aussah, aber nicht so mein Typ war. Heike war das relativ egal und sie spitze mich schon wieder an. Hier hieß0 es dann für mich Abstand gewinnen und einen Blick ins Zelt wagen. Dort warteten eigentlich nur mehr Mischungen auf mich. Aber das kann man ja verkraften.

Ein Blick auf die Uhr verriet mir, das ich an den Aufbruch denken mußte. Also wurde sich noch schnell eine Mischung organisiert und dann wurde das Taxi bestellt. Nach kurzer Verabschiedung ging es dann los. Heike wollte zwar das ich noch da bleiben, aber gewisse Vorsätze sollte man dann doch einhalten. Zumal ich mir die Lästereien bei Holger eh schon vorstellen konnte. Eine kurze recht informative Fahrt später war ich dann wieder in Westerode und machte mich sogleich über die extra für mich kalt gestellte Flasche Havana her. Aber vorher holte ich noch den Holger ran, der das Zeug ja unbedingt probieren wollte. Eine Tatsache, die ich gar nicht gut heißen konnte. Jemand in meinem Bekanntenkreis hat noch nie Havana Club getrunken. Nachdem dann die Flasche angebrochen war und die Mischung verteilt nickte Holger zustimmend, was so viel hießt, das es doch recht lecker war. Ich freute mich außerdem auf den Eiswürfelmacher in seinem Kühlschrank, aber die Kinder hatten das Ding wohl laufend in Betrieb, daher mußte ich auf vorher abgefüllte Eiswürfel zurück greifen. Waren auch nicht verkehrt und sie hatten die typische Schogetten mit Sahne Form.

Ich war nun also ausreichend versorgt mit einer leckeren Mischung und konnte mich zu den anderen Feiernden begeben. Hier fiel mir nun auf, das gar nicht mehr so viele Leute da waren. Dafür haben aber die, die da waren Party gemacht für das doppelte an Leuten. Ich gesellte mich aber dann doch erstmal unter das Zelt, wo dann meine Feuerwehrkameraden saßen. Dort quetschte mich dann erstmal der Schnitzel aus, welche Frauen ich denn schon wieder klar gemacht habe und ob denn eine bestimmte Frau da gewesen wäre. Ich weiß gar nicht wie Schnitzel immer auf solche Ideen kommt. Es ist ja nun nicht so, das ich mich komplett anders verhalte, wenn ich mit ihm unterwegs bin. Ich ignorierte seine Sticheleien und beteiligte mich an den gerade laufenden Konversationen. Und die ging um Autos. Holgers Schwiegervater war ein Kfz-Meister in Rente und wollte mich von der Motorleistung seines Audi überzeugen. 4 Zylinder (was mir ein leichtes Hüsteln entlockte), 1,8 l Maschine (ein etwas lauteres Hüsteln) und 170 PS. Dafür dreht dann halt der Motor höher. Nun ja, sagen wir mal so, getrunken hatten wir Beide und keiner wollte so recht von seinem Standpunkt weichen. Ich bin aber immer noch der Meinung das Hubraum durch nichts zu ersetzen ist. Ich habe ja auch gut reden.

Zwischenzeitlich gab es immer wieder mal Nachschub aus der Havana Club Karaffe. Holger hatte wirklich gut eingekauft. Außerdem drückte ein wenig der Magen, besser gesagt er erzeugte einen Unterdruck, dem ich unbedingt nachgeben mußte. Im Keller war dann zum Glück noch das mittlerweile kalte Bufett aufgebaut. Doch so recht mochte ich nicht an kaltes Grillgut heran und tat mich an dem Weißbrot mit Kräuterbutter gütlich. Sehr lecker. Begleitet wurde ich dann vom dem Haushund Blacky, der einen sehr bettelnd ansah. Das hielt ich einfach nicht aus und gab ihm etwas von der kalten Bratwurst. Ich war der Meinung er war mir sehr dankbar. Wieder oben konnte ich dann der sensationellen Tanzperformance von Loki beiwohnen, der sich dazu noch oben rum entkleidete. Ob das nun gut aussah oder nicht, sei dahin gestellt. Aber er gab ordentlich Gas und die anwesende Weiblichkeit kam vor lauter Staunen gar nicht mehr zum fotografieren. Und doch sah ich ab und an den Blitz erleuchten. Wenn da mal nicht Fotos für das Internet geschossen wurden. Den erleideten Schrecken mußte ich dann doch noch mit einer weiteren Mischung herunter spülen. Ist es Jemanden schon aufgefallen? Ich wurde bisher noch gar nicht mit Schnaps gequält. Halt, einen mußte ich in Breitenberg trinken, einen Doppelten Bismarck, was kein Geschenk war, aber bei Holger ließ man mich damit in Ruhe. War vielleicht auch besser so. Dafür lief dann aber genügend Havana rein. Gerade wenn man seinen Standort an die Theke verlegt.

An der Theke ging es dann auch munter weiter. Besser gesagt bin ich dann teilweise zwischen Keller, wo es die leckeren Krräuterbutterweißbrote gab und der Theke hin und her gependelt. Doch irgendwann werden auch meine Beine schwer und ich muß mich mal hinsetzten. Das war allerdings nur draußen möglich und da ließ ich mich nieder. Aber ich war nicht lange alleine, da wurde mir schon Gesellschaft geleistet. Holger teilte mir dann irgendwann mit, das er auch schon verdammt müde sei. Ich ging mit ihm einher und machte mich langsam an den Aufbruch. Eine letzte Mischung auf dem weiten Weg nach Hause und dann verabschiedete ich mich. Zu der Zeit waren Holger, Loki und Kai schon am kuscheln. Ein eindeutiges Zeichen dafür, das ich besser jetzt nach Hause gehe. Die Mischung ging auf dem Rückweg noch in den Schero und dann empfing mich mein warmes Bett.

Gegen Mittag erwachte ich, doch wenn man jetzt glauben mag, das ich einen ruhigen Sonntag vor mir hatte, dann irrt man sich. Ich mußte die Nachmittagsschicht bei der Verkehrssicherung beim Holzfällerfest (Wortschöfpung von Kolben und Matze) übernehmen. Natürlich nicht alleine, aber alleine das man da stehen muß reicht schon aus. Es war drückend, es war warm und ich war müde. Die paar hübschen Frauen die dort mit Autos an einem vorbei fuhren und sich freuten, brachten auch nicht die erhoffte Erfüllung. Und auch dieser Tag ging rum und wenigstens hatten wir freies Trinken und freies Essen. Ich kann die Aufrufe ja schon hören. Wir haben natürlich nur alkoholfreie Getränke zu uns genommen. Wir waren ja schließlich im Dienst! Am Abend bin ich dann selig auf meinem Sofa entschlummert um dann mit Genickstarre pünktlich zum Ende des Hauptfilms aufzuwachen und ins Bett zu verlegen. Schöne Sonntage sind was anderes!

Zum Abschluß noch ein kleiner Verantstaltungstip in gemeinnütziger Sache. Am Donnerstag ist in der Astrid-Lindgren-Schule in Duderstadt wieder ein Blutspende Termin, durchgeführt vom Roten Kreuz. Mein Blutsbruder Ingo und ich werden auf jeden Fall dort sein und uns anzapfen lassen. Ich bin ja nur froh das die Termine immer Donnerstags sind, sonst würde ich gar nicht zum Spenden zugelassen werden. Es wäre jedenfalls nett wenn wir den einen oder anderen da treffen werden. Die junge Dame, wegen der ich eigentlich zum Blutspenden, gelockt wurde, wird wohl nicht da sein, da ihr gewisse körperliche Veränderungen ihr dieses nun verbieten. Doppelmist! Erst Blut abzapfen lassen und im Anschluß noch eine schöne Scheibe Brot futtern. Ab 1800 Uhr werden wir da wohl anzutreffen sein, vielleicht sieht man sich ja.

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