Die Akte Porno

Dieses Wochenende sollte eigentlich im Schatten stehen von Sommerparties, Überlandfahrten und 30. Geburtstagen. Tat es aber irgendwie nicht. Lustig war es dennoch. Das Wochenende kam mir gerade recht zwischen die Finger, denn diese erste Woche meines Urlaubs hat mich ganz schön geschlaucht. Ein nicht minder wichtiger Termin gleich zu Beginn und dann standen lästige Hausarbeiten an. Aber ich habe es geschafft. Nachdem ich, bewaffnet mit Gräpe und Schaufel, meinen Schreibtisch aufgeräumt hatte, bin ich dann auch endlich mal dazu gekommen meine Steuererklärung zu machen. Wie man sieht war ich voll ausgelastet während dieser ganzen Zeit. Ach ja, nicht zu vergessen, das ich auch noch eine schöne Erkältung hatte, besser gesagt noch habe. Dieser widerliche Schleim in den Nasennebenhöhlen ist echt fies! Ich will hier aber nicht mit Einzelheiten, den Brechreiz auslösen.

Nachdem ich dann Freitag den Großteil des Tages rumgepimmelt hart gearbeitet habe, ging es dann am Abend zur KCW Sommerparty. Geplant war es ja ganz anders. Ich wollte ja eigentlich um 1800 Uhr schon am Schützenhaus sein, damit ich vorher noch ein wenig meinem Hobby, dem Sportschießen frönen konnte. Wem will ich was vormachen. Ich will endlich ein bisschen Gebammele an meine Jacke haben und dazu muß ich dann halt wasweißichwieviel Ringe schießen und damit muß ich halt irgendwann anfangen. Außerdem wollte ich Martin eine CD vorbei bringen, die ich ihm seit Schützenfest versprochen hatte. Ist ja auch erst vier Monate her. Dann wurde ich aber in diverse Gespräche verstrickt und mußte unfreiwillig noch diverse Sachen beim Sporthaus abliefern. So kam ich dann erst gegen 1840 Uhr am Schützenhaus an und hatte schon damit abgeschlossen, das ich noch schießen werde, denn die Sommerparty vom KCW sollte ja schon um 1900 Uhr los gehen. Nicht auszudenken, wenn ich zu spät kommen würde und Porno die ersten Bier schon weggepumpt hätte. Also wollte ich wenigstens Martin die CD geben. Ha, aber Martin war nicht da und schießen wollte ich dann auch nicht, hörte ich schon das ferne Ploppen der Kronkorken. Der Weg führte mich dann am sehr fischig reichenden Angelteich vorbei und ich malte mir schon aus, wie es denn wäre, wenn man dort rein geschmissen würde. Man könnte sofort eine neue Stelle auf einem Fischkutter annehmen. Als Geruch.

Ich bog um die Ecke des letzten Busches und was meine Augen dort entdeckten, war keine wirkliche Überraschung für mich. Porno saß an einer Bierzeltgarnitur, Kai Hawai machte den Grill an und Böning flitze durch die Gegend um letzte Vorbereitungen zu machen. Wie nicht anders zu erwarten war Porno auch der Einzige der schon eine geöffnete Kanne vor sich stehen hatte. Das konnte ich ihm aber nicht antun und öffnete mir eine selbige und gesellte mich zu ihm. Was dann an wirrem Zeug gesprochen wurde, kann ich hier nicht mehr wieder geben. Auf jeden Fall war es lustig. Da Kai und Porno mittlerweile schon extremen Hunger entwickelt hatten, war Kai schon drauf und dran den Grill betriebsbereit zu haben. Porno konnte auch nur mit extremere Gewalt zurück gehalten werden, sonst hätte er die erste Packung Steaks mitsamt der Plastikfolie verdrückt. Er weinte ein wenig doch das war schnell vorbei, als er sich dann das erste Steakbrötchen in die Öffnung drückte, die bei normalen Menschen als Mund bezeichnet wird. Weitere Brötchen und Biere sollten folgen. Da ich mir dummerweise zu Hause schon eine große Portion Salat zugeführt hatte, mußte ich noch warten, bis mein Verdauungstrakt den Magen wieder für feste Nahrung frei gegeben hat. Fragt mich nicht wer mich was mich geritten hat, das ich Salat vor einer Grillfeier gegessen habe, aber ich habe so mein Gewissen in Verdacht, das es mir vorgegaukelt hat, das ich dann doch etwas wenig stopfendes Essen sollte. Es könnte ja sein, das auf diese Weise mehr Bier rein passte. Ich ließ es einfach mal auf einen Versuch ankommen. Versuch macht ja bekanntlich kluch!

Nach und nach trödelten dann die restlichen Teilnehmer der Sommerparty ein und wir versammelten die Runde um den Grill, weil es da so schön warm war. Die 30°C im Schatten waren ja nicht ausreichend genug. Außerdem konnten wir so den Kai besser beim Grillen mit Gegenständen bewerfen beobachten. Ich saß gerade in der Bundeswehrecke. Keile-Günther und ich bombardierten Beule mit Bundeswehrtips, da er gerade zu den Panzer Pionieren eingezogen wurde. Arme Sau! Ich meine, als Grenadier meint man schon man ist scheiße dran, aber als Pio ist man glaube ich noch scheißiger dran. Eigentlich ist es auch egal was man macht, beim Herr ist man immer der Gefickte. Irgendwann kam dann auch der Gesichtsesser aus dem Natheplan Schmierpopel um die Ecke und ich wusste, das diese Party schnell an Niveau verlieren konnte, wenn wir nicht aufpassen würden.

Da ich aber gerne dabei bin, wenn das Niveau schneller weg bricht, als das Packeis, bei der Sommerschmelz, machte ich einen schnelle Standortwechsel in Kombination mit einer Getränkeaufstockung. Natürlich nicht nur für mich, sondern auch für 5 weiter beliebige Personen. Menschen die mit Bier um die Ecke kommen, sind ja immer gern gesehen. Sagt ja schon das alte Sprichwort: ”Bringst Du Bier mit, bist Du immer gern gesehen.“ Oder so ähnlich. Ich setzte mich jedenfalls neben den Schmierigen und horchte ihn erstmal über die Pläne für den kommenden Samstag aus. Dort findet ja die Elferratssommerparty statt. Gerüchteweise wird schon behauptet, das Schmierpopel schon einen Architekten beauftragt hat, einen Entwurf für eine neue Residenz vorzulegen. Denn es wird nicht mehr viel über bleiben von der Casa de Popel. Exklusiv-Berichte gibt es natürlich hier. Ich bin am überlegen, ob es nicht besser wäre für die nächste Woche ein Geräuschprotokoll anzulegen. Ich muß mich unbedingt mal mit dem BND in Verbindung setzen. Die hören die Popel-Hotline bestimmt eh ab. Schmieri erläuterte mir zunächst die Pläne und rief bei mir zum ersten Mal totales Unverständnis auf. Was ich da hörte überstieg meine Vorstellung. Sollte das wirklich alles zu von Statten gehen, dann prophezeie ich, das mindestens ein Elferratsmitglied noch an dem Samstag in das Krankenhaus mit einer komplizierten Oberschenkelhalsfraktur eingeliefert werden. Wenn ich mich ganz weit aus dem Fenster lehne, dann werde ich das sein. Ich habe Angst!

Dummerweise blieb ich noch ein wenig neben Schmierpopel sitzen. Und dann kam, wie aus dem Nichts, der Vollmer mit einer Runde Schnaps vorbei. Halt, kleiner Verschreiber, es sollte nicht Schnaps heißen sondern Brechmittel Löwentor. Der erste, der dritte und der dreiunddreißigste sind ja bekanntlich die Schlimmsten. Bei mir kommt dann noch erschwerend hinzu, das die zwischen den oben erwähnten genauso schlimm sind. Aber einer muß wohl immer rein gehen. Es gab das volle Fratzenprogramm. Ich bin ja nur froh, das niemand von mir ein Foto gemacht hat, denn dann könnte ich wohl noch auf Schadensersatz verklagt werden. Das weiter Programm bestand dann aus süßen Schnäpsen. Nicht unbedingt besser, aber die Fratzen blieben da wo sie hingehörten. Warum weiß hier keiner einen guten Korn zu schätzen. Aber ich war dankbar, das ich dann doch noch meine Postionen neben dem Schmierpopel behalten habe. Obwohl das ja sonst nicht zu empfehlen ist. So wurde ich wenigstens Zeuge eine brandneuen Folge ”Grobmotoriker at work“. Schmieri versuchte eine Flasche Babalou mit den Zähnen auf zumachen und suppte sich dabei den halben Inhalt auf sein Hemd. Irgendwie sollte das ja klar sein, aber die Schwerkraft wird wahrscheinlich erst nächste Woche durch genommen. Kurze Zeit später brach er dann auf nach Hause. Er gab vor am nächsten Tag arbeiten zu müssen, aber Arbeit darf man das beim besten Willen nicht nennen, was er da so in seiner Werkstatt macht. Außerdem bekam er vorher noch zwei SMS von Schnuffi und verabschiedete sich mit dem Hinweis, das er jetzt noch zwei Stunden hart arbeiten mußte. Von unserer Seite gab es nur großes Gelächter.

Eigentlich wollte ich mich ja ein wenig zum Felkl setzen und mit dem ein wenig scheiße labern, aber er wurde nun schon von zwei Seiten mit Fußballthemen konfrontiert und schien sich in der Diskussionsrunde sehr wohl zu fühlen. Ich hatte darauf aber keinen Bock und bleib also auf meinem Platz. So konnte mich dann der Porno auch ausfragen, was denn für seinen Geburtstag geplant sei und ob wirklich ein Men-Stripper mit dem Namen Herkules kommen würde. Ich spielte den Unwissenden, der ich auch war, und streute etwas hochexplosives Pulver in das Feuer der Neugierde in dem ich sagte, das ich ihm nur eine Flasche schenken würde, aber von Philip wusste, das er seine Stripper-Kontakte-Netzwerk in der letzten Woche auf das intensivste genutzt hätte. Das Gesicht von Porno sprach Bände. Oder aber er war schon wieder stramm und konnte seine Gesichtsmuskeln nicht mehr kontrollieren. Ich glaube es war ein bisschen was von Beidem.

Der Abend war weit fortgeschritten und somit auch der Konsum des Löwentor. Und ich komm langsam auf den Verdacht, das auch im Löwentor rezeptpflichtige Kräuter beigemischt werden. Denn manche der Anwesenden redeten bereits von wirrem Zeug in fremden Zungen. Sehr erschreckend. Jensi versuchte mir etwas zu sagen und da er des Hochdeutschen nicht mehr mächtig war und ich Schwierigkeiten bei seinem Dialekt des Lalle hatte, versuchte er es auf englisch. Das ging komischerweise, nur machte nicht wirklich Sinn, denn er ”liebte mich ganz hart mit dem Hintern seines Herzens“. Ein sehr nettes Kompliment. Philip wiederum hielt eine SMS Konversation mit ein paar heißen Weibern jungen Damen aufrecht und wollte sie noch zur Party locken, damit wir nicht in den Verruf kommen der gleichgeschlechtlichen Liebe nicht abgetan zu sein. Im Allgemeinen wurde der Vorschlag begrüßt, jedoch nicht von seinem Bruder Kai. Der ging schneller in die Luft als eine startende Ariane-Rakete. Mit Panik in den Augen schrie er in die Runde, das festgelegt wurde, das die Party ohne Frauen statt findet und das könnten wir nicht einfach umwerfen, das ginge nicht. Danach blickte er nervös umher wie ein Hase, der von Füchsen in eine Ecke getrieben worden ist. Ich glaube, ich sollte mal mit Wiebke sprechen, wobei ich gar nicht glaube, das Wiebke ihm so was verbieten würde. Er denkt es vielleicht nur. Philip lachte Kai erstmal aus achtete natürlich auf Kai’s Einwand und lud die Damen nicht ein.
Während der gleichen Zeit unterhielt ich eine Konversation per Mobilfunkgerät mit Kathrin, die auch fragte ob sie und ein paar andere Mädels noch vorbei kommen könnten. Aber nach diesem Ausbruch hielt ich es für keine gute Idee und sagte ab. Was jetzt der ganzen Situation besondere Ironie verleiht, war das Kai kurz nach dieser Aktion die Segel strich und nach Hause fuhr. Aber den anderen den Spaß an ein paar weiblichen Wesen verderben. Da saßen wir nun und starrten nach einer wiederholten Grillsession auf das runter brennende Lagerfeuer. Was macht man derart angetrunken? Genau man kommt auf die Idee, doch noch in der Werkstatt vorbei zu gucken. Mittlerweile hatte ich dann auch mit Kathrin geklärt, das es noch OK wäre wenn sie noch vorbei kommen würde. Also warteten wir noch ein wenig. Unsere Gruppe ist natürlich schon arg zusammen geschrumpft. Felkl ist dann auch schon nach Hause gewankt, weil er erst die Idee der Werkstatt in die Mitte geworfen hat, aber dann in einem inneren Zwiegespräch festgestellt hat, das er zu müde und zu voll ist. Nun gut, bleiben halt noch Görtler, Böning, Vollmer und ich. Und wir beschlossen dann auch nicht mehr in die Werkstatt zu gehen. Ich schrieb Kathrin das sie nicht mehr runter kommen braucte und wir wollten so langsam die Zelte abbrechen. Betonung liegt hier auf wollten. Denn so einfach ging das nicht.

Vollmer wollte einfach nicht los und genehmigte sich noch eine Absacker-Kanne. Dann fing er an aufzuräumen. Zuerst flog der Schwenkgrill durch die Gegend. Dann hatte er aber Platz sich neben mich hin zu setzen. Das war jedenfalls der Plan. Da aber Bierbänke keine Lehne haben fiel er rückwärts von der Bank und beschuldigte mich ihn geschubst zu haben. Genau, man fällt hin und beschuldigt dann einfach Jemanden. Immer ein guter Plan. Dann nahm er eine Kiste Bier zur Hand und sammelte tatsächlich die leeren Flaschen ein. Das Feuer wurde mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln gelöscht und wir wollten los. Doch so ganz war Florian mit dem Zustand den Party-Platzes nicht einverstanden. Die Bänke schienen noch nicht richtig zu liegen und flogen erstmal durch die Luft, dann wurde sämtliches Altglas, ob Pfand oder nicht, in die Feuerstelle geworfen. Bis er dann von Patrick überzeugt werden konnte das es so ordentlich genug sei. Der Rest des Weges konnte dann ohne größere Zwischenfälle hinter uns gebracht werden. Von einigen Schubsaktionen mal abgesehen.

Als ich dann auf meine Uhr guckte und sah das es 0213 Uhr war, als ich in das Reich der Träume abgleiten wollte, wagte ich es kaum zu glauben. Ich war nicht mal richtig stramm. Soll bedeuten, mein Gedächtnis funktionierte noch einwandfrei. Ergo sollte es auch keinen Kater am Folgemorgen geben.

Der blieb auch wahrlich aus und wäre sicherlich hinderlich für meine Pläne am Samstag gewesen. Ich hatte ja eigentlich vor nach Leipzig zu fahren, da dort der kleine Mann seinen 30. Geburtstag feiern wollte. Aber durch familiäre Probleme mußte die Festivität abgesagt werden. So eröffnete mir dann der Samstag die Möglichkeit zu Pornos 18. Geburtstag zu gehen. Der allgemeine Tenor, den ich am Vorabend gehört habe, war das man Porno richtig schädigen wollte. Da bin ich doch gerne dabei. Vorweg kann ich ja noch eine kleine Geschichte zum Besten geben. Die gute Hüfte rief mich an und wollte wissen, ob ich noch Fotos von Porno hätte, auf denen er stramm ist. Ich mußte sie verbessern, da ich nur Fotos habe, auf denen er stramm ist. Ich versprach ihr sie ihr per mail zu zu schicken. Gesagt getan. Den Abend setzte ich mich noch hin und suchte ein paar Strammsack-Fotos von Porno raus und schickte sie Hüfte. Die mail wurde mit ”Porno-Fotos“ tituliert. Um sicher zu gehen, das Hüfte die Bilder auch bekommt, habe ich sie an ihren gmx-Account geschickt und an die e-mail-Adresse in ihrer Firma. Bisher ist ja alles noch recht unlustig, aber der Humor der Situation eröffnete sich mir auch erst 10 Minuten nach dem ich die mail abgeschickt habe. Ich bekam eine mail von Hüfte zurück, das sie erst wieder am Montag im Büro ist und die mail an eine andere Dame weiter geleitet wurde. In dem Moment konnte ich mir ein gewisses Grinsen nicht verkneifen. Nun hat also eine Kollegin, wenn nicht sogar Chefin von Hüfte eine mail von mir bekommen, die als Überschrift ”Porno-Fotos“ hatte und Strammsack-Fotos von Porno beinhaltet. Ich würde ja Hüfte gerne am Montag mit zur Arbeit begleiten um dem Gespräch beizuwohnen.

Nach kurzen Telefongesprächen mit Schnitzel, in den ich übrigens wieder auf übelstes beschimpft wurde, trafen wir uns dann gegen 2000 Uhr bei Kellner. Der Weg war lang und beschwerlich zum Tennishaus und deswegen gab es nur eine kurze Begrüßung der Anwesenden. Es fehlte mir auch vollkommen der Speichel als mehr als drei Worte zu formulieren. Ein kurzes Tischklopfen, verbunden mit den Worten ”Ich mach mal so!“ und die Geschichte war also auch schon erledigt. Porno schien ein wenig Angst zu haben sich zu seinen Verwandten zu setzen, denn er hielt sich krampfhaft an dem Stehtisch fest. Er schien im Allgemeinen sehr nervös zu sein. Wusste er denn schon was ihn erwartet. Naja, besser gesagt wird er ja schon seit einem Monat von den Anderen aufgezogen, was denn alles an seinem 18. Geburtstag geschehen wird. Allen voran die Aussichten auf einen Menstripper mit dem Namen ”Black Hammer“, der Name ist übrigens Programm. Habe ich gehört. Also, da wäre ich auch nervös. Aber ich schweife schon wieder ab. Wir waren ja bei einem Getränkenotstand. Der wurde nämlich fachmännisch und sehr fix von Pornos Schwester Ramona beseitigt. Die hatte Porno nämlich kurzer Hand verpflichtet um die Gäste mit Flüssignahrung zu versorgen. Aber wenn er meint, das sie so keine Gelegenheit finden würde sich zu amüsieren und vor allem, die neusten Geschichten von ihm zu hören, dann hat er sich aber gehörig geschnitten. Aber sie machte ihre Arbeit hervorragend. Und zwar so gut, das sie mich schon nach dem zweiten Bier fragte, ob ich eine Mischung wollte. Sah ich so verzweifelt aus? Ich bedankte mich für ihr Fürsorge und meinte, das ich dann doch vorerst beim Bier bleibe, aber später gerne auf ihr Angebot zurück kommen würde.

Der Tisch an dem ich stand war auch immer sehr gefährlich überladen von Biergläsern aller Art. Volle, leere, mit bunten Aufdrucken, ohne bunte Aufdrucke und viele mehr. Allerdings überwiegte der Aggregatzustand voll. Daran ließ sich aber arbeiten. Und so wurde ein Bier nach dem anderen in den Schlund gekippt. Der Schlund hingegen fand das hervorragend. Und man gewann Zeit sich mal ein wenig um zugucken. Und der Blick fiel gleich auf zwei sehr bekannte Gesichter. Eins gehörte Schmierpopel, der sich heute keineswegs raus reden könnte, das er am nächsten Tag arbeiten müsse und das andere gehörte Josef, den Bruder von Schmierpopel und Matten und somit auch der Onkel von Porno. Sehr komplizierte Angelegenheit. Das Schlimme ist, das es eigentlich immer ausartet, wenn gewisse Steffanskis zusammen feiern. Und wenn ich mal so um gucke, dann sind genau die richtigen zusammen. Es bereitete mir ein wenig Sorgen, aber der Abend war ja noch jung.

Doch er wurde schnell älter. Rasend schnell um genau zu sein. Und vor allem machte ich am späten Nachmittag einen großen Fehler. Da mir beim rumpimmeln und TV gucken entspannen mit einem geistig fordernden Buch ein wenig der Magen knurrte entschied ich mich ein paar Erdnüsse zu essen. Selbige wurden von mir nachgewürzt, damit die Geschmacksknospen überhaupt ansprangen. Nun muß man dazu wissen, das Erdnüsse nicht verdaut werden (Bitte keine Fragen, woher ich das weiß!) und bei mir ab und an seltsame Verstopfungen auslösen. Verstopfungen die sich mit immensen Magenschmerzen zu Wort melden. Da stand ich also und Wanstkneifen und konnte nichts dagegen machen. Auf Toilette gehen würde nichts bringen, da sich kein Druck aufgebaut hat. Der würde erst am nächsten Tag kommen. In solchen Fällen würde ich mich einfach in die horizontale Position begeben und und weinen wie ein kleines Mädchen den Schmerz ertragen wie ein Mann. Aber wo sollte ich mich hier hinlegen. Dafür war es definitiv noch zu früh und es würde mir keiner glauben das sich schon soviel Alkohol getrunken hatte. Eine Möglichkeit wäre es ein Schnaps zu trinken, aber ich hatte Angst, das die Erdnüsse auf dem falschen Weg den Körper verlassen würden. Da mußte ich dann durch und kippte ordentlich Bier drauf in der Hoffnung das würde helfen. Auf jeden Fall halfen die Erdnüsse, das mein Harndrang praktisch aufgehoben wurde. So konnte man prima über die Anderen lästern die alle 10 Minuten den nahe gelegenen Wald aufsuchten.

Porno wurde übrigens bei Laune gehalten, in dem die Umstehenden den Menstripper in regelmäßigen Abständen erwähnen ich besonders gemeine Menschen ließen dann auch immer den Namen ”Black Hammer“ fallen, was die Augen von Porno besonders wässrig aussehen ließen. Und dann kam was kommen mußte. Schmierpopel gesellte sich zu uns an den Stehtisch. Wir unterhielten uns über die Sommerparty am kommenden Samstag und ich habe langsam Angst. Die Pläne des Bobby Car Rennen scheinen wirklich ernst zu sein und wie ich die Gedankengänge vom Schmierigen kenne, wird alles was er mir so erzählt wahr werden. Er hat mir dann sogar noch ein paar Fotos von seinem getuneten Bobby Car gezeigt. Auf jeden Fall wird es ein Ereignis werden. Ich muß mir unbedingt eine Lederjacke und einen Helm, der ordentlich was ab kann besorgen. Als wir dann mit dem Thema Sommerparty durch waren erzählte er mich noch ein paar Schwänke aus seiner Jugend. Es ist echt schon faszinierend, was der Kerl schon alles gemacht hat. Es ist vom Cliff gesprungen, hat während des Aufstiegs wildfremden Frauen an den Hintern gepackt, sah nachdem er beim Aufstieg eine Höhle durchquert hat, in der er einer wildfremden Frau an den Hintern gepackt hat aus wie ein Schwein, weil jemand sein Altöl in der Höhle entsorgt hat. Dann ist er Fallschirm gesprungen und hat sich dabei fotografieren lassen. Ich meine, wie kommt man auf den Trichter sich beim Fallschirmspringen fotografieren zu lassen? Die Idee ist schon gut, aber man würde doch die ganzen Angsttränen sehen. Dann wollte er sich mal mit einem Bungeeseil abschießen lassen. Also senkrecht in die Höhe, aber kurz vorher hat er dann doch Schiß bekommen. Um ehrlich zu sein, hätte ich das auch. Man stelle sich vor man wird an ein Bungeeseil gebunden und das wird dann von einem 60m Kran gespannt. Kommen nur mir jetzt Bilder vom Roadrunner und dem Coyoten vor die Augen?

Wie dem auch sei, während des Gesprächs liefen ein paar weitere Biere unseren Schlund runter und Ramona bemühte sich wirklich uns mit weiteren Gerstenkaltgetränken zu versorgen, aber dann hörte ich mich Jemanden sagen ob wir nicht auf Mischungen umsteigen wollten. Der Vorschlag wurde einstimmig angenommen und Schmieri und ich verlegten für kurze Zeit nach drinnen um die Mixgetränke zu sichten. Da Porno leicht größenwahnsinnig veranlagt ist, hat er genügend Alkohol gekauft. Ich meine etwas von 20 Flaschen Wodka und 12 Falschen Havana Club gehört zu haben. Etwas zu viel, wenn man mich fragt, ab er mich fragt zum Glück keiner und ich freute mich über die große Auswahl an Havana. Schmieri trank Wodka und ich Havana, somit gab es auch da keinen Zank. Die Bestellung gaben wir dann bei Matten auf, der sich gerade hinter der Theke befand. Anscheinend hat er aber verstanden das wir zwei Havana haben wollten, was in einem Anschiß von Schmierpopel endete. Herrlich wie sehr man sich in der Familie mag. Matten machte kurzen Prozess und kippte einfach ein Glas in das andere. Bis jetzt ja nichts gegen einzuwenden, wenn das andere Glas nicht meines gewesen wäre. Ich sah also eine 40/60-Mischung auf mich zu kommen. Ich konnte auch nicht annehmen, das Matten das ernst meinte. Ich verlangte gleich zu Anfang eine weitere Falsche Cola, damit ich nach mixen konnte. Und das war definitiv nötig. Ich trinke ja gerne etwas stärkere Mischungen, aber das war sogar für mich zu viel. Die ersten drei Schlucke waren fast ein Schlag ins Gesicht, dem ich gerade noch so ausweichen konnte, dank der geforderten Cola, ging es danach besser. Ich fertigte eine mentale Notiz an, das ich in Zukunft keine Mischungen mehr von Matten annehmen würde. Selber machen ist immer noch das Beste.

Da ich nun schon auf Mischungen umgestiegen war, ging es auch schneller vorwärts. Und vor allem hatte ich eine sensationelle Taktik. Jedes mal wenn ich aus irgendeiner Richtung Jemand mit Schnaps ankommen sah, macht ich von meiner Zielfernrohrschützenausbildung Gebrauch und verpisste mich. Ging in diesem Fall sehr gut. Auch den einen Löwentor, den mir Gaudo andrehen wollte, konnte ich so umgehen. Die Uhr tickte unaufhaltsam in Richtung Mitternacht. Das ist nicht nur die Stunde der Geister und Untoten, sondern auch die Stunde von Pornos Geburtstag. Der gemeine Mensch würde sagen, das es ja das es da keinen Unterschied geben würde, aber hier sind ja keine gemeinen Menschen am Werk. Jedenfalls nicht alle. Und die Vanessa hatte auch Geburtstag, das wäre beinahe bei dem ganzen Troubel um Pornos 18. untergegangen. Aber aufmerksame Menschen haben mich drauf aufmerksam gemacht , indem sie Bierflaschen nach mir geworfen haben und so habe ich artig gratuliert. Nervös blickte Porno umher ob nicht plötzlich hinter irgendeinem Stuhl Black Hammer hervorspringen würde, aber nichts dergleichen kam, dafür aber eine Wagenladung an Glückwünschen und ein Feuerwerk, wofür der deutsche Landser in Stalingrad dankbar gewesen wäre. Aber das sollte nicht alles sein, denn ein Gefährt nährte sich vom Sporthaus. Der Aufsitzmäher wurde startklar gemacht und brachte ein spezielles Geburtstagsgeschenk für Porno. Angefertigt von Timo, Dennis, Kolbi und Matze. Doch zunächst mußten erniedrigende Spiele gemacht werden. Porno bekam einen Trinkhelm auf, bestückt mit zwei 0,5 l Bierdosen. Das erste was er machte, war sich eine Brosche zu trinken. Normalerweise trinkt man sich ja einen Schlips, aber Porno bevorzugte mehrere Broschen in verschiedenen Größen. Jeder wie er mag. Dann mußte er das altbekannte Tampon-in-mit-Wasser-gefüllte-Cola-Flasche-stecken-Spiel machen. Bei richtiger Durchführung saugt sich der Tampon voll und man kann so die Flasche hoch heben. Man läuft zwar dann rum wie ein Pavian zur Paarungszeit, aber das ist wohl der Sinn des Spiels. Danach wurde ihm spezielle Schuhe angepasst. Was auf den ersten Blick aussah wie die Sommerkollektion vom Sanitätshaus Grummich, stellte sich im Nachhinein als zwei ausgehöhlte 4-Pfund-Brote raus. Sie passten jedenfalls wie angegossen. Dann wurde getanzt. Insider wissen jetzt natürlich das Hüfte die glückliche Tanzpartnerin war und nicht nur aus ungefähren Gründen. Leider gibt es noch keine offizielle Stellungsnahme und daher möchte ich nicht dazu betragen, die Gerüchteküche zum Überkochen zu bringen. Daher schweige ich, aber es kann sich ja jeder seinen Teil denken. Ich merke hier nur an, da Porno nicht umsonst seit langen dabei ist einen Lanz Bulldog Führerschein zu machen. Knick-knack, ihr versteht schon. Nach dem Partnertanz, der wie mir zugetragen wurde, schon seit Wochen geübt wurde, gab es dann noch eine Solotanzeinlage von Porno himself. Die Augsburger Puppenkiste lässt grüßen. Vielleicht gibt es ja demnächst eine neue Serie: ”Der magersüchtige Junge mit den Brotschuhen“ Dann konnte Porno endlich sein Geschenk aufmachen, welches aber fachkundig mit Schrauben verschlossen wurde. Er sollte nun seine Schrauberfähigkeiten unter Beweis stellen, lernt er doch Kfz-Mechatroniker. Die waren allerdings durch den erhöhten Alkoholkonsum schon leicht beeinträchtigt worden und wurden weiter beeinträchtigt, da mehrere Löwentor auf den Schrauben verteilt wurden. Doch zum Glück gab es ja die Hüfte, die ihm zur Hand ging. Wie schon erwähnt halte ich mich aus der Gerüchteküche raus und schreibe hier nur Tatsachen nieder, jeder mag sich sein eigenes Urteil bilden. Porno nahm Stellung hinter Hüfte, da nach seinen Aussagen gewisse Teile zur Scheu gestellt wurden. Ich sage nichts! Nebenbei wurde der Bierhelm mit einem weiteren Liter Bier bestückt. Kein Motor läuft ohne Benzin.

Den Rest der Schrauberaktion guckte ich mir nicht mehr an, denn ich war ja Fuchs. Mein Getränk war schon seit geraumer Zeit leer und ich machte mir Sorgen um den großen Ansturm im Anschluß an den Showact, daher versorgte ich mich im Vorfeld. Drinnen traf ich dann auf Anja und eine Cousine von Porno, die von solchen Aktionen gar nichts hielt. Ich stimmte ihr zu und machte mir aus Versehen eine Mischung. Wollte ich doch eigentlich ein Wasser ordern. Naja, dann trinke ich halt noch eine Mischung und unterhielt mich ein wenig mit den Damen. Meine Vermutungen sollte stimmen und plötzlich wollten mehrere Leute was zu trinken haben. Zum Glück konnte ich mich vor dem Ansturm retten und zog mich in eine Ecke zurück um der Unterhaltung weiter zu folgen. Es dauerte nicht lange und die Lage hat sich wieder normalisiert. Leider kamen dann auch die Leute mit den Fotoapparaten herein und schossen Bilder von allem und jeden. Mein Fotoapparat wurde mir auch aus der Hand gerissen und es wurden Fotos von mir gemacht. Zum Glück befanden sich immer hübsche Frauen mit auf den Bildern, so das der Schaden am Apparat nicht so groß war. Als dann noch Schmierpopel dazu kam, sicherte ich schnell meinen Apparat, da ich wusste was er alles damit anstellen würde. Und vor allem befand sich Schmierpopel schon seit längerem auf einer anderen Alkoholebene als ich. Es schlich sich schon ein leichter Dialekt in seine sonst so klare Aussprache und er mehrte mich schon wieder an. Ich war es gewöhnt und mehrte ihn zurück an. Während des Gesprächs fielen mir dann draußen ein paar Beine auf, die sich auf Augenhöhe zu bewegen schienen. Eine kurze Korrektur meiner Position eröffneten mir, das sich Josef und Nicole auf die Tische begeben haben um dort weiter zu tanzen. Und ich stand drinnen, in eine Unterhaltung verwickelt. Aber zum Glück hat ja der Timo ein paar sensationelle Fotos geschossen. Man merkt das wir verwandt sind.

Die Tanzerei wurde jetzt auf das Exzessivste draußen fortgeführt. Gaudo, Nicole, Ramona und viele mehr schwangen das Tanzbein, das gar sehenswerte Verrenkungen herausgekommen sind. Allen voran muß aber der Schmierpopel genannt werden. Was er in dem Zustand auf die Beine zauberte gehört wahrlich zu der Kategorie, kaum zu glauben aber wahr. Niemals hätte ich gedacht, das Jemand der am zweistelligen Promillebereich kratzte noch derart sicher auf den Beinen ist. Gut, die Grimassen die dazu gezogen wurden und die gesamte Schmuckkollektion, bestehend aus mehreren Broschen und einer aufwendigen Kette, die er sich getrunken hat, ließen ohne Zweifel auf die Getränke schließen die er sich bereits zugeführt hat, aber der Tanzstil war unumstößlich. Und vor allem war er der Kaiser an dem Abend. Es gab viele Könige der Strammsäcke, aber der wahre Kaiser war Schmierpopel. Er versuchte nicht nur wieder das Gesicht seiner Frau zu essen, nein, er versuchte sogar auf seiner Nichte Ramona Huckepack zu reiten. Und immer wieder war ich sehr erstaunt woher er immer so tolle Grimassen zaubern konnte. Ein wahres Gummigesicht. Gaudo versuchte dann später auch mal das Gesicht seiner Frau zu essen scheiterte aber kläglich, da er seinen Mund nicht so weit aufreißen konnte. Auch wenn man eine Steffanski heiratet, erringt man nicht automatisch die Fähigkeiten. Es kommt halt keiner an den Schmierigen ran. Ich freue mich schon so sehr auf die Elferratssommerparty.

Nett war auch Keile-Günther an zugucken. Ich war ja froh, das er noch ein wenig länger da geblieben ist, obwohl ja seine zukünftige Ex-Freundin schon nach Hause wollte. Doch schien er sich wieder Gedanken zu machen, was er jetzt seiner Freundin sagen sollte. Denn er sagte ihr im Vorfeld, das er dann mit Vollmer und Böning abhauen wollte. Die sind aber dem Ruf ihrer Regierung Frauen gefolgt und mit denen nach Hause. Und nun stand Keile halt alleine da und machte sich Sorgen. Wir überzeugten ihn aber schnell, das er sich keine Sorgen machen sollte, denn wir waren ja noch alle bei ihm. Sofort lächelte er wieder und genoß sein Bier. Schön wenn man Leuten eine Freude machen kann. Irgendwann tauchte dann der David noch auf, der auf der Hochzeit von Pascal war. Da wollte ich ja eigentlich auch hin. Eigentlich zum Musik machen. Da hätte ich den Gästen aber erstmal Beine gemacht. Eröffnungstanz wäre dann kein Walzer gewesen sondern erstmal was um die Halsmuskulatur zu lockern. Ich dachte da an etwas von Body Count. Und ich war mir sicher, das der Bräutigam auf meiner Seite gewesen wäre. Leider kam ja dann der Geburtstag von Streit schon vorher und ich mußte absagen. Wenn ich gewusst hätte, da der verschoben wird, dann hätte ich natürlich zugesagt, aber mittlerweile hatte sich Pascal schon Ersatz besorgt und somit war ich dann halt außen vor. Aber ich konnte mich ja gut ablenken. David war anscheinend auch nicht mehr alleine und scheute schon recht wirr drein. Nichtsdestotrotz war er noch extrem gut drauf und pfiff sich ein oder zwei Mischungen rein. Ich habe zwar ein Foto, was andere Sachen behauptet, aber wir sind ja zusammen nach Hause gegangen.

Rasend schnell leerte sich das Tennishaus und die Zeiger auf meiner Uhr wollten mir was von 0500 Uhr vorlügen. Nachdem ich dann mit mehreren Leuten mehrmals meine Uhr verglichen habe, mußte ich dann doch zugeben, das sie recht behielt. Und da die Party fast vorbei war, machten wir uns also zu dritt auf den Weg. Wieder einmal habe ich es geschafft als letzter die Party zu verlassen, obwohl ich ja das Gegenteil vor hatte. Es ärgerte mich sehr. Glaubt mir eh keiner. Schnitzel und ich verabschiedeten David vor seinem Haus und hielten dann noch mal bei der Bushaltestelle an um über die Zukunft zu sinnieren. Wir sind uns einig, das wir in nicht allzu ferner Zukunft nur noch in gigantischen Röhren reisen werden. Es sollte sich also schnellstens Jemand daran machen, Reise-Röhren zu entwickeln. Ich bin sogar der Meinung ich bin ins Bett gekommen, denn Familie Steffanski unterbrach unsere Diskussion und brachte den Schnitzel noch nach Hause. Da mein Weg in einer anderen Richtung lag, ging ich zu Fuß.

Mein Handy klingelte um 1000 Uhr und ich fragte mich warum. Nach weiteren 10 Minuten quälenden Verhörs wurde mir klar, das wir ja an dem Morgen Seniorenwettkämpfe der Feuerwehr hatten. Ich checkte meinen Körper und kam zu dem Schluß, das ich nicht in der Lage wäre Leistungen an diesem Morgen zu bringen. Ich ging aber trotzdem los. Nach der üblichen Anmacherei im Feuerwehrhaus kamen wir dann auch in Brehme an und ich schäme mich wirklich für diesen Tag. Ich habe Urlaub und begann den Sonntag Morgen mit einem Meter Bier. Also ich habe ihn geholt und auch teilweise getrunken. Leider gab es 9 Springe und das schmeckt ungefähr so gut wie ein Schlag ins Gesicht mit anschließendem Tritt in die Magenkuhle. Nach dem Wettkampf fühlte ich mich wie ein menschliches Gemüse, das gerade aus einem Dampfkochtopf gekommen ist. Zwei weiter Bier halfen nicht und wir setzten zum Rückzug in den Westen an. Dort gab es Krombacher und das schmeckte wie eine Streicheleinheit. Leider wanderten davon noch ein paar weitere in den Schlund, obwohl ich das gar nicht vor hatte. Aber wir schafften tatsächlich mit vier Mann eine Kiste Bier aus zu trinken. Die Uhrzeit lasse ich jetzt mal außen vor, denn es kann nur meinem Ruf schaden. Friede schlief dann irgendwann ein und ich entschied das es besser wäre nach Hause zu fahren oder mich von Schnitzel zum Sporthaus zu fahren. Sporthaus hieß dann das Ziel und im Anschluss bin ich noch mit Schnitzel, Tobi und Kai mit dem Fahrrad (!) zum Bürgerfest gefahren. Wo ich mir dann gewünscht habe wieder auf mein Sofa zu kommen. Ich war einfach müde und meine Beine taten weg. Außerdem mußte ich mich ja für das kommende Wochenende schonen. Ich hatte Angst vor dem Bobby Car Rennen.

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