A long time ago, in a Galaxy far, far away…

Ich liebe Star Wars! Ja, ich bin ein Freak und ich stehe dazu! Ich bin diesem Science Fiction Märchen nun mal verfallen und kann da nichts mehr dran ändern. Die Geschichten um Jedis, Sith Lords, Prinzessinnen und fiese Aliens lässt mich nicht mehr los.

Es fing alles schätzungsweise im Jahre 1988 an. Ich war zu dem Zeitpunkt zehn Jahre alt und wusste von Sternenzerstörern, Darth Vader und Lichtschwertern noch nichts. Doch zu dem Zeitpunkt war es an der Zeit, das ich einer meiner größten Leidenschaften näher gebracht wurde. SAT 1 strahlte damals die Star Wars Trilogie zum ersten Mal aus. Und damit meine ich die Episoden IV bis VI. Gedreht wurden sie im Jahre 1977 und in die deutschen Kinos kamen sie im Jahre 1978, meinem Geburtsjahr (um mal ein wenig schicksalhafte Bedeutung hier herein zu bringen). In der guten alten Zeit Im Jahre ’88 war die Anzahl der Fernsehsender noch sehr begrenzt. Da gab es keine 2 Millionen Sender auf denen jeden Tag das gleiche kam. Nein da gab es nur ARD, ZDF und den N3. Für die Leute, die in der Nähe der SBZ lebten gab es dann noch DDR I und DDR II. Der Name war Programm. Doch dann kamen die privaten Sender auf. Allerdings erstmal zwei. RTL und SAT 1, die aber nicht von jedem empfangen werden konnten, sondern es kam auf Wetterlage und Tagesform an. An Satellitenschüsseln wagte noch keiner zu denken. Falls man nun zu den Privilegierten gehörte, die die Privatsender empfangen konnte, war das aber keinesfalls ein glasklares Bild. Rauschen und ab und zu bunte Bilder. Ich muß ja hier nicht extra erwähnen, das wir nicht zu den Privilegierten gehörten. So begab es sich denn das SAT 1 sich anschickte Star Wars zu übertragen. Damals war das genauso wichtig, als wenn in China ein Sack Reis umgefallen wäre, der übrigens von Chuck Norris umgeworfen wurde. Meinem Bruder war es allerdings nicht so egal und sein Kumpel, der zu den Privilegierten gehörte, nahm ihm also Star Wars auf. Und mein Schicksal war besiegelt.

Ich sah den Film und war begeistert. Mir war es egal, ob das Bild gerauscht hat oder ob da Werbepausen drin waren. Ich war fasziniert. Von der Geschichte, von der Handlung, von allem. Ich war 10 Jahre und war dem Star Wars Fieber verfallen. Ich träumte davon ein Jedi-Ritter zu sein und so ein abgefahrenes Lichtschwert zu besitzen und damit alles kurz und klein zu schlagen. In meinem kindlichen Leichtsinn fing ich total schwachsinnige Diskussionen mit meinem Bruder an, ob es denn überhaupt möglich wäre Lichtschwerter zu bauen. Ich war felsenfest davon überzeugt! Welcher Star Wars Fan träumt nicht davon Jedi-Ritter oder Sith Lord zu sein um die Macht zu haben und ein Lichtschwert zu besitzen und zu führen? Bis zum heutigen Tage, habe ich die Episoden IV bis VI mit ziemlicher Sicherheit mehr als 30 Mal gesehen. Ich kann sie mitfurzen mitsprechen. Daraus zitieren, welches ich auch nur zu gerne mache. Ich kann die Augen schließen und die Filme nach belieben abspielen. Kurz gesagt, ich kann sie auswendig. Doch das hat von meinen Freunden nie einer richtig verstanden. Keiner wurde vom Star Wars Fieber gepackt, sie verstanden es nicht. Hatten einfach keinen Zugang zu der ganzen Science Fiction Materie. Ich war durch meinen Bruder vorbelastet und somit leichte empfänglich für solche Sachen. Bis ich dann in Göttingen zur Schule ging. Dort traf ich dann auf Leute die ähnliche dem Science Fiction Genre verfallen waren. Doch eher in die Star Trek Richtung. Welcher ich übrigens auch verfallen bin, nur nicht so sehr wie Star Wars.

So kam es denn das ich die einzelnen Filme verschlungen habe. Wie schon erwähnt waren sie verauscht und er Ton war mehr als miserabel. Ich verfolgte die Geschichte von Luke, Leia, Han Solo, den dämlichen Ewoks und vor allem Darth Vader. Es war ja schließlich cool, den Bösewicht gut zu finden. Und wenn Darth Vader eins war, dann war es böse. Der ewige Kampf zwischen Gut und Böse wurde mit Lichtschwertern und der Macht ausgeführt. Und trotz das man ja eigentlich Darth Vader gut fand, freute man sich wenn am Ende Vader zur guten Seite bekehrt wurde und alles ein glückliches Ende nahm. Selbst Luke, der am Anfang der naive Farmjunge von Tatooine, hat am Ende an Format gewonnen und ist zum nachdenklichen, weisen Helden geworden.
Diese Filme haben einfach alles. Man ist mit geflogen im Death Star trench run. Man hat die gleiche Wut und Enttäuschung gespürt als Vader Luke offenbart hat, das er sein Vater ist. Lichtschwertkämpfe wurde im Geiste mit gefochten. Man hoffte insgeheim, das Luke Leia bekommt. Aber nur bis Episode VI, danach war es eklig! Man hat mit den Rebellen auf Hoth gegen die anrückenden AT-AT’s gekämpft. Man war dabei als Luke den finalen Kampf gegen Vader geführt hat und ihn endgültig besiegt und auf die gute Seite der Macht zurückgeholt hat. Es war und ist immer noch herrlich. Mein Lieblingsfilm der Star Wars Trilogie wechselten von Zeit zu Zeit. Die Hitliste wird zur Zeit von ”The empire strikes back“ angeführt und Platz 2 teilen sich ”A new hope“ und ”The return of the Jedi“. Ich kann einfach keinen Platz 3 vergeben.

Dann kam die Ankündigung das George Lucas die ersten drei Episoden verfilmen wollte. Ich war aufgeregt und glücklich. Endlich wird die großartigste Sage der Kinogeschichte fortgesetzt. Ich konnte den Tag der Veröffentlichung nicht abwarten und bastelte mir sogar einen Counter zum Abzählen der Tage bis zur Premiere. Endlich würde ich die Vorgeschichte erfahren wie sie George Lucas in seinem Kopf hatte. Endlich Schluß mit den ganzen Spekulationen und Vermutungen. Es kam Licht ins Dunkle. Dann kam Episode I. Ich hasste konnte den kleinen Anakin Skywalker von der ersten Minute nicht ab. Ein kleiner oberschlauer Junge, der sich an Natalie Portman Padme ran machte und dann auch noch irgendwann zu Darth Vader werden sollte, dem coolsten Bösewicht im ganzen Universum. Obwohl ich das Filmposter wo er auf Tatooine gezeigt wurde und sein Schatten die Silhouette von Darth Vader zeigte, schon cool fand.

Das Schlimme war das zwischen den Episoden immer zwei Jahre lagen. George Lucas wusste gar nicht was er den Fans damit antat. Ein halbes Jahr vorher wurden dann Trailer auf den Markt geschmissen, die jedes Mal mein Atem stocken ließen. Episode II kam also und begeisterte noch mehr. Die Fäden wurden langsam zusammen geführt und man wurde unendlich heiß auf Episode III gemacht, wo dann der Grundstein für die Episoden gelegt, die schon seit 25 Jahren auf dem Markt waren. Ich hielt es kaum aus. Und dann ließ die Episode III auch noch drei ganze Jahre auf sich warten. Eine harte Zeit lag vor mir, die ich mit wiederholten Gucken der schon erschienen Episoden überbrückte. Sie halfen mir durch die harte Zeit.

Dann kam Episode III und ich war überwältigt. Alles kam zu einem sauberen Übergang zu Episode IV. Man wusste was passieren würde, wie alles enden würde. Man wusste das Obi-Wan Anakin besiegen würde und das er dank ihm die Maske tragen würde, die ihn später als Darth Vader so gefürchtet und so unmenschlich und doch so cool macht. Man wusste es, doch man wusste nicht wie es passieren würde. Jeder hatte seine eigene Vorstellung und wollte wissen wie es nun passieren würde. Die Anspannung war unglaublich und ist hier kaum in Worte zu fassen. Die letzte halbe Stunde des Films hatte ich eine Gänsehaut. Ich war aufgeregt und und das Blut in meinen Adern verdünnte das Adrenalin. Wer kein Fan ist, kann schwer nachvollziehen wie ich mich gefühlt habe. Und Worte können es einfach nicht beschreiben. Am Ende des Film fühlte man sich irgendwie komplett. Es war als hätte jemand den letzten Stein in ein Puzzle gelegt und nun könnte man Frieden finden. Man wusste wie die Saga enden würde und wusste nun auch wie sie began. Es passte zusammen, das war das Beste an dem Ganzen.

Nun ist es ja so, das ich in der Situation war zuerst die Episoden IV bis VI gesehen zu haben und anschließend, mit mindestens der gleichen Begeisterung, die Episoden I bis III verschlungen zu haben. Ich kann also niemals das Gefühl genießen, mit absolutem Unwissen an die Star Wars Filme heran zu gehen und sie von der ersten bis zur letzten Episode mit einem unberührten Wissen zu gucken. Wird der Überraschungseffekt in ”The empire strikes back“ genauso groß sein, wenn Darth Vader Luke offenbart, das er sein Vater ist. Wird man es schon in der Mitte von ”The return of the Jedi“ ahnen, das Leia die Schwester von Luke ist. Wird man Yoda von Beginn an als den großen Jedi-Meister erkennen und bis zu Letzt seine Macht in Frage stellen?

Das alles kann ich nicht mehr erleben. Wohl aber meine Kinder (Sollte ich jemals welche haben). Ihnen werde ich die Star Wars Filme in der chronologischen Reihenfolge zeigen und hoffen sie werden zu ebensolchen Fans werden, wie ich es bin. Wie sehr Fan ich bin? Sagen wir mal so, ich habe mein eigens Lichtschwert konstruiert. Am CAD. Jedenfalls den Griff davon und wenn ich noch die richtigen letzten Teile finde, dann werde ich da Teil auch fertigen und dann kommt es in eine Vitrine. Hört sich verdammt nach Freak an, oder? Aber ich nenne es Leidenschaft, Herzblut! Fan eben!

Wer kein Fan ist, wird es nie verstehen können!

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