Two minute minor for cross checking

Nachdem das vorausgegangene Wochenende ein neues Meilenstein in exzessiven trinken war sollte dieses Wochenende ein wenig ruhiger angegangen werden. Also machte ich mich auf einen ruhigen Abend gefasst. Sofa und DVDs waren bereit und ich könnte so ohne Probleme das Wochenende zum Entspannen nutzen. Und so war es dann auch, ich verbrachte das Wochenende liegend auf dem Sofa und war am Montag ausgeruht und einsatzbereit für die Arbeitswoche. Allerdings würde mir das eh niemand glauben. Also bleibe ich bei der Wahrheit. Wenn dieses Logbuch etwas ist, dann von Grund auf ehrlich. Gut, es bringt nicht die ganze Wahrheit an das Licht, aber das was nieder geschrieben wird, entspricht der Wahrheit. Ansonsten würde mein Gewissen mich lachend in eine Kreissäge laufen lassen.

Freitag am frühen Nachmittag klingelte mein Telefon und der Felkl teilte mir mit das er für den Abend große Lust verspürte etwas zu machen. Da sage ich nicht nein und entschied spontan, das ich mich nach dem Training im Sporthaus einfinden würde. Kurze Zeit später erreichte mich eine Kurznachricht vom größten Alkoholiker unter der Sonne von Vollmer. Er befahl standesgemäßes Bier trinken im Feuerwehrhaus und gab Aussicht auf mehr Aktivitäten am weiteren Abend. Aber meine Entscheidung stand schon felsenfest, ich würde mit Sabrina und Christian los ziehen und ich würde mein linkes Ei verwetten, das ich im Laufe des Abends noch die anderen Spezialisten treffen würden.

Zu Hause angekommen machte ich mir erstmal eine Kleinigkeit zu essen und überlegte mir wie ich am Besten zum Sporthaus kommen würde und zwar so, das ich voll wie eine Granate leicht angetrunken wieder nach Hause komme. Das Auto fiel somit schon mal komplett ins Wasser. Aber da war ja noch mein Fahrrad. Bisher durch äußerst schlechtes Wetter eher selten zum Einsatz gekommen sollte es mir an diesem Abend gute Dienste leisten. Die Entscheidung feierte ich erstmal mit zwei Bierchen zum Abendessen. Man muß sich auch mal selbst belohnen. Die Fahrt war äußerst kühl und sehr erfrischend, außerdem bekommt man genügend Durst, wenn man sich so sportlich betätigt. Über die Rückfahrt machte ich mir noch keine Gedanken. War ja auch noch weit weg.

Im Sporthaus angekommen waren alle noch fleißig beim Fußball spielen, außer dem Andre, der sich schon geduscht hatte, weil er nur Laufen war. Seine Frisur war unschlagbar. Aber so hatte ich wenigstens Gesellschaft beim Bier trinken und mußte mich nicht auf eine Bank setzen und mir den Arsch abfrieren. Kurze Zeit später kam dann der Rest der Bagaluden rein und die Stimmung wurde immer besser. Mit Ingo kasperte ich kurz den nächsten Tag ab. An diesem Abend war er mit ein paar anderen Freunden unterwegs, aber am Samstag wollten wir dann was machen. Es lohnt sich immer wenn man das Wochenende früh genug verplant hat. Es war also durchaus nicht ausgeschlossen, das man mal wieder im JT Keller landen würde. Doch bleiben wir vorerst beim Freitag. Nachdem dann also Christian sich gereinigt hatte trieb er mich schon wieder zur Eile an. Seine Freundin würde warten und ich würde hier sitzen und Bier trinken. Das sollte ihn eigentlich nicht überraschen, aber doch zeichnete es seltsame Züge in sein Gesicht. Da ich mir gerade ein neues Pils geöffnet hatte, kam ich nun in eine Bredouille. Aber Eile mit Weile und so erhöhte ich kurzzeitig die Durchflußmenge. Sabrina ist ja gar nicht so, ob nun fünf Minuten eher oder später ist ihr ziemlich egal, aber der Felkl macht immer so einen Druck. Wir fuhren auch gleich los, nachdem ich dann mein Fahrrad bei Felkls zwischen geparkt hatte. Die Reise ging ohne Umschweife in das MaxM.

Dort angekommen kam gleich die Inka angeschwebt und verlangte Getränkewünsche. Wenn ich Inka sehe, dann denke ich automatisch an den Checker, da sie damals dort schon bedient hatte und mich damals quer durch den ganzen Laden verstanden hat. Ein kurzer Blick, gepaart mit einer eindeutigen Handbewegung und schon hatte ich mein Hefe. Aus reiner Nostalgie bestellte ich wieder ein Hefe. Doch erst beim zweiten Anlauf, denn Felkl mußte erst noch die Karte studieren. Alles klar, aber mich zur Eile antreiben. Dabei wusste ich sofort was er nehmen würde. Waren doch doch die Mixgetränke zu günstigen Preisen zu haben. Und dann bekam ich auch endlich mein Hefe.

Wir unterhielten uns über dies und das und das Felkl ja gerade seine Diplom Arbeit schreiben würde. Sabrina auf der anderen Seite war schon fast fertig mit ihrer Bachelor Arbeit, man beachte den feinen Unterschied. Bevor ich die Frage stellte, wie viel Seiten denn Felkl schon geschrieben hatte, wusste ich schon die Antwort, aber ich wollte es aus seinem Mund hören. Ich hatte Recht, es war eine ganze Seite. Aber bald sollte es los gehen. Als ich damals so weit war hatte ich eine wahre Schreibwut und mußte dann zum Ende hin noch zwei ganze Kapitel streichen. Damals zeichnete sich also schon mein ausschweifendes Wesen ab. Sich kurz zu halten, gehört nicht gerade zu meinen Stärken. Während dieser ganzen Zeit floss die Hefe vollkommen außer Kontrolle rein. Sie schmeckten auch verdammt gut. Nebenbei hielten mich der Vollmer und der Schnitzel auf Informationsstand und teilten mir mit das sie gerade Bier im Halben Mond trinken würden. Das konnte mich nicht schocken, da ich ja Zugang zu Hefe hatte.

Kurze Zeit später kam dann die ganze Truppe ins MaxM marschiert. Trotz genügend freier Tische hielten sie Abstand. Aus welchen Gründen auch immer. Ach ja, der Abschluß stand bei ihnen schon fest, es sollte in die Werkstatt gehen, da dort wieder mal was los sei. Ich hatte vor dort nicht mehr hin zu gehen. Aber irgendwie stellte das ganze Hefe Weißbier schon wieder seltsame Sachen mit meinem Kopf an, die mich vermuten ließen, das meine fest gesetzte Entscheidung irgendwie wieder umgeworfen werden würde. Ich sollte aber stark bleiben. Doch was mußten meine Ohren da gerade vernehmen? Mein Mund bestellte wohl auf Befehl der Leber ein Mixgetränk. Ich kann mich noch daran erinnern mich bei der äußerst netten und auch hübschen Bedienung erkundigt zu haben ob Havana Club Cola auch nur 2,50 € kosten würde. Als sie das verneinte, bestellte ich dann also Bacardi Cola. Ein Blick auf die Uhr gab grünes Licht, die Marke von 2300 Uhr war schon überschritten worden. Wie man es sah ging es nun steil bergauf. Die Mischungen waren nicht gerade schlimm, aber auch hier gilt: Der stete Tropfen höhlt den Stein.

Ich kann nun die genau Summe nicht mehr beziffern, die ich löhnen mußte, aber es definitiv mehr als ein Hefe und mehr als eine Mischung. Und ich muß wohl abgemacht haben, das mich Sabrina und Christian noch in der Werkstatt raus lassen würden. Was war los? An welchem Punkt des Abends habe ich die Kontrolle verloren? Ich kann es nicht mehr sagen, aber ich war nicht gerade böse um die Entscheidung. Die andere Truppe war kurz vor uns los gezogen und gab lauthals zu bekennen, das wir uns eh bald sehen würden. Ich hasste die Tatsache, das sie Recht hatten. Aber nicht alle sollte ich dort wieder sehen. Zwei mußten vorher schon gehen. Der Eine war Keile-Günther. Dazu sage ich jetzt mal nichts, da dort bald geheiratet wird und man will ja kurz vorher nicht noch böses Blut verbreiten. Doch der Andere hat seit seinem bestandenen Lanz Führerschein stark abgebaut. War er doch früher immer ein treuer Begleiter auf jeglichen Werkstattmissionen, hat er sich nun vom Kriegsschauplatz zurück gezogen. Die Rede ist von Porno. Hinterher würde er wieder sagen das er am nächsten Tag ja arbeiten hätte müssen, aber wir alle wussten was der wahre Grund war. Lanz Führerschein Besitzer haben es schon nicht leicht. Aber lassen wir den Beiden den Spaß bei ihren abendlichen Gymnastikstunden. Der Rest hatte ja die Werkstatt.

Und die war sogar recht voll. Das erklärte sich aber kurze Zeit später als mit bekam, das Stufenfete war. Der Vorteil wenn man ein wenig später eintrifft ist, das von den Jungspunden nicht mehr so viele vorhanden sind. Sie sollen ja ihren Spaß haben und ich finde es ja gut, das sie zu pünktlichen Zeiten zu Hause sein müssen. Ich wünschte meine Eltern hätten damals auch so gehandelt. Aber ich war ja verantwortungsbewusst! Denn so findet man eine halbwegs belebte Werkstatt vor und wird trotzdem nicht tot getreten. Besonders schön war aber der Empfang. Zwei meiner Lieblingsmädels waren da. Zunächst die Kerstin und dann die unschlagbare Kathrin. Ja, ich weiß was ich da gerade geschrieben habe, aber zwischen mir und Kathrin läuft nichts. Wenn ja dann würde ich es hier bestimmt nicht niederschreiben, sondern gnadenlos leugnen. Bevor ich mich aber bei den Beiden niederlassen konnte, mußte ich erstmal klären wo sich der Rest der Westeröder versteckt hatte. Also begab ich mich auf Safari Tour. Im Raucherhof wurde ich dann teilweise fündig und mußte mir sagen lassen, das sie an der Theke sitzen würden. Klasse, da war ich ja gerade vorbei gerannt. Auf dem Rückweg fand ich sie dann auch sofort vor. Und Kathrin und Kerstin waren auch da, so mußte ich mich dann nicht zerreißen. Leider konnte ich noch keine Konversation mit Kathrin eingehen, da ich immer noch ohne Getränk da stand. Ich setzte also Prioritäten. Kathrin verstand das ein wenig falsch und tat ein wenig beleidigt. Ich wusste ja wie es gemeint war und zeigte ihr die kalte Schulter.

Nun konnte ich den Zustand der restlichen Westeröder einschätzen. Auf der Bank hatten sich die Promillekönige nieder gelassen. Vollmer und Böning. Vollmer hatte schon wieder seinen Schlafzimmerblick drauf und hatte mit Sicherheit Schwierigkeiten sich auf einen Punkt zu konzentrieren. Schnitzel hingegen war noch richtig gut drauf, was wohl daran lag, das keine Flasche vor ihm stand. Auf Nachfragen meinte er nur das sich eine Flasche nicht lohnen würde, da die Mischungen günstig waren. Warum zur Hölle trank ich dann Bier? Also wurde das Bier schnellstmöglich ausgetrunken. Dummerweise kam dann auch noch der Kai um die Ecke und der Abend war gelaufen. Kai war nämlich auch schon extrem gut drauf und kannte auch extrem seltsame Leute, die er uns auch vorstellte. Hätte er es man gelassen. Denn einer seiner Freunde war sehr zeigefreudig was seinen Schrittbereich an ging. Es gibt schon seltsame Leute. Was er dann noch alles machte, möchte ich hier nicht erwähnen. Das ist ein sauberes Logbuch. Teilweise jedenfalls, die Kassierer kann ich noch als Kunst durch drücken.

Kathrin war dann auch nicht mehr ganz so sauer auf mich und setzte sich dann neben mich und wir unterhielten uns ein wenig. Leider mußte sie dann schon früh weg, sie ist echt eine ganz liebe. Seltsamerweise mußten alle irgendwie früh weg. Vollmer und Böning strichen schon früh die Segel aus Gründen die ich ausnahmsweise mal nach voll ziehen konnte. War doch der Alkoholspiegel zumindest bei einem schon recht hoch. Sollte er der Maßstab für den Abend gewesen sein, dann folgte der Andere aber auch ganz knapp auf Platz Zwei. Also bleiben nur noch Schnitzel und ich über. Und der Philip, der aber eher durch die ganze Werkstatt torkelte und überall Leute traf. Er zählte also nicht sonderlich. Kai war auch schon früh gegangen, weil er am nächsten Morgen die Feuerwehrleute zur Truppmann Ausbildung nach Potzwenden fahren mußte. Sehr luschige Aktion! Schnitzel und ich tranken dann noch diverse Mischungen und setzten dann auch zur Heimreise an. Die Uhr zeigte ja auch schon 0300 Uhr. Ich erwähnte ja schon am Anfang das es ein ruhiges Wochenende werden würde. Was vielleicht auch ganz gut ist. Draußen vor der Werkstatt warteten wir dann auf ein Taxi und trafen dann noch zwei Westeröderinnen, die uns fragten ob wir denn schon nach Hause wollten, es wäre doch gar nicht unsere Zeit. Das sollte einem zu denken geben. Hat es uns aber nicht und wir sind zusammen nach Hause gefahren.

Doch zu Hause war ich noch lange nicht. Ich mußte ja noch von Westerode nach Esplingerode kommen. Also wurde der Drahtesel von den Felkls geholt und ab ging der wilde Ritt. Ich mußte erneut fest stellen, das Gott sich von mir abgewandt hat. Als ich auf meinem Sattel saß und ungefähr 30 Meter unfallfrei gefahren bin öffnete er die Schleusen und ließ es auf mich regnen. Ich fühlte mich wie Hiob, dem allerlei schreckliche Dinge widerfahren sind, da ihn Gott auf die Probe stellte. Ich kann nur sagen, das ich nicht ganz so viel Geduld haben werde. Leicht durchnäßt bin ich dann in Esplingerode angekommen und hängte meine Sachen erstmal zum Trockenen auf. Ich verzichtete auf weitere alkoholische Getränke, da ich am nächsten Tag früh aufstehen mußte.

1000 Uhr, mein Wecker klingelte und ich fiel aus dem Bett. 1000 Uhr war für einen Samstag schon sehr früh und es trat das unvermeidbare Phänomen auf. An jedem anderen Samstag wäre ich ohne Probleme aufgestanden und hätte meinen Kater genossen. Doch wenn man aufstehen muß, dann würde man am liebsten liegen bleiben. Es ging aber nicht, da ich noch zum Geburtstag meiner Tante mußte. Also säuberte ich mich und machte mich stadtfein. Der Geburtstag begann mit Mittagessen. Ob ich das so richtig genießen konnte war noch unklar. Zum Glück gab es nur leichte Kost. Es war sehr lecker, doch viel konnte ich nicht essen. Kuchen mußte ich dann nicht mehr essen, denn ich hatte ja noch eine Feuerwehrbesprechung. Ich bitte das hier jetzt nicht falsch zu verstehen. Der Geburtstag war Klasse, vor allem habe ich mal mal wieder alle meine Cousins und Cousinen wieder gesehen. Ich wäre auch gerne noch länger geblieben, aber da war ja noch die Versammlung. Wäre die nicht gewesen, dann hätte ich Mittags wieder mit Bier angefangen. Was so gesehen auch nicht das verkehrteste gewesen wäre. Das wäre bestimmt ein lustiger Geburtstag gewesen. So aber hielt ich mich an Wasser gütlich und fuhr gegen 1600 Uhr zur Besprechung. Dort erwartet mich dann auch ein kühles Pils. Und zwei Hefe Weizen. Eigentlich sollte mein Hirn in genau diesem Moment angesprungen sein und mich in äußerste Alarmbereitschaft gesetzt haben, aber dem war leider nicht so. Beim letzten Mal endete das ganze dann damit das wir einen Cocktailabend bei Kai im Keller machten und uns den Rest in der Werkstatt gaben. Eskalationen dieser Art sollten nicht mehr vorkommen. Es blieb dann auch bei den erwähnten Getränken. Im Feuerwehrhaus jedenfalls. Holger, Gojo und ich gingen dann noch zu Kai, der gerade am Holz abladen war. Dort gab es weitere zwei Pils. Göttinger Handgranaten, nicht wirklich ein Geschenk. Da wir dort nichts mehr abstauben konnten, lud mich Holger noch auf ein Krombacher zu sich in den Garten ein. Aber dann war ich auch schon zu Hause und konnte mich auf den Abend vorbereiten. Viel zum Vorbereiten gab es aber nicht. Ich telefonierte noch mit dem Ingo und verabredete mich mit ihm um 2130 Uhr. Was gehen sollte, wollten wir dann spontan entscheiden. Ich verlegte vorerst in das Feuerwehrhaus. In vertrauter Umgebung lässt es sich am besten Trinken.

Dort sollte mich kurze Zeit später der Porno besuchen. Er hat mir im Vorfeld geschrieben, das er schon stramm war, aber noch keinen Bock hätte nach Hause zu gehen. Dafür ist das Feuerwehrhaus ja immer gut, gibt es da ja genügend Biervorräte. Wir saßen also herum und tranken ein paar Pilse. Nebenbei gab er mir ein paar neue Sachen von seinem Handy zum hören, welche teilweise sehr grenzwertig sind. Aber jeder ja so wie er mag und ich will ja keinen hier wegen diversen Neigungen verurteilen. Auch wenn es nicht gerade die gemütlichsten Stühle sind, auf denen man im Feuerwehrhaus sitzt, wird man doch schnell müde. Schon sehr seltsam, was Bier so alles anrichten kann. Und vor allem wenn man schon um 1600 Uhr mit Trinken angefangen hat. Und in der Nacht nicht gerade viel Schlaf bekommen hat. Aber es dauerte nicht lange da kam dann der Ingo an. Ich würde jetzt gerne die Zahl der Biere niederschrieben, aber das kann ich nicht mehr wahrheitsgemäß wieder geben, also laß ich diese Information einfach wegfallen. Wir warteten dann noch auf den Tobi und entschlossen uns spontan in das MaxM zu fahren. Sollte es etwa zu einem Deja Vu Abend hinaus laufen. Ich war doch noch am Abend vorher so zuversichtlich, das es im JT Keller enden sollte. Aber meine Müdigkeit machte mir einen kleinen Stich durch die Rechnung. Aber im MaxM kann es auch recht nett werden.

Dort angekommen stand ich wieder vor der alten Frage. Was soll man trinken? Obwohl Inka wieder da war und uns bediente hatte ich kein Verlangen mehr auf Hefe Weizen. Dafür kam ich aber schnell zu dem Schluß das es durchaus möglich wäre gleich mit Mischungen anzufangen. Ein Blick auf die Uhr gab mir grünes Licht. Ab ging es mit Bacardi. Porno ging dann gleich in die Vollen und bestellte Cuba Libre, warum darf man mich bitte nicht fragen. Außerdem orderte er noch einen Schüssel mit Tortilla Chips. Aber jetzt halte man sich fest. Nicht wegen den Chips sondern wegen dem tollen Knoblauch Dip den es dazu gab. Die Getränke kamen und mir war es recht egal was sich der Porno so alles antat. Auf jeden Fall hat er nicht lange für die erste Schale benötigt. Und ohne Umschweife wurde die nächste Schale bestellt. Es waren ja auch noch so viele Chips da. Wobei die Chips ja nur als Träger für den Knoblauch Dip dienten. Beim nächsten Mal sollte er einfach einen Löffel zu dem Dip bestellen. Oder aber gleich einen Eimer und nicht so kleine niedliche Schalen. Drücken wir es mal so aus. Für einen Normalsterblichen hätte die Schale mit Knoblauch Dip für ca drei Tüten Chips gereicht. Nicht aber für Porno. Ich glaube statt Milch haut er sich auch Knoblauch Creme auf seine Cornflakes. Halt so was isst er ja gar nicht, denn da ist ja kein Fleisch drin und sie sind nicht ausreichend gewürzt. Aber wir wollen ja nicht über andere richten, auf das über uns nicht gerichtet wird. Tobi probierte nur einen kleinen Happen des Knoblauchs und das dürfte ausreichen um den Atem die nötige Frische zu geben. Mich wundert nur was denn so Hüfte zu dem Ausflug in das Knoblauchparadies sagen wird. Auf jeden Fall wird sie sehr überrascht sein.

