Besinnlicher Jahreswechsel

Der Jahreswechsel stand an und wie sollte es anders sein, wurde mal wieder gefeiert als würde die Welt untergehen. Aber erst am 01.01.2007 am späten Nachmittag. Da es ja eh die besinnlichen feierwütigen freien Tage zwischen Weihnachten und Neujahr waren wurde auch vorher noch gut gefeiert. Es hätte ja durchaus sein können, das der Körper sich erholen hätte können. Da ich ja ständig auf der Suche nach neuen Grenzen bin, konnte ich das ja nicht zu lassen. Also ging es am Donnerstag direkt weiter in der Werkstatt. Dort war irgendwie 99 Cent Party und Schnitzel hat mich genötigt, mit ihm hin zu gehen. Viel möchte darf ich hier über den Abend gar nicht erzählen, denn es sind einige grenzwertige Dinge passiert und vor allem wurden Gespräche geführt die ich aus Selbstschutz hier mal unter den Tisch fallen lassen. Manchmal ist es gut, wenn man die Kontrolle über das Logbuch hat. Aber ich fasse im Groben die Highlights zusammen. Zunächst mal konnte ich irgendwie trinken was ich wollte, und wurde nicht stramm. Den Anfang machte literweise Becks, denn ich wollte auch gar nicht so stramm werden. Doch das Becks schmeckte richtig gut und ich trank mehr als ich geplant habe. Dummerweise passiert mir so was immer wenn das Bier teurer ist als die Mischungen. Als ich dann irgendwann auf Havana Club umgestiegen bin, hat er gar nicht mehr angeschlagen, obwohl ich beidhändig nach geschüttet habe. Die Menge an Geld, die ich ausgegeben habe, hat sich somit verdoppelt. Manchmal ist es doch ärgerlich, wenn man einen gewisse Resistenz aufgebaut hat. König der Strammsäcke an dem Abend war aber der Florian. Ein kurzer Abriß der Dinge die er zum Besten gegeben hat. Er war ja zunächst auf seinem Stufentreffen, seines Abi-Jahrgangs. Es wird gemunkelt, das er dort schon 5 Halbe getrunken hat und dann noch schmutzige Witze erzählt hat. Das er noch ein oder zwei ehemalige Klassenkameradinnen beleidigt hat, lasse ich hier mal dezent unter den Tisch fallen. In der Werkstatt hat er dann munter mit Thiele und Ecki weiterhin Mischungen rein gefeuert. Als ich später am Abend mit Ecki geredet habe konnte ich ihn noch problemlos verstehen. Im Gegensatz zu Vollmer, der schon leichte Probleme mit der deutschen Sprache hatte. Manche Dinge konnte er nur noch pantomimisch mit Unterstützung von Grunz-Lauten darstellen. Saubere Leistung, die hier ohne Neid anerkannt werden muß. Und es hat sich mal wieder bestätigt, das Leute die bis zum Verlust der Muttersprache trinken einen Schutzengel haben. Vollstramm, wie man nun Mal ist, nachdem man sich den Jahresvorrat an Alkohol des Müttergenesungswerk rein gekippt hat, steig der Vollmer auf einen Bar-Hocker und fing an zu tanzen. Aufrecht stehen konnte er nicht, da die Decke nicht ganz so hoch war. Respekt, aber was für einen Respekt. Ich bevorzuge ja in solchen Situationen meistens einzuschlafen oder einfach unauffällig nach hinten umzukippen zu verschwinden. Aber man muß dem Florian eins lassen. Er kocht den besten Kaffee der Welt. Jedenfalls kann er die beste Kaffeemaschine der Welt bedienen, in wie weit er in der Herstellung der Kaffeepads involviert ist kann ich nicht mit ziemlicher Sicherheit sagen. Bei Florian klang der Abend dann auch aus. Bei einem leckeren Kaffee versuchten wir die Patrizia nicht aufzuwecken, was aber gut geklappt hat. Wir haben uns zwar gegenseitig mit recht leisen Pssst-Geräuschen zur Geräuschdisziplin ermahnt, aber vielleicht war das an-Pssst-n der Kaffeemaschine doch zu viel des Guten. Später erzählte sie mir, das sie auf jeden Fall wach war, zwar durchs Pssst-n, wohl aber durch poltern, lautes Lachen und Reden auf dem Flur. Ich habe mein Bestes gegeben und ich kann schleichen wie eine Katze! Wenn ich will und keine Unmengen an Alkohol getrunken habe.

Trotz das ich früh zu Bett ging (0630 Uhr) konnte ich schon um 1230 Uhr wieder aufstehen. Ich habe meinen Körper aber auch so weit gezüchtigt, das er nach dem Saufen komplett einsatzbereit ist. Der Rückfall kam dann erst später am Tag, aber da hatte ich glücklicherweise auch schon mein Sofa erreicht. Abends ging es dann in den Eichsfelder Hof. Dort trafen sich jedes Jahr Schnatter, Tropse, die beiden Hölschers, Manuel, Morchel und David und dieses Jahr dann auch ich. Steini hat die beiden Hölschers und mich rüber gefahren und ich mußte vorher noch Geld holen. Tja, leider stand auf dem tollen Automaten „In Kürze wieder einsatzbereit“ Was heißt denn bitte in Kürze? 10 Minuten, 1 Stunde, 5 Stunden eine halbe Woche. Man meint wohl durch solche hoffnungsvollen Sprüche den Kunden länger zu bleiben zu motivieren. Und der versauert dann bis zum nächsten Öffnungstag in der Filliale. Ein kurzer Kassensturz ergab, das es wohl für den Anfang des Abends reichen müsste und später kann man ja immer noch zum Automaten gehen und die Löcher auffüllen. Auf gings zum Eichsfelder Hof. Dort angekommen wurde auch schon die erste Runde kredenzt. Zwei Runden später bekamen ein paar Hunger und orderten Schnitzel und Strammen Max. Gut das ich schon gegessen hatte. Aber die Schnitzel sahen wirklich verdammt lecker aus. Dafür habe ich dann aber den Schnaps nach dem Essen mitgenommen. Fragt mich nicht warum. Eigentlich mag ich ja keinen Schnaps, aber als die Frage nach einem Schnaps kam, sagte mein Mund automatisch „Linie“. Verdammt schlechte Manieren, der Bruder. Unsere Runde zählte sieben Mann. Also kamen dann bei einer Runde schon nette sieben Striche auf den Deckel drauf. Noch reichte das Geld und die Funktionen die für Kopfrechnen zuständig waren funktionierten auch noch tadellos im Hirn. Wie gesagt, noch! Die Biere kamen ohne Unterlass, war eins alle bestellten mindestens zwei Mann eine neue Runde. Und Christian und Jens konnten oder wollten nicht so viel trinken. Also wurde dann das übrige Bier noch verteilt. So wurde Runde um Runde getrunken und genügend alte Geschichten zum Besten gegeben. Was soll ich sagen, es war einfach ein unglaublich spaßiger Abend. Recht spät kam dann der David noch dazu, der gerade vom Kegeln gekommen war. Nun muß ich zu meiner eigenen Schande gestehen, das ich mich daran nur noch nach Aufforderung dran erinnern konnte. Zu den diversen Runden gesellten sich dann noch ein oder sieben Schnäpse. Die genaue Zahlt ist mir leider unbekannt, da mein Gehirn solche hoch wichtigen Informationen einfach gelöscht hat und mich des Vergessens gestraft hat. Ich vermute aber das auf dem Weg zur Toilette ein böser Mann stand, der mir bei jedem Toilettengang einen Schlag mit einem Hammer so groß wie das Rathaus gegeben hat. Denn der Wechsel zwischen Kneipe mit Tropen-Temperaturen und Toilette mit Gemäßigte-Zone-Temperaturen ging nur am Anfang gut. Und die Ausstattung der sanitären Einrichtungen tat ihr übrigens. Wer jemals das Vergnügen hatte im Eichsfelder Hof seine Notdurft zu verrichten, weiß wovon ich spreche. Für den Rest, versuche ich es mal in Worte zu fassen. Die Pinkelbecken haben die sensationellste Farbe, die sich je ein Designer dafür ausgesucht hat. Man stelle sich Labskaus vor. Hmm, kennt auch nicht jeder!?! Oder einen Lungendurchschuß. Irgendjemand? In der Mensa der FH Wilhelmshaven gab es einmal im Monat als Aktionsgericht Labskaus. Da wurde die Reste vom ganzen Monat in einen großen Topf gegeben, der wurde durch gekuttert und dann nochmals auf dem Boden der Küche verteilt. Das was nicht durch den Ausguß verschwinden konnte wurde nochmal in den Topf gegeben und aufgewärmt. Wichtig war, das die Mensa vorher nicht ausgefegt wurde. Heraus kam ein rosa Brei, der irgendwie nach Fisch schmeckte. Meistens gab es Labskaus Freitags und Donnerstags waren immer die Party. Jetzt dürft ihr dreimal raten, was ich Freitags in der Mensa gegessen habe. Ich sag mal so, das Essen II konnte in keinem Fall schlimmer sein als Labskaus. Aber man muß nicht in den hohen Norden fahren um Labskaus zu genießen. Nein, es gibt ihn hier auch. Abgefüllt in Dosen und ein Erasco Etikett drauf geklebt. Als ich das gesehen habe, wurde mir schlagartig schlecht und ich mußte schnell in die Spirituosenabteilung ausweichen und einen Korn trinken. Jedenfalls haben die Pinkelbecken so eine Farbe. Ich würde gerne mal wissen welche Drogen der Designer von Villeroy & Broch genommen hat, als die Serie zur Produktion freigeben hat. Wahrscheinlich hat kurz darauf seine Kündigung vorgefunden oder er wurde befördert, damit er so einen Scheiß nicht wieder macht. Ich schweife mal wieder ab. Nach dem mich der große Mann also, mehrmals mit dem großen Hammer auf den hinterkopf gehauen hat, war dann irgendwie Aufbruchstimmung. Ich kann mich zwar nicht mehr an den Bezahlvorgang erinnern, aber ich werde ihn wohl durchgeführt haben, denn ansonsten hätte ich den Jahreswechsel im Krankenhaus verbracht. Die kalte frische Luft vor der Tür des Hofes war nun nicht gerade das Beste was ich meinem Organismus zu dem Zeitpunkt antun konnte, aber was will man machen. Ich hätte ja schlecht die Nacht in der Gaststätte verbringen können. Der Großteil wollte nach Hause, aber nicht Manuel und ich. ER machte den Vorschlag noch ins Ambiente zu gehen und da ich ja nie genug kriegen kann, habe ich leichtfertig zugesagt. Im Ambiente angekommen schlugen mir gleich wieder tropische Temperaturen entgegen, wo hingegen die Temperaturen der Außenwelt sich mittlerweile auf Tundra-Niveau abgekühlt haben. Im Ambiente war gerade eine Abschiedsparty für Dario im Gange. Und kurz nachdem wir eintrafen, traf ich auch schon auf Andrea, Ellens Freundin aus den Staaten. Nach einer kurzen Begrüßung zog mich allerdings eine mysteriöse Kraft in Richtung Theke. Ich vermute mal das es der Durst war. Aber Andrea sah wieder extrem gut und mein Sprachzentrum funktionierte nicht mehr ganz so einwandfrei, das es wohl besser so gewesen ist. Aber an der Theke hatte ich wenigstens einen guten Blick auf sie auf den ungefähren Bereich wo sie stand. Es hätte ja schließlich sein können, das sie plötzlich in Ohnmacht fällt und dann wäre ich der Erste der sein Bier weg gestellt hätte um ihr zu helfen. Natürlich mit einer Flugrolle über die Einrichtung und wo ich gerade am phantasieren bin hätte ich auch gerne eine Kiste Becks, die niemals alle wird! Vom Bier wurde langsam umgestellt auf Mischungen. Bacardi Cola, war angesagt, aber so was von angesagt. Nach der ersten Mischung habe ich gedacht, das wir unerwünscht waren. Nach der zweiten Mischung wollte ich nicht wieder weg von der Theke. Dann passierte der Super-Gau. Mein Geld war alle. Und alles die Schuld vom dämlichen Geldautomaten. Ich hatte noch 5,50 € im Portemonnaie und das reichte nicht mal für eine Runde für Manuel und mich. Aber Manuel war der Retter in der Not und meinte er habe noch Geld. Wusste er auf was er sich da einließ. Also vertranken wir sein Geld auch noch bis auf 5 € und teilten uns das Taxi nach Hause. Ich fands Klasse. Zwischendurch traf ich dann noch den Langen und Helena und als der Lange die Biege machte, meinte er ich solle noch auf Helena aufpassen. Ob die Mission erfüllt wurde, kann ich nicht mit Sicherheit sagen. Da ich mich irgendwann mit Manuel an der Theke wiederfand und wir gröhlten laut zu irgendwelchen Liedern, die die Band spielte. Zwischendurch fiel mein Blick ab und zu auf Andrea, um zu gucken ob sie mich nicht bei den peinlichsten Aktionen in meinem Leben beobachtete. Aber sie hat wohl die peinlichen Sachen nicht mitbekommen. Vielleicht die richtig peinlichen Sachen, wo ich gerade abgelenkt bin, aber was ich nicht weiß macht mich nicht heiß! Tja, irgendwann wurde dann die magische Geldgrenze erreicht und unsere Kutsche fuhr Richtung Heimat. Ein herrlicher Abend und ich muß nun zugeben, das ich schon lange nicht mehr so stramm war. Das Schlimmste ist, das ich nicht mal weiß warum. Denn ich habe ja nur Bier und ein paar Schnäpse getrunken. Allerdings war da ja noch der Hammer-Mann.

0910 Uhr, Sirenenalarmierung. Mein erster Gedanke war, das sie den Probealarm zu früh ausgelöst haben. Aber dem war wohl nicht so. Zimmerbrand im Rosenthaler Hof. Nach anfänglichen Orientierungsschwierigkeiten fand ich mich dann auch an der Einsatzstelle ein. Aber viel zu tun gab es nicht, da jemand anders schon unsere Einsatzkräfte eingeteilt hatte. Also schleppte ich zwei B-Schläuche und rollte einen wieder auf. Muß ja auch mal reichen! Abends ging dann gar nichts. Die Exkurse in die menschlichen Abgründe der letzten Tage forderten ihren Tribut. Außerdem stand ja der Jahreswechsel bevor und da wollte ich ja fit sein. Ich glaube gar nicht, was ich hier hinschreibe. Sollte ich womöglich vernünftig werden? Ich hoffe nicht!

Sylvestermorgen. Mehr oder weniger ausgeschlafen erwarte ich den Beginn des Jahresabschlußbesäufnis. SO richtig in Stimmung war ich noch nicht, aber das konnte man sich ja schnell antrinken. Um 1900 Uhr sollte es losgehen. Gegen 1845 Uhr war ich beim Felkl und der war natürlich nicht fertig. Aber ich habe auch zur Verspätung beigetragen, hab eich doch meine Zigarre zu Hause vergessen. Die Asche der Zigarre geht dann auch direkt auf mein Haupt. Schnell noch den Vokke und den Matten abgeholt und dem ersten Bier stand nun nichts mehr im Wege. Ich entschied mich für die klassische Variante. Erstmal ein paar Bier reinpelmpern und nach Mitternacht dann auf Mischungen umsteigen, definitiv kein Schnaps aus kleinen Gläsern. So kriege ich die Jahreswende in einem einigermaßen Aufnahmebereiten Zustand mit und anschließend kann ich mir den Rest geben. Guter Plan, wenn er denn funktioniert hätte. Der Anfang war wie bei jeder Sylvesterparty ein wenig schleppend, vor allem, wenn man sich dazu entschieden hat am Anfang nicht ganz so schnell stramm zu werden. Die ersten paar Pils liefen aber ohne Probleme rein. Die Auszeit hat ihre Wirkung nicht verfehlt. Nachdem dann etwas zu essen eingeworfen wurde gings es wieder zurück an die Theke, wo sich in der Zwischenzeit ein paar Leutchen tummelten. Zwischendurch habe ich den gehbehinderten Kai noch am Tisch besucht und die Mädels bei komischen Spielen, die irgendwas mit einem Kartenspiel und auf einander drauf setzen zu tun hatten. Hört sich nach einem wunderbaren Plot für einen einschlägigen Film an. Irgendwann dachte ich mir, das ich mich ja mal zu Hüfte setzen könnte und hören was sie so macht. Ganz großer Fehler. Nicht das zu Hüfte setzen,aber in den Einzugskreis der Mädels zu gehen. Kaum habe ich Position neben Hüfte bezogen, wurde ich dazu genötigt Tequila zu trinken. Vor allem Doro hat mich quasi dazu gezwungen. Jeder der mich kennt, weiß wie schwer das ist. Dazu kam dann noch Ramona, die zu dem Zeitpunkt definitiv Sallstrammste war. Aber auch das sollte sich noch ändern. Also gings los mit Tequila, Roten, Löwentor und nochmal Tequila. Kathrin hielt sich ein wenig im Hintergrund, aber die Arme mußte ja auch am nächsten Tag arbeiten. Auch kein Geschenk, mich kotzte es ja schon an, das ich am Dienstag schon wieder los mußte. Die Schnäpse haben mich dann Promille-mäßig eindeutig nach vorne gebracht. Und zwar soweit, das ich beinahe den Jahreswechsel verpasst hätte. Doch früh genug konnte ich mich loseisen und meine Zigarre startklar machen. Das hatte ich zumindestens vor. Doch ich bekam keinen Zug drauf. Verdammtes Billigkraut. Nie wieder. Der Jahreswechsel kam und ich kann nun nicht mehr mit Sicherheit sagen wen ich alles Umarmt, geküsst und sonstwelche Sachen gemacht habe. Auf jeden Fall war es nett und sehr herzlich. Da es kein Flaschenbier gab, mußte ich mich also trocken mit den anderen auf den Weg durch das Dorf machen. Wer mich noch von früheren Jahren kennt, der kennt auch meine Halbe-Kiste-Bier-Jacke. Früher, als ich noch jung und verdorben war, begann ich mir um 2330 Uhr sämtliche Taschen mit Bierflaschen voll zustopfen, denn der Weg war lang und trocken. Aber jetzt bin ich ja alt und verdorben, habe aber die Jacke noch. Allerdings passen Biergläser nicht so gut rein, da sie alles naß machen. Nicht das ich das jetzt schon ausprobiert hätte! Durch die Böllerhölle (Der Sturm auf die Normandie war nichts dagegen. Ich glaube an die Wiedergeburt!) ging es dann zu Borchardts in der Bülte, anschließend ging es zu Vollmers und dann in den Natheplan, wo unter anderen auch der Martin und Elke und der Schmierpopel gefeiert haben. Wäre ich man weiter gegangen und hätte nicht angehalten. Oder hätte nur beim Vorüber laufen ein frohes Neues Jahr gewünscht. So blieb ich stehen. Trank zwei Falschen Bier und ließ mir vom Popel ein Glas Havana Club in die Hand drücken. Und es war um mich geschehen. Wie Hänsel folgte ich dem Schmierpopel in das Haus und ließ mich weiter mit Havana aushalten. Glaubt ja nicht, das ich das gerne gemacht habe. Ich habe es geliebt. Fehler war nur, das ich mich auch noch mit an den Tisch gesetzt habe und die anderen weiter gezogen sind. Da saß ich nun und war granatenvoll leicht angetrunken. Havana gabs in rauhen Mengen und das Essen war auch sehr, sehr lecker. Ich kann mich zwar nur an diverse Teigröllchen erinnern, aber die waren ein Genuß. Irgendwie bin ich dann an den Tisch gesetzt worden und wurde plötzlich in Unterhaltungen verstrickt. Was bei raus gekommen ist, kann ich nur noch Bruchstückhaft wiedergeben, aber der Großteil war recht witzig. Elke und ich haben dann abgemacht, das ich dieses Jahr noch heiraten soll, weil sie mal wieder auf einer Hochzeit mit feiern und mit mir tanzen will (Das passt so gar nicht mit meinen Vorsätzen überein!). Warum sie mit mir tanzen will? Vielleicht Suizidgefährdet? Mein Vorschlag war das ich ja ihr Taufkind heiraten könnte (Heißer Feger und ein Jahr älter als ich), aber da wäre wohl nichts zu machen, da sie vergeben wäre. Verdammt, wie ging das Sprichwort? Die Guten sind alle schon vergeben oder schon vergeben? Ein kurzer, einäugiger Blick auf die Uhr (Und ich habe mich schon gefreut, das ich auf einmal zwei Armbanduhren hatte), sagte mir das es Zeit wurde weiter zu reiten. Ab gings zu David und Ellen. Von der anderen Meute war nichts mehr zu sehen. Wer weiß wozu es gut war. Meiner Erinnerung nach war ich nur kurz bei David und Ellen und habe vielleicht ein Bier getrunken. Die Zeiteinheit stimmt wohl, wenn man als lang 24 h annimmt. Allerdings stimmt die Nahrungsaufnahme nicht ganz. Wie mir berichtet wurde, stülpte ich mir mir in der Stunde wo ich da war, ca. fünf Mischungen Cola-Bacardi rein. Aber die verstanden sich prima mit den Havana Club in meinem Magen. Nach kurzen Monologen meinerseits (Hier ist zu sagen, das ich mich an die Antworten nicht mehr erinnern kann, wohl aber noch an Teile meiner Aussagen), ging ich dann auch wieder. Und traf Christian und Sabrina vor der Kirche. Alles Hörensagen, muß nicht so passiert sein. Die meinten das in der MZH nichts mehr los sei. Daraufhin muß ich wohl erwidert haben, das es mir egal sei, so lange es Bier gibt. OK, das hört sich nach mir an. In der MZH war dann wirklich nicht mehr viel los, aber es gab noch Bier. Ich trank mit Morchel noch ein paar und dann wollte Schnitzel zu machen. Verdammt und ich konnte noch ohne Ende weiter trinken. Aber besser es geht jetzt nach Hause, als wenn sich am nächsten Morgen das ganze Dorf wieder den Mund zerreißt. Dafür sorge ich ja eh schon mit meinem Logbuch für. Mach ich aber gerne.

Montag morgen. Mein Handy klingelt und ich muß zum Aufräumen. Ein Traum von einem Montag morgen. Mundgeruch, eine irgendwie abgefahrene Frisur und trotzdem geht’s mir nicht so besonders übel. Nach einem kurzen Klamottencheck, stellte ich fest, das alles naß war. Warum? Egal, erstmal nach Ersatz gucken. Nach ca. 15 Minuten sinnieren fiel mir ein, das es ja auf dem Rückweg geregnet hat. Und das ordentlich. Ich malte mir vorher schon Schreckensszenarien sondergleichen aus. Unter den Favoriten waren ein Sprung von der Nahte-Brücke in den wadentiefen Fluß, Ausrutschen auf nassen, klebrigen Böllerresten auf der Hauptstraße und fallen in eine Pfütze und abgekärchert werden, während ich durch Westerode strukele und dabei die besten Leider von ACDC zum Besten geben. Der letzte war mein Liebling und irgendwie habe ich mir auch gewünscht das er zu traf. Die Anderen hauten sich beim Aufräumen einen rein und ich durfte am nächsten Tag arbeiten. Verdammte Ungerechtigkeit!

Auf ins neue Jahr und zu neuen Saufgelagen Abenteuern! Ich wünsche euch allen nur das Beste und viel Glück und Erfolg im neuen Jahr. Mögen alle eure Träume und Wünsche in Erfüllung gehen!

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