Summertime and the weather is wet

Dieses Wochenende stand fest im Zeichen der Elferrat Sommerparty. Auch wenn das Wetter so gar nicht nach Sommer aussah, ließen wir uns den Spaß nicht vermiesen. Schließlich sind wir vom Karnevalsverein. Da kann man auch in nicht ganz perfekten Situationen lustig sein. Das wären also die Pläne für den Samstag, doch muß ja am Freitag auch ein wenig Programm geboten werden. Und das hat sich relativ schnell ergeben. Zum Glück gibt es ja den Freitag Nachmittag Schnitzel Notruf. Recht fix wurde abgekaspert, das wir Abends zur Alpenmax on Tour Veranstaltung des Schützenverein Duderstadt gehen. Das hörte sich ja schon mal gut an und vor allem war ich mir sicher das es dort Alkohol geben würde. Ich machte mir zwar ein paar Gedanken über das Blut spenden am Donnerstag, aber die wurden schnell zur Seite geschoben. Den Blutverlust hatte ich ja bereits durch genügend unalkoholische Flüssigkeiten ausgeglichen.

Ich bereitete mich als auf den Party Abend vor und das bestand hauptsächlich darin eine Grundlage für die kommenden Freuden zu schaffen und vielleicht schon mal an einem Bierchen zu lecken. Dieses fand ich wohl gekühlt in meinem Kühlschrank vor. Ich hatte ja noch ein paar Probierflaschen von Weihnachten über, die ich langsam mal entleeren musste. Also wurden sich zwei Hefe Weizen in den Schero gekloppt. Schmeckten vorzüglich. Als dann der Schnitzel Express um die Ecke bog, war ich auch schon fast fertig. Noch eine kleine mail an Christian und Sabrina schicken und ab ging es zum Feuerwehrhaus. Dort angekommen trafen wir auf Andreas, der schon mal den Kühlschrank begutachtete, ob denn da auch genügend Getränke drin waren. Zum Glück hatten wir ja auch noch die Geburtstagskiste von Holger da herum stehen, aus der wir dann die letzten Zwei Bier entfernten. Nachher werden die noch schlecht, das konnten wir ja nicht verantworten. Schnitzel wiederum mußte nochmal nach Hause um sich um zuziehen. Und das dauert.

Kurze Zeit später trafen dann noch Tobi und Kolben ein und wir hätten eine perfekte Doppelkopf Runde zusammen gehabt. Dumm nur das die anderen keinen Doppelkopf spielten. Also begnügten wir uns mit der Nebentätigkeit des Kartenspielens. Dem exzessiven Bier trinkens. Und auch Schnitzel warten. Der brauchte länger als eine Frau zum Umziehen. Klar, da waren bestimmt noch ein Sicherungstoilettengang dabei, aber wie kann man bitte so lange brauchen um sich eine Hose und ein passendes T-Shirt anzuzi9ehen. Ich kann es nicht erklären, da bei mir eine Umziehaktion maximal 10 Minuten benötigt und das ist abhängig von der Frage ob eine Krawatte von Nöten ist oder nicht. Aber wir hatten ja Bier und so machte es die Wartezeit erträglich. Nebenbei lief dann auch noch so eine dämliche Chartshow auf einem der privaten Sender. Ich erspare mir mal jeglichen Kommentar darüber, denn die Lieder die gezeigt wurden waren allesamt nicht sehr prickelnd und die Kommentare der B-Promis, die dazu was sagen durften waren definitiv nicht erwähnenswert. Schnitzel kam an und wir berieten darüber wann wir denn dort hin fahren sollten. Ich war ja für 2330 Uhr, da vorher bestimmt nicht so viel los sein würde. Aber nein, die feinen Herrschaften wollten dann doch lieber schon mal etwas früher hin. Also ging ich den Weg des geringsten Widerstandes und fügte mich. Die viertel Stunde eher macht den Kohl nun auch nicht fett. Allerdings durfte ich dann wieder vorne sitzen und bezahlen. Und mir ist aufgefallen, das in Taxis immer die abenteuerlichsten Gerüche zu finden sind. Ob nun positiv oder negativ, überlasse ich der Fantasie des Lesers.

In Duderstadt angekommen nahmen wir relativ fix den Kurs auf und steuerten zielsicher das Festzelt an. Unterwegs trafen wir dann noch ein paar Leute und bleiben hier und da mal stehen. Was die ganze Situation ein wenig gefährlich machte war die Tatsache, das es keinerlei Getränkeversorgung gab. Bisher jedenfalls noch nicht. Also ging es weiter zum Zelt. Doch wir wurden schon vor gewarnt, das dort drin nicht ganz so viel los sein sollte. Also wurde kurz vorher die Zielführung abgebrochen und wir wichen an ein Bierpils aus. Fand ich auch viel besser, da wir ja eh noch auf den Ingo warten wollten, der zu Fuß zum Ort des Geschehens kommen wollte. Am Pils traf ich dann die kleine Kathrin wieder, die gleich zur standesgemäßen Umarmung vorbei kam. Es hatte den anschien, als wenn es ein guter Abend werden würde, wenn ich so früh schon Kathrin treffe. Aber auf jeden Fall würde es lustig werden. Abgelenkt durch Kathrin verpasste ich natürlich dann die initiierende Bierbestellung. Aber ich konnte mich ja auf den Schnitzel verlassen, der mir zielsicherer ein Pils mit bestellte. Wenn man sich nicht sicher ist, was ich denn trinken möchte, dann bestellt man mir einfach ein Bier mit. Diese Information habe ich jetzt mal zufälligerweise fallen lassen, um den einen oder anderen in solchen Situationen die Entscheidung abzunehmen. Ein Pils geht immer. Als ich dann trank, dachte ich mit meinem Pils würde was nicht stimmen, denn es schmeckte wie ein Schlag in das Gesicht. Wenn das die Marke des Schützenfest sein sollte, dann freue ich mich jetzt schon auf anstehende Kopfschmerzen am nächsten Tag. Beim ersten Schluck schmeckte man schon die Kopfschmerzen. Aber wo gehobelt wird da fallen nun mal auch Späne.

Dann kamen Ramona, Hüfte und Porno des Weges entlang. Porno hatte schon wieder alle Anzeichen eines bevorstehenden Rausches. Man sieht es an dem irren Blick, den er manchmal aufsetzt, wenn er einen mit einem Bier in der Hand sieht. Aber dann schüttelte er sich kurz und erinnerte sich, das er ja mit Hüfte unterwegs war und sich vielleicht nicht ganz so betrinken konnte/wollte. Ist ja auch halb so wild, so lange ich mich betrinken darf. Wir unterhielten uns kurz über dies und das und ich widmete mich der genügend Getränkeaufnahme. Man weiß ja nie ob die acht Liter Wasser die ich seit dem Blutspenden getrunken habe, ausreichen würden um meinen Flüssigkeitshaushalt wieder auszugleichen. Ich machte sogar den Fehler Ramona zu sagen, sie dürfe bestellen und ich bezahle. Ich wurde belohnt mit einem Wodka Lemon. Nicht gerade mein Lieblingsgetränk, aber für Ramona habe ich mir das mal rein würgt. Es hatte aber den gleichen Rang wie das Pils.

Nachdem dann die eine oder andere Runde über den Tresen gegangen ist, entschieden wir uns für den Einmarsch in das Festzelt. Es war nun auch später geworden und die Gruppen um die Bierpilse dünnten so langsam aber sicher aus. Ramona verließ uns dann leider, da sie nach Hause mußte. Drinnen wurde dann nach der Entlohnung das Ausmaß der Katastrophe bekannt. Es war nicht gerade voll, aber auch nicht gerade leer. Man konnte wunderbar stehen, ohne das man alle vier Sekunden Jemandem Platz machen mußte. Und auch die Frauen waren recht ansehnlich. Ich ließ meinen Blick ein wenig schweifen um zu gucken, ob man nicht das eine oder andere Gesicht bemerken würde. Ja, bevor ich was zu trinken orderte. Dieses Scannen der Lokalität bietet sich auch an, um zu gucken wie denn die Zahlungsweise in dem Laden ist. Die Zahlungsweise beruhte auf Chips. Ich mußte also erst an einer Bude mein hart verdientes Geld in Chips umtauschen um dann die Chips wieder in Getränke zu tauschen. Altbekannt und bewährt. Ich hoffte nur das es anständige Preise waren. Auf dem Weg zum Markenverkauf bemerkte ich eine Auszubildende und eine Praktikantin vor der Arbeit. Nun hieß es Obacht geben, nicht das man am Montag das Gespräch in der Firma ist, weil man mal wieder voll hacke vor dem Festzelt rum gelegen hat weil man göbelnd hinterm Zelt angetroffen wurde weil man nur an der Theke stand und sich literweise das Bier in den Rachen gekippt hat weil man sich nicht ganz einwandfrei benommen hat. Wird bei mir ja nie vorkommen, aber Sicher ist Sicher.
Die Chips wurden dann zeitnah in Bier umgetauscht und die Enttäuschung war groß. Die gleiche Plörre wie es draußen gab, gab es auch drinnen. Warum sollte es auch anders sein. Doch hier konnte man feststellen was denn hier ausgeschenkt wurde. 9 Springe, die flüssig gewordene Rache der Braumeister. Ich habe mehrmals in frühen Jahren im Glashaus eine Kur gemacht und war zu späteren Stunden mehrfach kurz vor dem Brechreiz und doch hat das ganze Training nichts gebracht. Man kann von dem Zeug einfach nicht so viel trinken. Dafür kam es aber gleich im 0,4 l Plastikcontainer daher. Einerseits gut, weil viel Bier für das Geld, andererseits schlecht weil viel 9 Springe für das Geld. Egal, ein in den Kopf und nicht drüber nach denken. Was aber sehr schwer fiel. Außerdem mußten wir uns recht schnell wieder von der Theke entfernen, weil ja Teile der Firma anwesend waren. Ich teilte meine Sorge mit Hüfte, die dieses Problem ja schon länger hat. Aber sie sagte, das es halt so sei. Sie hat ja auch gut reden, trinkt sie ja eher nicht so im fortgeschrittenen Stadium wie ich auf öffentlichen Veranstaltungen. Ich führte also Ingo und mich an einen Ort wo man nicht so im Blickfeld war. Aber das brachte nicht viel, denn die Beiden verlagerten auch ihre Postion und standen wieder in der Nähe. Also mußte nun mehr Ressourcen auf den Überwachungsapparat gelegt werden. Wird schwer fallen, aber es mußte gehen.

Das Publikum war recht jung, aber teilweise doch recht nett anzuschauen. Natürlich waren auch Damen in meinem Alter anwesende, besser gesagt, hoffte ich das sie nicht zu jung waren, als ich sie mit offenen Mund anstarrte ansah. Wenn man dann so in der Menge steht, dann weiß man ja nie wo die Tanzfläche aufhörte und wo sie anfing. Und ehe man sich versieht ist man mitten drin in der rhythmisch zuckenden Menge. Zum Glück ließen Ingo und ich uns ein wenig zu einem Stehtisch treiben, wo man dann ja gar nicht tanzen kann. Sollte man zumindestens annehmen. Ich muß auch sagen, das sich so recht keine Favoritin einstellen wollte. Irgendwie hatte ich auch mehr Lust mich hemmungslos zu betrinken, wenn da nicht Firmenangehörige wären. Die übrigens auch beim Blut spenden angetroffen wurden und man sich gleich Sprüche über sein Auto anhören durfte.

Langsam kam auch die Zeit in der man sich einfach diese Bierähnliche Getränk in 0,4er Bechern rein schütten konnte. Also dachte ich mir das es Zeit wurde auf den Mixturenzug über zuspringen. Doch als ich meinen Wunsch nach Havana äußerte, wurde mir mitgeteilt, das es den nicht geben würde. Also nahm ich den Bacardi in Kauf, der allerdings schon alle war. Ein Kurzer Blick auf den Tisch mit den Schnapsflaschen sagte mir dann das es noch Whisky und Goldkrone gab. Goldkrone, Weinbrandimitation der untersten Sorte. Also orderte ich den Holzhammer. Goldkrone-Cola, aber ich konnte mir gerade noch auf die Zunge beißen, als ein nicht näher genanntes Organ den Spruch mit dem Peitschenknall einwerfen wollte. Ich sollte mir eigentlich regelmäßig Leberhaken geben, aber das kommt vielleicht an de Theke nicht so gut. Da kommt man schnell in den Verdacht schizophren zu sein und vielleicht in stetiger Verbindung mit Tyler Durdan zu stehen. Zurück zum Bestellvorgang. Ich bekam also meine Mischung und ging mit gemischten Gefühlen dran. Weinbrand ist nicht so meine Lieblingsdroge. Doch was die Bedienung mir da hin gezaubert hat, war eine Beleidigung für meine Geschmacksknospen. Die Mischungen wurden mit 9 Springe Cola gemacht und die hat einen Zitronenzusatz. Nicht sehr schön, aber mein Gesicht konnte eh nicht mehr entstellt werden als eh schon ist. Doch meine Mine hellt sich schnell auf, denn ich traf auf Biggi und Nollo, die sich auch trinkend in Thekennähe aufhielten. Nollo ist ja meine direkte Bezugsperson, wenn es um meine Lieblingsbedienung Ramona (nicht zu verwechseln mit meiner Lieblingsramona, Schwester von Porno) geht. Er kommt ja immer sehr schnell zum Thema und sagt, das er sich immer an der Kasse beim Supermarkt in Göttingen trifft. Er würde mir sogar ihre Telefonnummer geben, aber das finde ich dann doch zu sehr Stelzbockmäßig. Dafür machte er mir aber Vorschläge welche der noch anwesenden Damen vielleicht zu mir passen würde. Ich kam mir vor wie bei einem Personalberater. Aber ich finde es ja nett, das er sich so Sorgen über meine Partnerwahl macht. Vor dem 30sten Geburtstag wird das mit der Hochzeit wohl doch nichts mehr werden. Warum hat auch Russenschlampen.de sich nicht mehr gemeldet?

Der Abend ging nahtlos in den frühen Morgen über und die Menschenmenge im Zelt wurde weniger und weniger. Auch Westeröder Recken waren nicht mehr vorhanden, was aber daran lag, das ich nicht mit abhauen wollte, als sie zum Aufbruch bliesen. Ich konnte dann ja noch mit Biggi und Nollo abhauen. Außerdem war der Ingo auch noch da, der endlich mal wieder einen trank. Ich habe mir ja schon Sorgen gemacht. Zu viert verließen wir dann das Zelt und Ingo zog zu Fuß von dannen. Biggi, Nollo und ich nahmen uns dann eine Kutsche nach Hause. Ich war froh, als ich dann mein Bett erreichte. Mein Wecker sollte ja auch schon um 1100 Uhr klingeln.

Tat er auch, aber vorher wurde ich dann noch von einem potentiellen Autokäufer angerufen, der gebrochen Deutsch sprach. Ich liebe ja solche Anrufe und hinterher soll man sich dann den Namen aufschreiben, der Schmidt lautet. Ist klar geworden und ich heiße eigentlich mit Nachnamen Hamaschischkebab. Nachdem dann eine Grundsäuberung des Körpers und eine kleine Grundlage in den Magen geworfen wurde ging es auch schon los. 1300 Uhr Aufschlag beim Schmierpopel um sich den Nachmittag vollaufen zu lassen. Würde ich jetzt behaupten, das ich das nicht mögen würde, dann wäre das glatt gelogen und ich will ja hier keine Lügen verbreiten. Besser den Satz zwei Mal lesen. In der Zwischenzeit ist der Zeiger auf der Uhr fünf Minuten weiter gewandert und ich hatte mein erstes Pils in die Hand gedrückt bekommen. So sind Samstage sehr erträglich. Das Flaue Gefühl im Magen hat sich auch gleich verabschiedet, nachdem es eine schöne Bierdusche bekommen hat. Aber vor dem Vergnügen hat der Präsident das Aufbauen gesetzt. Also wurde ein Pavillon und Bierzeltgarnituren besorgt. Auch wenn man die Garnituren nur von Kai zum Popel bringt, kann der Weg weit werden und die Arme immer länger. Das Bier danach hatten wir uns redlich verdient. Dann wurde noch fix der bereits geholte Pavillon aufgebaut und herumgestanden und Bier getrunken. Bei so einer Beschäftigung kenne ich mich aus und kann nicht viel falsch machen.

Als dann alles stand wurde sich ein wenig ausgeruht und noch ein wenig mehr Bier getrunken. Was mich jetzt leicht erschreckt, ist die Tatsache, das es mir bereits recht gut schmeckte. Dabei war es erst 1400 Uhr. Es folgte nun eine Elferratssitzung, mit der halt erst angefangen werden konnte, als alle Mitglieder da waren. Ich wiederum war schon in einer richtig schönen Scheiße laber Stimmung und machte ein paar Zwischenrufe, die für allseitiges Gelächter sorgten, außer eben beim Präsi. Und ich spielte ein wenig mit Thomas B. seinem neuen Handy herum. Außerdem ärgerte ich mich bei meinem Handy über den nicht richtig funktionierenden GPS Empfänger. Aber um ehrlich zu sein brauche ich den nicht wirklich. So lange Taxifahrer keine Koordinaten anfahren, ist so was eher nicht von Nöten. Außerdem kenne ich mich ja mit Karte und Kompaß aus. Die Sitzung ging vorbei und zwischenzeitlich war auch die holde Weiblichkeit aufgeschlagen. Die hatten es besser und konnten schon mal ein paar Kuchenstücken essen, während wir weiter hin großes Palaver hielten. Im Anschluß schien es als sei eine Handgranate in unsere Mitte geworfen worden, denn es stürmte alles auseinander und in Richtung Rasenplatz, wo ein Volleyballfeld aufgebaut wurde. Da ich auf Grund von akuter Unlust und weiterem Bierkonsum einer alten Kriegsverletzung keinen Sport machen durfte, blieb ich am Tisch sitzen und unterhielt mich mit Gaudo. Ich mußte ihm ja neuste Informationen von der Trötenfront liefern. Dazu ließen wir uns jeder ein leckeres Stück Kuchen schmecken. Wenn erstmal die ersten fünf Bier den Weg in den Magen gefunden haben, spülen sie ganz schnell die als Grundlage angelegten Nahrungsmittel hin fort. Da wird dann nach Nachschub verlangt. Dieser kam dann in Form eines Streusel-Pflaumen-Kuchen. Etwas geringwertig zu Bier, aber ich habe schon viele geringwertige Sachen gemacht, die ich hier lieber nicht aufführen will.

Nach dem Kuchen wurde dann erstmal nach geguckt, ob denn beim Volleyball alles in Ordnung ist. Und wie ich sehen mußte standen auch Schnitzel und Böning am Spielfeldrand und mußten zugucken. Ich hatte aber eher das Gefühl, das sie zugucken wollten. Also stellte ich mich dazu und genoß das Schauspiel. Eine besondere Erwähnung verdient der Schocker. Das er in Latzhose gekommen war, die nur ihm zu klein war ist ja eine Sache, aber der Einsatz der von ihm gezeigt wurde, war fantastisch. Ein Flugrolle hier und ein Rückenbrecher dort. Ich haben noch nie einen so schnellen Kugelblitz Schocker gesehen. Es war alles sehr spaßig anzuschauen, vor allem wie alle auf Schmieri rumhackten. Dabei ist er doch so nett und läßt uns auf seinem Grundstück feiern. Gut das war eine Strafe für ein Vergehen beim Karneval, aber wir würden uns doch benehmen. Meistens jedenfalls. Oder aber er wollte uns seinen Großgrundbesitz verheimlichen. Ein wirklich sehr schönes Anwesen. Man hätte einmal dort ein Wohnhaus mit einer riesigen Grünfläche anlegen lassen oder einen kleinen Milchviehbetrieb eröffnen. Fläche war genügend da. Aber das würde dann ja Konkurrenz zu Borchardts werden und wie ich Schmieri kenne würden die Kühe bald alle AlufelgenHufeisen haben.

Es wurden die besten Stunteinalgen geliefert, die je bei einer Elferratsfeier zu sehen waren. Und doch machte sich ein kleines Hungergefühl im Magen breit, was mich wiederum zurück zum Pavillon zog. Dort wurde der Grill schon in Gang gebracht, aber noch nicht s grillbares drauf gelegt. Kein Wunder waren ja alle Männer beim Volleyball. Also setzte ich mich kurz zu der zurück gebliebenen Altersabteilung des Elferrates und redete mit denen ein wenig Unsinn. Doch das Loch im Magen wuchs und ich bot mich an schon mal ein paar Stücke Fleisch auf die Glut zu legen. Das fand allgeminen Anklang beim weiblichen Geschelcht. Da hatte ich ja wieder was gesagt. Aber Barney ging mir helfend zur Hand. Jetzt muß ich aber dennoch eine Entschuldigung los werden. Und zwar an Biggi und Nollo, die bestimmt hier mit lesen werden. Ich wollte sie um 1700 Uhr abholen, damit sie ein zwei Bierchen mit trinken und dann zum Schützenfest weiter ziehen. Als alte Elferratmitglieder (zumindestens der Nollo) wäre das ja kein Problem gewesen. Aber ich stand zu der Zeit am Grill und habe absolut die Zeit verpasst. Der Alkohol und die ganzen Dämpfe von gegrilltem Fleisch haben mein Zeitgefühl derart durcheinander gebracht, das ich erst beim Blick auf die Uhr zwei Stunden später feststelle, das dort noch eine unerledigte Aufgabe in meinem Kopf herum schwirrte. Hiermit entschuldige ich mich für das Vergessen, from the bottom of my heart! Das Grillgut schmeckte aber vorzüglich und war binnen Sekunden fertig zum Anrichten. Das lag an mehrern Dingen. a) Barney und ich waren einfach Korinthen Koalas Kackvögel Koriph Experten am Grill, b) das Feuer welches von Böning und Schnitzel entfacht wurde schien direkt aus dem Fegefeuer zu kommen, so heiß war es, c) das Fleisch war gut, nicht zu groß und nicht zu dick. Und es ließ sich wunderbar auf dem Brot essen. Wir wurden dann von Schnitzel und Görtler abgelöst die sich zu Beginn freiwillig gemeldet hatten. War zwar nicht nötig, aber wenn sie unbedingt wollten.

Nach dem Essen war der Alkoholpegel drastisch erhöht wurden. Das lag jetzt aber nicht am Essen, sondern an den ganzen Bier und Bierähnlichen Getränken die konsumiert wurden. Natürlich bleib es nicht nur beim Volleyball spielen, sondern es wurden in den Pausen der Flüssigkeitshaushalt aufgefüllt. Da fragt man sich dann wie viel manche Leute schwitzen, da sie so viel nachgefüllt haben. Es soll auch Leute gegeben haben, die haben nur am Rand gestanden und sich vollaufen gelassen haben, ohne auch nur zu schwitzen, Schnitzel, Böning und mich zum Beispiel. Da man nun aber am Tisch saß ging das Schieße labern richtig los. Bis sich dann die Gemüter ein wenig abgekühlt hatten und es wieder auf den Platz ging. Ich weiß gar nicht warum man sich andauernd bewegen muß. Man kann doch auch gemütlich am Tisch sitzen und sich langsam aber sicher die Myrte zu knallen. So hat halt jeder andere Vorlieben. Nebenbei wurde dann auch noch Federball gespielt, dies aber von den jüngeren Elferratsdamen. Auch hier gab es wahre Sporttalente, da ich aber niemand hier diffamieren möchte nenne ich mal keine Namen. Ich will es mir ja mit den Schönheiten nicht verderben. Schnitzel half auch noch aus und laschte ordentlich zwischen. Dafür fing er sich dann auch den einen oder anderen Anranzer ein. Böning versuchte es auch anfangs und hatte dann aber schnell die Schnauze voll. Auch er war dann der Meinung das Bier trinken einfach mehr Spaß macht. Dann gab es noch das Trampolin (Übrigens die Rechtschreibverbesserung von OpenOffice hat mir zu „Trampolin“ als Verbesserung „Traumpolin“ vorgeschlagen. Sollte ich das als Hinweis auf meinen bevorstehendes Geburtsfest sehen? Ich habe Angst!) als Attraktion. Welches von Frauen aller Altersklassen genutzt wurde. Spaß hatten sie wohl alle. Bis halt der Schmierpopel sich dazu gesellte und alle ordentlich aufmischte. Selten habe ich so panische Gesichter gesehen. Vielleicht erst letztens als Loki oben ohne bei Holgers Geburtstag tanzte.

Die Dunkelheit legte sich langsam aber sicher über die ganze Festivität und die sportlich angehauchten Elferratsmitglieder fanden langsam aber sicher den Weg zurück zu den Tischen. Dort befand ich mich nun schon seit längerem in einer Diskussionsrunde, an der ich nur teilweise teil nahm. Doch es kam dann zu einer entscheidenden Wendung in der Getränkefrage. Früh sah ich in der Kühltruhe die Havana Flaschen und freute mich bereits um 1523 Uhr auf einen schönen Havana Club. Als interne Grenze setzte ich mir 2200 Uhr, dann wäre ich bereit in das Land der Mischungen überzuwechseln, welches als Beschleunigungszentrum für das Land des Delirium dient. Doch Barney und M7 machen mir einen Strich durch die Rechnung und brachten das Getränk der Götter schon um 2130 Uhr auf den Tisch. Nun schlugen meine Synapsen über und ich verlangte stehenden Fußes ein Glas um mich sofort mit Havana zu betrinken. Ich erkannte mich selbst nicht wieder und erschrak vor meinem befehlenden Tonfall. Das mußte die Vorfreude sein. Schmieri machte ein paar Scherze aber folgte dann meinen Anweisungen. Und dann konnte ich mich endlich am Getränk der Götter laben. Ich war sogar ein recht vorsichtiger Mischungsmacher, denn ich ließ es langsam angehen. Aus Erfahrung wusste ich ja was mich erwarten würde, wenn ich jetzt mit Hammermischungen übertreiben würde. Ich wollte einfach nicht ins Land des Vergessens überwechseln. Langsam aber sicher in den Vollrausch war die Devise für die Sommerparty. Aber es war lecker.

Nun ging es straff vorwärts. Sowohl die Diskussionen als auch das Trinken. Man war ja schließlich im Biermodus. Doch der einigermaßen wache Menschenverstand hielt mich wachsam. Der Grill wurde dann auch nochmal angeschmissen, da noch diverse Käsekrakauer vernichtet werden wollten. Ich schließe mich da ja nicht aus, denn zu später Stunde kehrt der Hunger nochmal zurück. Auch wenn man wenige Stunden vorher schon was vertilgt hat. Ich glaube Alkohol bringt den Verdauungstrakt auf 7000 U/min. Und die Scheißelabereei wurde an diversen Stehtischen fortgeführt. Stehtische haben etwas an sich. Ich finde sie gut. Man hat keinen festen Platz und kann eben mal zwischen rutschen. Außerdem kommt mehr Bewegung in die ganze Erzählerei. Wir machten dann noch ein paar Witze über Schocker und dann ging es munter weiter. Die Zeit raste allerdings vorwärts und ehe man sich versah wurde die Menge immer weniger. Ich weiß gar nicht wie das passiert ist, aber plötzlich waren wir nur noch zu fünft. Schmieri, Anja, Böning, Kai und ich. Und dann kam der folgenschwere Vorschlag von mir einer Person, die nun nicht mehr mit Sicherheit festgestellt werden kann. Warum wollen wir nicht den Abend mit einer Runde Sing Star ausklingen lassen. Eine perfekte Gelegenheit den Schmierpopel wieder einmal in die Schranken zu verweisen. Ein kleines Problem war allerdings das die Playstation in dem Zimmer von Schmieris kleinem Sohn stand. Kein Problem für Kai, der sich als wahrer Meisterschleicher ausgab. Er wollte die Playstation holen. Oh je, ich hoffe nur der Sohn wurde nciht wach und würde den Schock seines Lebens bekommen.

Doch Kai bekam alles ohne Probleme hin und das mit geschätzten 4,0 Promille. Ruck zuck wurde die Playse aufgebaut und ab ging die Party. Jeder war mal dran und ich verschweige jetzt mal die eher unbegabten Gesangstalente. Kai war wirklich grottenschlecht und auch als er sich 3 mm vor den Fernseher setzt, weil er die Schrift nicht mehr lesen konnte, kam nicht wirklich was gescheites raus. Gut, Schmieri und ich waren auch nicht unbedingt besser, aber wir konnten ungefähr die Melodie halten. Aber wir waren gleich stark. Auch bei den 80er Jahre Liedern, wo ich beim letzten mal den Schmierpopel gnadenlos auflaufen ließ, hatte er nun teilweise die Nase vorn. Ich würde lügen wenn es mich nicht geärgert hätte. Aber es einen unglaublichen Spaß gemacht. Vor allem wenn ich gewonnen habe, knapp vor Schmieri. Ich muß nun auch leider gestehen, das eins der Lieder von der Münchner Freiheit war. Ja, ich schäme mich dafür.

Schmieri und ich sangen wie die Teufel und die anderen in den Schlaf. Das war Zeichen dafür das wir endlich den Heimweg antreten sollten. Kai schwang zwar vorher noch große Reden, das wir die dritte Flasche Havana auch noch vernichten würden. Kurz danach lag er dann schnarchend auf dem Sofa. Ich trank meine Mischung noch aus und dann machte ich den Weckruf bei Böning und Kai. Draußen konnte ich noch eine Beweisaufnahme vom schmierigen Popel machen, wie er mit dem Salatbesteck direkt den Kartoffelsalat aus der Schüssel aß. Er ist und bleibt halt der Schmierpopel, der auch mal die Schokolade von den Schokoladenkeksen abbeißt und den Rest wieder in die Keksdose wirft. Grenzwertig halt.

Grenzwertig waren dann auch die Anfälle von Kai. Ich weiß zwar nicht was ihn gestochen hat, aber er hat dann erstmal eine Flugrolle in die Rabatten von Lichtenbergs gemacht. Dann randalierte er noch an ein paar weiteren Grünpflanzen im Kirchweg herum und zwang uns bei Böning noch ein Pils zu trinken. Böning traute sich gar nichts mehr zu sagen, da er kurz vorher von Kai durch seine Hecke geschubst wurde (Sensationell Einlage übrigens) und ließ uns in seine Garage und dort gab es dann das letzte Bier des Abends. Warum eigentlich? Es war doch schon längst genug. Aber nein, es muß noch Bier getrunken werden. Dann war aber auch Schluß und ich ging nach Hause und arrangierte die Blumen vor Kais Eingang nochmal neu, welches er recht spaßig fand. Tja, Betrunkene sind leicht zu unterhalten.

1015 Uhr mein Wecker teilte mir mit, das es Zeit werden würde sich doch zum Aufräumen zu begeben. Die dummen Sprüche kannte man ja allesamt schon, aber schließlich konnte man auch ein paar abgeben. Egal was man sagte, es traf alles zu. Ein Zeichen für eine gelungenen Party. Mir jedenfalls hat sie Spaß gemacht. Das Aufräumen war dann auch eine der Hauptaktionen am Sonntag, zu mehr war ich nicht in der Lage. Passenderweise fing mein Kopf nach dem Mittag an zu dröhnen als hätte Jemand einen Specht in meinen Kopf gesetzt. Platz genug darin wäre ja.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: