Ice, Ice Baby

Montag war es dann soweit. Das Eis hatte mich wieder. Das Anziehen der Schlittschuhe war wie immer eine Tortour, aber eine Tortour die sich gelohnt hat. Denn ich hatte ja nette Gesellschaft. Eike und ihr Bruder Henning waren vorbei gekommen um zu zugucken wie ich mehrmals auf die Fresse flog versuche Eishockey zu spielen was mich besonders gefreut hat. Gut, die Gesichter die beim Anziehen der Schuhe machte, schreckten eher ab, aber es half ungemein die Qualen zu überwinden. Dann kam der große Augenblick und wir mussten warten, denn die Eisfläche mußte noch frei geschoben werden. Meine Füße juckten ich wollte einfach nur noch aufs Eis und Eishockey spielen. Als das Eis dann zur Hälfte frei geräumt wurde hielt ich es nicht mehr aus und meine Füße trugen mich wie von selbst aufs Eis. Als ich die Eisfläche betrat und die ersten Meter fuhr, hatte ich irgendwie das Gefühl, das ich nun zu Hause bin. Dieses fliegen über das Eis, die Kontrolle der Bewegung, das wollte ich bis zum Rest meines Lebens machen. Mit dem Schläger in der Hand war ich einfach nur noch glücklich. Nach eine kurzen Eingewöhnungsphase wurde der Ball auch schon hin und her geschoben und es dauerte nicht lange, bis die Tore auf dem Eis waren. Die Zuschauer fanden sich auch so langsam ein, unter anderem auch meine kleine Kathrin, ich freue mich ja immer wenn sie da ist, und das Spiel konnte losgehen. Eine halbe Stunde war um und es wurden mehrere akrobatische Fähigkeiten auf dem Eis gezeigt die bei jeder Eisrevue Beifallstürme entfesselt hätten. Ingo und ich werden demnächst als Eishockey-Paar bei der WM im Paarlauf auftreten. So grandios haben sich noch nie zwei Mitspieler aus geschaltet. Und nach der halben Stunde traten dann auch schon die ersten Schmerzen auf. Zuerst machte sich die Lunge und die Kondition bemerkbar. Nachdem man dann gelernt hat, diese speziellen Schmerzen zu ignorieren, kamen die Füße an die Reihe, die es einfach nicht gewohnt waren in solche steifen Schuhe gesteckt zu werden. Nach einer knappen Stunde machten wir dann die erste Pause und sie war notwendig. Denn so nach und nach waren die ersten Zuschauer schon gegangen, weil ja intelligenterweise die Glühweinbuden gerade dann zugemacht haben, als wir angefangen haben. Manche Leute wollen einfach kein Geld verdienen. Zu Beginn, als die Zuschauer noch da waren, hat natürlich jeder sein Bestes gegeben, geskatet wie ein Bekloppter, um jeden Ball gekämpft wie ein Berserker und nach jedem Ball gesprungen wenn er auf das Tor zugeflogen kam. Es wurde keine Rücksicht auf Knie, Ellenbogen oder Oberschenkel genommen. Voller Körpereinsatz. Den man jetzt allen ansah. Nur ein harter Zuschauerkern, unter anderem Kathrin und Vanessa, blieb noch und spornte nochmal an, nicht ganz so in ein Niveautief aus Schlägerkloppen und nach-vorne-ballern zu verfallen.

Zweites Drittel: Das Spiel wurde teilweise besser und die ersten wurden schon mal in die Bande gecheckt. Wenn auch Florian von hinten mit dem Schläger über dem Kopf ankommt, dann wird halt kurz zurückgezogen und anschließend wird er in die Bande gedrückt. Irgendwas muß ja auch der Eishockeyzeit in Wilhelmshaven hängen geblieben sein. Die Schlagschüsse kamen dann gegen Ende auch schon etwas genauer und Kolbi wäre beinahe seinen Namensgeber losgeworden, aber woher sollte ich auch ahnen, das er so in die Knie geht. Die Uhr schlug 2100 Uhr und wir waren fertig. Nicht nur mit dem Spiel. An dieser Stelle nochmal besten Dank, an die besten Fans der Welt! Auch an die die vorher schon gegangen waren.

Nach der Dusche zu Hause ging es mir eigentlich noch ganz gut und auch vom Sofa kam ich dann noch ganz gut hoch um mich ins Bett zu begeben. Das sollte sich aber ein paar Stunden später ändern. Der Wecker klingelt und die Hand fand gerade noch so den Ausschalter. Jede Bewegung schmerzte. Irgendwie teilte mein Knie mir mit, das es rot war und weh tat, der Ellenbogen klinkte sich in die Wehklagen mit ein. Jetzt wäre ein Flaschenzug von Vorteil, mit dem ich mich selber aus dem Bett hieven kann. Habe ich aber nicht, also rollte ich mich aus dem Bett und blieb davor nochmal 10 Minuten liegen ging unter Schmerzen mich für den Tag fertig machen. Ich wünschte mir so sehr einen Urlaubstag.

Und ein zweites Spiel…….

Und das gibt’s auch! Yes, time to hit the ice once again. Philip konnte unter Einsatz seines Charmes  (und anderer Dinge) der Dame, die die Schlittschuhe verleiht einen weiteren Termin abschwatzen. Ich will gar nicht wissen, was er dafür gemacht hat, aber ich bin ihm sehr dankbar.

Hier die Daten des zweiten Termins:

Mittwoch, 27.12.2006

0900 – 1100 Uhr

Eisbahn Duderstadt

Ich hoffe es sind wieder meine Lieblingszuschauer da und jede Menge Mitspieler!

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: