Stellungnahme

Zu meiner allgemeinen Überraschung hat mein Eintrag „Gute Vorsätze“ ein paar Wellen, in Form von Zuschriften, geschlagen. Und da ich ja positiv überrascht bin wer so alles an mich denkt und wer sich so alles Sorgen um mich macht, dachte ich eine Stellungnahme wäre hier vielleicht angebracht, um zu zeigen, das alles gar nicht so schlimm ist, wie es aussieht.

Der erste Punkt „Eine Freundin finden“ war der umstrittene Punkt und ich darf jetzt erstmal feststellen, das ich keineswegs der Damenwelt abgeschworen habe. Auch werde ich nicht ins Kloster gehen oder „auf das andere Ufer wechseln“. Was das auch immer bedeuten mag. Obwohl der Gedanke mit dem Kloster wäre ja schon verlockend. Natürlich würde ich nicht in so ein Selbstgeißelungskloster gehen, wo man den ganzen Tag beten und arbeiten muß und sich dann abends als Belohnung selber ein paar mit der Siebenschwänzigen-Katze überziehen darf. Es gibt da ja noch so andere Klöster, wo im Keller ganz große Fässer mit ganz leckerem Bier stehen. Da könnte ich mir durchaus Vorstellen ein Gelübde abzugeben und in Zukunft als Bruder Pumpe durch die Gegend zu strukeln laufen. Aber kommen wir zum eigentlich Anliegen des Eintrags. Warum habe ich den oben genannten Punkt aufgeschrieben?

Ich könnte jetzt hier eine Liste hinschreiben mit dem Namen aller Mädels in die ich je verknallt und schlimmeres war, seit ich mich für Mädchen interessiere. Aber das werde ich nicht machen. Nicht wegen dem Datenschutz, der ist mir eh egal. Aber weil ich weiß, das einige der Damen hier mitlesen und vielleicht würden sie sich wundern, das sie auf der Liste stehen. Außerdem wäre mir das irrsinnig peinlich, wenn ich die Damen dann das nächste Mal treffen würde. Mir ist es ja jetzt schon peinlich, wenn eine der aufgelisteten Damen zu mir sagt, das sie mein weblog liest. Spätestens ab da kann ich mir sämtliche Chancen abschreiben.

Ich könnte jetzt auch eine nette Geschichte erfinden, von dem ersten Mädchen von dem ich was wollte. Ich war damals in der 6. Klasse, also ungefähr (6 hin, 2 im Sinn, 3 runter holen, geteilt durch die HektoLiter Bier die ich seit dem getrunken habe kommen ich auf: ) 11 Jahre alt und schrieb zum Ende der 6. Klasse ihr einen glühenden Liebesbrief. Kommunikation war damals schon nicht so meine Stärke. Sie nahm den Brief las ihn, lachte laut aus, ging damit zum Rektor, der ihn daraufhin über das Schullautsprechersystem verlas und anschließend meinen Namen, Adresse, Name meiner Katze, Schuhgröße und mein Lieblingsnachtisch preisgab. Kurz gesagt, sie hat mein Herz aus der Brust gerissen und hat es in den Aktenvernichter gesteckt. Danach konnte ich nie wieder mit einer Frau reden, sondern war immer nur unglücklich verliebt. Damit wäre ich zwar fein raus, aber das würde ja nicht stimmen. Die Sache mit dem Brief stimmt zwar, aber sie hat sich sehr darüber gefreut, mich aber trotzdem abblitzen lassen, weil sie in jemand anderen verliebt war (ich glaube das war damals Thomas „Icke“ Häßler), mich aber als guten Freund behalten wollte. Das war ein Spruch mit dem ich damals wirklich noch gut klar kam. Denn damals war er wirklich noch neu!
Dann kam eine Zeit die man so als Übergangsphase bezeichnen konnte und mit Mädels war nicht richtig viel los, vielmehr stand die damalige immer noch an Position eins meiner Liste. Dann gab es die schicksalhafte Wendung in meinem Leben und ich lernte das Bier kennen. Trotz der Erzählungen der Älteren, das man mit Alkohol viel besser die Frauen beeindrucken kann und vor allem viel lockerer mit ihnen umgehen konnte, hat das bei mir nie so richtig funktioniert. Ich trank und war immer noch schüchtern. Also trank ich weiter, bis mir dann die Mädels egal war. Und am nächsten Tag habe ich mich geärgert und vorgenommen, das es beim nächsten Mal besser laufen sollte. Und auch damals war ich nicht konsequent genug und jedes Wochenende sah ähnlich aus. Ich will hier aber nicht ausschweifen.

Ich wurde älter und meine Liste mit den Begehrenswerten wurde immer länger. Nicht das ihr jetzt denkt die Liste geht ins Unendliche. Sie ist immer noch sehr übersichtlich, denn wenn ich mir schon mal ein Mädchen aussuche, dann ist es schon eine ganz spezielle und die ist nicht schon wieder eine Woche später vergessen. Der richtige Erfolg, wo ich dann wirklich mit meiner damaligen Top 1 zusammen gekommen bin stellte sich erst während meines Studiums in Wilhelmshaven ein. Aber darüber möchte ich hier nicht schreiben, denn die Geschichte hat definitiv kein Happy End und wir wollen ja hier ein lustiges Logbuch lesen!
Seit dem sind ein paar weitere auf meine Liste gekommen und es gab einige Fluktuationen in der Rangliste. Ja, manche Mädels kommen immer mal wieder, weil ich einfach eine Schwäche für sie habe (Insider wissen wovon ich hier rede und ich hoffe glaube das ist nur ein Insider, der zur Zeit in Fulda wohnt). Und vor allem gingen dann die Wochenenden wieder los, wo man wieder nichts gewagt hat und sich am nächsten morgen geärgert hat.

Und genau auf dieses Ärgern habe ich keine Lust mehr. Das macht einem den ganzen Tag kaputt und ich ärger mich unter der Woche schon über genügend Dinge (jedenfalls seit dem ich arbeite), daß das nicht auch noch am Wochenende sein muß. Daher der Entschluß, mich nicht mehr verrückt zu machen, wenn eine hübsche, mich optisch ansprechende Frau den Raum betritt. Ich traue mich ja meistens eh nicht sie anzusprechen, geschweige denn sie „klar zu machen“. Daher lasse ich das ganze und habe kein Streß und ein längeres Leben. Vielleicht. Ich habe aber nicht gesagt, das ich keine Beziehung mehr haben will. Wenn sich was entwickelt sollte, in irgendeiner Art und Weise, dann werde ich bestimmt der Letzte sein, der aus irgendeinem Grund, der vielleicht am Anfang des Jahres in einem saublöden weblog eingetragen wurde, die ganze Sache im Sand verlaufen lassen würde.

Jetzt habe ich irgendwie den Faden verloren. Naja, danke an Alle die mir geschrieben haben und sich Sorgen um mich gemacht haben. Hier nochmal die Kernaussage, die ich vielleicht nicht ganz getroffen habe:

  • ich werde kein Mönch, trinke aber weiterhin Bier
  • ich bin immer noch an Frauen interessiert
  • ich werde nicht auf Biegen und Brechen eine Frau ansprechen
  • wenn was passiert, dann passiert es, kein forcieren mehr
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