Büttenabend

Der Freitag sollte eigentlich recht ruhig verlaufen, da ja, wie die Überschrift den mitdenkenden Leser verraten hat, am Samstag der Büttenabend stattfinden sollte. Allerdings wäre es ja nun eine gehörige Enttäuschung, wenn ich den Freitag einfach mal zu Hause verbracht hätte, wo ich mich hätte schonen können für die kommenden Strapazen. Diese Genugtuung konnte ich meinem Körper einfach nicht gönnen. Außerdem wollte der Tommes Bee auf seine bestandene Prüfung ordentlich was zu ballern ein oder zwei Bierchen ausgeben. Das passte perfekt in die Wochenendplanung.

Allerdings lockte man mich mit Vorspiegelung verdrehter Tatsachen zum Ort der Festivität. Denn als ich dann im Jugendraum ankam, hieß es auf einmal, das Tommes heute gar keinen ausgibt, weil so viele nicht können. Tja, was macht man nun, wenn man schon mal dabei ist, sich so jung zu treffen? Die Entscheidung fiel echt schwer, aber es lief darauf hinaus, das man sich anfing zu betrinken. Da kam dann das nächste Problem ins Spiel. Das Bier war alle und Philip wurde auserkoren, das er zur Tanke fährt und ordentlich Bier einkauft. Naja, ordentlich bestand in einer Kiste Bier. Aber immerhin besser als gar nichts. Nachdem dann der Treibstoff, der nötig war um die Pumpe in Gang zu halten endlich eingetroffen war, konnte der Abend weiter gehen. Man muß dazu sagen, das ich Hoffnung auf einen günstigen Abend schon mal zu Hause ein Hefe vorgetrunken habe. Aber auch nur, weil das Fernsehprogramm so unglaublich spannend am Freitag Abend ist. Und wenn die Pumpe erstmal läuft, ist es schwer sie wieder zu stoppen. Besser gesagt, für sie begann jetzt der normale Dienst und wenn dann plötzlich die Zufuhr an Gersten- oder Weizenkaltschalen gestoppt wird, kann das böse für die Pumpe ausgehen. Nachher gibt es noch ein schwerwiegendes technisches Problem und ich muß eine Meldung an die Becks Brauerei und den Importeur von Havana Club machen, damit die Planung für+r das kommende halbe Jahr neu aufbauen und nicht mit Budget rechnen, das sie nun durch einen Pumpenschaden verlieren würden. Ich will ja schließlich keinen zu Fehlinvestitionen verleiten.

Aber genug von den Spekulationen, der Nachschub traf ja rechtzeitig ein. Ich hätte mich ja auch gleich an den Havana Club gehalten, aber es war ja intelligenterweise auch keine Cola vorhanden. Und auf Wodka mit Pfirsich-Eistee hatte ich nun wirklich keinen Bock. Wenn ich nur an Pfirsich denke, wird mir schon ganz anders. Dieses widerwärtige, ekelerregende süße Zeug. Bei dem Gedanken daran klebt sich mir schon der Zwölf-Finger-Darm zusammen. Dann doch lieber Gerstengetränke aus dunklen, schlanken Flaschen. Nachdem dann vier Stück dem schon getrunkenen Hefe Gesellschaft leisteten. Verirrte sich meine Hand, plötzlich an die bereit gestellte Flasche Havana Club. Und ehe ich mich versah, hatte ich auch schon ein aufgewaschenes Glas in der Hand und goß das goldene Paradies aus der Flasche in mein Glas. Zum Glück wurde mit gedacht und eine Flasche Cola von der Tanke mitgebracht. Nachdem sich dann die ersten Tropfen der gar köstlichen Mixtur ihren Weg über meine rudimentär vorhandenen Geschmacksnerven den Schlund hinunter bahnten, stimmten die inneren Organe heimlich ab. Die Milz schlug zwar eine geheime Wahl vor, aber da keiner so richtig Lust hatte so viele Zettel anzufertigen (und weil ich seit längerer Zeit kein Papier mehr gegessen habe, waren auch keine Zettel da) wurde per Handzeichen abgestimmt (Auch der Vorschlag per Hammelsprung abzustimmen, aber auch der wurde abgeschmettert). Abgestimmt wurde über den weiteren Getränke-Verlauf des Abends. Und es wurde eindeutig bestimmt, das in Anbetracht des kommenden Büttenabends, ab jetzt nur noch Mischungen dem Magen zugeführt werden. Und gegen so eine Entscheidung kann ich mich natürlich nicht stellen.

Das Taxi wurde gerufen und simultan wurden durch alle Organe in meinem Körper komplexe Algorithmen berechnet, ob ich es noch schaffe, eine weiter Mischung in mich rein zu kippen, bevor der Zug Richtung Werkstatt abfuhr. Hat das End-Ziel unserer bisherigen Reise durchs Land des Alkohols irgendjemanden überrascht? Die Rechnung ging recht schnell von statten und es wurde berechnet, das auf jeden Fall noch Zeit für eine Mischung ist. Sagen wir mal so, als sich die Nieren den Kopf zerbrachen und die Galle gerade eine Polynomendivison machte, schüttete ich bereits Havana in das wartende Glas, welches schon sehr traurig aussah, da es seit ungefähr fünf Sekunden vollkommen trocken umher stand. Sowas ist doch schlecht für ein Glas, da mußte ich doch Abhilfe schaffen. Da Taxiunternehmen niemals genaue Angaben über Ankunft und Abfahrt machen können (hier werden gewisse Ähnlichkeiten zur Deutschen Bahn auffallend) konnte ich schlecht abschätzen, wann der richtige Zeitpunkt des Leerens gekommen war. Aber ich entschied mich für die sichere Nipp-Taktik, mit anschließenden Exen der Mischung. Und sie ging auf. Das Taxi fuhr vor und ich mußte mir die halbe Mischung auf Ex reinprügeln ich konnte die restliche Mischung mit Genuß austrinken.

Die Ankunft in der Werkstatt war ernüchtern wie eigentlich immer. Denn so richtig was los war eher nicht. Aber wir wissen ja was zu tun ist, damit einem nicht so langweilig wird. Genau, die Bestellung für die erste Falsche Wodka wurde glaube ich schon per Rauchzeichen durchgegeben. Ach ja, der Porno war auch mal wieder mit, obwohl er noch am Nachmittag gesagt hat, das er gar nichts machen wollte am Abend. Da er ja noch Geld für den Büttenabend sparen wollte. Als ich diese Aussage vernommen habe, wusste ich das es eine oder mehr glatte Lügen waren. Denn wenn alle losgehen, wird Porno mit ziemlicher Sicherheit der Letzte sein, der dann sagt, das er nicht irgendwo mit hin geht. Lächerlich. Aber man muß ihm zu Gute halten, das er auch immer bis zum Schluß mit durchzieht und auch wenn gar nichts mehr rein gehen sollte, dann schüttet er noch drauf. Ich weiß, ich soll ja hier nicht so viel über ihn schreiben, da ja seine Verwandtschaft mit liest. Aber die Texte für seinen Vater zensiert er ja eh und außerdem soll man nicht lügen, steht schon in der Bibel.

In der Werker trafen wir dann auch die drei ??? Fuhrbacherinnen wieder. Kathrin, Heike und Busenwunder Kerstin. Scheint ja ein recht netter Abend zu werden. Denn wenn die drei mit von der Partie sind. Und das wurde es auch. Allerdings reichen meine Erinnerungen nicht mehr ganz so weit. Ich kann mich nur noch an den Moment erinnern, in dem Schnitzel zu mir kam und mich aufforderte ihm Geld für die zweite Flasche zu geben. Willenlos, wie ich zu dem Zeitpunkt sicherlich gewesen bin händigte ich ihm meinen Anteil aus. Später sagte dann jemand, das Schnitzel nach Hause gegangen ist. Der hat es richtig gemacht, aber ich wurde genötigt noch da zu bleiben. Aber es war wohl noch ganz lustig. Nur erinnern kann ich mich an nicht mehr viel. Denn derjenige der die ganzen Mischungen gemacht hat, hat ein wenig übertrieben. Ich weiß auch gar nicht was ich an dem Abend für ein Auftrag hatte, das ich mich derart aus dem Leben geschossen habe. Die zweite Flasche ging wohl noch ohne Probleme rein und der Porno sah schon nicht mehr ganz so frisch aus. Aber der eigentlich Grund unseres Aufbruchs war dann wohl doch die Leere in der Werkstatt und die zweite leere Wodka-Flasche. Es wurde aber auch Zeit. Wie viel Zeit es war, kann ich hier nicht mehr korrekt wiedegeben, da meine Augen die erhalten Informationen nicht mehr an das Kurzzeitgedächtinis weiter gegeben haben. Eine bodenlose Frechheit wie hier mal anmerken darf. Aus nicht sehr sicheren Quellen weiß ich aber, das es gegen 0330 Uhr war. Die Taxifahrt nach Hause ging aber recht unspektakulär von statten. Wir hielten wie gewohnt am Bäcker und eigentlich wollten alle aussteigen. Bis auf Kathrin, die den unglaubliche weiten Weg Katzensprung zu Philip nicht zu Fuß gehen wollte. So sind die verweichlichten Frauen eben. Philip wollte sie zwar noch überreden doch zu Fuß zu gehen, da wir auf dem Weg noch gehörig Scheiße labern können, aber Kathrin wollte lieber mit dem Taxi fahren. Das Sprichwort mit dem Lanz Bulldog ist ja im weithin bekannt. Aber ich hatte dann auch keinen Bock für das kurze Stück nochmal in das Taxi einzusteigen und ging dann zu Fuß. Außerdem tat mir das glaube ich ganz gut.

Samstag, 0930 Uhr. Mein Kopf hämmert und mein Telefon klingelt. Oh Gott, was ist los, woher kommen die Geräusche und warum läuft im Radio Rammstein? Kurze Rekonstruktion des Abends, ergaben, das ich stramm nach Hause gekommen war, gerade noch fähig den mp3-Player an die Anlage anzuschließen um dann ein Lied für 20 Sekunde zu hören und schön die ganze Nacht die Mucke durchgelaufen ist. Außerdem mußte ich aufstehen um für den Büttenabend mit aufzubauen. Wenn das man nicht alles Gründe sind um sofort für weitere fünf Stunden sich in das Reich der Träume zu begeben. Aber, wenn man in gewissen Vereinen ist, dann übernimmt man auch gewisse Verantwortungen. Auch wenn manche Leute aus diversen Verein das vielleicht anders sehen. Also rollte ich mich aus dem Bett und bleib dann noch ein wenig liegen stand ich frohen Mutes und frisch wie der Morgen auf und machte mich, nachdem ich mich für die Menschheit erkennbar gemacht habe, mit einem Gesichtsausdruck eines Mannes der gerade einen Bohrer im Kopf hat lustigen Leid auf den Lippen auf den Weg in die Mehrzweckhalle. Dort traf ich dann teile von den Leuten wieder, die mit mir gestern auf Tour waren. Um es kurz zu machen. Schnitzel behauptete steif und fest er sei gar nicht stramm gewesen und früher abgehauen. Seine Standard-Ausrede nach einer Sauforgie. Na gut, das mit dem früher nach Hause gegangen stimmt ausnahmsweise mal.

Das Aufbauen ging dank sehr guter Vorarbeit sehr schnell. Was auch sehr gut mit meiner derzeitigen körperlichen Verfassung harmonierte. Denn viel was reißen konnte ich wirklich nicht. Ich hatte mir ja dann auch vorgenommen, das ich eigentlich mich nochmal hinlegen wollte. Was ich dann auch getan habe und dann bin ganz wunderbar bei einer Folge Buffy auf dem Sofa eingeschlafen. Hat sich doch mal wieder gelohnt. Und somit durfte ich die Folge dann am Sonntag nochmals gucken. Ja, ich bin ein Serien-Freak.

Der Abend begann mit dem Anlegen der Elferratskluft. Jackett, Fliege, weißes Hemd, Kappe (Ich schreibe hier extra Kappe, weil wenn ich sowas wir Mütze oder Deckel oder Helm schreiben würde, dann würde ich bei der Gerichtsverhandlung am Rosendienstag hundertprozentig einen übergebraten bekommen. Denn Elferratsmitglieder lesen hier mit. Man sollte es kaum glauben aber manche können auch lesen). Und schon gings los. In dem Aufzug schlug ich dann erstmal beim Prinzen auf, in der Hoffnung dort noch ein Bier abzustauben. Leider war ich zu spät dran, so daß wir gleich weiter gingen um den Schnitzel abzuholen. In der Mehrzweckhalle war es zunächst ein wenig trocken. Denn keiner wollte so richtig losgehen ein Bier zu holen. Aber der Prinz ließ sich nicht lange bitten und bestellte zunächst eine Runde für alle. Aber dabei bleib es auch, denn das Bier kam irgendwie nicht so richtig ran. Aber wenigstens waren die Bedienung recht nett anzusehen. Aber der Biertransport für die Elferratsmitgleider mußte Definitiv noch verbessert werden. Das sagte ich der jungen Dame, die für uns zuständig war auch gleich. Nicht das jetzt hier gemeint wird, wir feinen Herren vom Elferrat hätten eine eigene Bedienung. Nein, wir wurden geanuso wie das gemeine Volk der Rest der Narren bedient. Auf meinen Vorschlag auf der Bühne, wo der Elferrat sitzt, eine eigene Zapfanlage mit zugehörigen 50 Liter Faß zu installieren ging keiner so richtig ein. Sagen wir mal so, vom Vorstand erntete ich vorwurfsvolle Blicke und von den anderen Begeisterungsstürme. Im letzten Jahr soll es wohl Beschwerden wegen dem Alkoholkonsum des Elferrats gegeben haben. Hauptsächlich in meiner der hinteren Reihe. Kurz nachgedacht. Könnte sein, das der Brausepulver-Korn zu sehr eingeschlagen hat. Deswegen habe ich in diesem Jahr den auch weg gelassen. Dafür hab eich aber als Voraussetzung gemacht auch keinen Löwentor zu trinken. Man kann ja nicht nur Nachteile haben.

