Eigentlich war es nur ein halbes Wochenende…

Die erste Arbeitswoche nach dem Urlaub habe ich einigermaßen gefahrlos hinter mich gebracht. Dafür aber wieder ordentlich Überstunden gemacht. Außerdem half der ganze Streß das ich meine Gedanken nicht die ganze Zeit an die verlorene Nummer verschwende. Über die ärgere ich mich immer noch. Aber will das hier nicht weiter ausweiten, denn das habe ich ja im letzten Eintrag schon zur Genüge getan. Wie kann man aber auch nur so blöd sein? Auf Grund des Stresses und der Frustration (Kann sich wer denken warum?) entschied ich also, das es mal wieder Zeit wird ein paar alkoholische Getränke zu sich zu nehmen. Der Freitag und das anschließende Wochenende passten da genau in meinen Plan.

Zunächst ging wie schon lange nicht mehr zum Sporthaus um dort zu prüfen ob denn irgendetwas Besonderes an lag. Dem war aber leider nicht so. Dafür stand aber schon die Kiste Bier auf dem Tisch. Eigentlich ja etwas auf das man sich verlassen kann. Aber leider mußte ich den Stopper mal ins Gebet nehmen. Als ich nämlich am späten Nachmittag schon mal da war, da stand da gar nichts. Keine Kiste nicht mal ein Sicherungsbier für mich. An so was muß immer gedacht werden. Aber Stopper sagte mir, das ich mir jederzeit den Schlüssel von ihm holen kann und dann kann ich da die Kiste Bier rein stellen. So viel Vertrauen hat mich richtig gerührt und ich mußte mir ein paar Tränen weg blinzeln. Das wäre also geklärt. Aber noch lange nicht das Abendprogramm.

Der Schnitzel wollte mittlerweile in das Feuerwehrhaus eingerückt sein. War er aber dann noch nicht und rief mich an, wann ich denn spätestens dort hin kommen würde. Ich blickte kurz auf mein Bier machte eine komplizierte Überschlagsrechnung und teilte ihm mit das ich in ungefähr 20 Minuten bei ihm sein würde. Leider habe ich nicht mit berücksichtigt, das der Görtler noch ein weiteres Pils trinken wollte. Da konnte ich natürlich nicht nein sagen und hebelte die Kapseln von der Flasche. Ein kurzer Blick auf mein Zeiteisen sagte mir, das es verdammt knapp werden würde. Aber der Görtler war ja motorisiert unterwegs und somit würden wir locker im Zeitplan bleiben. Das Bier wurde fachgerecht entsorgt und ab ging es mit dem Turbo-Beetle zum Feuerwehrhaus. Dort war der Schnitzel noch nicht angekommen, da er ja auch erzählenderweise an der Straße stand. Der Vorteil vom Feuerwehrhaus ist ja der schier unversiegbare Vorrat an gekühlten Bier. Diese wurden dann auch mit Genuß getrunken. Schnitzel stieß dann wenig später auch zu uns. Und es entbrannte eine hitzige Diskussion. Über Brüste. Fragt mich bitte nicht wie wir darauf gekommen sind, aber da waren wir bei dem Thema. Ich möchte an dieser Stelle einmal die Gelegenheit nutzen und etwas klar stellen. Es mag vielleicht dem Leser so vorkommen, das ich bei einer Frau zuerst auf die Brüste gucke oder im Allgemeinen sehr Brust-fixiert bin. Aber das stimmt nicht. Jedenfalls nicht ganz. Keiner kann sagen, das er bei Frauen nicht auf die Brüste guckt, das wäre glatt gelogen und schon in der Bibel steht das man kein falsches Zeugnis ablegen soll. Aber mein erster Blick geht zuerst auf das Gesicht der Frau. Wenn mir das gefällt, dann interessiert der Rest nicht wirklich. Da ist es dann wirklich egal ob sie kleine oder große Brüste hat. Das Gesicht muß mir gefallen. Und wenn es dann soweit ist, dann ist es meistens schon zu spät. Spätestens dann kommt Kollege Nervosität vorbei und übernimmt das Kommando. Selbstbewusstsein und Konversation sind blöde Arschlöcher und verpissen sich schnell wenn Nervosität auf den Plan tritt. Die können sich nämlich nicht auf das Fell gucken. Da Selbstbewusstsein und Konversation aber gerne Problemen aus dem Weg gehen hauen sie schnell ab und setzen sich in eine Ecke wo sie keiner sieht und trinken ein paar Bierchen zusammen. Wie ich sie doch beneide, aber nein ich habe ja ab dann die Nervosität am Hals. Aber ich schweife wieder viel zu weit ab. Wichtig ist hier nur die Kernaussage, das ich bei Frauen zuerst das Gesicht betrachte. Daran entscheidet sich alles.

Gut, die Diskussion lief also weiter und Görtler ist dann auch irgendwann los, da er ein wenig kaputt war. Bleiben noch Schnitzel und ich und das Ziel unserer Reise war schon beim Betreten des Feuerwehrhauses beschlossene Sache. Es sollte in die Werkstatt gehen. Kurze Zeit später bekam dann Schnitzel die Nachricht von Kolben, das er auch noch mitkommen würde. Waren wir also zu dritt. Könnte man schon mal eine Runde Skat spielen. Wenn man es denn könnte. Egal, um sich mental auf die Werkstatt vorzubereiten wurde die Schlagzahl drastisch erhöht. Dabei wurde aber vergessen sich Striche zu machen. Nachdem dann Kolben sich auch in Werkstattstimmung getrunken gebracht hat, wurde dann versucht zu zählen oder zumindestens versucht sich ins Gedächtnis zu holen wie viel Bier man denn konsumiert hat. Ich rechnete in meinem Kopf die ungefähre Menge zusammen, stolperte aber über zwei große Zahlen und vergaßen die Unbekannten die ich schon zu Hause getrunken hatte. Also bildete ich am Ende eine beliebige Quersumme und schrieb mir 6 Bier auf. War bestimmt zu viel, aber es ist ja für die Feuerwehr.

Die Kutsche mußte noch diverse Umwege über die Schatzkammern der Volksbank und der Sparkasse machen, denn die Geldbeutel waren leerer als Kirche, wenn es beim Pfarrfest Freibier gibt. Kurz vor dem Betreten der Werkstatt klingelte dann mein Handy. Der Andre war dran und ich war der Meinung ein leicht lallenden Ton in seiner Stimme zu hören. Er war nämlich gerade bei der Silberhochzeit von seinem Onkel und seiner Tante. Der hat es gut.

Die Werkstatt war um es nett zu umschreiben leer. Nichtsdestotrotz haben Schnitzel und Kolben während meines Gesprächs mit dem Andre schon die Flasche Wodka geordert. Wusste ich auf was ich mich da einlasse? Nicht wirklich. Das Publikum war wie schon gesagt nicht sehr zahlreich und hübsche Mädels suchte man vergebenes. Vielleicht hat sie ja auch der Eberhart alle versteckt oder es gibt noch die Insider-Lounge, wo dann der Teufel los ist, aber in der Werkstatt waren sie wohl alle nicht. Zum Glück hatten wir den Wodka, der half bei den schlimmen Schmerzen. Leider mußte ich dazu wieder Red Bull trinken. Das bedeutete auf jeden Fall das es eine recht kurze Nacht werden würde und vor allem ging die Chance für hochkarätige Kopfschmerzen rapide nach oben. Was solls, runter mit dem Zeug. So ging es dann munter weiter, bis dann plötzlich die erste Flasche dem Ende entgegen blickte. Ich untersuchte den Flaschenboden, ob da nicht irgendwo ein Loch hingekommen ist, aber das Material war fehlerfrei. Davon mal abgesehen, das die Flasche leer war. Nun hat irgendeine teuflische Macht das Kommando in meinem Hirn übernommen und eingewilligt, das wir noch eine zweite Flasche trinken würden. Warum? Warum nur, macht mein Kopf so was? Ist er masochistisch veranlagt? Ich hoffe nicht. Die zweite Flasche Wodka bewirkte vor allem, das mein Erinnerungsvermögen aussetzte. Und alle ein paar Szene vom Abend gelöscht wurden. Vornehmliche von den Werkstattszenen. Diente wahrscheinlich dem Selbstschutz.
Es ist aber auch nicht wirklich was erwähnenswertes passiert. Man hat sich halt über dies und das unterhalten, aber der richtige Moment wo man gesagt hätte ”Jupp, das war jetzt der absolute Oberbringer!“, der kam nicht. Dafür verschwand die zweite Flasche Wodka spurlos in unseren Mägen. Es war nun Zeit für uns die Segel Richtung heimisches Schlafzimmer zu setzen. Das fiel dann aber richtig schwer, da wir alle an Orientierungslosigkeit litten. Vor allem der Kolben. Den Weg nach draußen fand er noch ganz gut, war ja auch alles ausreichend beleuchtet. Das Taxi wurde auch noch bestiegen. Es wurde zwar nicht der kürzeste Weg zwischen Tür und Taxi zurückgelegt, aber man kann ja nicht immer den gleichen Weg gehen, da ja sonst die Pflastersteine immer so ausgelatscht werden und wir wollen doch alle dem Eberhart die Arbeit erleichtern. Kurzer Hand wurde dann beschlossen, das wir noch bei einer nicht näher genannten amerikanischen Fressbude hielten. Kolben schien dort öfter zu sein, denn er nahm an, das er schon zu Hause ist, bedankte sich für das Mitnehmen und stieg aus. Wir mußten ihm Schläge androhen intensive Überzeugungsarbeit leisten, damit Kolben wieder einstieg. Hach ja, was haben wir gelacht. Da ja sein Zuhause auf meinem Rückweg liegt habe ich ihn dann aber noch sicher dorthin geleitet und bin dann schnellen Schrittes und nur mit minimalen Umwegen in meine Richtung gegangen.

Das muß ich jetzt mal annehmen, da ich in meinem Bett aufgewacht bin. Da ich fror stellte ich fest, das ich nichts an hatte und mein Decke verschwunden war. Meine Klamotten schienen von meinem Körper geplatzt zu sein. Oder aber ich habe sie ordentlich zusammen gelegt und ein hinterhältiger Spitzbube hat eine Handgranate auf meinen Kleiderstapel geschmissen. Die hat dann meine Klamotten in weitest möglichen Radius in meinem Schlafzimmer verteilt und sämtliche Taschen meiner Hose entleert. Leider tauchte die schmerzhaft vermisste Telefonnummer dabei nicht auf. Der Rest des Samstags wurde vornehmlich mit rumpimmmmmeln verbracht. Die Anzahl der m’s gibt die Länge des rumpimmelns an. Etwas produktives hätte ich auch nicht wirklich zu Stande gebracht. Ich mußte zwar noch eine Zapfapparatur zu Friede bringen, aber das war es dann auch schon. Eigentlich hatte ich geplant einen kurzen Einkauf zu machen, aber allein bei der Vorstellung mich mit den ganzen Hammerkranken, die am Samstag ihren Wocheneinkauf machen in einen Supermarkt eingesperrt zu sein, bauten sich in meinem Inneren unerklärlich große Aggressionen auf. Ich ließ es lieber, bevor ich noch meine Einträge durch massive Gitterstäbe der Welt zur Verfügung stelle. Massenmord ist nichts mit dem Späßchen treiben sollte. Es sei denn man hat vorher eine Flasche Korn in seinen Magen extrahiert, dann kann man auf Unzurechnungsfähig plädieren.
Abends verabredete ich mich zunächst mit dem Schnitzel. Mal wieder im Feuerwehrhaus, denn man soll ja immer an den Ort des Geschehens zurückkehren. Oder lieber nicht. Egal, das muß ich wohl nochmal genauer nachlesen. Dort warteten wir dann auf den Ingo, der sich noch bei einem Geburtstag amüsierte. Kurz bevor ich den Weg Richtung Feuerwehrhaus einschlug schlief ich kurzzeitig auf dem heimischen Sofa ein. Das Aufraffen verschlang einen Großteil meiner Reserven und mein Körper dankte es mir mit einem Anflug von Kopfschmerzen. Warum nur? Und warum kurz bevor man durchstarten will in das Paradies der hübschen Frauen? Richtig es sollte ins Glashaus gehen. Im Feuerwehrhaus angekommen warteten dann schon der Schnitzel und der Porno auf mich. Nun gut, Warten ist mal schnell dahin gesagt, sie saßen herum und tranken Bier und Biermixgetränke. Um meine Kopfschmerzen ein wenig loszuwerden trank ich auch erstmal ein Bier, aber die erhoffte Wirkung brachte es nicht so recht. Auch die noch folgenden drei weiteren Biere brachten nicht die Erlösung. Und ich wurde immer müder. Ich spielte schon ernsthaft mit dem Gedanken wieder den Heimweg anzutreten und das Glashaus sausen zu lassen. Doch mein Überlebenswille war stark und ich kämpfte mich durch. Als dann der Ingo endlich kam und wir dann los fuhren wurde die Müdigkeit schon bedeutend weniger. Und die Kopfschmerzen wurden in den hinteren Teil meines Gehirns geschoben. Da habe ich so viel Platz, da passt noch eine Menge hin.

Eine abenteuerliche Fahrt durch die Wildnis der Republik später und wir waren vorm Glashaus. Dort war es proppenvoll und wir mußten uns in eine dunkle Ecke am Rande des Bärenparks verdrücken. Ich hoffe die Bären sind noch nicht in der Lage Golf IV kurz zu schließen. Das gibt nämlich immer eine Sauerei, wenn die Viecher damit umher fahren. Nicht nur treten sie sich nicht die Füße ab, sondern lassen den ganzen McDonalds Müll im Fußraum herumliegen. Auf dem Weg vom Parkplatz zum Glashaus waren Müdigkeit und Kopfschmerzen komplett verschwunden. Ich vermute mal, das sie von Feierlaune und Blick für hübsche Frauen einen Knüppel über den Kopf gezogen bekommen haben und weg gesperrt wurden. Auf dem Parkplatz konnten nämlich schon wieder Eindrücke gesammelt werden, die die Vorfreude für den Abend nach oben schraubte. Ich hoffte nur, daß das Glashaus halten konnte was der Parkplatz versprach. Und es konnte. Selbst nachdem wir unsere Verzehrkarte erhalten haben, wurde der Schnittendefizit vom Freitag Abend sofort wieder weggemacht. Dort standen auf engstem Raum hübsche Frauen herum und wir mußten uns durchdrängen. Gott sei Dank habe ich schon mal Eishockey gespielt und konnte mich so mit drei – vier platzierten Bodychecks und einem gemeinen Crosscheck an ihnen vorbei drücken. Gewisser Körperkontakt bleib dabei nicht aus. Der Schiri hat aber nichts gesehen und somit gab es keine 2 Minuten. Unser Weg führte uns zunächst in den Krengeljäger. Vorbei an meiner Lieblingstheke und mein Herz machte einen Freudensprung. Meine Lieblingsbedienung war wieder da. Ich teilte den anderen Beiden gleich mit, das ich mich mit Getränken versorgen mußte, da ich Angst hatte innerlich auszutrockenen. Schnitzel wollte das gleiche tun, begab sich aber dazu an eine andere Theke, da dies hier die Havana Club Theke war. Allein dieser Umstand machte mich schon sehr glücklich. Ingo traf noch einen alten Bekannten mit dem er sich unterhielt und ich machte mich sofort daran gegen den Getränkenotstand etwas zu tun. Böse Worte meiner Leber spornten mich zusätzlich an. Ich spannte also die Gesichtsmuskeln an die für ein Lächeln verantwortlich waren und hoffte das es einigermaßen fröhlich aussah. Anscheinend schon, denn ich bekam ein Lächeln zurück Von der hübschesten Bedienung im ganzen Glashaus. Und sie schien mich auch zu erkennen, denn sie machte mir einen Doppelten Havana. Ich glaube hier kann man wirklich von Symphatiebekundung sprechen. Mit solchen kleinen Aktionen hat sie sich einen Platz in meinem Herzen gesichert.

So machte der Abend richtig Spaß. Doch nun kam die Zeit des Rumstehens. Schnitzel war irgendwie verschollen. Er sagte zwar das er sich Jim Beam holen wollte, aber das dauerte unnatürlich lange. Gut, ich war auch nicht der Schnellste mit meiner Mischung, aber das hatte andere gut aussehende Gründe. Ingo war noch im Gespräch vertieft und ich stand dann mal alleine im Krengeljäger rum. Plötzlich stieß etwas mit einem krachenden Tritt eine Tür in meinem Kopf auf. Nervosität war wieder da und wie es aussah war er schlecht gelaunt. Es folgte nun was folgen muß . Da ich keinen hatte mit dem ich mich austauschen konnte blickte ich in der Gegend rum. Der Umstand das 60% hübsche Frauen und 15% sehr hübsche Frauen plötzlich um mich herum standen machte alles nicht besser. Ich trank, guckte herum erhaschte den einen oder anderen Blick und wartete darauf das die Anderen mal wieder zu mir stießen. Ingo war immer noch im Gespräch vertieft und ließ mich alleine hier im Schützengraben an der Schnittenfront. Schnitzel war ”Missing in action“, bei der Getränkesafari. Was tun außer dämlich seine Hände in die Taschen zu stecken und die unglaublich leckere Havana-Mischung zu trinken bevor die schwitzigen Hände sie in eine süße Suppe verwandelten. Doch kam ein Lichtstrahl durch die Menge. Kathrin, Heike und noch eine Freundin waren auch im Glashaus und steuerte direkt auf mich zu. Jetzt konnte es nur noch gut werden. Drei sehr hübsche Frauen gesellten sich zu mir und redeten sogar mit mir. Nach einer kurzen Begrüßung mußte ich Kathrin erstmal von meiner idiotischen Telefonnummer-verlier-Aktion berichten. Sie verlangte es so. Und ehe man sich versah waren auf einmal der Ingo und der Schnitzel wieder da. Aha, da wird man erstmal vor geschickt und dann kommt die Nachhut und der Spähtrupp zurück, wenn man eine solide Basis errichtet hat. Kathrin, Heike und die unbekannte Freundin zogen erstmal weiter und wir genossen dann also die Aussicht.

Und was das für eine Aussicht war. Hübsche Frauen wohin man blickte. Die ganze Zeit mußte man aufpassen, das man den Boden nicht mit einer schleimigen Substanz überzog. Ein ähnlichen Zustand bekommt man hin, wenn man nach einer Betäubung beim Zahnarzt versucht ”Das Lied von der Glocke“ von Schiller vorzutragen. Handtücher sind hier sehr von Vorteil. Man gut das ich meinen Flüssigkeitshaushalt immer mit genügend Havana Mixgetränken aufrecht erhalten konnte. Wohin man auch blickte waren hübsche Frauen zu sehen. Und das beste war, das sie in der Überzahl waren. Wir hatten einen harten Kampf vor uns, aber wir würden nicht aufgeben, bis der letzte fällt. Bis zum letzten Atemzug! Das kommt nun wahrlich nicht oft vor und wir waren sehr dankbar. Ich sah so manchen ein Stoßgebet in den Himmel schicken als er das Glashaus betrat. Nun war ich wieder sicher, das Gott ein Mann ist!

Da es dem Ingo schnell langweilig im Krengeljäger wurde zogen wir nach kurzer Zeit weiter in die Arena. Und hier war wohl der Zeitpunkt an dem einige meiner Sinnesorgane die Funktion versagten. Was hier an hübschen Frauen herum lief war unschlagbar. Wo man auch hin guckte fielen einem unglaublich schöne Frauen ins Auge. Allerdings war hier der Spackenfaktor nicht zu verachten. Es ist schon toll wie manche sich trauen herum zu laufen. Ganz besonders gefallen mir die Frisuren an denen die Seien wegrasiert wurden und dann in die auf das nur noch spärlich vorhanden Haupthaar an den Seiten ein Muster rein rasiert wurde. Ich bin ja immer recht aufgeschlossen, was neue Sachen angeht. Ich muß sie nicht mitmachen, aber ich habe auch nichts dagegen wenn andere so rum laufen. Wenn zum Beispiel im nächsten Frühjahr die Modebranche beschließt, das die Frau von heute nur noch durchsichtige Oberteile und Hot Pants oder einen Minirock trägt, dann bin ich bestimmt der Letzte der sich darüber aufregen wird. Aber solche Frisurschnitzereien sehen ja nun absolut schrecklich aus. Ist das dann für die Leute die zu feige sind sich ein Tattoo auf die Kopfhaut zu stechen?

Auch hier trat dann wieder das Phänomen des akuten Flüssigkeitsverlustes durch offenen Mund auf, der schnellstens an der nächsten Theke behoben wurde. Man durfte kaum auf die Gogo’s gucken, da man da schon ganz wuschig wurde. Hat man dann aber seinen Blick auf die Tanzfläche geworfen wurde man genauso wuschig, weil sich dort auch die heißen Schnallen tummelten. Drehte man sich nun um, um sich nicht mehr selber zu quälen, sah man die Frauen im Spiegel oder über all um einen rum. Nun gut, wir genoßen die gesamte Aussicht für eine Weile und ich vermute mal, das jeder eine geheime Rangliste aufgestellt hat. Meine ging glaube ich von Platz 100 los. Doch so viel Sinnesüberreizung hält kein normaler Mensch länger aus. Und vor allem mußte ich ja an den Ingo denken. Der mußte fahren und konnte sich nicht mal in den Alkohol flüchten. Nun mag der Eine oder Andere sagen, das man sich ja auch nicht in den Alkohol flüchten muß, sondern man kann ja auch mal die Initiative ergreifen und ein oder zwei Frauen ansprechen. Den Satz laß ich jetzt erstmal wirken. Man muß sich mal klar machen welchen blog man hier gerade liest. Ebens. Mein Zeitfenster Frauen anzusprechen ist sehr kleine, wenn nicht nur mit dem Mikroskop sichtbar. Meistens liegt es innerhalb einer Mischung und zu dem Zeitpunkt war ich definitiv nicht dazu bereit. Außerdem war Kollege Nervosität noch immer da und da geht das schon mal gar nicht.

Wir entschieden uns, den Weg weiter zu gehen und landeten im Tempel. War nun nicht ganz so meine Musik und vor allem war alles voll mit Menschen. Die Menschen waren zwar überwiegend weiblich, aber das machte die Musik nicht besser. Dennoch ergatterten wir einen guten Platz mit einer hohen Schnittenfluktuation. Ich muß immer wieder betonen, das wir eine sehr gute Platzwahl hatten. Doch die Musik ermüdete schnell und außerdem war mein Getränk schon zur Neige gegangen. Auf dem Rückweg zum Krengeljäger machte ich also nochmal einen kurzen Halt bei meiner Lieblingsbedienung. Das mit dem Lächeln klappt schon recht gut. Denn sie weiß nun schon was ich haben will und wie ich es haben will. Also getränketechnisch, nicht das hier falsche Vermutung aufkommen. Zurück im Krengel hatten wir die gewohnte sehr gute Aussicht. Auf einem etwas höher gelegenen Podest neben uns ging gerade eine junge Dame extrem zu diversen Liedern ab. Meistens kann man aus dem Tanzstil oder aus den Liedern zu denen getanzt wird einigermaßen den Musikgeschmack ableiten. Aber die junge Frau tanzte zu allem. Und zu allem extrem beweglich. Ich wundere mich immer wieder wie reißfest die modernen Stoffe sind und vor allem wie sie alles an ihrem Platz halten. Gut für sie, schlecht für uns.

Doch der frühe morgen kam immer näher und so langsam lichteten sich die Reihen im Krengeljäger, also beschlossen wir noch einmal in die Arena zu gucken. Natürlich nicht ohne eine weitere Runde von mir an meiner Lieblingstheke. Die Getränke locken mich hier her, aber die nette Bedienung schafft es das ich immer wieder komme. Wie gerne würde ich ihr sagen, wie sehr ich es schätze, das sie mir meine Mischungen macht. Aber das ist vielleicht zu aufdringlich und ich möchte das was wir haben nicht durch plumbe Worte zerstören. Und Havana auf die Faust schmeckt auch ganz gut. In der Arena hat der Schnittenanteil marginal abgenommen. Dafür wurden jetzt die scharfen Gogo-Geschosse aufgefahren. Leicht bekleidet und extrem heiß. Ich weiß gar nicht ob Lederriemen auch als Bekleidung zählen? Wir sicherten uns einen recht zentral gelegenen Stehtisch und wurden erschlagen von den Eindrücken die uns umgaben. Ein paar Mega-Schicksen bewegten sich rhythmisch in unserem hinteren Bereich. Die Klamotten die sie an hatten waren recht kurz und erst recht eng. Sie konnten sie tragen, keine Frage, aber ich wusste beim ersten hin gucken, das die Zwei nun nicht meinem Niveau entsprachen. Ja, ich weiß, man sollte ohne Vorurteile leben, aber bei denen stand es quasi auf der Stirn geschrieben: ”Willst Du bei uns landen, dann zeig erstmal Deinen Kontoauszug her!“. Allein vom Aussehen hätte ich keine Chance gehabt und um ehrlich zu sein, wollte ich bei denen keine Chance haben. Wie gesagt, sie sahen mir schon zu Oberflächlich aus. Ich denke ich habe schon einen guten Geschmack was Frauen angeht. Zumal ich mir ja eh immer die aus gucke, mit denen nie was werden wird. Sieht man ja an meiner bisherigen Erfolgsstory.

So langsam kam die Zeit das wir aufbrechen mußten. Und ich war auch froh. Nach dem Gedächtniskomplettausfall war ich froh, das ich noch einigermaßen Nüchtern war und das es nach Hause ging. Schließlich mußte ich am Sonntag nach Seesen fahren um die Leistungsspangen-Gruppe abzumelden und in Bergen anzumelden. Auf der Rückfahrt nahmen wir noch einen ehemaligen Praktikanten von Ingo und seine Freundin mit und dann ging es nach Hause. Ich freute mich auf mein Bett, denn ich war echt kaputt.

Pünktlich um 0900 Uhr reif mich der Schnitzel an und sagte das er mitkommen würde nach Seesen. Nachdem wir dann ausgiebig bei McDonalds gefrühstückt haben sind wir dann nach Seesen gefahren. Mit dem Feuerwehrbock, Höchstgeschwindigkeit 125 km/h, mit eingesetztem Gehörschutz. Haben die Gruppe abgemeldet und sind wieder nach Hause gefahren. Zeitansatz 2h. Herrlich diese Zeitdiebe. Im Anschluß haben wir dann noch Holger im Feuerwehrhaus getroffen. Er sagte zwar das er gerade auf dem Weg nach Duderstadt war, aber ich glaube er hat auf uns gewartet. Um uns dann zu zwei Pils zu überreden. Die waren aber auch lecker!

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: