Nikolaus-Party

Ja, ich bekenne mich schuldig. Ich bin rückfällig geworden. Und es war wieder sehr schlimm. Kompletter Gedächtnisverlust oder Selbstschutz des Gehirns, je nachdem wie man es sieht. Aber lasst mich von vorne beginnen, dann habe ich wenigstens ein wenig was zu erzählen.

Eigentlich sah es nach einem ruhigen Freitag Abend aus. Manche haben sich bei den zukünftigen Schwiegereltern vorgestellt und andere entschieden sich für einen Sofaabend. So konnte ich dann auch zur Elferratssitzung gehen. Mache ich natürlich immer, aber ab und zu ergeben sich Gelgenheiten das man die Elferratssitzung auch mal ausfallen lassen könnte. Nun gut, heute war nicht so ein Abend und ich ging hin. Vorher wurde ich allerdings noch von meiner Jugendfeuerwehr versetzt. Sie sollten ja eigentlich ihre Weihnachtsgeschenke bekommen, aber mein Jugendsprecher hat entweder meine Mitteilung nicht gelesen und geflissentlich ignoriert. Schande auf den der an Zweites denkt. Da stand ich nun in der Fahrzeughalle des Feuerwehrhaus und wartete. Warum in der Fahrzeughalle? Weil unser feiner Herr Ortsbrandmeister ein Interview für den Blick gegeben hat. Wer lacht da!? Keine Angst, als er mir das mitgeteilt hat, habe ich auch erstmal eine viertel Stunde gelacht. Zum Glück kam Schnitzel noch vorbei und als ich ihm das erzählt habe, haben wir nochmal eine viertel Stunde gelacht. Höhepunkt des Interviews war das Foto vor dem Fahrzeug mit Strahlrohr im Anschlag. Jetzt muß man dazu sagen, das Kai in Uniform war. Gott sei Dank, sind wir in der Halle geblieben, denn sonst hätte ich auf dem Boden gelegen. Nach dem Interview zwangen wir Kai uns ein Bier auszugeben („Los gib einen aus oder ich schreibe das in meinen weblog!“ Hoppala, jetzt ist es mir doch rausgerutscht) und besprachen wann wir zur Versammlung gehen wollten. Ich war dann beim vereinbarten Termin bei Böning und der teilte mir dann erstmal mit, das Schnitzel kurzfristig bei Kai’s Vaters Geburtstag zapfen muß. Naja, dann müßen wir wohl ohne Schnitzel Spaß haben. Die Versammlung begann und im gleichen Atemzug trank ich mein erstes Bier an. Halt, Falschaussage, ich habe ja im Feuerwehrhaus schon eins getrunken also war es mein zweites Bier und wenn wir hier schon bei Geständnissen sind, dann gebe ich auch zu, das ich vor dem offiziellen Beginn der Versammlung schon die Hälfte ausgetrunken hatte. Ihr müßt das verstehen, ich saß neben Vollmer und mir war langweilig und das Bier sah so lecker aus und außerdem hat es mich provoziert. Die Versammlung zog so an mir vorüber und ab und zu habe ich auch was gesagt, was aber eigentlich für Außenstehenden total uninteressant ist. Ich habe ein paar lustige Sprüche über den Schmierpopel gemacht und bin dann irgendwie in den Kartenvorverkauf mit dem Schmierpopel reingerutscht. Toll! Ach ja und dann habe ich mitbekommen, das ich dafür verantwortlich bin, das wir Karneval genügend Musik haben. Hallo, wann habe ich denn dazu zugestimmt? Aha, bei der letzten Elferratssitzung. Merke: Nicht so viel trinken wenn Elferratssitzungen sind. Da kommt man nur in Teufels Küche. Vollmer, der neben mir saß hat ein wenig rumgeschwächelt. Aber er war ja auch den Abend vorher bei Tommes Bees Geburtstagsnachfeier und hat mit Sicherheit 3 Liter Löwentor getrunken. Man munkelt auch er hat sich dann von Morchel den Kuhstall inklusive Bullen zeigen lassen. Aber das ist eine andere Geschichte. Nachdem er dann aber gesehen hat wie gut mir das Bier schmeckt hat er sich doch breitschlagen lassen ein Bier mit zutrinken. Breitschlagen ist vielleicht das falsche Wort, sagen wir besser hat hat geifernd nach der Flasche gegriffen, das passt schon eher. Die Versammlung war also vorbei und ich wusste noch nicht mal wieviel Bier ich getrunken habe, was wohl an der unglaublichen Schlagzahl lag, die ich da hingelegt habe. Warum weiß ich selbst nicht, irgendetwas hat mich dazu getrieben. Vielleicht die Aussicht auf einen kurzen Abend? Dann kamen noch ein paar Runden dazu die ausgegeben wurden. Und das war nicht immer Bier. Nein, lecker Löwentor. Und nicht nur einen. Ich habe schon Angst vor dem Büttenabend. Ernsthaft und das nicht nur wegen dem Löwentor. Derart gut angeheitert wurden dann die Pläne für den Abend geschmiedet. Die Elferratsfrauen hatten eh Weihnachtsfeier und von daher hoffte ich das die paar Anwesenden noch was starten würden, aber die meisten haben geschwächelt und irgendwelche fadenscheinigen Ausreden von wegen „Kinder“ und „alleine zu Hause“ vorgeschoben. Das war schon mal anders. Schocker gab vor, das er arbeiten müßte am nächsten Tag, aber die paar Ansagen im Rewe kann er doch auch mit Kater machen („Die 1 bitte die 12, die 1 bitte die 12. Die 1 bitte!). Aber er hat gekniffen. Also bleiben von der ganzen Versammlung nur noch Böning, Schmierpopel und ich. Spätestens bei der Verbindung des Namens Schmierpopel mit dem Ausspruch „Was heute Abend noch geht!“, sollten in meinem Gehirn sämtliche Alarmregister gezogen werden. Aber nein, die waren schon im Feierabend, da sie den immensen Bierkonsum mitbekommen haben. Genauso hat sich das Sprach- und das Gleichgewichtszentrum darauf vorbereitet einen frühen Feierabend zu machen. Also begab sich die illustre Runde auf in die Werkstatt. Wo auch sonst hin. Meine 3 € Eintritt wollten sie gar nicht haben an der Kasse. Nein, sie sagen ganz fremde Worte zu mir. „Heute Abend 7 €!“ Bitte habe ich ich einen Hörfehler. 7 Kracher Eintritt, na hoffentlich lohnt es sich. Hat es sich nicht. Die Menge war ernüchternd und ich hoffte das es genügend Bier gibt. Also ab an die Theke und drei Bier bestellt. Ich bin eigentlich immer der Erste, der die Runde ran holt, weil sich die anderen immer so eine Menge Zeit lassen und mein Durst immer so groß ist. Kaum war die erste Flasche da, fing Schmieri schon an zu weinen. „Ühhäää, das Bier ist zu warm! Das schmeckt ja gar nicht.“ Also hat er es erstmal umgetauscht und kurze Zeit später kamen die Worte, die über den Ausgang des abends entscheiden sollten. „Hohlen wir uns eine Flasche Havana?“ Verdammt, warum passiert mir immer das. Ich wusste ganz genau was jetzt kommen würde. Ich sagte natürlich nein und fünf Minuten später hatte ich eine Mischung am Hals die Tote wieder aufgeweckt hätte. Was war passiert. Kurz zurückspulen. Ich dachte ich hätte nein gesagt, aber tatsächlich konnte ich die Worte: „Endlich, ich dachte schon es würde keiner fragen! Jaaaaaahaaaaaa, Havana Club!“ Nun nicht ganz so, aber die Wahrnehmung wird ja durch den Alkohol leicht verzerrt. Ich glaube ich habe noch ein wenig mehr rumgeschrien. Der Abend war gelaufen. Ich vergaß zu erwähnen, das Conny Dienst hatte. Also würde sie mich wieder in Hochform sehen, aber das war mir ziemlich egal, da ich das Kapitel ja geschlossen hatte. Schon vor längerer Zeit. Erschwerend kam noch dazu, das ich die Wette mit Schnitzel und Böning verloren habe. Aber da stehe ich zu, denn Wettschulden sind Ehrenschulden. Da hat man einen schwachen Moment und schon geht alles in die Hose. Aber gründlich. Schmieri machte es sich dann zur Aufgabe die Mischung zu fertigen. Großer Fehler, ganz großer Fehler. Anscheinend machen ihm die ganzen Abgase, die in seiner Werkstatt rumschwirren Probleme bei der Hand-Augen-Koordination. Denn mein Getränk sah jedesmal sehr bernsteinfarben aus. Und so hat es auch geschmeckt, wie flüssiges Gold, das man sich bei Schmelztemperatur in den Rachen kippt. Außerdem holte Schmieri noch zwei Mädels ran, die sich als die selben Zwei entpuppten, die wir damals beim Elferratsessen getroffen haben. Unter anderem auch die junge, blonde, hochgewachsenen Dame von der ich bei Guido um Auskunft gebeten habe. Auch wieder so eine Sache, in der mein Sprachzentrum einfach gemacht hat was es wollte. Es wurde also Zeit sich von der besten Seite zu zeigen. Hätten wir sie nur ein paar Stunden früher getroffen, denn jetzt war schon alles zu spät. Ich glaube das Sprachzentrum arbeitete nur noch mit halber Kapazität. Irgendwann kam dann Ingo in meiner drehenden Welt vorbei und wir redeten kurz. Dann trat Schmieris Frau auf den Plan. Sie kam von der Weihnachtsfeier nach Hause und es war keiner da, so dachte sie sich, das es sich ja eventuell nochmal lohnen würde in der Werkstatt vorbei zu gucken. Und wen fand sie da. Die Drei vom Elferrat und zwei Mädels an der Theke. Ich schätze mal, das Schmieri auf der Schwelle zum Schlafzimmer ein paar Torwarthandschuhe gefunden hat, denn er konnte bestimmt noch ein paar Elfmeter zu Hause halten, bevor er sich ins Bett begeben konnte. Da mein Hirn frühzeitig auf Selbstschutz umgestellt hat, kann ich mich nur noch Bruchstückhaft an den Rest des Abends erinnern. Ich weiß das wir noch bei McDonalds waren und das ich was gegessen habe, aber was nur? Irgendwie wollten wir dann auch noch zu Böning und dabei ist Julia aufgewacht und dann war ich auch schon zu Hause und mein Magen weckte mich recht früh am nächsten Tag und meinte, das heute kein guter Tag für feste Nahrung wäre. Übergeben mußte ich mich nicht, denn dann hätte ich ja gewusst was es bei McDonalds gab (So, Royal TS, kein Wunder das ich das entsorgen mußte!).

Zum Glück war die Abendplanung festgesetzt. Die Mannschaft wollte Kneipentour in Göttingen machen, auf Grund der Nikolausparty im ZHG fiel die aber aus und wir konzentrierten unsere Kräfte auf eben diese Party. War auch besser so. Am besagten Tag hatte allerdings auch mein Kumpel Gerstenberg Geburtstag. Was also wieder bedeutet, das ich mich am besten klonen sollte. Aber das kann ich dem Rest der Menschheit und der gesamten Bierindustrie nicht antun und somit gabs das zweigeteilte Abendprogramm. Um 1800 Uhr schlug ich beim Gerstenberg auf. Gute zwei Stunden zum Pilsvernichten. Muß reichen um den Abend gut zu beginnen. Sorgen machte mir nur der Umstand, das mein Geschmackszentrum in letzter Zeit immer gerne mal am späteren Abend auf Mixgetränke umsteig. Leider ging das einer Menge anderer Leute ähnlich und die Theken waren immer voll. Ergo hatte man Probleme regelmäßig an Stoff zu kommen und immer mit drei Bechern durch die Gegend zu laufen sieht ganz schön versoffen aus oder man will den Eindruck schinden, das man gerade Getränke für seine Kumpels geholt hat, aber doch alleine auf der Party ist und sich die drei Dinger dann aus Verlegenheit selber reinflankt. Aber was mache ich mir so früh am Abend Sorgen über ungelegte Eier. Erstmal Geburtstag. Ich bin natürlich rechtzeitig aufgeschlagen, als die Familie noch da war. Egal, kann ruhig jeder wissen was der Gerstenberg für komische Menschen kennt. Es ist zwar schwer vorstellbar, aber ich konnte mich zusammenreißen, was das Essen angeht. Denn das ging noch nicht ganz so gut. Kurz vor Abfahrt habe ich versucht ein Brötchen zu Hause zu essen und das lag echt schwer im Magen. Bier lief normal rein. Am Anfang wurde mir sogar unaufgefordert nachgeschenkt. Was dann mit zunehmender Geschwindigkeit abnahm, da einfach nicht mit meiner Trinkfähigkeit gerechnet wurde. Sollte Gerstenberg seine Freundin nicht vorgewarnt haben? Doch dann kam der Rest. Erst der Koppi, dann der Scholle und der Fischer. Und es wurde schneller. Doch die Uhr zeigte schon 1920 Uhr, das heißt meine Kutsche würde bald kommen und mich nach Westerode zurückfahren. Ich überprüfte schnell den Sitz meine neuen Dr. Martens, die weh taten wie Sau, nicht das ich sie wieder auf dem Treppenstufen verliere. Neue Schuhe sind die Hölle. 10 Loch Dr. Martens mit Stahlkappe, haben nun die Eigenschaft aus Leder zu sein. Leder das so hart ist, das man glaubt man steigt in Ski-Schuhe ein. Damit bin ich nun letzte Woche rumgelaufen und am liebsten hätte ich mir die Füße abends abgehackt. Schmerzen, große Schmerzen. Jetzt geht es wieder, denn ich habe den alten Landsertrick angewendet, damit das Leder schön weich wird. Den verrate ich hier aber nicht. Als sich dann eine Hälfte an den Esstisch verzogen hat und die Hälfte die gerne mal einen trank am Couchtisch sitzen geblieben ist, wusste ich das es ein sehr betrunkener Abend geworden wäre, wäre ich da geblieben. Ratet mal an welchem Tisch ich saß. Genau, am Esstisch Cochtisch, flankiert von Scholle und von Koppi. Zwei weitere Bier später mußte ich aber schon wieder mit einem weinenden und einem lachenden Auge aufbrechen. Das weinende, weil ich gerne noch ein paar mit den Verrückten getrunken hätte und das lachende, weil ich gleich zur Nikolaus-Party gehen würde. Der Abschied war erwartungsgemäß tränenarm (Wie Du willst schon gehen? Dann kann ich ja beim Getränkehandel anrufen und die Euro-Palette Krombacher wieder abbestellen.). Köppel und sein Vater holten mich dann ab und wir fuhren erstmal zum Treffpunkt. Kellners Gaststätte, dort genehmigten wir uns ein paar Bier und warteten auf den Rest. Dann kamen auch schon die Verrückten vom Weihnachtsmarkt. Der Schützenverein hatte eine Fahrt dorthin organisiert und ein Teil der Mitfahrer (einschlägig bekannt aus diesem weblog) nutze diese Gelegenheit zum exzessiven Glühweingenuß. Zwei der Glühweinkonsumenten kamen dann noch zu Kellner. Günner, der Löwentorunden schmiß und die Lautstärke seiner Stimme nicht mehr kontrollieren konnte und Porno, der voll war und einfach so am Tisch einschlief. Ach ja, er hatte auch kein Geld mehr und wollte aber mit nach Göttingen. Das sind natürlich Probleme, die sich nicht so einfach lösen ließen. Zu guter Letzt kam dann noch Ingo und wir konnten unseren Weg nach Göttingen antreten. Die Fahrt mit dem Taxi wollte nie enden, denn man hatte ja keine Bierreserven an Bord. Aber alles hat ein Ende und so standen wir im ZHG und warteten auf Matze, der die Karten hatte. Allerdings wartete Matze vor dem ZHG und wir warteten mit Sicherheit 10 Minuten aneinander vorbei. Da ein paar ihre Jacken abgeben wollte machte ich mich erstmal auf Biersafari. Vielleicht konnte man schon ein bis acht Liter trinken, während die anderen an der Jackenschlange anstanden, die gefühlt mindestens 55 km lang war. Ich wollte mich also mal wieder opfern und die erste Runde schmeißen, bis dann Philip sah, das an der Theke nur junge Frauen dicht gedrängt nebeneinander standen. Mit aufgerissenen Augen bot er sich an, die erste Runde zu sponsoren. Reisende und Bierholer soll man nicht aufhalten und so ließ ich ihn gewähren. Und zack gab es das erste Bier. Zurück beim Eingang haben wir es rechtzeitig geschafft wieder da zu sein, als dann die Jakenabgeber mit ihren Jacken den Festraum betraten. Die Schlange hat sich wohl kaum merklich bewegt. Aber was war das? Meine Augen nahmen in der Dunkelheit einen Schemen war, der ich beinahe mit Alex Finke verwechselt habe. Und plötzlich stand Alex vor mir. Er hatte heute Abend Bereitschaft und war der Schlüsselmeister. Und schon verschwanden die Jacken in einem großen Hörsaal. Da es auf der Brüstung dann ein wenig weit ab vom Schuß war entschieden wir uns für einen Platz weiter unten im Getümmel. Gefühlt waren mit ziemlicher Sicherheit 3 Millionen Leute dort, aber in Wirklichkeit waren es wohl um die 10000 Menschen, davon ca. 70% vom weiblichen Geschlecht. Und alle sehr nett anzusehen. Beim Suchen des Thekennahen Standortes, fiel des öfteren meine Kinnlade unangenehm nach unten und offenbarte so meine Zuneigung. Als wir dann unseren Standort erreicht haben, passierte das Unvorstellbare. Es waren ca. 7000 Frauen anwesend und wer läuft mir über den Weg? Conny. Mittlerweile war es dann auch schon fortgeschrittene Stunde und Conny wurde schnell wieder vergessen, was auch nicht weiter schwer fiel, denn dort lief massig hübsche Frauen rum. Eine hatte es mir besonders angetan und ich habe mir wirklich vorgenommen sie anzusprechen. Aber es sollte mal wieder anders kommen, als man denkt. Das Getränk der Stunde hieß Bier und es war genau das eingetreten, wovor ich am Anfang des Abend schon Angst hatte. Das mein Geschmackszentrum verlangte nach etwas anderem als Bier, doch die Mischungstheken waren so irrsinnig voll, das ich hart blieb. Die Dame meiner Wahl lief nun schon mehrmals an mir vorbei und es gab auch schon den ein oder anderen Blickkontakt. Intern setzte ich mir einen Countdown, nach dem wievielten Mal vorbeigehen ich sie anspreche. Doch dann kam folgende Durchsage: „Liebe Feierfreunde, dies ist kein Witz, die Brandmeldeanlage wurde ausgelöst und ich möchte euch bitten alle nach draußen zu gehen!“ Nun sollte man eigentlich denken das eine Massenpanik losbrechen sollte, aber genau das Gegenteil war der Fall. Einige ganz harte wollten sich einfach nicht vom Bierzelt trennen. Gut ich bin auch erst nach der zweiten Aufforderung gegangen, aber ich bin ja auch bei der Feuerwehr. Dann lief sie an mir vorbei und mein Zähler war bei Null angelangt, aber ich konnte sie ja jetzt nicht ansprechen, also mogelte ich ein wenig und setzte ihn wieder auf drei, denn ich brauche ja wieder ein wenig Anlauf. Feueralarm war vorbei und es ging wieder rein um auf die alten Postion am Bierzelt zurück zu fallen. Beim reingehen passierte sie mich. 2. Verdammt kann man das zählen. Mist, also noch zwei mal ist über geblieben. Drinnen suchte ich nach dem Konsum eines erfrischenden Bieres, die Nachtluft macht sehr durstig, die Toilette auf. Dort war es recht leer, bis auf eine Kabine aus der oben zwei männliche Köpfe rausguckten. Ich weiß nicht was die da gemacht haben, aber ich hoffe es war Drogen verticken. Sie baten mich jedenfalls die Tür einzutreten, denn sie würden sie nicht mehr aufbekommen. Ja klar, ich trete auf der Toilette des ZHGs eine Tür ein. Mit Sicherheit kommt gerade dann der Uni-Präsident vorbei, sieht es und lässt mich vom Grünen-Schlägertrupp zu Mus hauen. Glücklicherweise kam dann noch ein weiterer Kumpel der Beiden vorbei und hat dann die Sache erledigt. Es gibt schon echt seltsame Leute. Kaum setzte ich den Fuß vor die Tür kam sie schon wieder an mir vorbei. Und ich war nicht drauf vorbereitet, sprich ich hatte nicht mal ein Bier in der Hand an dem sie mich zweifelsfrei erkannt hatte. Zurück an der Theke besorgte ich mir erstmal ein Erkennungszeichen und mußte feststellen, das die Nervosität an mir nagte und ich wie ein Karnickel auf der Flucht vor Reineke Fuchs umher guckte um sie zu entdecken und Notfalls einen anderen Kurs als sie einzuschlagen. So kam dann der absolute Super-GAU. Mein Bier war alle und ich drehte mich um als sie plötzlich aus dem Nichts kam und an mir vorüber schwebte. Was nun? Getränk oder Gespräch. Fängt beides mit G an, doch eines beinhaltet Vergnügen und das andere Stammeln, Schwitzen, peinliche Momente und die Gefahr sich zum Ei zu machen. In vor meinem geistigen Auge erschienen Engel und Teufel. Engel in Gestalt von Jessica Alba: „Geh hin und sprich sie an, mehr als Nein sagen kann sie nicht! Denk dran was Du bei Conny falsch gemacht hast und wie es Dir danach ging!“ Teufel in Gestalt von einer sprechenden Becks-Flasche: „Nein, verplemper nicht Deine Zeit. Hol Bier, lecker Bier, Hmmmmmmmm Bier!“ Was soll ich groß drum rum reden. Ich bin halt feige und habe den einfachen Ausweg genommen. Wenn schon jemand so oft das Wort Bier in de Mund nimmt, dann bleiben gewisse Rezeptoren in meinem Gehirn nicht untätig und fahren alle anderen Systeme runter, so daß nur noch der Alkoholpegelerhalt funktioniert. Ja, ich ärgere mich jetzt, das ich nichts gemacht habe, aber daran habe ich mich jetzt auch schon gewöhnt. Ist nichts neues und nichts beunruhigendes für mich. Lustig war auch Philip Walter, der sich recht früh verabschiedete, weil er voll wie tausend Mann war. Sporadisch kamen dann noch SMS von ihm, wann wir denn abhauen würde. Auf Nachfrage war er noch da, aber er konnte nicht mehr sagen wo. Nun ja, das wird dann spätestens dann ein Problem wenn wir wirklich los wollen. Die letzte SMS kam dann vom Krankenhaus in Weende, wo er gerade vorbei ging. Zum Glück wollten wir auch gerade los und ich befahl ihm dort auf uns zu warten. Doch das Taxi dauerte ein wenig und er fuhr dann mit Finke nach Hause. Eine Sorge weniger. Nachdem dann die Lichte alle angingen und wir mehrmals gebeten wurden das Gebäude zu verlassen holten wir uns noch ein Bier und warteten draußen auf das Taxi. Das dauerte natürlich und Morchel machte es sich dann zur Aufgabe, alle Taxi-Fahrer zu fragen, wie teuer eine Fahrt ins Eichsfeld wäre. Plötzlich stand eine Meute Mädels hinter ihm und wollte in das Taxi einsteigen. Völlig verwundert erwiderte Morchel das der Taxi-Fahrer für 35 € alles machen würde. Mit einem leichten Lächeln steigen die Mädels ein und wir konnte nicht mehr vor lachen. Die Rückfahrt war eine der lustigsten die ich je erlebt habe. Morchel saß vorne und Ingo. Köppel und ich hinten. Morchel der immer wieder einschlief wurde dann von mir mit einem kräftigen „Markus, aufstehen, melken!“ geweckt. Schließlich kann ich es nicht zulassen, das Markus seine Haltestelle verschläft. Sichtlich erschöpft fiel ich dann zu Hause in mein Bett, ärgerte mich noch ein bisschen über die verpasste Gelegenheit und harrte der Dinge die der Sonntag so bringen mag.

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