Die ersten Runden Bier wurden also eingefahren und die Uhr rückte langsam auf 2011 Uhr vor. Das Signal zum Einmarsch in Polen in den Saal wurde vom Kapellmeister gegeben nun dich durfte mit der Standarte vorweg. Warum ich, weil mich der Prinz bestimmt hat und weil unser lieber Kai ja immer noch ein Krüppel an Krücken geht. Aber eine silberne Eichel schießen, das kann er. Sollte ich ihn aber nur ein einziges Mal auf der Tanzfläche sehen oder mit der Prinzengarde rumhopsen, dann stecke ich ihm die Standarte dorthin wo die Sonne nie mehr scheinen wird. Auf jeden Fall habe ich meinen Standarten-Dienst für diese Karnevals-Saison erledigt. Hat auch was für sich. Nach dem Einmarsch wurden erstmal die Plätze bezogen und ein wenig ärgerte ich mich über die Tatsache, das ich kein Brausepulver dabei hatte. Das hätte man auch prima nach dem Büttenabend noch gewinnbringend im Magen anbringen können. Aber wir wollen keine Tränen vergießen, sondern lieber das Bier genießen (Reim dich oder ich fress dich!). Die Runden kamen schön stetig, genauso wie man sich das vorstellt. Doch dank der wunderbaren Akustik in der Mehrzweckhalle bekommt man als Elferrat nicht immer so viel mit von den Akteuren. Da der ganze Schalle von der Bühne und somit dem Elferrat weg geht. Manchmal ist das auch gut so. Alle Akteure haben ihr bestes gegeben und es war wirklich ein gelungener Abend. Sensationell die große Prinzengarde mit einer Eigenkomposition. Eine Umdichtung von „Cowboy und Indianer“ auf „Elferrat und Garde“. Der Großteil handelte vom Trinken und Löwentor. Ich weiß gar nicht wie die immer auf so was kommen? Sie haben sogar selber gesungen. Ramona, Pornos kleine Schwester, und Annalena haben richtig gute Stimmen. Da kann man mal sehen was hier für Talente in Westerode schlummern. Allerdings haben wir das vom Elferrat aus erst am Sonntag so richtig mitbekommen. Wie schon gesagt, war die Akustik auf der Bühne miserabel. Daher hat Kalle schnell mal einen Monitor-Box auf der Bühne aufgestellt und wir konnte nun alles glasklar verstehen. War aber ein recht spaßiger Text und im Karneval soll man ja eh nicht alles so ernst nehmen. Die Hofsänger sind ja auch immer ein Highlight. Eigentlich bin ich am Samstag recht zufrieden nach Hause gegangen , denn von all den Sachen die ich so erlebt habe über das Jahr hat es nicht eine geschafft beim Büttenabend erwähnt zu werden. Worüber ich ja auch froh bin. Jedenfalls dachte ich das. Als ich dann alles von den Hofsängern verstanden habe, hörte ich dann doch meinen Namen bei einer Strophe. Ich kriege sie nicht mehr ganz zusammen, aber es war irgendwas mit „Pitsche schaut ganz traurig aus, denn der Havana Club war aus!“. Hmm, woher wissen die denn das ich ab und zu mal ein kleines Gläschen Havana Club trinke? Dabei ist das doch ein großes Geheimnis. Wie ich später erfahren durfte, ist die Strophe auf dem Mist von meinem Cousin Martin, der Ehemann von Elke, die mich verkuppeln will, stammt. Na gut, es könnte daran liegen, das ich Sylvester mit Schmieri in deren Beisein eine Flasche des leckersten Getränks, nach Becks, vertilgt habe.

Nach dem Büttenabend geht dann die Party eigentlich erst richtig los. Kathrin, Heike und Kerstin sind auch gekommen. Leider ist Kerstin schon recht früh gegangen. War sie doch immer ein Hingucker von der Bühne aus. Guido machte mich immer drauf aumerksam, wenn mir der Sabber aus dem Mund lief wenn sie hinten an der Wand stand und am Klatschen war. Wir hatten auch schon einen Spitznamen für sie, den ich aber auf Grund des Selbstschutzes Jugendschutzes hier nicht niederschreiben darf. Aber Heike und Kathrin sind noch ein wenig länger geblieben. Dann gab es da ja noch den Vorfall mit dem stellvertretenden Ortsbrandmeister und meiner Kamera. Fuchs wie ich bin, ist die ja bei solchen Angelegenheiten immer dabei. Lustige Fotos sind beim Karneval eigentlich Standard. Und ich bekam jetzt noch eins von Kathrin und Holger. Was ja an sich nicht schlimm ist, wenn sich Holger nicht immer so anstellen würde. Ich war auch schon drauf und dran, zum ersten Mal in der Geschichte meines weblogs Fotos zu veröffentlichen. Aber damit würde ich gegen einen Grundsatz von mir verstoßen. Keine Fotos im Internet veröffentlichen, denn man weiß nie was man damit anrichtet und vor allem ob die Leute das wollen. Um so dem Streß vorsorglich aus dem Weg zu gehen, wird es auf meinem log keine Fotos geben. Auch wenn sie manchmal den Text ein wenig auflockern würden. Dafür gibt es andere Seiten, wo man sich Fotos zur Genüge angucken kann.

Die Vorstellungen gingen also zu Ende und der Elferrat traf sich zum Anstoßen auf den gelungenen Abend auf der Bühne. Natürlich da wo einen jeder sehen kann und wo jeder mitbekommt was man alles so trinkt. Stefan, der Präsident, gab dann auch gleich erstmal eine Runde Löwentor. Sämtliche Alarmglocken in meinem Kopf fing schrill an zu schellen. Aber ich wollte ja geschickt sein. Ich wartete jetzt so lange, bis die nette Bedienung mit dem Tablett kommen würde und dann würde ich ganz unauffällig unter einen der Tisch rutschen. Das mit dem Rutschen und den Tischen hat nicht ganz so geklappt, da da noch zu viele Leute dran saßen, also wählte ich die Taktik um die Gruppe herum zu schleichen und mich dort einzureihen wo schon Brechmittel Löwentor verteilt wurde. Da aber im Elferrat nur Verräter fürsorgliche Leute sind, bekam ich trotzdem ein Glas und auch fürsorgliche Worte der Bedienung. Ihr Wort in Gottes Ohr. Löwentor bewirkt in mir immer einen Weigerung des Schluckens. Kennt ihr das wenn man etwas besonders Ekeliges im Mund hat und es einfach nicht runter schlucken kann. So geht es mir mit Löwentor. Er bleibt eine Weile im Mund, bis ich sämtliche Organe auf die kommende Katastrophe vorbereitet habe. Und das dauert, da die Leber immer so laut nach Bier schreit. Bekommt sie aber mit, das gleich Löwentor kommt, wird sie schnell Kleinlaut und sammelt sich für die große Welle. Nach einigen Gesichtsverrenkungen ist dann auch der Löwentor unten und ich freue mich schon sehr auf das Bier zum nach spülen. Plötzlich hören meine Ohren einen Satz vor dem ich mich schon gefürchtet habe: „Die nächste Runde geht auf mich!“ Gesagt vom Prinzen. Was soviel bedeutet, ich kann mich schon wieder nicht ausschließen und die Versteck-Tour hat auch nicht mehr gezogen. Die mitleidigen Blicke der Bedienung halfen aber über das Schlimmste hinweg. Gleiches Getränk, gleiche Tortour meines Organismus. Nun kam der Super-Gau. Ich habe den Löwentor mit rechts getrunken und das hat der Prinz verboten. M7 hat es mitbekommen und ich durfte noch einen trinken. Auch diesmal habe ich mich versucht zu verstecken, aber wir sind ja alle Freund im Elferrat und schon hatte Michael mich gefunden. Doch diesmal gab es keine mitleidigen Blicke von der Bedienung, sondern nur das hämische Grinsen von M7. Und ihr könnt mir glauben, das in meinem Körper schon leicht rebellische Reden geschwungen wurden. „Jetzt reichts uns! Der Mageninhalt kommt gleich raus und guckt mal nach dem Rechten und dem Linken Schuh.“ Aber auch der wurde geschafft. Es hat zwar gut sechs Minuten gedauert, aber er war unten und er blieb unten.

Der Rest des Abends bestand dann im großen Teil aus Bier trinken und an Erinnerungen an alte Versprechen. Zum Beispiel konnte sich Patrizia, trotz erhöhten Alkoholkonsums noch daran erinnern, das sie und Julia mit mir eine Brille kaufen wollten. Sie wusste sogar noch, das sie am 08.02. einen Augenarzttermin hat und nach Karneval gehen wir dann eine Brille kaufen. Warum haben Frauen immer nur so ein gutes Gedächtnis. Ich hätte das schon längst wieder vergessen. Wie ich auch alle Geburtstage vergessen habe, die im Januar waren. An dieser Stelle eine große Entschuldigung an Nicole, Heiko und Cornelia. Ich schäme mich sehr.

Aber wer glaubt, das man einfach so nach Hause gehen kann, nach dem Büttenabend, der hat sich gehörig geschnitten. Nachdem dann nicht mehr wirklich viel da waren und ich eine Menge Bier mit allen möglichen Leuten (Prinzengarde, Schmierpopel, Holger, Hüfte, Kathrin, Teilen der Elferratsfrauen und was weiß ich mit wem noch alles, sollte es nach Hause gehen. Zunächst wurde noch im Jugendraum vorbei geguckt, ob da nicht noch was gehen würde, aber dort lagen schon alle rum und schliefen oder waren gerade auf dem Weg ins Traumland. Meine Ohren vernahmen dann die Nachricht, das wir noch zum Prinzen gehen und dort frühstücken. Klasse, so ist doch der Morgen gerettet. Meine ganzen Überredungskünste halfen nichts, die Hüfte wollte nicht mit. Naja, dann gehe ich halt ohne meine Frau zum frühstücken beim Prinzen. Frau, fragen jetzt einige? Lange Geschichte, die auch an einem Rosenmontag begonnen hat. Sehr verworren. Kommt irgendwann in meiner „Best of“-Sparte. Der „Breakfast Club“ (Kennt den Film eigentlich irgendjemand, der nach 1980 geboren ist? Lohnt sich aber!) bestand also aus Prinz Patrick und Prinzessin Julia, Kathrin und Philip, Schnitzel , Morchel, Schocker, Marina und mir. Zum Glück hatte der Prinz noch ein paar Bier da und ich konnte meinen Durst stillen, der sich von Schnitzels Haustür, da war das mitgebrachte Bier aus der Mehrzweckhalle alle, und des Prinzen Wohnung aufgebaut hat. Dazu wurde Mettwurst und von der Prinzessin selbst gebackenes Brot gereicht. Eine adelige Delikatesse sozusagen. Hat aber auch gut geschmeckt.
Die Uhr zeigte 0515 Uhr als ich den Heimweg antrat. Eine kleine Stimme in meinem Hinterkopf meldete sich sogleich und teilte mir mit, das ich Kai zugesagt habe, mit ihm am nächsten Morgen zu Blases 50sten zu gehen. Ein weiteres Kapitel in dem unendlichen Buch: Ich und meine große Klappe. Eine gefühlte halbe Stunde nachdem ich mich ins Bett gelegt habe klingelte auch schon mein Wecker und ich quälte mich unter die Dusche und in meine Klamotten. Mit dem festen Vorsatz, keinen Tropfen Alkohol zu trinken gingen wir dann also zu Blase. Wie soll ich es sagen, es hat gerade mal fünf Minuten gedauert, bis ich ein Bier und einen Schnaps vor mir stehen hatte. Es war Sonntag wohlgemerkt und ich mußte noch den Büttennachmittag überstehen. Aber ein Bier und ein Schnaps haben gereicht. Dafür haben mir die belegten Brote sehr geholfen. Der Büttennachmittag ging dann auch vorbei und ich muß zugeben, das ich froh war als ich endlich auf meinem Sofa lag und bei der Mumie eingeschlafen bin. Ich bin zu alt für den Scheiß

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: