Weihnachten – und kein Ende in Sicht

So, Weihnachten ist vorbei und es wird dann doch mal wieder Zeit für einen weiteren Eintrag. Ich hoffe alle meine Leser hatten ein besinnliches Weihnachtsfest und alle ihre Wünsche sind in Erfüllung gegangen. Dann bleibt mir nur noch allen einen guten und vor allem feucht fröhlichen Rutsch in das neue Jahr zu wünschen. Ich hoffe ihr seid alle auf irgendwelchen Parties, Festen oder anderen Orgien und lasst es ordentlich krachen. Ich werde es jedenfalls tun. Doch genug mit dieser Rumschleimerei den ganzen Wünschen, kommen wir zum Weihnachtsbericht.

Besinnlich ging es schon am Freitag los. Da stand die Weihnachtsfeier der 1. Mannschaft an, die eigentlich ohne Bedenken gebucht werden kann, den die Feier ist immer ein absoluter Spaßgarant. So auch in diesem Jahr. Doch ich mußte mich mal wieder zerreißen. Am gleichen Tag fand auch unser traditionelles Resturlaubssaufen statt. Also mußte ich mich bitteren Herzens entscheiden. Da ich keine Festivität versäumen wollte, entschied ich mich für ein zweigeteilten Tag. Ab 1500 Uhr gings mit dem Resturlaubssaufen los und ich habe dann mit Ellen abgesprochen, das sie mich gegen 1900 Uhr abholen sollen und wir würden dann zusammen zur Weihnachtsfeier der Mannschaft gehen. Ich hasse zwar Kompromisse, aber in diesem Fall ging es leider nicht anders. Ich holte also den Doktor Dieck um 1415 Uhr ab und wir machen uns zu Fuß zu Otto Bock wo wir den Scholle noch abholten. Jetzt muß ich dazu sagen, das ich mich ein wenig geärgert habe, das ich noch kein Bier am Start hatte, denn der Weg, so kurz er auch war, war ganz schön trocken und der ganze Staub der so aufwirbelte, trocknete meine Kehle ganz schön aus. Ich habe zuerst mit dem Gedanken gespielt schnell zum Penny-Markt zu flitzen und mal eben ein 6er Träger Pils zu holen. Gut das Bier ist total ekelig nicht gerade das Beste, aber es hätte für den ersten Durst gereicht, da wir ja noch zu Fuß in die Innenstadt wollten. Auf Grund des Assifaktors habe ich es dann aber ganz sein lassen. Sähe natürlich perfekt aus, wenn der Doktor und ich vor Bock auf Scholle warten und schon mal einen (Plastik-)Kanne am Hals hätten. Und sobald dann Scholle das Drehkreuz passiert hatte, hätten wir ihm die schon geöffnete Flasche an den Hals gehalten. Aufgrund der Uhrzeit und des Ansehens in der Öffentlichkeit (Welches Ansehen?) entscheiden wir uns also weiter zu dursten. Das erste Bier wird eine absolute Wohltat. Doch vorher kam der lange Marsch in die Stadt und zuerst zum Baumarkt, denn der Scholle mußte noch einen Gutschein besorgen (Für seine Freundin??). Der Getränkemarkt, der dem Baumarkt angeschlossen war lockte natürlich schon und mein Durst wurde immer mehr. Ich war sogar schon der Meinung ich hatte Fatamorganen Fatamorganas Halluzinationen und hörte die ganzen Kisten mit dem Becks meinen Namen rufen. Aber vermutlich waren es irgendwelche ungezogenen Mitarbeiter die mich als Stammkunden zufällig kannten. Nachdem dann der Gutschein verstaut war gings dann auf zum Weihnachtsmarkt. Also Pustekuchen mit dem kühlen Bier, erstmal mußte Glühwein rein. Ob das so eine gute Idee war. Auf dem Markt trafen wir dann noch einen Kollegen von Heiko der dann auch gleich die erste Runde schmiß. So gefällt das. Doch so ein Winz-Glühwein hält ja nicht lange vor, also wurde von mir die zweite Runde gesponsort. Und danach ging es dann endlich zum Bier. Die Wahl fiel dann aufs Memo, wegen den kurzen Wegen. Der Tisch im Memo wurde noch nicht ganz erreicht, da wurde auch schon die erste Runde Bier geordert. Dort gab es dann wenigstens cremiges Krombacher aus stilvollen Gläsern. Ruck Zuck wurde eine große Menge Quatsch gelabert und der Präsi trat auf den Plan, mit dem Junior im Schlepptau. Nun ist ja auch so, das man bei einer Truppe leicht angetrunker alkoholisierter Männer keine Kinder mitbringen sollte. Wir alle forderten dann das der Präsi mal mit seinem Sohn auf die Eisbahn sollte. Wir würden auch applaudieren, wenn er hinflog. Nachdem dann der Präsi in weiser Entscheidung wieder gegangen ist, aber angedroht hat, später nochmal zu uns zu stoßen, kam schnell das Verlangen nach neuer Unterhaltung auf. Heiko ließ fallen, das es hier früher mal einen Billardtisch gegeben hat. In schlimmen Visionen präsentierten sich plötzlich Bilder von zerstörten Filzbelägen, Billardkugeln die durch Fensterscheiben flogen und Queues die auf TischkantenTischkanten zerbrochen wurden vor meinem inneren Auge. Schnell bog ich um, das es wohl kein Billard geben würde, wohl aber einen Kicker. Großer Fehler. Sogleich wurden die elektrischen Systeme angehauen und wir haben gekickert. Dank meiner Lehrstunden Erfahrung aus den Jugendraumzeiten habe ich eine ganz passable Figur gemacht. Nachdem dann ungefähr 20 Runden gekickert wurden (Mein Deckel zeigte acht Striche für Bier, also könnten es auch durchaus nur vier Runden gewesen sein), wurde zum Dartautomaten weiter gezogen. Man beachte, die Strichzahl auf den Deckel, gepaart mit der Zielfähigkeit im nüchternen Zustand kommt man schnell auf einer ganzen Menge abgebrochener Spitzen. Aber der Abend hatte auch was Gutes, denn als ich es endlich geschafft habe, die zwei Euro, die vom Kickern noch übrig geblieben sind in den Dart-Automaten zu werfen, ging erstmal gar nichts. Rückgabeknopf gedrückt und dann purzelten da erstmal fünf Euro in kleinen Geldstücken raus. Die Runde ging dann auch relativ schnell vorbei. Trotz der etlichen Nulldurchgänge, dank der fehlenden Treffsicherheit, verursacht durch zu viel Bier. Da bei manchen schon der Magen knurrte, verlegten wir flugs in den „Halben Mond“. Doch essen war mir noch nicht vergönnt, würde ich ja gar köstliche Sachen bei der Weihnachtsfeier bekommen. Ich muß aber zugeben, das mir schon das Wasser im Mund zusammen lief, als die Curry und das Schnitzel serviert wurde. Zum Glück hatte ich ja Bier, mit dem ich meinen Magen noch ein wenig weiten konnte. Die Trinkgeschwindigkeit war übrigens enorm. Es wurde langsam 1900 Uhr und Ellen wartete schon vor dem halben Mond. Also schnell das 10. Bier runtergestürzt und raus zu Ellen. Man sollte es nicht glauben, aber mir ging es noch recht gut. Der Gang war recht schwankfrei. Der Abend der Beiden sollte sie dann noch ins MaxxM, ins Ambiente und zu McDonalds führen. Um Mitternacht war dann wohl auch alles vorbei. Der Doktor berichtete mir dann noch, das er kurz nachdem ich weg war, er sich mit dem Schöttler noch in Verbindung gesetzt hat und der hätte ein Wörterbuch bei der Unterhaltung gebraucht. Scheint ja noch richtig nett gewesen zu sein.

Bei mir gings jetzt aber erst richtig los. Bei der Ankunft in der Mehrzweckhalle mußten erstmal alle begrüßt werden. Gehört ja quasi zur Pflicht, danach kam die Kür an der Theke. Es wurde also weiterhin Bier rein geschüttet und ich hoffte es kamen keinerlei Schnäpse mehr dazu. Das Essen kam von Pita-Michael und war fantastisch lecker. Und ich war noch in dem Zustand, wo mir noch nicht alles egal war. Zumindestens meine Geschmacksnerven waren noch aufnahmebereit. Wie sollte es denn dann auch anders sein, wurde dann der fabelhafte Gaumenschmaus durch ein paar wiederliche Schnäpse kaputt gemacht. Doch ich konnte mich erfolgreich gegen den alles Leben vernichtende Löwentor wehren und wich auf den Korn aus. Ehrlich gesagt, trinke ich lieber eine ganze Flasche Korn, als einen Löwentor. Außerdem habe ich während meiner Studienzeit in Wilhelmshaven kurz-lang-trinken mit Korn richtig gelernt. Nach dem Essen kam es dann zu der Zeit, das man sich sportlich betätigen mußte. Und die Wahl fiel auf das Tampon-Spiel. Dasselbe Spiel hab eich im letzten Jahr bei der Jugendfeuerwehr durchgeführt und es war dort schon ein Riesenrenner, zumal dort kein Alkohol ausgeschenkt wurde. Und nun stelle man sich das ganze Szenario mal vor, wenn alle die mitmachen schon leicht einen im Kahn haben. Die Stimmung war, um es kurz zu machen, sensationell. Ich muß zugeben, das ich selten so gelacht habe. Die Fotos sind jedenfalls sensationell geworden. Leider mußte ich ja auch mitmachen, aber ich bin ja der Erste der aufspringt wenn gefragt wird, ob sich jemand mal freiwillig zum Ei machen will. Und ich muß sagen das Team in dem ich war war gar nicht so schlecht. Leider kann ich nicht mehr mit Gewissheit sagen, wer alles bei mit im Team war. Wir sind bis in die Finalrunde gekommen und haben dort gegen eine Mannschaft gewonnen, deren Namen ich auf Grund des Jugendschutzes hier nicht niederschreiben darf. Die Namen waren eh alle unter der Gürtellinie, nein, noch ein wenig tiefer angesiedelt. Aber Spaß gemacht hat es trotzdem. Den Rest des Abends kann ich nun nicht mehr so ganz in die richtige zeitliche Reihenfolge bringen, aber ich versuche mein Bestes. Die 10 Bier, die ich vor den anderen Vorsprung habe, haben sich an dieser Stelle schon sehr stark leicht bemerkbar gemacht. Nachdem man mir am nächsten Tag ein wenig auf die Sprünge geholfen hat ist mir dann wieder eingefallen, das ich eine gewisse Zeit mit Anne an der Theke gestanden haben und ihr über ein gewisses Körperteil einer ihrer Freundinnen vorgeschwärmt habe. Das tut mir echt leid, immer manchmal wenn ich voll wie die Hacke bin ein wenig getrunken habe, kommt der Bewunderer in mir durch. Aber Anne kennt das ja schon von mir und nimmt das hoffentlich mit Humor. Irgendwann kurz danach geriet alles außer Kontrolle. Glöckner wurde mehrfach dabei erwischt wie er heimlich am Buffet naschte. Schnäpse wurden mittlerweile in rohen Menge konsumiert. Normalerweise würden solche Mengen nur in Euro-Paletten-Gebinden abgegeben. Es wurde alles in sich reingekippt, was einem vorgestellt wurde. Hier fühlten wir uns alle wohl. Kurz nach Mitternacht wurde dann der erste Vorstoß in den kleinen Raum der Mehrzweckhalle gewagt. Dort hatten nämlich die Mädels von den WWWs ihre Weihnachtsfeier. Das Hallo war groß und ich kann mich nicht wirklich mehr daran erinnern, ob und wieviel ich dort getrunken habe. Halt, Fotobeweise sagen, ich habe eine undefinierte, gelbliche Flüssigkeit (Eiter?, Eierlikör?, irgendwas eklig süß Schmeckendes) willenlos in mich reingekippt. Man war ja auch noch nicht stramm genug. Aber ich habe wenigstens mit meiner Angertrauten Annalena getrunken. Ein echt nettes Mädchen, hat immer wieder nach geschenkt. Doch mein mutiger Vorstoß sollte Konsequenzen nach sich ziehen. Nach und nach guckten alle männlichen Teilnehmer der Mannschafts-Weihnachtsfeier mal rüber und einige ließen unter Anfeuerungsrufe die Hüllen fallen. Den Anfang machte der Florian, das weiß ich noch mit ziemlicher Sicherheit, über den Rest wurde mir nur mündlich etwas zugetragen und ich will ja hier keine Gerüchte in den Umlauf bringen. Das machen schon andere Leute über mich genügend. Aber mir ist das eh egal. Wo wir aber gerade beim Thema Florian sind. Er hat erfolgreich den Pokal „Strammsack des Abends“ verteidigt. Wie man so munkelt wurde er um 0200 Uhr nach Hause gegangen. Alleine gehen ging nicht mehr und seine Freundin und Andre halfen ihm dann aus einem nah gelegenen Vorgarten raus und brachten ihn nach Hause. Es wurde auch erzählt, das er gegen diverse Autos getreten hat, aber das stimmt nicht. Er konnte einfach nicht mehr gerade aus gehen und ist leicht gegen ein oder zwei Autos gestoßen, aber das war möglichst sanft und es waren nur weiche Körperteile im Einsatz. Also keine Angst. Andre und Matze haben dann ein wenig später noch eine kleine Fressorgie in der Küche eingelegt, die dann aber durch Matze beendet wurde, als er einfach unter den Küchentisch gerutscht ist und seltsame Geräusche von sich gegeben hat. Andre ist dann vor lauter Angst weggelaufen. Eine meiner wenigen lichten Momente an den Abend war als dann die Kathrin aufschlug. Ich würde mich auch stundenlang selber geißeln wenn ihre Anwesenheit vergessen würde. Aber wie würde ich das mitkriegen, wenn ich es nicht mehr wüsste? Eine Frage, über die es sich nachzudenken lohnt, aber nicht an dieser Stelle. Aber sie war schnell wieder verschwunden. Wie mir dann vor kurzem mitgeteilt wurde, hätte sie gesagt, das sie bei uns nicht willkommen gewesen wäre. Ich war schockiert. Kathrin ist doch, bei mir zumindestens, immer willkommen. Ich freue mich jedesmal wenn sie mit von der Partie ist. Also Kathrin, nächstes Mal hältst Du Dich an mich! Die Party ging weiter und es wurde noch mehr getrunken und noch mehr Grenzen ausgetestet. Wann allerdings die komplette Anarchie ausbrach kann ich nicht mehr sagen. Erst so ab 0400 Uhr setzten meine Erinnerungen wieder ein. Ich fand mich an der Theke wieder und hatte ca. drei Bier vor mir, die ich definitiv noch schaffen mußte. Morchel saß hinter dem Laptop und machte ohrenbetäubende, aber gute Musik. Ansonsten war wohl keiner mehr da oder er hat sich still und heimlich aus dem Raum geschlichen. Vertraute Tönen drangen an mein Ohr und überlisteten meine natürlich Abneigung gegen Bewegung zu musikalischen Klängen. Die ersten Takte von „Temple of love“ zogen mich unweigerlich in ihren Bann und ich wie in Trance sah ich mich auf der Tanzfläche abgehen. Nach einer halben Stunde wurden mir aber die Beine lahm und ich wunderte mich was für ein Mega-Riesen-Mix der Morchel da reingehauen hat. Eine kurzer Blick auf den Laptop und mir wurde einiges klar. Der Player stand auf Repeat. Aber gut hat es getan. Wenn mich ein Lied dazu bringen kann zu tanzen, dann ist es „Temple of love“. Was jetzt aber nicht heißen soll, daß das dann gut aussieht. Auf einer Guten-Tänzer-Skala, eingeteilt von 1 bis 10, bin ich eine -7. Das sollte klar sein. Gegen 0500 Uhr entschied dann eins meiner Organe das es Zeit wurde den Heimweg anzutreten (welches ist noch unklar, aber wenn ich das herauskriegen sollte, dann bekommt es eine Belobigung). Jegliche Versuche den Morchel zum Aufwachen zu überreden schlugen fehl und ich war es leid. Fassen wir also zusammen. Der erste Tropfen Alkohol der meinen Schlund runter lief war Glühwein um 1500 Uhr, das erste Pils folgte 30 Minuten später. Das letzte Pils habe ich mir um 0508 Uhr angetan. Macht zusammen 14 Stunden trinken. Erschreckend! Nehmt das alle als Warnung oder als schlechtes Beispiel. Ich zitiere an dieser Stelle James Hetfield: „Do as I say, not as I do!“

0930 Uhr die Augen gingen auf und nicht mehr zu. Sollte ich es wagen den Ingo zu wecken und zu fragen wann das Aufräumen beginnt. 1000 Uhr, Ingo meinte er kommt um 1130 Uhr. Gute Zeit, mein Organismus hat den Versuch aufzustehen mit einem TILT quittiert. 1043 Uhr Florian ruft an und meint ich solle zum Aufräumen kommen. 1100 Uhr, irgendwie bin ich zur MZH gekommen und wäre am liebsten wieder zurück ins Bett gegangen. In dem Raum sah es aus als seien die Chaos-Tage vor- und in die MZH verlegt worden. Heilige Mutter Gottes, was war hier geschehen? Sollten wir im nächsten Jahr die Feier toppen wollen, dann müßen wir die Halle bis auf die Grundmauern niederbrennen. Falls wir dazu nochmal die Gelegenheit bekommen. Ach ja, der Morchel hat dann auch erstmal schön die Nacht auf einem orthopädisch ungünstigen sehr bequemen MZH-Stuhl verbracht und trank schon wieder Bier. Kann ja ein lustiger Tag werden. Wurde es dann auch. Morchel trank weiter sagte seiner Mutter am Telefon, das er demnächst 18 Jahre alt wird (glatte Lüge) und haute sich zu allen Überfluß noch Löwentor rein. Ich dachte schon ich wäre seltsam veranlagt, aber es geht dann wirklich noch eine Ecke schlimmer.

Abends wollte ich ja eigentlich nichts machen, aber wie es mit den Vorsätzen so ist, werden die in den Zwischenspeicher geschrieben und ich ging dann mit Friede zum Knobelabend vom Angelverein, in der Hoffnung, das es ja nicht ganz so heftig werden muß. Ganz großer Fehler. Bevor es überhaupt los ging, wurde ich genötigt, zwei Euzenberger und einen Löwentor zu trinken. Es ist jetzt nicht so, das ich mich nicht gewehrt hätte, aber das nimmt nie einer ernst. Das Knobeln ging dann relativ unspektakulär über die Bühne. Ein paar Bier wurden gekippt und ich habe nichts gewonnen. Nicht das ich scharf drauf gewesen wäre, aber wenn man mit dem Matten knobelt, dann geht das nicht mit rechten Dingen zu. Matten sagt er macht jetzt 30 Punkte und dann macht er sich auch. Was soll man da noch sagen. Nachdem dann der offizielle Teil vorbei war, habe ich kurz mit Schnitzel gesprochen, der auf einem Geburtstag im Schützenhaus war. Der erzählte mir dann ein paar Details vom Vorabend, die ich hier auf Grund des Schutzes mit bekannter Personen und meiner eigenen Person nicht wieder geben kann. Es war aber nichts schlimmes, jedenfalls fand ich es nicht schlimm. Im Angelhaus trank ich dann noch ein paar mit Friede und Hubert. Leider konnte ich mich auch hier nicht wieder gegen Euzenberger wehren, aber immer noch besser als Löwentor. Und eh ich mich versah war ich mit Matten mal wieder der letzte. Und dabei sollte es doch ein ruhiger Abend werden.
Den Heiligen Abend lasse ich jetzt mal unter den Tisch fallen, denn er war sehr unspektakulär. Nach zwei Weizen und der Bescherung hat mein exzessiver Lebenswandel der letzten Tage sein Tribut gefordert und ich bin schön bei „Stirb langsam“ auf dem Sofa eingeschlafen.

1. Weihnachtstag = Feiern und alte Bekannte wieder treffen. Den Anfang machte die Bar. Dort traf ich mich mit den üblichen Verdächtigen vom Stadtberg. Und es gab Männerbier (Jever) aus Männerflaschen (0,5 l Kellen). Sauber, so macht der Abend einen guten Start. Vorher habe ich beim Abendbrot schon mal den Magen vorgewärmt mit zwei Hefe-Weizen. Nachdem dann zwei Halbe Liter den Weg in den Magen gefunden haben ging es los ins Ambiente, wo ich dann erstmal einen Arbeitskollegen getroffen habe. Und der Informationsfluß riß nicht ab. Im Minutentakt klingelte mein Telefon. SMS, Anrufe, Drohungen. Alles wurde ins Ambiente gelotst. Und Bier gab es auch immer genügend. Als erstes gesellten sich Porno und Görtler zu uns. Die Runde wurde größer und man bekam mehr zu trinken. Mein interner Counter brach beim vierten Liter Bier ab und es gingen dann noch ein paar mehr rein. Die ganze Zecherei, der vergangenen Tage fing langsam an Wirkung zu zeigen. Denn ich konnte schütten was das Zeug hielt ich merkte nichts mehr. Die Sprache bleib klar und verständlich und der Gang sicher als würde ich gerade vollständig erholt sein. Was bei mir so gut wie nie vorkommt, denn mit Ruhe kann ich nichts anfangen. Allerdings sank die Hemmschwelle ein wenig. Dann kamen Steini und Jens, von irgendeinem Familientreffen. Und es wurden immer mehr Bier rumgereicht. Eike habe ich auch noch getroffen und mich mit ihr unterhalten. Ich unterhalte mich echt gerne mit ihr, denn es ist eine ganz liebe. Ihr Bruder machte dann noch ein paar Bemerkungen über meine grandiosen Eishockeyhandschuhe. Gut, die Dinger sehen echt aus wie Ofenhandshuhe, aber auch wenn es nicht so aussieht, hat man mit ihnen den Stock perfekt im Griff und ich will nie wieder andere Handschuhe zum Eishockey anziehen. Besonders erfreulich war dann das Zusammentreffen mit Simone, die gefahren ist. Sehr seltsam!? Aber sie hat sich gleich für den 26.12. zum Besuch angekündigt. Wird bestimmt nett werden (War dann auch nett. Über alte und neue Zeiten plaudere ich besonders gern.) Irgendwann trat dann Ingo auf den Plan und ich wusste irgendwie, das der Abend nicht früh enden wird. Gut so, denn mit Ingo macht trinken eine Menge Spaß. Wir trafen dann noch Christian, einen alten Schulkameraden und die Runden gingen munter weiter. Der Abend wurde später und die Gäste übersichtlicher. Halt, jetzt hätte ich ja glatt was vergessen. Falls jemand mal wieder auf die Idee kommen sollte mich als Kuppler zu mißbrauchen, dann sei ihm davon abgeraten. Patrizia trat auf mich zu und ich sollte doch mal den Doktor mit der Daniela bekannt machen. Habe ich auch gemacht und sie schienen sich auch recht angeregt zu unterhalten. Als ich dann im Nachhinein ein wenig die Telefonnummernübergabe forcieren wollte, wollte sie keiner zur Verfügung stellen. Und ich habe die Beiden unabhängig voneinander befragt. Als Kuppler tauge ich also auch nichts. Meine Liste wird immer länger. So standen wir dann halt im vorderen Bereich des Ambientes und beobachteten die weibliche Gesellschaft beim Tanzen. Kein schlechter Zeitvertreib, wie hier mal anmerken darf. Dann trat Andrea auf den Plan, die Freundin von Ellen aus Amerika. Und ich wäre beinahe vom Hocker gefallen. Sie sah schlicht weg atemberaubend aus. Gepaart mit ihrer Stimme war ich fasziniert. Wir haben uns kurz unterhalten und dann mußten wir auch schon los. Wie sollte es auch anders sein, wenn ich denn schon mal eine schöne Frau zum Reden habe, wollen urplötzlich alle die ich kenne nach Hause (Außer bei Eike, aber da war ja noch früh am Abend. Ich gehe jede Wette ein, das wenn ich sie später getroffen hätte auch wieder irgendwas Schlimmes passiert wäre. Feueralarm, Krieg oder alle wollen plötzlich nach Hause.). Bedeutet das unter einem schlechten Stern geboren zu sein? Tja, ich verabschiedete mich von Andrea in dem Glauben, das es nach Hause gehen würde. Aber da habe ich irgendwie falsch gedacht. Der Ingo ist Richtung seiner Wohnung getorkelt und der Rest hat sich dann dank Ermangelung eines Taxis zu Fuß auf den Weg gemacht. Wir waren keine 10 Meter gegangen, da fiel schon der zu erwartende Vorschlag. Ab gings also in die Werkstatt. Dort angekommen wurde dann weiter Bier getrunken. Es war dann auch keine Überraschung, das Conny bediente. Warum auch nicht, was konnte noch so schief gehen. Vorher hatte ich ja eh noch mit dem Schnitzel telefoniert, der mir mitteilte, das Conny mich vermisste. Glatte Lüge! Ich wünschte ihr also frohe Weihnachten und bestelle im gleichen Zuge ein paar Bier. Warum ich immer der erste bin, der bestellt, hatte ich ja schon ein paar Mal erläutert. So gings dann auch weiter. Besonders peinlich wurde es dann, als Schötti mich fragte ob ich nicht noch was bestellen könnte, da ich die Bedienung anscheinend gut kennen würde. Ich fragte ihn dann ob er denn wüsste wer das sei, er verneinte. Also sagte ich ihm, daß das Conny wäre. Wer Murphy kennt, weiß daß das was schief gehen kann auch schief gehen wird. Als die kurze Konversation anfing, war gerade Musik und man mußte lauter sprechen. Als ich dann die Antwort gab war keine Musik mehr zu hören und Conny stand gerade an der Theke, an der ich mit Schötti stand und hat es natürlich klar und deutlich gehört. Mit einem wissenden Grinsen zog sie sich zurück. Aber ich hatte mittlerweile den Mir-doch-egal-Zustand erreicht. Und ehrlich gesagt, habe ich das Gefühl, das ich die ganze Geschichte mit Conny überwunden habe. Ich konnte die Werkstatt verlassen ohne geknickt zu sein oder mir ständig selber Vorwürfe zu machen. Selbst als Conny quasi zur gleichen Zeit die Werkstatt verließ wie ich ging es mir gut. Ich verabschiedete mich ganz normal von ihr und hatte nicht das Gefühl, wieder eine verpasste Chance zu haben. Viel haben wir in der Werker auch nicht mehr getrunken. Ein bis 15 Bier und den kleinen Bruder vom Langen haben wir auch noch getroffen. Der Abschluß bildete dann ein zitieren aller der besten Szenen aus den „Nackte Kanone“ Filmen.

Ich glaube es war 0600 Uhr und ich war endlich zu Hause. Das Bett war eine Wohltat. Das Aufstehen am nächsten Morgen eher weniger. Aber es war ja der 2. Weihnachtstag und da muß man ja ein wenig Familiensinn zeigen. Auch wenn das Essen eine eher negative Idee war. Ich bin so froh, das ich nicht irgendwo eingeladen war.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: