A disturbance in the force

Der 1. Weihnachtstag rückte an. Der Heilige Abend verging ohne besondere Vorkommnisse. Während ich eigentlich hätte in der Christmette sein sollen, schlief ich bei „Schöne Bescherung“ auf dem Sofa ein. Die Biere am Abend hatten mich dahin gerafft. Aber dafür war ich dann fit für den 1. Weihnachtstag. Jedenfalls für den Abend. Traditionell sollte es in das Ambiente gehen. Das war einer der Tage wo die Bude brechend voll sein wird und man würde alte Bekannte treffen und neue Bekannte kennen lernen. Ich würde mit ziemlicher Sicherheit meine derzeitige Nummer 1 treffen und mich wieder hoffnungslos betrinken. Wie gesagt das Zeitfenster ist verdammt klein und meistens tritt es zwischen zwei Pilsen auf. Wer mich schon mal Pilse trinken sehen hat weiß wie kurz das sein kann. Doch so weit sollte es gar nicht kommen. Gerüchte schwirrten durch die Luft wie Krähen bei einem gefunden Fressen auf der Bundesstraße. Das Ambiente sollte seine Türen am 1. Weihnachtstag geschlossen halten. Wie auf alle Gerüchte gab ich darauf nicht viel. Doch die Vorabplanung war ähnlich chaotisch. Ich telefonierte den Felkl an und der teilte mir mit das er auf Grund finanzieller Mittel nicht an dem Abend teilnehmen konnte. Sehr schade, denn mit ihm bin ich immer am liebsten los gezogen. Ingo mußte sich erstmal abmelden, da er noch bei einer anderen Festivität war. Dann war da noch der Stadtberg, wo wir am Samstag schon ausgemacht hatten, das wir eventuell nach Göttingen wollten. Göttingen ist für eine Party eigentlich immer die richtige Wahl, aber an Weihnachten? Für mich gehört es einfach an Weihnachten dazu in Duderstadt unterwegs zu sein und alte Bekannte wieder zu treffen. Ich ließ mich aber gerne überraschen. Gegen 230 Uhr holte ich also den Schötti ab und im Anschluß den Doktor. Man konnte es sogar einrichten, das der Weg am Ambiente vorbei führte und das Gerücht verfestigte sich in einem Bruchteil einer Sekunde. Die Türen waren geschlossen und die Fenster waren dunkel. Ich war ein wenig traurig und wütend. Wie doof kann man eigentlich sein? Verzeiht meine Ausdrucksweise, aber wenn ich mir das Weihnachtsgeschäft entgehen lasse, dann bin ich einfach nur doof. Und wir werden um eine grandiose Party gebracht. Doch die Wut wollte ich nicht auf das Ambiente und seinen Besitzer verschwenden. Frei nach Metallica behalte ich sie für mich selbst.

Der Doktor war schnell eingeladen und dann ging es weiter zu Nicole, Helenas Schwester. Dort trafen wir uns vorher um dann auf den Stadtberg weiter zu gehen. Schöttler deute schon an, das es sehr lustig werden würde. Wir waren ja dort schon mal nach einem Besäufnis und ich kann mich noch vage an den Balkon erinnern. Dort standen wir damals und haben dem Gesang der Vögel am frühen Morgen gelauscht und trotz Verbotes von Nicole die Pappverpackung des Sechserträgers der Natur überantwortet. Aber das sind ja alles alte Geschichten die gar nicht so interessant sind. Bleiben wir lieber in der Gegenwart. Nicole merkte schon an, das sie nicht so viel Bier da hatte und warf nervöse Blicke auf mich. Was ich nun gar nicht verstehen konnte. Wenn das Bier dann halt alle ist, dann schlagen wir die ganze Bude kurz und klein und ziehen brandschatzend durch die Gegend. Aber sonst stellen wir doch nichts schlimmes an. Natürlich nicht. Wenn halt kein Pils mehr da ist, dann trinkt man eben was anderes um dem Promillehimmel näher zu kommen. Sie hatte ja noch eine recht große Schnapssammlung. Weiterhin wurden noch diverse Weizen geraucht getrunken, von denen ich mich aber fern hielt, da ich sie im allgemeinen nicht so gut vertrage. Aber der Rest war recht gut drauf. Besonders Helena, die eine sehr symphatische Lache hat. Mit der konnte sie auch wundervoll unterhalten. Was man nicht alles lustig finden kann. Es war einfach Herrlich. Und ihre Lache war ansteckend. Nicole konnte teilweise auch schwer Luft bekommen vor Lachen. Der Doktor hin gegen hielt sich eher an den Kühlschrank von Nicole, denn er hatte tierischen Hunger. In Verbindung mit dem Langen wurde die ganze Geschichte nur noch lustiger. Helena und der Lange sind schon ein wundervolles Team. Schöttler und ich genossen die ganze Show und brachten die Alkoholreserven von Nicole ins Schwitzen. Zunächst ging das Bier in die Knie und ich konnte mich noch mit einem Havana Club retten. Aus der Flasche konnte ich dann aber doch nur eine Mischung raus kitzeln. Danach war dann ein anderer brauner Rum dran. Ich roch an der Flasche und wollte gleich meine Fußnägel hoch klappen lassen. Nicht das es ein schlechter Rum war, im Gegenteil, aber brauner Rum erinnert mich immer an Stroh 80. Und das Zeug ist echt nur zum Backen da. Egal, das Zeug mußte irgendwie in meine Blutbahn gelangen. Zum Glück gab es Cola. Helena und Nicole haben noch ihren jüngeren Cousin dabei gehabt, der sich nun wohl ein wenig über seine Cousinen gewundert hat. Vor allem was die für seltsame Leute kennen. Aber wir zeigten uns von unserer besten Seite. Mit Trinken.

Zu recht fortgeschrittener Stunde entschieden wir uns dann den Weg zum Stadtberg anzutreten. Dort oben waren auch schon recht viele anwesend und es zeichnete sich ab, das es nun doch nicht mehr nach Göttingen gehen würde. Ich war ein wenig erleichtert. Aber das Bier schmeckte trotzdem, auch wenn es auch 0,5 l Pullen kam. So eine Flasche zieht sich dann doch mehr als eine normale Größe. Da wir recht spät dran waren ging es auch bald los. Man frage mich nicht nach einer Zeiteinheit, denn das kann ich nicht mehr sagen. Also gebe ich einfach zwei große Bierlängen an. Dann ging es auch schon los. Wir fuhren mit dem Taxi in die Stadt, waren uns aber noch uneinig wo es denn hin gehen sollte. Wir hatten da mehrere Möglichkeiten und ließen uns erstmal vor das MaxM fahren. Dort drinnen war es nicht mehr ganz so gut gefüllt und wir entschieden spontan doch noch in den „Halben Mond“ zu verlegen. Sehr gute Idee, vor allem weil da auch der TZ schon sich ins Delirium trank. Ich hatte nur die Bedenken, das es dort zu voll war, da die Räumlichkeiten im Mond nicht so groß sind. Aber so wird einem wenigstens nicht kalt. Ich hoffte ja immer noch eine gewisse junge Dame zu treffen. Einerseits hätte sie im MaxM sein können oder aber auch im „Halben Mond“. In letzterem war sie jedenfalls nicht. Dafür aber gab es hier Krombacher. Dummerweise hatten wir KöPi bestellt. Nun ja, man kann halt nicht alles haben. Dafür war dann die Aussicht um einiges besser. Eine kleine Gruppe Mädels hatte sich in unserer Nähe niedergelassen. Hmm, nicht ganz richtig. Wir sind rein gestruckelt und haben den erst besten Tisch besetzt und stellten dann zu unserer Freude fest, das ganz in unserer Nähe weibliche Wesen waren. Ich schiebe das jetzt nicht auf mein Glück, sondern auf eine kollektive Leistung. Die Wartezeit auf die Pilse nutzte ich, um den Ingo zu kontaktieren, der mir schon am frühen Abend mitgeteilt hat, das er doch noch auf Tour gehen wird, aber noch nicht weiß wohin. Eine kurze Korrespondenz später wußte ich das er im MaxM war, aber gleich in den „Halben Mond“ kommen wollte. Ich fragte ihn nochmal nach der Anwesenheit zweier Damen, doch die Antwort konnte er mir dann nur noch persönlich geben, als er dann durch die Tür geschossen kam. Leider mußte er das verneinen. Weder -Zensur- noch -Zensur- waren da gewesen. Haha, jetzt ist der geneigte Leser aber auf dem Glatteis und kommt da nicht so schnell wieder runter. Ich werde hier bestimmt keine Namen nennen, denn ich weiß zumindestens von Einer das sie hier ab und an mit liest und bei der Anderen bin ich mir nicht sicher, habe aber so eine Vermutung. Und wir wollen die ganze Geschichte nicht zu einfach für mich machen.


Ingo war also da und orderte gleich mal einen Sambuca. Ich war noch zu überrascht um zu reagieren und konnte nicht schnell genug Nein sagen, saß somit in der Falle. Ingo nennt ja den „Halben Mond“ auch liebevoll die „Sambucahölle“. Und nun war ich drin. Das Bier zum Nachspülen stand zum Glück bereit und spülte mit erfrischender Kühle die Reste des leicht angewärmten Sambucas in den Magen. Das Anzünden war eh ein Akt der an Selbstverstümmlung. Ich sah Ingo schon als menschliche Fackel durch die Haberstraße rennen. Und man muß die Flamme schnell wieder ersticken, sonst hat man gar kein Alkohol sondern nur den Anisgeschmack. Und was soll das bitte für einen Sinn haben? Das wäre ja als würde ich alkoholfreies Bier trinken. Ein weiteres Verbrechen der Menschheit oder besser gesagt der Food Designer! Nach dem Sambuca war ich im Zugzwang und orderte einen Heidegeist und immer weiter Bier. Doch Ingo der Fuchs hatte schnell noch auf Sambuca umgeleitet. Jedenfalls für ihn. Warum fallen mir solche Schachzüge nicht ein. Ich ergebe mich immer viel zu schnell meinem Schicksal. Warum versuche ich nicht einfach mal weg zu rennen? Eine Frage der Ehre. Unserer Runde schloß sich dann noch Christian R. an, ein alter Schulkollege aus Grundschulzeiten und kommt auch gebürtig aus Westerode. Mit Ingo war er dann in der Oberstufe noch zusammen, aber da war ich ja auch Mission in Göttingen. Schließlich kann man mit jedem Trinken und ich möchte die Zeit in Göttingen nicht missen. Dort habe ich sehr viele feine Freunde gefunden. Und auch wen zum Trinken.

Christian kam gerade von der Werkstatt und sagte das dort noch eine Schlange wäre. Also konnten wir unsere Pläne den Partyort zu verlegen gleich mal begraben und tranken weiter. Und erzählten weiter. Selbst wenn man sich auf einer regelmäßigen Basis sieht kann man doch noch immer von neuen Sachen erzählen. Die Uhr schritt langsam vorwärts und erreichte unter langen Bierbestellungen und neuen Leuten die 0300 Uhr. Nun wurde es Zeit das die Werkstatt aufgesucht wird. Sie sollte den Abschluß unseres Abends bilden. So jedenfalls der Plan. Die anderen mehrten sich nicht aus, ob man denn nun schon los fahren sollte oder ob man ein Taxi nehmen sollte oder ob man zu Fuß gehen sollte. Solche Diskussionen liebe ich ja. Der Ingo zum Glück auch und wir fassten den schnellen Entschluß, den kurzen Weg zu Fuß zurück zu legen.

Bei der Werkstatt angekommen gab es zum Glück keine Schlange mehr, also konnten wir im schnellen Zugriff rein gehen. Um auf Nummer Sicher zu gehen, habe ich mir von Schnitzel vorher schon eine Karte besorgen lassen. Die wäre natürlich auch für den verlängerten Rücken gewesen, wenn wir nach Göttingen gefahren wären. In der Werker selber war noch gut was los. Es war zwar voll, aber nicht über voll. Jedenfalls so weit ich gucken konnte. Denn wie es Brillengläser so an sich haben beschlagen die gerne mal, wenn man vom Kalten ins Warme kommt. So stand ich dann erstmal blind wie ein Maulwurf rum und konnte nichts sehen. Zu allem Überfluß habe ich noch den Ingo verloren. Mich grüßten zwar drei bis fünf Leute, aber ich konnte ja nichts erkennen. Ich grüße aber immer höflich zurück. Nachher sind die dann beleidigt. Nach einer kurzen Akklimatisierungzeit habe ich dann wieder was gesehen und konnte mich auf die Suche nach Ingo machen. Der war auch nur halb so schwer zu finden, wie ich angenommen habe. Außerdem traf ich dann noch den Matze und den Philip und was weiß ich noch wen alles. Nächster Gang war zur Theke um sich wieder mit kühlen Naß zu versorgen. Zeitweilen guckte ich mich auch ein wenig um um vielleicht die eine oder andere junge Dame meines Interesses zu entdecken, aber das Glück lief an mir vorbei. Ich konnte mich dann aber mit einer äußerst schmackhaften Havana Club Mischung trösten. Und ich erspähte den Schnitzel an der Theke, der nicht mehr ganz so standsicher war. Ein kurzer Besuch war mehr als angebracht. Bei Schnitzel hatte ich aber nur wenige Worte mit ihm zu wechseln, denn dann kam die Katja um die Ecke und gesellte sich zu mir. Sie ist die Schwägerin eines Ex-Arbeitskollegen oder so ähnlich und wir haben uns ab und an bei Feten getroffen. Der Ex-Arbeitskollege Stefan war dann auch noch da. Wir unterhielten uns kurz und dann kam Stefan schon an und ich unterhielt mich mit ihm ein wenig. Man muß ja ein wenig mit seiner neuen Arbeit prahlen und wie viel besser es einem jetzt geht. Naja, das Übliche halt. Ich kann nicht unbedingt sagen, das es mir besser geht. Es ist halt eine andere Arbeit. Die alte Arbeit habe ich geliebt. Maschinenkonstruktion ist halt das was ich mir nach dem Studium vorgestellt habe. Nun bin ich Produktentwickler und das ist auch nicht verkehrt. Es ist halt was anderes. Aber ich bin zufrieden.

Themenwechsel, sonst schreibe ich mich hier noch um Kopf und Kragen. Die ganzen Getränke verlangten auf natürlichen Wege ihren Weg in die Freiheit, also begab ich mich mal in Richtung der sanitären Einrichtungen. Dort traf ich auf Florian, der etwas ungehalten über mein spätes Eintreffen war. Aber man kann es halt nicht jedem Recht machen. Zurück an der Theke stand ich zeitweise mit Schnitzel dort, der ein paar Probleme mit so einem Vogel hatte. Warum kann ich nicht wieder geben, weil ich wohl bei der entscheidenden Szene nicht vor Ort war, aber Schnitzel ist ja in der Hinsicht ein wenig penetrant. Er ließ dann auch nicht locker und beharkte den Kollegen so lange bis er irgendwann die Segel strich. Sagen wir mal so, es hätte auch durchaus schlimmer kommen können.

Ich hatte dann auch einige Probleme den Ingo wieder zu finden, aber wie ich so im Vorbeigehen mitbekommen habe hat er schon den Christian gefunden. Eigentlich wollte ich mich den Beiden dann irgendwann anschließen, aber dann stand auf einmal die Katja wieder vor mir. Also bleib ich als Gentleman mit ihr an der Theke stehen und mußte zusehen wie sich Ingo und Christian die Mütze zu knallten. Habe ich aber gerne gemacht, denn Katja ist eine echt Nette und mit ihr kann man auch mal jede Menge Blödsinn reden. Schnitzel fehlinterpretierte die ganze Situation und hatte das Gefühl das er irgendwie stören würde und zog von dannen. Dabei haben wir uns nur nett unterhalten. Bis dann Florian wieder vorbei kam und mit der Taxisituationen vor der Tür unzufrieden war, was er mir dann auch gleich kund tat. Mitten im Gespräch mit Katja. Was die dann wieder ein wenig als störend empfand und verschwand. Florian ist ja in Ordnung, aber es fehlt ihm ein wenig an Feingefühl. Naja, da ich ihn auch nicht vor den Kopf stoßen wollte bleib ich halt mit ihm an der Theke stehen und wollte ihm noch einen ausgeben, was er aber auch nicht wollte. Maoam hatte ich dann aber auch nicht dabei. Auf einem weiteren Weg zum Klo traf ich dann den Chicken, dem ich dann auch noch einen ausgeben wollte, aber an der Theke stand ja wieder Florian, den ich nicht alleine stehen lassen wollte. Zum Glück kam dann noch Jemand drittes vorbei, der mir aber nun nicht mehr einfallen will und etwas später dann noch Katja. Die frug mich gleich ob ich mit raus kommen würde eine zu rauchen. Ich nahm das Angebot an, obwohl ich ja nicht rauchte aber nahm meine Getränke mit. Wir setzten uns dann auf eine Bank und erzählten noch ein wenig.

Und dann traf ich den Meister wieder. Der Meister im Frauen-klar-machen war also wieder im Eichsfeld. Martin K. hatte ich schon am vergangenen Freitag getroffen, was mir aber ein wenig entfallen war. Und er zeigte mir erstmal auf seinem Handy seine neuesten Eroberungen. Dieser Mann ist einfach unglaublich. Und er trägt zu Recht den Titel Meister. Noch nie habe ich Jemand vergleichbareren getroffen. Philip tritt zwar in seine Fußstapfen, aber tritt ab und zu mal daneben. So wie Martin zu werden ist wohl sein großes Ziel, aber ganz hat er ihn noch nicht erreicht. Auch wenn ich die Art und Weise nicht ganz so toll finde, finde ich es doch immer faszinierend wie er es jedesmal hin bekommt, die Frau zu bekommen, die er haben will. Besser noch er stellt es immer so an, das die Frauen ihn ansprechen und ihn dann klar machen. Er hat einfach die Gabe dazu. Die Macht ist sehr stark in ihm.

Drinnen habe ich dann wieder mal den Schötti und den Dieck und noch eine kleine junge Dame mit Namen Julia getroffen. Und den Rest des Stadtberges habe ich auch sporadisch getroffen. Es geht ja immer alles so schnell. Nur den Ingo und den Christian habe ich nicht mehr wieder getroffen, wie auch den Schnitzel. Irgendwie waren nun alle Westeröder weg und ich stand noch alleine in der Werkstatt. Alleine, trifft es nicht ganz, denn Bettina und Thomas. Ich sage nur „Schön abballern!“. Immer wieder eine Freude die Zwei zu treffen. Wir entschlossen uns dann zu viert nach Hause zu fahren. Also die Beiden, Katja und ich. Halt, halt, bevor hier jetzt wieder Gerüchte entstehen, möchte ich darauf hin weisen, das wir alle den gleichen Weg hatten. Katja mußte nach Seulingen, Thomas und Bettina nach Desingerode und ich nach Westerode. Also teilten wir uns ein Taxi. Am Ausgang war aber der Bär los wo ich dann die Gelegenheit hatte eine junge Dame kennen zu lernen, deren Namen ich in der Sekunde vergessen hatte, als ich ihn gehört hatte, die mir mitteilen konnte, das eine meiner Favoritinnen an dem Abend auch in der Werkstatt war. Auf die Frage ob sie denn noch da sei setzte sie ein recht fragendes Gesicht auf und blickte auf die Uhr. Tja, so ist das eben wenn man sich erst um 0300 Uhr dazu entscheidet in die Werkstatt zu gehen und um 0600 Uhr morgens dann Jemanden trifft der einem gewisse Auskünfte geben kann. Es passte irgendwie zu meinem Schicksal. Klar war -Zensiert- schon nach Hause, das ist ja eine anständige Frau, die sich nicht bis in die frühen Morgenstunden herum treibt. Würde ich für eine andere Frau Zuneigung entwickeln? Ich denke kaum. Dumm nur, wenn ich so ein Typ bin. Ich sah einen weiteren Abend mit einer Chance im Eiltempo davon fahren und machte mir ein paar kleine Vorwürfe. Wäre es anders gelaufen, wenn ich früher hier gewesen wäre? Hätte es geholfen, wenn ich nur die Hälfte an Schnaps getrunken hätte? Ich hoffe nicht! Aber ist nun mal mein Leben. Verpasste Chancen am laufenden Band.

Genug sinniert, es wird Zeit das Taxi zu besteigen. Die Fahrt nach Hause ging recht fix und teilweise war ich froh zu Hause zu sein. Nur vor dem bevorstehenden 2. Weihnachtstag grauste es mir ein wenig. Aber ich war ja in Übung. Über den Kopf den ich mir eine halbe Stunde gemacht habe, als ich im Bett gelegen habe, schreibe ich hier besser nichts. Verpasste Chancen halten mich dann doch länger auf, als mir lieb ist. Es ärgert mich ja selber am Meisten, das sie mich noch so beschäftigen. Warum ist es mir nicht egal? Es lässt mich einfach nicht los!

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