Hole in the head

Nach dem sehr ausmergelnden vergangenen Wochenende hatte ich mir vorgenommen den Freitag zu Hause zu verbringen. Es war eh nicht viel los. Der Ingo hatte ein heißes Merenge Date, Schnitzel mußte auf einem Geburtstag zapfen und Felkl war in Fulda geblieben. Hörte sich nach einem netten DVD Abend an. Ich machte normal Feierabend und fuhr noch kurz einkaufen. Dort sah ich mich schon mit Unmengen an Einkaufs-Nazis Verrückten konfrontiert, da ich mal wieder zum Marktkauf mußte. Zum Einkaufen, meiner Meinung nach, der ungünstigste Laden. Nur der Edeka rangiert mit ihm auf einer Stelle. Aber dem war Gott sei Dank nicht so. ich bekam einen guten Parkplatz und war auch recht fix im Laden. Als ich dann so durch die Gänge striff um mir meine Einkäufe wieder in das Gedächtnis zu rufen, da ich den Einkaufszettel auf meinem Schreibtisch liegen gelassen haben, traf ich dann auch noch den Ingo. Dieser war gerade beim Einkaufen und teilte mir mit das er die junge Dame vom letzten Wochenende auch noch zum selbst gekochten Essen eingeladen hat. An seinem Gesichtsausdruck konnte ich erkennen, das er sich da dann doch mehr aus dem Fenster gelehnt hat, als er wollte. Aber nun war er dabei und einen Rückzieher wollte er dann auch nicht machen. Wir beendeten dann gemeinsam den Einkauf. Ich wünschte ihm noch viel Erfolg für den Abend und fuhr gen Heimat. Als ich dann meine Einkäufe zu Hause verstaute, fiel mir dann auch wieder ein, was ich noch alles kaufen wollte. Ich hasse es wenn man den Einkaufszettel verliert und noch mehr hasse ich mein Gedächtnis wie ein Sieb. Ich habe die ganzen Dinge ja vorher aufgeschrieben und dann kann ich mich einfach nicht mehr daran erinnern. Schlimm! Wenn ich fünf Sachen brauche vergesse ich mindestens zwei. Die Schere geht noch weiter auseinander je mehr Sachen ich benötige.

Zu Hause bereitete ich mir dann ein schmackhaftes Mahl und guckte die letzte Episode von CSI. Nebenbei verteilte ich noch Einladungen für die Übungsstunde der Senioren per SMS. Da sage mal einer das Männer nicht multitaskingfähig sind. TV gucken, essen und SMS schreiben. Ich bin so stolz auf mich. Wenige Minuten später rief mich dann der Kai an und bedankte sich für die Einladung und fragte im gleichen Atemzug was denn heute Abend noch gehen würde. Ich sagte ihm das aus Ermangelung von Teilnehmern nichts mehr gehen würde. Er war da aber ganz anderer Meinung und zählte auf wer denn alles mit von der Partie war. Ich war der ganzen Geschichte nicht abgeneigt und wartete so auf seine Mitteilungen. Nebenbei fing ich schon mal mit den ersten DVDs an, damit bei Nicht stattfinden der Abend nicht umsonst gewesen wäre. Da man nun beim Fernseh gucken auch Durst bekommt und es so aussah das man doch noch wohin gehen würde öffnete ich mit eine Flasche Bier. Aber nicht irgendeine x-beliebige aus einer Standardkiste. Es war eine 1,5 Liter Flasche aus Seligenstadt. Die hatte ich von Steini und Jens bekommen die dort ja wohnen. Sie wohnen ganz in der Nähe einer kleinen Brauerei und die gibt solche Mengen günstig ab. Das war dann so lecker, das seltsamerweise die Flasche nach und nach abnahm. Ich wollte ja eigentlich nur ein oder zwei Gläschen trinken, aber wenn man dann erstmal damit angefangen hat, wird es schwer wieder aufzuhören. Und gerade beim DVD gucken kann das sehr gefährlich werden. Ich kann mich an DVD Abende erinnern, die wir mal angefangen haben und uns dabei zugeschüttet haben. Von den Filmen die wir dann in der Nacht geguckt haben, konnte ich mir die Hälfte nochmal angucken, weil ich nichts mehr von der Handlung wusste oder gar zwei Handlungen miteinander vermischt hatte. Lange sind sie her die Studentenzeiten. Das beste Erlebnis hatte ich mal beim Oems. Das waren noch Schulzeiten und wir trafen uns bei ihm um einfach das Wochenende zu feiern. Langsam aber sicher betranken wir uns mit Bier und Wein. Ja, das waren noch ganz fiese Zeiten. Als wir dann schon richtig schön stramm waren, kam Oems auf die Idee „Pulp Fiction“ ein zuschmeißen. Ein sensationeller Film, aber nicht empfehlenswert, wenn man schon stramm ist. Da der Film in fünf Teile unterteilt ist und diese dann gemischt wieder zusammen geschnitten wurden. Herrscht ab der Mitte komplette Verwirrung. Warum war Vince Vega wieder am Leben? Wurde er nicht gerade von Butch erschossen? Später kam dann noch seine Schwester vorbei und ihr wurde nach einem abschätzenden Blick und zwei Sätzen klar, das wir hacke voll waren. Aber spaßig war es! Soviel zu Filmen unter Alkoholeinfluß gucken.

Der Film war mäßig und die Flasche nährte sich dem Ende. Eine weitere SMS an Kai ergab, das sie im Moment zu Hause waren und nur auf den Anruf von Tobi warteten, dann würde es scharf gehen. Seine Sprache war nicht mehr ganz so fest, was mir eigentlich ein Hinweis darauf geben sollte, was der weitere Abend so bringt. Also öffnete ich mir ein weiteres Bier, man weiß nie wie lange das noch dauert. Als der Film zu Ende war, rief mich dann der Tobi an und fragte was denn nun wäre. Ich war völlig verdutzt. Warteten wir denn nicht auf seinen Anruf? Was war bloß los mit dem Kai? Tobi und ich verabredeten uns dann im Feuerwehrhaus. Das bedeute für mich, das ich nun noch mit dem Fahrrad nach Westerode fahren mußte. Ist aber kein Problem, denn frische Nachtluft tut ja gut und danach ist man munter. Bei meinem Eintreffen war noch niemand da, also war der nächste logische Schritt mal an den Kühlschrank zu gehen und dort nach dem Rechten zu sehen. Wenig später kam Tobi. Nun konnten wir gemeinsam warten.

Ich setzte einen internen Timer von einer Stunde, wenn sich dann noch nichts ergeben haben sollte, dann würde ich wieder gen Heimat fahren. Ab und an schrieben wir ein paar SMS in Richtung Walters, aber bekamen nur wenig bis gar keine Rückinformation. Irgendwann meldete sich dann der Kim der sagte das Kai schon eingeschlafen wäre und Wiebke ihn mit ins Bett genommen hat. Das war der Zeitpunkt an dem ich leicht angesäuert wurde. Warum werden alle Hebel in Bewegung gesetzt das man am Abend noch was machen will und dann ist man so stramm das man ein schläft. Nichts dagegen das man sich die Mütze voll haut und dann einschläft, aber dann sage ich vorher nicht allen Leuten Bescheid, das man noch was machen will. Ich war sauer auf Kai. Unzuverlässig hoch drei, aber immer eine große Klappe haben. Die drei Pils die ich im Feuerwehrhaus während der Wartezeit verdrückt hatte habe ich fein bei Kai auf den Deckel geschrieben und dann ging es wieder nach Hause. Wir haben erst überlegt noch ins Ambiente zu fahren, aber so richtig Bock verspürte keiner mehr. Also schwang ich mich auf mein Rad und ab ging es wieder nach Hause. Da kann ich mich wenigstens auf mein Sofa legen und einen weiteren Film genießen. Ein Gutes hatte der Abend dann doch die zusätzliche Bewegung durch die nächtliche Radfahrt hat mir bestimmt gut getan.

Auf dem Sofa habe ich dann auch doch noch bis fast zum Ende ausgehalten, dann bin ich eingeschlafen. Aber ich kann mich noch an die Handlung erinnern. Vom Sofa habe ich dann direkt ins Bett verlegt. Der nächst Tag kommt bestimmt, aber ich konnte mal wieder ausschlafen. Kein Schützenfest, keine anderen Aktivitäten. Aber so wie ich das sehe wache ich eh wieder um 0600 Uhr auf, weil der innere Wecker einen aus den süßen Träumen reißt. Verdammte Gewöhnungssache!

Wie ich es vorausgesagt habe wurde ich wieder von alleine wach, aber aufstehen mußte ich deswegen noch lange nicht. Der Tag würde mit dem Seniorenübungsnachmittag noch anstrengend genug werden.

Die Seniorenübung lief erstaunlich gut und machte vor allem eins. Durst und nochmals Durst. Dummerweise hatten wir nichts zu trinken mitgenommen, was auch von einigen angeprangert wurde. Ich hielt mich da natürlich zurück und sparte mir meine Kommentare. Wusste ich doch das mich im Feuerwehrhaus gut gekühlte Hefe Weizen erwarten würde, die ich dann schön mit dem Friede zusammen wegputzen würde. Drei Mal die Übung durch und ich fühlte mich dem Sauerstoff so nahe. Aber ich hielt durch. Ich war ja nur froh, das ich später dann nur c-Schläuche aufrollen mußte und keinen B-Schlauch. Das mußte ich schon zur Genüge bei der Jugendfeuerwehr machen und da hängt es mir eh zum Hals raus. Nach den drei Mal üben, bei denen meine Schweißdrüsen ihr Bestes gaben ging es dann wieder zurück zum Feuerwehrhaus. Ich freute mich so unglaublich auf ein Hefe, das ich es kaum erwarten konnte. Doch zunächst mußte ich das angefangen Pils beenden. Friede mehrte mich gleich an wo denn das Hefe bleiben würde und stellte die gekühlten Zutaten auf den Tisch. Ich kann es gar nicht beschrieben, wie schön es aussieht wenn eiskaltes Weizen in ein gekühltes Glas läuft. Den Geschmack erspare ich jetzt dem Leser, damit es keine Ausschreitungen vor dem Rechner gibt. Es war einfach lecker. Leider mußte ich dann noch einer Versammlung beiwohnen, die unserem Feuerwehrfest im nächsten Jahr diente. Nicht das es schlimm war, aber man konnte eben nicht so viel Scheiße labern. Zum Glück gab es uneingeschränkten Zugang zum Hefe Weizen. Bei der Versammlung selber gab es nichts spektakuläres zu berichten. Es ging halt um die Musikkapelle und wie wir mit der gesamten Bedienungssituationen verfahren. Ich spiele bereits mit dem Gedanken mich darum zu kümmern. Wer weiß, vielleicht kann man ja die Truppe vom Schützenfest engagieren. Nicht das ich jetzt da besondere Hintergedanken hätte.

Im Anschluß an die Versammlung ging es dann erstmal nach Hause, da ja auch etwas zu Essen zu den drei Hefeweizen geschoben werden mußte. Außerdem sollte den Abend ja noch weiter gehen. Schnitzel hatte wohl noch Lust nach Göttingen zu fahren und da bin ich natürlich der letzte der Nein sagt. Andreas wollte fahren, womit für mich schon alle Probleme aus dem Weg geräumt waren. Wir verabredeten uns für 2030 Uhr im Feuerwehrhaus und ich begab mich nach Hause dort wurde noch fix was zu essen eingeworfen und ab ging es unter die Dusche. Ich verzichtete auf weitere Biere zu Hause, da ich sonst eine Eskalation des Abends voraussehen würde. Da wollte ich natürlich gegensteuern. Außerdem würde ich ja im Feuerwehrhaus noch ein paar Weizen trinken, das sollte vollkommen ausreichen. Als ich wieder im Feuerwehrhaus war erwartete mich gähnende Leere. Warum bin ich eigentlich immer der einzige Idiot, der sich an abgemachte Zeiten hält? Kein Wunder das ich dann schon vorzeitig die Hefe aus dem Kühlschrank hole und mich entspanne. Während ich dann so da saß und mein Hefe auf den Verzehr vorbereitete macht eich mir so meine Gedanken über den vor mir liegenden Abend. Ich wusste bereits von Schnitzel, das es in das Alpenmax gehen sollte. Ein Laden der mir nicht wirklich liegt, aber was soll man machen. Ich wäre lieber in den JT Keller gegangen, die Gründe sollten ausreichend bekannt sein. Aber man fügt sich ja der Allgemeinheit. Nach der letzten Aktion wo nicht viel los war im JT bekam ich die Truppe bestimmt nicht nochmal da hin. Aber die nächsten Wochenende versprechen bestimmt noch einige JT Keller Abende. So spart man sich die Vorfreude.

Als nächstes kam dann der Kolben und wunderte sich das noch keiner da sei. Als er dann mein Hefe sah und das schon fast zur Hälfte ausgetrunken war fragte er sich wie lange ich denn schon da sei. Leider waren erst 10 Minuten vergangen, aber ich hatte so einen großen Durst und konnte nicht wieder stehen. Aber er gesellte sich zu mir und wir redeten ein wenig. Ich spitze ihn erstmal auf eine bevorstehende Saisonabschlußfeier von der 1. Mannschaft an. Da er im Festkomitee sei, solle er sich doch darüber schon mal Gedanken machen. Man muß die Schäfchen nur in die richtige Richtung lenken, der Rest ergibt sich schon von alleine. Die Tür ging erneut auf und hereinkam der Timo, der aber kurz darauf wieder verschwand um zu einen großen amerikanischen Fast Food Riesen zu fahren. Ich verzichtete dankend, da ich ja schon zu Hause etwas gegessen habe. Schnitzel teilte per SMS mit das er sich verspätete, da er eingeschlafen war. Unglaublich was heutzutage los ist. Wissen die denn nicht was man in der verschlafenen Zeit alles für Bier hätte trinken können? Sie müssen halt noch viel lernen. Als er dann ankam berichtet von einem seltsamen Telefonat mit dem Kai. Der wollte ihm Bayern 3 empfehlen, da dort die Meisterfeier von den Bayern übertragen wurde. Plötzlich brach jedoch die Leitung zusammen. Es könnte eventuell damit zusammen hängen das Schnitzel vielleicht auf den roten Telefonhörer auf seinem Handy gekommen ist. Manchmal frage ich mich was in seinem Kopf vorgeht.
Da nun die Truppe fast komplett war gingen die Gespräche in den normalen Bereich über. Es würde über dies und das berichtet und vor allem lief das Bier recht fix hinein. Dummerweise habe ich einen Deckel angefangen und den habe ich noch nicht bezahlt. Was nun das gefährliche an der ganzen Geschichte ist, ist die Tatsache, das man einfach weiter seine Getränke auf den Deckel schriebt. Man hat einfach keine Kontrolle mehr darüber. Ein Strich ist viel einfacher zu machen, als Geld zu der Bedienung zu geben. Und am Ende des Abends kann man das Geld bestimmt besser gebrauchen als in die Feuerwehrkasse zu stecken. Ein Deckel ist ja so viel wert wie bares Geld. So dauerte es auch nicht lange bis wir unseren Weg antraten. Der Kai kam dann auch noch irgendwann und brachte seine Freundin Wiebke und eine Freundin von ihr, die Vanessa noch mit. Nach einer kurzen Diskussion wer denn nun fahren würde, stellte sich heraus, das Andreas fahren würde und der Timo. Das gab dann wiederum Vanessa die Gelegenheit mit Wiebke ein sehr seltsames Getränk zu trinken. Es war rot und ich wollte gar nicht wissen was es war. Auf jeden Fall hat es die Mädels in kurzer Zeit recht schnell nach vorne auf dem Alkoholzug gebracht. Da lob ich mir doch Bier, das baute langsam aber steig eine Mauer auf, von der man den ganzen Abend zehren kann. Doch wir waren ja gerade dabei das Feuerwehrhaus zu verlassen. Kai fuhr also bei Andreas mit und teilte uns kurz nach Antritt der Fahrt mit, das er dann doch noch zur Bank muß. Zum Glück liegt ja alles auf dem Weg. Doch dieser kleine Zwischenstop wurde von meinem Körper nicht o gut eingeplant, weswegen ich dringendst auf die Toilette musste als wir dann in Göttingen ankamen. Da wir auf dem Uni Parkplatz parkten gab es auch keine Möglichkeit mal eben auszutreten. Jedenfalls nicht in meinem Zustand. Es gibt ja Leute denen macht es nichts aus ihr Revier einfach an einen Baum auf einem Parkplatz zu markieren. Ich kann das erst ab einer gewissen Promillegrenze, die dafür sorgt das ich eben solche Aktionen am nächsten Tag vergessen habe. Und dieser Grenze war noch lange nicht erreicht. Ich hätte mir schon eine Flasche Korn auf Ex rein prügeln müssen um diesen Zustand stehenden Fußes zu erreichen. Doch ich wollte ja noch nicht nach Hause und somit hielt ich noch ein wenig aus.

Anstehen brauchten wir dann zum Glück auch nicht, was meine Blase begrüßte. Dafür wurden wir nett empfangen. An der Tür stand eine junge, sehr ansehnliche Dame, von etwas dunkler Hautfarbe, der wohl der Eintritt verweigert wurde. Passenderweise kommentierte sie jeden der rein kam mit Sprüchen, das man wohl weißer Hautfarbe sein muß um eingelassen zu werden. Ich verzichte jetzt Mal auf einen Exkurs in die Vergangenheit des Alpenmaxes und deren Geschichte mit ausländischen Mitbürgen. Einfach weil ich keinen Bock habe. Drinnen überholte ich alle und peilte sofort die Toilette an, so groß war das Alpenmax dann auch nicht, als das ich die Anderen nicht mehr hätte wieder gefunden. Erlösende fünf Minuten später stand ich dann da und war allein. Ich suchte zwar die mir bekannten Plätze auf, fand aber keinen vor. Also wurde eine SMS an Schnitzel geschrieben und die Theke aufgesucht. Während bei einem Einsatz der Sammelpunkt immer beim Fahrzeug oder beim Verteiler ist, ist es in einer Kneipe oder in der Disco die Theke. Jedenfalls für mich. Dort trifft man mich eh immer. Es wurde fix eine Mischung Bacardi Cola bestellt und sich über den Geschmack gewundert. Irgendwie war die verdammt süß. Ich fragte mich zu Recht ob sie denn den Bacardi vergessen hatten. Aber anscheinend waren meine Geschmacksnerven wieder auf hart eingestellt, weswegen ich nichts spürte. Stellt sich nun die Frage ob ich weiterhin bei dem Getränk bleiben sollte. Es gäbe ja noch die Möglichkeit sich an dem Pyramiden trinken zu beteiligen. Diesmal ausgerichtete von Salitos. Pyramiden trinken ist eigentlich recht simpel. Je Mehr von der Sorte getrunken wird, desto billiger wird es. So gesehen opfert man sich für eine gute Sache. Ich kann mich mehr oder weniger an ein Pyramiden trinken von Heinken in der Outpost erinnern. Damals war ich noch in der 12. Klasse, hatte lange Haare und eine Menge Spaß in der Outpost. Ich glaube mein damaliger Jahrgang hat entschieden dazu beigetragen, das Heineken schön billig wurde an dem Abend. Das waren noch Zeiten!Doch die Getränkefrage stellte sich vorerst nicht, da ich ja erstmal die anderen suchen mußte. Also ging ich in den hinteren Bereich, wo ich sie dann auch prompt fand. Ich fragte mich warum wir einen so bekloppten Platz genommen haben? Dort war nicht nichts los. Ich hätte mich genauso gut auf die Toilette setzten können, da kamen bestimmt mehr hübsche Damen vorbei. Anscheinend hatte Kai wieder freie Platzwahl. Der mit der Freundin sucht den Platz aus. Klar, das er sich keine Mädels mehr angucken darf, aber was ist mit dem Rest der Single Männer, die müssen dann leiden. Merke: Niemals die Verheirateten den Platz in einer Disco aussuchen lassen. Entweder guckt man den ganzen Abend vor eine Wand oder man steht in der hintersten Ecke, weil da noch Sitzplätze frei waren. Warum? Weil kein Schwanz da sitzen will. Aber nun standen wir dort und hatten den Salat. Meine Mischung hielt auch nicht lange vor und ich besorgte mir einen weitere, nebenbei erkundigte ich mich nach dem aktuellen Preis der Pyramide. Sofort stellte sich heraus, das mein nächstes Getränk ein Saltios wäre. Als ich dann frisch ausgestattet mit einem alkoholischen Getränk die Lage sondierte fiel mir folgendes auf. Wir waren umzingelt von Pärchen. Ging es noch schlimmer? Ja, denn die Musik war unterste Schublade. Ich fragte mich erneut, warum ich mir das immer antue. Da wird man mit Schlagern gefoltert, bis einem das Blut aus den Ohren läuft. Ich sollte mir auf jeden Fall merken, das ich niemals nach dem Blutspenden in das Alpenmax gehen sollte. Akuter Blutverlust könnte die Folge sein. Außerdem fiel mir auf das verdammt viel Junggesellenabschiede vor Ort waren. Es scheint zum Standard dazu zu gehören, das ein Junggesellenabschied im Alpenmax enden muß. Ich schiebe es alles auf kosmische Störungen.

Kai und Kolben versorgten sich in der Zwischenzeit mit genügend Kurzen. Soll heißen es wurde alles getrunken was in einem kleinen Glas serviert wurde. Angefangen von Tequila, über Sambuca bis hin zu Jägermeister. Ein kleiner Tiefpunkt muß wohl eine Art Bacardiverschnitt gewesen sein, der in einem Glas verschlossen mit einer Frischhaltefolie serviert wurde. Noch tiefer geht es anscheinend nicht , sagt der Mann der sich Kirschen in 100% Alkohol eingelegt dutzendweise rein haut. Ich hielt mich der weilen an Salitos. Salitos ist eine billige Kopie von Bier das mit Tequila beschleunigt wird. Anders gesagt, der Folgetag wird beherrscht von einem Kopfschmerz der sich gewaschen hat. Ich war dennoch frohen Mutes, da ich ja am Vortag eher weniger getrunken habe. Mein Körper sollte das also kompensieren können. Es schmeckte nicht wirklich. Das typische herbe vom Bier fehlte komplett. Aber es war eben auf dem Weg billiger zu werden und man muß ja auch auf seine Finanzen ein wenig achten. Während ich dann erneut an der Theke an stand machte mich Schnitzel auf eine junge Dame aufmerksam, die in unmittelbarer Nähe von mir stand. Recht hübsch, braune Haare, also passend in meine Schablone für die Retterin vor dem Fegen. Aber definitiv außerhalb meiner Möglichkeiten. Erstens war mein Zeitfenster noch weit entfernt und zweitens war da noch der Umstand des Ansprechens. Ich übe schon wie verrückt die Telepathie, aber leider hat noch niemand meine Gedanken empfangen. Wenn es denn doch mal klappen sollte, dann verwette ich mein rechtes Ei, das es garantiert die Falsche empfängt. Aber noch ist es ja nicht so weit. Auf jeden Fall hatte sie Potential.

Die Zeit ging langsam herum, man guckte sich hier mal hübsche Frauen an und bestellte sich dort mal ein Saltios und erfreute sich der Wirkung die es hinterließ. Doch bei mir merkte ich davon nichts. Ich trank und trank und merkte nicht wie mir schwindelig wurde. Allerdings hütete ich mich auch davor mal nach draußen zu gehen, denn dann würde mich mit Sicherheit der Hammer erwischen. Man soll ja nichts provozieren. Ich wollte ja eigentlich mal einen Strichliste führen, wie viele Bier eich so an einem normalen Abend trinken würde, aber dazu hat man dann spätestens nach dem 10 Strich keinen Bock mehr. Um ein wenig Abwechslung zu bekommen ging ich mit dem Schnitzel mal eine Rauchen. Besser gesagt er rauchte und ich leistete ihm Gesellschaft und ließ mich haltbar machen. Wir standen nicht lange da und Schnitzel setzte ein sehr freudiges Gesicht auf. Der Grund war die junge Dame von vorher, die er mir gezeigt hat und die ich recht hübsch fand. Sie war in Begleitung einer eben so hübschen blonden Frau. Dann geschah mal wieder etwas, was mir eh keiner geglaubt hätte. Zum Glück stand Schnitzel neben mir um als Zeuge zu fungieren.

Eben jene junge blonde Dame, die sich als Freundin der braunhaarigen Schönheit herausstellte, stellte sich neben mich und fragte mich unverhohlen, ob ich denn Bierpumpe wäre. Ich war sprachlos. Ich fühlte mich als hätte ich gerade meine Zunge verschluckt und mußte diesen verbalen Angriff erstmal verdauen. Hätte ich in einen Spiegel gesehen hat sich bestimmt meine Gesichtsfarbe des öfteren von weiß in rot geändert, während ich die so eben gehörten Vorwürfe und Informationen verarbeiten mußte. Da ich ein großes männliches Gehirn besitze, dauerte das alles länger als zehn Minuten nicht lange. Während ich die Antwort formte überlegte ich verbissen woher ich denn dieses Mädel kannte und ob ich es überhaupt kannte. Nach weiteren zehn Minuten kurzer Zeit kam ich zu dem Schluß das ich sie nicht kannte und auch nicht den blassesten Schimmer hatte woher sie mich kannte. Ich bereitet mich also nach meiner Antwort auf alles vor. Wilde Umarmungen, ein Schlag in die Magenkuhle, ein Schlag mit der flachen Hand ins Gesicht ein Knieheber ins Gemächt. Die Palette war groß. Anhand ihres freundlichen Gesichtes, entschied ich mich für die Wahrheit. Da mir ja als gläubiger Christ die Bibel verbietet zu lügen, sagte ich sofort die Wahrheit. Ich bejahte die Frage und fragte gleich im Gegenzug woher sie mich denn kennen würde. Ohne Umschweife gab sie zu das sie mein weblog lesen würde und lobte mich für meine Texte. Da ich mit Lob eher schlecht umgehen konnte bedankte ich mich höflich und grinste wie ein Honigkuchenpferd. Da stand ich nun, wurde wegen meines weblogs gelobt und bekam kein Wort raus. Mein Zeitfenster war noch lange nicht da, obwohl ich kräftig darauf zu arbeitet und Schnitzel grinste sich einen. Eine Frage kristallisierte ich in meinem Kopf heraus und das war wie sie denn auf mein weblog gekommen sei. Ich meine weg kommt denn auf die Idee speziell nach meinem Logbuch zu suchen ohne mich zu kennen. Da sagte sie das sie wohl mal kurz mit dem Kai Walter zusammen war und ihn einfach mal gegoogelt hat und da sei dann mein Logbuch bei den Google Ergebnissen gewesen. Seit dem lese sie wohl mein weblog. Aha, da liegt also der Hase im Pfeffer. Und schon rückte sie mit der Sprache raus. Ich wäre ja mit Kai da und ob ich denn mal fragen könnte ob er sie noch kennen würde, weil sie ja immer noch auf ihn stehen würde. Und neben ihr stand die Frau die ich am hübschesten im ganzen Alpenmax fand. Was macht man da? Man sagt natürlich zu und leitet alles in die Wege. Im Vorfeld sagte ich ihr natürlich das Kai mit seiner Freundin da wäre und ich malte ihr wenig Chancen aus. Ich ließ die Beiden in sicherem Abstand warten und ging zu Kai, der gerade im Gespräch mit Wiebke war. Äußerst schlecht ihn jetzt zu stören, aber was sollte ich machen? Er leugnete natürlich alles, was auch klar war, denn seine Freundin stand daneben. Aber sein Blick sagte alles und so langsam fiel mir auch wieder ein wer das denn war. Kai hatte mal eine Freundin aus Northeim und das muß sie gewesen sein. Mittlerweile hatte sie mir auch ihren Namen gesagt, denn ich aber schon wieder vergessen hatte. Man muß sich mal die Situation in der ich war vorstellen. Ich wurde von wildfremden, hübschen Frauen mit meinem wahren Ich konfrontiert. Die lasen mein weblog und kannten mich fast schon und ich wusste gar nichts. Da gehen solche Informationen wie Namen schnell mal vor die Hunde. Ich ging also zu den Beiden zurück und sagte ihr die Wahrheit, das er sie wohl kannte, aber auf Grund von Wiebke nicht rüber kommen konnte. Wir unterhielten uns noch ein wenig und ich ließ die hübsche Freundin von meinem Bier trinken. Wieder einmal ein Fall von meinem Problem, das ich hübschen Frauen keinen Wunsch abschlagen konnte. Dann tauschte ich noch mit der Blonden meine Nummer und bekam so durch einen hinterlistigen Trick über geschickte Art und Weise ihren Namen heraus. Ich nannte sie erst Nadine und bekam dann mit leicht empörten Ton mitgeteilt, daß sie doch Daniela hieß. Ach ja, Daniela, wollte ich ja auch sagen.

Die Beiden waren also wieder weg und der Rest der Meute konnte es gar nicht abwarten sich den Mund zu zerreißen. Schnitzel fing gleich an zu behaupten ich hätte sie alle Beide klar gemacht und das ich mir doch die Dunkelhaarige schnappen sollte. Machmal frage ich mich ob er da eine andere Szene gesehen hat als ich. Ich sah eine Szene, in der ich eine ganze Zeit ein freundliches Gesicht gemacht habe und krampfhaft versucht Konversation zu betreiben. Wenn dann auch noch eine Frau daneben steht die mir gefällt, wie es in dem Fall der Dunkelhaarigen war, dann kommt meistens gequirlte Scheiße raus. Ich gebe mir auch gar keine Mühe mehr. Ein weiterer Grund das mit dem Ansprechen zu lassen.

Nachdem dann die Freude über meine kürzlich gemachte Bekanntschaft vorüber war ging es recht schnell dem Aufbruch zu. Wie man später gehört hat, hat Kai wieder rumgeknört, wann es denn endlich in Richtung Heimat ging und alle haben sich ihm gebeugt. Ich sag es ja, man soll niemals Pärchen die Entscheidungsgewalt geben. Also ging es gen Kasse. Dort gab es dann wieder das obligatorische Kartenroulette. Ich kam ganz knapp auf Platz zwei. Schnitzel war Highscore Leader und beschuldigte Kolben und Kai auf seine Karte getrunken zu haben. Der nächste Halt war dann der Burger King, wo wir uns kurz vor dem anstrengenden Weg in das Eichsfeld stärkte. Nach einem kurzen Ritt waren wir dann wieder in der Heimat und ich konnte mich in mein Bett begeben. Dort hing ich noch ein paar Gedanken nach und wunderte mich wer mich denn noch alles kennt, von dem ich keine Ahnung habe. Besser ich stelle mir das nicht vor.

Sonntag Morgen, ich erwachte von alleine und wunderte mich wer mir denn während der Nacht einen Amboß auf den Kopf hat fallen lassen. Mein Kopf tat unglaublich weh. Ich fühlte mich als hätte Jemand ein Loch in meine Schädelplatte gebohrt und flüssige Lava hineingeführt. Die verteilte sich langsam aber sicher über meine gesamten grauen Zellen. Dazu gesellte sich noch ein flaues Gefühl im Magen. Ich versucht noch ein wenig die Augen zu schließen, aber dann überrollte mich der Schmerz. Es war als wäre der Kopfschmerz ein LKW Fahrer, der gerade eine 72 Stunde Schicht schob und dessen Wirkung von Speed gerade nachließ. Ungebremst fuhr er dann gegen eine Wand. Und der LKW war mein Gehirn. So müßte es sich anfühlen wenn Jemand Elektrodenstäbe direkt in das Gehirn einführt und wahllos Strom durch den Brägen jagt. Kurz gesagt ein anstrengender und schmerzhafter Sonntag stand bevor. Und ich wusste das die Geschichte mit den beiden Mädels binnen weniger Sekunden beim Fußball am Nachmittag die Runde machen würde.

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One Response to Hole in the head

  1. […] Bierpumpe ihm sein Weblog « Hole in the head […]

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