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So ungefähr könnte meine Beschreibung des Wochenendes aussehen. Es war eins der härtesten in diesem Jahr. Das Jahre davor will ich mal außen vor lassen, da ich sonst mein weblog durchforsten müsste um, hier nicht Falschmeldungen abzugeben. Und ich war natürlich wieder selber daran schuld. Wer auch sonst. Man muß sich ja ein Bier Seminar auf einen Freitag legen, wenn man am Samstag früh raus muß und als Ausbilder beim Truppmann Lehrgang die Nerven zerlatschen lassen. Ich hatte es ja angekündigt und war insgeheim der Hoffnung, das ich mich ein wenig zusammen reißen würde. Da hatte ich aber falsch gedacht. Besser gesagt ein fremdes Wesen hat mit ziemlicher Sicherhit das Kommando über meine Extremitäten übernommen und einfach literweise Bier in mich hineingeschüttet, obwohl mein Gehirn gesagt hat, das man es besser bleiben lassen sollte. Nun ja, starten wir am Besten am Anfang oder etwas früher.
Ich machte ausnahmsweise etwas früher Feierabend, da ich vor der großen Orgie noch etwas feste Nahrung zu mir nehmen wollte. Und gegen 1630 Uhr ging ich dann zu dem Parkplatz von Kellner. Dort wartete schon der Görtler auf mich, der anscheinend ähnlichen Durst hatte. Ich muß ehrlich sagen, das ich zu Hause nur einen kleinen Schluck Wasser getrunkne habe, damit ich nicht so viel Durst hatte wenn wir in Göttingen angekommen würden. So konnte ich die kurze Dürreperiode im Taxi überbrücken. Wenn man es sich recht überlegt ist das schon ganz schön grenzwertig. Nun ja, ich verliere jetzt mal keinen weiteren Kommentar darüber. Als nächstes kamen dann Morchel und Thomas B. Und wie immer zum Schluß Ingo und Köppel. Die waren sogar nach der Ankunft des Taxis da. Ich weiß gar nicht wie man das immer hin bekommt zu spät irgendwo aufzuschlagen. Es fehlten jetzt noch Philip und Manuel B. Philip bohrte noch diverse Löcher in Weißenborn und man frage mich bitte nicht, was damit gemeint ist, denn ich weiß es selber nicht oder will es gar nicht wissen. Manuel würde jedenfalls später kommen, weil er gerade unter der Dusche stand. Auch hier kann man sich zu Recht wundern, wie er da das Telefon gehört und bedient hat. Ich vermute er steckt so voll, das er sich unter der Dusche einen Apparat legen lassen hat. Entweder wasserdicht oder er muß dann bei jeder Benutzung ausgetauscht werden wegen Wasserschaden. Mich wundert gar nichts mehr.

So fuhren wir also gen Göttingen und ich durfte vorne bei unserer Taxifahrerin sitzen und mich mit NDR Radio Niedersachen beschallen lassen. Es war sehr schlimm, denn die Musik die dort gespielt wurde ist mit ziemlicher Sicherheit für so manche Gewalttat verantwortlich. Manchmal frage ich mich was passieren würde wenn ich dort für 10 Minuten das Programm machen dürfte. Ich sehe schon die Schlagzeilen „80% der niedersächsischen Rentner stirbt Schocktod! Metallica gab ihnen den Rest! Gerhardt sorgt für Rettung der Rentenkasse und wird für das Bundesverdienstkreuz vorgeschlagen!“ Kurze Zeit nach dem wir in Göttingen angekommen waren konnte ich die Blutung meiner Ohren auch wieder stillen und wir suchten uns den Weg zum Paulaner. Dort sollte diesmal das Bier Seminar statt finden. Diesmal ging es um Pilse und deren Verhalten in freier Wildbahn. Gut den letzten Punkt habe ich mir jetzt ausgedacht, aber etwas wissenschaftliche sollte dieser Exkurs ja auch sein. Als wir das Paulaner betraten freuten wir uns über das gemütliche Ambiente und überlegten schon welche Bayern Fahne wir zuerst in Brand stecken würden. Als hätte man unsere Gedanken gelesen wurden wir gleich nach weiter hinten durchgeführt. Nach noch weiter hinten und dann waren wir wieder draußen und wurden in eine Garage verfrachtet. Da waren wir also als Erste am Tatort und konnten unser Glück gar nicht fassen. Vielleicht hat man aus mehreren voraus gegangenen Seminaren seine Lehren gezogen und die voraussichtliche schlimmste Bande des Abends gleich draußen positioniert. Da kann man auch leichter wieder sauber machen. Da ich solche Behandlung ja gewohnt bin, dachte ich mir nichts weiter dabei und nahm mir einen Platz mit Rückenlehnen. Ja, ich bin schon älter und weiß nun einen Stuhl gegenüber einer Bierbank vor zu ziehen. Zum Glück gab es auch Heizpilze, so daß wir nicht ganz so bitterlich frieren würden. Die Gedanken an den vollgepackten Samstag wurden von der Vorfreude auf die kommenden Pilsfreuden in eine enge Besenkammer gesteckt und der Schlüssel wurde eingeschmolzen. Schließlich hatte ich ja auch meinen Ausbilderkollegen versprochen, daß ich das nächste Mal wieder richtig schön verkatert zum Truppmann kommen würde. Ich konnte doch Heiko und Akki nicht enttäuschen.

Die Bude füllte sich langsam und auch unser Tisch wurde langsam voll. Es wurde kassiert und los ging das fröhliche Trinken. Was wir bei unserer ansonsten sehr guten Platzwahl nicht bedacht hatten, war die taktisch unkluge Position am Fernen Ende des Raums. Ergo bekamen wir als letzte das Pils. Dabei hatten wir mit Sicherheit den größten Durst von allen. Nach einer kurzen Ansprache konnten wir uns dann das kühle Naß in den Rachen kippen. Es wurde auch langsam Zeit. Doch nach den ersten gierigen Schlucken sprangen die Geschmacksknospen an und übermittelten nichts Gutes in das Gehirn. Es gab Paulaner Pils und das schmeckte wie ein leichter Schlag ins Gesicht. Mir war klar, das die Bayern nichts von nordischer Braukunst verstanden, aber dann sollen sie es doch bitte sein lassen. Zum Glück hatte ich schon ziemlich viel bei der ersten Durst Attacke weggeschluckt und konnte mich gerade noch dazu überwinden, den Rest in mich hinein zu kippen. Es folgte nun ein gut gemachter Vortrag und jede Menge Biersorten. Allerdings muß ich hier mal betonen, das die Nachlieferung des Biers sehr schleppend vor sich ging. Teilweise saß man schon auf dem Trockenen und konnte so das neue Bier gar nicht genügend würdigen, da man sofort seine Kehle befeuchten mußte. Das Spiel was beim letzten Seminar gemacht wurde, wurde auch hier wiederholt. Man mußte das Bier bewerten und Geschmack und Geruch identifizieren. Am Anfang ging das alles noch ganz gut, aber je später es wurde desto länger wurden die Texte auf dem Zettel.

Zwischenzeitlich wurden dann auch wieder mehr oder weniger lustige Ratespielchen fabriziert. Zunächst mußten die am meisten verkauftesten Biersorten in Deutschland erraten werden. Ich hätte mir auf der Stelle selber in den Hintern treten können, da ich mich nicht mehr daran erinnern konnte. Beim meinem letzten Bierseminar nur vier Wochen zuvor hatte man das dort breit getreten. Naja, ich ließ meiner Fantasie freien Lauf und schrieb mehrer Namen hin. Alle falsch, dafür haben dann Manuel und Ingo gewonnen. Jeder eine Flasche Bier. Die wir auch gleich verputzt haben, da ja die Sache mit dem Nachschub nicht wirklich lief. Es wurde viel geredet über obergärig und untergärig und blah und blub. Nachdem man sich die ersten vier Pils in den Kopf geschraubt hatte, wurden die Informationen nicht mehr so gewissenhaft abgespeichert, sondern man fieberte nur noch der nächsten Runde entgegen. Bei dem ganzen Lärm wurde das Klopfen der Erinnerungen an die Truppmann Ausbildung am Folgetag einfach überhört. Ich habe hier mal alle verkostete Biersorten abgelichtet, falls es Jemanden interessiert. Mein Favourit war auf jeden Fall das Jever, das Becks und Carlsberg. San Miguel schmeckte auch nicht so toll und was das mit dem goldenen Papier ist, kann ich nicht mehr sagen, es kam ja auch fast zum Schluß. So gut kann es aber nicht gewesen sein, denn sonst hätte ich es mir ja gemerkt.

Zwischendurch mußten wir immer Quizfragen beantworten. Die letzte war dann wie viele Brauereien es in Deutschland geben würde. Die Antwort kann ich nicht mehr beziffern, das alte Speicherproblem im Brägen. Aber es war eine hohe Zahl und ich war gar nicht so schlecht dabei. Sensationell auch der von Köppel ausgefüllte Zettel. Er hat netterweise für Görtler ausgefüllt und einfach die Antwort „21 cm“ in den Raum geschmissen. Das Gelächter war auf seiner Seite und das Interesse der einzigen anwesenden Frau. Seltsam wie Frauen immer auf Zahlen reagieren. Ich sollte mir einen anderen Job suchen. Einen wo man nicht den ganzen Tag mit Millimetern zu tun hat. Vielleicht sollte ich zum Bau gehen. Da ist ja ein cm bekanntlich kein Maß (O-Ton Studienkollege Henne beim pfuschen in AutoCAD). Natürlich hat auch diesen Preis ein Westeröder gewonnen. Und zwar der Bülten-Bulle-Borchardt Morchel. Ruck zuck einen Gutschein für ein weiteres Bierseminar abgeräumt. Damit dürfte klar sein, das dieser Abend wieder holt wird.

Während des Bierseminars wurde auch gegessen und zwar jede Menge. Es gehörte zwar nicht zur entrichteten Startgebühr, aber das störte wenig. Normalerweise lasse ich über so nebensächliche Sachen wie Nahrungsaufnahme ja keine Sätze fallen, aber hier muß ich den Manuel mal hervor heben. Dieser Mensch ist unglaublich. Er ist nicht dick, eher schlank und auch nicht der Größte in unserer Truppe. Aber essen kann er wie kein Zweiter. Die Eröffnung machte ein Schnitzel mit einer ordentlichen Pilzsoße. Sah schon mal gut aus und nach der Hälfte hätte ich schon die Flinte ins Korn geschmissen. Doch Manuel putzt es weg. Schlau wie wir sind haben ja nicht alle auf einmal bestellt, sondern alle nach und nach. Ingo hatte sich etwas später eine Schlachteplatte geordert die sehr lecker aussah und vor allem reichlich belegt war. Er mußte sogar noch Brot nach bestellen. Geschafft hat er das Ding nicht, aber er saß ja glücklicherweise neben Manuel, der sich der Geschichte annahm. Drei Scheiben Brot gingen locker noch rein. Nun folgte wieder eine Phase des Verdauens. Als nächstes war dann Philip dran und bestellte sich einen 9,90 € Rippchenteller. Mit genügend Schweineteilen drauf für zwei Personen. Nach der Hälfte schob er den Teller von sich und meinte wer noch Hunger hätte solle sich doch bedienen. Mit den Worten „Och ein bisschen Hunger hätte ich schon noch!“ griff Manuel beherzt zu. Es war unglaublich. Das waren nun fast drei volle Mahlzeiten und Manuel aß das ganze ohne Probleme. Ich hatte eine Bretzel und die hatte gut das kleine Loch in meinem Magen gefüllt. Ich wünschte ich hätte auch so ein Talent Sachen in mich hinein zu schütten und nichts davon zu merken. Um nicht zu traurig zu werden, wendete ich mich wieder dem Bier zu.

Wir blieben noch ein wenig in der Garage sitzen und schütten ordentlich Bier rein. Obwohl ich ja absoluter Jever Fan bin, bleib ich beim Carlsberg, welches mir wohl mundete. Jever bekommt man überall, aber Carlsberg gibt es bei uns nicht so oft. Doch die Lust draußen zu sitzen und sich zu zu schütten verflog schnell. Wir wollten lieber drinnen sitzen und uns dort weiter die Myrte zu knallen. Also verlegten wir nach drinnen, wo wir auch gleich einen freien Tisch ergatterten. Manchmal hat man eben Glück. Als dann der Gastwirt auf uns zu kam und uns bat in den Nebenraum zu gehen, da hier eigentlich für die anderen Gäste die Plätze wären. Was denn für andere Gäste? Meint er etwa die die ihr Bier einzeln bezahlen müssen? Etwas die die nicht zum Bierseminar gehören? Naja, die Einstellung war ein wenig seltsam, aber wir fügten uns der ganzen Geschichte um nicht das Recht des Trinkens aberkannt zu bekommen. Wir verzogen uns in den Raucherraum und guckten dann dort Fußball. Der interessierte mich herzlich wenig und ich widmete mich der Fotografie. Anders ausgedrückt fotografierte ich die ganzen Strammsäcke. Beim Fußball gucken. Sehr spannende Bilder. Da das ganze Bier und der ständige Wechsel zwischen den Temperaturen seinen Teil dazu beitrugen war die Stimmung schon recht gut. Ein Blick auf die Uhr verriet das es 2100 Uhr war. Eine kleine Differenz zwischen Stimmung und Uhrzeit lag vor. Wir fühlten uns wie 2330 Uhr. Mußte man halt das Beste daraus machen und weiter Bier trinken. Und lustige Kunststücke mit Servietten machen. Diesmal unser Görtler. Es wurden allerlei Dinge auf einer Serviette platziert und dann wurde das Ding weggezogen. Man sollte meinen das bei dem Zustand alle Teile sich auf dem Boden in einem größtmöglichen Abstand verteilt hätten. Taten sie aber nicht, sondern sie bleiben einfach auf dem Tisch stehen. Absolute Frechheit. Wo war denn da der Spaß? Also wurde umgeschwenkt auf Bierdeckel hochklappen und auffangen. Ich weiß nicht wie das Spiel heißt, daher habe ich das eben so genannt. Einer reicht da nicht, da müssen gleich mehrer ran. Nicht das man sich jetzt sukzessive an den Grenzwert heran getastet hätte. Nein, da wurde gleich ordentlich drauf geladen und die Deckel vom Nachbartisch wurden auch gleich einkassiert. Das folgte dazu das wiederum ein Großteil der Deckel sich im größtmöglichen Abstand auf dem Boden verteilte. Das Spiel war schon besser und Manuel verstand sich am Besten darauf. Herrlich wie weit er die Deckel schmeißen konnte.

Auch hier wurde uns schnell langweilig und das was ich schon befürchtet hatte, bevor wir überhaupt los gefahren sind, trat ein. Wir sollten in den JT Keller verlegen. Dumm nur das es noch sehr früh am Abend war und der JT Keller noch zu hatte. Also ging es zum Überbrücken in das Thanner’s, da sollten zumindest ein paar Frauen anwesend sein und nicht nur die Teilnehmer vom Bierseminar. Vorher erleichterten wir noch das Paulaner um ein Becks Schild, welches Köppel unbedingt haben wollte. Und so zogen wir weiter. Auf dem Weg ins Thanner’s kam es mir so vor als hätte mich jemand überfallen und mir mit einem großen Hammer auf den Kopf gehauen, denn ich erinnere mich ab diesem Zeitpunkt nur noch an sehr wenig. Wir rückten also in das Thanner’s ein und nahmen eine vermutlich recht gute Stellung an der Theke ein. Ich hatte ein Hefe. Das war es dann auch im Großen und Ganzen. Halt, stimmt nicht ganz, denn ich traf ja noch Jan R., einen alten Schulkollegen. Wir unterhielten uns über allerlei Dinge die ich hier nicht nieder schreiben kann. Nicht weil sie jetzt ultra pervers ultra geheim wären, sondern weil ich sie einfach vergessen hatte. Ich kann mich aber noch lebhaft daran erinnern, das wir uns eingehend über ein bevorstehendes Abitreffen unterhalten haben. Dieses Jahr werden es 10 Jahre. Ist das nicht bitter. Nun gut, in meinem jugendlichen Leichtsinn habe ich mich dann auch noch bereit erklärt dafür im StudiVZ eine Nachricht zu hinterlassen. Ich Arsch! Ich weiß jetzt schon, das ich das wieder alleine organisiere!

Der Rest der Truppe hielt es nicht mehr aus und ging schon mal vor in den JT Keller. Roy bestellte derweilen noch eine Runde Hefe. Naja, dann kommen wir halt hinterher. Als wir dann dort ankamen, kannte ich den Kassierer nicht. Es war auch eine Kassiererin und sie sah gut aus. Es könnte jetzt aber auch an den 8 Litern Bier gelegen haben, die ich mittlerweile schon intus hatte, aber sie sah wirklich gut aus. Im Inneren des JT Kellers, war es meiner Vermutung nach nicht ganz so voll. Ich schreibe deswegen Vermutung, weil ich es nicht mehr genau weiß. Ich hatte jedenfalls keine Probleme den Rest der Bande zu finden. Und gesellte mich gleich zu ihnen. Als Getränk wählte ich ein Becks, da ich ja am nächsten Morgen wieder früh raus mußte. Das Klopfen dieser Erinnerungen hörte schon lange keiner mehr in meinem Kopf, da alle voll stramm waren. Als ich dann so mein Bier konsumierte, fragte ich mich was ich denn da machen würde. Ich war voll wie die Hacke und machte mir wirklich Gedanken über den folgenden Tag? Auf meiner Liste wurde gleich ganz oben hin geschrieben, das die nächste Bestellung ein Havana Club Cola wäre. Ich hätte auch „Mit Mach 3 vor die Wand“, das Ergebnis war das gleiche (Oder heißt es das selbe? Verdammte Grammatik!).

Es folgt nun eine Zusammenfassung der Ereignisse, die im JT Keller statt gefunden haben. Ich versuche mal so gut wie möglich die alle in eine vernünftige zeitliche Abfolge zu bekommen, aber garantiere für rein gar nichts. Teilweise musste ich mir die Erinnerungen aus Fotografien zusammen klauben. Wie schon erwähnt bin ich ja auf Mixgetränke umgestiegen und das freute mich besonders. Eigentlich hätte es vollkommen ausgereicht, wenn mich weiterhin an das Pils gehalten hätte. Aber nein, es mussten Mischungen sein. Und da die Möglichkeit bestand schlagartig nüchtern zu werden, wenn man nicht mega harte Extremmischungen trinkt wurde auch hier vorgesorgt. Ich bestellte also folgendermaßen an der Theke: „Einen Havana Club Cola bitte, aber laß beim Havana ordentlich die Peitsche knallen!“. So kann ich wenigstens einen weitern Punkt auf meiner to-do-Liste abhaken. Die Peitsche die er bei der Mischung hat knallen lassen war eine Siebenschwänzige Katze und mir hat es gefallen. Ich merkte rein gar nichts mehr. Der Alkohol floß nur so über meine Zunge und hinterließ keinerlei Geschmackserlebnisse. Man hätte auch Wasser trinken können, aber da war ja wieder die Gefahr der Ernüchterung. Trotz der lauten Musik und der Menschenmassen schafften es einige Leute doch den Schlaf der Gerechten zu schlafen. Görtler nächtigte auf einem angrenzenden Stehtisch und Morchel an einer Säule. Vorerst, denn plötzlich verlor er sein Gleichgewicht und fiel einfach nach hinten um. Dort lag er dann erstmal und schlief weiter. So schnell es uns möglich war (Man muß ja erstmal das Getränk wegstellen, eine weiter Runde bestellen, auf Toilette gehen, etc.) halfen wir ihm wieder hoch und wollten ihn auf ein Sofa legen. Wenige Zeit später kamen dann Türsteher an und wollten ihn vor die Tür setzen, da sie Angst hatten er würde alles voll bröckeln. Wir versicherten ihm, das dies Morchel sei und der nicht bröckeln würde, aber dann versuchten sie es auf die Image Tour. Wenn hier jemand stramm rum liegen würde, dann würde das dem Image des Clubs schaden. Ich lachte herzlich und fragte was denn das für ein Image sei? Naja, wir sahen dann die gesamte Geschichte ein und setzten zum Heimweg an. Doch halt, vor der Schlafaktion von Morchel ist noch etwas sehr außergewöhnliches passiert. Ich war auf der Tanzfläche und nicht gerade kurz. Köppel meinte es wären locker zwei Stunden gewesen und ich wollte gar nicht mehr aufhören. Er hat auch irgendwas erzählt von „das Haus gerockt“ und solche Späße. Hätte er Zugang zu meinem Fotoapparat gehabt, dann hätte er locker 500 Fotos schießen können. Mir machte das ganze dann schon ein wenig Angst.

Fahren wir mit dem Heimweg fort. Ich kann mich an rein gar nichts erinnern. Weder wer das Taxi gerufen hat, noch daran das wir noch einen Döner essen waren. Schließlich musste man ja die Wartezeit auf das Taxi ja auch überbrücken. Des weitern wurde mir berichtet das ich versucht habe eine sich drehende Litfaßsäule anzuhalten, was mir aber nicht gelungen ist. Zum Glück! Als ich dann aufwachte waren wir schon in Westerode und ich trat den Heimweg an. Auf der Nahtenbrücke bemerkte ich dann das hell erleuchtete Haus von Gaudo, der ja Geburtstag hatte und rief noch meine Glückwünsche hinunter dann verlegte ich sofort ins Bett. Die Uhr zeigte 0423 Uhr.

Kurze Zeit später, nämlich genau um 0615 Uhr ging mein Wecker los. Ich versuchte die Augen zu öffnen, doch bekam nur eins auf. Das reichte aber vollkommen aus um den Wecker zu deaktivieren. Doch ich rechnete nicht mit dem Telefonterror. Zunächst war Kai dran, der mich fragte ob ich denn noch in das Feuerwehrhaus kommen würde. Dieses verneinte ich entschieden und teilte ihm mit, das ich später kommen werde. Allerdings schien das meine Ausbilderkollegen nicht sonderlich zu interessieren und riefen mich erneut an. Warum eigentlich immer dann wenn es mir am beschissensten ging? Mir wurden also Rüffel in meiner Akte angedroht und Liebesentzug. Ich wollte eigentlich nur noch sterben, denn so langsam kam mein Kreislauf in Schwung und mit ihm kamen die Schmerzen. Ich brachte es fertig und konnte gegen 0820 Uhr im Feuerwehrhaus Duderstadt sein. Gojo und Gepetto freuten sich wahrlich mich zu sehen. Und ließen ihre Kommentare nicht hinter dem Berg. Ich schaltete auf Durchzug und besorgte mir erstmal was zu essen. Als dann irgendwann die anderen Ausbilder kamen ging es gleich weiter, aber alle freuten sich mich zu sehen. Vor allem in meinem Zustand. Aber sie wollten es ja nicht anders. Beim letzten Mal haben sie alle gemeckert, das ich so nüchtern war und diesmal hatten sie das was sie haben wollten. Einen verkaterten Peter. Ich befriedigte also hier nur Bedürfnisse. Die dummen Sprüche schaffe ich hier gar nicht mehr aufzuzählen, aber ich ließ ihnen den Spaß. Dafür ging es dann gleich nach dem Frühstück wieder zur Eichsfeldhalle wo wir das Selbstretten übten. Abseilen ist immer eine Freude und ich ärgerte mich ein wenig, das ich den ersten Teil verpasst hatte. Doch mein Favourit Klatscho, musste noch runter kommen. Leider schaffte er es ohne größere Probleme. Ich rechnete ja mindestens mit einem doppelten Überschlag an der Wand, aber er kam recht fix runter. Des Weiteren wurden die Nerven bei normalen Übungen weiter strapaziert. Zwischenzeitlich brach meine Fitness ein und ich wurde hundemüde. Leider versprach der restliche Tag keine Erholungspause. Dabei sollte es Abends ja weiter gehen mit feiern. Gaudo ist ja 40 Jahre alt geworden.

Wieder zu Hause wurde sich schnell frisch gemacht und in Schale geschmissen. Es wurde sich für den Anzug entschieden, was so gar nicht nach meinem Geschmack war. Aber ich fügte mich der Allgemeinheit und fand mich gegen 1900 Uhr bei Tutz ein. Von dort holte uns dann Friede ab und wir fuhren zum Autohaus Abicht, wo der Gaudo zur Feier eingeladen hat. Ja, man kann hier sagen, das an nichts gespart wurde. Diese Feier warf zu dem Zeitpunkt schon die Anzeichen eines gelungenen Abend voraus.

Nach der Ankunft bei Abicht ging es erst rein und es wurde gratuliert. Gaudo stand im feinen Zwirn bereit und mußte Hände schütteln. Ich möchte nicht wissen wie viele das waren, aber auf jeden Fall genügend. Währenddessen schlichen die Bedienungen herum und wollten einem Sekt andrehen. Da ich das Zeug absolut gar nicht mag, verzichtete ich dankend, besser gesagt, richtete ich es so ein, das ich schnell weg vom Sekt komme. Also machte ich mich auf die Suche nach den bekannten Gesichtern und davon gab es eine Menge. Schließlich kam nach uns ein großer Haufen vom Elferrat an. Also hieß es weiter Hände schütteln. Als wenn ein einfacher Gruß in die Runde nicht ausreichen würde. Ich wette das wenn ich mich durch das Glasdach abgeseilte hätte und mich jeder gesehen hätte und ich von dort oben ein fröhliches Hallo in die Runde gerufen hätte, ich immer noch jedem die Hand schütteln müßte. Aber man will sich ja nicht beschweren. Da stand ich nun also in Mitten der Sekttrinker und freute mich schon insgeheim auf mein erstes Pils. Ich wartete aber die Anstandsminute ab und wollte dann doch nicht mit dem Pils anstoßen während alle anderen Sektchen schlürften. Da kam eine Bedienung auf mich zu und fragte mich ob ich denn ein Bier trinken wollte. Bei so einer Frage konnte ich keine negative Antwort geben. Es ging nicht. Selbst wenn ich es gewollt hätte, sträubte sich jede Faser meines Körpers dagegen. Erstens war sie bildhübsch, asiatisch angehaucht und hübschen Frauen kann ich einfach keinen Wunsch ausschlagen, Zweitens hatte sie ein Tablett mit Bier dabei, welches viel zu schwer war und Drittens http://www.whatthefuck.com es war Samstag Abend ich war auf einem 40sten Geburtstag im Verkaufsraum von Autohaus Abicht und in spätestens zwei Stunden werde ich schön angeheitert sein. Warum sollte ich also jetzt kein Bier trinken. Wenige Minuten später hatte ich mein zweites Pils in der Hand. Und ich stand bei Keile Günther und wir laberten gepflegte Scheiße. Das erste was auffiel war das Vanessa, Keiles Schwester, offenen Haare trug. Das ich das noch erleben darf. Und nun werde ich sie immer darauf ansprechen, denn es sah gut aus. Dann öffnete sich die Tür und der Spielmannszug Nesselröden kam herein und spielte ein Ständchen für Gaudo. Spendiert wurde das ganze vom Ferrari Club. Das ist da so eine Art Tradition, wer es mag. Der Spielmannszug gab ein Best of Schützenfest. Ich stand zu der Zeit gerade mit Günner, Vollmer, Schnitzel und Porno zusammen und alle hatten den gleichen Blick drauf. Endlich wieder Schützenfest. Vollmer schlug sogar vor das wir in der Nacht noch Fähnchen aufhängen sollten. Seltsamerweise waren alle gleich mit von der Partie und wollten wissen wann es los gehen sollte.

Dann ging es erstmal auf Platzsuche und wenn man eine Zeit lang wartet und sich irgendwo zum Bier trinken hinstellt dann kommt man halt an den Katzentisch. So ging es dann dem Morchel und mir. Aber wir blieben nicht lange alleine, denn Jotte und seine Frau setzten sich zu uns und wenig später kamen dann auch noch Stefan und seine Frau. Gaudo eröffnete die Party und vor allem das Buffett. Die Speisekarte sah schon mal viel versprechend aus. Allerdings sah auch die Schlange am den Fresstischen verdammt lang aus. So bleiben wir erstmal sitzen und bestellten noch eine Runde Pils. Leider nicht bei der sehr hübschen Bedienung vom Anfang, aber Bier ist Bier. Irgendwann muß man ja mal den Anfang machen und ich stellte mich an. Zurück kam ich mit einem gut gefüllten Teller und hatte zunächst Angst, das er ein wenig voll geworden war, weil es wirklich nur leckere Sachen gab. Er war aber genau richtig und ich brauchte auch kein zweites Mal los zu gehen. Gaudo hatte wirklich weder Kosten noch Mühen gescheut. Das Autohaus sah Klasse aus und man hatte genügend Platz. Das Essen und die Bedienungen kamen vom Löwen und Kronprinzen. Sehr fein und sehr gepflegt. Gaudo weiß schon wie man feiert und nun kann ich mir ungefähr vorstellen, wie es bei ihm zu Hause aussieht. Nicht das hier jetzt der Neid spricht, ich bin einfach nur begeistert. Im Endeffekt knalle ich mir ja eh die Mütze zu. Aber so macht es schon viel Spaß.

Nach dem Essen kam die übliche Schnapsrunde. Da alle Möglichkeiten zu fliehen eh zum scheitern verurteilt waren, versuchte ich die Flucht nach vorne. Wenn ich schon Schnaps trinken muß, dann aber Bismarck. Den gab es nicht. Noch bevor ich mich anders entscheiden konnte machte Jotte kurzen Prozess und bestellte für alle Löwentor. Na danke für’s Gespräch. Aber wehren half eh nichts und so trank ich Löwentor. Langsam glaube ich auch, das mich das alle trinken sehen wollen, weil sie mein Löwentorgesicht sehen wollen. Warum quälen mich nur alle. Die erste Runde war unten und ich schwor mir das ich keinen Schnaps mehr trinken würde. Da hatte ich aber die Rechnung ohne Gaudo gemacht, der einer Bedienung aus der Ferne Anweisungen gegeben hat, sie solle doch die Löwentor, die noch über wären an unseren Tisch bringen. Wird man denn hier überhaupt noch gefragt, ob man noch was trinken will? Nummer Zwei wanderte mit ähnlichen Gesichtsverrenkungen in meinen Magen. Ich hoffte nur die Verdauungswirkung würde noch anhalten, bis ich zu Hause war. Bevor es hier noch weiter in Richtung Sauferei abdriften würde, entschied ich mich dazu ein wenig unter das Volk zu mischen. Während man dann so umher steht und sich unterhält bekommt man auch mal Durst, zum Glück gibt es da aber die Aufmerksamen Bedienungen die einen dann recht freundlich mit Pils versorgten. Besonders gerne wurde ich von der kleinen Asiatin bedient. Ich stelle fest das es hier schon wieder in Schwärmerei ausartet, aber sie war echt in Ordnung und sehr fürsorglich. Ich stand mit einem zu zwei Drittel geleerten Bier herum und sie fragte mich ob ich noch ein Bier haben wollte. Ich sagte das ich noch was hatte und erstmal keins wollte. Es folgte ein kritischer Blick auf mein Glas und sie sagte, sie dreht eine kleine Runde und kommt gleich wieder. Da ist sie dann ernsthaft eine Runde um eine Gruppe von Leuten gegangen, die in der Nähe standen, stand wieder vor mir und fragte mich ob ich denn nun ein Bier haben wollte. Wenn man so sympatisch gefragt wird, dann greift man doch gerne zu. Ich glaube Gaudo hat vorher Fotos von mir an der Theke ausgelegt und gesagt, das diesem Mann immer Bier gegeben werden solle. Ich muß da noch mal nach haken. Ausgestattet mit frischen Bier setzte ich mich zunächst an den Damentisch des jüngern Elferrates, unter anderen auch Offene-Haare-Vanessa. Wir redeten kurz und ich mußte Schnaps trinken. So hatte man natürlich nicht gewettet. Ich sah zu das ich schnell den Tisch wechselte. Weiter ging es mit dem Tischhopping an den nächsten Tisch, wo ich mich dann zu Fasel und Konsorten setzte. Auch hier wurde ordentlich Mist erzählt. Vor allem aber kam es einem so vor als hätte der Checkpoint wieder seine Pforten geöffnet, wenn man sich so die Straße nach Immingerode so ansah. Erinnerungen an gute alte Zeiten wurden wieder wach. Bei Fasel, Silvia und Diana noch ältere als bei mir. (Huch, habe ich das jetzt wirklich hingeschrieben?). Dann kam der Boden und holte den Fasel weg und ich nutze die Gelegenheit und setzte mich einen Tisch weiter. Nun war ich bei Friede gelandet und wir fingen an englisch zu sprechen. Mit mein liebstes Hobby. Wir redeten also Scheiße auf Englisch und tranken ordentlich Bier. Hier mußte ich nun eine Grenze ziehen und stieg auf Bacardi Cola um. Es gab leider keinen Havana Club. Dabei frage ich mich jetzt ob ich darüber froh oder traurig war, denn der Vorabend hing mir noch ein wenig in den Knochen. Die Mischung kam und mit ihr bestellte der nächste Tisch Flying Hirsch. Ich wusste das es wieder irgendetwas Außergewöhnliches geben würde, was einen definitiv aus den Socken hauen würde. Diesmal war es Flying Hirsch. Man nehme ein Glas und fülle das untere Drittel mit Red Bull. An sich ja schon ekelig genug, nun stellt man eine kleine Flasche Jägermeister rein und kippt sich so alles in den Schlund. Ich wehrte mich zunächst entschieden gegen solche Experimente, bei denen ich hinter mit Sicherheit aussehen würde wie die Sau. Aber als dann Friede die Ausrede nicht gelten gelassen hat und die kleine Flasche Jägermeister direkt in den Red Bull gegossen hat, hatte ich keine andere Wahl. Naja, dann geht halt der nächste Schnaps in meinen Kopf und wenn ich nachher wieder Litfaßsäulen anhalten will, dann verklage ich halt Jägermeister. Wie erwartet schmeckte man nichts von dem Jägermeister, was die Sache eigentlich nur noch schlimmer machte. So konnte man literweise von den Zeug trinken weil Red Bull so ein aggressives Zeug ist, das es sogar die volle Kräuterladung vom Jägermeister schluckt.

Wenn dann Frauen sich betrinken dann wollen sie sich bewegen. Und was liegt da näher als den Mann mit auf die Tanzfläche zu ziehen, der am wenigsten Lust hat dazu. Manchmal frage ich mich ob Frauen ein anderes Sichtfeld haben als Männer. Alle die nicht tanzen wollen werden rot umrandet angezeigt. Martina und Steini packten mich und zigen mich auf die Tanzfläche. Normalerweise braucht man da schon die Kraft eines Elefanten, wenn ich dazu keinen Bock habe oder aber ich war vorher beim Bier Seminar und gehe freiwillig ab wie Schmidts Katze. Martina brauchte dazu nur ihre Hände und die konnten zu packen wie eine Schraubzwinge. Und schon war ich auf der Tanzfläche und versuchte mich rhythmisch zu bewegen, was ungefähr so gut klappte, als würde ein Krokodil Stepptanz aufführen. Langsam aber sicher versuchte ich mich von der Tanzfläche mit einem humpelnden Bein stehlen, doch ich hatte nicht mit Silvia gerechnet. Sie stand schon bereit am Rand und empfing mich mit offenen Armen. Jetzt auch noch Partnertanz! Langsam habe ich gelernt, das es bei Silvia zwecklos ist sich vor dem Tanzen zu drücken und ging gesenkten Hauptes mit. Fasel freute sich derweilen, da er wohl nicht tanzen mußte. Steini nutze die Gelegenheit ebenfalls und machte Fotos mit meinem Fotoapparat. Ich habe so ein leichtes Gefühl, als ob diese Fotos eines Tages mal wieder auftauchen würden. Ich frage mich nur wann. Nun hatten ja auch alle anderen gesehen, das ich mal wieder getanzt habe und es doch kann. Die Nummer mit der Kriegsverletzung konnte ich mich also abschreiben.

Nach dieser anstrengenden Tätigkeit wollte ich mich erstmal wieder unter das Volk mischen und traf meinen ehemaligen Arbeitskollegen an einem Stehtisch. Mit ihm stand dort der häßlichste Mensch aus dem Nahteplan Schmierpopel und mein Automechaniker der nebenbei noch der Cousin meines Vaters ist. War mir aber auch egal, denn ich war eh schon voll, nach all diesen Bieren und Schnäpsen. Wir unterhielten uns über die Arbeit und wie es denn in meiner alten Firma so läuft. Wie nicht anders erwartet ist da immer noch viel zu tun. Mit einem weniger wird es ja auch nicht weniger. Aber es interessiert mich schon, was da so los ist, denn ich war gerne da. Schnell wichen die Gespräche anderen wichtigen Themen ab, wie zum Beispiel Autos. Mein Mechaniker ist übrigens meiner Meinung und würde am liebsten nur noch Autos mit mindestens sechs Zylindern zu lassen. Ein plötzlicher Lärm, der am Besten mit dem Umfallen einer griechischen Steinsäule verglichen werden kann, ließ uns aufschrecken. Beim Nachforschen bemerkten wir, das Herr Boden auf selbigem lag. Zack einfach umgefallen und den Stehtisch mit auf den Weg nach unten genommen. So macht man richtig Platz. Friede war schon bei ihm, bevor ich überhaupt reagieren konnte und half ihm hoch. Er wollte aber dann doch lieber noch ein wenig sitzen bleiben. Dabei war die Uhrzeit noch gar nicht so spät. Ich meine ich bin vor 2300 Uhr auf Mixgetränke umgestiegen und zu dem Zeitpunkt hatte ich erst meine zweit Mischung in der Hand. Ein anderer Ortsbrandmeister hat sich auch schon früh schlafen gelegt. Der Kai konnte seine Augen nicht mehr offen halten. Am frühen Morgen hat er mich noch ausgelacht, das ich so stramm zum Truppmann Lehrgang gekommen bin und nun schläft er um 2230 Uhr auf einer Bierbank. Gaudo drohte schon an das er eine Übernachtung im Kronprinzen bezahlen muß. Das er kein Frühstück gegessen hat, ist sein eigenes Verschulden.

Ich weiß nicht wie es geschehen ist, aber ich fand mich plötzlich mit Ramona auf der Tanzfläche wieder. Ich hatte ihr ja schon beim Karneval versprochen, das wir mal mit einander tanzen und nun mußte ich es wohl einlösen. Das ist das Problem mit den hübschen Mädels, ich kann einfach nicht nein sagen. Nicht mal wenn es darum geht zu tanzen. Und weil ich dann gerade dabei war forderte ich diesmal die Steini auf. Sie war zunächst ganz baff und traute der ganzen Geschichte nicht, aber kam dann doch mit. Schließlich ist sie meine älteste Freundin. Und sie muß ja noch für die Hochzeit üben. Da fällt mir ein, das ich mir kurz vor der hochzeit mein Bein verletzen muß, denn dann ist das Tanzen auf jeden Fall gegessen. Vielleicht kann ich an meinem Geburtstag ganz böse die Treppe runter stürzen, während ich sie fege. Derart erschöpft rettete ich mich wieder in den hinteren Teil des Raumes wo ich dann wieder bei meinem Arbeitskollegen und dessen Freundin stehen geblieben bin. Mit ihr unterhielt ich mich ein wenig. Der Schnitzel deutete das alles wieder falsch und machte das Daumen-hoch-Zeichen während er mich Freudestrahlend angrinste. Kurze Zeit später klärte ich ihn auf und er sagte das sie ihm irgendwie bekannt vor kam. Daraufhin sagte ich ihm das es die Schwester von Katja sei. Und wieder setzte er ein breites Grinsen auf, das mir auf eine gruselige Art und Weise Angst machte. Ich hörte es geradezu klackern hinter seiner Stirn.

Der Abend schritt mit rasenden Schritten fort und ich befand mich den größten Teil dieser Reise in der Menge. Auf jedem Tisch standen Blumengestecke, die auch noch zum Verkauf standen. Inklusive Dekoration, die aus flauschigen Hühnern bestand. Was passiert wenn man Tischdeko mit strammen Leuten in einen Raum sperrt. Eben, die hält dann nicht lange. Es dauerte nicht lange als mir dann eines von diesen Hühnern in die Reverstasche gesteckt wurde. Wohlgemerkt gesteckt wurde, denn ich selber würde mich nie an der Deko vergreifen. Höchstens einstecken, aber die Blumenschalen gingen so schlecht in meine Jackettasche rein. Wenn ich nun meine schwarze da-passt-eine-halbe-Kiste-Bier-rein Jacke dabei gehabt hätte, dann hätte ich heute ein nettes Blumengesteck im Wohnzimmer stehen, aber so. So wurden mir die Hühner in die Tasche gesteckt. Mir fiel dazu nur ein das ich so Morgens früh immer frische Eier habe. Was wiederum zu großem Gelächter am Tisch führte. Da kann man mal wieder sehen, wie schnell man die Lacher erntet. Man erwähnt einfach Pippi, Kacka, Pillermann und schon krümmt sich alles vor Lachen auf dem Boden. Ich bin da ja nicht anders, sobald es unter die Gürtellinie geht, dann bin ich der erste der mit lacht und vor allem der erste der schön die Bälle zurück spielt.

Wie schon erwähnt ging der Abend rasend schnell vorbei und ich muß zu meiner Schande eingestehen, das ich mich nicht mehr mit ziemlicher Sicherheit an alles erinnern kann. Das was ich noch weiß habe ich eigentlich wieder gegeben. Zum Abschluß wünschte ich mir vom DJ noch einige gute Lieder und ich weiß nicht woran es gelegen hat, aber ich wollte unbedingt Depeche Mode – Black Celebration hören. Morchel übrigens auch und ist gut abgegangen auf der Tanzfläche. Außerdem habe ich noch ein paar Fotos gemacht, wo ein sehr Ungläubiger Mensch drauf ist. Insider wissen jetzt wen ich meine. Ich frage mich ob Gaudo solche Fotos überhaupt haben möchte. Egal, wenn er dann laut schreiend vom Rechner weg stürzt, dann weiß ich wenigstens das er die Fotos sich mal angeguckt hat. Der Abend war vorbei und war sensationell. Ich war stramm und alle anderen auch. Es war irgendwie jeder stramm. Mit wem ich alles nach Hause gegangen bin kann ich nicht mehr genau sagen, aber auf jeden Fall waren Morchel und Schnitzel dabei. Das weiß ich deshalb so genau, da wir noch beim Bäcker gestanden haben und voller Faszination auf die Steh-auf-Blumenkübel geguckt haben. Das waren schon tolle Dinger. Ansonsten bin ich auf direktem Wege nach Hause gegangen, auch wenn etwas anderes behauptet wird. Ich kann mich an keine weiteren Vorfälle erinnern. Auch nicht wie viel Uhr es war und ob ich meine Uhr schon umgestellt hatte.

Als ich dann in meinem Bett aufwachte zeigte der digitale Wecker 1023 Uhr und ich wusste immer noch nicht, ob ich die Uhr bereits umgestellt hatte. Also machte ich das Radio an und hörte in den Nachrichten, das es bereits 1130 Uhr war. Ich verfluchte den Tag und fühlte mich, als ob Jemand meine Beine als Trampolin benutzt hätte. Aber die Kopfschmerzen und die Magenkrämpfe blieben aus. Entsprechende Organe werden wohl erst am Dienstag wieder problemlos arbeiten. Was soll’s, http://www.whatthefuck.com

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