Labour day

Ich glaube es ist der Beginn einer großen Verschwörungsaktion. Die Illuminaten waren ein Witz gegen diese Übermacht an Verschwörern und sie haben in diesem Jahr angefangen. Heimlich werden Stricke gezogen und irgendwann haben sie die Weltherrschaft an sich gerissen und alle Feiertage der Welt hören auf zu existieren. Vielleicht haben sie alles heimlich geplant und hoffen das es keiner mit bekommt, aber ich bin ja ein ganz helles Köpfchen und habe den Plan durch schaut. Wovon ich rede? Davon das in diesem Jahr zwei der geilsten Feiertage der Welt auf einen Tag gefallen sind. Der Vatertag und der Kampftag der Arbeiterbewegung 1, Mai. Traditionell zwei Tage im Jahr an denen man sich bei schönem Wetter die Myrte zu laufen lassen kann. Und in diesem Jahr fallen diese zwei Tage aufeinander. Dies wird erst wieder im Jahre 2160 passieren. Ich bezweifele das ich das mit erleben werde. Kann man da nicht von Glück sagen, das wir Zeuge eines so historischen Ereignisses geworden sind? Ich sage nein, ich sage es ist eine große Schweinerei und der Vorbote eine großen intergalaktischen Verschwörung. Ich darf leider meine Quelle nicht preis geben, denn die Stimmen in meinem Kopf haben es mir verboten
Wenn man nun schon um einen Feiertag beschissen wird, dann sollte man doch wenigstens richtig feiern, so dachte ich mir jedenfalls und war froh, das am Mittwoch bereits ein Übungsabend von der Feuerwehr angesetzt worden war. Hier könnte man im Anschluß sich herrlich ein paar Hefe-Weizen rein plempern und sich schon mal auf das Feiertagsdoublefeature einstimmen. Ich machte sogar ein wenig früher Feierabend um noch ein paar Getränke in den Kühlschrank zu stellen. Schließlich ist man nach einem anstrengenden Übungsdienst richtig durstig. Doch meine Augen mußten vernehmen, das nur noch vier Hefe da waren. Schock, da mußte dann wohl später auf Pils umgestiegen werden. Oder gleich von Beginn an. Das sollte sich aber noch zeigen. Gegen 1800 Uhr traf ich dann am Feuerwehrhaus ein und durfte mir gleich erstmal eine Runde aufschreiben lassen, da ich zu spät dran war. Aber auch das war nicht mein Verschulden, da ich mit feuerwehrtechnischen Sachen aufgehalten wurde. War allen anderen egal und ich hatte die erste Runde stehen.

Nach einer intensiven Kuppelübung konnte ich mich dann auch endlich dem Bier trinken widmen. Ich war leicht gereizt, was ich mir selber nicht erklären konnte. Es könnte aber auch an unserem Ortsbrandmeister liegen, der nicht mal einen Mastdarmwurf hin bekommt. Einer der einfachsten Knoten der Welt und der feine Herr Ortsbrandmeister klöppelte da beinahe einen Pullover hin. Auch die Ausrede, als Ortsbrandmeister müßte man keine Knoten mehr machen zählte nicht. Nach etlichen Übungen hat er ihn dann hin gekriegt. Ich wollte eigentlich nur Bier trinken und mußte mich so was rum schlagen. Nach viermaligen Üben waren alle der Meinung das es nun reichen würde und wir gingen zum gemütlichen Teil über. Nicht ganz, denn es lag ja noch der normale Übungsabend an zu dem ich das Bergen eines Fernsehers vorgesehen habe. Das TSF schnell mal voll gepackt und ab ging die Post. Da ich ja eh schon ein paar Pilse getrunken habe, dachte ich das es vielleicht eine verdammt gute Idee wäre, doch Flüssignahrung mit zu nehmen. Natürlich nur für mich, der Rest hatte ja noch nichts getan. Die Bergung verlief recht erfolgreich. Dazu wurde ein Leiterteil quer über den Graben, der mit einer leicht jauchig riechenden Flüssigkeit gefüllt war. Unser Ortsbrandmeister gab sein bestes und wollte erst auch eine Busch der bei der Bergung ein wenig behinderte, mit der Motorsäge entfernen. Ich ließ ihn machen, hat er doch in letzter Zeit wenig Gelegenheit Feuerwehr zu spielen. Schön hätte ich es noch gefunden, wenn er kopfüber von der Leiter in die Jauche gefallen wäre. Natürlich nicht, aber ein Lacher wäre es auf jeden Fall geworden. Geistesgegenwärtig hat Schnitzel das ganze auf Video auf genommen und ich würde es hier gerne dem interessierten Leser präsentieren. Allerdings kann ich das nicht tun, denn es gab von mir einem Kameraden ein paar verbale Entgleisungen, die ich keinesfalls der Öffentlichkeit präsentieren kann.

Wieder zurück in der Wache lief der Grill schon auf Hochtouren. Und da ich es nicht anders gewohnt bin, wurde ich gleich mal von Friede angemacht, warum ich denn die Hefe Weizen noch gar nicht fertig gemacht habe. Das ließ sich aber schnell ändern. Ich war sogar schon so weitsichtig vorher zwei Gläser in das Tiefkühlfach zu legen. Das hat zwar so gut wie gar keinen Kühleffekt, aber es sieht Klasse aus, wenn man zwei beschlagene Hefe Gläser hat und da das Bier rein schüttet. Es schmeckte sehr Klasse. Auch wenn einem bewusst war, das es nur das eine geben würde. Dafür konnte man das dann besser genießen. Dazu gegrillte Sachen und das Leben war echt nicht zu verachten. Es folgte nun eine Scheißelaber Tiriade vom Feinsten. Teilweise in der Garage und teilweise im Feuerwehrhaus. Dazu wurde reichlich Bier gereicht und dummerweise gab es auch Schnaps. Ich glaube ich bin da sogar selber verantwortlich für. Aber es war wenigstens lecker schmeckender Bismarck. Friede und ich trinken den ja ganz gerne. So ist es durchaus möglich, das ich den wohl in den Gefrierschrank gelegt habe, damit er schön kalt wird. Es konnte dann auch vorkommen, da sich selber Friede und mir einen ein geschüttet habe, den wir dann vernichtet haben. Ich sage jetzt ja nicht das er unglaublich gut schmeckt, aber um Längen besser als Löwentor oder Jägermeister. Außerdem fehlen im Bismarck die Stoffe die einen doof machen. Es folgten dann wohl noch ein paar Bismarck bis dann Friede irgendwann nach Hause gegangen ist. Der Ortsbrandmeister und Holger haben das Beispiel gleich aufgenommen, allerdings den Bismarck gegen Roten getauscht. Kein Geschenk, aber man macht ja alles mit.

Unterdessen stand ich im regen SMS Kontakt mit Noxley. Der saß nämlich im Feuerwehrhaus Duderstadt und schüttete sich dort gepflegt zu. Dort war eine Art Tanz in den Mai Veranstaltung. So jedenfalls nannten sie es. In Wahrheit war es eine reine Trinkerveranstaltung. Literweise Bier zu günstigen Preisen, mit nur einem Zweck. Am Ende sind alle voll wie tausend Russen, ohne jetzt die Russen angreifen zu wollen. Ich solle doch auch noch dort hin kommen, damit wir uns gepflegt abschädeln könnten. Zeitgleich reif dann noch der David an und fragte wo ich denn bleiben würde. Er wäre mit dem Morchel schon mal in der Werkstatt und fragte sich wo wir denn bleiben würden. Da stand ich jetzt vor einer kleinen Zwickmühle. Was sollte ich tun. Die Entscheidung stand nun fest. Ich würde mit dem Taxi und den Anderen in die Werkstatt verlegen. Es war eh abzusehen, das die Feuerwehr Trunkenbolde auch noch in die Werker kommen würden. Ein Taxi wurde also georderte und los ging es. Doch wir waren zu viel und der Taxi Fahrer wollte nicht los fahren. Also stieg ich wieder aus und überredete den Ortsbrandmeister und Holger doch noch nach Duderstadt zu fahren. Sie wollten aber dann zur Wache. Somit wurde dort ein kleiner Zwischenstop eingeplant. Bier gab es ja überall.

Da ich mich schon geduscht hatte, mußten wir noch auf Kai warten, der das unbedingt noch hinter sich bringen wollte. Holger und ich nutzten die Gelegenheit und tranken weiter Bier im Feuerwehrhaus um dann relativ pünktlich mit dem Taxi zu Kai zu verlegen. Dieser war aber noch nicht fertig und wir mußten warten. Ich glaube die Westeröder stehen so langsam bei allen Taxiunternehmen auf der schwarzen Liste. Egal, aber wir sind in die Stadt gekommen, wo es dann erstmal ein großes Hallo gab. Wie nicht anders zu erwarten, waren 90% der Anwesenden voll wie die Hacken. Allen voran Gepetto und Akki. Ich habe da ein paar Fotos auf meiner Kamera gefunden, die mich ganz schön erschreckt haben. Ich hoffe ich sehe nicht so aus, wenn ich stramm bin. Aber wir wollen ja keine Schönheitspreise verteilen, sondern uns betrinken. Die erste Runde ging ohne zu fragen auf meinen Deckel. Ich konnte mich gar nicht wehren und wollte es auch gar nicht. Außerdem macht man sich ja immer sehr beliebt, wenn man erstmal eine Runde Bier gibt. Weiterhin ist man noch Nutznießer der kommenden Runden. So war es dann auch. Ich konnte nicht mehr zählen und wollte dann nach einem erneuten Anruf von David in die Werkstatt verlegen. Ich hatte auch schon ein paar Mitfahrer gefunden und wollte dann bezahlen. Leider konnte Helmut meinen 50 € Schein nicht klein machen, weswegen ich jetzt immer noch 2,50 € Schulden bei ihm habe. Ich habe das keinesfalls vergessen und werde das so bald wie Möglich erledigen. Ab und an bin ich da ja auch mal. Und eine große Ausbilderfete soll ja auch noch statt finden. Hach, herrlich wenn man Saufveranstaltungen plant.

Auf dann ging es in die Werkstatt. Dort traf man dann schon die üblichen Verdächtigen in einem mehr als fortgeschrittenen Rausch. Getränke des Abends waren wir gewohnt Wodka Red Bull, wobei ich dann lieber den Havana favorisiere. Aber man kann ja nicht alles haben. David und Morchel waren ja wie schon erwähnt seit etwas längerem da und waren auch schon extrem gut drauf. Der ständige Wechsel zwischen kalt und warm hat mich dann plötzlich katapultmäßig nach vorne gebracht. Ich kann mich nicht mehr an viel erinnern was alles in der Werkstatt lief, aber was noch in meinem Langzeitspeicher vorhanden ist, versuche ich mal wieder zu geben. Zunächst trank ich jede Menge Wodka Red Bull. Dann gab es noch eine extrem lustige Tanzeinalge von dem Morchel. Auch waren gut viele Leute da. Das alles kann ich mit Sicherheit berichten, da ich vorsorglich meine Kamera dabei hatte. David meinte zwar das er die irgendwann mal auf der Theke liegen gesehen hat, aber da kann ich mich absolut gar nicht dran erinnern. Anscheinend war sie aber wieder in fremder Hand, denn es sind mal wieder Bilder von Leuten drauf, an die ich mich rein gar nicht erinnern kann. Außerdem habe ich ein paar Mischungen ausgegeben bekommen von den Duderstädtern, die mit gefahren sind und für die ich das Taxi bezahlt habe. So kann man es auch machen. Irgendwann sind dann auch Holger und Kai noch aus der Wache gekommen und schlossen sich uns in der Werkstatt an. Ich trank also Havana und Wodka. Nicht zeitgleich, aber kurz hintereinander weg. Das hat mich auch sehr gut vorwärts gebracht. Den Heimweg kann ich jetzt nicht mehr mit Sicherheit angeben, da ich schon extrem gut drauf war. Der ganze Schnaps ist nicht unbemerkt an mir vorbei gegangen. Aber dafür war er ja da. Ich bin aber noch der Meinung, das ich mit David und Morchel abgehauen bin.

0915 Uhr, an einem freien Tag werde ich extrem früh geweckt. Was war hier los. Nach einer kurzen Orientierungsphase wusste ich wieder Bescheid. Es war der Kombinationsfeiertag, über diesen Umstand ärgere ich mich immer noch, und ich mußte aus dem Bett, da wir um 1000 Uhr unsere Wanderung starten wollten. Ja, man liest richtig, wir wollten Andern, da wir nicht nur saufen wollten. Gut das Saufen ist eng mit dem Wandern verbunden, aber man muß es ja nicht immer ins Exzessive treiben. Doch muß man, aber man muß auch eine kleine Tradition wahren. Und Wandern macht um Längen mehr Spaß, wenn man einen Bollerwagen mit Bier dabei hat. Man kann mal anhalten und sich ein Pilschen öffnen oder gepflegt Scheiße labern. Als ich raus kam, stand die Gruppe schon bereit und wir verluden die bei mir gebunkerten Kisten auf den Bollerwagen. Weit ging es nicht, denn wir wollten uns ja nicht überanstrengen. Außerdem mußten wir ja noch einen Grill zu David schaffen. Um ehrlich zu sein, hätte niemand fahren können, aber dennoch nutzte ich das TSF um den Grill von der Feuerwehr zu David zu bringen. Solche Aktionen am frühen Morgen sind nie gut. Doch nach ein wenig würgen hatte ich den Grill im Fahrzeug und dann bei David. Die Verschwörer scheinen das Wetter noch nicht im Griff zu haben, denn die Sonne schien. Die Absolute Frechheit wäre gewesen, wenn es zusätzlich zu dem Feiertag noch geregnet hätte. Ich glaube dann hätte ich für nichts mehr garantieren können. Das sind dann solche Momente in denen etwas in meinem Kopf Klick macht und ich erst Stunden später wieder erwache. Meistens mit einem Schlachtfeld hinter mir. Also liebe Verschwörer, schön vorsichtig sein, wenn da was in der Planung sein sollte. Ich verstehe keinen Spaß.

Nachdem nun alles verstaut war, die verderblichen Lebensmittel im Felklschen Haus eingelagert waren konnte die Wanderung endlich los gehen. Finker schloß sich uns noch an und brachte eine Kiste Bier mit. Es war zwar Nörten Hardenberger, aber wer weiß in was für eine Notsituation wir gelangen würden. Ich hatte Holsten und Krombacher organisiert. Holsten trinke ich ganz gerne und es ist eine nicht allzu kostspielige Alternative zu Becks. Mittlerweile schmeckt es mir sogar schon besser als Becks. Da die anderen das nicht so sehen, haben sie nur das Krombacher mit genommen und die Holsten Kiste bei David gelassen. Ich konnte mich also schon wieder aufregen. Mit solchen Sprüchen wie „Holsten braucht kein Mensch, das schmeckt nicht!“ hilft man mir auch nicht gerade. Wozu kaufe ich das denn, wenn ich es nicht mag. Manchmal zweifele ich am Geisteszustand mancher Leute. Ich hätte gerne mir die Wanderung über mehrere Holsten rein geknallt. So aber konnte ich mir die Freude für nach der Wanderung auf heben. Unser erster Halt war erstmal das Sporthaus, da David und Christian keine Becher dabei hatten. Also wurden kurzer Hand Tassen aus dem Sporthaus geliehen, damit man sich wenigstens ein paar Mishcungen rein pfeifen kann. Manchmal bin ich echt froh, das es Bier fertig in Flaschen zu kaufen gibt. Diese ganze Mischungsmacherei ist auf Wanderungen eher hinderlich. Also nicht, das wir jetzt zu lange gewartete hätten. Ich meine damit den Umstand das man die ganze Zeit ein Glas oder Becher in der Hand hat. Eine Flasche ist da irgendwie einfacher. Die kann man sogar während der Wanderung auf machen. Sich eine Mischung zu machen ist da schon komplizierter. Weiter ging es also bei Sonnenschein in Richtung Mingerode. Nach zwei Zwischenstops bogen wir dann in die Bülte ein und drehten wieder in Richtung Westerode ab. Das es keine Mammut Wanderung werden sollte dürfte ja klar sein. Primäres Ziel am Vatertag ist es ja sich in einen leicht blümeranten Zustand zu bringen. Und das kann man auch machen, wenn man nicht ganz so weit geht. Dennoch waren wir ganze 90 Minuten unterwegs. David trieb uns ein wenig an, da er pünktlich zum Mittag zu Hause sein wollte. Wir wollten eh grillen und anscheinend war der Hunger extrem groß. Ich muß auch sagen, das ich der Idee nicht ganz abgeneigt war. Wandern, Bier trinken und Bollerwagen ziehen kann ganz schön an die Substanz gehen. Bei David und Ellen angekommen dauerte es dann auch nicht lange, bis der Grill auf Hochtouren lief. Ich hielt mich jedoch zunächst zurück, da ich ja lieber erstmal von dem köstlichen Holsten probieren wollte, was nun schön die ganze Zeit im Schatten gestanden hat. Die Außentemperaturen waren zum Glück auch noch nicht so hoch, so das es eine gute trinkbare Temperatur hatte. Nun konnte man sich auch um feste Nahrung ein paar Gedanken machen. Ich öffnete mit eine Steak Packung und gab eindeutige Grillanweisungen („Schön Afrika machen!“). Kurze Zeit später trafen dann auch Andre und Nadine, die nicht mit gewandert waren, da ja Nadine seit längerer Zeit in anderen Umständen ist. Ich war zwischenzeitlich in einen Zustand gelangt, an dem einen gewisse Sachen egal sind. Zum Beispiel die Tatsache, das man unbedingt sein Steak mit Messer und Gabel essen muß. Wozu habe ich denn eine große Packung American Sandwiches gekauft? Da passt prima ein Stück Fleisch hinein und man braucht weder Teller, noch Besteck, noch Serviette. Wenn man denn richtig essen kann und das Fleisch nicht allzu sehnig ist. Außerdem sollte man bei solchen Aktionen dann doch darauf achten, das man noch keine 8 Bier verzehrt hat, sonst klappt das mit der ganzen Koordination nicht mehr so ganz. Manchmal kriegt man dann das Stück Fleisch nicht so richtig ab und muß mit der freien Hand, falls sie denn nicht durch eine Flasche Bier belegt ist, nach helfen. Oder aber das Toastbrot sifft durch und man bekommt schöne Marinadefinger, die dann noch ein wenig glitschiger werden. Es kann auch durchaus vorkommen, das man sich Fleischfetzen an das Kinn schmiert und nicht schnell genug abbekommt und für den Bruchteil einer Sekunde aussieht wie ein Neandertaler, der gerade entdeckt hat das kurz gebratenes Fleisch ganz gut schmeckt, nachdem ein Blitz eine Steinzeit Antilope gegrillt hat. Das alles ist natürlich bei mir nicht vorgekommen, denn ich weiß mich ja zu benehmen. Ich hatte ja auch noch keine 8 Bier getrunken, sondern 9 und da passiert das nicht so schnell. Ich wollte das alles nur mal als kleine Tips fallen lassen, falls man denn mal in eine solche Situation kommt. Und ganz wichtig sind Servietten. Damit bewahrt man sich dann doch noch ein wenig Würde.

Aber genug vom Essen, sonst bekomme ich gleich wieder Hunger. Bleiben wir doch lieber beim Trinken. Ich habe mir ja fest vorgenommen primär beim Pils zu bleiben und dennoch habe ich eine Sicherheitsflasche Havana Club mitgenommen. Nur für den Fall der Fälle. Die wurde zu Beginn erstmal bei David und Ellen in die Kühltruhe gestellt, damit sie noch ein wenig durch kühlt. Nichts ist schlimmer als warme Mixgetränke. Aber ich blieb vorerst beim Bier. Jetzt wo ich meinen Durst mit köstlichem Holsten stillen durfte ging es mir schon besser. Ich weiß auch gar nicht was alle gegen Holsten haben. Oder gegen Becks oder gegen Jever. Das sind halt herbe Biere. Und ein Bier sollte eigentlich herb schmecken. Wer das nicht ab kann, der soll dann halt das andere Bier trinken. Ich stehe dazu, das ich ein herber Typ bin. Und das hört sich mal männlich an, oder? Nun ja, neben dem ganzen Trinken wurde auch noch ordentlich Scheiße gelabert. Was mir aber richtig hängen geblieben ist, sind die Erzählungen von Finker. Oder seine Interpretation von Ärzte Liedern. Er hört wohl des öfteren von den ganzen Studenten, das Ärzte Lied „Junge“. Ein recht nettes Leid, obwohl ich es langsam nicht mehr hören kann. Wenn etwas zu oft im Radio gespielt wird, dann hängt es einem bald zu den Ohren raus. Aber das ist ein anderes Thema. Eine Textstelle in dem Lied heißt: „Du hast dich doch früher so für Tiere interessiert / Wäre das nichts für dich? / Eine eigene Praxis…“. Finker hat erstens versucht das Leid nach zu singen und ist dabei auf eine vollkommen neue Melodie gekommen und zweitens hat er es temporär umgedichtet, da er sich ja nicht alles merken kann. Aus obiger Textstelle wurde dann: „Du hast dich doch früher so für Frauen interessiert / Wäre das nichts für dich? / Eine eigene Praxis…“. Bei der ganzen Performance habe ich so gelacht, das ich nun leider nicht mehr alle Highlights wieder geben kann. Aber es war sensationell.Besuch gab es auch so einigen. Ich kann leider nicht mehr für die korrekte zeitliche Reihenfolge garantieren, aber ich hoffe ich bekomme sie noch alle zusammen. Zunächst war da der Manni, der wohl gerade aus dem Angelhaus kam. Jedenfalls sah er aus wie 20 Bier, fiel also gar nicht zwischen uns anderen auf. Kurze Zeit später kamen dann die Puttfelder vorbei, die eine etwas längere Tour hinter sich hatten. Aber wer gerne wandert, den soll man nicht aufhalten. Aber ich finde es gut, das sie es immer noch machen und nicht einfach zu Hause bleiben, nur weil sie nun Kinder haben. Vor allem hauen die sich auch gerne mal zusammen eine rein. Eine besondere Freude ist es ja immer den Glöckner zu sehen. Ein Strahlemann wie er im Buche steht. Natürlich gab es auch wieder Unmengen an Fotos. Ich muß auch sagen, das ich ein Talent habe immer den Auslöser im richtigen Moment zu drücken. So gibt es auch wieder ein sensationelles Foto von Antje. Die wiederum fand das nicht ganz so gut, aber nahm es von der lockeren Seite. Und das Verbot von der Frau, die ich hier nicht erwähnen darf, gab es auch wieder. Wenn sie das nicht will, dann mache ich das halt. Finde ich zwar ein wenig langweilig, aber sie muß es ja wissen. Markus brachte dann das Gespräch auf die sagenumwobenen Kirschen. Die Kirschen hatte ich mir mal von Ellen abgeguckt. Man nehme einfach ein Glas Schattenmorellen und lege diese in 100% unvergällten Alkohol ein. Heraus kommt eine mehr oder weniger Leckerei, die einen binnen Lichtsekunden nach vorne bringt. Gerüchte belegen, das ich schon mal dabei erwischt wurde, das ich nach dem Verzehr der Kirschen das Glas noch zu Hälfte ausgetrunken habe. Aber man darf nicht allen Gerüchten glauben. Leider hatte Ellen diesmal keinen Alkohol besorgt, weswegen dieser Teil ausfallen mußte. Ich muß auch sagen, das ich darüber gar nicht so böse war, denn wenn ich mich recht erinnere, dann kam nach dem Verzehr bei mir nicht viel rum. Und ich will ja nicht mehr so viel trinken.

Die Puttfelder gingen und wenig später tauchte dann die kleine Ramona auf. Immer eine Freude sie zu sehen. Sie war mit zwei Freundinnen unterwegs und haben mal kurz angehalten. Allerdings sind sie nicht lange geblieben, da sie ja nun noch richtig Party machen wollten. Tja, als ich in dem Alter war, da konnte ich das auch noch. Heutzutage geht dann nur noch in den Garten qualmen und sich langsam aber sicher zu laufen lassen. Hat auch seine Vorteile. Wir waren zwar schon eine ganze Menge Leute bei David im Garten, aber es fehlten dann immer noch ein paar. So zum Beispiel Köppel, Näppchen und Ingo. Die zwei Herren waren ja am Vormittag in der Sauna um den Tag der Arbeit schwitzend zu beginnen. Das hätten sie bei uns auch haben können, in dem sie den Bollerwagen die ganze Zeit ziehen würden, aber wir ließen ihnen den Spaß. Nach einer kurzen SMS Kontaktaufnahme wurde mir mitgeteilt, das es sich ein wenig in die Länge gezogen hatte, sie aber bald dort sein würde. Was auch ganz gut passen würde, denn dann haben wir einen Grund den Grill ein zweites Mal anzufeuern. Ich hatte zwar kein ausgeprägtes Hungergefühl, aber man muß ja bestimmte Sachen einfach machen. Essen zum Beispiel. Wenn man nicht regelmäßig feste Nahrung zu sich nimmt, dann kann der Alkohol gar furchtbare Sachen mit einem machen. Zum Beispiel könnte man stramm werden. Wo wir dann gerade beim Thema sind. So langsam aber sicher verspürte ich die Lust auf eine schöne Mischung Havana Club. Und es war ja nun nicht so, das sie immer noch in den frostigen Höhlen von Ellens Gefrierschrank steckte. Nein, der Biensi wollte mal probieren und war begeistert. Ich teile ja gern. Kurz nachdem dann Köppel, Näppchen und Ingo angekommen sind, hatte ich dann die erste Mischung in der Hand. Ich hielt die Zeit für angebracht. Es war nach 1600 Uhr und das gute Wetter muß man einfach ausnutzen. Felkl trank schon seit geraumer Zeit Bacardi und schien ihn ganz gut zu vertragen.Nun häufte sich der Besuch. Als nächstes standen dann Friede, Ute und der kleine Aaron auf der Matte. Wir hatten kurz vorher schon telefoniert und ich fragte mich wo er denn bleiben würde. Alles auf englisch, was ja seine Frau nicht so gut findet. Es gehört aber irgendwie dazu. Ich versorgte also Friede erstmal mit Bier und es dauerte nicht lange bis die Scheißelaberei begann. Egal ob auf Englisch oder auf Deutsch, wir schwammen auf einer Wellenlänge. Leider konnte sie nicht so lange bleiben und sind bald wieder aufgebrochen. Aber sie machten Platz für den wahren König. Es ging ja wieder um den Pokal des Strammsacks des ganzen Tages und dieser schoß als nächstes auf den Hof. Was die Sache noch eindeutiger machte, war die Tatsache, das er von seinem kleinen Cousin gestützt wurde. Vollmer has arrived. Und er war definitiv nicht mehr in der Lage alleine zu gehen. Seine Sprache klang mit viel Phantasie wie deutsch, wohl aber mehr als würde es Jemand sprechen, der es nie gelernt hatte. Aber er fühlte sich gleich wohl bei uns. Ich versorgte ihn mit einer Cola und Florian versuchte sich zunächst in Puzzelei. Man sollte nun annehmen, das er erstmal mit den schweren Sachen anfängt, wie zum Beispiel einem 1000 Teile Puzzle vom Schloß Neuschwanstein. Nein, er nahm erstmal das Holzpuzzelbrett von Hannah und versuchte die Tiere in die richtigen Öffnungen zu stecken. Es klappte nicht ganz und er brauchte mehrere Anläufe. Zum Glück hatte ich meine Kamera laufen und so ein zeitloses Dokument an familiärer Unterhaltung. Ich werde es aber nicht veröffentlichen. Auch nicht gegen Bittstellerschreiben oder sonstigen Erpressungsversuchen. Außer Florian wünscht das ausdrücklich oder erhebt Einspruch innerhalb der nächsten 30 Tage, dann nehme ich das wieder bei Youtube.com raus. Nachdem er dann nach einigen Freudesschreien und ordentlich Hilfe von Christian das Puzzle fertig bekommen hatte, zog er auch schon weiter. Man bedenke hier, das die Sonne noch schien. Ich hätte gerne eine Doko gedreht, aber dafür hätte ich mehrere Speicherkarten voll knallen müssen und ich wusste auch nicht ob der Akku meiner Kamera so lange hält.

Es folgt nun ein kleiner Zeitsprung von dem ich nicht mehr genau weiß was sich da zugetragen hat. Aber ich bin mir fast sicher, das jede Menge Alkohol im Spiel war. Wir steigen wieder ein bei der Fußballübertragung des UEFA Cup Finales, von welchem ich nicht allzu viel mitbekommen habe. Da es mich auch nicht sonderlich interessiert hat. Zwischendurch hatte ich wohl noch ein Telefongespräch mit Schnitzel, von dem ich absolut gar nichts mehr weiß. Dann war da noch eine Verabredung den Freitag in den JT Keller zu gehen, von der ich zwar weiß das sei statt gefunden hat, aber mir nicht mehr sicher war, an welchem Tag wir das durchführen wollten. Weiterhin reger SMS Kontakt mit Steini. Das Spiel haben wohl die Bayern verloren, während ich mir weiterhin den Havana zuführte. Und dieser ging dann auch noch zur Neige. Hätte ich gewusst, das Biensi die Flasche mit austrinkt, hätte ich natürlich vorgesorgt, aber so stand ich nun ein wenig auf dem Schlauch. Doch Christian half mir mit Bacardi aus, da er die Flasche auch nicht ganz schaffte. Doch auch die hielt nicht lange vor, weswegen ich dann wieder zurück zum Bier fand. Nicht meine favorisierte Vorgehensweise, aber es ging. Biensi schwang nach dem Spiel ordentlich das Tanzbein. Zu etwas alten Hip Hop Rhythmen ging er ab wie ein Zäpfchen. Die Fotoserie ist echt Klasse geworden. Dummerweise sind die Videos alle um 90° gedreht.

Unbemerkt von den Aktivitäten im Gartenhaus von Ellen und David hat sich draußen die Sonne verzogen und es wurde schon dunkel. Das hieß dann, das es Zeit wurde den Heimweg anzutreten. Und doch war ich damit nicht ganz zufrieden, da ich noch gut drauf war und rein gar nicht müde. Also setzten Biensi und ich uns Bewegung auf der Suche nach einer Party. Aber weit sind wir nicht gekommen, denn die Lust verließ uns recht schnell. Wir dachten es wäre eine nette Geste, wenn wir noch kurz beim Holger vorbei schauten und sein ganzes Bier aus tranken, aber der schien schon zu schlafen. Auch unser lautes Rufen ließ ihn nicht heraus kommen. Also hieß es schlussendlich den Heimweg anzutreten. Es wurde auch Zeit. Nämlich 2230 Uhr.

Es war früh. Um genau zu sein war es 0700 Uhr als ich die Augen aufschlug und ein Reibeisen dort vor fand wo früher mal mein Hals gewesen ist. Gott sei Dank war die Wasserleitung nicht ausgetrocknet und mir ging es nach wenigen Litern besser. Ich fühlte mich allerdings als hätte ich den vergangenen Tag unter dem Sattel eines mongolischen Kriegers verbracht. Sowohl außen als auch innen fühlte ich mich um 80 Jahre gealtert. Ein Tag, der zum größtenteils auf dem Sofa verbracht wurde lag vor mir und Abends ging es mir nicht unbedingt besser. Aber ich zwang meinen Körper zu Aufmerksamkeit, denn wir wollten ja in den JT Keller.

Gegen 2145 Uhr trafen Christian und Sabrina bei mir ein und wir warteten dann gemeinsam auf den Ingo. Der war noch beim Geburtstag und wollte dann gegen 2300 Uhr nach Göttingen aufbrechen. Ich muß ehrlich sagen, das ich bis kurz vor dem Eintreffen auf dem Sofa lag und mir sicher war, das ich keine Besserung erfahren würde. Mein Magen rebellierte ein wenig. Aber als dann die Zwei da waren und ich ein Holsten trank, ging es mir dann merklich besser. Die Müdigkeit war noch nicht ganz weggewischt, aber das sollte dann der JT Keller erledigen. Als Ingo dann kam, verlegten wir ohne Verzögerung nach Göttingen.Es war gegen 2330 Uhr als wir den JT Keller erreichten. Eigentlich zu früh, aber wir ließen es drauf ankommen. Am Eingang traf ich dann meinen alten Schulkollegen wieder und sparte somit den Eintritt. Und um ehrlich zu sein hätte ich mich auch ein wenig geärgert, wenn ich den bezahlt hätte. Im JT Keller erwartete uns gähnende Leere. Wenn ich hier zum ersten Mal gewesen wäre, dann wäre ich sofort wieder rückwärts raus gegangen und hätte gesagt, das ich in den Scheiß Laden nie wieder einen Fuß gesetzt hätte. Aber ich war ja schlauer und war vorher schon das eine oder andere Mal da. Ich wusste also, das es nichts besonderes an dem Abend geben würde und sich der Laden erst zu späterer Stunde füllen würde. Wir brauchten nur Geduld. Und die hatte ich, da es ja Becks geben würde. Damit versorgte ich mich erstmal und sah dann auf einem Plakat das Motto des Abends. Es ging um Britpop und driftete eher in den Rock Bereich ab. War für mich vollkommen in Ordnung. Musik mit Gitarren drin, kann ja nicht verkehrt sein. Außerdem sah ich an der Tür ein weiteres Plakat hängen. Darauf stand geschrieben, das am Folgeabend „La Boum“-Party war. „La Boum“ hieß volle Hütte, viele hübsche Frauen und viel gute Musik. Eigentlich hatte ich ja geplant, das ich am Samstag nichts machen werden, aber als ich Ingo auf das Plakat hin wies, dann funkelten seine Augen. Es hätte auch sein können, das sie von dem Funkeln in meinen Augen angesteckt wurden. Aber das war ja erst am Samstag und noch lange nicht entscheiden. Konzentrieren wir uns also auf den Freitag Abend.

Die Musik war zwar nicht mein Lieblingsgeschmack, ziehe sie aber jederzeit dem Einheitsbrei vor. Und Frauen waren auch noch nicht so viele anwesend. Aber die da waren konnten eigentlich schon überzeugen. Die Masse macht es nicht immer, auf die Qualität kommt es an. Und das nicht zu viele Männer da sind. Außerdem hatte ich ja ein Becks in der Hand, was den Abend schon mal als gelungen qualifiziert. Plötzlich schellte mein Telefon und der Schnitzel rief an. Da ich es aber für wenig sinnvoll hielt im JT Keller an das Telefon zu gehen, da ich eh nichts verstehen würde, ließ ich es klingeln und hätte ihn beim nächsten Toilettenbesuch zurück gerufen. War aber nicht notwendig, denn kurze Zeit später stand er leibhaftig vor mir. Er, Tobi, Timo, Andreas und Matze haben schon im El Sol gesessen. Sie wollten wohl auch in den JT Keller und waren ein wenig enttäuscht. Gerade für Matze, Timo und Andreas tat es mir ein wenig leid, das sie an dem Abend da waren, wo eben nicht so viel los war. Oder eben viel zu früh. Jeder verdient eine zweite Chance, ich hoffe der JT Keller bekommt sie von ihnen. Selbst als sie noch da waren, füllte sich der Laden langsam, aber längst nicht in dem Ausmaße, wie man es gewohnt ist, und wo nach man gerne wieder her kommt. Was aber gut war, war das die Qualität der Frauen keinesfalls abnahm.

Es reichte für die Truppe wohl aber nicht, denn sie verabschiedeten sich nach wenigen Getränken und setzten ihren Abend im Alpenmax fort. Das ist natürlich ein Kulturschock, gerade bei der Musik. Wir aber harrten noch ein wenig aus. Und Felkl lieferte mir auch gleich einen Grund noch länger da zu bleiben. Er wies mich auf eine junge, blonde Dame hin, die quer durch den Raum an einer Säule stand. Nach seiner Aussage hat sie wohl des öfteren zu mir rüber gesehen. Als ich dann rein zufällig mal in ihre Richtung geblickt habe, konnte ich nichts davon bestätigen, wohl aber das sie gut aussah. Und das macht es ja so verdächtig. Warum sollte sich eine gutaussehnde blonde Frau zu mir rüber sehen, geschweige denn sich für mich interessieren. Das hört sich ganz nach einem Fall für die drei Fragezeichen an. Also blieb ich dran. So ganz traute ich ja dem Felkl nicht und schaute noch mehrere Male rüber. Ein oder zwei Mal haben sich dann unsere Blicke getroffen. Aber so mit dem Lächeln hat das nicht so geklappt. Weder bei mir noch bei ihr. Und wenn das schon nicht klappt, dann könnte es ja mit dem Ansprechen auch nichts werden. Ich möchte ja den Leser auch nicht zu lange auf die Folter spannen und kläre das Rätsel auf. Eigentlich hätte hier eine Ausführung im Stile von Justus Jonas stehen sollten, aber das kriege ich nicht so ganz hin. Deswegen kommen wir gleich zum Pudels Kern. Ich bin nicht hin gegangen. Wir haben uns noch ein paar angesehen, aber das war es auch schon. Keine Angst, die Reise geht weiter.

Wenn man sich die ganzen Frauen so angeguckt hat, dann hätte man bei der einen oder anderen schon schwach werden können. So erging es auch dem Ingo, aber auch hier gab es Defizite mit dem Ansprechen, was mich eigentlich gewundert hat. So hat jeder sein eigenes Bündel zu tragen. Und vor allem Becks Bier was weiterhin unvermindert in meine Kehle floß. Hier ist einzuräumen, das ich die Zufuhr leicht reduziert habe. Ich wolle mich ja nicht mit dem Holzhammer betrinken. Man merkte also schon, das der letzte Tag noch ein wenig in den Knochen steckte. Aber es ging nicht nur mir so. Alle waren ein wenig müde und somit beschlossen wir zu einer mir sehr untypischen Zeit die Biege zu machen. Die Uhr zeigte gerade mal 0200 Uhr. Aber meine innere Uhr zeigte 0600 Uhr an. Auch wenn ich es mir oft nicht eingestehen will. Ich werde älter und meine inneren Organe sind bestimmt schon doppelt so alt. Mein Bett zu Hause war eine willkommene Abwechslung zu der ganzen Steherei. Ich fiel sofort in einen traumlosen Schlaf und nahm mir fest vor am nächsten Tag nichts zu machen. Auf jeden Fall war der Tag schon verplant und das Sofa spielte eine Hauptrolle darin.

Trotz spätem zu Bett gehen und der Mattigkeit seit dem Tag der Arbeit warf mich mein Organismus um 0800 Uhr aus dem Bett. Langsam glaube ich das Verschwörerkomplott nimmt Formen an. Aber die Vorsätze wurden eingehalten. Ich verbrachte den Großteil des Tages auf dem Sofa und es hat sich wunderbar angefühlt. Man muß sich ab und an mal wenden, sonst liegt man sich wund, aber auch das ließ sich vollbringen. Ich hatte zwar am Abend regen SMS Kontakt mit Dorothea und ein paar Telefonate mit Ingo, aber im Endeffekt hat sich heraus kristallisiert, das der Abend ereignislos bleiben sollte. Ich war schon kurz davor mit Dorothea in den JT Keller zu fahren, aber als sie dann auch auf einen Sofa Abend eingestellt hatte, konnte mich auch der Ingo nicht mehr umstimmen. Es ist also wahr, ich habe am Samstag nichts gemacht und fühlte mich nicht mal schlecht dabei. Der Brief des Brauereiverbandes, in dem sie sich nach meinem Wohlbefinden erkundigt haben, hat schon gut getan.

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