Pushing the edge

So ungefähr könnte man mein letztes Wochenende beschreiben. Ich führte meinen Körper an neue Grenzen und überschritt diese zum Teil, nur um gestärkt wieder zurück zu kommen. Dabei fing es eigentlich recht harmlos an. Ich hatte mir für den Samstag mit dem Doktor verabredet, das wir Conrady in Hangover besuchen und zum Fußball gehen. Im Anschluß würden wir noch ein wenig in die Stadt gehen und gucken wo noch was los sei. Für den Freitag war schon seit einer Woche geplant mal wieder in den JT Keller zu gucken. Wie also konnte es dazu kommen, das alles wieder ausgeartet ist, vor allem am Samstag. Schauen wir also ob wir der gesamten Geschichte ein wenig auf den Grund gehen können. Beginnend mit dem Freitag.

Schon recht früh am Tag stand fest, das wir in den JT Keller fahren würden. Ich telefonierte mit Ingo und er wollte fahren. Außerdem sagte ich noch der Dorothea Bescheid, da sie auch mal Lust hätte mit dort hin zu kommen. Weitere Partizipanten dieser Veranstaltung sollten der Tobi und der Schnitzel sein. Nach dem Feierabend machte ich mir noch ein kleines feines Mal und wartete dann auf den bevorstehenden Telefonmarathon. Zunächst meldete sich der Schnitzel und teilte mir mit das er nicht dabei sein könnte am Abend. Er mußte am Samstag arbeiten und wollte dann nicht stramm dorthin kommen, weil er ja was schaffen wollte und nicht den ganzen Tag in den Seilen hängen wollte. Für ihn eine weise Entscheidung, ich hingegen hielt es für Schwachsinn, denn das Wochenende ist kurz genug. Aber jeder so wie er will. Daraufhin ergab sich die Möglichkeit, das wir Dorothea mit nehmen könnte, da sie auch etwas trinken wollte. Nach einigem hin und her würde sie der Ingo in einem Zeitkorridor von einer halben Stunde nach 2100 Uhr abholen. Hieß also für mich das alles geregelt war und ich konnte zum gemütlichen Teil übergehen. Ich schaute ein wenig DVD und gönnte mir zwei halbe Liter. Es schmeckte einfach zu gut.

Der Ingo Express kam an und los ging die Fahrt durch den Regen. Es hatte nämlich erstmal schön angefangen zu regnen, was einerseits schlecht, wohl aber auch gut war. Schlecht, weil man halt naß wurde und gut, weil die Wahrscheinlichkeit sehr hoch war, daß das Fußballspiel am Folgetag ausfallen würde. Da ich ja eh nicht da sein werde war es mir eh einerlei. Wir waren also auf dem Weg nach Göttingen um vor der eigentlichen Invasion des JT Kellers noch im El Sol ein paar Cocktails auszuprobieren. Man könnte auch sagen, das wir einen Brückenkopf erreichten wollten um im Militärjargon zu bleiben. Ingo fuhr mit uns eine recht wilde und außergewöhnliche Strecke, ich hatte nur ein wenig Bedenken um den Gemütszustand von Dorothea als wir in ein Waldstück passierten. Aber wir sind ja brave Jungs. Durch diverse Straßenarbeiten in Göttingen wurden wir dann durch einige Umleitungen zum Volksbank Parkplatz gelenkt. Da konnte man mal wieder sehen, das Glück nicht gerade mein Freund ist. Wäre ich gefahren, dann hätte ich dort hin kommen können wann ich wollte, ich hätte dort nie ein Parkplatz bekommen. Aber der Ingo fährt eine Runde und schon hat er einen Parkplatz. Ein weiterer Grund warum ich nie am Wochenende fahren sollte. Man nimmt automatisch längere Fußwege in Kauf. Schön, wenn man sich solche Ausreden parat legen kann. So kann man sich immer schön zu schütten am Wochenende.

Im El Sol fanden wir recht fix einen Tisch und konnten alsbald eine Bestellung aufgeben. Da es ja diese fantastische Einrichtung der Happy Hour gibt, waren bestimmte Cocktails billiger als ausgeschrieben. So etwas muß man ausnutzen. Ich bestellte mir also einen Alabama Slammer, der eigentlich zu fruchtig für mich war. Aber da wir an Karfreitag gute Erfahrungen damit gemacht haben, dachte ich mir, daß es vielleicht gut wäre, wenn man ihn auch von einem „Profi“ gemixt bekommt. Nun ja, er schmeckte ein wenig anders als die selbst gemixte Variante, was vielleicht an der besseren tarirung der Zutaten lag. Ich selber habe ja mehr nach Augenmaß zusammen gestellt, da überwiegt der Alkoholanteil dann doch sehr. Wie schon erwähnt war er dann zu fruchtig für mich. Während ich dann meine interne Bewertungsliste ausfüllte konnte ich meine Blicke schweifen lassen und mußte feststellen, das eine Menge gut aussehender Mädels anwesend war. Es könnte vielleicht mit der bevor stehenden O-Phase zusammen hängen. Was die ganzen Mädels aber gleich wieder von der Liste beförderte, da sie eindeutig zu jung waren. Aber nett anzusehen waren sie allemal. Dorothea hatte sich eine Art Eisbecher geordert. Er heiß zwar irgendwas mit Strawberry, aber so viel Strawberry war da nicht drin. Jedenfalls nicht im Getränk. Dafür hatte sie aber einen riesigen Hucken Sahne oben drauf bekommen. Wenn ich Sahne sehe, dann wird mir beim alleinigen Anblick schon schlecht. Daher meide ich solche Cocktails intensivst. Meinen Cocktail mochte sie aber auch und fragte gleich unverblümt ob er mir denn überhaupt schmecken würde. Da wurde ich dann hellhörig.

Ingo bemerkte plötzlich den Tobi, der sich noch angekündigt hatte. Er lief ein wenig wie Falschgeld im El Sol herum, hatte aber direkten Kurs auf die Theke genommen. Trotz mehrfachen lautem Winkens bemerkte er nichts, aber sein Blick schweifte über die gewaltige Anzahl an junger hübscher Frauen. Kein Wunder das er sich nicht richtig konzentrieren konnte. Ich war kurz davor mit Gegenständen zu schmeißen, als er dann endlich in unsere Richtung blickte und sich zu uns gesellte. Der Blick den er hatte, verriet mir folgendes. Er war glücklich über die Tatsache, das sich so viele Schnitten hier her verirrt hatten. Und er war nun noch definitiv in dem passenden Alter. Verlasse wir kurz die Glücksphase des Tobis und wenden uns den wichtigen Sachen zu. Ich entschied auf Grund der Befürchtung eines Vitaminschock keinen Fruchtcocktail mehr zu trinken, dafür viel die Wahl recht schnell auf den König der Cocktails, den Long Island Ice Tea. Will man schnell nach vorne kommen, in dem Alkoholrennen, dann ist dieser Cocktail quasi die Lachgaseinspritzung. Gut im Geschmack und vor allem kein fieses Fruchtaroma. Auch hier muß ich mal erwähnen, das er keinerlei Ähnlichkeit mit unserer Eigenmixtur hatte. Obwohl die Gläser ja gleich groß waren. Vielleicht war die Anzahl an Alkoholika einfach geändert worden. Er schmeckte aber auch so. Sogar Dorothea war von ihm angetan.

Ich war dennoch ein wenig Vorsichtig bei den ganzen Cocktails. Ich hätte locker die Geschwindigkeit erhöhen können und damit eine leuchtendes Beispiel für Mißbrauch von alkoholischen Getränken werden können. Aber man muß ja vor der weiblichen Gesellschaft nicht gleich so über die Stränge schlagen. Außerdem stand ja der JT Keller Besuch noch an und da war der Eintritt in die höheren Gefilden des Alkoholkonsums schon vorprogrammiert. Ich hoffte nur, das mir später noch Bier schmeckte und ich nicht wieder mit Havana Club abstürzen würde. Aber das waren noch ungelegte Eier. Da noch nicht zu viel los war vor dem Keller entschlossen wir uns zu einer weiteren Runde, die ich erneut mit einem Ice Tea bestritt. Dorothea schwenkte um auf einen Rotwein, aus Angst zu stramm zu sein. Darauf hin gab ich ihr den Hinweis das man nie zu stramm sein kann. Vielleicht hatte sie Angst sich irgendwie zu blamieren. Aber das konnte gar nicht passieren, denn ich war ja dabei und würde sie auf jeden Fall toppen. Vom Rotwein wollte sie mir dann noch was abgeben, aber da lehnte ich dankend ab. Ich habe ein wenig Respekt vor Weinen. Die können einem nämlich wunderbare Kopfschmerzen in den Schero zaubern. Nachdem dann die Getränke geleert wurden, verlegten wir dann in den Keller. Wir mußten nicht anstehen und man sah nach dem löhnen des Eintritts warum, denn es war noch nicht so viel los. Das bringt einen immer in den Erklärungsnotstand, da man vorher immer in den höchstens Tönen vom Keller gesprochen hatte. Aber Dorothea war wohl einen Samstag vorher schon da, bei der La Boum Party, da wusste sie also das wir die Wahrheit sagten.

Ich stand nun vor einer schwerwiegenden Entscheidung. Nach den ganzen Cocktails wäre es vielleicht angebracht, auf Mixgetränke umzusatteln, aber ich hatte dann doch mehr Lust auf Bier und eröffnete den Reigen mit einem feinen Becks. Dorothea hielt sich seltsamerweise zurück und trank nichts. Auch als ich ihr versicherte das sie heute Abend bestimmt nicht die Vollste sein würde, wollte sie nichts zu trinken. Nun ja, das Becks schmeckte vorzüglich und wurde mir auch noch von einer umwerfenden Bedienung serviert. So kennt man den JT Keller. Hübsche Frauen wo man hin blickte. Das war natürlich auch für Tobi eine wahre Augenweide, der wieder mal mit dem Gedanken spielte seine Telefonnummer unter das Volk zu bringen. Ingo und ich machten schon Vorschläge er solle sich doch ein T-Shirt oder ähnliches mit Abreißnummern anlegen, damit er nicht so viel schreiben muß am späten Abend. Der richtige Einfall kam mir aber erst später. Er könnte sich doch eine Art Konfettikanone besorgen mit denen er dann kleine Zettel mit seiner Telefonnummer verschießen kann. Erstens ein super Partyeffekt und zweitens wird er so seine Nummer los. Außerdem im JT Keller total ungefährlich, da eh nur hübsche Frauen da sind.
Die Musik war sehr in Ordnung. Jedenfalls bis zu einem bestimmten Zeitpunkt. Dann plötzlich ging es rapide bergab. Es fing an mit einem Lied, welches ich des öfteren zu Checkpointzeiten ertragen mußte. Es war irgendetwas Beklopptes aus den 90ern, näher möchte ich darauf nicht eingehen. Ich dachte mir das es wohl bei dem einen Leid bleiben würde, aber dem war leider nicht so, es ging nun bergab in eine Zeit in der ich mich musikalisch nicht wohl gefühlt habe. Auf der anderen Seite hat mich diese Zeit in die Arme des Metal geführt, wofür ich eigentlich dankbar sein sollt. Nichtsdestotrotz finde ich diese Musik trotzdem nicht toll. Daher sank auch meine Stimmung mit der Musikauswahl. Es ging immer tiefer in das Tal der grottigen 90er Jahre. Den Tiefpunkt bildeten irgendwann die Backstreet Boys und ich war kurz davor mich zu übergeben. Aber hielt noch an mich. Ich flüchtete mich dafür in die Becks Oase. Da war ich sicher und hatte etwas was mich am Leben erhielt. Es war wie das Licht auf das man sich konzentrieren konnte wenn einem die Sinne schwinden. Ich suchte verzweifelt nach einer Kerze, damit ich mir mit dem Wachs die Ohren zuschütten konnte um diese gruseligen Klänge nicht zu hören, doch nichts ähnliches stand herum. Also trank ich weiter Bier. Als es dann fast nicht mehr Schlimmer ging stand dann auch noch Dorothea auf und ging auf die Tanzfläche. Ich konnte es kaum fassen, sie mochte anscheinen diese Musik. Überraschenderweise wurde die Musik auch wieder ein wenig besser. Beginnend mit dem unschlagbaren „U can’t touch this“ von MC Hammer gefolgt von einigen Klassikern der Broten. Höre ich die Brote, dann dreht sich in meinem Kopf die Zeitmaschine und ich werde zurückversetzt in die Oberstufe. Dort wurde bei jeder Party, bei jedem Besäufnis, bei jeder Zeltaktion, also bei allem, wo man in lustiger Runde zusammen saß die Brote irgendwann in den CD-Player geschmissen. Und der Streiti ist abgegangen wie eine Rakete. Schöne Zeiten waren das und wenn man solche Lieder hat, um sich an sie zu erinnern, dann um so besser. Irgendwie wünsche ich sie mir wieder zurück. Huch, jetzt schwelge ich aber in der Geschichte.

Es rechnet ja eigentlich jeder damit, das ich jetzt gleich schreiben werde, das ich mir wieder Mischungen rein geknallt habe und dann wieder komplett die Kontrolle verloren habe. Aber diese eine Nacht nach dem Bierseminar hat mich Moores gelehrt. Gut, es mag zwar lustig gewesen sein, das ich auf der Tanzfläche den Travolta ggemimt habe. Köppel behauptet zwar das es recht gut aussah, was ich da auf das Parkett gelegt hätte, aber so ganz traue ich der Geschichte nicht. Jedenfalls weiß ich von dieser Aktion nur noch rudimentär etwas. Außerdem wollte ich mich so sehr ins Nirvana schießen wenn Dorothea dabei ist. Sie wird sich zwar noch an das Abschlußzelten erinnern können, aber man muß ja keine negativen Erinnerungen heraus beschwören. Ich bleib also beim Bier, Es war zum ersten günstiger und zum zweiten schmeckte es noch ganz gut. Spätestens wenn sich die Hefekulturen auf der Zunge Guten Tag sagen, wird es Zeit auf andere Getränke umzusteigen. Aber so weit war es noch lange nicht.

Dorothea hat mittlerweile die Bekanntschaft einiger geschniegelter Herren gemacht. Die waren, laut ihrer Aussage, allesamt Anwälte und das sah man auch sofort. Wenn ich zwei Studienrichtungen nicht ab kann, dann sind es Jura-Studenten und BWL-Studenten. Wobei es auch hier Ausnahmen gibt. Vornehmlich in meinem Bekanntenkreis. Die BWLer und Jura Studniks sind absolut in Ordnung. Aber 90% dieser Studienrichtung braucht kein Mensch auf dieser Welt. Überheblich, eingebildet und scheiße aussehend. Letzteres bin ich auch, aber ich bin noch normal geblieben und muß nicht mit einem Anzug in eine Disco gehen um Eindruck bei den Frauen zu schinden. Ich könnte ja auch einfach meine Feuerwehrdienstuniform anziehen und damit los gehen. Auf Uniformen stehen sie fast alle. Diesen Pfeifen sah man schon vom Mond aus an, das sie Scheiße Anwälte waren. Der eine hatte schätzungsweise zwei Großpackungen Rama im Haar. Dazu tanzte er auch noch. Partnertanz in einer Disco in der es so voll war das man immer in Bewegung war um irgendwem Platz zu machen oder irgendwo hinzu gelangen. Man stelle sich einfach den früheren Andrang beim Schlußverkauf vor und versetzte diese Szene in einen dunklen, schlecht gelüfteten Keller. Und dieser Vollpfosten macht da Partnertanz der nur aus Drehungen bestand. Es war überhaupt kein Foxtrott-Lied, was ihn nicht störte. Hauptsache die Partnerin drehen bis sie auf einer Umlaufbahn des Merkur ist. Daran sieht man mal wie Gehirnlos solche Leute sind. Erstens würde ich nicht eine zufällige Bekanntschaft in einer überfüllten Disco um 0100 Uhr Morgens schneller um die eigene Achse drehen wie einen 2-Takt-Rasenmäher, wer weiß was die alles schon getrunken und gegessen hat, was vielleicht gleich wieder zum gucken aus dem Mund kommt. Zweitens ist Partnertanz in Discos immer was vollhonkiges. So was machen nur Spaten, die auffallen wollen und dem weiblich Geschlecht zeigen wollen, wie Scheiße man auf dieser Welt werden kann, wenn man nur Jura studiert.

Aber Dorothea hatte einen natürlich Instinkt und hat sich diesen Pfosten schnell abgewandt und dafür einem jungen Mann, der wie sich herausstellte Textil-Ingenieur ist. Oje, es wird besser. Textil-Ingenieur. Was ist denn bitte das? Darf man eigentlich den Begriff Ingenieur mit so etwas wie Textil in Verbindung bringen? Ich denke nicht. Als ich das hörte mußte ich ein lautes Lachen verkneifen, konnte aber ein breites Grinsen nicht unterdrücken. Erst wollte ich gemein sein und fragen, ob denn für Design nicht schwul genug wäre und für Maschinenbau zu doof. Aber ich habe es mir dann doch verkniffen, da ich Dorothea nicht die Tour verderben wollte. Heilger Vater, Textil-Ingenieur. Jetzt gibt es auch noch die Bachelor und Master Studiengänge, ich möchte mal wissen was da noch für abgefahrene Berufsbezeichnungen auf uns zu kommen. Bachelor of Kleiderbügeldesign, Master of Türmattenknüpfen. Und dafür schmeißen wir unseren Diplom-Ingenieur auf den Müll. Tolle Bildungsreform und anpassen an den Weltmarkt. Das jetzt der deutsche Diplom-Ingenieur (also der technische, nicht so was schwuchteliges wie Textil und Konsorten) auf dem Internationalen Markt höher angesehen wird als Bachelor und Master, interessiert wieder keinen. Ich bin jedenfalls noch froh über meinen Titel.

So langsam lichtete sich das Publikum und wir entschlossen uns auch den Heimweg anzutreten. Trotz des immensen Alkoholkonsums meinerseits fühlte ich mich noch ganz gut. Kein Wunder wenn man das Wochenende mit dem Bierseminar nun als Maßstab nimmt. Nach einer recht spaßigen Heimfahrt kroch ich dann ins Bett wo ich dann friedlich entschlummerte und noch leise über Titel wie Textil-Ingenieur lachte. Kurze Zeit später klingelte der Wecker.

Gefühlt waren es 10 Minuten die ich geschlafen hatte, aber in Natura waren es wohl fünf Stunden. Ich schwang mich aus dem Bett und war sehr erfreut über fehlende Nachwirkungen des Vorabends. Keine Kopfschmerzen, keine Magenkrämpfe, so konnte man gut in einen sehr alkoholreichen Tag starten. Hätte ich das schon gewusst, was mich erwartet, dann wäre es vielleicht besser gewesen liegen zu bleiben. Naja, ich soll ja nicht lügen. Wenn ich gewusst hätte, was mich erwartete, dann wäre ich schon früher aufgestanden und hätte die anderen gedrängt eine Stunde eher los zu fahren. Ich sprang unter die Dusche und machte mir ein leichtes Frühstück. Gegen 1130 Uhr (15 Minuten später als angekündigt) kam dann der Doktor, mit Schötti, dem Langen und Bemi im Auto, bei mir vorbei und wir starteten in Richtung Hannover. Zunächst bis Göttingen wo wir dann das Abstellen würden um dann mit dem Zug Metronom nach Hannover weiter zu ziehen. Ich bestieg das Auto und bekam erstmal eine große Flasche Krombacher gereicht. Es war wie gesagt 1130 Uhr und ich hatte ein schelchtes Gewissen, beim Öffnen der Flasche. Es war noch so früh und ich sollte schon wieder Bier trinken? Nachdem dann der erste Schluck unten war, wurden diese Gedanken verschoben. Ich freute mich wie bescheuert sehr auf den Hannover Party Termin, wobei Hannover ja eigentlich nicht zu meinen Lieblingsstädten zählt. In Göttingen konnten wir dann netterweise den Garagenplatz von Manuel K. nutzen. Größte Aktion bis dahin, die Rampe zum Platz sparen zur Seite fahren. Der Lange mimte den Karussellbremser und wollte von jedem die Karten einsammeln. Fängt der Tag so an, dann kann man ihn auch in Hannover verbringen. Bei strahlendem Sonnenschein betraten wir den Bahnhof und teilten die Gruppe auf in Kartenholer und Getränkeholer. Überrascht es jetzt sehr, das ich bei der Getränkeholergruppe war? Eher nicht. Ach ja, vor Bahnhof haben wir dann noch Conrady getroffen, bei dem wir übernachten würden. Die Wochenendtickets waren gezogen, das Bier war kalt und in unseren Händen und die Sonne schien. So betraten wir den Metronom-Express-Schleichzug nach Hangover. Bis wir bei unseren Plätzen waren habe ich ca. drei Leute mit meinem großen Rucksack gerammt und fünf Mal mit den Bierflaschen irgendwo angeschlagen. Aber wir waren nicht die Einzigen die Aufgefallen sind.

Als wir dann endlich einen Platz im Abteil gefunden hatten der uns zugesagt hat, fanden wir uns in unmittelbarer Nähe einiger Eintracht Frankfurt Fans. Was nun nicht das Schlimmste war, denn Hangover 95+1 Fans wären wohl nicht meine favorisierten Zugbegleiter gewesen. Nicht lange, nachdem der Zug an fuhr wurden die nächsten Bierflaschen geöffnet und in den Schlund gekippt. Die Eintracht Fans waren schon fortgeschrittener als wir uns tranken gleich Mixgetränke aus Cola-Flaschen. Langsam aber sicher wurden sie sympathisch. Da der Doktor auch Eintracht Fan ist, fühlte er sich gleich wohl. Auch wenn es nicht so aussah, wäre er bestimmt gerne aufgesprungen und hätte in die ganzen Sprechchöre mit eingestimmt. Und die hatten sie ohne Ende drauf. Es wurde auf alles gesungen. Aber hauptsächlich gegen die Bayern und gegen Hannover. Also nichts worüber man sich aufregen könnte. Als sich diese Sprüche wiederholten, wurde es den Kollegen auch schnell langweilig. Warum also nicht auf die Ort singen schreien, durch die man fährt. So wurden also Sprechchöre auf Banteln, Freden, Kreiensen und was weiß ich noch alles angestimmt. Oder auch mal auf die ein-Euro-Bahn. Man war sich für nichts zu schade. Aber lustig war es allemal.

In Hangover angekommen nahmen wir erstmal die U-Bahn zu Florians Wohnung. Was aber nicht hieß, das wir ohne größere Fußwege dort ankommen würden. Mein immenser Rucksack, die vorsichtshalber angezogenen Winterjacke und das frühlinghafte Wetter in Kombination mit meinem derzeitigen Fitnesszustand, ließen mich schnell halluzinieren. Ich ignorierte aber geflissentlich die halbnackten Damen mit dem kühlen Bier in der Hand, weil die bestimmt sehr gefroren hätten, in dem zugigen U-Bahn Aufgang. Zu allem Überfluß wohnte Florian auch noch im dritten Stock, gefühlt war es der achte Stock. Ich hielt mich aber bei Bewusstsein, mit der Vorstellung das es bald kühles Becks geben würde. Das lief dann auch ohne Probleme meine Kehle hinunter. Nach einer kurzen Pause, mit Bier und einem sehr freizügigen und extrem aufschlussreichem von mir sehr in Frage gestellten Programm auf dem PC, machten wir uns dann auf um das Stadion zu stürmen. Der Marsch ging am Maschsee entlang. Herrliches Wetter ließen Massen an Menschen unterwegs sein. Da wäre ja nicht so schlimm, wenn alle weiblich und leicht bekleidet gewesen wären. Leider wurde das teilweise sehr nett anzuschauende Bild durch männliches Volk gestört. Sehr nett fand ich die Leute die eine Art Leberwurst-Anzug trugen und mit ihren Inlinern nur so durch die Menge fegten. Es gibt schon grenzwertige Menschen.

Eine natürliche Reaktion bei so viel jungen, agilen, weiblichen Körpern ist das offen stehen des Mundes. Man kann machen was man will, man kann sich konzentrieren auf Eishockey oder auf Fußball oder auf den Bullen von Tölz im String-Tanga (Bitte nur in extrem auswegslosen Situationen anwenden!), irgendwann übermannt einen der Offene-Mund-Status. Der Mund wird trocken und das Schlucken fällt schwer. Kommt man in diesen Status, dann hilft nur eins. Sofortige Flüssigkeitszufuhr. So geschehen in der Nähe vom Stadion in Form eines halben Liter Biers und einer Currywurst, damit ein klein wenig Grundlage im Magen vorhanden ist. Es war einfach lecker und auch das Bier floß wunderbar die Kehle herunter. Die Currywurst war zwar etwas für den hohlen Zahn, aber ich hatte keinen Bock ein kleines Vermögen in einen Imbissstand vor dem Stadion zu investieren, damit dann der Besitzer im Anschluß mit seiner 500er S-Klasse zu seinem Penthouse fährt. Also musste sich Kollege Magen ein wenig Gedulden. Der Hunger hatte eh nicht mehr viel zu melden, da das Bier die Kontrolle übernommen hat. Irgendwo im Hirn waren noch die Grundfunktionen verankert, das man auch etwas essen musste, Hungergefühl gab es nicht mehr. An diesem Imbissstand trafen wir dann noch Nicol, die einen Kollegen aus den Staaten mitgebracht hat. Das Beste was man natürlich machen kann ist, zu einem Bundesligaspiel zu fahren. Besser kann man die deutsche Grundkultur nicht kennen lernen. Wir zeigten uns natürlich von unserer besten Seite und sprachen vorbildliches Oxford Englisch.

Nach diesem kurzen Zwischenstop machten wir uns dann auf in das Stadion zu kommen. Ich hatte ja eigentlich geplant als Eintracht Braunschweig Fan mein Eintracht Braunschweig Trikot anzuziehen. Die haben zwar nicht gespielt, aber man muß ja Farbe bekennen. Allerdings hätte ich dann wohl den Rest des Tages mit freiem Oberkörper verbracht, da sich ja Hannoveraner und Braunschweiger Fußball Fans auf den Tod nicht ab können. Gut, wenn man aus Hannover kommt hat man es eh nicht leicht und wenn man dann auch noch als Bundesligist von einer Regionalmannschaft 2:0 abgezogen wird, macht es die ganze Sache nicht besser. Jedenfalls wurde damals gezeigt, wer wirklich als niedersächsischer Verein in die 1. Liga gehört. Hangover ist es nicht. Um also dem Rest der Menschheit meinen freien Oberkörper zu ersparen, verzichtete ich also auf das Trikot und entschied mich dazu lauthals für die Eintracht zu jubeln, auch wenn es die aus Frankfurt war. Es ist schon komisch was so ein Stadion und die umgebende Atmosphäre aus einem macht. Ich bin nun nicht der Hardcore Fußball Fan. Ich gucke hin und wieder ganz gerne zu und wenn es ins Stadion geht bin ich immer mit dabei. Ist man dann im Stadion verändert sich mein Emotionsempfinden total. Ich gehe mit, ich schreie rum und vor allem springe ich von meinem Sitz auf. Gut, man könnte nun auch behaupten, das es an den 2,5 Litern Bier liegen könnte die ich schon intus hatte, aber ich glaube es ist eher eine Kombination aus Beidem. Wir suchten unseren Platz und kurze Zeit später befanden Bemi und ich uns schon an dem Getränkestand. Dort mussten wir dann erstmal ein Konto bei der 95+1 Bank eröffnen um dann einen Schalter weiter das Bier zu bekommen. Alles verdammt umständlich für den Gelegenheitsbesucher. Aber wir hatten Bier. Zurück auf den Plätzen nahm das Spiel seinen Lauf und ich zeigte mich von der besten Seite. Ich schrie rum, trank Bier und bezeichnete die 95+1 Spieler als Luschen. Die ganz normale Abneigung gegen Hannover halt. In der Halbzeit versorgten wir uns mit einem weiteren Bier, welches immer nur in 0,5 Liter Gebinden den Besitzer wechselte. Bei dem Wetter und dem Spiel war aber auch diese Herausforderung kein Problem für uns. Die zweite Halbzeit war voll im Gange und Hannover hatte kurz vor der Halbzeit ausgeglichen. Das Spiel gipfelte in einem Gebolze sondergleichen. 95+1 bewies mehr als einmal das sie einfach nicht fähig waren den Ball in das Tor zu schießen, wohl aber mehrmals drüber weg. Vielleicht hatten sie einfach zu viele Rugby-Spieler eingekauft. Dies war der Zeitpunkt eine weitere Runde Bier einzufahren. Die Schlangen waren kurz und das Bier war zwar Hasseröder, aber man ließ es rein laufen. Wie der auf den Plätzen war Bemi schon leicht angeschlagen, da er kurz in sich ging. Außerdem wurde weiter auf die Hannoveraner geschimpft. Überraschenderweise saßen wir in einem gemischten Block, wo alle recht friedlich waren. Dummerweise gewann 95+1 noch, durch ein recht spätes Tor. Das machte den langen Weg durch die Menschenmassen nach draußen auch nicht besser.

Aber auch der ging vorbei und wir verlegten recht fix wieder in Florians Wohnung. Nach erneuten gefühlten 16 Stockwerken war ich derart fertig, das ich das Bier nur so weg schluckte. Außerdem wurde eine Pizzabestellung getätigt, da einige doch noch Hunger verspürten. Eine weise Entscheidung, den es war mittlerweile 1800 Uhr und der Abend versprach noch sehr lang zu werden. Pizza wurde ausgesucht, bestellt und im Fernsehen lief die Sportschau, weil man ja noch nicht genug Fußbal gesehen hat. Allen Hoffnungen zum Trotz gab es dann doch keine Großaufnahme von uns im Stadion. Ich könnte mein rechtes Ei darauf verwetten, das wenn ich mein Braunschweig Trikot getragen hätte ich in Großaufnahme zu sehen gewesen wäre. Das wäre dann zwar zu dem Zeitpunkt gewesen wo man mir das Ding ausgezogen und in tausend kleine Stücke gesprengt hätte. Aber ich wäre im TV gewesen. Vielleicht hätten sie das Trikot auch mit mir dran in die Luft gesprengt, ich möchte gar nicht drüber nach denken. Während wir also auf die Pizza warteten fühlte sich Bemi ein wenig müde und sank nach hinten auf das Bett weg. Binnen weniger Sekunden schlief er den Schlaf der Gerechten und verpasste sogar die Pizza. Er teilte sich eine mit dem Doktor, der sie extra scharf hat machen lassen. Vielleicht war sie sogar zu scharf für ihn. Nachdem dann also die Pizza in den unendlichen Längen unseres Darmes verschwunden war brachen wir auf um die Stadt unsicher zu machen. Zunächst gingen wir zu Stans Auto, weil er da noch Bier vorrätig hatte. Wir waren uns allerdings nicht bewusst das der Marsch ein wenig lang war und ärgerten uns zu Recht über vergessenen Wegzehrung. Und ich ärgerte mich vor allem über meine vergessene Kamera in Conradys Wohnung. Ich hatte ein unbestimmtes Gefühl, als würde ich heute Abend eine Menge Fotos geschossen haben. Aber nun war es zu spät, die Kamera war nicht da und ich mußte damit leben. Bei Stan am Auto gab es dann erstmal eine Runde Pils aus großen Flaschen. Ich weiß gar nicht warum nun alle auf große Falschen aus sind. Die kriegt man gar nicht so schnell alle, wie einem lieb ist und dann werden sie schnell warm und schmecken wie Fleischbrühe. Außerdem standen wir im Halbkreis um einen Opel Kombi herum und tranken Bier, sah sehr vertrauenerweckend aus. Nun ging es weiter gen Bushaltestelle, da wir mit dem Bus weiter verlegen wollten. Doch der fuhr erst in einer Stunde. Es war hier als die Situation das erste Mal eskalierte. Stand geriet sich mit Conrady in die Haare, da er ja nur meckern würde und an allem etwas auszusetzen hatte. Conrady hielt dagegen, aber das möchte ich ungern in meinen Logbuch schreiben, denn es wurden häßliche Worte und Vorwürfe ausgetauscht. Die Situation kam dann auch vorerst unter Kontrolle und wir konnten den Weg weiter fortsetzen.

In der Stadt mußte ich dann erstmal zur Bank, da einige beachtliche Lücken in meinen Haushalt gerissen wurden. Und im Anschluß gingen die Vorwürfe weiter. Noch häßlichere Worte wurden fallen gelassen und es sah aus als würde es stark eskalieren. Man bekam sich einigermaßen wieder unter Kontrolle und wir gingen ins Hofbrauhaus, das von Ernst August. Dort ließen wir uns vorerst im Raucherbereich nieder und tranken weiter Bier. Hier mußte ich feststellen, das ich kleine Probleme hatte den Takt mit zu halten, denn das Bier schmeckte mir nciht ganz so gut. Aber ich schüttete tapfer rein. Man könnte ja eine paar langsame Runden einläuten. Der Doktor versuchte mich in der Zwischenzeit zu überreden das wir uns doch zusammen Gitarren anschaffen sollten um ordentlich das Haus zu rocken. Ich war mir der ganzen Sache nicht so sicher wie er und erbat mir ein wenig Bedenkzeit. Lust hätte ich ja schon, aber ich habe da keine Zeit für. Im Moment frisst die Feuerwehr einen Großteil meiner Freizeit und das wird wohl noch zwei Jahre so bleiben. Wenn man nun so umher sitzt, dann kann einem schnell ein wenig langweilig werden, vor allem wenn man keine hübschen Frauen zum angucken hat. Also verlegten wir in den Nichtraucherraum, wo dann eine Liveband spielte und wo auch einiges mehr los war. Die Band machte gut Party, auch wenn sie keine Schlagerscheiße spielte. Hier ließ es sich auch ein wenig länger aushalten. Und das Bier schmeckte auch wieder besser, ansonsten hätte ich echt angenommen, das ich krank werden würde. Vorher trank ich Pils und probierte nun ein naturtrübes. Es schmeckte auch ganz gut, aber hätte besser sein können. Nach einer etwas längeren Raucherpause, zogen wir dann weiter.

Der Großteil wollte zunächst ins Rotlichtviertel, worauf ich nun keinen Bock hatte. Man mag es mir nicht glauben, aber solche Rotlichläden finde ich nicht so aufregend. Ich meine Anfassen darf man da eh nichts und bezahlen werde ich dafür bestimmt nicht. Wofür dann die Bemühungen. Ich fügte mich also der Allgemeinheit und freute mich auf das Bier. Und wenn da dann ein paar nackte Brüste umher springen würden, dann hätte ich da auch nichts gegen. Wir gingen dann aber doch nicht in einer dieser zwielichtigen Läden sondern in die Intensivstation. Ein Laden, den man am ehesten mit dem JT Kellern vergleichen könnte. Sogar noch kleiner, aber ähnlich heiße Frauen vorhanden. Zu Beginn wusste ich ja nicht so recht ob das hier ein Laden wäre in dem die leichten Mädchen nur darauf warten einem die Hosen auszuziehen und erkundigte mich bei den Ortskundigen. Aber Conrady versicherte mir das dort wohl keine Nutten unterwegs sein würden, also könnte man ruhig alles angucken und bei passender Gelegenheit anpacken. Ich hielt mich erstmal an das angucken. Das würde vorerst reichen. Und es war einiges zum gucken da. Die Musik auf der anderen Seite ging dann eher in Richtung House und Techno, aber auch dazu konnten die anderen abgehen. Ich hielt mich dann an das Bier trinken. Jeder ist ja in irgendwas Profi. Bier trinken bringt dann aber auch eine volle Blase mit sich und man mußte die sanitären Einrichtungen aufsuchen. Nun stelle man sich eine ähnliche Situation wie im JT Keller vor. Besser gesagt Karstadt beim SSV und in der gegenüberliegenden Ecke wurde gerade eine neuer Grabbeltisch enthüllt. So voll war es ungefähr. Leider war das männliche Publikum in dem Laden leicht assig angehaucht. Oder sollte ich besser sagen, das sich jeder darinnen für den Allergeilsten hielt. Man schob sich durch die Massen und trat auf diverse Füße, was mir aber egal war, denn irgendwie mußte ich ja zum Klo kommen. Wenn man so Scheiße ist, das man nicht mal Platz machen kann, wenn Jemand durch will, dann soll man sich halt Stahlkappen anziehen. Gut, ich erntete jede Menge böse Blicke, aber es waren ja alles Hannoveraner. Was soll man in einer Stadt voll Assis auch anderes erwarten. Leider mußte ich einen solchen Weg noch zwei Mal antreten, denn wir waren recht lange da.

Auf dem Weg durch die Menschenmengen verleibte ich mich ungefähr dreizehn Mal. Und eine war dabei die der Patentochter von Elke verdammt ähnlich sah. Sie hatte es aber nicht sein können, da sie ja schon verheiratet ist und ein Kind hat. Da treibt man sich nicht in solchen Läden wie der Intensivstation herum. Aber sie sah ihr verblüffend ähnlich und war somit verdammt hübsch. Etwas in meiner Hose vibrierte und ich wurde leicht verlegen, bis ich dann merkte das es mein Telefon ist, welches schellte. Vor der Intensivstation hatte ich eine um Längen bessere Verständigung und sprach dann mit David, der mich anrief. Er war der Meinung ich wäre schon wieder in Duderstadt und wolle wissen was denn noch gehen würde. Ich klärte ihn auf und er war ein wenig enttäuscht, gab mir aber den Tip mich an die ganzen Hannoveranerinnen heran zu machen. Guter Tip, den habe ich mir gemerkt. Da ich nun eh schon an der frischen Luft war und mein Becks genießen konnte, kontrollierte ich meinen Nachrichten-Eingang und mußte feststellen das ich mehrere Nachrichten von diversen Elferratsmitgliedern bekommen habe. Am gleichen Abend war nämlich JHV vom WCC. Im Vorfeld wurden von nicht anwesenden Elferratsmitgliedern Einverständniserklärungen eingesammelt, damit sie weiter im Elferrat machen. Aus den Mitteilungen konnte ich lesen das meine besonders gut angekommen ist. Mir wurde gleichzeitig heiß und kalt, denn ich mußte davon ausgehen, das sie laut vorgelesen wurde. Es reicht ja aus einen einfachen Satz zu schreiben, das man weiter machen will und schon hat man ein weiteres Jahr Arbeit ohne Ende am Hals. Da ich aber mich aber mit so einem einfachen Satz nicht zufrieden geben wollte, habe ich ein wenig mehr geschrieben um den Vorstand ein wenig zu erheitern. Unter anderem stand darin das ich keinen Löwentor mehr trinken möchte, da er mir körperliche Schmerzen bereitet und das ich zur Zeit in Hannover weile, lattenstramm sein werde und Ausschau nach hübschen Mädels halte. Nach einigen Rückfragen stellte sich dann heraus das meine Erklärung laut vorgelesen wurde und alle sich herrlich amüsierten. Naja, ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich gänzlich ungeniert. Ich war zum Glück in einem Zustand wo mir das egal war, aber ich freute mich das ich alle ein wenig erheitern konnte. Hoffentlich kommt keiner auf die Idee ich soll in die Bütt.

Kommen wir nun zum Finale der Eskalation. Die anderen hatten ihre Jacken auf einem großen Stapel an der Theke deponiert, ebenso ein eine andere Gruppe Ausländer. Bemi, der nun nach Hause wollte, suchte nun nach seiner Jacke und geriet prompt in etwas härteren Kontakt mit den Vögeln. Die waren der Meinung das Bemi sich an den Jacken zu schaffen machen wollte. Da Bemi nun auch leicht aufbrausend ist, fielen schnell die richtigen Worte und ich trat dazwischen um die Situation ein wenig zu entschärfen. Trotz genügend konsumierter Pilse fühlte ich mich noch recht nüchtern. Ebenso einer von der anderen Gruppe und wir konnten Bemis Jacke sicherstellen. Nun wollte Bemi nach Hause, der Rest aber nicht, weswegen dann Stan und Bemi raus sind. Es folgte eine recht häßliche Situation in der Stan ein Wortgefecht mit dem Rest der Gruppe hatte das darin gipfelte das er dem Langen und Conrady mit Geschwindigkeit ins Gesicht fasste. Warum kann ich nicht sagen, da ich das Wortgefecht aus Lautstärkegründen nicht mit geschnitten habe. Stan und Bemi wurden dann vom Türsteher raus gebracht und der Rest war fassungslos und tierisch sauer. Schötti und ich sind dann hinter den Beiden her, aber haben sie draußen nicht mehr gefunden. Die Anderen folgten uns kurze Zeit später und waren mehr als aufgebracht. Die Situation konnte nicht mehr aufgeklärt werden, weil halt Bemi und Stan schon weg waren. Aber das bedarf wirklich Aufklärung und Aussprache. Ich hoffe dazu wird es noch kommen. Ich fühle mich in solchen Situationen immer recht hilflos. Denn eigentlich habe ich ein ausgeprägtes Harmoniebedürfnis und einen Gerechtigkeitssinn.

Die Stimmung war ein wenig gedrückt nach diesem Zwischenfall und wir wollten erstmal wo anders hin. In der Intensivstation hätten wir bestimmt keinen Spaß mehr gehabt. Die Entscheidung fiel auf das Rockhaus, mit vorherigem Stop beim Burger King. Der Hunger hatte sich wieder gemeldet und wollte befriedigt werden. Im Rockhaus wurden wir mit offenen Armen begrüßt. Ich war hier mal bei einem Besuch von Streiti und es war grandios. Man konnte es am ehesten mit der Outpost vergleichen, die mit Sicherheit nicht viele meiner Leser kennen werden. Kurz gesagt, es wurde hier Musik gespielt die von richtigen Menschen kommt und nicht irgendwo am Computer generiert wird. Metal, Rock, Alternative, Musik eben. Richtige Musik. Als wir rein kamen fühlte ich mich gleich wohl. Es gab ein Freigetränk und die Gitarrensounds hauten einem die Falten aus dem Sack. Das Bier war auch noch ein Oettinger, was das ganze Zeltplatz und abschädeln bei gepflegtem Headbangen Feeling noch näher brachte. Gut, es schmeckte wie aus der Gosse geschöpft, aber das gehört als harter Headbanger dazu. Im Innern erwartete uns dann um Längen lautere Musik und vor allem eine ganzer Arsch voll strammer Leute. Es ist echt unglaublich wie sich die Leute die Hucke zu knallen können. Es muß dann wohl doch an der Musikrichtung liegen. Dieses ganze zelten bei Festivals und den Hauptbedarf an Energie für den Tagesablauf aus Bier zu zeihen hinterlässt dann doch irgendwann Spuren. Aber man fühlte sich wohl und es waren so gut wie keine Assis da. Dafür aber auch nur halb so viel hübsche Frauen wie in der Intensivstation. Der Lange meinte zu mir, daß dann in der House Szene doch die hübscheren Frauen anzutreffen wären. Dem kann ich nicht so ganz zustimmen. Denn auch hier fand ich drei Mädels die absolut mein Geschmack waren. Es waren zwar nicht so viele, aber die Masse macht es ja meistens nicht. Auf die Qualität kommt es an. Und die konnte sich hier durchaus sehen lassen. Außerdem konnte ich eine neue Ausrede vorbringen, keine anzusprechen. Wir waren ja in Hangover und damit würde ich sie nicht wiedersehen. Warum sollte ich mich dann also in diese Mühen stürzen? Der Doktor schwang in der Zwischenzeit das Tanzbein auf der Tanzfläche sensationelle Bewegungen konnten beobachtet werden. Vor allem der typische Luftgitarrengriff wurde des Öfteren gesehen, nicht nur beim Doktor. Direkt konnten wir den Doktor von unserem Platz nicht beobachten, aber findige Techniker hatten eine Kamera installiert, die die Tanzfläche filmte. So wurde der Doktor in Überlebensgröße auf eine Leinwand projiziert.

Die Anderen fanden es nicht so prickelnd im Rockhaus und wollten wieder zurück in den Rotlichtbereich. Und da ich es ja gewohnt bin, daß in Läden nicht meine Musik gespielt wird, beugte ich mich der Allgemeinheit. Wir verlegten recht bald in einen Eckladen, dessen Namen ich vergessen hatte. Allerdings handelte es sich hier erneut nicht um einen Laden in dem freizügige Frauen umher sprangen. Diesmal war es eine Schlagerbude. Und sie war proppenvoll. Alles was ich vorher erwähnt habe war eine leichte Andeutung gegenüber dieser Fülle die in diesem Laden vorherrschte. Unglaublicherweise sind wir dann doch noch rein gekommen und quetschten uns irgendwie durch die Mengen. Man kam sich vor wie ein Sandkorn in einem Stundenglas. Und dennoch konnte man sich tanzenderweise bewegen. Wobei ich jetzt nicht mehr unterscheiden kann ob das meine eigenen Bewegungen waren oder aufgezwungenen von meinen unmittelbaren Nachbarn. Dank dieser unglaublich fiesen Luft dort drinnen hielten wir es aber nicht lange aus und verlegten wieder nach draußen. Doch da sollte man erstmal hin kommen. Nach einem schier endlosen Geschiebe in der Menge, bei dem wir benahe am Ausgang vorbei geschoben wurden, erreichten wir dann endlich wieder frische, unverbrauchte Luft. Und weiter ging unsere Reise.
Es wurde nun erneut überlegt doch noch in einen der einschlägigen Läden zu gehen, aber der hohe Preis schreckte den Großteil ein wenig ab. Dafür entschieden wir uns doch noch was zu essen, da unser letztes Mahl auch schon etwas zurück lag. Also verlegten wir in einen nahe gelegenen Dönerladen um uns dort zu stärken. Es ist schon unglaublich was man alles essen kann, auch wenn man gar keinen Hunger hat. Folgendes spielte sich dort ab. Zunächst muß man wissen, das sich sehr schwachsinnige Lieder sehr schnell ins Hirn einbrennen. Bei uns war das zur Zeit Rainald Grebe – Brandenburg. Um Sinn und Unsinn dieses Liedes möchte ich gar nicht diskutieren. Es sei nur so viel gesagt, daß das Land Brandenburg nicht ganz so gut dabei weg kommt. Wir sangen es aber dennoch den ganzen Abend wegen so sinnfreier Textstellen wir: „In Berlin kann man so viel erleben, in Brandenburg soll es wieder Wölfe geben.“ Conrady und ich bestellten ein Lamm-Döner und Schötti nahm sich ein Lamachun zur Brust. Seltsamer weise wurden zwei Döner mit Lamm und einer mit Huhn geliefert. Soviel zur Verständigungsproblematik in Dönerläden. Am Tisch hatte sich der Doktor schon auf die Tischplatte gebettet und hielt die Augen geschlossen. Das wiederum brachte ihm Kommentare einer vorbei gehenden Dame ein. Der Rest grinste nur. Zwischenzeitlich reif mich der Vollmer an und teilte mir mit das ich der King wäre und das meine Enverständniserklärung die Beste war. Er war recht leicht zu begeistern. Allerdings hörte ich an seinem Ton, das er sehr tief in mehrere Bier Flaschen geguckt hatte. Der leicht lallende Ton ließ sich auch auf 100 km Entfernung leicht erkennen. Der Doktor wurde irgendwie wieder wach und machte erstmal das Lied Brandenburg an. Das wiederum brachte den Besitzer auf den Plan der uns doch bat das auszumachen, weil sich schon Gäste beschwert hätten. Vollkommen unwissend unseres Vergehens entschuldigten wir uns und der Doktor machte sein Handy sofort aus. Und dann wollte uns der Besitzer antialkoholische Getränke ausgeben. Man stelle sich also vor, das fünft stark alkoholisierte aber unbewusste Störenfriede auch noch Freigetränke bekommen, dafür das sie mit der Musik aufhören. Der Lange wurde also Mißtrauisch und hatte Bedenken das er, O-Ton Langer, am nächsten Tag scheißen muß wie ein Lötkolben. Wir waren da etwas schmerzfreier und bestellten erstmal eine Runde an Getränken, von denen dann der Lange auch getrunken hat. Ich hätte nie gedacht, daß wir einen so angesteinflößenden Eindruck gemacht haben. Wir verließen dann den Schauplatz und machten uns daran eine Art Bayern Disco zu besuchen.

Mittlerweile war es schon weit fortgeschritten in den Morgenstunden. Ich meine mich noch daran erinnern zu können, das es 04 Uhr Irgendwas war. Es war zwar noch dunkel draußen, aber ich fühlte mich als wäre ich als Bodenplatte beim Militärmusikfestival benutzt worden. Ich war einfach nur fertig. Nichtsdestotrotz ging es dann in den Bayern Schuppen. Ich dachte mir, das es vielleicht sinnvoll wäre endlich mal wieder die Blase zu entleeren. Mein Körper sagte Top Idee, doch der Typ auf dem Klo sagte keine gute Idee. Die Pinkelbecken waren gesperrt und die Kabine war von innen verschlossen und drinnen schien einer zu schlafen. Ich war endlos begeistert. Zurück in dem Raum in dem getanzt wurde hatten sich schon die nächste Bierrunde eingefunden. Das konnte meine Enttäuschung ein wenig dämpfen. Seltsamerweise schmeckte das Bier wieder besser. Zeitweise war ich schon drauf und dran auf Mixgetränke umzusteigen. Leider war es in dem Bayern Schuppen verdammt eng, so daß man ständig angestoßen wurde. Und die Spacken sind in solchen Läden ja auch immer sehr zahlreich vertreten. Ich stand also auf der Tanzfläche rum und hatte nicht große Lust mich zu bewegen. Ich war voll mit Litern von Bier, meine Füße taten weh und um ehrlich zu sein wäre mir ein weiches Bett jetzt am Liebsten gewesen. Da tanzt mich eine junge Dame an. Ich drehte mich um und wir hatten Augenkontakt, verbunden mit einem kurzen Lächeln. Wie aus dem Nichts kam ein Spacken von der Seite und schob sich zwischen uns. Er hatte so eine total abgespacte rot-schwarze Lederjacke mit wilden Aufnähern drauf an. Ich dachte mir meinen Teil und ging Richtung Theke. Irgendwie war mir das zu doof. Zumal er sie quasi von mir weg getanzt hat. Und es war wirklich nicht so viel Platz da drin, als das sie hätte ausweichen können. Conrady hatte die Gelegenheit schon genutzt und hat sich nach draußen verzogen und ich schloß mich ihm an.

Draußen standen wir dann kurz rum und unterhielten uns über den Abend, als dann plötzlich ein Herr mittleren Alters auf uns zu trat. Über drei Ecken und von hinten durch die Brust ins Auge fing er ein Gespräch mit ihm an und meinte er käme aus Berlin, da muß er ja in Hangover Hochdeutsch sprechen. Wie auch immer. Im Laufe des Gesprächs stellte sich dann heraus das er zu einer Drachenboot Truppe gehört, mehrfacher Weltmeister war (vermutlich in Drachenboot fahren) und er kam aus Brandenburg. Conrady und ich waren nur froh, das wir nicht vor seinen Augen das Brandenburg-Lied gesungen haben, sonst hätte er uns sofort platt gemacht. Ich ließ dann beiläufig mal eine Bemerkung über den immensen Platz in Brandenburg ist fallen, aber das hat er zum Glück nicht bemerkt. Er war mehr darauf bedacht uns zu erzählen wie groß denn sein Grundstück ist und was für ein tolles Auto er hat. Man merkt schon Schwanzvergleich unter Männern. Da konnten wir natürlich nicht gegen anstinken. Selbst als Conrady anfing mit 8er Rudermannschaften wurde das als kleine Jungen Kram abgetan. Wir hatten es also mit einem ganzen Kerl dank Chappi zu tun.

Die Uhr zeigte mittlerweile 0530 Uhr und die Anderen hatten nun vom Bayern Schuppen auch die Schnauze voll. Kurzer Hand gingen wir ohne große Umwege zur U-Bahn Station und fuhren zu Conradys Wohnung. Dort genehmigten wir uns noch einen Havana Club Cola und legten uns so langsam danieder. Ja, ich weiß was jetzt alle denken, musste denn dieser Havana noch rein? Ja, denn als Abschluß eines solchen Baller-Marathons war das genau richtig. Es gab auch nur die extra großen Mischungsgläser. Anders konnte man auch den Muck, der sich mittlerweile durch die Wohnung zog auch nicht ertragen. Man stelle sich fünf Männer, die den ganzen Tag unterwegs waren vor, die alle zur gleichen Zeit ihre Schuhe aus zogen. Außerdem wurde auf das Unterdrücken von Darmwinden schon lange nicht mehr geachtet. Binnen weniger Sekunden waren alle im Land der Träume. Außer Conrady, der munter Fotos mit meiner Kamera schoß.

Drei Stunden später, nach einem sehr unruhigem Schlaf, hervorgerufen durch Lärmbelästigung (geräuschvolles Atmen der Nachbarn, Schreie beim vögeln schreiende Vögel), Geruchsbelästigung (Ausdünstungen als Ergebnis der vergangenen Nacht) und unbequemer Luftmatratze schellte schon der Wecker von Conrady, dann der von Schötti und dann der vom Doktor. Teilweise war ich froh, denn es bedeutete das man bald nach Hause kam, wo dann die totale Erholung auf einen wartete. Man ließ die vergangenen Stunden passieren und mußte feststellen, das man sage und schreibe 18 Stunden lang Alkohol getrunken und sich von Fast Food ernährt hat. Das sollte locker 10 Jahre des Lebens gekostet haben. Ich hatte eh nicht vor bis zur Rente zu arbeiten. Wir beschlossen ein kleines Frühstück am Bahnhof einzunehmen und nahmen die U-Bahn dorthin. Auf dem Weg zur Station rief mich der Vollmer erneut an und teilte mir mit, das meine Einverständniserklärung sensationell war und fragte ob ich immer noch am Trinken war. Ich konnte es immer noch nicht fassen, das mein Schrieb laut vorgelesen wurde. Am Bahnhof ging dann noch ein kleines Baguette rein und ein sehr dringend notwendiger Kaffee. Noch nie fühlte ich mich so ausgemergelt. Normalerweise stecke ich solche Aktionen einfach weg, aber ich kam einfach nicht so richtig auf Touren. Im Zug selber war noch eine weitere Party-Truppe die wohl auch nicht genug bekamen und den vergangenen Abend Revue passieren ließen. Außerdem wurden wir noch von einem Gitarrenspieler belästigt. Bemi der neben mir saß pochte die Halsschlagader und ich war froh das wir in Göttingen waren, bevor sie platzte. Das hätte vielleicht eine Schweinerei gegeben und Blut geht ja auch so schwer wieder raus. Den Abend bekam ich gar nicht mehr mit, denn meine Augen schlossen sich selbstständig um 1900 Uhr und gingen erst um 2200 Uhr wieder auf. Ohne Umwege ging ich ins Bett und schlief am nächsten Morgen eine Stunde länger. Nach 12 Stunden traumlosen Schlafes fühlte ich mich einigermaßen regeneriert, wohl wissend das es nur ein Trugschluß ist, denn dieser Ermattung wird sicherlich noch bis Mittwoch anhalten.

Ich freue mich schon auf die nächste Aktion bei Conrady!

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