Besinnliche Zeit mit der Feuerwehr

Um erstmal was vorweg zu nehmen. Ich bin nicht gerade stolz auf dieses Wochenende. Naja, sagen wir mal auf den Samstag Nachmittag, aber daran ist nur eine einzige Person schuld. Besser gesagt trifft ihn eine Teilschuld, der Großteil war meine eigene Schuld, aber bevor ich jetzt weiter um den heißen Brei herum rede komme ich gleich mal zum Thema. Meine Logbucheinträge ziehen sich eh immer so in die Länge und damit Nollo auch in der Mittagspause meine Ergüsse antun kann versuche ich meinen Schreibstil zu komprimieren. Wie gesagt ich versuche es.
Wir schreiben den 14.12.2007, meine zweite harte Arbeitswoche ist vorüber und ich bin schon wieder im Streß. Am Abend findet die Weihnachtsfeier der Jugendfeuerwehr statt und ich habe vergessen, die Geschenke zu besorgen. Das hieß dann nach Feierabend erstmal zum Marktkauf jetten und Nikoläuse kaufen. Allerdings ist Freitag Nachmittag und da sind meistens die ganzen Hammerkranken unterwegs. Also bereite ich mich schon mal auf die Zeiträuber vor, die vor mir lang schleichen werden. Aber ich hatte Glück. Denn die Nikoläuse waren gerade noch in der Anzahl da in der ich sie brauchte und ich kam an eine Kasse, die komplett leer war. Ich will jetzt nicht sage das ich Glück hatte, sagen wir einfach mal ein paar günstige Umstände sind mir zu Gute gekommen. Nachdem dann die Schokokläuse gekauft wurden ging es gen Heimat und es wurde sich für den Abend präpariert. DA die Kinder alle früh ins Bett müssen, sollte man zumindestens annehmen, fingen wir um 1800 Uhr an. Da wir noch auf den Schnitzel warten mußten beschloß ich in meiner Funktion als Chef das wir erst gegen 1900 Uhr essen. Bis dahin mußte ich die Kinder unterhalten. Leider Gottes war ich nicht mehr in der Lage mir ein Spiel auszudenken. Ich weiß, ich bin ein fauler Strick, aber die Kreativität hat mich dieses Mal nicht in den Arsch getreten. Sonst gab es ja immer spaßige Spiele mit Tampons oder ähnlichem Gerät, aber diesmal wollte mir einfach nichts einfallen. Also zwang ich sie in der Ecke zu sitzen und ruhig zu sein zeigte ich ihnen 9 Hau drauf. Exellentes Spiel, bei dem man seinen Aggressionen freien Lauf lassen kann.

Es dauerte auch nicht lange, da gab es auch schon den ersten Verletzen. Maxi hatte einen Fingernagel in seinen Finger bekommen und blutete. Da wir aber bei der Feuerwehr sind habe ich das gleich professionell verbunden. Ja, richtig gelesen verbunden, denn Pflaster gib es in unserem 1. Hilfe Kasten nicht. War mir auch neu, aber man lernt ja nie aus. Im Anschluss habe ich Maxi nicht mehr mit spielen sehen. Vielleicht braucht er seine Finger noch. Ich habe mich übrigens auch aus dem Spiel gehalten, denn ich weiß welche Granaten da mit gespielt haben. Ich brauche meine Hände nämlich auch noch. Ich unterhielt mich dann mit dem Rest und mußte feststellen, das die alle schon keine Kinder mehr sind, sondern Jugendliche. Wenn man die von klein auf kennt, dann hat man immer das Gefühl, das es immer Kinder sind. Was ich aber da erfahren habe hat mich ganz schön erstaunt. Auf der anderen Seite war ich in jedem Punkt besser, braver und habe nie Unsinn angestellt oder gar Alkohol mit 16 getrunken bestimmt nicht besser in dem Alter. Sollen sie man machen. Erfahrungen kann man nur selber machen und verbieten sollte man so was nicht. Denn wenn ich was gelernt habe, dann das Verbote nur noch mehr reizen. Ein wenig Einschränkungen sind schon in Ordnung und sollten sein, aber man kann denke ich niemanden vor der großen bösen Welt bewahren.

Durch vereinzeltes Magenknurren wurde ich daran erinnert, das ich ja noch was zu essen bestellen wollte. Zum Großteil war es Pizza und die kann man prima vorbestellen. Nun habe ich bisher nur in kleinen Mengen Pizzen vorbestellt und da dauerte es meistens 15 Minuten, bis die fertig waren. Nun waren es allerdings 11 Stück und die dauern dann mal eben 40 Minuten. Hat dann nicht wirklich Begeisterungsstürme ausgelöst, aber so ist das Leben. Als Schnitzel dann irgendwann auch mal ankam, bin ich dann mit einem kleinen Stoßtrupp los gefahren um die feste Nahrung zu holen. Mit dem Feuerwehrbock kann man sogar da parken wo es nicht erlaubt ist und man kann fahren wie die Sau. All das habe ich natürlich nicht gemacht, sondern war immer ein vorbildlicher Fahrer, denn ich hatte ja die Kinder hinten drin . Nicht das die sich von mir noch was schlechtes ab gucken. Sonst bin ich ja auch sehr vorbildlich und würde niemals als schlechtes Beispiel enden. Gibt es eigentlich eine Grenze in der man die Wahrheit ausdehnen kann?

Früher dachte ich mal das alle Kinder nicht viel essen können und deren Mägen so groß wie eine Rosine wären. Aber da habe ich mich getäuscht. Während ich mit meiner Pizza kämpfte hatte ich das Gefühl als würden die ihr Essen inhalieren. Und ich gebe jetzt hier an dieser Stelle zu das ich Bier getrunken habe. Ich habe sogar den 16jährigen erlaubt eine Flasche zu trinken, sind ja schließlich alt genug. Machen wir uns mal nichts vor, die haben eh schon probiert. Ich weiß, auch wieder ein Punkt in Sachen Vorbild, aber was soll es denn. Die waren mit ziemlicher Sicherheit schon auf genügend Feiern bei denen die Eltern oder der dicke Onkel Gustav sich die Mirte zugeknallt haben. Und ich bin ja nicht von 0 auf 100 stramm, wenn ich ein Pils trinke. Auch wenn das sich hier so anhört als würde ich mich rechtfertigen wollen, trügt der Schein. Denn es wurde ja noch schlimmer.

Rainer kam nämlich noch vorbei. Er war der Vater zweier Jugendlicher und wollte ein kleines Bierchen mit trinken. Macht er ja jedes Jahr und ist auch immer gern gesehen. Doch bei einem Bier bleibt es ja nicht. Da muß dann noch ein Kurzer dazu, in diesem Fall sollte es eine Schlichte sein. Freundlich wie ich bin habe ich ihn darauf hingewiesen, das im Kühlfach vom Kühlschrank noch Bismarck steht, der mit Sicherheit kälter und damit wohlschmeckender ist. Doch Freundlichkeit wird ja bestraft und er kam zurück mit der Flasche und zwei Gläsern. Seltsamerweise hatte er für Schnitzel keins dabei und Schnitzel wollte auch keins. Ob ich nun wollte oder nicht, wurde gar nicht in Frage gestellt, sondern einfach festgestellt. Ich wehrte mich zwar auf Heftigste, aber konnte mich nicht durchsetzen. Da hatte der Loki die Gläser auch gefüllt. Naja, einen kann man ja trinken. Leider folgten noch zwei weitere diesem Beispiel und Rainer verzog sich wieder und ich hatte nun drei Bismarck in meinem Magen, die die Pizza voran schoben. Und was noch viel schlimmer war, ich habe bei Lokis Suche nach Hochprozentigen eine Flasche Havana Club im Schrank auf blitzen sehen. Nach den drei Schnaps hatte ich nun auch nicht mehr den Willen dagegen anzukämpfen und beschloß zu späterer Stunde die Flasche zu vernichten, es war ja eh nicht mehr viel drin.

Komischerweise zieht es die Jugendlichen immer nach draußen bei der Weihnachtsfeier. Ich verstehe das nicht, da ist es kalt und ungemütlich und es gibt nichts zu trinken. Wo ist die gute alte Zeit hin, in der man sich in einen Kellerraum setzte und sich bis zur Besinnungslosigkeit betrank einen kleinen Rausch an trank. So hat doch jeder mal angefangen. Oder lag es daran, das ich ein Alkoholverbot für die Jugendfeuerwehr ausgesprochen habe? Man weiß es nicht. So war die Weihnachtsfeier halt nach draußen verlegt und ich möchte auch gar nicht wissen, was die da alles gemacht haben. Klingelpost wird da wohl das harmloseste gewesen sein. Aber ich kann mich ja auf sie verlassen, das sie nichts wirklich Schlimmes anstellen. Und man hatte seine Ruhe und konnte getrost die Mixgetränke auspacken. Zwischenzeitlich kam dann noch der Tobi vorbei und leistet uns kurz Gesellschaft. Aber halt nur kurz, weil er wieder spitz wie Nachbars Lumpi war und nach Göttingen weiter zog, wo er dann, wie man später erfahren mußte näher die Halsregion einer Mitfahrerin untersucht hat. Geschwollene Mandeln sind nichts feines.

Gegen 2300 Uhr wurde dann die Veranstaltung beendet, schließlich sind sie noch minderjährig und müssen früh ins Bett. Ich weiß, das sie das nicht machen werden, aber ich gebe mich wenigstens der Illusion hin, das meine Jugendfeuerwehrleute noch brave Kinder sind, die gehorchen. Ich glaube jetzt kann ich das Gelächter der Eltern bis hier her hören. Nichtsdestotrotz war der Abend für Schnitzel und mich noch nicht vorbei, denn wir wollten noch weiter ziehen. Es gab da die Möglichkeit zu Schmierpopel zu gehen. Denn unser Präsident vom Karneval hatte am Freitag geheiratet und der Elferrat hat Spalier gestanden. Dort wären Schnitzel und ich auch gewesen, aber wir hatten ja die Weihnachtsfeier und da die Info recht spät kam, mußten wir absagen. Aber wir wussten ja, das die anderen Elferratsmitglieder nicht einfach nach Hause gehen konnte, sondern sich noch ordentlich betrinken würden. So geschehen im Eichsfelder Hof. Ich beneidete sie ein wenig, da sie wieder das Privileg hatten auf die labskausfarbene Toilette zu gehen. Irgendwie faszinierte mich diese Farbgebung. Und vor allem möchte ich wissen was die Besitzer genommen haben, als sie sich für diese Farbe für die Pinkelbecken entscheiden haben. Und wenn sie noch was davon haben, würden sie mir was abgeben? Der Vollmer hielt uns jedenfalls laufend informiert und gab zu bedenken das sie nun schon Havana Club trinken würden. In jedem anderen Fall hätte ich spätestens nun die Zelte abgebrochen und wäre mit dem Feuerwehrfahrzeug in die Stube von Schmieri gefahren. Aber ich hatte ja selber noch Havana, das machte die Geschichte nicht ganz so schlimm. Da nun aber die Feier auch vorbei und mein Havana das zeitliche gesegnet hat verlegten wir zum Schmierigen.

Dort sollten uns gar grausige Szenen erwarten. Vollmer öffnete brav die Tür und Schnitzel und ich marschierten ein. Drinnen fanden wir einen harten Kern vor, der sich in Ruhe betrank. Unter anderem Schmieri, was sich nicht vermeiden ließ, da es sein Haus war, Böning, Zustand stramm und Vollmer, Zustand voll stramm. Da ist ein feiner Unterschied zwischen, bei Gelegenheit erkläre ich es mal. Oder man frage mich bei Kontakt. Dann waren da noch Ramona, Annalena (ich hoffe ich habe jetzt den richtigen Namen erwischt, denn Namen merken und ich sind keine guten Freunde) und Frl. Lemke (Das was ich hier so nett umschiffen wollte ist, das ich mir Namen nicht merken kann und das tut mir aufrichtig leid. Bitte nicht böse sein, wenn ich eure Namen vergessen habe, aber das Gedächtnis geht immer als erstes vor die Hunde. Ich bin ja froh wenn die normalen Körperfunktionen (Atmen, Mund zu halten, damit die Spucke nicht raus läuft, usw usf.) noch funktionieren.) von der Prinzengarde. Große Überraschung, der Havana ist gerade eben alle geworden. Alles klar, in manchen Ländern wird man für Vorspielung falscher Tatsachen vor den Kadi gezerrt und es wird einem mindestens ein Testikel abgebunden. Derart enttäuscht griff ich zum Bacardi, der wohl noch zahlreich da war. Jedenfalls in der einen Flasche. Ramona kam gleich auf mich zu und bedankte sich erstmal für die CD, die ich ihr mal gebrannt hatte. Bei so einem feinen Musikgeschmack muß man doch nachhelfen, damit sie die ganzen Klassiker auch kennt. Freut mich die Jugend auf rechten Wegen zu wissen. Bei so einem Musikgeschmack kann die Zukunft nur rosig werden.

Nun muß ich hier mal eine Lanze für den Schmierpopel brechen. Er mag zwar häßlich sein und gerne das Gesicht seiner Frau essen. Manchmal fragt man sich auch was in seinem Kopf vor geht wenn er sich drei Kümmerlinge auf einmal in den Schlund schüttet und danach rülpst als ob das seine immense kaum vorhandene Potenz kund tun würde. Oder wenn er sich zu einem an die Theke stellt und kund tut das er gleich noch Beischlaf mit seiner Frau hat und den Rest des Elferrates als Arschlöcher bezeichnet. Aber im Grunde seines Herzen ist er echt in Ordnung und eigentlich ein guter Kumpel. Wer sonst würde seine Wohnung zum Saufen bereit stellen oder eine Tiki-Bar in seinem Wohnzimmer aufbauen. Und das schreibe ich hier nicht um weiterhin bei ihm zu Saufen!

Nun ja, da ich jetzt mit Schleimen fertig bin, kann ich ja mit der Wahrheit raus rücken und sagen das der Bacardi auch bald alle war und ich auf Jack Daniels Cola umgestiegen bin. Man merkt schon das einiges an verschiedenen Alkoholsorten im Spiel war. Doch zu dem Zeitpunkt war mir das egal wie es mir morgen ging und auch das wir am nächsten Tag einen Spiel-ohne-Grenzen-WEttkampf von der Jugendfeuerwehr in Hilkerode hatten. Ich Arsch! Aber dazu später mehr. Zunächst muß ich mal auf das Fehlverhalten meiner Elferratskollegen hinweisen. Ich spreche hier nicht von Schmierpopel der ja immer ein Fehlverhalten an den Tag legt (Gesichter essen, Scheiße aussehen, usw usf.) sondern von Florian und Böning. Böning war ja noch harmlos, der hat sich nur zum Schlafen in Popels Arbeitszimmer gelegt aber Vollmer gab dem Ausdruck megahackestramm ein neues Gesicht. Würde es diesen Begriff bei Wikipedia geben, so würde seit Freitag dort ein Foto von ihm prangen. Wenn man Vollmers Zustand als stramm klassifiziert, dann war der Rest von uns nüchtern Böning inklusive. Vollmer war müde und ich versuchte ihn auf ein Sofa zu legen, aber stand immer wieder auf, legte sich wieder hin, stand wieder auf. Als er dann wieder zur Bar kam fiel er in dort aufgestellte Palmen, die wir nur mit viel Mühe vor der Zerstörung bewahrten. Und dann lag er halt auf dem Boden rum. Ich vermute die Prinzengardenmädels haben nun einen Schock für das Leben.

Nachdem nun also die Alkoholreserven von Schmieri dezimiert wurden, hielten wir es für angebracht den Heimweg anzutreten. Zumal Schnitzel und ich noch in die Werkstatt wollten. Vollmer wurde kurzer Hand nach draußen geschliffen. Gehen alleine ging nicht mehr. Und Böning wurde auch irgendwie wach gemacht. Vollmer lag nun draußen rum, immer noch in Elferratsklamotten und wir schliffen ihn weiter bis wir nicht mehr konnten. Das Taxi konnte uns auch dort abholen. Als es ankam lag Vollmer als Wegblockade mitten auf der (Neben)Straße. Der Plan war Vollmer ins Taxi zu bekommen und dann bei ihm zu Hause raus zuschmeißen. Doch der Plan ging nicht auf. Als Vollmer davon Wind bekam sprang er auf wie ein Hase im Feld und rannte wie der Teufel. Da körperliche Anstrengungen am späten Abend nach zu viel Alkohol und ich auch keine Freunde sind, ließen wir ihn laufen. Vor lauter Aufregung verlor Vollmer seine Kappe, die dann von Böning mitgenommen wurde. Man gut das mein Logbuch nicht als Beweismittel vorm hohen Gericht zulässig ist, denn sonst kriegt Vollmer eine saftige Strafe auf gebrummt.

Schnitzel und ich setzten den Weg zur Werkstatt fort und ich verlor im Taxi wohl mein Gedächtnis, denn an die Werkstatt erinnere ich mich nur sehr wage. Ich schreibe einfach das auf, was ich noch weiß. Also wir sind rein gegangen und trafen erstmal Julia, Patricks Freundin. Die war gerade mit ihrer Abteilung da und kam gerade von der gleichnamigen Weihnachtsfeier. Hmm, mit dem Chef in die Werkstatt, da könnte bei mir böse Klüfte eröffnen. Aber ich bin ja auch erst frisch im neuen Job. Außerdem trafen wir noch Steffen, der vor ein paar Wochen Leistungsspange gemacht hat. Mit dem und noch ein paar Anderen holte sich Schnitzel wohl eine Flasche Wodka. An der ich mich später auch beteiligte. Aber durfte kein Geld zusteuern. Soviel weiß ich noch. Ab und an kam auch die Julia mal rüber und wir unterhielten uns. Da meine Zunge wieder mal sehr locker saß, teilte ich ihr mit, das ich ihre Arbeitskollegin sehr gut aussehend fand. Ich sollte echt nicht mehr trinken. Wenn dann solche Sachen meinen Mund verlassen, denke ich diesem Moment noch, das es eine gute Sache ist, aber spätestens am nächsten Morgen frage ich mich wer mir solche Eingebungen gibt. Ich hoffe jetzt mal das Julia ihr nichts von meiner körperlichen Zuneigung gesagt hat oder gar noch schlimmer, das jetzt Julias Abteilung mein Logbuch liest. Ich hoffe auch das nicht noch mehr abgedrehte Sachen in der Werkstatt passiert sind, denn ich kann nur einen Totalausfall meines Gedächtnisses feststellen, welchen ich jetzt einfach mal auf die breite Anzahl an Spirituosen schiebe, die ich an dem Abend konsumiert habe. Als wir die Discothek verließen war es jedenfalls schon sehr spät oder sehr früh, je nachdem wie man das sieht. Das ist wohl so ähnlich wie die Geschichte mit dem Glas Wasser, welches zur Hälfte gefüllt ist (oder eben geleert).

Doch nach Hause gehen ist ja nicht drin, also sind wir nochmal bei Julia eingekehrt. Schnitzel war ja schon im Dämmerzustand und ich unterhielt mich noch ein wenig mit Julia in der Küche. Diese Gelegenheit nutze der Schnitzel aus um den schlafenden Patrick auf der Couch aufzusuchen. Er weckte ihn ganz sanft in dem er sich mit seinem ganzen Gewicht auf ihn fallen ließ. Mehrmals. Es war nun wirklich besser den Heimweg anzutreten.

Samstag Morgen. Ich weiß nicht wie ich in mein Bett gekommen bin und mußte an das Aufräumen des Feuerwehrhauses denken. Vielleicht würde eine gezielte Sprengung den Arbeitsaufwand verringern. Nein, so schlimm war es nicht, aber das Aufstehen war schon eine Anstrengung, an die ich gar nicht denken wollte. Gut das der Schnitzel anrief und meinte das es ihm Scheiße ginge und ob wir nicht eine halbe Stunde später anfangen wollten. Ich war dankbar für diesen Vorschlag und legte mich nochmal zurück. Ich war gar nicht für den Vorschlag und schimpfte ihn ein wenig aus, ging dann aber auf den Vorschlag ein. Das Aufräumen war auch nicht so wild, doch unser Zeitplan kam gehörig durcheinander. Denn wir hatten ja noch einen Spiel-ohne-Grenzen Wettkampf in Hilkerode. Und mir ging es extrem Scheiße. Mein Mageninhalt bestand aus zwei Käsebrötchen und einer Cola. Beste Voraussetzungen also. In Hilkerode angekommen wurden wir von allen Seiten beschallt, das wir zu spät seinen und Scheiße aussahen (das galt nur für mich). Und dann kam was kommen muß. Das Spiel für den Jugendfeuerwehrwart. An dieser Stelle muß ich einfach eine Feststellung machen. Ich hasse Patrick Regin! Ich verabscheue Patrick Regin! Im Moment verspüre ich wenig Zuneigung für Patrick Regin. Ich weiß nicht was in seinem Gehirn falsch läuft, aber er denkt sich immer die demütigensten Spiele für den Jugendfeuerwehrwart aus. Ich glaube er denkt dabei nur an mich und will mich, aber explizit mich, ärgern und öffentlich blamieren. Ich wurde also von ihm in einen Nebenraum gelotst und wurde gezwungen ein Hühnerkostüm anzuziehen. Zuerst wollte ich ohne Worte den Raum verlassen, aber es schien sein voller Ernst zu sein. Das Kostüm bestand aus einem Pullover mit angenähten Stoffstreifen und einer Kopfbedeckung in Form eines Hühnerkopfes. Ich dachte ernsthaft, das es eigentlich nicht wahr sein kann und ich noch im Vollsuff in der Werkstatt liege, aber dem Gelächter zu Folge, als ich den Nebenraum verließ war es die bittere Wahrheit. Ich könnte jetzt die Gefühle, die ich in diesem Moment für Regin empfand hier aufschreiben, aber dann würde ich mit Sicherheit auf die Fahndungslisten des BNDs kommen. Die Aufgabe des Spiels war es mit Hilfe eines Schaschlik-Stabes, den ich im Mund hatte, Bockwurststücken auf zu pieken und dann quer durch die Halle zu laufen um dann meinen Jugendlichen jeweils zwei Stück in den Mund zu stecken. Im Hühnerkostüm! Auch wenn es nur kurze Wege waren, mußte ich zwölf mal hin und her laufen und war dementsprechend nach drei Runden fertig. Und ich verdamme die Erfindung in Handys Kameras einzubauen. Natürlich wurde es aufgenommen, von Jense. Und auch wenn ich mich hier jetzt tierisch zum Ei mache, bringe ich dem Publikum hier den Auftritt des Hühnermannes. Ich übernehme keinerlei Haftung für die Schädigung der Netzhaut, Bröckelanfälle oder sonstigen Wahnsinn! Angucken nur auf eigene Gefahr!

Was danach kam, zähle ich zum Tiefpunkt meiner Karriere. Ich war fertig. Derartige körperliche Anstrengungen bin ich einfach nicht gewohnt. Alkoholmissbrauch vom Vorabend und meine wirklich schlechte körperliche Verfassung schlossen einen Pakt und ließen meinen Kreislauf die Drehzahl runter fahren. Ich konnte mich nur noch draußen aufhalten und wir war schlecht. Den Rest der Spiele bekam ich nur teilweise mit. Ich wollte mit meinem Leben abschließen. Wenn dort der fahrenden Medikamentenhändler des Weges gekommen wäre, hätte ich ihm sofort eine Familienpackung Zyankali-Kapseln abgekauft. Erst nach ca. 20 Minuten kehrte das Lachen in mein Gesicht zurück Während dieser Zeit habe ich doch tatsächlich den Gedanken gefasst an dem kommenden Abend kein Alkohol zu trinken. Aber das war schnell vorbei. Ging es mir ja jetzt besser, ich beschränkte mich auf das weglassen von Schnaps. Aber Regin sollte nicht ungeschoren davon kommen. Im nächsten Jahr, da wird meine Rache kommen, in Form der Wanderrallye. Und sie wird süß sein. Eine Spezialaufgabe für Regin. Irgendwas mit 10 Löwentor austrinken und dabei an den Testikeln aufgehängt werden. Mir wird schon was einfallen.

Im Großen und Ganzen haben wir dann den 6. Platz gemacht. Für mich vollkommen ausreichend. Denn es hat meinen Entschluß gefestigt keinen harten Alkohol am weiteren Abend zu trinken. Ich hoffte nur das ich dem Entschluß treu blieb, denn es wartet ja die Weihnachtsfeier der Feuerwehr auf mich. War ich mir sicher was ich da feststellte?Vor der Weihnachtsfeier trafen wir uns noch mit der Seniorengruppe im Feuerwehrhaus und dank Friede begann ich den Abend mit leckerem Hefe. Dieses wurde am Nachmittag schon von mir in den Kühlschrank gelegt und hatte genau die richtige Temperatur. Ich hatte anfangs ein wenig Bedenken, da ich immer noch mit Grauen an den Hühnerzwischenfall denken mußte, aber nach den ersten paar Xchlucken war alles wieder in Ordnung. Das Treffen war recht aufschlussreich. Wir wollen also wieder eine Truppe zusammen stellen, mit der man auch mal feiern kann. Halt wie früher. Wird schon lustig werden und ist mit Sicherheit spitzenmäßiger Logbuch-Lieferant. Nachdem dann der offizielle Teil vorbei war fuhren wir hoch zur Mehrzweckhalle. Dort hatte ich die Gelegenheit mir ein Bier rein zuschütten, da ich dann schon wieder mit dem Schnitzel nach Seuligen aufbrechen mußte um das Spanferkel zu holen. Essen ist ja immens wichtig, habe ich gehört. Und nichts ist schlimmer als ein Saal voller hungriger Feuerwehrleute und deren Frauen. Nun sollte man annehmen, das man mit Begeisterungsstürmen empfangen wird, wenn man mit dem Essen um die Ecke kommt. Da hatte ich aber wohl falsche Hoffnungen gesetzt, denn ich wurde mit liebevollen ”Hühnermann“ Rufen begrüßt. Aha, Jense hatte also das Video schon rum gezeigt. Danke nochmals dafür, aber zum Ei mache ich mich doch immer selber gerne.

Kai sorgte dafür, daß das Spanferkel in handliche Stücke geschnitten wurde und Schnitzel und ich suchten uns einen Platz bei den üblichen Verdächtigen. So weit so gut. Marina und Ulrike haben die Versorgung mit Getränken übernommen, während der Patrick zapfte. Sehr gut, die drei dachten mit und versorgten mich zuvorkommend mit Pils. So gefiel es mir und die schlimmen Gedanken vom Vormittag waren wie weg geschüttet. Dann setzte sich noch der Morchel zu uns an den Tisch und etwas in mir meldete sich zu Wort und teilte mir mit, das es ab nun Obacht geben heißt. Morchel haut sich ja gerne mal einen Schnaps rein. Ich war mittlerweile schon so weit, das ich nach dem Essen einen Verdauungsschnaps trinken würde. Das fettige Essen muß ja irgendwie verdaut werden, außerdem sorgte es ja für eine schützende Schicht im Magen. Hoffte ich. Außerdem teilte mir Morchel mit, das er schon seit Ewigkeiten keinen mehr gesoffen hat. Oha, nun hieß es wirklich Obacht geben, denn meine Leber spitzte schon wieder die Ohren.

Das Essen war vorzüglich, war ja auch Spanferkel. Und die Salate waren ein Gedicht. Und vom Bier möchte ich gar nicht erst anfangen zu schwärmen. Und nun kam was kommen muß. Die Mädels gingen mit den ersten runden Schnaps durch die Reihen. Und ja, ich habe einen genommen, aber nur als Verdauungsschnaps. Sah aber gleich beim Trinken das Borchardts Augen mehr verlangten. Und er orderte gleich die nächste runde. Ich lehnte dankend ab, Morchel lachte nur und stellte mir den zweiten Bismarck hin. Ich muß jetzt hier mal sagen, das ich ja schon dankbar bin, das ich Bismarck trinken durfte und vorm Löwentor verschont blieb. Aber alles lamentieren half nichts, denn mein Nein zählte ungefähr so viel wie eine Freikarte aus dem Gefängnis vom Monopoly vorm Gericht. Ich mußte mir also eine neue Taktik zurecht legen. Ich nahm mir vor, bei der nächstbesten Gelegenheit die Position zu wechseln und an einen anderen Tisch zu gehen. Doch wenn ich mich zu umsah war an jedem Tisch der Schnaps in vollen Gläsern vorhanden. Verdammt, was mache ich nun? Zeit zum Überlegen hatte ich nicht viel, denn Morchel orderte munter weiter. Ich saß quasi fest.

Die Wartezeit auf neue Bier- und Schnapsrunden vertrieb ich mir mit Fotos schießen. Immer gut, wenn man sich am nächsten Tag noch daran erinnern möchte was man alles so gemacht hat und wen man alles getroffen hat. Außerdem hoffte ich den Jensemann in einer verfänglichen Lage zu erwischen, damit ich ein Gegenargument gegen das Hühnervideo habe. Aber leider ist daraus nichts geworden. Entweder war er zu vorsichtig oder aber mir war es nach der fünften Runde Bismarck egal. Nebenbei schrieb ich noch mit Helena, die wissen wollte ob ich denn noch in die Werkstatt kommen würde. Sie und Jenny wollten unbedingt noch was machen. Da dann noch ein paar SMS von David dabei waren, der gerade vom 75ten Geburtstag seiner Schwiegeroma kam und noch zur Weihnachtsfeier kommen wollte war mir klar, das wir früher oder später eh in der Werkstatt landen würden. Wenn sie mich denn noch rein lassen würden. Das Ende des Abends war also schon voreingestellt. Machte mir das jetzt mehr Angst? Nein, denn Angst hatte ich schon lange nicht mehr, dank Fürst Bismarck. Morchel bestellte nämlich recht zügig und meine Vorsätze den Abend ohne Schnaps zu verbringen brannten im Fegefeuer. Warum bin ich auch nur so willensschwach?

David kam dann letztendlich dagegen 2300 Uhr an und orderte gleich mal eine Runde Löwentor. Da ich davon nun keinen mehr trinken konnte, bekam er zwei und ich dafür einen Bismarck. Um es kurz zu machen und um die Mädels ein wenig zu schonen holte ich gleich mal die Falsche Löwentor an den Tisch. Ich kenne doch Davids Trinkgewohnheiten und wenn er erstmal auf den Cola und Löwentortrip ist, dann können die Kurzen gar nicht schnell genug ran kommen. Ich zog mich leicht aus der Schnapsrunde zurück und hielt mich nun weiterhin an Bier. Morchel konnte sich ja mit Löwentor abschießen, aber ich muß das nicht haben. Die Magnetkraft der Werkstatt trat früher ein als erwartet. Ich kann nicht mehr mit Gewissheit sagen, wann wir dorthin aufgebrochen sind, aber es war wohl kurz nach Mitternacht. Das Taxi stand vor der Tür und wir waren recht fix dort. Und fanden eine recht leere Werkstatt vor. Was anderes brauchte man auch nicht zu erwarten und somit waren wir auch nicht sonderlich überrascht. Erste Aktion war erstmal eine Falsche Wodka zu ordern. Klar, man hat ja noch nicht genügend Schnaps getrunken. Also rein mit dem guten Zeug. Unterdessen schrieb ich Helena das wir in der Werkstatt waren und sie wollte auch recht zeitnah erscheinen. Bei der nächsten Sms war ich froh das mein Handy heile geblieben ist. Der Schmierpopel hat geschrieben was wir denn machen würden und ob in der Werkstatt was los sein. Oh Gott, er mich gefunden und nun kommt er hier her. Ich habe ihm nämlich geschrieben, das wir schon gut drauf sind und der Morchel in ganz schrecklich vermisst. Da seine Frau auf Weihnachtsfeier in Göttingen wer und die Kinder wohl im schalldichten Keller eingesperrt waren bei den Schwiegereltern waren hatte Schmieri also sturmfrei und nutzte das indem er sich ordentlich außer Haus vollaufen lassen will. Da kommt so leicht die Frage auf, was er denn bis Mitternacht gemacht hat. Wie lange hat die Videothek auf?

Helena und Jenny kamen dann recht zeitnah und brachten mich in der Achtung der Anderen weit nach vorne. Wie kommt es das Pitsche so hübsche Frauen kennt? Ganz einfach, man muß nur mit den Freunden der Hübschen befreundet sein und schon ist man bekannt. Oder aber sie haben von meiner außergewöhnlichen Fähigkeit des Biervernichtens gehört und wollten deshalb mit mir befreundet sein. Nein, ich kenne sie halt von diversen Bar-Parties und wir verstehen uns ganz gut. Außerdem trinkt Jenny mit Sicherheit genauso gerne Havana Club wie ich. Das verbindet. Kurz darauf kam Schmierpopel und beteiligte sich erstmal an der Falsche. Jedenfalls half er mit sie aus zutrinken, das finanzielle kam später. Ach ja, Schnitzel, Tobi und der Atze kamen auch noch vorbei. Die Weihnachtsfeier war wohl schon in der Auflösung begriffen. Habe ich schon erwähnt das wir die zweite Flasche am Start hatten? Wir waren ja auch ein paar mehr Trinker geworden.

Wenn einer auffallen muß, dann ist das Schmierpopel. Er machte sich erstmal den Eiswürfelbehälter, der aus einem Maßkrug bestand und machte sich darin seine Mischung. Habe ich schon erwähnt das er einer der häßlichsten Menschen ist den ich je gesehen habe. Vor allem freute er sich wie ein Schneekönig, das er nun das größte Glas hatte. Gut unsere Gläser sahen daneben aus wie ein Fiat Cinquecento (ich verkneife mir jetzt mal Kommentare zur Marke Fiat) neben einem KPz Leopard, aber neidisch war ich deswegen nicht. Denn man versuche mal das Mischungsverhältnis in einem solchen Glas zu behalten. Anhand seines Gesichtsausdruck beim Trinken konnte ich ungefähr feststellen wie sehr im die Mischung misslungen ist. Oder aber er hatte gerade ganz furchtbare Blähungen.

Ich war also mit meinen kleinen Gläsern ganz zufrieden und dank des Schnaps hatte ich auch wieder ein Kommentare in Richtung ”ich und meine große Klappe“ abgegeben. Ende vom Leid war, das Jenny und Helena mich auf die Tanzfläche zogen und ich durfte nun tanzen. Na toll. Da aber nichts schlimmer sein konnte als ein Auftritt als Hühnermann bei einer Jugendfeuerwehrveranstaltung machte ich mir nichts daraus. Ich hatte ja eh genügend Bismarck drin. Doch es sollte noch schlimmer kommen. Helena forderte zum Partnertanz auf. Dabei hatte ich die Durchsage ”Damenwahl“ gar nicht mitbekommen, sonst hätte ich mich flugs auf die Toilette verzogen oder einen gerissenen Schnürsenkel vorgetäuscht. Aber so wurde ich wieder einfach auf die Tanzfläche gezogen. Sehr zur Freude meiner Freunde, die dummerweise auch mein Fotoapparate hatten. Es ist ja nun nicht so das ich nicht tanzen kann, denn das ich das kann hat mir Helena bestätigt. Ich mache es einfach nicht gerne. Ich meine ich kann mir auch ganz gut ins Knie schießen, aber das heißt noch lange nicht das ich das gerne mache, oder das es zu meinen Hobbies gehört.

Nachdem ich dann den sportlichen Teil hinterm ich gebracht hatte konnte ich mich wieder dem trinken widmen. In einer gewissen Art und weise ist das ja auch ein Sport. Zwar eine ganz schön grenzwertiger Sport, aber der Gedanke zählt. Und als ich dann zurück kam war die dritte Falsche Wodka schon zur Hälfte alle. Was war hier passiert, warum verschwindet der Wodka einfach so in der Luft. Oder wurde er gar getrunken. Letzteres trifft wohl am ehesten zu. Und wenn ich mir meine Freunde so ansah, wusste ich wo der Wodka hin gekommen ist. In die Schlünder. Und plötzlich waren sie weg und wir sind schon auf Tabletts umgestiegen. Diesmal suchte ich die Getränke aus und entschied mich für Havana Club und Jim Beam. Sehr gute Wahl. Jedenfalls für mich. Für den Rest weniger, denn die wollten irgendwie weiter Wodka trinken. Pech gehabt. Schmieri, David und Atze hatten uns verlassen und so mußten wir den Rest vernichte. Aber das waren auch nur noch Tobi, Schnitzel und ich. Denn Morchel war megahackestramm und torkelte nur noch umher. Ich danke Gott an dieser Stelle für meinen Fotoapparat. Ich habe zwar die Videofunktion nicht genutzt, aber auf den Bildern kann man wunderbar den geöffneten Hosenstall bewundern. Warum vergisst man sich den Hosenstall zu zu machen, wenn man von der Toilette kommt. Ich meine da muß es doch schon ein Totalausfall der Grobmotorik vorhanden sein.
Wir beschlossen den Abend zu beenden, denn die Uhr zeigte auch schon 0530 Uhr und Morchel versuchte sich im aufrechten Sitzen neben der Tanzfläche, mit geöffneten Hosenstall. Sensationell. Nachdem wir dann ein Taxi vor der Tür geentert haben, brachten wir erstmal Jenny und Helena zu Hause und fuhren dann nach Westerode. Eigentlich war es geplant an der Kirche aus zusteigen, doch eine hell erleuchtete Mehrzweckhalle brachte uns dazu im Chor zu Verlangen beim Bäcker zu halten. Warum, fragt sich hier der gesunde Menschenverstand und ich kann es nicht beantworten. Hatten wir immer noch Lust zu trinken? Kurze, aber ehrliche Antwort: Ich befürchte ja. Ein paar Bier passen ja immer noch rein. Im Innern erwartete uns eine Diskussion auf die ich hier nicht näher eingehen möchte. Denn sie gehört hier nicht hin und wurde unter Einfluß von viel Alkohol geführt. Morchel schlief übrigens den Schlaf der Gerechten im Flur und bekam davon nichts mit. Aber er wurde von seinem Vater noch nach Hause gebracht. Unglaublich was die Stimme des Vaters alles anrichten kann. Ich hätte eine 500kg-Fliegerbombe neben ihm zünden können und Morchel hätte sich nicht bewegt, aber ein Wort von seinem Vater und er stand wie ein Soldat. Man sollte vielleicht die Stimme von Kalle aufnehmen und jedes mal wenn Thomas oder Morchel irgendwo umher liegen und schliefen abspielen. Schneller bekommt man sie nicht nach Hause.

Die Uhr zeigte mittlerweile auch 0630 Uhr als ich mich ins Bett legte. Und ich wusste, das ich einen harten Sonntag vor mir hatte. Ein früher Anruf von Kai sollte mir Recht geben. Mir ging es nicht gut und ich sollte die Überreste des Spanferkels nach Trappertopfinhaltsstoffen durchkämmen. Bei einem schwachen Magen und relativ viel Korn am Vorabend kommt das besonders gut. Ich erspare jetzt hier mal die Beschreibung von erhärten Fett und dem Geruch von kalt gewordenen Spanferkel. Ich gebe nur einen Tip, macht es nicht wenn ihr einen schwachen Magen habt. Nachher ist da mehr Spanferkel, als einem lieb ist.
Aber ansonsten geht es mir wieder gut! Ein Wochenende mit Weihnachtsfeiern und dann ist diese harte Ballerzeit besinnliche Weihnachtszeit auch wieder vorbei.

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