Mannschaftsabend

Vorweg erstmal ein kleiner Tip. Zur Zeit findet die Eishockey WM in Russland statt und mein bisheriger Eindruck der deutschen Nationalmannschaft ist hervorragend. Sie haben zwar erst ein Spiel gegen Kanada gemacht, aber den Eindruck den sie dabei hinterlassen haben ist eine Mannschaft mit eindeutigem Potential. Sollte es tatsächlich vorkommen, das die Verjüngungskur, die Uwe Krupp mit dem Team gemacht etwas bringen sollte. Mich würde es freuen. Trotzdem hat ein Land in dem Eishockey Stiefmütterlich behandelt wird es auf internationaler Ebene immer schwer. Da bringen auch ein paar Legionäre die zur Zeit noch in der NHL spielen auch nicht viel. Zumal sie eh nicht eingesetzt werden könne, da die Play-Off’s in den Staaten noch im vollen Gange sind. Ich drücke jedenfalls die Daumen, das sie sie Vorrunde überstehen und in die Play Off’s einziehen können. Helft mit drücken!

Kommen wir nun zurück zum traditionellen Wochenrückblick. Und zwar beginnt unsere Geschichte wie gewohnt an einem Freitag. In der Firma haben sich einige spektakuläre Dinge ergeben, über die ich aber noch nicht sprechen möchte, aber zu gegebener Zeit veröffentliche ich das hier natürlich. Jedenfalls konnte ich am Freitag mal wieder einigermaßen pünktlich Feierabend machen, da mein Teil der Montagelinie soweit fertig ist und am Mittwoche werde ich dann mit einer neuen Maschine anfangen. Also war ich am Freitag recht früh zu Hause und wußte so gar nicht was ich machen sollte. Schon komisch, das wenn man dann mal Zeit hat nicht weiß was man mit ihr anfangen soll. Aber mein Rechner beschäftigte mich dann für Zeit bis es mit dem Ballern los ging. Doch vorher mußte da eine passende Gelegenheit für geschaffen werden. Obwohl ich ja schon mit dem Gedanken gespielt hatte, den Freitag zu Hause zu bleiben, da der anstehende Feiertag sicherlich anstrengend genug werden würde.

Aber mit dem Gedanken des ruhigen Freitags kann ich mich nicht so recht anfreunden. Dafür sitzt dann in meinem Hirn ein kleines Männchen und piekt mit einer spitzen Nadel auf den Teil des Hirns der für den Spaß verantwortlich. Ich weiß nicht wie ich es beschrieben soll, aber wenn kein anständiger Plan für das Wochenende vorliegt, dann bekomme ich so was wie ein schlechtes Gewissen. Um das zu verhindern rief ich erstmal den Schnitzel an, da anfängliche Gespräche mit Porno keine aufschlußreiche Antwort gaben. Schnitzel hatte anfänglich auch keine Lust, aber nach einigem Hin und Her war er dann doch mit der leichten Variante des Abschädeln einverstanden.
Also ging es dann gegen 2100 Uhr zum Vorballern in den Jugendraum. Das Bier ist zwar warm nicht gut gekühlt gewesen, aber der Durst triebt es rein. Nachdem dann die erste Runde unten war wurde schnell der Entschluß gefasst, das es dann doch noch in die Werkstatt gehen sollte. Dort würde irgendwo ein pseudo-berühmter DJ auflegen. Den Namen hatte ich zwar noch nie gehört, aber wenn schon mal ein Ziel für den Abend feststand, dann reichte mir das. Nur der Eintrittspreis von 6 € schreckte ein wenig ab. Aber das kann man dann ja auch verkraften. Dem ersten Bier folgten dann noch ein paar mehr Bier und dann wurde der Weg zum Werkstatt eingeschlagen.

Dort angekommen wollte die junge Dame am Eingang tatsächlich 6 € von uns haben. Da half dann auch der Stammgast Status nicht viel. Also wurden die 6 Euronen mit leichtem Murren auf den Tisch gelegt, hoffentlich lohnte es sich. Da ich hier ja nicht um den heißen Brei herum reden möchte, komme ich gleich zum Punkt. Es hat sich nicht gelohnt. Die Werkstatt war nicht mal zur Hälfte gefüllt. Eigentlich recht komisch, da sonst solche DJ-Aktionen immer die Massen mobilisieren. Aber man kann ja an allem etwas Gutes finden. Somit hatten wir also genügend Platz an der Theke und drum herum. Porno, Schnitzel und Böning machten als gleich Nägel mit Köpfen und orderten die unumgängliche Flasche Wodka. Nachdem ich ihnen dann mitteilte, das ich keineswegs eine Flasche mit trinken würde, schauten sie recht seltsam aus der Wäsche und lachten mich aus. Mir doch egal, was sie denken. Von Wodka versuche ich einen großen Bogen zu machen. Die paar Abstürze in letzter Zeit sollten mit eine Lehre gewesen sein. Außerdem gibt es eindeutig bessere Getränke, die man trinken kann um ins Land der Fremdsprachen zu kommen. Aber dazu kann man später immer noch kommen. Den Anfang machte erstmal ein Becks.

Welches sogleich meine Geschmacksnerven wiederbelebten. So gut Krombacher auch schmeckt,. Wenn es nicht gut gekühlt ist, kann man davon nicht viel trinken. Da verhalf einem ein gekühltes Becks schon wieder auf die Beine. Zumal es dann auch noch von Conny serviert wurde. Ja, sie ist wieder da. Nein, ich verfalle jetzt nicht in alte Verhaltensmuster. Auch wenn er ein paar Leute nicht wahrhaben wollen, mit Conny wird nichts mehr laufen. Warum sollte ich mich selber in eine Sackgasse manövrieren, aus der ich schlecht wieder raus komme. Das habe ich schon oft genug gemacht und versuche nun, sobald das Sackgassen Schild auftaucht, frühzeitig den Blinker zu setzten und den Bogen zu bekommen. Conny und ich sind weiterhin freundlich zu einander, es gibt ja auch keinen Grund warum da anders sein sollte. Aber mehr wird da mit Sicherheit nicht laufen. Ich habe es nun auch nicht drauf angelegt, das ich immer dann mein Getränk ausgetrunken hatte, wenn sie gerade mal bei uns in der Ecke war, aber es ließ sich nun mal nicht vermeiden, das ich die eine oder andere Bestellung bei ihr aufgab, Besser gesagt, der Schnitzel war mein Sprachrohr, da er direkten Zugriff zu der Theke hatte und ich quasi in zweiter Reihe parkte. Es ist schon ein Luxus wenn man seine Leute hat.

Die nächste Überraschung folgte aber stehenden Fußes. Besser gesagt Füße im Laufschritt. Der Oppermann befand sich im direkten Blickkontakt zu uns auf der gegenüberliegenden Seite der Theke. Und er hat uns gesehen und sofort die Witterung aufgenommen. Seltsamerweise hielt er sich an einer Flasche Bibop fest, irgend so eine Alt-Bier-Cola-Gemisch. Also nichts was normale Menschen freiwillig trinken würden. Anscheinend hat die Feuerwehr Duderstadt doch einen schlechten Einfluß auf Oppermann. Aus sicheren Quellen weiß ich ja, das zum Beispiel der Akki, so etwas nicht anrühren würde. Aber er ist ja auch schon ein wenig länger dabei. Oppermann brachte den Günni mit, welchen er uns als seinen Sponsor für den Abend vorstellte. Da er schon sein ganzen Geld für Alkohol, schnelle Frauen und leichte Autos ausgegeben hat. Gut wenn man so jemanden immer zur Hand hat. An dem Gesichtsausdruck von Porno konnte ich mir vorstellen, das er brennende Fragen hatte, die er dem Opperman stellen würde. Zum Beispiel wie man an solche Typen ran kam und wieviel man an einem durchschnittlichen Abend aus ihnen heraus pressen konnte. Aber die angeborene Schüchternheit von Porno hielt ihn davon zurück, für ihn wildfremde Leute voll zu labern. Es wäre auch unverzeihlich gewesen, wenn wir zugelassen hätten das Porno und Oppermann in ein Gespräch verwickelt werden würden. Zwei notorisch blanke Mitglieder der Gesellschaft tauschen sich aus, wie man es anstellt, den ganzen Abend ausgehalten zu werden ohne das man gutaussehend und weiblichen Geschlechtes ist.

Die nächste Überraschung war viel besser als die Oppermann-Überraschung. Dank reichlicher schriftlicher Konversation meinerseits mit Kathrin an dem Abend kam sie auch noch in die Werkstatt und brachte gleich noch Heike und Kerstin inklusive ihren großen…. mit. Nun lohnte sich der Abend wenigstens. Es war natürlich selbstverständlich das nun alle persönlich begrüßt wurden. Gott sei Dank war kein Tisch in der Nähe auf den man hätte Klopfen können. Meistens greife ich ja gerne auf diese Taktik zurück, aber drei so gut aussehenden Damen räumt man gerne mal alle Tische frühzeitig weg. Dummerweise stand bei der Begrüßung von Kerstin und ihren großen …. der Werkstatteigene Fotograf rum und stellte uns sogleich zum Foto auf. Was nun? Weglaufen würde nichts bringen, außerdem würde es wieder unangenehme Fragen aufwerfen. Da stand ich nun mit einem Bier in der einen Hand und einer hübschen Frau neben mir. Viel Zeit zum überlegen blieb nicht. Ich konnte gerade noch den Reflex des Flasche an den Mund führen abbrechen, welcher automatisch bei mir eintritt, wenn ich nervös bin oder mich einer Situation befinde die schnell peinlich werden kann. Solche Situationen beinhalten immer Alkohol, der vorher von mir konsumierte wurde, Alkohol, der gerade von mir konsumiert wird, meistens in Form einer Bierflasche und eine oder mehrere hübsche Frauen. In ganz seltenen Fällen kommen dann noch Fotoapparate hinzu, diese Situationen können dann auch zur größtmöglichen Katastrophe deklariert werden. Auch wenn ein Foto nicht weh tut und auf wenn es mit ziemlicher Sicherheit für mein Image gut ist, wenn ich mich mal mit hübschen Frauen ablichten lasse, als immer mit irgendwelchen Vollsuftis gar nicht auf Fotos zu sein, war ich nervös. Denn nachher geht die Kamera kaputt. Ich rechnete also jeden Moment damit, daß das Objektiv aus der Verrastung fiel oder irgendeine Feder in der Kamera nach oben heraus sprang und der Fotograf, zufälliger weise gerade die Quittung der Kamera dabei hatte und sie mir wortlos überreichte, damit ich gleich eine neue Kamera belatzen kann. Aber nichts dergleichen passierte. Das Foto wurde geschossen und ich bin mir ziemlich sicher, das ich die Flasche nicht am Hals hatte und alle Hände die hatte sichtbar für die Umgebung waren. Nicht das jetzt wieder behauptet wird, das ich unsittliche Sachen mit meinen Händen gemacht hätte. Allerdings konnte ich das Foto noch nicht sichten. Soll bedeuten, das es noch nicht auf der Werkstattseite zur Begutachtung ausliegt. Wenn es aber soweit sein sollte, sage ich auf jeden Fall Bescheid muß ich erstmal nach gucken ob ich das hier verlinken darf. Meine Hoffnung liegt ja auf der Zeit, das es erst recht spät veröffentlicht wird und dann wäre es ja doof, wenn ich hier auf Sachen verlinke die schon drei Wochen alt sind.Nachdem dann also das Foto gut überstanden war, hatte ich plötzliches Verlangen nach Havana Club. Sogleich wurde der Schnitzel auf die Organisation des Getränks der Götter angesetzt. Conny brachte es auch gleich und handelte wahrscheinlich aus Reflex, als sie es vor mich hinstellte. Ich kann aber nicht leugnen, das ihr Blick etwas in der Art von ”Das hat aber lange gedauert.“ steckte. Ich freute mich und sie freute sich zurück. Somit war alles wieder gut und ich konnte meinem Getränk föhnen. Solche Umstiege aus einer Laune heraus sind ja immer eine Gefahr. Da keinerlei Möglichkeiten hatte, meinen Körper ausreichend auf den Umstieg vorzubereiten verschwand die erste Mischung mit Lichtgeschwindigkeit in meinem Magen. Meinen Körper zur Vorsicht ermahnend orderte ich eine zweite Mischung, die jemand anders ausgetrunken haben muß, denn die war auch binnen weniger Minuten gelehrt. Verdammt, das könnte ein schnelles Ende des Abends heraufbeschwören, wenn ich nicht aufpasse. Auf der anderen Seite war, stellte ich eine kurze Zwischenbilanz auf und mußte feststellen, das die zwei recht fix getrunkenen Mischungen nichts an meiner körperlichen Verfassung änderten. Eigentlich sollte ich jetzt eine Pause einlegen um die Langzeitwirkung zu überprüfen, aber ich begab mich mal auf das dünne Eis und legte einfach fest, das die Geschwindigkeit des Trinkens richtig zu sein scheint. Was nun kommt, kann der erfahrene Leser sich ja nun schon fast denken. Die Geschwindigkeit des Mischungszuges wurde leicht erhöht und die Zufuhr des Havana Club ging schneller. Conny erkannte gleich, den Blick in meinen Augen und verbesserte das Mischungsverhältnis zu meinen Gunsten. Anscheinend scheint sie mich doch ein wenig zu mögen. Oder aber es ist die Symphatie die alle Bedienungen zu Stammgästen hegen. Oder aber es ist mein sonniges Gemüt.

So ging es dann noch ein wenig weiter, Aber so richtig Stimmung wollte nicht aufkommen. Außerdem hatte ich leichte Probleme mit meinem Magen und Darm Trakt, weswegen ich dann froh war, das wir bald aufbrachen. Doch der Abend sollt noch nicht zu Ende sein. Auf der Rückfahrt von der Werkstatt machte Schnitzel noch den Vorschlag zu ihm nach Hause zu gehen, denn da würde seine Schwester noch ihren Geburtstag feiern. Es sei zwar nicht mehr viel los, aber ein paar Getränke würden bestimmt noch abfallen. Wenn man sich nun die Zusammensetzung der Truppe anschaut, dann dürfte die Entscheidung klar sein. Porno sagt ja zu Freigetränken grundsätzlich ja, egal was es gibt. Böning war dem ganzen nicht abgeneigt und ich habe zwar meinen kritischen Kommentar abgegeben, das wir ja schon genug getrunken haben und keinem mehr auf den Sack gehen sollten, bin dann aber widerwillig mitgegangen. Einer mußte ja aufpassen. Wir rückten dann also ohne Vorwarnung in das Wohnzimmer ein und gratulierten erstmal, wie sich das gehört. Porno hatte zwar schon die Falsche am Hals, aber der Gedanke zählt ja schließlich. Anwesend war dann nur der harte Kern, bestehend aus Marina, Jennifer, Hüfte und Heike. Ich machte die glückliche Entscheidung mich auf einen freien Platz zu setzten, der neben Heikes Platz war. Was ich aber vorher nicht wusste, da sie gerade an der frischen Luft war um ihrer Lunge weiterhin Teer zuzuführen. Ich verstehe nicht wie man seinen Körper derart vergiften konnte und fragte Marina im gleichen Atemzug nach eventuell vorhandenem Bacardi. Welcher leider nicht vorhanden war, dafür aber Wodka in Industriemassen. Dank der ganzen Alarmglocken in meinem Kopf konnte eich gerade noch verstehen wie ich ein Bier bestellte. Die Probleme im Magen-Darm-Trakt waren übrigens noch nicht verschwunden, sondern nahmen mittlerweile das Hauptspektrum meiner Konzentration war. Ich saß also neben Heike und hatte eine Flasche Bier in der Hand, zusätzlich hatte Heike ganz schön einen sitzen. Unser Gespräch wurde auf Grund des erhöhten Nonsens-Faktors aus den Köpfen sämtlicher Anwesenden gestrichen. Was wir uns an Scheiße erzählt haben, füllt fast das ganze Wohnzimmer. Großen Anklang fanden übrigens die Kinderfotos von Schnitzel.
Schnitzel verabschiedete sich dann recht früh und Böning nutze die allgemeine Verwirrung und zog sich nach Hause zurück. Da ich noch mein Bier beenden wollte, waren Hüfte, Porno und Heike so nett noch zu warten. Mein Darm war dem platzen nahe. Doch das Bier wurde getrunken und wenn ich Morgen in Fetzen in einer Nebenstraße gefunden werde. Als das Bier fertig war traten wir also den Heimweg an und ich mußte feststellen, das Bewegung die Verdauungsaktivitäten nur noch mehr anregt. Der heimische Besuch auf den sanitären Einrichtung verschaffte die herbeigesehnte Erlösung. Zum Glück sind Kloschüsseln in heutigen tagen sehr stabil gebaut. Man weiß ja was passiert wenn die Schallmauer durchbrochen wird. Extrem-Test bestanden.
Samstag wollte ich eigentlich zum Fußball. Ich habe auch schon fest zugesagt, das ich nach dem bevorstehenden Feuerwehreinsatz nach kommen werde. Das sollte spätestens zum Anpfiff sein. Von wegen. Geplant war ein wenig absperren, damit die Niedersachsen Rundfahrt problem- und gefahrlos an Ziel kommt. Doch das wurde alles aufgebauscht und die Einsatzkräfte wurden zu erniedrigenden Aufgaben herangezogen. Bei der Bundeswehr gab es dafür den passenden Ausdruck: Dummfick Und dabei war sowohl den Dienstgraden als auch den Wehrdienstleistenden klar, das es sinnlose Aufgaben waren, die zum Zeit vertreib gemacht wurden. Spontan fällt mir hier das Waffen reinigen ein. Man hätte ein neu eingeschweißtes G3, das man auf dunklen Wegen über Polen in sein Besitz gebracht hat, nehmen können und den Ausbildern hinlegen können und sie hätten in den hinteren Winkeln noch was gefunden. Der durchschnittlich intelligente Rekrut hat die Geschichte nach dem zweiten Mal durchschaut und stupide seine Knifte gereinigt, bis der StUffz gesagt hat, daß das Waffenreinigen in fünf Minuten eingestellt werden soll. Und fertig war die Kiste. Es gab da natürlich noch die Oberschlauen, die dann das G3 vor dem Ablaufen der Frist so sauber haben wollte, das der StUffz die Waffe vorher abnahm und sind dann mit jedem Teil nach vorne gerannt um die Bestätigung zu erhalten, das es nicht ausreichend gereinigt war, verbunden mit Sprüchen wie: ”Da ist ja noch der halbe Truppenübungsplatz drin!“. Schön wenn man eine Aufgabe hat. Die Waffe wurde wohl nur vorher abgenommen, wenn Karfreitag, Rosenmontag und Fronleichnam auf einen Tag fallen würden. Dummfick eben!

Eben solchen haben wir halt am Samstag gemacht. Ich hatte als ehrenvolle Aufgabe den Wall abzusperren, damit keine illegalen Fußgänger illegal über die Straße gehen. Das war so anspruchsvoll, das man hätte denken können, das ich in Ohnmacht gefallen bin. So ist mir dann auch eine Oma durch die Lappen gegangen, die mit ihrer rollenden Gehhilfe einfach auf die Straße geschlichen ist. Da sie aber recht gut zu Fuß war, was mich dann schon wieder die Gehhilfe anzweifeln ließ, konnte ich sie nicht mehr aufhalten. Man stelle sich nur mal vor, das in genau diesem Augenblick die Radprofis um die Ecke geschmirgelt gekommen wären. Alles was man gefunden hätte wäre die rollende Gehilfe. Wer lacht da? Gut, ich habe auch gelacht.Nach dem zweieinhalb Stunden Dummfick ging es dann zum Fußball, pünktlich zum Abpfiff. Zum Glück haben wir gewonnen und der Abend war gerettet. Schnell noch mit Görtler eine Kiste Bier organisiert und wir haben schon auf den Sieg auf dem Sportplatz in Gerblingerode angestoßen. Schließlich wollten wir noch was essen gehen und da sollte man nicht nüchtern hingehen. Oder war das andersherum. Egal, die große Endstation hieß eh Glashaus und da machte dann der üble Nachgeschmack von dem nachmittäglichen Einsatz auch nicht mehr viel. Allein bei dem Gedanken an das Glashaus, fing mein Hirn an gewisse Bilder in mein Gehirn zu projizieren. Fataler Fehler, denn ich sah mich selber nach einer zweiten Flasche Bier greifen. Was sonst nie nicht oft vorkommt, denn ich muß ja noch fahren. Und den Köppel mußte ich auch noch mitnehmen, Görtler war ja eh schon bei mir im Auto mit drin. Nach der Ankunft zu Hause kärcherte ich mich noch ausreichend ab und stellte dann fest, das ich verdammt spät dran war. Ich setzte also meinen Marsch zu Christian fort, der mich mitnehmen wollte. Der war aber nun schon weg und ich wollte erst anfangen zu weinen und ich nutze die moderne Technik des Mobiltelefons. Beim Bund wog das Ding dann schon ein wenig mehr. Christian teilte mir dann mit, das Thomas mich abholen würde. Und zwar zu Hause. Also den ganzen Weg wieder Retoure, wo mich dann Thomas schon telefonisch kontaktierte. Nach dieser anfänglichen Aufregung, freute ich mich schon auf das erste Weizen bei Kosta, seinem Vater gehörte nämlich das Lokal und er war Grieche. Ich mußte allerdings feststellen, das wir ziemlich spät dran waren, denn der Großteil war schon da und hatte auch noch was zu trinken, was schon ziemlich schlimm war, denn ich hatte noch nichts. Flugs wurde ein Hefe bestellt und in der Zwischenzeit guckt eich aNdre beim Trinkne zu. Der hatte nämlich schon ein kühles Weizen vor sich stehen. Wenn man mit den Augen trinken könnte, dann wäre das Glas schon leer. Das behauptete jedenfalls der Glöckner, ich weiß gar nicht was er schon wieder hatte. So gucke ich immer.

Das Essen war jedenfalls erste Sahne. Wobei hier gesagt werden muß das Ausgehen und griechisches Essen sich vielleicht nicht so gut vertragen. Aber wir waren ja zum Spaß haben da und nicht um später die Frauen aufzureißen. Oder hatte ich da was falsch verstanden. Nach dem Essen gab es dann von Kosta erstmal zwei Flaschen Ouzo. Ich wusste nicht ob ich dankbar sein sollte. Denn Ouzo ist ja immer so eine Sache. Was schreibe ich da? Schnaps im allgemeinen ist bei mir nie so das favorisierte Getränk. Da ich aber nun nicht der Verantwortliche beim Eingießen war, konnte ich mich schlecht wehren. Also wanderten erstmal ein paar Ouzo den Schlund hinunter. Der wievielte Strich beim Weizen auf meinem Deckel stand kann ich nicht sagen, da ich nicht mehr weiß, wie viel ich am Ende für Weizen bezahlt habe. Ich kann nur eins mit Sicherheit sagen. Dummfick bei der Feuerwehr macht durstig und wenn man den halben Tag in der Sonne an einer staubigen Straße steht, dann baut man schon einen gewissen Flüssigkeitsdefizit auf. Um es kurz zu machen, das Weizen lief in rauhen Mengen rein. Das sollte mir später auch zum Verhängnis werden. Kosta ließ dann beiläufig nochmal fallen, das Ouzo gar nicht eiskalt getrunken wird, sondern in Griechenland wird er bei Zimmertemperatur getrunken. Jedenfalls der etwas härtere, also der mit mehr Umdrehungen. Nun gab das eine Wort das andere und plötzlich hieß es, das Peter solche Sachen gerne trinken würde und Kosta solle mal so einen Schnaps her holen, Pitsche würde den schon wegwischen. Komischerweise hörte ich mich der ganzen Sache zustimmen. Ich sage nur ”Ich und meine große Klappe!“. Dann wurde der Zimmertemperatur-Ouzo serviert und ich mußte ihn trinken. Wenn ich mich recht erinnere waren da noch zwei mehr die auch so eine Köstlichkeit haben wollte aber komischerweise sind sie dann immer auf dem Klo oder wollen gerade los oder haben nie so etwas behauptet. Da ich aber zu meinen Aussagen stehe wurde der Ouzo in meinen Magen entleert. Und ich muß sagen, das er verdammt gut geschmeckt hat. Er war zwar scharf und hatte genau die Umdrehungen die ich mir ausgemalt hatte, aber er war nicht ganz so aggressiv wie der Feld-Wald-und-Wiesen-Ouzo. Sehr nett.

Doch der Zug der in das Glashaus fährt wartet auf keinen, außer vielleicht auf Chuck Norris, aber der war gerade nicht da. Er gab Lektionen in Roundhouse Kicks. Die Gruppe wurde auf Grund der Glashausfraktion, zu der ich mich auch zählen muß ein wenig auseinander gerissen. Schade, aber wenn ein Teil keinen Bock hat kann man sie nicht dazu zwingen. Die erste Haltestelle war dann erstmal die Tankstelle, da man ja nicht ohne Getränke zum Glashaus fahren kann. Nicht das wir schon genügend getrunken hätten. Nein, es wurden auch gleich noch zwei Sechser-Träger genommen. Einen für die Hinfahrt und einen für die Rückfahrt. Totaler Schwachsinn, aber trotzdem eine gute Idee. Denn meine Mund wurde auf einmal so trocken. Die Flasche wurde natürlich anstandslos auf der Hintour geleert und der zweite Sechser-Träger wurde im nahen Gebüsch am Glashaus versteckt. Sicherheitshalber machte ich ein Foto, damit wir die Stelle nachher wieder finden würden. Wenn man sich die ganze Aktion mal nüchtern überlegt, hätte man die fünf Euro für den Träger auch anzünden können und dem Papier der Notenbank beim Verbrennen zugucken können. Da hätte man sich wenigstens an der Flamme noch wärmen können.

Die erste und vermutlich auch letzte Station für den Abend war der Club Havana. Auch wenn die Stellplätze dort unten eher bescheiden sind sind dort noch die vernünftigsten Frauen unterwegs. Keine aufgestylten Tussen und keine Techno-Queens, die meinen Plateau-Schuhe seien immer noch chic anzusehen. Der Großteil der Truppe holte sich erstmal eine Falsche Bacardi. An der ich mich aber nicht beteiligte, denn das Preis-Leistungs-Verhältnis bei einer Falsche im Glashaus ist unter aller Kanone. Und mein Lieblingsgetränk gab es eh an meiner Lieblingstheke nur wenige Schritte von Club Havana entfernt. Und meine Lieblingsbedienung arbeitete auch wieder. Daher lohnten sich die Wege auf jeden Fall. Der erste wurde gleich nach wenigen Minuten getätigt und nach der Aufnahme des Blickkontakts war klar, das sie mich wieder erkannt hat und fragte gleich nach der Anzahl der Mischungen. Irgendwann muß ich mal ihren Namen herausfinden. Insgeheim nennt sie mich wohl den Havana-Club-Mann. Da ja nun die Eckpunkte meines Bewegungsspielraumes abgesteckt waren konnte ich mich auf das wesentliche konzentrieren. Da wäre zunächst Havana Club trinken und dann kam an zweiter Stelle dumpf in der Gegend herum stieren Frauen zum Blickkontakt zwingen. Frei nach dem Motto das jeder das macht was er am Besten kann wusste ich das Punkt Zwei auf meiner Liste eh schon zum Scheitern geweiht war konzentrierte ich mich also auf das Havana Club trinken. Denn das kann ich richtig gut.
Und im Havana spielte eine Band. Anfangs zwar recht gewöhnungsbedürftig, aber nachdem dann der bereits konsumierte Alkohol die Lautstärkeregelung im Kopf vorgenommen hat war sie ganz erträglich. Ich weiß zwar nicht was der Anlaß des Auftritts war, aber mit der Zeit spielten sie ganz gute Lieder. Welche den Großteil auf die Tanzfläche zog. Ich betone hier das Wort Großteil, denn ich hielt mich eher im Hintergrund. Tanzen ist nicht meine Stärke und will daran auch nichts ändern. Außerdem konnte ich so öfter und vor allem unbemerkt zu der Havana Club Theke schleichen. Fragen, warum ich denn schon wieder eine neue Mischung in der Hand hätte blockte ich gleich ab mit Antworten, das ich nicht so schnell trinken würde und der Fragende das gar nicht mitbekommen würde, weil er ja eh so oft auf der Tanzfläche sei. Tjaha, Fuchs muß man sein, nicht nur einen buschigen Schwanz haben. Und die Touren zur Havana Theke mit der netten Bedienung wurden immer öfter, da ich nicht so die Frau gefunden habe, die mich optisch ansprechen würde. Von daher war es eigentlich in Ordnung. Jedenfalls mußte ich nicht befürchten, das ich mit meinen nicht vorgenommen Vorsätzen brechen würde.

Ein absolutes Highlight war mal wieder der Morchel. Ich weiß gar nicht was er alles getrunken hat, aber plötzlich, wie aus heiterem Himmel war er stramm wie eine Haubitze. Ich sah ihn nur sporadisch. Meistens auf der Tanzfläche wo er versuchte das Tanzbein zu schwingen. Was ihm aber nicht recht gelingen wollte. Also versuchte er die Band zu überreden, seine favorisierten Lieder zu spielen. Ob sie sich drauf eingelassen hatten kann ich gar nicht sagen, da ich nicht wusste was er sich gewünscht hat. Ich sah ihn dann nur wenige Minuten später mit zwei Händen voll mit Bier zur Bühne torkeln und der gesamten Mannschaft einen ausgeben. Tja, also wenn es jetzt nichts bringen sollte, dann weiß ich auch nicht Anscheinend hat es aber geklappt, denn den Rest des Abends zuckte er weiterhin über die Tanzfläche. Nein, halt. Ein paar Fotos habe ich ja auch noch gemacht. Die sind natürlich sensationell geworden. Ich bin echt am Überlegen, ob ich mir bei flickr.com nicht ein Album anlegen sollte. Aber da muß ich erst mit meiner Rechtsabteilung Rücksprache halten. Irgendwelche Jura-Studenten unter meinen Lesern, die mir hier zur Hand gehen möchten? Nein, wenn man jahrelang Matlock geguckt hat, bringt das nichts!
Nun tauchten plötzlich zwei junge Damen auf, die sofort die ganze Mannschaft des FC’s in Atem hielten. Jedenfalls die Teile die mit waren und mich natürlich. Was aber wohl auch daran lag, das ich gerade auf dem Weg zu meiner Lieblingsbedienung war um sie nach ihrem Namen zu fragen. Komischerweise komme ich dann immer mit einer neuen Mischung zurück. Ich sollte wohl demnächst mal ein Geräuschprotokoll aufnehmen und anschließend analysieren wo mein Fehler liegt. Was mich nun aber viel mehr wundert ist die Sache, warum ich auf meinem Fotoapparat auch Fotos von oben erwähnten jungen Damen gefunden habe. Ich war der festen Meinung, das ich meinen Apparat nicht aus der Hand gegeben hatte. Allerdings fand ich auch diverse andere Fotos von mir auf dem Apparat. Daher muß er von fremder Hand geführt worden sein. Leider mußte ich feststellen, das der neue Fotoapparat nichts an meiner Erscheinung geändert hat. Still a fucking freak! Ich hatte da ja eine Theorie, aber die kann ich jetzt wohl einstampfen. Merke, das Aussehen wird nicht durch die Qualität der Kamera bestimmt. Und ich war mir so sicher!
Christian ist nun auch zum Tanzbär geworden. Nun ist es offiziell. War er früher eher der Nicht-Tänzer, den man mit 35einhalb Pferden auf die Tanzfläche ziehen mußte, avancierte er mittlerweile zu einem Partnertänzer. Alles der Verdienst von Sabrina. Wobei es für sie wohl eine Suizid-Aufgabe war, denn wenn man den Felkl mal auf der Tanzfläche gesehen hat, dann weiß man, das man dem ganzen nur ein paar Augenblicke standhalten kann, bevor der Lachreiz die überhand über den ganzen Körper genommen hat. Aber Sabrina hat es sogar hin bekommen, das er nun einigermaßen normal tanzt. Ich kenne ihn wohl noch sehr gut als statischen Tänzer. Soll heißen er bleibt fest auf einer Stelle stehen und bewegt hauptsächlich Oberkörper und Arme, in Kombination mit Gesichtsentgleisungen, die meistens darauf basieren das ein Auge zugekniffen wird und mit den Zeigefinger auf wildfremde Frauen Personen gezeigt wird. Auf jeden Fall hat es den Unterhaltungsfaktor nach oben getrieben. Aber für die Leitung den Felkl zum aktiven Tänzer zumachen, gebührt Sabrina mein voller Respekt.

Nun ist auch so, das nicht alle Abende unendlich währen können. Und die Zeit des Aufbruchs kam. Mittlerweile hatte ich es dann auch fertig gebracht meine Karte voll zu bekommen. Meine Lieblingsbedienung sagte folgende gar nicht schöne Worte zu mir: ”Du, auf Deiner Karte sind jetzt 36 € drauf, das reicht nicht mehr ganz für eine weitere Mischung!“ Ich war geschockt. Ich hatte zwar eben eine Mischung erhalten, aber da war noch nicht klar, das wir bald aufbrechen würden. Also fragte ich vorsichtig, ob man da nicht was machen könne. Verschwörerisch blickte sie sich um und stellte mir mit einem zauberhaften Lächeln eine weiter Mischung hin. Mit einem gelächeltem ”Ausnahmsweise“ (inklusive fünf Ausrufezeichen) stellte sie mir eine weiter Mischung hin. Ich freute mich sehr und brachte es hoffentlich auch zum Ausdruck, denn ich war noch etwas verwirrt wegen den zwei Mischungen. Aber ich habe ja gute Manieren und habe mich bestimmt ganz nett bei ihr bedankt.

Meine Karte war dann am Ausgang ganze 41 € wert und ich nahm die Chance war, meine EC-Karte zu belasten. Das machte dann den Anblick in das Portemonnaie am nächsten Tag erträglicher. Kontoauszüge gucke ich eh nur überflugsweise an. Sonst würde ich irgendwann an Austrocknung leiden, da ich immer so viel weinen muß, wenn ich die Auszüge länger betrachte. Zu unser aller Überraschung war dann der Sechserträger auch verschwunden. Trotz Konsultierung meiner Kamera, blieben die Flaschen weg. Also mußten wir auf der Rückfahrt schlafen. Hartes Los!

Sonntag Morgen, mein Wecker klingelt und ich fühle mich, als würde ich einen Meter über meinem Bett schweben. Mir war schlecht und ich mußte zur Feuerwehrübung. Ein sehr beschissener Tag lag vor mir!

Da bleibt mir doch nur noch zu sagen: ”Chuck Norris kann gegen den Wind pinkeln!“

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