Die Mixgetränke liefen recht gut. Was nun negativ zu bewerten ist, ist die Tatsache, das die Gläser eindeutig zu klein waren. Ich bin ja für günstige Mischungen in großen Gläsern. Die halten viel länger vor und man muß nicht ständig die Bedienung bemühen. Man sollte die Größe ”Eimer“ einführen. Und dann kommt ja der Moment in dem man seine Blase mal entleeren muß. Seltsamerweise muß man immer sehr dringend und wenn man dann aufsteht, merkt man quasi wie die drückenden Flüssigkeiten sich wieder in die hinteren Bereiche der Blase zurück ziehen. Ich weiß nicht woran es liegt. An der Beobachtung der anderen Gäste? An der Konzentration sich nicht auf die Fresse zu legen, wenn man auf dem Weg zur Toilette ist? Oder aber weil man den Blick schweifen lässt um irgendwo hübsche Frauen zu erblicken? Auf der Toilette stellt man sich dann grundsätzlich an das Pinkelbecken an welchem ”Defekt“ steht. Man merkt es aber erst dann wenn man die Hose schon geöffnet hat. Genug von diesen sehr grenzwertigen Einblicken in die Psyche. War man aber erstmal dann ist es einem eh egal. Man hat abgecheckt, das einen eh schon alle in der Bude kennen und auf eventuelle Strukelattaken achtet man auch nicht mehr. Man muß halt nur genügend Alk getrunken haben. Da sich so langsam die ganze Bude leerte beschlossen wir auch weiter zu ziehen. Eins stand fest, es sollte nicht in die Werkstatt gehen. Wir wollten aber einen Blick in das Ambiente werfen.

Eigentlich erwartet man, das dort nicht viel los sein wird, weil es seit dem Wechsel des Besitzers nicht wirklich von sich Reden gemacht hat. Doch unser Eintreten bescherte uns einen teilweise anderen Eindruck. Es war zwar nicht übervoll, aber leer war auch was anderes. Also suchten wir uns einen Tisch und gaben Bestellungen auf. Diesmal war sogar der Havana Club in einem preislichen Rahmen, den ich mir auch leisten konnte. Ich war also zufrieden. Das anwesende Klientel war teilweise bekannt und größtenteils unbekannt. Frauen die ich auf Anhieb als Favoritin eingestellt hätte waren auch nicht anwesend. Also stand dem hemmungslosen Betrinken nichts mehr im Wege. Und vor allem ist meine Müdigkeit verschwunden. Ich bereitete mich vor dem Ambientebesuch durchaus auf einen frühen Feierabend vor. Aber dann kommt der Zeitpunkt an dem man über die Müdigkeit weg ist und bis in die frühen Morgenstunden weiter feiern kann. Ich glaube diesen Punkt hatte ich zu genau diesem Zeitpunkt überschritten. Getränke waren da und mein Blick fiel auf einen alten Bekannten. Und zwar der Heiko K. schlich durch die Gegend. Ein alter Bekannter von der Feuerwehr, den ich am nun kommenden Samstag wieder treffen werde, da wir Beide bei der Truppmann Ausbildung mit wirken. Nun weiß ich nicht ob ich dieses Zusammentreffen gut oder schlecht einstufen sollte. Er hatte mich ja noch nicht gesehen, also würde sich die Konsequenz noch ergeben. Doch wo Heiko war da konnte Akki nicht weit sein. Akki und ich haben immer eine Gruppe zusammen und der Ausbildungleiter meinte wir würden irgendwie gut zusammen passen. Dabei weiß ich nun auch nicht ob er das gesagt hat, weil sonst keiner mit Akki zusammen eine Gruppe machen wollte oder ob damit auf meinen sehr hohen immens hohen gemäßigten Alkoholkonsum anspielte und meinte das Akki ähnlich gut drauf ist. Ist ja auch egal, ich arbeite gerne mit Akki zusammen. Und noch viel lieber trinke ich mit ihm zusammen. I

ch sollte recht behalten, Akki war auch da und kam auch noch in unsere Richtung. Mein Adlerauge mit 6,5 Dioptrin erkannte gleich an der Pupillenreaktion das er schon stark angetrunken war und somit sah er mich nicht sofort. Ein kerniges Anrufen mit seinem Nachnamen zeigte gleich einen schuldigen Gesichtsausdruck, der sich aber gleich änderte als er mich sah. Nach kurzer Begrüßung teilte er mir mit das es eine kleine Änderung im Ausbildungsplan gab und ich am Samstag den alten Bock fahren sollte. Ich glaube der fährt noch mit Zwischengas! Ich wies ihn freundlich darauf hin das ich mit Vorliebe Bremsentest machen würde, welches ich ihm schon mehrfach bewiesen habe. Er wiederum versicherte mir das die Bremsen des Bocks sehr gut sein. Ich wusste das und freue mich schon jetzt auf den Samstag. Das Schönste ist, das es im Fahrgastraum keine Gurte gibt, aber die frischen Feuerwehrleute haben ja Helme auf. Während dann Akki mit mir sprach machte Porno eine kleine Metamorphose durch. Er bestellte wie gehabt einen Cuba Libre, der ihm diesmal mit Knicklicht serviert wurde. Leuchtende Sachen zogen ihn natürlich an und somit lutschte er das Licht ab und steckte es sich hinter das Ohr. Nun sah er schön Scheiße aus, was nun aber nicht unbedingt am Knicklicht lag. Seine Augen waren leicht geschwollen und standen fünf Zentimeter vor dem Kopf. Sein Zustand änderte sich von stramm zu mega stramm, ich sah schon das er nicht mehr lange aushalten würde. Das Knicklicht beschäftigte ihn aber doch eine Weile. Es wanderte vom Ohr auf den Tisch und von dort aus auf den Boden. Mehrmals. Porno hob es aber immer brav auf, bis er dann feststellte das es nicht komplett leuchtete. Er nahm an, das sich die Flüssigkeiten nicht ganz vermischt hatten und fing an zu schütteln. Was er nicht wusste war, das es Luftblasen waren. Durch das Schütteln wanderten die Luftblasen in den Teil des Lichtes der sich in seiner Hand befand. Ein freudestrahlendes Lächeln war das Ergebnis. Als er nun das Knicklicht wieder hin legte bemerkte er die Luftblasen erneut und das Lächeln verschwand. Dafür ging dann das Schütteln wieder los. Das Ganze wiederholte sich zwei Mal, dann schlief er ein. Mit sensationellen Bewegungen seiner Nackenmuskulatur inklusive leicht schuldigen Blick teilte sein Körper ihm mit das es nun Zeit wäre zu Bett zu gehen. Da Ingo mit dem Auto da war fuhr er ihn schnell nach Hause. Besser gesagt zu Hüfte, die wohl ihr blaues Knoblauch-Wunder erleben würde. Wie ich aus einem Gespräch mit ihr erfahren habe ist sie wohl durch auffälligen Verwesungsgeruch aufgewacht und fand Pornos Mund geöffnet vor ihrem Gesicht wieder und Porno atmete gerade kräftig aus. Hier ist wahre Körperbeherrschung gefragt.

Zwischenzeitlich kam auch die Katja an. Sie war auch mal wieder in Duderstadt unterwegs und auch nicht gerade angetan von der Menge an Leuten die sich im Ambiente auf hielten. Aber was soll man machen. Sie kam an unseren Tisch und wir unterhielten uns kurz. Da teilte sie mir erstmal mit, das sei neulich für einen Bekannten ihre alten Tanzschulfotos heraus gekramt hat und nun fragte sie sich, ob wir nicht zusammen Tanzkurz gemacht haben. Also nicht zusammen getanzt, sondern ob wir in der gleichen Gruppe waren. Sei meinte mich auf dem Foto wieder erkannt zu haben. Zunächst leugnete ich alles im Glauben hier einem hinterlistigen Manöver zu erliegen und das ich dann das nächste Mal zum Tanzen gezwungen werde. Aber als ich ihre guten Absichten erkannte bejahte ich die Frage. Man muß auch zu seinen Fehlern stehen. Außerdem konnte ich ja überprüfen ob es denn der Wahrheit entsprach, hatte ich doch damals auch diese Fotos aufgezwungen bekommen. Stellt sich jetzt nur die Frage ob ich mich wirklich mit dieser fiesen Frisur damals wieder sehen wollte.

Während Ingo Porno nach Hause fuhr gesellte sich Dirk R. an unseren Tisch. Dirk ist ein alter Schulkollege mit dem man jede Menge Spaß haben kann. Er ist ein wahrer Virtuose im Scheiße labern. Er war mit einem Kumpel dort und saß erst an einem anderen Tisch. Ingo hatte schon im Vorfeld mit ihm Kontakt aufgenommen und nun würden wir alle zusammen in die Werkstatt fahren. Als wäre es im Vorfeld nicht klar gewesen. Ich hatte zwar im Hinterkopf, das es sich absolut nicht lohnen würde, aber was soll es denn. Man wird ja nicht jünger. Dirk und sein Kumpel kamen also an unseren Tisch und wir warteten auf den Ingo. In der Zwischenzeit laberten wir einen großen Haufen Scheiße. Manchmal weiß ich nicht ob Dirk es ernst meint oder nicht, aber das Spiel kann ich auch. Am Ende waren wir wohl beide sehr verwirrt.

Ingo kam dann irgendwann wieder und wir begaben uns in Richtung der Werkstatt. Vorher hatte ich noch Katja signalisiert, das wir doch noch in die Werkstatt verlegen würden, entgegen meiner vorher gegangen Information. Sie schien es zu begrüßen. Schon als wir auf den Parkplatz fuhren wusste ich das es ein großer Fehler sein würde in die Werkstatt zu gehen. Es würde nichts los sein und wir würden uns zu Tode langweilen, doch es wollte keiner auf mich hören. Ich sollte Recht behalten. Die Werkstatt war tot und dennoch suchten wir uns einen Platz an der Theke. Da ich nun eh schon angefixt war blieb ich vorerst beim Havana. Was nun komisch war, war das mit die Mischung nicht schmeckte. Ehrlich gesagt war sie mir zu süß. Ich wollte nicht gleich aufgeben und trank noch zwei weitere und schwenkte dann wieder um auf Pils. War vielleicht auch besser so. Dirk war mit ziemlicher Sicherheit früher auch ein begeisterter Werkstattgänger und somit muß der Kulturschock für ihn umso größer sein. Früher war die Werkstatt noch ein Treffpunkt für Freunde der handgemachten Musik. Black Musik oder Techno waren vollkommene Unbekannte für die Besucher der Werkstatt. Aber damals gab es auch noch den Checker und der lief. Da sich nun aber die Zeiten geändert haben, zeigte sich die Werkstatt von ihrer besten Seite. Nach einem sensationellen Übergang von Disco Klassikern zu den Ballermann Hits verließ Dirk und seinen Kumpel die Hoffnung an eine bessere Welt. In der Werkstatt war sie jedenfalls nicht. Wir verlegten nun auf einen höheren Aussichtsplatz und ließen die erbärmliche Musik über uns ergehen. Wir hatten ja noch einen kleinen Vorteil, da wir alle nicht mehr nüchtern waren, aber Ingo tat mir wirklich leid. Er mußte nüchtern bleiben und trank alkoholfreies Bier. Selbst wenn ich fahren müßte würde ich mir kein alkoholfreies Bier antun. Allein der Name ist schon ein Paradoxon, wenn nicht eine Frechheit.

Dirk und seinem Kumpel wurde es einfach zu bunt und sie zogen sich zurück. ”Das rote Pferd“ und der ”Döner-Song“ waren einfach zu viel. Ich gab ihnen Recht und verfluchte mein dickes Fell. Ich bin einfach schon zu lange unterwegs und habe schon zu viel gesehen als das mich so etwas schocken könnte. Wenn man sich aber so die anwesenden Personen anguckte, dann wurde es auch für uns Zeit den Rückzug anzutreten. Nur der Tobi wollte noch bleiben, da sich wohl noch Damenbesuch angekündigt hatten. Uns aber reichte es. Ich verabschiedete mich noch von Katja, die es gar nicht fassen konnte, das ich schon abhaute. Vielleicht lag es auch daran, das sie gerade von einem Kerl vollgelabert wurde. Ich bin mir nicht ganz sicher, aber manchmal übersehe ich das Flehen in Augen. Ich sollte einfach viel aufmerksamer sein.

Zu Hause angekommen, zeigte mir die Uhr eine Zeit an, zu der ich sonst gerade erst richtig aufdrehe. Aber mein Körper war mir dankbar und ließ mich auf der Stelle einschlafen. Dennoch war der Sonntag nicht gerade erquicklich. Wie soll das erst die nächsten Wochenenden werden, wenn ich Samstags noch zur Truppmann Ausbildung muß. In den ganz frühen Morgenstunden. Vielleicht sollte ich einfach nichts trinken.

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