Ein ruhiges Wochenende (war es nicht!)

Freitag. Das Jahr ist nun 12 Tage alt und die erste Jahreshauptversammlung steht an. In diesem Falle hatte der Schützenverein geladen. Nun muß man abwägen ob man da hin geht oder nicht. Vorteile wären eindeutig das Bier, welches aber dort verkauft wird, wobei es bei anderen Veranstaltungen gleicher Art umsonst über den Tresen geht. Da ich mich aber schon mit dem Günner verabredet hatte und der Vollmer mich mit einem Bier lockte, wurde meine tiefsinnige und wirklich nicht einfache Entscheidungsfindung überrumpelt. Nachdem klar war, das wir uns vorher bei Florian auf ein Pils treffen, traten alle anderen Pläne in den Hintergrund. Auf der anderen Seite hatte Schnitzel vorgeschlagen, nicht zur JHV zu gehen und dafür irgendwo vor zutrinken und dann in die Werkstatt. Die Örtlichkeit war aber noch nicht festgelegt und auch die Frage des Getränks fiel eher in Richtung Wodka-Red-Bull aus. Wodka-Red-Bull = Totalausfall einiger kommunikativen Organe. Und das wollte ich ja nun verhindern und noch einigermaßen ansprechbar in die Werkstatt gehen. Selbst das war schon klar, da mich der Porno schon frühzeitig mit Terror-SMS folterte, das wir ihn auf keinen Fall vergessen sollten, wenn wir heute abend noch weiter Aktionen starten sollten. Er wäre zwar bei seinem Vater auf dem Geburtstag, aber dort könnte er sich schnell losreißen und könnte sogar noch den Schmierpopel mitbringen. Gut, die letzte Information war dann eher abschreckend, aber Schmierpopel wäre auch ungefragt mitgekommen. Aber so weit sind wir ja noch nicht. Erstmal wurde in Florians Wohnung eingerückt und das kühle Pils verlangt. Man sollte meinen das man im Reich eines der Vorsitzenden des Krombacher Clubs Westerode ein cremiges Krombacher von einer barbusigen Dameserviert bekommt, aber Pustekuchen. Da drückt mir der Florian mit einem schelmischen Grinsen ein Nörten-Hardenberger in die Hand (5,99 € die Kiste beim Getränkemarkt um die Ecke). Ich hatte ja nun fast erwartet, das er sich dennoch ein Krombacher rein drückt und für die gammeligen Gäste gibt es dann das Billig-Bier, aber er besann sich seiner Manieren und trank die selbe Brühe. Aber ich will mich ja nicht beschweren, immerhin war ich dort Gast und war ja dankbar für die Erfrischung. Der Weg von zu Hause ist aber auch unglaublich weit und sehr trocken. Fräulein Rottenmeier, mein Lieblingshamster hat ihren Käfig in Patrizias und Florians Wohnzimmer auch wieder bezogen. Doch leider war sie nicht draußen. Kräftiges Rütteln am Käfig Sanfte Lockrufe meinerseits brachten sie aber auch nicht zum Vorschein. Patrizia meinte ich solle sie schlafen lassen, denn jedes Mal wenn man einen Hamster weckt, dann verkürzt sich seine Lebenszeit. Hört sich ja ein wenig von ganz weit hinter den sieben Bergen her geholt an, aber die Hausherrin hat gesprochen. Florian hingegen ermunterte mich, den Hamster doch weiterhin wach zu machen. Ich vermute mal, er besorgt sich jetzt entweder ein Schlagzeug oder zwei große Becken, baut das ganze Geraffel neben dem Käfig auf und übt immer dann fleißig, wenn sich Fräulein Rottenmeier zum Schönheitsschlaf hinlegt. Die Biere gingen zur Neige und wir mußten auch aufbrechen, denn die Versammlung wartet bestimmt nicht auf uns, weil wir noch ein vorzügliches ekelerregendes weiteres Nörten-Hardenberger trinken wollten. Dank meiner guten Kinderstube zwang ich die anderen die Flaschen noch weg zu räumen und auf gings.

Die Ankunft im Schützenhaus sah ungefähr folgendermaßen aus. Wir trafen ein und begrüßten den Großteil der Leute. Schnell wurden die Plätze gesichert, doch um auch sicher zu gehen, das der Flüssigkeitshaushalt ausgeglichen war bestellte Günner gleich beim Betreten drei Pils. Weiter gings also mit Hasseröder. Mein Hirn machte schon schelmische Bemerkungen über die Kopfschmerzen die mich am nächsten Morgen erwarten werden. Aber wer Spaß haben will muß am nächsten Tag meistens leiden. Die Plätze die wir uns sicherten waren auch recht angenehm. Weit weg vom Geschehen, sehr Thekennah und nette Tischnachbarinnen. Hüfte hielt gleich einen Platz für mich frei und somit konnte der Abend starten. Links Hüfte (Mmmmh) und links Günner (Hm, da ist dann wenigstens für Biernachschub gesorgt). Über die Versammlung will ich hier aber nicht viel Worte verlieren, denn Versammlungen sind meistens nie sehr spannend. Es sei nur kurz erwähnt, das unser feiner Herr Ortsbrandmeister eine große silberne Eichel geschossen hat. Wer lacht da? Gut, ich habe auch gelacht. Allerdings unfreiwillig, vielleicht lag es ja auch am fortgeschrittenen Bierkonsum. Denn als ich die Neuigkeit hörte fragte ich mich eigentlich wie er das geschafft hat, da er ja sonst nicht sehr zielsicher ist. Vielleicht hat er den Krempel ja auch mit seinen Krücken abgeworfen. Als die Versammlung dann geschlossen wurde, löste sie sich auch relativ fix auf. Ich glaube ich hatte dann auch 12 Bier auf meinem Deckel stehen und konnte mich auf zu neuen Taten machen. Praktischerweise wollte uns Maren noch in die Werkstatt fahren. Nach und nach, wie halt die Leute in ihr Auto rein passen würde. Unglücklicherweise erreichte mich während des Fußmarsches (damit sie nicht so weit fahren mußte) ein Anruf von Porno. Dabei hatte der Abend doch gut angefangen. Er würde jetzt beim Schmierigen „einrücken“ (O-Ton) und da soll ich dann hinkommen um den „Einmarsch“ (wieder O-Ton) in die Werkstatt anzugehen. Bei Schmieri würde es auch Havana Club geben. Ein leises Knacken in meinem Hirn ließ mich vermuten, das so eben eine wichtige Sicherung raus gesprungen ist. Wie von selbst hörte ich mich sagen, das ich gleich da sein werde und für mich schon mal eine Mischung angerichtet werden könnte. Das war es dann ja wohl.

Beim Schmierigen war der Empfang alles andere als herzlich, wie immer. Und die Flasche Havana stand schon angerichtet auf dem Tisch. Porno und Schmierpopel hielten sich der weilen an Wodka Red Bull gütlich. Gut für mich, denn dann reicht der Havana länger. Ich war ja eigentlich auch der Meinung, das ich allerhöchstens ein oder zwei Mischungen getrunken habe. Aber nach Berichten von Samstag und Sonntag muß ich mir dann doch eine dreiviertel Falsche rein geknüppelt haben. So wie sich der weitere Abend entwickelt hat könnte das sogar der Wahrheit entsprechen. Aber der Reihe nach. Die erste Mischung servierte der Popel selbst gemixt. Und sie schmeckte wie ich am nächsten Tag aus dem Spiegel guckte: Wie ein Schlag ins Gesicht. Gott, hat dieser Mann noch irgendwelche feinmotorischen Fähigkeiten und kann nur eine normale Portion Schnaps ins Glas schütten und nicht zu 80 Prozent das Glas füllen und dann einen Tropfen Cola hinzugeben. Die erste Mischung war also unten und die zweite machte ich mir dann vorsichtshalber selber. Schmeckte aber auch nicht viel besser. Anders gesagt. Der erste Versuch kitzelte nicht mal meine Geschmacksnerven, da sie durch den ersten Versuch abgestorben waren. Also mußte mehr Havana rein. Und so ging das eine Zeit lang weiter, bis wir in die Werkstatt gefahren sind. Allerdings nur noch Porno und ich. Aber die Sachen die in der Zwischenzeit passiert sind will ich hier ja nicht unter den Tisch fallen lassen. Schmieri hat erstmal schön seine Frau angemacht, warum sie denn sein „teures Red Bull saufen würde?“ Das würde er doch für den Wodka brauchen. Als Gegenleistung hat er sich dann auf die Lehne von der Couch gesetzt. Nicht so schlimm meint ihr? Anja warnte ihn vorher sich dort nicht hin zusetzten, da sie sonst kaputt gehen würde. Schmieri winkte ab, machte einen altklugen Spruch und setzte sich hin. Ein lautes Krachen, ein dummes Gesicht, zwei lachende Gesichter und ein verärgertes Gesicht waren die Folge. Dreimal darf man nun raten zu wem welches Gesicht gehört hat. Und dann gab es noch ein weiteres Kapitel von meiner großen Klappe. Ich glaube dafür kann ich bald ein eigenes weblog aufmachen. Popel hat ja vor bei irgendeiner hammerkranken Veranstaltung mit zumachen, bei der man mit einem Bobby-Ccar einen Berg runter ballert und versucht sich so viel unbekannte Knochen wie möglich zu brechen. Ich weiß nicht woran es lag, an meinem Wahnsinn, am Havana oder an der Lust sich vor möglichst vielen Leuten zum Ei zu machen. Jedenfalls bin ich nun auch dabei und fahre das klassische rote Bobby-Car. Der verrückte Schmierpopel hat nämlich mehrere Farben zur Auswahl. Warum gerate ich immer an die Verrückten und gehe dann auch noch auf ihre Vorschläge ein? Falls ich dann irgendwann zu meinem letzten Ritt antreten werde, werde ich das frühzeitig auf diesem weblog bekannt geben. Die Adresse für die Trauerkarten wird dann auch hier irgendwo stehen. Statt Kränze bitte ich um Bierspenden an den KCW.

Eigentlich könnte ich den Bericht an dieser Stelle beenden, denn an so richtig viel kann ich mich nicht mehr erinnern, was so alles in der Werkstatt vorgefallen ist. Aber ich schreibe mal das nieder, was ich noch so weißt. Bei der Ankunft habe ich Ingo getroffen. So, das wars. Na gut, nicht ganz. Irgendwie waren die anderen Westeröder nur sehr spärlich gesäht. Ich kann mich noch dunkel an Hüfte erinnern und wie Porno versuchte neben ihr zu sitzen. Der Versuch bestand darin, das er wohl seinen Hinterteil auf der Sofalehne platzieren konnte, aber der Oberkörper wollte irgendetwas anderes machen und erinnerte ein wenig an einen taumelnden Brummkreisel. Hüfte machte einen sehr ängstlichen Gesichtsausdruck, verständlicherweise. Irgendwann habe ich dann Schnitzel und Philip entdeckt, die gerade von McDonalds gekommen waren. Aber so viel habe ich mich mit denen auch nicht unterhalten. Ich war noch ein paar Mal bei Ingo und seinen Kollegen und hatte auch was zu trinken in der Hand. Wie es denn nun mal kommen muß landete ich gegen 0230 Uhr an der Theke und traf dort Marlen und unterhielt mich ein wenig mit ihr. Zwischendurch sind alle anderen abgehauen und ich bleib weiterhin mit Marlen an der Theke sitzen. Beim nächsten Blick auf die Uhr zeigte der kleine Zeiger auf die fünf und der große wollte einfach nicht still halten. Mit dem Hintergedanken, das ich ja in 4,5 Stunden aufstehen muß, um mit der Jugendfeuerwehr Tannenbäume einzusammeln. Trat ich den Heimweg an. Wie mir Ingo später berichtete, hat er mich wohl gefragt, ob ich mit wolle, aber ich hätte dankend abgelehnt. Passt ja so gar nicht zu mir! Es muß wohl so gegen 0552 Uhr gewesen sein als ich im Bett gelegen habe. Denn das war die Uhrzeit, bei der ich bei Friede angerufen habe. Verdammt, mein neuer Handyvertrag bricht mir noch mal das Genick.

0824 Uhr, das Handy klingelt und ich fühlte mich als wäre ich erst vor zwei Stunden ins Bett gegangen. Dran war ein Jugendfeuerwehrmitglied, der wissen wollte, ob er heute seine Feuerwehrsachen anziehen sollte. Nachdem ich ihn zusammengefaltet habe Freundlich, wie es nun mal meine Art ist, teilte ich ihm mit, das er ruhig alte Sachen anziehen könne. Und schon war ich auch am Feuerwehrhaus und wartete auf Schnitzel, der mir ja am Vorabend mehrmals angedroht hat, das er nicht fahren würde. Aber das hätte er eh nicht gemacht. Also kam er ein wenig später und mit einiger Verzögerung ging es dann los. Warum ich das alles schreibe, weil es da mal wieder einen Zwischenfall am Bäcker gegeben hat. Ich bin halt neben dem Wagen hergelaufen und als wir dann beim Bäcker waren riskierte ich einen Blick hinein. Mein Blick bleib unwillkürlich an der Verkäuferin hängen. Ihr Gesicht kam mir irgendwie bekannt vor. Und die zweite Verkäuferin auch. Beide waren „so um mein Alter rum“, vielleicht kannte ich sie von irgendwelchen Parties. Doch halt. Eine kleine Erinnerung löste sich aus dem Bermuda-Dreieck in meinem Hirn, wo ein paar Erinnerungen in der letzten Nacht hin verschwunden waren und traf mich wie ein Hammerschlag. Als ich heute morgen durch Westerode gegangen bin, plagte mich ein klitzekleines Hungergefühl. McDonalds war schon vorbei, da blieb dann nur noch der Bäcker. Und nun wusste ich auch woher ich die hübsche, junge Dame kannte, die mich in eben gerade diesem Moment auslachte anlächelte. Sie war es die mir in meiner großen Not half und mir zwei Käsebrötchen verkaufte. Da sie sich sehr freute mich wiederzusehen, konnte ich davon ausgehen, das sie mich wieder erkannt hatte. Da ich von draußen in den Laden rein guckte (Also ich stand jetzt nicht vor der Scheibe und presste meinen Kopf dagegen und machte obzöne Gesten mit der Hand. Ich stand schon noch so fünf Meter von der Scheibe weg) hörte ich natürlich nicht was sie zu ihrer ebenso hübschen Kollegin sagte, als sie sie an stieß und nach draußen auf mich zeigte. Jedenfalls muß ich einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben. Denn nun freuten sich beide Mädels mich wiederzusehen. Mir war es in dem Moment nicht ganz so angenehm. Mein Kopf nahm urplötzlich eine Farbe an, die man am besten als RAL 3024 beschreiben kann. Mit schnellen Schritten ging ich weiter. Die letzte Tour ging dann durch den Kirchweg, wo ich zunächst einmal den Schmierigen weckte. Der hatte doch die Unverfrorenheit um 1124 Uhr auf dem Sofa, welches noch heile war, zu schlafen. So geht das nicht. Wach gemacht, Scheiße gelabert und zurück zu den anderen. So war der Plan, doch Gojo lauerte mir auf dem Rückweg auf und überredete mich zu einer Falsche Bier. Um die Ecke kam er dann mit einem halben Liter Krombacher. Oh mein Gott und ich wollte doch heute nochmal nüchtern werden. Dafür habe ich auch extra lange für die Flasche gebraucht. Tummelten sich doch im Magen nur ein paar Käsebrötchenreste. Die aber bald Gesellschaft bekamen durch ein solides Mittagessen. Abends wollte ich dann ja eigentlich noch zum Tennishaus, denn da feierte die Hallentuniermannschaft den zweiten Platz, aber dank meines mehr als miserablen Zeitmanagement habe ich es dann nur zu Christian geschafft. Eigentlich wollten wir ja noch was starten, aber Christian und Sabrina waren dann zu müde. Am Anfang war ja nur Christian müde und als er sagte er wolle sich nach der ersten Mischung gleich umziehen und dann beim Beginn der dritten Mischung immer noch um Trainingsanzug auf dem Sofa lag, war mir irgendwie klar, das heute Abend nicht mehr viel ging. Um 0000 Uhr machte ich mich dann nach ein paar sehr leckeren Bacardi-Cola auf den Heimweg, denn mein fehlender Schönheitsschlaf machte sich bemerkbar.

Ich telefonierte nochmal kurz mit dem Porno, um ihm mitzuteilen, das ich aus der abendlichen Planung draußen war und dann wollte ich mich ins Bett legen. Falsch gedacht. Porno überredete mich dann nochmal zum Sängerball zu gehen. Außerdem erinnerte er mich an das Versprechen, das Schmierpopel einen Abend vorher gegeben hat. Er wolle jedem ein Bier ausgeben, der mit ihm zu späterer Stunde zum Sängerball geht. Er rechnete mit ca. 40 Leuten. Wenn also nur Porno und ich da aufschlagen, sind das grob gerechnet 20 Bier für jeden. Juchuuu. Das Schicksal wollte es also, das wir uns dann mit dem Schmierpopel und seinen Gästen aus Bremen, Michele und Andre, vor der Mehrzweckhalle. Der Altersdurchschnitt sank rapide ab, als wir 6 Leutchen den Raum betraten. Und der Platz an einem Tisch war schnell gefunden. Doch so richtig wollte das Bier nicht rein laufen. Könnte vielleicht an dem vorher getrunken Bacardi gelegen haben. Denn der Drang zur Toilette bleib irgendwie aus. Aber er wurde schnell forciert, als der Alleinunterhalter die erste Polonaise anstimmte. Als sich dann die erste Schlange zwischen den Stuhlreihen durch drängte wuchs mein Verlangen meine Blase zu entleeren ins unermessliche. Schließlich kann ja keiner von einem verlangen, mit voller Blase Polonaise zu machen. Auf dem Flur war also das Safe House, was von Andre auch schnell festgestellt wurde. Er schaute uns mit wissenden Augen an und verstand nun unsere blitzartige Flucht. Als dann der Mega-Polonaisen-Medley nach 20 Minuten vorbei war, schmeckte auch das Bier mal wieder. Doch Porno, Schmieri und Andre (die letzten Beiden kamen übrigens gerade von einem zwei Stunden Menu beim Chinesen) entdeckten die Brötchen für sich und hauten sich unzählige belegte Brötchen rein. Eine Heuschreckenplage, war ein Kindergeburtstag dagegen.

Nachdem dann Schnitzel und Thomas Bee auch ihren Dienst hinter der Theke verrichtet hatten, wurden die Rufe laut, doch mal in der Werkstatt vorbei zu fahren. Unter uns gesagt, zeigte die Uhr schon 0300 Uhr. Aber wir lassen uns nicht schocken und Andre und Michele wollten ja die Werkstatt kennen lernen, von der sie ja schon so viel gehört haben an dem Abend. Schmieri wäre wohl am liebsten nach Hause gefahren, aber mit einem munteren „Wartet nur ab wenn wir das nächste Mal in Bremen sind. Da gehen wir nicht vor 0600 Uhr ins Bett!“ auf den Lippen gings dann in die Werkstatt. Dort ließ der Schmieri erstmal eine Flasche Wodka springen. Ich finde er sollte öfter Leute einladen und dann mit denen in die Werker gehen und dort auf dicke Hose machen und jedes Mal die Getränke spendieren. Andre wurde dann erstmal der Wodka Red Bull nahe gebracht, inklusive Erklärung der Nebenwirkungen. „Also, wenn morgen früh dein Herz wie der Motor von einem Lamborghini Diabolo rennt, dann mach Dir keine Gedanken. Spätestens Montag ist das wieder vorbei und das trainiert den Herzmuskel!“ Andre machte uns dann erstmal das fünf Tage Rennen in Bremen schmackhaft. Flirten, Fummeln, Feiern. So waren seine Worte. Die ersten beiden Aktivitäten sehe ich mal als nette Dreingabe, aber der letzte Punkt interessierte mich sehr. Wäre ja mal eine Option. Die erste Flasche war alle und für die zweite legten wir dann nochmal zusammen. Allerdings interessierte das den Schmieri und den Andre herzlich wenig, denn die spielten Billard. Geht besonders gut auf dem hochwertigen Tisch in der Werkstatt. Naja, jeder wie er halt am meisten Spaß hat. Da aber nicht sonderlich viel los war in der Werker, traten wir die zweite Falsche auch schnell in den Arsch und gingen friedlich nach Hause. Nein, ich soll nicht lügen. Die Uhr rückte auf die fünf vor und wir wurden gebeten nach Hause zu gehen. Aber die Flasche wollten wir noch aus trinken und hauten dann die letzten beiden Mischungen auf Ex weg. Hilft ja nichts. Draußen regnete es Tropfen in der Größe von Golfbällen. Dann rammte mich noch eine junge Dame, die leicht den sicheren Stand verloren hatte. Aber sie entschuldigte sich gleich. Wäre sie nicht gegen mich gelaufen wäre sie bestimmt erst an der Bordsteinkante der anderen Straßenseite zum stehen gekommen. Schmieri, seine Frau und deren Gäste zogen es dann vor zu Fuß zu gehen. Ich sage ja das der Popel verrückt ist. Wir nahmen uns ein Taxi und kamen einigermaßen trocken nach Hause. Das Hungergefühl konnte aber nicht bei McDonalds gestillt werden, da sie schon zu hatten. Also rückten wir nochmal in den Jugendraum ein, dort waren noch eiserne Vörrate aus dem vorherigen Jahrhundert. Die Öffnung der begehrten Würstchendose, die 10 schmackhafte Pimmel Würstchen im Saitling (Wer denkt sich denn solche Namen aus?) stellte ich allerdings als Herausforderung raus. Unter Zuhilfenahme von Grillzange, Hammer, Porno und Thomas Bee wurde sie dann geöffnet und die Würstchen (verletzte und unverletzte) wurden stilecht auf einem Teller-ähnlichen Objekt serviert. Da Porno gerne mal seine Anfälle bekommt, wollte er probieren, die Würstchen, die die Öffnung nicht unbeschadet überstanden haben. Durch das offenen Fenster zu entsorgen. Leider stimmte die Hand-Augen-Koordination nicht mehr ganz so gut und das Würstchen schlug klatschend an die Scheibe. Beim Aufstehen flog er dann noch mal vom Sofa und als er dann endlich vor dem Fenster stand warf er den armen Stummel nochmals vor das Fenster, welches sich nur wenige cm neben dem offenen Fenster befand. Beim dritten Versuch klappte es dann. Und ich habe Video Beweise!

0615 Uhr mein Bett hatte mich wieder und der Wecker wurde auf 1000 Uhr gestellt. Kartenvorverkauf für den Büttenabend stand an. Ich habe das Gefühl, das ich immer an den falschen Stellen Ja sage. „Wir brauchen jemanden der sich aus einer Kanone abschießen läßt! Freiwillige?“ – „Ja!“ „He Peter, hast Du Lust mit einem Bobby-Car einen irrsinnig steilen Berg hinunter zu fahren und anschließend einen zwei-wöchigen Aufenthalt in der Intensivstation zu machen?“ – „Ja!“ Doch als ich die MZH betrat und sah wie Scheiße der Schmierpopel aussah, bereitete es mir schon ein wenig Zufriedenheit.

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