Dinge, die ich nicht verstehe…

30/08/2007

Heute: Seltsame Musikvideos

Aktueller Anlaß für dieser weitere Belästigung außerhalb der wöchentlichen Frequention meiner geistigen Ergüsse gibt der vergangene Abend. Ich kam recht spät früh nach Hause und öffnete mir ein weiteres Bier schaute nach was denn so im Fernsehprogramm so zu sehen ist. Beim Wechseln der Kanäle, blieb ich dann bei einem Musik-Sender hängen, da dort eine heiße Schnitte zu sehen war da ich die Ausstrahlungen der einschlägig bekannten Juckesender schon alle kannte. Bei dem gerade gespielten Musik-Video handelte es sich um ein Komposition von Shania Twain. Eine von mir sehr gemochte Sängerin und das liegt nicht nur an ihrem umwerfenden Aussehen, sondern auch an ihrer Musik. Schließlich ist es Country!

Doch was ich da sehen mußte hatte so viel mit Country zu tun wie Pur mit richtiger Musik! Aber bevor die Gemeinschaft weiter liest, möchte ich bitten das entsprechende Video mit eigenen Augen zu sehen: Shania Twain – Gonna getcha good

So, alle wieder erholt? Was war das bitte. Die Sängerin, die nebenbei fantastisch aussieht, heizt mit einem futuristischen Motorrad durch die futuristische Gegend und wird dabei von einem Roboter gejagt. Alles klar! Ich mag ja Science Fiction Filme und kann also mit der Handlung des Videos etwas anfangen und meckere nicht über das Video an sich, wohl aber über den Zusammenhang von Video und Musik. Die lyrics kann man ja nachlesen wenn man möchte. Sie handeln jedenfalls von einer Frau, die einen Kerl haben möchte und zwar für Immer und Ewig. Und nicht anders. Also wie die Todesstrafe das Eheversprechen. Wenn sich jetzt jemand freiwillig melden möchte, mir diesen Zusammenhang zu erklären, der sei Willkommen. Das passt ja gar nicht. Das wäre ja als wenn man ”Schindler’s Liste“ als Kinderfilm bezeichnen würde. Oder der Rest der Fußballwelt den Bayern zu einem Sieg gratulieren würde, mit den Worten: ”Ihr habt fair gespielt und ich gönne euch den Sieg wirklich. Es hat auch rein gar nichts damit zu tun, das ihr für eine Fatastilliarde Spieler eingekauft habt. Ihr seid einfach die bessere Mannschaft und ich freue mich für euch!“

Ich würde gerne mal wissen was der Regisseur und der Produzent genommen haben, als ihnen die Idee für das Video gekommen ist und vor allem will ich davon auch was haben. Nennt mich altmodisch, aber ich bin der Meinung das Video und Musik zueinander passen sollten. Wenigstens ein bisschen. Aber sie sollten nicht aus zwei verschiedenen Welten kommen. Es geht auch anders, wie dieses Video beweist: Shania Twain – Still the one

Und wo wir gerade beim Thema Country sind, gibt es hier gleich mal einen Rundumschlag:

Roger Alan Wade – If you’re gonna be dumb

Boss Hoss – Word up

Johnny Cash – San Quentin

Und links gibt es noch mal eine extra Country Playlist.

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Die Akte Porno

28/08/2007

Dieses Wochenende sollte eigentlich im Schatten stehen von Sommerparties, Überlandfahrten und 30. Geburtstagen. Tat es aber irgendwie nicht. Lustig war es dennoch. Das Wochenende kam mir gerade recht zwischen die Finger, denn diese erste Woche meines Urlaubs hat mich ganz schön geschlaucht. Ein nicht minder wichtiger Termin gleich zu Beginn und dann standen lästige Hausarbeiten an. Aber ich habe es geschafft. Nachdem ich, bewaffnet mit Gräpe und Schaufel, meinen Schreibtisch aufgeräumt hatte, bin ich dann auch endlich mal dazu gekommen meine Steuererklärung zu machen. Wie man sieht war ich voll ausgelastet während dieser ganzen Zeit. Ach ja, nicht zu vergessen, das ich auch noch eine schöne Erkältung hatte, besser gesagt noch habe. Dieser widerliche Schleim in den Nasennebenhöhlen ist echt fies! Ich will hier aber nicht mit Einzelheiten, den Brechreiz auslösen.

Nachdem ich dann Freitag den Großteil des Tages rumgepimmelt hart gearbeitet habe, ging es dann am Abend zur KCW Sommerparty. Geplant war es ja ganz anders. Ich wollte ja eigentlich um 1800 Uhr schon am Schützenhaus sein, damit ich vorher noch ein wenig meinem Hobby, dem Sportschießen frönen konnte. Wem will ich was vormachen. Ich will endlich ein bisschen Gebammele an meine Jacke haben und dazu muß ich dann halt wasweißichwieviel Ringe schießen und damit muß ich halt irgendwann anfangen. Außerdem wollte ich Martin eine CD vorbei bringen, die ich ihm seit Schützenfest versprochen hatte. Ist ja auch erst vier Monate her. Dann wurde ich aber in diverse Gespräche verstrickt und mußte unfreiwillig noch diverse Sachen beim Sporthaus abliefern. So kam ich dann erst gegen 1840 Uhr am Schützenhaus an und hatte schon damit abgeschlossen, das ich noch schießen werde, denn die Sommerparty vom KCW sollte ja schon um 1900 Uhr los gehen. Nicht auszudenken, wenn ich zu spät kommen würde und Porno die ersten Bier schon weggepumpt hätte. Also wollte ich wenigstens Martin die CD geben. Ha, aber Martin war nicht da und schießen wollte ich dann auch nicht, hörte ich schon das ferne Ploppen der Kronkorken. Der Weg führte mich dann am sehr fischig reichenden Angelteich vorbei und ich malte mir schon aus, wie es denn wäre, wenn man dort rein geschmissen würde. Man könnte sofort eine neue Stelle auf einem Fischkutter annehmen. Als Geruch.

Ich bog um die Ecke des letzten Busches und was meine Augen dort entdeckten, war keine wirkliche Überraschung für mich. Porno saß an einer Bierzeltgarnitur, Kai Hawai machte den Grill an und Böning flitze durch die Gegend um letzte Vorbereitungen zu machen. Wie nicht anders zu erwarten war Porno auch der Einzige der schon eine geöffnete Kanne vor sich stehen hatte. Das konnte ich ihm aber nicht antun und öffnete mir eine selbige und gesellte mich zu ihm. Was dann an wirrem Zeug gesprochen wurde, kann ich hier nicht mehr wieder geben. Auf jeden Fall war es lustig. Da Kai und Porno mittlerweile schon extremen Hunger entwickelt hatten, war Kai schon drauf und dran den Grill betriebsbereit zu haben. Porno konnte auch nur mit extremere Gewalt zurück gehalten werden, sonst hätte er die erste Packung Steaks mitsamt der Plastikfolie verdrückt. Er weinte ein wenig doch das war schnell vorbei, als er sich dann das erste Steakbrötchen in die Öffnung drückte, die bei normalen Menschen als Mund bezeichnet wird. Weitere Brötchen und Biere sollten folgen. Da ich mir dummerweise zu Hause schon eine große Portion Salat zugeführt hatte, mußte ich noch warten, bis mein Verdauungstrakt den Magen wieder für feste Nahrung frei gegeben hat. Fragt mich nicht wer mich was mich geritten hat, das ich Salat vor einer Grillfeier gegessen habe, aber ich habe so mein Gewissen in Verdacht, das es mir vorgegaukelt hat, das ich dann doch etwas wenig stopfendes Essen sollte. Es könnte ja sein, das auf diese Weise mehr Bier rein passte. Ich ließ es einfach mal auf einen Versuch ankommen. Versuch macht ja bekanntlich kluch!

Nach und nach trödelten dann die restlichen Teilnehmer der Sommerparty ein und wir versammelten die Runde um den Grill, weil es da so schön warm war. Die 30°C im Schatten waren ja nicht ausreichend genug. Außerdem konnten wir so den Kai besser beim Grillen mit Gegenständen bewerfen beobachten. Ich saß gerade in der Bundeswehrecke. Keile-Günther und ich bombardierten Beule mit Bundeswehrtips, da er gerade zu den Panzer Pionieren eingezogen wurde. Arme Sau! Ich meine, als Grenadier meint man schon man ist scheiße dran, aber als Pio ist man glaube ich noch scheißiger dran. Eigentlich ist es auch egal was man macht, beim Herr ist man immer der Gefickte. Irgendwann kam dann auch der Gesichtsesser aus dem Natheplan Schmierpopel um die Ecke und ich wusste, das diese Party schnell an Niveau verlieren konnte, wenn wir nicht aufpassen würden.

Da ich aber gerne dabei bin, wenn das Niveau schneller weg bricht, als das Packeis, bei der Sommerschmelz, machte ich einen schnelle Standortwechsel in Kombination mit einer Getränkeaufstockung. Natürlich nicht nur für mich, sondern auch für 5 weiter beliebige Personen. Menschen die mit Bier um die Ecke kommen, sind ja immer gern gesehen. Sagt ja schon das alte Sprichwort: ”Bringst Du Bier mit, bist Du immer gern gesehen.“ Oder so ähnlich. Ich setzte mich jedenfalls neben den Schmierigen und horchte ihn erstmal über die Pläne für den kommenden Samstag aus. Dort findet ja die Elferratssommerparty statt. Gerüchteweise wird schon behauptet, das Schmierpopel schon einen Architekten beauftragt hat, einen Entwurf für eine neue Residenz vorzulegen. Denn es wird nicht mehr viel über bleiben von der Casa de Popel. Exklusiv-Berichte gibt es natürlich hier. Ich bin am überlegen, ob es nicht besser wäre für die nächste Woche ein Geräuschprotokoll anzulegen. Ich muß mich unbedingt mal mit dem BND in Verbindung setzen. Die hören die Popel-Hotline bestimmt eh ab. Schmieri erläuterte mir zunächst die Pläne und rief bei mir zum ersten Mal totales Unverständnis auf. Was ich da hörte überstieg meine Vorstellung. Sollte das wirklich alles zu von Statten gehen, dann prophezeie ich, das mindestens ein Elferratsmitglied noch an dem Samstag in das Krankenhaus mit einer komplizierten Oberschenkelhalsfraktur eingeliefert werden. Wenn ich mich ganz weit aus dem Fenster lehne, dann werde ich das sein. Ich habe Angst!

Dummerweise blieb ich noch ein wenig neben Schmierpopel sitzen. Und dann kam, wie aus dem Nichts, der Vollmer mit einer Runde Schnaps vorbei. Halt, kleiner Verschreiber, es sollte nicht Schnaps heißen sondern Brechmittel Löwentor. Der erste, der dritte und der dreiunddreißigste sind ja bekanntlich die Schlimmsten. Bei mir kommt dann noch erschwerend hinzu, das die zwischen den oben erwähnten genauso schlimm sind. Aber einer muß wohl immer rein gehen. Es gab das volle Fratzenprogramm. Ich bin ja nur froh, das niemand von mir ein Foto gemacht hat, denn dann könnte ich wohl noch auf Schadensersatz verklagt werden. Das weiter Programm bestand dann aus süßen Schnäpsen. Nicht unbedingt besser, aber die Fratzen blieben da wo sie hingehörten. Warum weiß hier keiner einen guten Korn zu schätzen. Aber ich war dankbar, das ich dann doch noch meine Postionen neben dem Schmierpopel behalten habe. Obwohl das ja sonst nicht zu empfehlen ist. So wurde ich wenigstens Zeuge eine brandneuen Folge ”Grobmotoriker at work“. Schmieri versuchte eine Flasche Babalou mit den Zähnen auf zumachen und suppte sich dabei den halben Inhalt auf sein Hemd. Irgendwie sollte das ja klar sein, aber die Schwerkraft wird wahrscheinlich erst nächste Woche durch genommen. Kurze Zeit später brach er dann auf nach Hause. Er gab vor am nächsten Tag arbeiten zu müssen, aber Arbeit darf man das beim besten Willen nicht nennen, was er da so in seiner Werkstatt macht. Außerdem bekam er vorher noch zwei SMS von Schnuffi und verabschiedete sich mit dem Hinweis, das er jetzt noch zwei Stunden hart arbeiten mußte. Von unserer Seite gab es nur großes Gelächter.

Eigentlich wollte ich mich ja ein wenig zum Felkl setzen und mit dem ein wenig scheiße labern, aber er wurde nun schon von zwei Seiten mit Fußballthemen konfrontiert und schien sich in der Diskussionsrunde sehr wohl zu fühlen. Ich hatte darauf aber keinen Bock und bleib also auf meinem Platz. So konnte mich dann der Porno auch ausfragen, was denn für seinen Geburtstag geplant sei und ob wirklich ein Men-Stripper mit dem Namen Herkules kommen würde. Ich spielte den Unwissenden, der ich auch war, und streute etwas hochexplosives Pulver in das Feuer der Neugierde in dem ich sagte, das ich ihm nur eine Flasche schenken würde, aber von Philip wusste, das er seine Stripper-Kontakte-Netzwerk in der letzten Woche auf das intensivste genutzt hätte. Das Gesicht von Porno sprach Bände. Oder aber er war schon wieder stramm und konnte seine Gesichtsmuskeln nicht mehr kontrollieren. Ich glaube es war ein bisschen was von Beidem.

Der Abend war weit fortgeschritten und somit auch der Konsum des Löwentor. Und ich komm langsam auf den Verdacht, das auch im Löwentor rezeptpflichtige Kräuter beigemischt werden. Denn manche der Anwesenden redeten bereits von wirrem Zeug in fremden Zungen. Sehr erschreckend. Jensi versuchte mir etwas zu sagen und da er des Hochdeutschen nicht mehr mächtig war und ich Schwierigkeiten bei seinem Dialekt des Lalle hatte, versuchte er es auf englisch. Das ging komischerweise, nur machte nicht wirklich Sinn, denn er ”liebte mich ganz hart mit dem Hintern seines Herzens“. Ein sehr nettes Kompliment. Philip wiederum hielt eine SMS Konversation mit ein paar heißen Weibern jungen Damen aufrecht und wollte sie noch zur Party locken, damit wir nicht in den Verruf kommen der gleichgeschlechtlichen Liebe nicht abgetan zu sein. Im Allgemeinen wurde der Vorschlag begrüßt, jedoch nicht von seinem Bruder Kai. Der ging schneller in die Luft als eine startende Ariane-Rakete. Mit Panik in den Augen schrie er in die Runde, das festgelegt wurde, das die Party ohne Frauen statt findet und das könnten wir nicht einfach umwerfen, das ginge nicht. Danach blickte er nervös umher wie ein Hase, der von Füchsen in eine Ecke getrieben worden ist. Ich glaube, ich sollte mal mit Wiebke sprechen, wobei ich gar nicht glaube, das Wiebke ihm so was verbieten würde. Er denkt es vielleicht nur. Philip lachte Kai erstmal aus achtete natürlich auf Kai’s Einwand und lud die Damen nicht ein.
Während der gleichen Zeit unterhielt ich eine Konversation per Mobilfunkgerät mit Kathrin, die auch fragte ob sie und ein paar andere Mädels noch vorbei kommen könnten. Aber nach diesem Ausbruch hielt ich es für keine gute Idee und sagte ab. Was jetzt der ganzen Situation besondere Ironie verleiht, war das Kai kurz nach dieser Aktion die Segel strich und nach Hause fuhr. Aber den anderen den Spaß an ein paar weiblichen Wesen verderben. Da saßen wir nun und starrten nach einer wiederholten Grillsession auf das runter brennende Lagerfeuer. Was macht man derart angetrunken? Genau man kommt auf die Idee, doch noch in der Werkstatt vorbei zu gucken. Mittlerweile hatte ich dann auch mit Kathrin geklärt, das es noch OK wäre wenn sie noch vorbei kommen würde. Also warteten wir noch ein wenig. Unsere Gruppe ist natürlich schon arg zusammen geschrumpft. Felkl ist dann auch schon nach Hause gewankt, weil er erst die Idee der Werkstatt in die Mitte geworfen hat, aber dann in einem inneren Zwiegespräch festgestellt hat, das er zu müde und zu voll ist. Nun gut, bleiben halt noch Görtler, Böning, Vollmer und ich. Und wir beschlossen dann auch nicht mehr in die Werkstatt zu gehen. Ich schrieb Kathrin das sie nicht mehr runter kommen braucte und wir wollten so langsam die Zelte abbrechen. Betonung liegt hier auf wollten. Denn so einfach ging das nicht.

Vollmer wollte einfach nicht los und genehmigte sich noch eine Absacker-Kanne. Dann fing er an aufzuräumen. Zuerst flog der Schwenkgrill durch die Gegend. Dann hatte er aber Platz sich neben mich hin zu setzen. Das war jedenfalls der Plan. Da aber Bierbänke keine Lehne haben fiel er rückwärts von der Bank und beschuldigte mich ihn geschubst zu haben. Genau, man fällt hin und beschuldigt dann einfach Jemanden. Immer ein guter Plan. Dann nahm er eine Kiste Bier zur Hand und sammelte tatsächlich die leeren Flaschen ein. Das Feuer wurde mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln gelöscht und wir wollten los. Doch so ganz war Florian mit dem Zustand den Party-Platzes nicht einverstanden. Die Bänke schienen noch nicht richtig zu liegen und flogen erstmal durch die Luft, dann wurde sämtliches Altglas, ob Pfand oder nicht, in die Feuerstelle geworfen. Bis er dann von Patrick überzeugt werden konnte das es so ordentlich genug sei. Der Rest des Weges konnte dann ohne größere Zwischenfälle hinter uns gebracht werden. Von einigen Schubsaktionen mal abgesehen.

Als ich dann auf meine Uhr guckte und sah das es 0213 Uhr war, als ich in das Reich der Träume abgleiten wollte, wagte ich es kaum zu glauben. Ich war nicht mal richtig stramm. Soll bedeuten, mein Gedächtnis funktionierte noch einwandfrei. Ergo sollte es auch keinen Kater am Folgemorgen geben.

Der blieb auch wahrlich aus und wäre sicherlich hinderlich für meine Pläne am Samstag gewesen. Ich hatte ja eigentlich vor nach Leipzig zu fahren, da dort der kleine Mann seinen 30. Geburtstag feiern wollte. Aber durch familiäre Probleme mußte die Festivität abgesagt werden. So eröffnete mir dann der Samstag die Möglichkeit zu Pornos 18. Geburtstag zu gehen. Der allgemeine Tenor, den ich am Vorabend gehört habe, war das man Porno richtig schädigen wollte. Da bin ich doch gerne dabei. Vorweg kann ich ja noch eine kleine Geschichte zum Besten geben. Die gute Hüfte rief mich an und wollte wissen, ob ich noch Fotos von Porno hätte, auf denen er stramm ist. Ich mußte sie verbessern, da ich nur Fotos habe, auf denen er stramm ist. Ich versprach ihr sie ihr per mail zu zu schicken. Gesagt getan. Den Abend setzte ich mich noch hin und suchte ein paar Strammsack-Fotos von Porno raus und schickte sie Hüfte. Die mail wurde mit ”Porno-Fotos“ tituliert. Um sicher zu gehen, das Hüfte die Bilder auch bekommt, habe ich sie an ihren gmx-Account geschickt und an die e-mail-Adresse in ihrer Firma. Bisher ist ja alles noch recht unlustig, aber der Humor der Situation eröffnete sich mir auch erst 10 Minuten nach dem ich die mail abgeschickt habe. Ich bekam eine mail von Hüfte zurück, das sie erst wieder am Montag im Büro ist und die mail an eine andere Dame weiter geleitet wurde. In dem Moment konnte ich mir ein gewisses Grinsen nicht verkneifen. Nun hat also eine Kollegin, wenn nicht sogar Chefin von Hüfte eine mail von mir bekommen, die als Überschrift ”Porno-Fotos“ hatte und Strammsack-Fotos von Porno beinhaltet. Ich würde ja Hüfte gerne am Montag mit zur Arbeit begleiten um dem Gespräch beizuwohnen.

Nach kurzen Telefongesprächen mit Schnitzel, in den ich übrigens wieder auf übelstes beschimpft wurde, trafen wir uns dann gegen 2000 Uhr bei Kellner. Der Weg war lang und beschwerlich zum Tennishaus und deswegen gab es nur eine kurze Begrüßung der Anwesenden. Es fehlte mir auch vollkommen der Speichel als mehr als drei Worte zu formulieren. Ein kurzes Tischklopfen, verbunden mit den Worten ”Ich mach mal so!“ und die Geschichte war also auch schon erledigt. Porno schien ein wenig Angst zu haben sich zu seinen Verwandten zu setzen, denn er hielt sich krampfhaft an dem Stehtisch fest. Er schien im Allgemeinen sehr nervös zu sein. Wusste er denn schon was ihn erwartet. Naja, besser gesagt wird er ja schon seit einem Monat von den Anderen aufgezogen, was denn alles an seinem 18. Geburtstag geschehen wird. Allen voran die Aussichten auf einen Menstripper mit dem Namen ”Black Hammer“, der Name ist übrigens Programm. Habe ich gehört. Also, da wäre ich auch nervös. Aber ich schweife schon wieder ab. Wir waren ja bei einem Getränkenotstand. Der wurde nämlich fachmännisch und sehr fix von Pornos Schwester Ramona beseitigt. Die hatte Porno nämlich kurzer Hand verpflichtet um die Gäste mit Flüssignahrung zu versorgen. Aber wenn er meint, das sie so keine Gelegenheit finden würde sich zu amüsieren und vor allem, die neusten Geschichten von ihm zu hören, dann hat er sich aber gehörig geschnitten. Aber sie machte ihre Arbeit hervorragend. Und zwar so gut, das sie mich schon nach dem zweiten Bier fragte, ob ich eine Mischung wollte. Sah ich so verzweifelt aus? Ich bedankte mich für ihr Fürsorge und meinte, das ich dann doch vorerst beim Bier bleibe, aber später gerne auf ihr Angebot zurück kommen würde.

Der Tisch an dem ich stand war auch immer sehr gefährlich überladen von Biergläsern aller Art. Volle, leere, mit bunten Aufdrucken, ohne bunte Aufdrucke und viele mehr. Allerdings überwiegte der Aggregatzustand voll. Daran ließ sich aber arbeiten. Und so wurde ein Bier nach dem anderen in den Schlund gekippt. Der Schlund hingegen fand das hervorragend. Und man gewann Zeit sich mal ein wenig um zugucken. Und der Blick fiel gleich auf zwei sehr bekannte Gesichter. Eins gehörte Schmierpopel, der sich heute keineswegs raus reden könnte, das er am nächsten Tag arbeiten müsse und das andere gehörte Josef, den Bruder von Schmierpopel und Matten und somit auch der Onkel von Porno. Sehr komplizierte Angelegenheit. Das Schlimme ist, das es eigentlich immer ausartet, wenn gewisse Steffanskis zusammen feiern. Und wenn ich mal so um gucke, dann sind genau die richtigen zusammen. Es bereitete mir ein wenig Sorgen, aber der Abend war ja noch jung.

Doch er wurde schnell älter. Rasend schnell um genau zu sein. Und vor allem machte ich am späten Nachmittag einen großen Fehler. Da mir beim rumpimmeln und TV gucken entspannen mit einem geistig fordernden Buch ein wenig der Magen knurrte entschied ich mich ein paar Erdnüsse zu essen. Selbige wurden von mir nachgewürzt, damit die Geschmacksknospen überhaupt ansprangen. Nun muß man dazu wissen, das Erdnüsse nicht verdaut werden (Bitte keine Fragen, woher ich das weiß!) und bei mir ab und an seltsame Verstopfungen auslösen. Verstopfungen die sich mit immensen Magenschmerzen zu Wort melden. Da stand ich also und Wanstkneifen und konnte nichts dagegen machen. Auf Toilette gehen würde nichts bringen, da sich kein Druck aufgebaut hat. Der würde erst am nächsten Tag kommen. In solchen Fällen würde ich mich einfach in die horizontale Position begeben und und weinen wie ein kleines Mädchen den Schmerz ertragen wie ein Mann. Aber wo sollte ich mich hier hinlegen. Dafür war es definitiv noch zu früh und es würde mir keiner glauben das sich schon soviel Alkohol getrunken hatte. Eine Möglichkeit wäre es ein Schnaps zu trinken, aber ich hatte Angst, das die Erdnüsse auf dem falschen Weg den Körper verlassen würden. Da mußte ich dann durch und kippte ordentlich Bier drauf in der Hoffnung das würde helfen. Auf jeden Fall halfen die Erdnüsse, das mein Harndrang praktisch aufgehoben wurde. So konnte man prima über die Anderen lästern die alle 10 Minuten den nahe gelegenen Wald aufsuchten.

Porno wurde übrigens bei Laune gehalten, in dem die Umstehenden den Menstripper in regelmäßigen Abständen erwähnen ich besonders gemeine Menschen ließen dann auch immer den Namen ”Black Hammer“ fallen, was die Augen von Porno besonders wässrig aussehen ließen. Und dann kam was kommen mußte. Schmierpopel gesellte sich zu uns an den Stehtisch. Wir unterhielten uns über die Sommerparty am kommenden Samstag und ich habe langsam Angst. Die Pläne des Bobby Car Rennen scheinen wirklich ernst zu sein und wie ich die Gedankengänge vom Schmierigen kenne, wird alles was er mir so erzählt wahr werden. Er hat mir dann sogar noch ein paar Fotos von seinem getuneten Bobby Car gezeigt. Auf jeden Fall wird es ein Ereignis werden. Ich muß mir unbedingt eine Lederjacke und einen Helm, der ordentlich was ab kann besorgen. Als wir dann mit dem Thema Sommerparty durch waren erzählte er mich noch ein paar Schwänke aus seiner Jugend. Es ist echt schon faszinierend, was der Kerl schon alles gemacht hat. Es ist vom Cliff gesprungen, hat während des Aufstiegs wildfremden Frauen an den Hintern gepackt, sah nachdem er beim Aufstieg eine Höhle durchquert hat, in der er einer wildfremden Frau an den Hintern gepackt hat aus wie ein Schwein, weil jemand sein Altöl in der Höhle entsorgt hat. Dann ist er Fallschirm gesprungen und hat sich dabei fotografieren lassen. Ich meine, wie kommt man auf den Trichter sich beim Fallschirmspringen fotografieren zu lassen? Die Idee ist schon gut, aber man würde doch die ganzen Angsttränen sehen. Dann wollte er sich mal mit einem Bungeeseil abschießen lassen. Also senkrecht in die Höhe, aber kurz vorher hat er dann doch Schiß bekommen. Um ehrlich zu sein, hätte ich das auch. Man stelle sich vor man wird an ein Bungeeseil gebunden und das wird dann von einem 60m Kran gespannt. Kommen nur mir jetzt Bilder vom Roadrunner und dem Coyoten vor die Augen?

Wie dem auch sei, während des Gesprächs liefen ein paar weitere Biere unseren Schlund runter und Ramona bemühte sich wirklich uns mit weiteren Gerstenkaltgetränken zu versorgen, aber dann hörte ich mich Jemanden sagen ob wir nicht auf Mischungen umsteigen wollten. Der Vorschlag wurde einstimmig angenommen und Schmieri und ich verlegten für kurze Zeit nach drinnen um die Mixgetränke zu sichten. Da Porno leicht größenwahnsinnig veranlagt ist, hat er genügend Alkohol gekauft. Ich meine etwas von 20 Flaschen Wodka und 12 Falschen Havana Club gehört zu haben. Etwas zu viel, wenn man mich fragt, ab er mich fragt zum Glück keiner und ich freute mich über die große Auswahl an Havana. Schmieri trank Wodka und ich Havana, somit gab es auch da keinen Zank. Die Bestellung gaben wir dann bei Matten auf, der sich gerade hinter der Theke befand. Anscheinend hat er aber verstanden das wir zwei Havana haben wollten, was in einem Anschiß von Schmierpopel endete. Herrlich wie sehr man sich in der Familie mag. Matten machte kurzen Prozess und kippte einfach ein Glas in das andere. Bis jetzt ja nichts gegen einzuwenden, wenn das andere Glas nicht meines gewesen wäre. Ich sah also eine 40/60-Mischung auf mich zu kommen. Ich konnte auch nicht annehmen, das Matten das ernst meinte. Ich verlangte gleich zu Anfang eine weitere Falsche Cola, damit ich nach mixen konnte. Und das war definitiv nötig. Ich trinke ja gerne etwas stärkere Mischungen, aber das war sogar für mich zu viel. Die ersten drei Schlucke waren fast ein Schlag ins Gesicht, dem ich gerade noch so ausweichen konnte, dank der geforderten Cola, ging es danach besser. Ich fertigte eine mentale Notiz an, das ich in Zukunft keine Mischungen mehr von Matten annehmen würde. Selber machen ist immer noch das Beste.

Da ich nun schon auf Mischungen umgestiegen war, ging es auch schneller vorwärts. Und vor allem hatte ich eine sensationelle Taktik. Jedes mal wenn ich aus irgendeiner Richtung Jemand mit Schnaps ankommen sah, macht ich von meiner Zielfernrohrschützenausbildung Gebrauch und verpisste mich. Ging in diesem Fall sehr gut. Auch den einen Löwentor, den mir Gaudo andrehen wollte, konnte ich so umgehen. Die Uhr tickte unaufhaltsam in Richtung Mitternacht. Das ist nicht nur die Stunde der Geister und Untoten, sondern auch die Stunde von Pornos Geburtstag. Der gemeine Mensch würde sagen, das es ja das es da keinen Unterschied geben würde, aber hier sind ja keine gemeinen Menschen am Werk. Jedenfalls nicht alle. Und die Vanessa hatte auch Geburtstag, das wäre beinahe bei dem ganzen Troubel um Pornos 18. untergegangen. Aber aufmerksame Menschen haben mich drauf aufmerksam gemacht , indem sie Bierflaschen nach mir geworfen haben und so habe ich artig gratuliert. Nervös blickte Porno umher ob nicht plötzlich hinter irgendeinem Stuhl Black Hammer hervorspringen würde, aber nichts dergleichen kam, dafür aber eine Wagenladung an Glückwünschen und ein Feuerwerk, wofür der deutsche Landser in Stalingrad dankbar gewesen wäre. Aber das sollte nicht alles sein, denn ein Gefährt nährte sich vom Sporthaus. Der Aufsitzmäher wurde startklar gemacht und brachte ein spezielles Geburtstagsgeschenk für Porno. Angefertigt von Timo, Dennis, Kolbi und Matze. Doch zunächst mußten erniedrigende Spiele gemacht werden. Porno bekam einen Trinkhelm auf, bestückt mit zwei 0,5 l Bierdosen. Das erste was er machte, war sich eine Brosche zu trinken. Normalerweise trinkt man sich ja einen Schlips, aber Porno bevorzugte mehrere Broschen in verschiedenen Größen. Jeder wie er mag. Dann mußte er das altbekannte Tampon-in-mit-Wasser-gefüllte-Cola-Flasche-stecken-Spiel machen. Bei richtiger Durchführung saugt sich der Tampon voll und man kann so die Flasche hoch heben. Man läuft zwar dann rum wie ein Pavian zur Paarungszeit, aber das ist wohl der Sinn des Spiels. Danach wurde ihm spezielle Schuhe angepasst. Was auf den ersten Blick aussah wie die Sommerkollektion vom Sanitätshaus Grummich, stellte sich im Nachhinein als zwei ausgehöhlte 4-Pfund-Brote raus. Sie passten jedenfalls wie angegossen. Dann wurde getanzt. Insider wissen jetzt natürlich das Hüfte die glückliche Tanzpartnerin war und nicht nur aus ungefähren Gründen. Leider gibt es noch keine offizielle Stellungsnahme und daher möchte ich nicht dazu betragen, die Gerüchteküche zum Überkochen zu bringen. Daher schweige ich, aber es kann sich ja jeder seinen Teil denken. Ich merke hier nur an, da Porno nicht umsonst seit langen dabei ist einen Lanz Bulldog Führerschein zu machen. Knick-knack, ihr versteht schon. Nach dem Partnertanz, der wie mir zugetragen wurde, schon seit Wochen geübt wurde, gab es dann noch eine Solotanzeinlage von Porno himself. Die Augsburger Puppenkiste lässt grüßen. Vielleicht gibt es ja demnächst eine neue Serie: ”Der magersüchtige Junge mit den Brotschuhen“ Dann konnte Porno endlich sein Geschenk aufmachen, welches aber fachkundig mit Schrauben verschlossen wurde. Er sollte nun seine Schrauberfähigkeiten unter Beweis stellen, lernt er doch Kfz-Mechatroniker. Die waren allerdings durch den erhöhten Alkoholkonsum schon leicht beeinträchtigt worden und wurden weiter beeinträchtigt, da mehrere Löwentor auf den Schrauben verteilt wurden. Doch zum Glück gab es ja die Hüfte, die ihm zur Hand ging. Wie schon erwähnt halte ich mich aus der Gerüchteküche raus und schreibe hier nur Tatsachen nieder, jeder mag sich sein eigenes Urteil bilden. Porno nahm Stellung hinter Hüfte, da nach seinen Aussagen gewisse Teile zur Scheu gestellt wurden. Ich sage nichts! Nebenbei wurde der Bierhelm mit einem weiteren Liter Bier bestückt. Kein Motor läuft ohne Benzin.

Den Rest der Schrauberaktion guckte ich mir nicht mehr an, denn ich war ja Fuchs. Mein Getränk war schon seit geraumer Zeit leer und ich machte mir Sorgen um den großen Ansturm im Anschluß an den Showact, daher versorgte ich mich im Vorfeld. Drinnen traf ich dann auf Anja und eine Cousine von Porno, die von solchen Aktionen gar nichts hielt. Ich stimmte ihr zu und machte mir aus Versehen eine Mischung. Wollte ich doch eigentlich ein Wasser ordern. Naja, dann trinke ich halt noch eine Mischung und unterhielt mich ein wenig mit den Damen. Meine Vermutungen sollte stimmen und plötzlich wollten mehrere Leute was zu trinken haben. Zum Glück konnte ich mich vor dem Ansturm retten und zog mich in eine Ecke zurück um der Unterhaltung weiter zu folgen. Es dauerte nicht lange und die Lage hat sich wieder normalisiert. Leider kamen dann auch die Leute mit den Fotoapparaten herein und schossen Bilder von allem und jeden. Mein Fotoapparat wurde mir auch aus der Hand gerissen und es wurden Fotos von mir gemacht. Zum Glück befanden sich immer hübsche Frauen mit auf den Bildern, so das der Schaden am Apparat nicht so groß war. Als dann noch Schmierpopel dazu kam, sicherte ich schnell meinen Apparat, da ich wusste was er alles damit anstellen würde. Und vor allem befand sich Schmierpopel schon seit längerem auf einer anderen Alkoholebene als ich. Es schlich sich schon ein leichter Dialekt in seine sonst so klare Aussprache und er mehrte mich schon wieder an. Ich war es gewöhnt und mehrte ihn zurück an. Während des Gesprächs fielen mir dann draußen ein paar Beine auf, die sich auf Augenhöhe zu bewegen schienen. Eine kurze Korrektur meiner Position eröffneten mir, das sich Josef und Nicole auf die Tische begeben haben um dort weiter zu tanzen. Und ich stand drinnen, in eine Unterhaltung verwickelt. Aber zum Glück hat ja der Timo ein paar sensationelle Fotos geschossen. Man merkt das wir verwandt sind.

Die Tanzerei wurde jetzt auf das Exzessivste draußen fortgeführt. Gaudo, Nicole, Ramona und viele mehr schwangen das Tanzbein, das gar sehenswerte Verrenkungen herausgekommen sind. Allen voran muß aber der Schmierpopel genannt werden. Was er in dem Zustand auf die Beine zauberte gehört wahrlich zu der Kategorie, kaum zu glauben aber wahr. Niemals hätte ich gedacht, das Jemand der am zweistelligen Promillebereich kratzte noch derart sicher auf den Beinen ist. Gut, die Grimassen die dazu gezogen wurden und die gesamte Schmuckkollektion, bestehend aus mehreren Broschen und einer aufwendigen Kette, die er sich getrunken hat, ließen ohne Zweifel auf die Getränke schließen die er sich bereits zugeführt hat, aber der Tanzstil war unumstößlich. Und vor allem war er der Kaiser an dem Abend. Es gab viele Könige der Strammsäcke, aber der wahre Kaiser war Schmierpopel. Er versuchte nicht nur wieder das Gesicht seiner Frau zu essen, nein, er versuchte sogar auf seiner Nichte Ramona Huckepack zu reiten. Und immer wieder war ich sehr erstaunt woher er immer so tolle Grimassen zaubern konnte. Ein wahres Gummigesicht. Gaudo versuchte dann später auch mal das Gesicht seiner Frau zu essen scheiterte aber kläglich, da er seinen Mund nicht so weit aufreißen konnte. Auch wenn man eine Steffanski heiratet, erringt man nicht automatisch die Fähigkeiten. Es kommt halt keiner an den Schmierigen ran. Ich freue mich schon so sehr auf die Elferratssommerparty.

Nett war auch Keile-Günther an zugucken. Ich war ja froh, das er noch ein wenig länger da geblieben ist, obwohl ja seine zukünftige Ex-Freundin schon nach Hause wollte. Doch schien er sich wieder Gedanken zu machen, was er jetzt seiner Freundin sagen sollte. Denn er sagte ihr im Vorfeld, das er dann mit Vollmer und Böning abhauen wollte. Die sind aber dem Ruf ihrer Regierung Frauen gefolgt und mit denen nach Hause. Und nun stand Keile halt alleine da und machte sich Sorgen. Wir überzeugten ihn aber schnell, das er sich keine Sorgen machen sollte, denn wir waren ja noch alle bei ihm. Sofort lächelte er wieder und genoß sein Bier. Schön wenn man Leuten eine Freude machen kann. Irgendwann tauchte dann der David noch auf, der auf der Hochzeit von Pascal war. Da wollte ich ja eigentlich auch hin. Eigentlich zum Musik machen. Da hätte ich den Gästen aber erstmal Beine gemacht. Eröffnungstanz wäre dann kein Walzer gewesen sondern erstmal was um die Halsmuskulatur zu lockern. Ich dachte da an etwas von Body Count. Und ich war mir sicher, das der Bräutigam auf meiner Seite gewesen wäre. Leider kam ja dann der Geburtstag von Streit schon vorher und ich mußte absagen. Wenn ich gewusst hätte, da der verschoben wird, dann hätte ich natürlich zugesagt, aber mittlerweile hatte sich Pascal schon Ersatz besorgt und somit war ich dann halt außen vor. Aber ich konnte mich ja gut ablenken. David war anscheinend auch nicht mehr alleine und scheute schon recht wirr drein. Nichtsdestotrotz war er noch extrem gut drauf und pfiff sich ein oder zwei Mischungen rein. Ich habe zwar ein Foto, was andere Sachen behauptet, aber wir sind ja zusammen nach Hause gegangen.

Rasend schnell leerte sich das Tennishaus und die Zeiger auf meiner Uhr wollten mir was von 0500 Uhr vorlügen. Nachdem ich dann mit mehreren Leuten mehrmals meine Uhr verglichen habe, mußte ich dann doch zugeben, das sie recht behielt. Und da die Party fast vorbei war, machten wir uns also zu dritt auf den Weg. Wieder einmal habe ich es geschafft als letzter die Party zu verlassen, obwohl ich ja das Gegenteil vor hatte. Es ärgerte mich sehr. Glaubt mir eh keiner. Schnitzel und ich verabschiedeten David vor seinem Haus und hielten dann noch mal bei der Bushaltestelle an um über die Zukunft zu sinnieren. Wir sind uns einig, das wir in nicht allzu ferner Zukunft nur noch in gigantischen Röhren reisen werden. Es sollte sich also schnellstens Jemand daran machen, Reise-Röhren zu entwickeln. Ich bin sogar der Meinung ich bin ins Bett gekommen, denn Familie Steffanski unterbrach unsere Diskussion und brachte den Schnitzel noch nach Hause. Da mein Weg in einer anderen Richtung lag, ging ich zu Fuß.

Mein Handy klingelte um 1000 Uhr und ich fragte mich warum. Nach weiteren 10 Minuten quälenden Verhörs wurde mir klar, das wir ja an dem Morgen Seniorenwettkämpfe der Feuerwehr hatten. Ich checkte meinen Körper und kam zu dem Schluß, das ich nicht in der Lage wäre Leistungen an diesem Morgen zu bringen. Ich ging aber trotzdem los. Nach der üblichen Anmacherei im Feuerwehrhaus kamen wir dann auch in Brehme an und ich schäme mich wirklich für diesen Tag. Ich habe Urlaub und begann den Sonntag Morgen mit einem Meter Bier. Also ich habe ihn geholt und auch teilweise getrunken. Leider gab es 9 Springe und das schmeckt ungefähr so gut wie ein Schlag ins Gesicht mit anschließendem Tritt in die Magenkuhle. Nach dem Wettkampf fühlte ich mich wie ein menschliches Gemüse, das gerade aus einem Dampfkochtopf gekommen ist. Zwei weiter Bier halfen nicht und wir setzten zum Rückzug in den Westen an. Dort gab es Krombacher und das schmeckte wie eine Streicheleinheit. Leider wanderten davon noch ein paar weitere in den Schlund, obwohl ich das gar nicht vor hatte. Aber wir schafften tatsächlich mit vier Mann eine Kiste Bier aus zu trinken. Die Uhrzeit lasse ich jetzt mal außen vor, denn es kann nur meinem Ruf schaden. Friede schlief dann irgendwann ein und ich entschied das es besser wäre nach Hause zu fahren oder mich von Schnitzel zum Sporthaus zu fahren. Sporthaus hieß dann das Ziel und im Anschluss bin ich noch mit Schnitzel, Tobi und Kai mit dem Fahrrad (!) zum Bürgerfest gefahren. Wo ich mir dann gewünscht habe wieder auf mein Sofa zu kommen. Ich war einfach müde und meine Beine taten weg. Außerdem mußte ich mich ja für das kommende Wochenende schonen. Ich hatte Angst vor dem Bobby Car Rennen.


Handkäs mit Musik

21/08/2007

Na gut, Handkäs gibt es hier in Zukunft nicht. Und glaubt mir damit erweise ich euch allen einen Gefallen. Ich habe einmal miterlebt, wie ein Kollege im hessischen Runkel zu Mittag Handkäs ausgepackt hat und ihn als Nahrung zugeführt hat. Damals habe ich mich geärgert, warum ich meine ABC-Maske vom Bund zu Hause gelassen habe. Der Geruch war sehr stimulierend, jedenfalls so stimulierend, das ich am liebsten mein Mittag ohne Umwege durch den Darm der Toilette anvertraut hätte. Aber bevor es hier wieder Jugendgefährdend wird komme ich mal zum Thema.

Ab jetzt kann man die hier veröffentliche Texte mit Musik genießen. Mit Musik geht ja alles besser und vor allem lassen sich dann meine Texte bestimmt besser ertragen. Der geneigte Leser möge jetzt mal seinen Blick von der Jenna Jameson Homepage auf den linken Bildschirmrand lenken und bei Bedarf ein wenig nach unten scrollen. Unterhalb der Navigationsleiste wird er fünf graue Kästchen finden, die mit ”Playlist“ („Spielliste“, für die Nicht-Engländer) überschrieben sind. In jedem dieser Kästchen befindet sich ein kleiner Pfeil, der leicht mit dem Pfeil auf dem DVD-Player respektive Videorecorder zu vergleichen ist, welcher den neuesten Jucke-Film Action-Kracher startet. Wenn man darauf drückt, dann wird das Lied gestartet. Ein weiterer Druck auf das Zeichen pausiert das Lied. Der Balken rechts neben dem Pfeil gibt die Länge des Liedes an und wie lange das Lied schon spielt. Als besonderer Luxus erscheint dann noch der Liedtitel als Laufschrift. Ist das nicht abgefahren?!?

Dort wird der Leser in Zukunft von mir handverlesene Lieder wieder finden. Und das wird mit Sicherheit keine Mainstream-Kacke sein, die man aus den abgelutschten Radio-Programm kennt. But music with rocks in it! Um es mit den Worten von Terry Pratchett zu sagen. Kurz gesagt, gibt es hier Metal, Rock, 80er und auf was ich sonst gerade so Bock habe.

Den Anfang machen erstmal ein paar Klassiker, die eigentlich jeder schon mal gehört haben sollte. Wenn nicht, dann ist jetzt die beste Gelegenheit seine Bildungslücke zu füllen. Wie oft ich die Musik wechseln werde, kann ich noch nicht sagen, aber ab und an mal ein Blick nach links zu werfen kann ja nicht verkehrt sein. In allen Lebenslagen.

Also, auf „Play“ drücken, Anlage aufreissen und schlechte Qualität genießen den Ohren etwas Gutes gönnen!


Gedächtnistraining

20/08/2007

Dieser Freitag sollte nicht nur der Beginn des Wochenendes werden, nein, er sollte auch der Beginn meines dreiwöchigen Urlaubs sein. Ich weiß, jetzt werden ein Großteil der Leser wieder aufschreien und Betrug und ähnlichen niederen Machenschaften sprechen, aber das ist mir egal. Den ich habe jetzt drei Wochen Urlaub. In denen ich entspannen werde und eventuell zwei riesige Zimmer renovieren werde. Naja, ich probiere die Tapeten ab zu machen. Außerdem ist geplant, den einen oder anderen Vollrauschabend gemütlichen Abend zu verbringen. Friede behauptet zwar, das ich keinen Anspruch auf irgendeinen Urlaubstag vor dem Jahre 2028 habe, da ich während meiner Studienzeit immer so viel Semesterferien hatte. Aber da frage ich mich dann doch, wer sonst meinen Urlaub bekommen sollte. Da ich niemanden bevorzugen möchte, habe ich mich dann doch dazu entschlossen und die schwere Bürde selber zu tragen und meine Urlaubstage selber zu verbraten. Finde ich eine sehr gute Idee von mir und ich hoffe der Rest der Welt ist mir dankbar, das ich dieses Opfer bringe. Nicht vorzustellen, wenn sich die Bevölkerung um meinen Urlaub schlagen würde. Chaoszustände im ganzen Land, wer gerne mehr wissen möchte, der gucke sich ”28 weeks later“ an.

Doch kommen wir nun zum eigentlichen Anliegen. Da ich noch einige Sachen fertig machen mußte vor meinem wohlverdienten Urlaub, kam ich spät aus der Firma. Umso mehr musste den Abend Programm sein, denn das ich an einem Freitag erst um 1734 Uhr Feierabend machen konnte hat mich schon sehr belastet. Ich setze mich also in Bewegung und meine Schritten lenkten mich zunächst zum Sportplatz. Dort mußte ich dann tatsächlich das Training abwarten, bevor ich mich an einer Flasche Bier laben konnte. Denn der sonst so aufmerksame Carsten, scheint nicht da gewesen zu sein und jetzt hatte halt Stopper den Schlüssel zum Verkaufsraum. Doch der war wiederum mitten im Training. Also mußte ich mich in Geduld üben. Dafür schmeckte das erste Bier umso besser und wurde kurze Zeit später von dem zweiten Bier gefolgt. Der weitere Verlauf des Abends kristallisierte sich schnell heraus. Schnitzel, Kai und Wiebke saßen im Feuerwehrhaus und wollten auch noch durchstarten. Da aber von den Fußballern keiner mehr Bock hatte wurde die Route kurzfristig auf das Feuerwehrhaus umgemünzt. Man könnte auch davon sprechen, das die Route zum Feuerwehrhaus geplant war und ein Zwischenstop beim Sporthaus eingelegt wurde. Schließlich wird der Weg lang und staubig und man muß ja den Motor am laufen halten. Philip fuhr mich zum Feuerwehrhaus und dann wieder nach Hause, damit er sich noch wie eine Bordsteinschwalbe heraus putzen konnte aufstylen konnte. Diese Zeit nutze ich um noch ein weiteres Bier zu trinken. Görtler, der sich uns auf dem Fahrrad verfolgte randalierte noch ein wenig im Feuerwehrhaus herum in dem er eine gkühlte Bierflasche aus dem Kühlschrank fallen lies. Eigentlich ein Grund ihn zu teeren und zu federn, aber wir waren mal nicht so. Außerdem gab er wieder diversen Außerirdischen die Schuld.

Nachdem dann Philip ankam verlegten wir von der Leere des Feuerwehrhauses in die Leere des Ambiente. Kolbi war so nett mich zu fahren, während sich die Anderen alle bei Philip in den Golf setzten. Allerdings hielten sie sich noch kurze Zeit bei der Sparkasse auf, so daß ich ein wenig verloren vor dem Ambiente mir die Beine in den Bauch stand. Ein paar aufdringliche Freier mußte ich verscheuchen Aber es dauerte ja nicht lange, bis der Rest ankam und wir gingen rein. Man kam nicht umhin das Ambiente ein wenig mit der Werkstatt zu vergleichen. Eigentlich eine Schande was aus dem Laden geworden ist. Früher konnte man hier Freitags oder Samstags rein gehen und der Laden war voll. Sitzplätze waren nur was für ganz frühe Vögel (die mit dem Wurm), aber das war halb so wild, da man eh die meisten an der Theke kannte. Aber nun war hier gähnende Leere. Wir nahmen also einen der zahlreichen leeren Tische in Beschlag und warteten auf die Bedienung. Der erste Kontakt kam Eigentlich recht zügig, aber da noch nicht alle mit dem Aussuchen der Getränke fertig waren mußten wir ihn nochmal wegschicken. Ich ärgerte mich wenige Minute später, das ich nicht schon mal ein Warte-Pils geordert hatte. Denn auch nachdem die Karten zugeschlagen waren ließ sich unsere (männliche) Bedienung für längere Zeit nicht sehen. Ich entschied mich dann letztendlich für einen Havana Club Cola . Warum kann ich nicht sagen, aber irgendwie leuchteten die Worte in der Karte mich irgendwie an. Ich tippe mal auf speziell präparierte Karten. Das Getränk wiederum ließ auch wieder lange auf sich warten und kam dann in einem 0,3 l Glas daher. Wenigstens war die Mischung in Ordnung. Doch nach kurzer Zeit wurde klar, das wir hier nicht lange verweilen würden. Philip brachte es auf den Punkt: ”Lasst uns weiter ziehen, langweilen kann ich mich auch in der Werkstatt!“ Da waren sie. Die Worte auf die man gewartet hat und die jedem vom Beginn des Abend s klar gewesen sind. Sie standen im Raum und guckten jeden herausfordernd an, der sich traute sie in Augenschein zu nehmen. Also hieß es jetzt austrinken.

Doch wir waren nicht schnell genug. Eine junge Dame kam mit einem Weidenkorb auf uns zu. Ich ahnte schon was mich nun erwarten würde. Junggesellinnen-Abschied. Hieß so viel wie, die Glückliche, die demnächst vor den Traualter treten wird, darf sich vorher nochmal gehörig zum Affen machen und muß Peinlichkeiten verkaufen. Doch ich sollte mich täuschen. Zumindestens in dem Punkt, das sie Sachen verkaufen sollte. Sie mußte nämlich Sachen sammeln. Ein himmelweiter Unterschied. Und ich kannte sie noch. Zwar nicht mehr mit Namen, aber vom Sehen her. Sie kannte mich allerdings mit Namen, was die Sache für mich um einiges peinlicher machte. Die folgenden Konversation wurde von mir im Vorfeld wohlweislich durchgecheckt, damit keinesfalls über ihren Namen stolpern würde. Auf ihrer Liste fehlten noch ein paar Gegenstände. Unter anderem ein Schnürsenkel, ihre gierigen Blicke feilen sofort auf meine 10-Loch Dr. Martens. Ja klar, ich ziehe jetzt den Schnürsenkel aus meinen Stiefeln und laufe den Rest des Abends mit humpelnden Fuß umher. Da ich aber auf alles vorbereitet bin zog ich ein zweites Paar Schnürsenkel aus meiner Jackentasche. Bitte fragt mich jetzt nicht warum ich ein zweites paar Schnürsenkel für meine Stiefel in der Tasche habe. Es ist eine lange Geschichte. Sie war zufrieden, aber noch nicht fertig. Sie benötigte außerdem noch ein Ausweis eines Ü30jährigen und forderte meinen. Aber sie hatte Pech, denn ich werde ja erst nächstes Jahr 30. Das teilte ich ihr jedenfalls mit und da blickte sie mich völlig entgeistert an, da sie immer der Annahme war, das ich älter als sie war. Ha, wieder der Gewinner. Wie man es nimmt.

Unsere Kutsche fuhr dann kurze Zeit später. Und zur großer Überraschung aller hielten wir dann vor der Werkstatt, schickten aber erstmal Philip zur Aufklärung hinein, der mit freudigem Gesicht nach draußen kam und verkündete, das drinnen absolut gar nichts los war. Nun sollte man annehmen, das wir ja sehr schmerzfrei sind und trotzdem den Laden betreten würden. Aber diesmal nicht. Ich sehe schon die ganzen geschockten Gesichter. Ich war ja selber überrascht, denn plötzlich war unser Fahrzeug auf dem Weg nach Göttingen. Der JT-Keller war unser auserkorenes Ziel. Ich fragte mich ob meine letztwöchige Berichterstattung den Philip so angespitzt hat, das er dieses Wochenende unbedingt dort hin wollte. Doch den Gedanken konnte ich leider nicht in eine Frage umformulieren, da wir schon beim Feuerwehrhaus anhielten und uns mit Bier versorgte. Der Weg nach Göttingen ist lang und da braucht man schon ein paar Getränke. Besser gesagt, zwei an der Zahl, eins für die Hinfahrt und eins für die Rückfahrt. Man weiß ja nie, vielleicht kommt man in einen Stau oder Schlimmeres. Die Fahrt nach Göttingen war musikalisch ein wahrer Horrortrip. Wir hörten tumbe Malotze-Hits, wie sie schlimmer nicht sein konnte. Ich möchte gerne mal wissen was die Leute genommen haben, die solche Kracher wie ”Das rote Pferd“ fabrizieren. Auf jeden Fall muß das hartes Zeug sein. Ich könnte jetzt ja dieses Leid hier verlinken, aber ich befürchte damit stoße ich an die Grenzen des guten Geschmacks und möchte keinesfalls Leser verlieren. Wer also sehr leidensfähig ist, versucht sich mal bei Google. Aber ich übernehme keine Haftung für eventuelle auftretende Geisteskrankheiten. Als Vorsichtsmaßnahme sollte man vielleicht eine Flasche Doppelkorn auf Ex aus trinken. Sicher ist sicher! Nun ja, auf diese Weise wurde ich dann gequält. Ich konnte nicht mal Metallica-Texte für mich selbst rezitieren, damit ich nicht dem Wahnsinn verfalle, da die Anlage bis zum Anschlag und noch ein bisschen weiter aufgerissen wurde. Zum Glück hatte ich Bier, um meine Nerven zu betäuben. Ich hoffte nur, das bei einem Unfall die CD bis zur Unkenntlichkeit zerstört würde. So sollte mich keiner finden.

Die Tortour war dann nach 30 Minuten zu Ende und dank Kais Fahrweise war Wiebke schlecht. Aber wir mußten ihn gar nicht zur Schnecke machen, denn das machte sein Bruder Philip schon zur Genüge. Als wir dann in den JT-Keller hinabsteigen erwartet uns auch hier gähnende Leere und ein Reggae-Abend. Oh oh, warum war nirgends etwas los. Gab es eine Invasion von Aliens und wir haben nichts von mitbekommen? Ein kurzer Blick auf die Uhr brachte Aufschluß. Es war kurz nach Mitternacht und aus Erfahrung weiß ich, das sich der JT-Keller erst ab 0100 Uhr zu füllen begann. DA hieß es abwarten und ein paar Becks trinken. Aber ein Blick in die Gesicher von Kai und Wiebke leiß mich Schlimmes befürchten. Es war leer und die Musik war, sagen wir mal, bescheiden. Da muß ich aber den Beiden recht geben. Reggae war auch nicht mein Ding. Zumal Kai diese Musik-Richtung komplett neu war. Vorher ahnte er nichts von der Existenz des Dope-rauchenden schwarzen Mannes. Philip und ich versuchten es mit beschwichtigenden Worten, aber so recht konnte man die Beiden nicht überzeugen. Aber wir bleiben standhaft und rieten ihnen zuwarten. Es dauerte auch nicht lange und da wurde es langsam voller. Noch nicht übermäßig voll, aber das sollte sich ja noch ergeben. Und der erhoffte Schnitteneffekt trat auch auf, so sicher wie der Gongschlag der Kirchturmuhr. Schnitzel hatten wir schnell im Boot. Der kam nach ca. 15 Minuten schon auf den Trichter, das die Musik zwar nicht so prickelnd war, aber man hier gut stehen konnte, ein paar Bierchen genießen und den Mädels auf den Arsch gucken kann das andere Geschlecht bewundern konnte. Half aber alles nichts, denn Kai und Wiebke langweilten sich ein wenig und wollten wo anders hin. Philips Gesicht sprach Bände und seine Gedanken würden einen ziemlich blutigen Horrorfilm mit Überlänge füllen.

Nun folgte eine recht wirre Hatz durch die Innenstadt. Mein Vorschlag war das Eins B, wo rockige Klänge uns erwarten würden, aber die Erwähnung dieser Musikrichtung zog die Mundwinkel ungefähr auf Höhe der Kniekehlen. Also lenkte ich die Gruppe leicht in Richtung Osho und da rückten sie dann mit der Wahrheit raus. Warum ging es denn nicht in den Alpenmax. Na also. Es hat zwar ein wenig gedauert aber da war doch unser Ziel. Anstatt vorher rumzudrucksen hätten sie doch gleich sagen können das sie dorthin wollen. Das ich leidensfähig bin, habe ich ja schon auf der Hinfahrt bewiesen. Da konnte mich der Alpenmax auch nicht mehr schocken und vor allem hätte es mich vor einer ausgetrockneten Kehle bewahrt.

Ich sollte mich irren, denn selten habe ich eine so große Ansammlung von Spacken gesehen wie im Alpenmax. In Verbindung mit meinem Durst konnte es nur ein teurer Abend werden. Das Publikum im Alpenmax ist sagen wir mal gemischt. Es gibt da bestimmt ein paar Vernünftige drunter aber der Großteil ist schon ganz schön eingeschränkt in der Denkfähigkeit. Was nicht zuletzt an den konsumierten Alkoholmengen liegt. Der wirkt ja bekanntlich bei jedem anders auf das Gemüt, aber ohne hier nun in eine Klischee-Bresche zu hauen, 80% der männlichen Anwesenden ändert sich in den Typ ”Ich bin der geilste Stecher der hier rumläuft und jeder der was anderes behauptet dem haue ich mit Anlauf in die Fresse. Und ich kann Gedanken lesen“. Aber ich kann mich ja arrangieren und eigentlich überall Spaß haben. Also auch im Alpenmax. Der Spaß startete also mit dem ersten Mix-Getränk. Bacardi-Cola. Kurze Zeit später kam dann Schnitzel um die Ecke und drückte mir noch eine Mischung Wodka Red Bull in die Hand. Ach, wir trinken Runden? Gut, das man an mich gedacht hat. Da stand ich also mit einer Doppelmischung. Nun kam noch erschwerend hinzu, das ein Großteil an hübschen Frauen zugegen war. Gut, die Hälfte von denen stand auf den oben erwähnten Standard-Alpenmax-Typ, aber die andere Hälfte vielleicht nicht.

Sensationell auch der Kai, der die Gruppe anführte. Er suchte einen Platz in der letzten Ecke des Alpenmax. Da hätten wir auch im Ambiente bleiben können. Anscheinend stand Kai auf Anschisse, denn nun bekam einen Triple-Anschiss von Philip, Schnitzel und mir. Unser nächster Standort war auch nicht gerade weise gewählt, den ein leicht säuerlicher Geruch von Erbrochenem steig einem in die Nase, das spricht eigentlich nur für die Lokalität. Danach standen wir dann also an der Tanzfläche und reihten uns in die Riege der glotzenden Nichttänzer ein. Bei Kai hat das ja nichts gemacht, er hatte ja seine Freundin dabei. Aber Schnitzel, Philip und ich sahen wieder aus wie die Trottel vom Dienst. Ich zog mich ein wenig zurück, damit das Drama auf der Tanzfläche nicht mein Augenlicht verletzte. Sensationell der Einsatz einer jungen Dame, die anscheinend auch gerade die Hauptfigur in einem Junggesellinnenabschied war, klar zu erkennen an dem mitgeführten Weidenkorb und dem Dirndl, das sie an hatte. Wohl unfreiwillig und mit Hilfe von mehreren hochprozentigen Getränken machte sie einen Diver, wurde aufgefangen und begab sich stehenden Fußes zurück auf die Tanzfläche. Respekt!

Unbeabsichtigt fiel dann der Blick auch auf die Vögel, die meinen sie könnten tanzen. Ich bin ja ein Fremdschämer. Und mir war das echt peinlich, was die Typen da auf der Tanzfläche abzogen. Diese wirklich plumpe Art wie sie meinten sie seine die Könige des Dancefloors und ihre vermeintlich sexuell stimulierenden Bewegungen lösten in mir den Brechreiz aus. Die temporär nach Kotze riechende Brise von der rechten Seite baute das ganze nicht gerade auf. Schlimmer waren dann nur die Frauen, die ihnen die Bestätigung in ihrem Tun gaben, in dem sie auf sie eingingen. Schade das man ein Schrotflinte mit breiter Streuung nicht immer zur Hand hat, wenn sie gerade nützlich ist. Man hätte die Welt ein kleines Stückchen besser gemacht.

Um meinen Magen zu schonen zog ich weiter zurück auch auf die Gefahr hin, das die junge Dame, die ich für den Abend ins Auge gefasst habe aus dem Blick zu verlieren. Und der neue Platz war nicht nur weiter weg von der Tanzfläche, sondern auch noch näher an der Theke. Zwei Fliegen mit einer Klappe, sage ich da nur. Kurze Zeit später bekam ich dann wieder Angst, denn es sah wieder so aus, würde mich Fortuna anlächeln. Dabei weiß sie doch, das Schicksal das nicht gerne sieht. Denn die junge Dame die mir spontan durch ihr atemberaubendes Aussehen aufgefallen war, setzte sich mit ihrer Freundin und deren Freund (davon bin ich jetzt mal ausgegangen) nicht sehr weit entfernt nieder. Sie hatte ein hübsches Gesicht, braune Haare und blonde Strähnchen im Haar. Wen wunderst, das ich interessiert war. Meine Erscheinung ließ dann doch wieder zu wünschen über, denn durch das Rauchproblem und ein überhand nehmendes Durstgefühl meinerseits hatte ich schon wieder zwei Mischungen in der Hand. Aha, Schicksal was back. Ich behielt also meinen Plan bei und betrank mich und bewunderte sie aus der Ferne. In meinen Augen ein guter Plan, aber etwas in mir sagt mir, das es so wohl nichts werden wird, mit einer Hochzeit vor dem 30. Jahrestag.

An dieser Stelle muß ich dann doch mal etwas über den Philip schreiben. Als ich ihn an dem Abend bei seiner Arbeit gesehen habe kam mir ein Gedanke. Er machte seine Arbeit gut. Er flirtet die Frauen an und macht ihnen schöne Augen. In solchen Sachen ist er einfach ein wahres Naturtalent. Er ist in Bezug auf Frauen eigentlich das komplette Gegenteil von mir. Er hat Glück bei den Frauen, ich eher nicht. Er ist Yin und ich bin Yang. Er ist Luke Skywalker und ich bin Darth Vader. Er ist Hassel, ich bin Hoff. Sollte es da eine kosmische Fügung geben, das er meinen Teil des Glück-bei-Frauen abbekommen hat? Ich hoffe nicht!

Ein kurzer Ausflug in die Tiefen meiner Gedankengänge und schon sind wir wieder zurück. Kai gab den Anpfiff für den Rückzug. Er fragte, ob wir dann so langsam los wollten und ich bestellte noch eine letzte Runde. Nein, das war nicht unsensibel, das war nur Voraussicht, denn wir mußten ja noch an der Kasse anstehen. Oder auch nicht, aber so hatten wir wenigstens noch ein Abschiedsgetränk. Nach dem Zahlen ging es dann erstmal in die nebenan liegenden Dönerbude. Und Philip nutze die Gelegenheit um Geschäftskontakte mit dem Dönerbudenbesitzer zu schließen. Es ging da um diverse Gaszuleitungen. Falls also in naher Zukunft ein Bericht über eine Explosion im Iduna-Zentrum in der Zeitung stehen sollte, dann habe ich nichts damit zu tun. Der Döner war Klasse, auch wenn er unmöglich zu essen war. Jedenfalls nicht ohne sich das gesamte Gesicht mit Tzaziki voll zu schmieren. Es gibt ja Servietten.

Auf der Rückfahrt qualmte ich mir dann noch das wohlweislich mitgebrachte Bier rein. Man kann es ja nicht umkommen lassen. Nachher vergisst Philip das Pils im Auto und es überschreitet die Verfallsgrenze und muß weg geschüttet werden. Sagen wir mal so, ich habe einem weiteren Bier geholfen seinen Auftrag zu erfüllen. Das baut das Gewissen ein wenig auf. Ich war dann aber froh, als wir in Westerode ankamen und ich mein Bett aufsuchen konnte. So ein Tag schafft doch ganz schön.

Samstag morgen meine Augen gingen auf und als ich dann endlich die Uhr lesen konnte fragte ich meinen Körper ob er noch ganz frisch sei, meinen Organismus schon um 0718 Uhr hoch zu fahren. Es lag ausnahmsweise mal nichts an und ich konnte eigentlich mal ausschlafen. Da ich aber eh grad wach war machte ich eine Schnelldiagnose und mußte feststellen, das der Kater den ich die letzten zwei Wochenende hatte heute nicht aufgetaucht war. Ich hatte schon Angst, das es was Schlimmeres sein könnte! Und dann fiel mir plötzlich ein, das ich etwas auf der Arbeit vergessen hatte. Nach einigem hin und her, habe ich dann entschlossen, das ich am Montag nochmal nach Heiligenstadt fahren muß. Tolle Wurst. 50 km einfach so durch den Auspuff blasen, nur weil ich am Freitag zu dämlich war!

Am späten Nachmittag ging es dann nach Göttingen zum Bowlen. Felkl hatte alles klar gemacht und stand mit laufendem Motor um 1720 Uhr vor meiner Haustür. Auch wenn er einen Franzosen fährt, was ja absolut gar nicht geht, bin ich mitgefahren und ab ging die heiße Fahrt nach Göttingen. Dort warteten Sabrina, Christian und ich noch auf David, Ellen und Hannah und Nadine und Andre und der Spaß konnte los gehen. Insgeheim habe ich mir ja gewünscht, das es Pitcher geben würde, aber ein Blick auf die Karte während der Wartezeit teilte mir mit, das es keinen Pitcher geben würde. Dafür aber Hefe vom Faß. Bowling ohne Pitcher, geht das eigentlich?

Nach der Anmeldung und dem Empfang der Schuhe ging es dann frisch ans Werk. Und ich muß sagen, das Bowling einer der Sportarten ist, die mir wirklich Spaß machen. Zehnmal besser als Kegeln und ich kriege es sogar hin. Zeitweise wusste ich sogar was ich da mache. Das erste Spiel konnte ich sogar für mich gewinnen. Im Anschlußspiel wurde ich dann Zweiter, hinter Andre, der uns alle beim ersten Psiel in Sicherheit wiegen wollte. Denn dann hat er unglaublich stark losgelegt. Das dritte Spiel möchte ich hier nicht erwähnen, da ich tierisch abgebaut habe. Ich habe aber auch schon eine Erklärung dafür. Pro Spiel wanderte ein Weizen in den Magen ein. Nach dem erste Hefe ging es ganz gut. Während des zweiten Hefes wurden meine Leitungen kurzzeitig besser, nahmen dann aber zum Ende wieder ab, was wohl darauf zurückzuführen ist, das mein Getränk alle war. Dann kam Spiel Nr. 3 und somit auch Hefe Nr. 3. Die Zielfähigkeit ließ, sagen wir mal ein wenig nach. Man stellte sich auf, man zielte, man achtet darauf, das man die typischen aus dem TV bekannten Bewegungen machte und setzte den Ball in Bewegung. Nun folgt die ernüchternde Erkenntnis, das man gar nicht dorthin geworfen hat, wo man Eigentlich hinwerfen wollte. Der Ball nimmt eine leichte links Kurve und haut nur den Pin hinten links um. Man ärgert sich, zeigt es aber nicht und ignoriert die grinsenden Gesichter der Anderen. Den zweiten Ball haut man dann mitten rein und ärgert sich wieder, das man nur einen Pin stehen gelassen hat. Schon wieder! Aber den Anderen ging es teilweise auch wie mir. Besonders der David und der Andre verstanden es ihre Wut zu verbergen. Oder auch nicht. David stand es regelrecht ins Gesicht geschrieben, das er sich ärgerte keinen Strike geworden zu haben. Und Andre ist ein wahrer Meister in unterdrückten Aggressionen. Ich würde gerne mal die blauen Flecken auf seinen Oberschenkeln sehen, die er sich vor Wut zugefügt hat. Doch am Meisten hat es wohl den Christian getroffen. Er war sich im letzten Spiel sehr siegessicher. Ich war keine Gefahr mehr, da meine Zielautomatik durch den Hefekonsum seltsamer weise eine Störung hatte. Andre war noch ein wenig gefährlich, aber auch er hatte schon drei Hefe konsumiert. Auf Andre hatte Christian auch seinen Hauptaugenmerk gesetzt und somit hat er die Nadine nicht mehr beachtet, die durch ein paar Strikes das Feld von hinten aufräumte. Sie gewann die Runde und Christian stand die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. Oder waren das etwas Pläne für einen bevorstehenden Amoklauf. Verdammt, ich würde auch noch in seinem Auto mit fahren.

Es passierte aber nichts auf der Rückfahrt und wir rückten noch bei David ein um den Abend noch ein wenig zu begießen. In weiser Voraussicht, hatte ich mir noch zehn ein paar Holsten mitgebracht, die David dann in die Tiefkühltruhe gepackt hat. Gut, die ersten Beiden waren nicht ganz so kühl, was aber auf die schlechte Kälteleitfähigkeit von Bier zurückzuführen ist. Aber die anderen sollten kühler werden. Wir saßen also im Wohnzimmer und erzählten was das Zeug hielt. Dabei wurden wieder einige Stilblüten ausgepackt. Es war herrlich einfach mal die guten alten Zeiten wieder aufleben zu lassen. Es tat richtig gut. David tat sich am Jim Beam gütlich und Andre und ich hievten uns ein paar Bier rein. Christian hingegen wollte gar nichts trinken. Aber dafür kenne ich ihn nun schon lange genug, das ich wusste, das er doch noch etwas Alkohol zu sich nahm. Und zwar in Form eines Caipis. Sabrina und Ellen tat es ihm gleich. Nachdem dann der Abend weiter fortgeschritten war merkte man auch schon bei einigen das die Zunge nicht mehr so ganz den Befehlen aus dem Kopf folgte. Der David hatte leichte Schwierigkeiten bei der Artikulation einiger Worte. Was aber die Sache noch ein wenig lustiger machte. Doch der Abend sollte ein abruptes Ende nehmen. Gegen 2330 Uhr brachen dann Christian und Sabrina auf,da am nächsten Tag ein Fußballspiel an lag. Das hinderte jedoch Christian nicht daran ein zweites Glas Caipi zu trinken. Diese wurde dann aber von David gemacht und es schien ihm regelrecht gelungen zu sein. Die Begeisterung von Christian konnte man als Ungeübter in der Gebärdensprache ohne Probleme lesen. Christian und Sabrina waren dann los und der Rest wollte dann auch die Zelte abbrechen, da zähle ich mich jetzt dazu. Ein Blick auf mein Zeiteisen sagte mir aber, das es irgendwie die falsche Zeit war um an einem Samstag ins Bett zu gehen. Es war ja gerade mal der Sonntag angebrochen. Also entschied ich mich noch dazu nach Nesselröden zu fahren. Besser gesagt mich fahren zu lassen. Nadine und Andre waren so nett mich bis dorthin mit zu nehmen. Ein sanitärer Notfall zwang mich Nadine auf Knien anzuflehen (so gut das von der Rückbank aus ging) nochmal einen Boxenstop beim Feuerwehrhaus zu machen und dann war ich auch schon in Nesselröden. Berg hoch gelaufen, zweimal angehalten, weil der Atem nicht mehr gereicht hat und 10 Euronen abgedrückt. Wo war die nächste Bierbude?

Mit Getränken war ich versorgt, jetzt mußte ich nur noch den Schnitzel ausfindig machen, denn mit dem hatte ich vorher telefonisch korrespondiert. Als ich noch nicht den Fetenplatz betreten hatte, hatte er mir schon beschrieben, wo ich ihn finde. Hat natürlich viel Sinn gemacht, das er mir sagte ich solle die Bierbude links und eine Holzbude rechts liegen lassen, wenn ich nicht wusste wie es dort aussah. Außerdem hatte ich die Beschreibung eh wieder vergessen, als ich die Bierbude sah. Die erste Bestellung bestand aus zwei Pils, weil ich ja nicht wusste wie lange ich dort orientierungslos umher irren würde. Derart ausgerüstet begab ich mich dann auf die Suche und fand den Schnitzel nach zwei Schlucken. Der erste Schluck reichte aber schon aus, das mein Gehirn eine Getränkeprobe an meine Leber gab. Nachdem ich dann bei Schnitzel war und er mit erzählte das es sich um 9 Springe Bier handeln würde, war mir klar, woher ich den leicht jauchigen Geschmack kennen würde. Dieses Bier ist echt kein Geschenk und lässt sich vom Geschmack her am ehesten mit einer gehörigen Tracht Prügel vergleichen. Und ich hatte mir erstmal schön zwei 0,33 l Becher geholt. Doch da mußte ich jetzt durch. Was die Sache zusätzlich noch erschwerte war unser gut gewählter Platz in der Nähe der Mischungsbude. Jeden den ich sah kam mir mit einer äußerst lecker aussehenden Mischung entgegen und ich mußte die Rache der Leber trinken. Nach der Folter gönnte ich mir aber erstmal eine doppelte Gaumenfreude Marke Bacardi-Cola, da kein Havana vorrätig war. Nett ist dann auch immer, wenn man dann mit seinen Bechern herum steht und dann meinen einige Leute genau dort sich entlang zu drücken, wo man wenigsten Platz ist. Teile der Mischung liefen dann sehr nett an meinem Arm runter.

Es kam nun die Zeit in der man ein wenig umher streift und guckt, wen man noch alles so kennt. Zunächst traf ich auf Porno und Hüfte, die recht nahe bei standen. Dann kam noch die Ramona hinzu, die ich ja nun schon lange nicht mehr gesehen hatte. Sie mich anscheinend auch nicht. Also unterhielten wir uns kurz und da ist mir aufgefallen, das sie ja auch gar nicht auf der Ballermann-Party vor einer Woche in Breitenberg war. Zum Glück, wenn ich an meinen damaligen Zustand denke. Aber irgendetwas schien ihr dazwischen gekommen zu sein. Sie hat es mir bestimmt auch erzählt, aber der ganze Bacardi hat mir dabei geholfen es zu vergessen. Schnitzel teilte mir dann irgendwann mit das Acki auch da sei, aber total hacke stramm. So mag ich Acki doch am liebsten und machte ich mich auf den Weg um ihn zu suchen. Ich habe ihn auch schon von weitem gesichtet und wollte dann einfach seinen Spuren folgen. Nun ja, das war aber alles nicht so einfach, denn Acki war ein ausgefuchster Spurenverwischer und lief in Schlangenlinien um eventuelle Verfolger gekonnt ab zu schütteln. Doch ich brachte mein größtes Fährtenleserkönnen auf. Und wurde abgelenkt. Zunächst von Ritti. Er lief mir über den Weg, als ich gerade nah an Acki dran war. Sein Auftreten als Schalke Fan konnte ich gerade noch erkennen. Und an seinem zufriedenen Grinsen konnte ich erkennen, das Schalke wohl gewonnen hat. Wie er mir dann mitteilte waren er und noch ein paar beim Spiel gewesen und wollen jetzt den Abend als Anlaß nehmen sich zu betrinken. Er spricht also meine Sprache. Wir verfielen dann in eine diffizile Diskussion über Fußball. Ich will hier aber nur die Kernaussage wieder geben. Ich gratulierte also den Schalker Fans zu ihrem Sieg und teilte ihnen mit, das sie es noch genießen sollte so lange sie es noch konnte. Denn wenn die Eintracht Braunschweig erstmal wieder in der Bundesliga spielt (in hoffentlich zwei Jahren), dann können sie nur noch gegen die anderen Vereine Punkte holen. Die Folge war großes Gelächter und die Feststellung das Eintracht doch am Freitag gegen Babelsberg 3:1 verloren hatte. Ich mußte also ein ernstes Wörtchen mit der Eintracht Führung wechseln, sie untergraben meine Argumentation. Um mir mehr Peinlichkeiten zu ersparen bot ich mich an etwas zu trinken zu holen. Außerdem waren meine Getränke gerade alle. Seltsamerweise fand ich den Ritti nicht mehr wieder, dafür aber den Dirk. Der stand an der Bierbude und schüttet sich Bier rein. Ich versuchte ihm den Becher aus der Hand zu schlagen, in der Meinung er wisse nicht was er sich da gerade rein kippte. Aber er wehrte ab und meinte das er heute nur Bier trinken würde. Ich bewunderte seinen Mut und bot ihm dann auch keine der Mischungen an, die ich meiner Hand hielt. Nach einem kurzen Gespräch machte ich mich dann wieder auf die Anderen wieder zu finden. Unterwegs traf ich dann auf Kathrin und Heike, die allerdings ohne Kerstin unterwegs waren, ergo auch ohne ihre großen…. Aber anscheinend waren sie gerade in Aufbruchstimmung. Also setzte ich meinen Weg fort.

Nun kommt wieder mal die Zeit, in der ich keine verlässliche Zeitleiste aufweisen kann. Das aber wiederum lag nicht an mir, da ich hier ja nur der Empfänger der Mischungen war. Ich konnte sie also nicht selber zu breiten und somit auch nicht kontrollieren, wie schnell ich stramm werden wollte. Es sei hier nur erwähnt, das die Mischung mit Beschleuniger waren. Und dementsprechend brachten sie mich weit nach vorne im Alkoholzug. Ich war wohl schon bei der ersten Klasse angekommen und dort war die Welt irgendwie besser. Die Dunkelheit war nicht ganz so dunkel und auch die Mädels sahen besser aus. Außerdem verwandelten sich die Plastikbecher in güldene Krüge und stinknormale Bierbänke wurde zu komfortablen Bänken. Hier wollte ich jedenfalls bleiben. Dank meinem Fotoapparat kann ich auch noch nachvollziehen mit wem ich alles getrunken habe. Allerdings fallen mir nicht mehr wirklich alle Namen ein. Aber ich werde hier jetzt nicht diverse Links zu Fotohomepages schalten. Keine peinlichen Verlinkungen die schwere Folgen nach sich ziehen könnten.

Eine Begegnung des Abends ist mir dann aber doch im Gedächtnis geblieben, obwohl ich davon keine Fotobeweise habe. Ich unterhielt mich mit einer jungen Dame, deren Namen ich vergessen habe und die ich vorher auch nie gesehen habe. Ich traf sie an der Mischungstheke und durch irgendeinen dummen Zufall sind wir ins Gespräch gekommen. Sie jedenfalls brachte mir folgende Aussage näher: ”Männer, die auf Brünette stehen, sind für Blondinen eh zu häßlich!“ Man lasse diesen Spruch erstmal auf einen wirken und erkenne dann die total sinnfreie Aussage. Gott sei Dank war die junge Dame nicht blond sondern brünett, sonst hätte ich sie für sehr eingebildet gehalten. So war sie halt nur sehr selbstkritisch. Was machen dann aber Brünette die blonde Strähnchen haben? Sollte dieser Spruch zutreffen habe ich endlich eine Erklärung warum ich kein Glück bei blonden Frauen habe. Ich stehe ja auf Brünette. Besser noch kastanienbraun oder rot. Das erklärt nun aber nicht das Pech bei dem Rest der Frauenwelt. Oder macht es die Kombination? ”Wenn man auf Kastanienbraune und Rothaarige steht, hat man kein Glück bei Frauen. Nie! Auch nicht wenn die Erde sich auftut und alles und jeden verschlingt. Oder wenn eine beliebige Welt-Ende-Prophezeiung in Erfüllung geht. Oder wenn das Lamm die sieben Siegel öffnet!“

Auf meiner weiteren Tour durch die Freuden der ersten Klasse muß ich dann wohl irgendwie in eine Zeitanomalie des Raum-Zeit-Kontinuum getreten sein, denn plötzlich waren jede Menge Leute verschwunden und irgendjemand sagte, das wir jetzt nach Hause wollen und ob ich mit wolle. Ich ergab mich dieser überwältigenden Argumentation und verschaffte mir durch eine dreiste Lüge noch die Möglichkeit mir weitere Getränke zu besorgen. Ich behauptet dringend nochmal auf die Toilette zu müssen. Aber bin dann ohne auf verfolgende Blicke zu achten zur Getränke-Bude gegangen. Eine verschollen geglaubte Audio-Aufzeichnung aus meinem Hirn behauptet ich hätte zwei Bacardi-Cola mit den Eigenschaften mich in das nächste Delirium zu befördern bestellt. Ich weise aber hier daraufhin, das solchen Aufzeichnungen nicht immer geglaubt werden kann, da der Schreibkopf der entsprechenden Apparatur leicht dejustiert war. Es sieht so aus, als sei ein bis zwei Liter ein bisschen Bacardi-Cola rein gelaufen. Mit Getränke ausgerüstet ging es dann den weiten Weg zur Bushaltestelle wo dann nicht nur das Taxi bestiegen wurde, sondern auch mein Gedächtnis komplett in den Notzustand ging. Soll heißen alle Aufzeichnungen wurden aus Gründen des Selbstschutzes entfernt. Da aber der Löschmechanismus nun auch schon 298Jahre alt ist und in den letzten Jahren des Öfteren eingesetzt wurde konnte nicht alles gelöscht werden und in meinem Kopf spuken noch Momentaufnahmen herum. Laut einiger Augenzeugen soll ich wohl das Taxi erstmal allein bezahlt habe und wollte keinerlei Geld oder körperliche Gefallen annehmen. Dann muß ich wohl mit dem Rest der Bargage noch in den Jugendraum eingerückt sein, wo ich dann lautstark nach Bacardi verlangt habe. Der wurde mir dann auch gebracht oder ich habe ihn mir selbst geholt. Hier scheiden sich die Geister. Ich halte mich daraus, da ich als Unbeteiligter nichts dazu sagen kann. Den Bacardi habe ich mir dann wohl noch mit Porno geteilt, der dankbar jeden Schluck getrunken hat. Dann wurde ich aufgefordert nach Ahuse zu gehen, da die Anderen auch los gingen. Seltsame Laute kamen aus meinem Mund die zuerst mit Suaheli verwechselt wurden. Aber mit viel Fantasie konnte man das auch als Hochdeutsch erkennen. Wie gesagt viel Fantasie und ein bis zwei Flaschen Korn auf Ex würden auch helfen. Der Weg nach Hause entzieht sich komplett meiner Erinnerung. Ich habe aber noch ein paar Jungspunde bei der Molkerei getroffen, die gerade vom 18. Geburtstag von Dennis kamen. Dennis gratulierte ich erstmal und einen Anderen kannte ich noch von der Feuerwehr. Wie ich aber erfahren mußte konnte sich Dennis auch nicht mehr an die Begegnung erinnern. Scheint auf beiden Seiten ein erfolgreicher Abend gewesen zu sein.

Ich weiß nicht warum, aber ich erwachte in meinem Bett. Mein Handy spielte seltsame Musik und mein Erinnerungsding auf dem Handy sagte was von einer Feuerwehrübung. Die hätte ich aber lieber sein lassen sollen, denn danach ging es bergab mit meinem Zustand. Man stelle sich eine Talfahrt auf einer Straße mit 80% Gefälle und Rückenwind vor. 300 m vor der Kurve fällt einem dann auf, das ja seit vorgestern die Bremsen kaputt gegangen waren und man sie seit dem reparieren wollte. Ich fühlte mich also wie 2 Minuten später. Und die Kopfschmerzen haben sich noch dazu gesellt. Diesmal aber nur auf der linken Gehirnhälfte. Wenn ich es nicht besser gewusst hätte könnte ich schwören, das Legolas himself mir einen Pfeil direkt aus Mittelerde durch den Kopf geschossen hat, weil er mich in den Morgenstunden des Sonntags für einen Ork gehalten hat.


Eigentlich hatte ich ja gar keinen Bock was zu machen…

14/08/2007

So richtig wollte ich mich nicht auf das Wochenende freuen, denn ich hatte eine Doppelschicht beim Teichfest angenommen. Einmal vom Elferrat aus und einmal vom Sportverein aus. Aber da ich nun mal meistens ”Ja“ sage, wenn man mich fragt, hänge ich nun mit drin. Aber auch die Dienste gehen irgendwann vorbei und dann könnte ich ja immer noch Gas geben. So versuchte ich mir dann doch noch die Sache schön zu reden. Aber zunächst mußte erstmal der Freitag überstanden werden. Ingo hatte mich schon Mitte der Woche angetextet, was denn nun abgehen würde. Er hatte mal wieder Ausgang und das sollten wir dann auch gebührend nutzen.
Der Plan sah vor, das wir uns dann erstmal beim Sporthaus treffen sollten und dann alles weitere planen würden. Ich hatte dann noch den Felkl überredet was zu machen, also konnte schon mal nichts schief gehen. Gegen 2130 Uhr war ich dann beim Sportplatz und mußte feststellen, das ich schon ganz schön spät dran war, aber das hinderte mich dann nicht daran, ein leckeres Pilschen zu trinken. Wir beschlossen dann spontan, das wir zunächst bei Ingo Fußball gucken wollten und dann die Segel in Richtung Göttingen setzen. Herrlich, endlich mal wieder eine kleine Abwechslung vom grauen Werkstatt-Alltag. Im Kopf malte ich mir schon einen kleinen Fahrplan aus. Es mußte einfach gut werden. Aber wir wollen hier mal nicht ablenken, denn es warteten noch einige Biere auf mich. Die Kiste mußte ja alle werden.

Köppel hat sich dann bereit erklärt uns mit zu Ingo zu nehmen. Er selber war ein wenig geschafft und konnte leider an der tollen Abendunterhaltung nicht teilnehmen. Wenn er nur wüsste was er alles verpassen würde. Es wäre ein Abend nach seinem Geschmack geworden. Wir waren übrigens. Christian, Sabrina und ich. Wir mußten dann allerdings noch einen Boxenstop bei Rewe machen. Nun kommt etwas worauf ich absolut nicht stolz bin. Ich habe nach 2100 Uhr eingekauft. Ich bin ja im Großen und Ganzen gegen die verlängerten Öffnungszeiten, da ich der Meinung bin das man seine Einkäufe ohne Probleme bis 2000 Uhr locker erledigt haben kann. Und alle die jetzt die Stimme erheben und meinen das dies neue Arbeitsplätze schaffen würde, dem glaube ich nicht. Es fühlt sich eher an wie eine Arbeitszeitverschiebung. Also werden keine neuen Leute eingestellt, sondern einfach nur anders verteilt. Außerdem werde ich gezwungen das hier hin zu schreiben, denn der Schocker ist ja Marktleiter bei Rewe einem nicht näher genannten Supermarkt in Bovenden. Und der kann manchmal ganz gemein werden und schimpft mich dann immer schlimme Dinge.Wer Schocker ganz gerne hat, der geht ab jetzt jeden Abend innerhalb der verlängerten Öffnungszeiten zum Rewe in Bovenden einkaufen. Damit sich die neuen Öffnungszeiten auch lohnen! Aber ich habe es nun mal getan und habe nach 2100 Uhr eingekauft. Wenn wir aber ehrlich sind, dann müßten um diese Uhrzeit nur die Getränkeabteilung geöffnet haben. Alles andere ist Stromverbrauch. Felkl und ich erwarben dann also eine Flasche Cola und ich einen 6er-Träger Bier. Ich hasse es ohne Getränke irgendwo aufzutauchen, wo ich weiß , das ich mit Sicherheit mehr als ein Bier trinken werden.

Bei Ingo fanden dann noch zwei weitere leckere Becks den Weg in meinen Magen. Dort amüsierten sie sich prima, mit den bereits konsumierten Krombachern. Ingo selber wollte fahren, was mich an seinem Geisteszustand zweifeln ließ. Aber er meinte das die Getränke die er an seinem Geburtstag konsumiert hätte für den Rest des Jahres reichen würden, aber mit ziemlicher Sicherheit bis zum Ende des Monats. Innerlich bewunderte ich ihn. Doch äußerlich ließ ich mir nichts anmerken und genoß mein Becks. Fußball war recht nett, eigentlich ist mir Bier alles nett.

Nachdem dann Fußball vorbei war setzten wir auch sehr zeitnah zur Fahrt nach Göttingen an. Ich schlug als erste Lokalität das Thanner’s fort mit Aussichten auf eine Verlängerung im JT-Keller. Was mich jetzt sehr wunderte war die einstimmige Annahme meines Vorschlages. Sehr ungewohnt. Wir wollten dann eigentlich bei der Stadthalle parken, aber dank der perfekten Orientierungssinn von mir Jemand sind wir an der Kreuzung falsch gefahren und konnten somit auf dem Volksbankparkplatz parken. Es folgte die zweite Überraschung an dem Abend. Wir erlangten tatsächlich einen Parkplatz, was sonst eher selten noch nie vorgekommen ist. Nach dem Aussteigen warf ich einen fixen Blick auf die Sterne und sah sie in einer Konstellation stehen, die mir absolut gar nichts sagte. Ich vermutete mal, das sie einen netten Abend voraussagen würde.

Auf dem Weg zum Thanner’s wurde mir dann schlagartig bewusst, das ich schon ein paar Bierchen konsumiert hatte. Denn meine Blase fühlte sich an als hätte Jemand 10 Liter eingefüllt. Jeder Schritt wurde ein Erlebnis und ich hoffte das ich ohne einen tragischen Unfall die Toilette erreichen würde. Mit einem weinenden Auge steig ich dann im Thanner’s dann die Stufen zur Erlösung hinab. Ich fiel beinahe und war dann endlich erlöst. Zurück am Tisch schien noch niemand Getränke geordert zu haben. Also ging ich erstmal los. Mein Blick fiel sofort auf die neue Bedienung die sich mit einem Lächeln an mir vorbei drängte. Als dann der bärtige Mann meine Bestellung aufnahm, bekam ich gerade noch mit wie er mit mir redete. Aber er wollte mir dann auch noch die Getränke an den Tisch bringen, sehr ungewohnt für das Thanner’s. Ich hätte ja nun beinahe behauptet das ich eine Strähne hätte, aber ich traute es mir nicht das zuzugeben. Denn wenn ich das tat, dann war sie vorbei. Am Tisch brachte dann auch noch die hübsche Bedienung die Getränke. Ich wusste dieser Abend würde schlimm enden oder aber später am Wochenende würde noch was passieren. Jedesmal wenn ich einen kleine Menge an Glück aufbaue, heißt das, daß Schicksal gerade Urlaub macht. Er bekommt es mit und dann bin ich dran.

Ich begnügte mich vorerst mit einem leckeren Hefe. Es ist sowas wie Tradition. Bin ich Thanner’s gibt es eigentlich nur Hefe für mich. Das fühlt sich dann an wie eine Zeitreise in eine Zeit, in der alles einfacher war. Mittwochs ging man halt nach der Schule erstmal in Thanner’s und trank ein bis acht Hefe-Weizen ein paar Getränke des Tages. Der Nachhauseweg kam einem dann nicht mehr so lang vor und man hatte auf Grund des frischen Atems eine Sitzbank allein. Aus lauter Nostalgiegründen habe ich dann noch ein zweites Weizen dem ersten hinter geschickt, damit es nicht so einsam ist. Und dann kam auch schon die Zeit des Aufbruchs. Um ehrlich zu sein, war auch nicht wirklich viel los und wir wollten ja noch ein wenig was erleben. Die Uhr hatte die Geisterstunde gerade hinter sich gelassen, als wir dann vorm JT-Keller angekommen sind.
Ich bildete die Vorhut und stieß als Erster in die Katakomben vor und wurde prompt ernüchtert, denn was ich sah war ein wenig viel Platz. Wo sich sonst schwitzende Körper aneinander rieben, war noch jede Menge Platz. Ich kam gar nicht dazu mich genauer umzusehen, denn ich war der Meinung das es nun nicht mehr lange gehen würde, denn Schicksal ist awohl gerade aus dem Urlaub wieder gekommen und hat auf den Pitsche-Counter geguckt. Bis mich dann der Ingo aus meiner Trance riß und mir ins Gesicht sagte, das ich einen verdammt guten Riecher hätte. Ich war der Meinung das ich einen ironischen Unterton in der Stimmt gehört hätte und wollte mich gerade für meine schlechte Wahl entschuldigen und ihm versichern, das es bestimmt noch gut werden würde als ich dann zum ersten Mal meinen Blick schweifen ließ. Was ich dort sah konnte und wollte ich beim ersten Blick nicht glaube. Wohin mein Blick auch fiel konnte ich hübsche Frauen ausmachen. Und nur wenig Männer. Ich machte die Probe aufs Exempel und schloß die Augen nochmal und schickte ein Stoßgebet an jeden Gott der gerade zu hörte. Es sah mit Sicherheit albern aus, aber als ich meine Augen wieder öffnete waren die ganzen heißen Schnallen wunderschönen Frauen immer noch da. Ich blickte auf Ingo und bemerkte das Grinsen in seinem Gesicht und war mir nun sicher, das ich nicht an Halluzinationen leiden würde. Schicksal hatte also eine Verlängerung eingelegt. Die anfängliche Aufregung wich schnell der altbekannten Nervosität. Meine Hände waren unbeschäftigt was dann schnell in seltsamen Verrenkungen enden könnte. Ich packte also meine Zunge wieder in den Mund und begab mich sicheren Schrittes in Richtung Theke. Doch es war fast zu viel. Auf diesen kurzen Weg durchliefen wir quasi eine Schnitten-Parade. Endlich an der Theke angekommen überprüfte ich schnell den Sitz meiner Zunge und bestellte das erstbeste was in meinem Gehirn auftauchte. Gott sei Dank trinke ich so gerne Becks und nichts anstößiges. Nun wurde es aber auch gleich besser. Meine Hände hatten was zu tun und ich konnte meine Sinne wieder frei spülen. Nun da ich nicht drohte zu überhitzen oder zu dehydrieren konnte man sich auch mal etwas genauer um gucken.

Christian hatte gleich Nägel mit Köpfen gemacht und sich einen Caipi und seiner Freundin einen Mojito geordert. Das bringt einen natürlich schnell nach vorne, aber ich wollte zunächst beim Becks bleiben. Sicher ist sicher. Ich ließ also meinen Blick ein wenig streifen und da erblickte ich sie. Sie war blond und hatte ein unglaublich hübsches Gesicht. Doch sie stand ein wenig Abseits von uns. Zum Glück, denn ich merkte ein Gefühl in mir hoch steigen. Nach einer kurzen internen Analyse konnte ich den Verzehr von überreifen Früchten oder einem Bohneneintopf ausschließen. Es konnte also nur bedeuten, das ich dauf und dran war, mich wieder einmal in ein hübsches Gesicht zu vergucken. Ich kämpfte dagegen a, das durfte nicht passieren. Auf jeden Fall mußte ich es hinauszögern. Ein kurzer Flüssigkeitscheck verriet mir das ich runter war auf 10%. Nach einer kurzen Rücksprache mußte ich dann alleine zur Theke, da die Anderen noch lange nicht so weit waren. Auf jeden Fall war es eine Möglichkeit mich abzulenken. Doch was war das, meinen kurzen Zustand geistiger Verwirrtheit hat das hübsche Kind genutzt und hat sich frecherweise ein paar Meter weiter nach vorne geschlichen, ich mußte mich also fast an ihr vorbei drängen. Dank meiner jahrelangen Erfahrung als Feigling Nicht-Frauen-Ansprecher konnte ich mich aber souverän an ihr vorbei mogeln. Nun mußte nur noch der Rückweg geplant werden. Doch wie, Ingo hat sich taktisch klug an einer Säule positioniert um den besseren Überblick zu behalten und Christian und Sabrina standen halt daneben. Ich könnte nun den weiten Weg über die Tanzfläche nehmen, aber da müßte ich dann vielleicht tanzenderweise rüber und das Risiko wollte ich keineswegs eingehen (Ihr wisst schon, Massenpanik, Einsatz von Tränengas, weinende Menschen, Code Red, das übliche Programm eben). Also bereite ich mich auf Feindkontakt vor. Ich kam auch gut an ihr vorbei, ohne direkten Körper- oder Augenkontakt. Dafür habe ich ein paar interessante Schuhe gesehen. Wieder an der Säule zurück wies ich Ingo auf die Entdeckung hin, der schien aber wenig interessiert zu sein. Und dann kam was kommen muß, ich hatte direkten Augenkontakt und sie schickte ein Lächeln hinüber. Jedenfalls bildete ich mir ein, das sie es mir schickte und nicht dem Rest des JT-Kellers. Vielleicht war sie auch einfach nur freundlicher Natur und Lächelte den ganzen Tag, aber ich wünschte es würde mit gelten. Man darf ja noch ein paar Träume haben. Warum war sie auch so verdammt hübsch. Meine Vorsätze waren ein wenig eingerostet, deswegen habe ich sie mir nochmal mit dem Rohrstock ein geprügelt eingeprägt. Wer nun erwartet, das ich da irgendetwas unternommen hätte, den muß ich leider enttäuschen. Da ich aber weiß, das das Ende bei solchen Aktionen im Allgemeinen hin bekannt sein dürfte, enttäusche ich auch an dieser Stelle niemanden. Der innere Schweinehund hat mal wieder gesiegt und er hat die Schüchternheit Feigheit wieder nach vorne gebracht. Ich blieb dann weiterhin beim Bier und warf ab und an ein schmachtenden Blick hinüber, der mal mit einem Lächeln quittiert wurde. Wenn ich davon ausgehe, daß das Lächeln mir gegolten hat.
Aber genug von dieser Selbstbemitleidung, bleiben wir beim Wesentlichen. Das Becks lief immer noch sehr gut rein, was mich ja eigentlich wunderte, denn sonst komme ich immer vor 2300 Uhr zu dem Zeitpunkt, wo ich lieber eine Mischungen trinken würde. Vielleicht waren die Fahrt nach Göttingen der Auslöser, das ich noch ein wenig in die Bierverlängerung ging. Außerdem trockneten einem die ganzen hübschen Frauen den Mund ganz schön aus. Was soll man auch machen, wenn man die ganze Zeit mit offenem Mund herumsteht. Da hilft ja nur noch die Befeuchtung mit dem leckeren Bier. Doch dann kam irgendwann der Moment wo die inneren Organe die Führung übernommen haben. Sie haben erkannt, das es nun eh zu spät ist und ich durchaus auf Mischungen umsteigen konnte. Also orderte ich einen Havana Club ohne Limetten. Der Barkeeper schaute mich an und meinte, das endlich mal einer kommt der den wahren Geschmack des Havanas zu schätzen weiß. Ich sagte das die Limetten, nur den Alkohol verdünnen würden. Ich sagte nichts und genoß die doppelte Menge, die er mir in das Glas kippte. Auch wenn sie fünf Euro gekostet hat, war sie es wert. Es war auch keine Miniaturausgabe einer Mischung, sondern ein ordentliches 0,5 l Glas. So gehört sich das. Derart ausgerüstet ging ich dann zurück zu den Anderen.

Sabrina wurde so langsam etwas schläfrig und ging dann mit Christian auf einer der Couchen, natürlich genau neben den blonden Engel. Damit war ein Besuch bei den Beiden für mich erstmal passe. Aber ich wollte ja eh nicht auf das Sofa. Besser gefiel es mir mit Ingo weiter in der Menge zu stehen und den Damen beim Gesellschaftstanz zu zuschauen. Oder wie immer man das wilde Umhergespringe und Körper aneinander reiben nennen mag. Man konnte wohl an unseren Gesichtsausdrücken sehen, wie entspannt wir waren. Ich mußte wieder den Ingo bewundern, wie er das alles ohne Alkohol aushielt. Dafür benötigt man wirklich eine enorme Körperbeherrschung. Aufsehen erregte auch eine junge Dame in unserer Nähe, die wirklich wusste wie man die Hüften schwang. Wir beschlossen spontan einen Salsa-Kurs zu buchen! Doch ich sah weiterhin vom Tanzen ab. Die Vorstellung von vorgehaltenen Waffen schreckte mich dann doch ein wenig ab.
So schnell ich auf den Havana umgestiegen bin, so schnell wurde der Aufbruch gewiss. Gut, wir gingen nicht bevor ich nicht weiter drei Mischungen in mich entleert hatte, aber die schlafende Sabrina war dann der Auslöser zum Aufbruch. Irgendwo am Ausgang des JT-Kellers muß sich dann auch ein gemeiner Mann mit einem Hammer versteckt haben, denn ich kann mich an die gesamte Rückfahrt nicht erinnern. Aber wie ich erfahren habe war ich die ganze Zeit wach und habe mich mit Ingo unterhalten. Anscheinend war es nett.

Folglich weiß ich auch nicht wie ich in mein Bett gekommen bin. Aber ich schaffte es ohne Probleme. Dafür fingen dann um 0817 Uhr meine Augen an zu flackern. Ich fragte mich woher der stechende Schmerz in meinem Kopf kommen würde und tastet nach einem versehentlich hinein gerammten Messer. Aber anscheinend hat der kleine Dämon in meinem Kopf wieder den rostigen Spiralbohrer an der Großhirnrinde angesetzt und auf ganz langsame Drehzahl gestellt. Der Versuch noch einmal in das Reich der Träume ab zutauchen, in der komischerweise eine hübsche Blondine, die mir irgendwie bekannt vor kam, sämtliche Szenarien beherrschte, schlug fehl. Ich erreichte höchstens einen Dämmerzustand, den ich dann auch beharrlich bis 1200 Uhr durch hielt. Ich mußte ja eh aufstehen, da ich noch Bratwurstbudendienst hatte. Ich hoffe man liest aus diesen Zeilen meine wahre Begeisterung heraus. Ich macht mich also auf den Weg und traf unterwegs noch Christian und Sabrina und wir tauschten uns kurz aus. David klingelte währenddessen an und fragte ob ich schon auf dem Weg sein. Ich ahnte fürchterliches und wollte mich noch beeilen, aber er sagte ich bräuchte erst um 1500 Uhr kommen, vorher würde das nicht losgehen. Warum stand dann auf unserem Plan 1330 Uhr. Das weiß wohl nur magische Planaufsteller. Da ich aber schon auf halben Wege war, ging ich weiter und wir tranken schon mal ein paar Bierchen. Porno, der auch noch mit uns Dienst hatte war natürlich nicht da. Ich reif ihn an und machte ihm Beine, da wir jede Menge zu tun hatten. Wie sollten wir auch sonst das ganze Bier schaffen? Insgeheim freute er sich über die Eile und schloß sich so uns an. Wir laberten gehörig schieße und ließen erstmal die Anderen den Grill anmachen. Es zeichnete sich ab, das wir einen sehr ruhigen Dienst haben werden. Es war zwar Vereinsangeln, aber da sind dann nicht viele an der Grillbude. Das hieß dann für uns erhöhter Alkoholkonsum. An der Fritteuse war es auch verdammt heiß und der ganze Rauch vom Grill förderte das Durstgefühl ungemeinem. Zum Glück konnte Porno auch mit erhöhten Bierkonsum noch gut laufen und brachte immer die richtige Anzahl an Bier. Es ist schon schwer sich eine Zahl zu merken.

Es kamen allerlei verschiedene Leute vorbei und unterhielten sich mit uns. Hand in Hand ging dann das holen des Biernachschubes. Porno verstand seine Aufgabe sehr gut. Auch wenn er manchmal von mir einen Arschtritt benötigte angespornt werden mußte. Seine Schwester gucke auch ab und zu mal vorbei und wollte natürlich seine neusten Saufgeschichten Erlebnisse wissen. Ich konnte ja in seinem Beisein nicht alles ausplaudern, aber mit einem Augenzwinkern sagte ich das wir uns dann doch mal bei seinem Geburtstag unterhalten müssen. Schließlich braucht sie noch ein paar Druckmittel. Der Gesichtsausdruck von Porno zeigte ein wenig Angst und Verzweiflung, doch Ramonas Gesicht zeigte nur wahre Begeisterung. Großes Interesse weckte in mir auch die Curry-Wurst-Maschine. Man haute oben eine Bratwurst rein, drückte einen Knopf und schon kam unten kleine Wurst raus. Da ich technisch interessiert bin baute ich das Ding natürlich gleich mal auseinander. Wie ich es erwartet hatte, haben findige Ingenieure einfach ein ultrascharfes Messer an einen Elektromotor montiert. Hätte ich auch so gemacht. Allerdings waren die Sicherheitsvorkehrungen so hoch, das man das Messer nicht im offenen Betrieb hätte betrieben können. Gut ich hätte einfach den Sicherheitsschalter abbrechen können und so diese lästige Sicherheitsvorkehrung überbrücken können, aber ich will ja keinen Ärger mit dem TÜV. Was hätte man nicht alles damit schneiden können. Gefrorenen Bratwürstchen, Äste, Plastikkellen, Pornos Hand, inklusive dran hängendem Arm und vieles mehr. So mußten wir uns aber damit begnügen, was halt in den Zuführschaft hineinpasste. Bratwürstchen und Pommes gingen ohne Probleme. Aufgrund unseres Hygienebewusstsein, haben wir dann aber verzichtet Äste und gefrorene Fische hinein zu stopfen. Ach ja, während wir dann so überlegten, holte Porno weiterhin Bier. Ich hörte dann irgendwann auf zu zählen, denn mittlerweile hat sich neben Porno auch der Schocker als verlässlicher Bierorganisator erwiesen. Sehr vorbildlich. Er trank zwar das meiste des von ihm mitgebrachten Bier selber, aber der Gedanke zählt ja bekanntlich. David, der den Grill bediente, vertrug unsere vorgegeben Schlagzahl nicht ganz so gut und fing schon leicht an zu nuscheln. Außerdem zauberte ein leckeres Bratenaroma in unsere Nasen in dem er sich beim Kohle nach schütten regelmäßig am Grill verbrannte. Die Narbe hat er dann am nächsten Tag sehr gerne vorgezeigt. Doch gegen 1700 Uhr war dann Schluß mit dem Müßiggang. Das Vereinsangeln war vorbei und viele hatten Hunger. Die Pommes trafen nicht mehr so zielsicher die Fritteuse, aber die Bratriemen von David waren immer noch super. Nach einer Stunde Streß wurden wir dann erlöst und konnten nun weiter Bier trinken ohne Speisen zu zu bereiten. Um ehrlich zu sein, wäre es auch bald gar nicht mehr gegangen. Wir ließen uns an einem Tisch nieder und tranken halt weiter. Unterdessen wurden wohl hinter meinem Rücken Pläne für den weiteren Abend gemacht. Es ging also nach Breitenberg. David nicht mehr, da er nach Hause wollte, wo Frau und Kinder warteten Ich wünschte mir auch so eine Ausrede. Aber nein, ich mußte mich erst Duschen und dann noch zur Ballermann-Party nach Breitenberg. Ich hoffe man merkt, das ich mich wirklich gewehrt habe.

Nach dem Duschen fuhr uns dann Heike rüber. Entgegen der Erwartung war es keine Eintritt-bezahlen-und-dann-ballern-was-das-Zeug-hält-Party, sondern eine 3-Euro-Eintritt-und-dann-pro-Getränk-1-Euro-belatzen-Party. Mir war es egal, denn wenn wir ehrlich sind, machen die Veranstalter von solchen Parties bei mir nur Verlust. Ich holte mir also erstmal was zu trinken und begab mich dann auf eine kleine Erkundungstour. Zu meiner Schande muß ich eingestehen, das ich gleich auf Mischungen umgestiegen bin. Aber ich muß hier erwähnen, das ich Bier schon seit dem Mittag getrunken habe und mittlerweile war es schon nach 2200 Uhr. Muß es gewesen sein, denn wir sind um 2200 Uhr aus Westerode weg gefahren. Als erstes traf ich dann ein paar Kumpels aus Breitenberg. Und den Noltek der mir erstmal zeigte das ich ihm sein Handy verschönert habe. Ernsthaft jetzt, ich habe ihm eine Metallica-Theme drauf gespielt über der er sich sehr gefreut hat. Was bin ich doch für eine gute Seele. Da nur 0, l Becher ausgeschenkt wurden gingen meine Vorräte schnell zur Neige und ich suchte den Weg zum Getränkestand. Hier war es von Vorteil, das viele junge Mädels dahinter waren, die recht schnell bei der Mischung waren. Hier mal ein Lob an die Organisatoren und vor allem an die Bedienungen. Wirklich gute Arbeit.

Nachdem ich dann meine Runde vollendet habe, mußte ich feststellen, das ich gar nicht so viele kannte. Mir wäre aber auch nicht bekannt, das noch irgendeine andere Fete an dem Wochenende war. Aber was soll man machen, wenn sich viele nicht mehr aus dem Haus trauen. Ich traf dann aber doch noch die Katja wieder, die sich ja selten eine Fete entgehen lässt. Wir unterhielten uns kurz und weiter ging es im Mischungen-Karussell. Ich wollte ja eigentlich am Havana Club bleiben, aber so ein exklusives Getränk hatten sie natürlich bei einer 1-Euro-Party nicht. Wäre auch zu schön gewesen. Aber der Bacardi schmeckte auch nicht verkehrt.

Nun kommt die Zeit, an der mich meine Erinnerung ein wenig verlässt. Ich kann mich schon noch an einige Ereignisse erinnern, aber für die Reihenfolge übernehme ich keine Gewähr. Auf jeden Fall erinnere ich mich daran, das ich Kathrin, Heike und (inklusive ihrer großen…) getroffen habe. Es ist ja immer eine Freude die drei zu treffen. Irgendwann stand ich dann auch wieder bei den Breitenbergern an der Theke. Wo auch sonst. Zuerst traf ich sie an der Biertheke und später dann an der Mischungentheke. Dort bleib ich dann auch erstmal ein Weilchen stehen und alle die ich so kannten zogen dann an mir vorbei. Porno war ja auch mitgekommen und wie ich so mitbekam war er mitten in den Prüfungen für seinen Lanz-Bulldog-Führerschein. Ich wusste ja schon seit längerem das mit dem Bengel was nicht stimmte und ich hatte recht. Es sah jedenfalls schon wieder sehr ernst aus. Vielleicht machte er auch deswegen ein seltsames Gesicht, weil er den ganzen Tag über Bier getrunken hat und jetzt schon einige Liter Mischungen in sich rein gekippt hat. Aber das er sich schon an Hüfte festhalten mußte, war schon sehr erstaunlich. Ich vermute mal er hat Hüfte etwas von einem schlimmen Bein vorgegaukelt und Hüfte in ihrer Güte hat ihn dann gestützt. Schlimm, diese Jugend von heute. Mit den Schlimmsten Maschen wird es versucht.

Zwischenzeitlich war dann Katja auch mal wieder da und erkundigte sich nach den Toiletten. Ich wies höflich auf die Dixi-Toiletten hinter mir und ihr Gesichtsausdruck sprach Bände. Ich hoffe es war wegen den Toiletten und nicht wegen mir. Aber als Gentleman habe ich natürlich angeboten mit zugehen und Wache zu stehen und die Tasche zu halten. Das Angebot hat sie gerne angenommen. Auch wenn es einen komischen Eindruck macht, wenn man als Mann mit einer Handtasche vor den Dixi-Toiletten herum lungert. Ich habe mir aber trotzdem nichts anmerken lassen. Nur das ich mein Getränk am Eingang zurück lassen mußte hat ein wenig weh getan. Ich wollte es ja noch austrinken, aber Katja, war eine von der drängelnden Sorte. Wie es denn nicht anders sein konnte kamen dann auch tatsächlich Leute vorbei die mich kannten. Namentlich waren es Schnitzel und Kai. Als sie dann sahen mit wem ich da vorm Dixi stand setzten sie Beide ein breites Grinsen auf und gaben den Daumen nach oben. So was passiert mir immer wenn ich mit hübschen Frauen vor einer Toilette herumstehe irgendwo herum stehe.

An der Theke wieder angelangt konnte ich dann wieder meinen Durst stillen, denn die Warterei an dem staubigen Feldweg hat meine Kehle sehr ausgedörrt. Nun kam dann Holger an, der sich schon in Esplingerode an Katja ein wenig ran gemacht hat. Leider war er schon jenseits der deutschen Sprache angelangt und konnte sich nur noch schwer verständlich machen. Vielleicht wollte er ja nur nach der Uhrzeit fragen oder nach dem Sternzeichen, falls er mal ein Geschenk benötigte, aber Katja ging gleich auf Konfrontation. Da stand ich nun. Eigentlich hätte ich mir das Schauspiel ja angucken könne, aber da ich beide recht gut kenne, habe ich dann Holger sanft aber bestimmt in eine andere Richtung gedrängt und Katja wieder besänftigt. Als sie dann erstmal weg war ging es dann gleich an der anderen Ecke weiter Holger war mal wieder an Jemand anderen geraten und es wurde erheblich geschubst. Schmalle, der gerne seine Körperfülle einsetzt hatte schon wieder sein ”Jetzt-geht’s-los-Gesicht“ aufgesetzt und stand bereit. Seine Kumpel drängten sich schon dazwischen und ich dachte mir ein weiterer Körper als Puffer wäre nicht schlecht und warf mich dazwischen. Als sich dann alles wieder beruhigt hatte ging das normale Ballerprogramm wieder seinen gewohnten Gang. Schmalle gab eine Runde aus. Und zwar Sekt oder so was ähnliches. Nun ja, Sekt ist ja nun nicht gerade mein Lieblingsgetränk und ich habe es auch nicht fertig gebracht. Nicht nach einem Nachmittag bestimmt von Bier und den ganzen Bacardi-Mischungen. Dank eines sehr aufmerksamen Zeitgenossen hatte ich nach meiner nächsten Bestellung nur noch die Hälfte meiner Getränke. Er rempelte mich leicht an und ich hatte wunderbare braune Flecken auf meinem T-Shirt und roch wie ein Bacardi-Faß. Mich störte es wenig, aber sah dann doch sehr eindeutig aus, wenn man mit einem vollgesifften T-Shirt herum lief.

Ich hoffe es war vor diesem Zwischenfall, als mich Heike mit einer Cousine verkuppeln wollte. Sie meinte nur das sie bei meiner Beschreibung, die Heike von mir gab, sehr amüsiert geguckt hat. Aber wenn Heike von mir eine Beschreibung gibt dann weiß ich nicht ob ich das auch so amüsant finde. Heike hält ja mit der Wahrheit gewissen Dingen die manche für die Wahrheit halten nicht so hinter dem Berg. Wahrscheinlich hat sie ihr auch gleich mal die Adresse meines weblogs verraten. Dann ist eh alles vorbei. Um das hier mal aufzuklären. Ich weiß nicht im Geringsten von wem Heike geredet hat, denn mir hat sie sie nicht vorgestellt. Ich habe auch erst am späten Sonntag Nachmittag davon erfahren.

Irgendwann kam dann der Zeitpunkt als ein kleiner Alarm in meinem Hinterkopf los ging und feststellte, das ich ab 1000 Uhr Bierbudendienst hätte. Ein Blick auf die Uhr war wenig aufschlussreich, da meine Ressourcen für das Uhr lesen anderweitig verbraten wurden. Aber der Großteil war eh schon gegangen und ich schloß mich dann dem Tross an. Allerdings war es schwer ein Taxi zu bekommen und deswegen gingen wir erstmal zum Treffpunkt Breitenberg, einer Kneipe im Ort. Fragt mich bitte nicht warum, aber plötzlich saß ich da drinnen und mußte mir dann Hirngespinst anhören, das wir ja zu Fuß nach Hause gehen könnten. Mehrere Dingen gingen mir durch den Kopf und eins war, das ich keineswegs zu Fuß von Breitenberg gehen werde. Ich verließ den Laden und fragte die Anderen, die immer noch zu Fuß gehen wollten ob sie noch alle auf der Pfanne haben würden. Aber sie taperten los. Ich hingegen rief in einer Taxi-Zentrale an. Ich frage mich heute noch wie ich die richtigen Nummern auf der kleinen Tastatur meines Telefons treffen konnte. Nachdem ich dann 10 Minuten mit der netten Dame in der Taxizentrale gesprochen habe stand auch schon ein Taxi vor mir. Zwar keins von denen, in deren Zentrale ich angerufen hatte, aber es war ein Taxi. Ich kann mich auch noch vage daran erinnern, das ich mich selten über das Thema Taxi mit der jungen Dame am anderen Ende unterhalten habe. Aber was nun das Hauptthema war, kann ich nicht mehr mit Gewissheit sagen. Ich hatte jedenfalls ein Taxi und war der Meinung das ich gegen 0600 Uhr im Bett gelegen habe.

Um 1000 Uhr reif dann Böning bei mir an und fragte wo ich bleiben würde. Ich wußte gar nicht was gerade geschah und war immer noch der Meinung ich wäre gerade ins Bett gegangen. Grob geschätzt war das auch so. Gefühlt habe ich gerade mal 10 Minuten geschlafen. Ich quälte mich also aus dem Bett und machte den Bierbudendienst für den Elferrat. Warum bin ich auch in so vielen Vereinen drin. Kurz gesagt ging es mir den ganzen Morgen Scheiße und ich war froh, als der Dienst zu Ende war. Ich versuchte mich dann noch mal zwei Stunden hin zulegen, aber das verschlimmerte die Sache nur noch. Denn der kleine Dämon mit dem rostigen und nun noch blutigen Spiralbohrer erwachte mit mir und eröffnete mir eine neue Welt der Schmerzen. Ich hoffe die sind bis nächsten Freitag weg!


Der Abschied von der Eichsfeldparty

08/08/2007

Das Wochenende der Zapfe-Party. Immer ein Highlight und dieses Jahr wohl zum letzten Jahr. Das sollte man doch ausnutzen. Ich gab mein Bestes.

Eigentlich sollte der Freitag Abend ja mit einem Familientreffen beginnen. Cousinen von meiner Mutter waren zu Besuch gekommen und da muß man dann bei solchen Gelegenheiten natürlich präsent sein. Auf der anderen Seite hatte ich ja auch ein Einladung von Streiti bekommen, der ein wenig seinen 30sten Geburtstag feiern wollte. Quasi eine kleine Vorfeier vor der Hauptfeier. Nun ja, der Besuch ließ auf sich warten und ich habe mir die Grenze von 1930 Uhr gesetzt. Da bin ich dann auch losgefahren. Ein sehr seltsames Gefühl an einem Freitag Abend ein Auto zu bewegen. Und dann würde eich auch noch zu einer Fete fahren. Es bleiben mir nun mehrere Möglichkeiten für den Abend. Entweder würde ich mich richtig aus dem Leben ballern und dann entweder bei Streiti oder im Auto schlafen oder aber ich würde nur ein Bier genießen und dann den Rückweg antreten um dann noch zu sehen was denn zu Hause noch so alles los sei. Ursprünglich war ja geplant gewesen, das es im Anschluß noch zur Hüttenparty gehen sollte. Nun war aber die Woche ein ewiges Hin und Her ob sie denn nun stattfinden sollte und meine letzte Information war halt, das sie nicht stattfinden sollte. Eigentlich sehr schade, denn die war auch immer sehr lustig. Gut, die Lokalität war nicht so prickelnd, da sehr hügelig. Falls sich dann noch der Regen einschalten sollte, dann wurde das schnell zum Woodstock-Revival-Fest, wobei vermatschte Hosen bei einem bestimmten Alkoholpegel gar nicht mehr störten. Aber die Fete fiel ja aus und somit konnte ich ohne Gewissensbisse den Weg nach Göttingen antreten.

Als ich dann beim SVG Grillplatz angekommen war bleib die große Begrüßung allerdings aus, denn den Teil der Leute den ich kannte war eher ein kleiner Kreis und mit Erschrecken mußte ich feststellen, das einige von denn auch schon Eltern geworden sind. Ich glaube ich hänge einem Trend hinter her. Nun ja, dem kleinen Mann wurde dann schnell gratuliert und ich mußte sagen, das die Flasche Havana nicht gerade ungern meine Hand verließ. Der Festhaltereflex zu Beginn war zwar ein wenig unangenehm, nachdem dann die große Flex geholt wurde aber war schnell vorbei. Ich wagte mich dann auch an das erste Bier und es sollte dann auch das Einzige bleiben. Irgendwie schockte mich dann doch der Gedanke im Auto zu nächtigen und so unvorbereitet wollte ich dann den kleinen Mann nicht überfallen und ihm gestehen, das ich eine Schlafgelegenheit benötigte. Ich hätte ja auch früher was sagen können. Ich unterhielt mich ein wenig mit Jasmin und schnell wurde das Gespräch in eine Richtung gelenkt, die ich so gar nicht beeinflussen konnte. Sie erzählte mir erstmal von ihrem neuen Freund und als hätte ich es nicht erwarten müssen kam dann gleich die Gegenfrage, wie es den in meinem Liebesleben aussehen würde. Ich antwortete Wahrheitsgemäß und dann kam meine Lieblingsfrage: Warum bist Du denn noch Single? Was antwortet man darauf? Ich bin halt ein klein wenig anders? Hast Du mich in letzter Zeit schon mal im Gesicht angeguckt? Verstehe ich auch nicht? Aber ich habe dann mit der Standardantwort gekontert: Ich habe halt die Richtige noch nicht gefragt gefunden! Aber so recht wollte sie mir das nicht glauben. Und das war ja noch nicht das Ende der peinlichen Befragung. Nun kamen Tips wie man denn die richtigen Frauen kennen lernen würde. Erst wollte ich fragen ob ich wirklich so hilfsbedürftig aussah, aber ich habe es mir dann doch verkniffen, denn Jasmin ist echt eine Liebe und meinte es ja nur gut mit mir. Es könnte aber auch daran liegen, das ich mich mal bei irgendeiner Zelt-Fete im Vollsuff mit mir unterhalten habe. Was da manchmal aus mir raus sprudelt, sollte besser im Abgrund des Vergessens versenkt werden. Ähnliche Gespräche haben ja auch auch Elke auf ihre Mission gebracht. Aber gut, ich schweife mal wieder ab. Der grandiose Tip war aber doch zum Tanzen zu gehen. Alles klar, ich gehe Tanzen. Eher sieht man den Bullen von Tölz bei einem Bodybuilding-Wettbewerb gewinnen. Nur um das nochmal deutlich zu machen. Auf einer Guten-Tänzer-Skala im Bereich von 1 bis 10 rangiere ich bei -7. Auch wenn manche Frauen andere Sachen behaupten, tanzen kann ich nicht wirklich und mache es auch relativ ungern. Im direkten Vergleich zu an der Theke stehen und Bier in sich rein kippen. Jedenfalls geht sie zum Beispiel Salsa tanzen (mit scharfen S!) und da hat sie auch ihren Freund kennen gelernt Plötzlich und ohne Vorwarnungen gingen ein paar Alarmglocken in meinem Kopf an. Da Jasmin so eine kleine Kupplerin ist, kam was kommen mußte. Sie hätte da nämlich eine junge Dame in ihrem Salsa-Kurs die ja eigentlich zu mir passen würde und ich wenn ich Lust hätte könnte ich doch mal mitkommen. Meine Gedanken schweiften ab. Ich malte mir aus, wie es denn wäre, wenn ich zum Salsa-Kurs gehen würde. Hubschrauber, die Bundespolizei mit einer Hundertschaft vor Ort und ich in mitten eines Chaos, nur weil ich versucht habe Salsa zu tanzen. Ihre Frage ob denn alles in Ordnung mit mir sei holten mich aus diesem Schreckensszenario zurück.

Nun versuchte ich mich ein wenig im Fußball. Eigentlich wollte ich nur zugucken, aber dank der netten Leute wurde mir dann auch der Ball zugespielt. Die hatten ja keine Ahnung. Aber nach kurzer Zeit war klar, das die anderen Beiden ebensolche Legastheniker in Sachen Fußball waren wie ich. Waren ja auch Rauschi und Steffen. Nach dem wir dann unsere Kräfte beim Fußball verbraten haben wurde es Zeit wieder Flüssigkeit nachzutanken. Die Zwei genehmigten sich ein Bier. Wie sehr beneidete ich die Beiden und goß mir eine Cola ein. Die ganze Zeit hatte ich ein Gefühl, das hier etwas schief laufen würde. Aber ich ergab mich meinem Schicksal. Dann kam auch noch Jasmin mit einem Jägermeister um die Ecke und ich beschloß nun die Segel zu streichen. Ich hatte unglaubliche Lust mir sofort mehrere Falschen Bier zuzuführen, aber die Notwendigkeit meines Führerscheins hielten mich zurück. Das und mein nüchterner Zustand. Auf der Rückfahrt beschloß ich spontan, daß das nicht alles gewesen sein könnte und setzte mich mit dem Schnitzel in Verbindung. Der saß gerade mit ein paar anderen im Feuerwehrhaus und betrank sich. Hörte sich gut an. Also wurde noch beim Feuerwehrhaus vorgefahren und beschlossen das Auto dort stehen zu lassen und sich ab nun dem Bierkonsum zu widmen. Nach so vier bis fünf Bier ging es dann in die Werkstatt. Ich bitte um Handzeichen, wer das erwartet hat. Aha, ich sehe einstimmig.

In der Werker war sogar ein wenig was los. Derart verwirrt standen wir dann erst an der Theke herum, bis ich dann mit lauten Rufen alle anderen aus der Hypnose zurück holte und Philip die Falsche Wodka bestellte. Tobi schlug gleich gut los, denn er wollte gut schaffen, da er am nächsten Morgen um 0900 Uhr Motorrad-Fahrstunde hatte. Ich überdachte seine Aussage nochmal und kam dann zu dem Schluß das Tobi wohl ein wenig lebensmüde sei. Gleichzeitig wusste ich aber, das er das Tempo nicht mehr lange durchhalten würde. Ich muß auch sagen, das ich selten so nüchtern auf Mischungen umgestiegen bin und mir wurde die Heftigkeit der Mischungen so erst richtig bewusst. Ich musste also schnell trinken, damit mir dieser ekelhafte Geschmack nicht mehr viel ausmachte. Gesagt getan. Die Kommandos wurden an meinen Körper weiter gegeben und ab ging die Post. Neu war nun auch , das in der Werkstatt nicht mehr geraucht werden durfte. Also pilgerten die Süchtigen nun halb stündlich nach draußen und frönten ihrer Sucht. Im Sommer mag das alles noch funktionieren, aber wenn in den Außenbereichen erstmal Väterchen Frost herrscht, dann sieht das ganz anders aus. Falls sich so Leute das Rauchen abgewöhnen sollte, dann umso besser, aber ich glaube kaum, daß das funktionieren wird. Warum auch. Wir sollten den Rauchern dankbar sein. Sie tragen einen nicht unerheblichen Beitrag zur Steuerentlastung bei. Ich halte jedenfalls nichts von dieser neuen Regelung. Und ich glaube auch kaum, das sie lange funktionieren wird. In Restaurants vielleicht. Aber nicht in Kneipen oder Discotheken. Warten wir es also ab.

Wie ich schon vorausgesagt habe konnte Tobi das Tempo nicht lange aufrecht erhalten und schraubte bald stark zurück. Vielleicht war es auch der gesunde Menschenverstand der ihm gesagt hat, das er am nächsten Morgen mit 250 km/h über die Autobahn ballern würde und das man dafür sehr gute Reaktionen brauchen würde. Ein Kater ist da kaum hilfreich. Also bleib es uns restlichen überlassen, die Falsche zu leeren. Auch hier musste ich feststellen, das wir stark abgebaut hatten. Aber mit der Zeit kommt das Ende der Flasche. Und Zeit für den Aufbruch. Nicht ohne Zwischenstop bei McDonalds, bei dem einige Westeröder wieder unangenehm auffallen mußten. Ich sah schon an dem Blick der Schichtführerin, das sie sich geärgert hat, den Laden nicht 10 Minuten früher geschlossen zu haben. Aber nun waren wir drinnen. Lustig war es trotzdem als sich Schnitzel Kartoffelspalten in den Mund schob, trotz der Warnung der Bedienung, das sie sehr heiß waren. Ich glaubte sogar zu sehen, das Tropfen vom heißen Fett unterwegs einfach verdunstet sind. Die Kartoffelspalte verließ jedenfalls Schnitzels Mund schneller als sie ihn betreten hat. Gut gestärkt gingen wir dann zu Fuß nach Westerode. Bis dann Schnitzel plötzlich diverse Eingebungen bekommen zu haben schien. Er lief wie ein angestochener los und verschwand. Ich weiß zwar nicht welcher Heiliger zu ihm gesprochen hat, aber er wurde nicht mehr gesehen.- Auch nicht als Philip lautstark vor Schnitzel Haus nach ihm verlangt hat. Ich denke dafür wird Philip noch einen Einlauf bekommen haben. Ich freute mich richtig auf mein Bett. Es kommt selten vor, aber am Ende dieses Tages mußte ich zugeben das ich geschafft war. Und ich wusste nicht woran es lag. Ich hoffte nur das die Nacht die nötige Ruhe brachte, damit ich für die Zapfe-Party fit genug war.

Aufstehen am Samstag viel erstaunlich leicht. Ich fühlte mich ausgeruht und man sah mir nicht an, wie viel ich am Vorabend konsumiert hatte. So sollte es sein. Und ich glaub wenn wir die Zeitschraube ein paar Jahre zurückdrehen, war es auch so. Ich gebe es ungern zu, aber ich glaube das Alter fordert täglich von mir! So ausgeruht konnte es ja nur ein glorreicher Abend werden.

Gegen 1900 Uhr klingelte es dann zum ersten Mal an der Tür. Es war der Matten, eine Stunde zu früh. Aber ich hatte ihm wohl gesagt, das es um 1900 Uhr schon losgehen sollte, mit dem Vorglühen. Von daher war es nicht ganz so schlimm. Ich war ja auch schon fertig und konnte so eine Stunde früher am Bier probieren. Gegen 200 Uhr kamen dann Schocker und Vokke und weiter ging es im Alkoholkarussell. Schocker der anscheinend früh nach Hause wollte verlangte gleich nach dem Wodka. Anscheinend hatte er nur bis Mitternacht Ausgang von seiner Frau bekommen. Und wenn dann die Glocke schlagen würde, würde es Puff machen und seine schönen Kleider würden sich in Lumpen verwandeln, die er günstig aus der Türkei erstanden hat. Ach nein, damit ist er ja gekommen. Wenig später kamen dann der Rest um eigentlich mal kurz rein zu schauen. Denn die Party war ja schon im Gange. Nach einigem Hin und Her wegen der Karten konnte man sich dann aber doch einigen und alle waren zufrieden. Damit der Streß sich ein wenig setzen konnte, blieben dann Ingo, Dennis, noch ein Ingo, der Doktor, Florian und ich noch für eine Bierlänge bei mir und konnten so Köppel und Näppchen gleich mit rüber nehmen. Näppchen überreichte ich dann voller Vertrauen meinen Haustürschlüssel. Nicht was jetzt der Großteil wieder denkt. Da es auf der Party nur sehr leckere Dixi-Toiletten gab, stellte ich meine Toilette wieder kostenfrei für die Damenwelt zur Verfügung. Natürlich ohne Hintergedanken.
Als wir dann bei der Zapfe-Party ankamen mußten wir dann auch erstmal anstehen. Grob geschätzt waren es 50 m Fußmarsch und ich hätte locker nochmal zurück gehen könne und eine Runde Bier holen könne, aber vielleicht hätte ich mich ja verausgabt und wäre nicht mehr in der Lage auf der Party meinen volle Leistung zu bringen. Das Risiko wollte ich definitiv nicht eingehen. War ja im allgemeinen hin bekannt, das es die letzte Party dieser Art in Esplingerode sein sollte. Und das mußte man ja ausnutzen. Sehr schade, denn die Zapfe-Party gehört meiner Meinung nach zu den Besten im Eichsfeld. Für alle die es nicht wissen, das ist keine Flatrate-Party. Denn der Begriff wurde erst Jahre später geprägt. Allerdings bezahlt man Eintritt und dann kann man frei trinken. Doch das Publikum ist dann doch etwas älter, was nun nicht das Schlimmste sein muß. Um ehrlich zu sein, zähle ich ja auch schon zu den Älteren. Wer hat das hier hingeschrieben. Ich sollte meinen Rechner einfach nicht unbeaufsichtigt lassen.

Da der Eintritt gelöhnt wurde sollte der Biernachschub nicht lange auf sich warten lassen. Ich erklärte mich bereit die erste Runde zu organisieren. Nur ganz böse Menschen behaupten jetzt, das ich ja wieder den größten Durst hatte. 10 Minuten können verdammt lang sein und mein Körper ließ schon wieder die Alarmhörner erschallen, das der Alkoholpegel langsam aber sicher am Sinken ist. Da konnte aber Abhilfe geschaffen werden. Mit meinen Gedanken war ich aber anscheinende schon wieder beim Bestellvorgang, als ich fragte wer was trinken will. Denn als ich dann dran war, konnte ich nur noch Bier vor meinem inneren Auge erkennen und addierte spontan die Zahl 7 (42 erschien mir dann ein wenig zu gewagt). Der Doktor half mir beim Tragen und nach dem Verteilen blieben dann auch netterweise zwei Flaschen mehr als benötigt über. Mein interner Biercounter teilte mir mit, das er demnächst abschalten würde da er gerade den zweistelligen Bereich überschritten hat. Erfahrungen von alten Parties haben gezeigt, das der dreistellige Bereich eh nicht erreicht werden kann und somit wird dann irgendwann zwischen 10 und 20 abgeschaltet.

So stand ich also in einer kleinen Runde und wurde plötzlich auf die Schulter getippt. Ich drehte mich um und blickte in einen wunderbares Dekolleté in die Augen von Kerstin. Sie, Kathrin und Heike haben sich hinterrücks von hinten angeschlichen. Nach kurzer Begrüßung wurde mir erstmal mitgeteilt, das sie zum ersten Mal auf der Party waren. Ich wollte meinen Ohren nicht trauen, da sie ja sonst immer auf jeder Party zugegen sind. Schade nur, das es auch die letzte Party sein wird, die sie in Esplingerode mitmachen würden. Es kam dann auch wie es kommen muß, wenn Pitsche mal mit drei hübschen Frauen in der Gegend herumsteht und sich in der zwischenmenschlichen Konversation versucht. Das Schicksal hat ja seine Schergen bekanntlich überall und schickte gleich zwei davon los, die sich irgendwie zwischen die Konversation schoben. Und diesmal waren sie vorbereitet. Sie hatten nämlich genügend Bier mit und boten mir gleich welches an. Wie raffiniert, Schicksal hatte seine Hausaufgaben gemacht und meine Achillesferse heraus gefunden. Und das war bestimmt nicht leicht.

Außerdem kam Wiebke, Adrians Freundin, des Weges. Gehen konnte man zwar zu ihrer Fortbewegung nicht sagen, aber torkeln traf es ganz gut. Aber es sah immer noch sehr elegant aus. Außerdem war sie richtig gut drauf. Selten so viel gelacht wie in den 20 Minuten. Sie stellte mich ihrer Freundin vor, als der Mann, der mit ihr Cosmopolitan im Glashaus getrunken hat. Kann man sich eine bessere Einleitung als Mann wünschen. Als Konsument von Sex-in-the-city-Cocktails. Naja, aber mein überzeugender Gesichtsausdruck bei der Frage wie er mir denn geschmeckt hätte, warf hoffentlich alle falschen Eindrücke über Bord. Das hoffe ich zumindestens. Wiebke erzählte mir das sie schon die ganze Zeit Wodka mit Rhabarber getrunken hätte und ich glaube es ihr aufs Wort. Irgendwie niedlich, wie sie die ganze zeit versuchte nicht zu torkeln und die Worte in der richtigen Reihenfolgen hervor zu bringen. Irgendwann hopste sie dann weiter und ich entschied mich mal nach den Anderen um zuschauen. Ein kleiner Tip für die kommenden Parties. Niemals auf einer schlecht beleuchteten Wiese umher gehen und dabei in der Weltgeschichte umher gucken. Mit ziemlicher Sicherheit trifft man diverse Löcher und bekommt Steigungen und Gefälle nicht mit. Als Folge davon stolpert man und kommt aus dem Gleichgewicht und macht sofort den Eindruck als wäre man schon seit 1800 Uhr am Wodka-Martini trinken. Außerdem sollte man auch auf umher stehende Bänke achten. Oder Schienbeinschoner anziehen.

Nach kurzer Zeit hatte ich die Meute gefunden. Die Meute bestand im Moment aus Köppel und Näppchen, da Ingo mit Anne gerade auf Streifzug war und der Rest wurde irgendwie aus den Augen verloren. Doch halt, Vokke war auf jeden Fall in Höhrweite. Ein kurzer suchender Blick zeigte ihn mir dann an einer Bierzeltgarnitur sich gerade Bier beschaffen. Der Brillenanzeiger wies deutlich auf einen kurzen Abend hin. Als ich dann auf Getränke-Safari ging traf ich Andrea, die aber wenig Zeit hatte. Vielleicht machte ich auch einen erschreckenden Eindruck mit den zwei Mischungen in einer Hand und einem Bier in der anderen Hand. Ich war ja froh das sie die übrigen vier Bier in meiner Jackentasche nicht gesehen hat. Zurück bei Köppel schlug der erstmal vor sich ein wenig ins Gedränge zu stürzen Meine Begeisterung steig ins unermeßliche. Ich wusste ganz genau, das wenn ich jetzt ins Gedränge gehe, ich meine Mischungen mit ziemlicher Sicherheit auf meinem T-Shirt verteile. Also wurde schnell mal die Hälfte vom Becher ab getrunken. Ich mußte feststellen, das die Bedienungen ihr Geschäft verstanden. Ich klappte meine Fußnägel wieder runter und folgte dem Köppel. Er hat einen sehr guten Platz ausgesucht. Es war total eng und ich mußte meine Becher auf Brusthöhe halten, konnte aber meine Ellbogen nicht ausfahren. Wie man liest war es verdammt bequem. Doch ein kurzer Blick nach rechts ließ all meine Unannehmlichkeiten vergessen. Dort stand nämlich Susan, eine alte Klassenkameradin. Der Vorteil war das wir uns gar nicht groß zueinander stellen mußten, denn wir standen schon fast aufeinander. Die natürliche Bewegung der Masse brachte uns dann aber wieder auseinander und ich fand mich plötzlich von ganz Anderen Leuten umgeben, als ich dorthin gegangen bin. Nach kurzer Sondierung machte ich Köppel wenige Meter von mir entfernt aus und setzte einen neuen Navigationspunkt auf die Theke und dann zurück zu Köppel. Reden mit hübschen Frauen macht durstig.

Wieder zurück bei Köppel hat sich die Runde um Ingo und Andrea vergrößert. Aber mir wurde die ganze Geschichte ein wenig zu eng, also ließ ich verlauten, das ich erstmal ein wenig raus mußte. Doch bevor ich überhaupt einen Gedanken daran verschwenden konnte wo ich nun lang gehen sollte traf ich einen meiner Arbeitskollegen. Auf dem Weg nach draußen traf ich dann Bettina und wenig später Thomas. Wir ließen die Erinnerungen aus Nesselröden kurz aufflammen und ich bin immer noch begeistert von dem Begriff ”Schön Abballern!“. Thomas übrigens auch.
Etwas weiter vorn begegnete ich dann einem weiteren Arbeitskollegen. Das Schlimme ist ja, das man sich bei solchen Gesprächen immer ein wenig hinreißen lässt. Gerade wenn man schon auf Mischungen umgestiegen ist wird die Zunge ein wenig locker. Aber ich glaube wir haben die gleiche Sprache gesprochen.

Wenig später traf ich dann auch den Noxe. Ich hatte ja vorher schon mit ihm telefoniert und nun war er dann zwischenzeitlich auch angekommen. Ich verabredete mich mit ihm zum spontanen Schlipstrinken, aber sein Gesichtsausdruck sagte mir das er dafür wohl heute keine Zeit haben würde. Obwohl ich mir sicher bin, das sein Herz ”Jaaaaa!“ geschrieben hat. Aber auf jeden Fall muß das nochmal nachgeholt werden. Da ich ja wieder mal mein Fotoapparat dabei hatte konnte ich wieder eindeutige Farbdokumente verewigen. Und ich muß nun zu m meiner Schande feststellen, das es da wohl doch ein oder zwei Stunden gegeben hat, die sich meiner Kenntnis entziehen. Auf meinem Fotoapparat habe ich Leute abgelichtet, die ich noch nie in meinem Leben gesehen habe. Aber anscheinend habe ich mich mit ihnen unterhalten, denn sonst hätten sie nicht so freundlich die Faust geschüttelt gelächelt. Aber ich freue mich ja immer neue Leute kennen zu lernen. Fragt sich nur ob ich sie das nächste Mal wieder erkenne oder andersrum. Hat das wer verstanden, egal.

Bei meinen gelegentlichen Stippvisiten unter dem Dach, also da wo es die Getränke gab, traf ich dann auch irgendwann auf Noltek. An unser Gespräch kann ich mich allerdings nur rudimentär erinnern. Und ein Hauptthema davon war Unmengen an Bier in uns rein kippen. Also ein ganz normales Standardgespräch. Ach ja und lustige Fotos habe ich auch von ihm geschossen. Zwischenzeitlich war ich dann auch ab und an mal bei den Leuten mit denen ich dorthin gekommen bin. Man muß sich ja auch mal sehen lassen. Außerdem wollte ich mich auch mal nach dem Schlüsselstatus erkundigen. War aber noch alles im grünen Bereich. Aber irgendwie hat sich die Neuigkeit verbreitet, das man bei mir in aller Ruhe auf Toilette gehen konnte. Was ja kein Problem ist. Die Freundin meines Arbeitskollegen und deren Schwester nahmen das Angebot auch dankend wahr. Doch zwischenzeitlich hatte ich das Problem, das ich nun selbst nicht mehr in meine Wohnung rein kam. Und was viel schlimmer war, war der Umstand das ich mich nicht mehr genau dran erinnern konnte an wen ich meinen Schlüssel verleihen habe. Nicht das ich den Leuten jetzt irgendwas unterstellen möchte, aber wenn ich mich schon nicht mehr dran erinnern konnte an wen ich den Schlüssel verliehen habe, wie sollte sich dann die Person dran erinnern von wem sie den Schlüssel bekommen hat. Wie ihr sehr müssen hier komplexe Gehirnwindungen angestrengt werden. Aber ich bekam meinen Schlüssel ja wieder zurück. Zwar von einer jungen Dame die ich nicht kannte, aber er war wieder da. Ich machte mir gar keine Gedanken mehr. In der Wohnung sah es eh aus, da wir da ja vorher dort gesessen haben. Ich hätte vielleicht ein Schild aufstellen sollen, das sonst nicht alles voll mit Bierflaschen steht.

Mittlerweile bin ich dann auch vom Havana Club zum Bacardi gekommen und von dort aus wieder zurück zum Bier. Wie das fragt sich jetzt der regelmäßige Leser. Ganz einfach. Der Alkohol ging zur Neige. Zuerst ging der Havana vor die Hunde und ich weinte bittere Tränen, doch ich stillte meine Lust am Busen des Bacardis. Doch auch diese Quelle versiegte. Dann wagte ich einen leichtsinnigen Versuch und bestellte mir einen Jim Beam Cola. Ein kurzer Schluck und ich wurde eines besseren belehrt. Ich war also noch nicht geheilt. Vertraue ich auf meine Erfahrungen mit Asbach, dann dauerte es auch noch gute 4 Jahre. Also kroch ich wie ein geschundener Hund zurück zu meinem treuen Bier. Zuerst strafte es mich, doch nach ein paar versöhnenden Worten waren wir wieder gute Freunde und genehmigten uns ein paar. Also ich ein paar Pils und das Pils ein paar Peter. An der Theke bot sich mir ein Anblick, den ich eigentlich hätte erwarten müssen. Porno war angekommen. Und er hatte Görtler mitgebracht. Um bei der Wahrheit zu bleiben war es wohl dann doch andersrum. Doch als ich mir Görtlers Zustand angeguckt habe war mir nicht klar, wie sie den Weg nach Esplingerode gefunden haben. Darauf trifft nur ein Begriff zu: Bumsvoll

Wo wir gerade beim Thema sind, kann ich auch gleich den Titel des Strammsack des Abends verteilen. Die Schar der Gäste war leicht unüberschaubar, daher konzentrierte ich mich auf die Leute die ich gesehen habe. Und der Titel geht eindeutig an Vokke. Görtler wäre zwar auch ein guter Kandidat gewesen, aber da war der Preis schon verleihen. Vokke dagegen war schon jenseits des Grantenstramms. Seine Brille hing schräg auf seiner Nase und ich frage mich immer wieder wo er die Magneten angebracht hat, damit sie nicht runter fällt. Ich traf Vokke spät an der Theke und da war es dann zu spät. Er war schon halb hinter der Theke und versuchte was zu trinken zu bekommen. Aber das Problem war klar, keiner verstand ihn, da er Lalle sprach. Und keiner hatte den Langenscheidt Deutsch-Lalle / Lalle-Deutsch dabei. Ich übersetzte für ihn und schon bekam er eine Mischung. Vorher leerte er noch eine fast leere Flasche Red-Bull-Ersatz in seinen Schlund und feuerte sie hinter die Theke. Ich beruhigte ihn wieder und parkte ihn an der Theke. Der Bedienung gab ich den Tip den Becher nie alle werden zu lassen und ab jetzt nur noch wenig bis gar keinen Alkohol unterzumischen. Ich wollte eigentlich nur die Getränke kurz verteilen und wieder zurück kommen, aber da war Vokke schon verschwunden. Ich habe ihn den ganzen Abend auch nicht mehr wieder gesehen. Und ich war lange da.

So nach und nach wurde es dann im Maschinenschnuppen immer weniger und draußen immer heller. Man könnte meinen zwischen diesen beiden Zuständen besteht eine Relation. Findige Mathematiker könnten ja jetzt mal eine Formel aufstellen und einen Graphen malen. Aber Formeln aufstellen war noch nie meine Stärke. Zum Schluß stand ich dann noch mit Thomas und Bettina herum und trank Bier. Doch bei Thomas bin ich mir da nicht so sicher, da ich Fotobeweise habe, wie er Alster in der Hand hat. Sollte es dort etwa Abweichungen vom ”Schön Abballern“-Plan geben. Ich werde da nachforschen und die Wahrheit ans Licht bringen. Wenn ich mich doch nur erinnern könnte. Außerdem stand noch die Schwester der Freundin meines Arbeitskollegen dabei. Doch die hellen Sonnenstrahlen blendeten so langsam meine Augen und ich entschloß nach Hause zu gehen. Katja, sie oben erwähnte Schwester, sagte zwar ich solle noch bleiben, aber ich befürchtete das Jemand meine wahre Erscheinung erkannte und schreiend weg lief. Man glaubt gar nicht wie schnell in solchen Situationen Fackeln und Heugabeln zur Stelle sind. Ein kurzer Blick auf die Uhr zeigte, das es bereits 0600 Uhr war. Da man am Sonntag ruhen sollte machte ich mir also noch ein Bier auf und ging zusammen mit Bettina und Thomas nach Hause. Ich hoffte im Bett zu landen.

1100 Uhr, mein Handy klingelte. Am anderen Ende war meine Mutter, die fragte ob ich zum Essen kommen würde, weil die Verwandtschaft ja heute wieder abreisen würde. Sofort schossen mir tausend Gedanken durch den Kopf, aber ich entschied mich für die Alternative, das ich nicht kommen würde und das es keine gute Idee wäre. Meine Mutter zog ihre Schlüsse und die Sache war erledigt. Nun mußte ich feststellen, das die tausend Gedanken Kopfschmerzen waren, die aus einem unbekannten Teil in meinem Gehirn geschossen kamen. An Bettruhe war nicht mehr zu denken, also beschloß ich mir was zu essen zu machen. Ich guckte mich um und stellte fest, das ich alleine war. Verdammt! das mich diesmal keine Mischungen auf dem Nachttisch begrüßten. Das war schon mal eine Verbesserung gegen über dem letzten Jahr. Ein Blick in das Arbeitszimmer brachten zwei Falschen Bier hervor. Auch noch annehmbar. Auf der Treppe war nichts. Doch dann kam das Wohnzimmer. Oha, habe ich ja jetzt eine Lust zum Aufräumen! Doch ich wollte ja was Essen. War ja eh mein erster Gedanke. Ganz dumme Idee. Ich brauchte für das Essen ungefähr eine Stunde, gefühlt waren es mehrere Stunden. So ging es mir dann den ganzen Tag und ich konnte nur noch auf dem Sofa vor mich hinvegetieren. Der anhaltende Kopfschmerz veranlasste mich dazu meine Liegeposition zu verändern und verhinderte so das ich mich wund lag.

Aber schön war es!


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