Ice, Ice Baby II

30/12/2006

Mittwoch, der 27.12. Weihnachten ist vorbei und was sollte man da besser machen, als erstmal bei einer Partie Eishockey die zugelegten Pfunde ein wenig anzugreifen. Wie der interessierte Leser vielleicht gemerkt hat, ist Eishockey meine Leidenschaft. Daher hat es mich besonders gefreut, das Philip einen zweiten Termin organisieren konnte. Ich war ja leider durch einen unvorhergesehen Arbeitseinsatz verhindert.

Als ich morgens aufstand, sagte mein Hirn zu mir, das ich es doch lieber sein lassen sollte, denn die blauen Flecken vom letzten Mal haben mittlerweile zum dritten Mal die Farbe gewechselt und sind nun bei einem recht gesunden gelb angelangt. Mein Herz sprang kurz in die obere Etage und checkte mein Hirn in die Bande. Und auf gings zur Eisbahn. Das Gefühl beim Betreten der Eisbahn war einfach unbeschreiblich. Ich fühlte mich wie ein Fisch der gerade ins Wasser geworfen wurde. Alle Schmerzen des letzten Spiels waren vergessen. Ich war wieder zu Hause. Ich flog.

Donnerstag morgen. Ich bin zu alt für den Scheiß! Ich bin nicht zu alt für den Scheiß! Mein linkes Knie war dreimal so dick wie mein rechtes Knie. Folge von sensationellen Einsätzen als Torhüter. Ohne Rücksicht auf Verluste und auf Beschädigungen an Körperteilen, die man zur Fortbewegung braucht wurde sich aufs Eis geschmissen und Bälle vor dem Netz gerettet. Zuerst tat es schon weh, aber die sofort eintretende Schwellung dämmte weiter Schläge auf das Kniegelenk. Kurze Zeit später und ich flog wieder über das Eis.

Meine linker Brustkorb tut unglaublich weh. Folge eins ungebremsten Sturzes auf das Eis, nachdem ich auf Christians Schläger getreten war. Ähnliche Schmerzen hatte ich schon mal. Interessanterweise war das auch nach einem Eishockeymatch. Damals noch in Wilhelmshaven und mit voller Schutzausrüstung. Wir hatten ganz normal Training und die Verteidiger sollten üben, die Stürmer legal zu checken, bevor sie an ihnen vorbei war. Die Stürmer sollten üben unbeschadet am Verteidiger vorbei zukommen. Mein Sparringspartner, war allerdings noch einen guten Kopf größer als ich. Ich nehme also Anlauf und dachte mit genügend Geschwindigkeit komme ich an ihm vorbei. Er ging ein wenig in die Knie und traf mich direkt an meiner linken Schulter. Nach anderthalb Umdrehung schlug ich mit dem Rücken auf dem Eis auf. Es war ein Gefühl, als wäre ich ungebremst vor eine Betonmauer gefahren. Einen Tag nach dem Training machten sich Schmerzen im linken Brustbereich bemerkbar. Ich wollte am liebsten sterben! Ich trug es wie ein Mann und hatte, wie sich herausstellte eine schöne Rippenprellung. Zwei Monate Schmerzen beim Lachen (was mich besonders hart traf) und kein Liegen auf der linken Seite. Ihr könnt euch sicherlich vorstellen, wie sehr ich nun den kommenden zwei Monaten entgegen fiebere.

Die Schwellung am Ellenbogen ist kaum noch erwähnenswert. Passiert halt wenn man sich zu sehr in die Kurve legt und den Halt verliert. Verglichen mit den anderen Schmerzen ist es wirklich lachhaft.

Aber wenigstens habe ich auch gut ausgeteilt. Christian habe ich sehr fair von den Schlittschuhen geholt mit einem sauberen Bodycheck. Was natürlich knapp war, war der Schlagschuß, der leicht über das Tor weg ging und ca. 50 cm am Kopf eines kleinen Zuschauers vorbei. Glück gehabt! Aber gelernt ist gelernt!

Ich bin jetzt zwar ein Wrack. Ich spüre zwar Muskeln, von denen ich lange Zeit nichts mehr gehört habe, aber wenn jemand zu mir sagen würde, das wir morgen wieder aufs Eis gehen, wäre ich der Erste der auf Kufen steht.

Eins steht fest. Wenn ich jemals viel Geld, also richtig Bill-Gates-mäßig-viel Geld, haben würde würde ich Frankreich bombardieren mir eine Eishalle bauen.

Nein, ich bin nicht besessen, nur ein wenig obsessiv!

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Weihnachten – und kein Ende in Sicht

29/12/2006

So, Weihnachten ist vorbei und es wird dann doch mal wieder Zeit für einen weiteren Eintrag. Ich hoffe alle meine Leser hatten ein besinnliches Weihnachtsfest und alle ihre Wünsche sind in Erfüllung gegangen. Dann bleibt mir nur noch allen einen guten und vor allem feucht fröhlichen Rutsch in das neue Jahr zu wünschen. Ich hoffe ihr seid alle auf irgendwelchen Parties, Festen oder anderen Orgien und lasst es ordentlich krachen. Ich werde es jedenfalls tun. Doch genug mit dieser Rumschleimerei den ganzen Wünschen, kommen wir zum Weihnachtsbericht.

Besinnlich ging es schon am Freitag los. Da stand die Weihnachtsfeier der 1. Mannschaft an, die eigentlich ohne Bedenken gebucht werden kann, den die Feier ist immer ein absoluter Spaßgarant. So auch in diesem Jahr. Doch ich mußte mich mal wieder zerreißen. Am gleichen Tag fand auch unser traditionelles Resturlaubssaufen statt. Also mußte ich mich bitteren Herzens entscheiden. Da ich keine Festivität versäumen wollte, entschied ich mich für ein zweigeteilten Tag. Ab 1500 Uhr gings mit dem Resturlaubssaufen los und ich habe dann mit Ellen abgesprochen, das sie mich gegen 1900 Uhr abholen sollen und wir würden dann zusammen zur Weihnachtsfeier der Mannschaft gehen. Ich hasse zwar Kompromisse, aber in diesem Fall ging es leider nicht anders. Ich holte also den Doktor Dieck um 1415 Uhr ab und wir machen uns zu Fuß zu Otto Bock wo wir den Scholle noch abholten. Jetzt muß ich dazu sagen, das ich mich ein wenig geärgert habe, das ich noch kein Bier am Start hatte, denn der Weg, so kurz er auch war, war ganz schön trocken und der ganze Staub der so aufwirbelte, trocknete meine Kehle ganz schön aus. Ich habe zuerst mit dem Gedanken gespielt schnell zum Penny-Markt zu flitzen und mal eben ein 6er Träger Pils zu holen. Gut das Bier ist total ekelig nicht gerade das Beste, aber es hätte für den ersten Durst gereicht, da wir ja noch zu Fuß in die Innenstadt wollten. Auf Grund des Assifaktors habe ich es dann aber ganz sein lassen. Sähe natürlich perfekt aus, wenn der Doktor und ich vor Bock auf Scholle warten und schon mal einen (Plastik-)Kanne am Hals hätten. Und sobald dann Scholle das Drehkreuz passiert hatte, hätten wir ihm die schon geöffnete Flasche an den Hals gehalten. Aufgrund der Uhrzeit und des Ansehens in der Öffentlichkeit (Welches Ansehen?) entscheiden wir uns also weiter zu dursten. Das erste Bier wird eine absolute Wohltat. Doch vorher kam der lange Marsch in die Stadt und zuerst zum Baumarkt, denn der Scholle mußte noch einen Gutschein besorgen (Für seine Freundin??). Der Getränkemarkt, der dem Baumarkt angeschlossen war lockte natürlich schon und mein Durst wurde immer mehr. Ich war sogar schon der Meinung ich hatte Fatamorganen Fatamorganas Halluzinationen und hörte die ganzen Kisten mit dem Becks meinen Namen rufen. Aber vermutlich waren es irgendwelche ungezogenen Mitarbeiter die mich als Stammkunden zufällig kannten. Nachdem dann der Gutschein verstaut war gings dann auf zum Weihnachtsmarkt. Also Pustekuchen mit dem kühlen Bier, erstmal mußte Glühwein rein. Ob das so eine gute Idee war. Auf dem Markt trafen wir dann noch einen Kollegen von Heiko der dann auch gleich die erste Runde schmiß. So gefällt das. Doch so ein Winz-Glühwein hält ja nicht lange vor, also wurde von mir die zweite Runde gesponsort. Und danach ging es dann endlich zum Bier. Die Wahl fiel dann aufs Memo, wegen den kurzen Wegen. Der Tisch im Memo wurde noch nicht ganz erreicht, da wurde auch schon die erste Runde Bier geordert. Dort gab es dann wenigstens cremiges Krombacher aus stilvollen Gläsern. Ruck Zuck wurde eine große Menge Quatsch gelabert und der Präsi trat auf den Plan, mit dem Junior im Schlepptau. Nun ist ja auch so, das man bei einer Truppe leicht angetrunker alkoholisierter Männer keine Kinder mitbringen sollte. Wir alle forderten dann das der Präsi mal mit seinem Sohn auf die Eisbahn sollte. Wir würden auch applaudieren, wenn er hinflog. Nachdem dann der Präsi in weiser Entscheidung wieder gegangen ist, aber angedroht hat, später nochmal zu uns zu stoßen, kam schnell das Verlangen nach neuer Unterhaltung auf. Heiko ließ fallen, das es hier früher mal einen Billardtisch gegeben hat. In schlimmen Visionen präsentierten sich plötzlich Bilder von zerstörten Filzbelägen, Billardkugeln die durch Fensterscheiben flogen und Queues die auf TischkantenTischkanten zerbrochen wurden vor meinem inneren Auge. Schnell bog ich um, das es wohl kein Billard geben würde, wohl aber einen Kicker. Großer Fehler. Sogleich wurden die elektrischen Systeme angehauen und wir haben gekickert. Dank meiner Lehrstunden Erfahrung aus den Jugendraumzeiten habe ich eine ganz passable Figur gemacht. Nachdem dann ungefähr 20 Runden gekickert wurden (Mein Deckel zeigte acht Striche für Bier, also könnten es auch durchaus nur vier Runden gewesen sein), wurde zum Dartautomaten weiter gezogen. Man beachte, die Strichzahl auf den Deckel, gepaart mit der Zielfähigkeit im nüchternen Zustand kommt man schnell auf einer ganzen Menge abgebrochener Spitzen. Aber der Abend hatte auch was Gutes, denn als ich es endlich geschafft habe, die zwei Euro, die vom Kickern noch übrig geblieben sind in den Dart-Automaten zu werfen, ging erstmal gar nichts. Rückgabeknopf gedrückt und dann purzelten da erstmal fünf Euro in kleinen Geldstücken raus. Die Runde ging dann auch relativ schnell vorbei. Trotz der etlichen Nulldurchgänge, dank der fehlenden Treffsicherheit, verursacht durch zu viel Bier. Da bei manchen schon der Magen knurrte, verlegten wir flugs in den „Halben Mond“. Doch essen war mir noch nicht vergönnt, würde ich ja gar köstliche Sachen bei der Weihnachtsfeier bekommen. Ich muß aber zugeben, das mir schon das Wasser im Mund zusammen lief, als die Curry und das Schnitzel serviert wurde. Zum Glück hatte ich ja Bier, mit dem ich meinen Magen noch ein wenig weiten konnte. Die Trinkgeschwindigkeit war übrigens enorm. Es wurde langsam 1900 Uhr und Ellen wartete schon vor dem halben Mond. Also schnell das 10. Bier runtergestürzt und raus zu Ellen. Man sollte es nicht glauben, aber mir ging es noch recht gut. Der Gang war recht schwankfrei. Der Abend der Beiden sollte sie dann noch ins MaxxM, ins Ambiente und zu McDonalds führen. Um Mitternacht war dann wohl auch alles vorbei. Der Doktor berichtete mir dann noch, das er kurz nachdem ich weg war, er sich mit dem Schöttler noch in Verbindung gesetzt hat und der hätte ein Wörterbuch bei der Unterhaltung gebraucht. Scheint ja noch richtig nett gewesen zu sein.

Bei mir gings jetzt aber erst richtig los. Bei der Ankunft in der Mehrzweckhalle mußten erstmal alle begrüßt werden. Gehört ja quasi zur Pflicht, danach kam die Kür an der Theke. Es wurde also weiterhin Bier rein geschüttet und ich hoffte es kamen keinerlei Schnäpse mehr dazu. Das Essen kam von Pita-Michael und war fantastisch lecker. Und ich war noch in dem Zustand, wo mir noch nicht alles egal war. Zumindestens meine Geschmacksnerven waren noch aufnahmebereit. Wie sollte es denn dann auch anders sein, wurde dann der fabelhafte Gaumenschmaus durch ein paar wiederliche Schnäpse kaputt gemacht. Doch ich konnte mich erfolgreich gegen den alles Leben vernichtende Löwentor wehren und wich auf den Korn aus. Ehrlich gesagt, trinke ich lieber eine ganze Flasche Korn, als einen Löwentor. Außerdem habe ich während meiner Studienzeit in Wilhelmshaven kurz-lang-trinken mit Korn richtig gelernt. Nach dem Essen kam es dann zu der Zeit, das man sich sportlich betätigen mußte. Und die Wahl fiel auf das Tampon-Spiel. Dasselbe Spiel hab eich im letzten Jahr bei der Jugendfeuerwehr durchgeführt und es war dort schon ein Riesenrenner, zumal dort kein Alkohol ausgeschenkt wurde. Und nun stelle man sich das ganze Szenario mal vor, wenn alle die mitmachen schon leicht einen im Kahn haben. Die Stimmung war, um es kurz zu machen, sensationell. Ich muß zugeben, das ich selten so gelacht habe. Die Fotos sind jedenfalls sensationell geworden. Leider mußte ich ja auch mitmachen, aber ich bin ja der Erste der aufspringt wenn gefragt wird, ob sich jemand mal freiwillig zum Ei machen will. Und ich muß sagen das Team in dem ich war war gar nicht so schlecht. Leider kann ich nicht mehr mit Gewissheit sagen, wer alles bei mit im Team war. Wir sind bis in die Finalrunde gekommen und haben dort gegen eine Mannschaft gewonnen, deren Namen ich auf Grund des Jugendschutzes hier nicht niederschreiben darf. Die Namen waren eh alle unter der Gürtellinie, nein, noch ein wenig tiefer angesiedelt. Aber Spaß gemacht hat es trotzdem. Den Rest des Abends kann ich nun nicht mehr so ganz in die richtige zeitliche Reihenfolge bringen, aber ich versuche mein Bestes. Die 10 Bier, die ich vor den anderen Vorsprung habe, haben sich an dieser Stelle schon sehr stark leicht bemerkbar gemacht. Nachdem man mir am nächsten Tag ein wenig auf die Sprünge geholfen hat ist mir dann wieder eingefallen, das ich eine gewisse Zeit mit Anne an der Theke gestanden haben und ihr über ein gewisses Körperteil einer ihrer Freundinnen vorgeschwärmt habe. Das tut mir echt leid, immer manchmal wenn ich voll wie die Hacke bin ein wenig getrunken habe, kommt der Bewunderer in mir durch. Aber Anne kennt das ja schon von mir und nimmt das hoffentlich mit Humor. Irgendwann kurz danach geriet alles außer Kontrolle. Glöckner wurde mehrfach dabei erwischt wie er heimlich am Buffet naschte. Schnäpse wurden mittlerweile in rohen Menge konsumiert. Normalerweise würden solche Mengen nur in Euro-Paletten-Gebinden abgegeben. Es wurde alles in sich reingekippt, was einem vorgestellt wurde. Hier fühlten wir uns alle wohl. Kurz nach Mitternacht wurde dann der erste Vorstoß in den kleinen Raum der Mehrzweckhalle gewagt. Dort hatten nämlich die Mädels von den WWWs ihre Weihnachtsfeier. Das Hallo war groß und ich kann mich nicht wirklich mehr daran erinnern, ob und wieviel ich dort getrunken habe. Halt, Fotobeweise sagen, ich habe eine undefinierte, gelbliche Flüssigkeit (Eiter?, Eierlikör?, irgendwas eklig süß Schmeckendes) willenlos in mich reingekippt. Man war ja auch noch nicht stramm genug. Aber ich habe wenigstens mit meiner Angertrauten Annalena getrunken. Ein echt nettes Mädchen, hat immer wieder nach geschenkt. Doch mein mutiger Vorstoß sollte Konsequenzen nach sich ziehen. Nach und nach guckten alle männlichen Teilnehmer der Mannschafts-Weihnachtsfeier mal rüber und einige ließen unter Anfeuerungsrufe die Hüllen fallen. Den Anfang machte der Florian, das weiß ich noch mit ziemlicher Sicherheit, über den Rest wurde mir nur mündlich etwas zugetragen und ich will ja hier keine Gerüchte in den Umlauf bringen. Das machen schon andere Leute über mich genügend. Aber mir ist das eh egal. Wo wir aber gerade beim Thema Florian sind. Er hat erfolgreich den Pokal „Strammsack des Abends“ verteidigt. Wie man so munkelt wurde er um 0200 Uhr nach Hause gegangen. Alleine gehen ging nicht mehr und seine Freundin und Andre halfen ihm dann aus einem nah gelegenen Vorgarten raus und brachten ihn nach Hause. Es wurde auch erzählt, das er gegen diverse Autos getreten hat, aber das stimmt nicht. Er konnte einfach nicht mehr gerade aus gehen und ist leicht gegen ein oder zwei Autos gestoßen, aber das war möglichst sanft und es waren nur weiche Körperteile im Einsatz. Also keine Angst. Andre und Matze haben dann ein wenig später noch eine kleine Fressorgie in der Küche eingelegt, die dann aber durch Matze beendet wurde, als er einfach unter den Küchentisch gerutscht ist und seltsame Geräusche von sich gegeben hat. Andre ist dann vor lauter Angst weggelaufen. Eine meiner wenigen lichten Momente an den Abend war als dann die Kathrin aufschlug. Ich würde mich auch stundenlang selber geißeln wenn ihre Anwesenheit vergessen würde. Aber wie würde ich das mitkriegen, wenn ich es nicht mehr wüsste? Eine Frage, über die es sich nachzudenken lohnt, aber nicht an dieser Stelle. Aber sie war schnell wieder verschwunden. Wie mir dann vor kurzem mitgeteilt wurde, hätte sie gesagt, das sie bei uns nicht willkommen gewesen wäre. Ich war schockiert. Kathrin ist doch, bei mir zumindestens, immer willkommen. Ich freue mich jedesmal wenn sie mit von der Partie ist. Also Kathrin, nächstes Mal hältst Du Dich an mich! Die Party ging weiter und es wurde noch mehr getrunken und noch mehr Grenzen ausgetestet. Wann allerdings die komplette Anarchie ausbrach kann ich nicht mehr sagen. Erst so ab 0400 Uhr setzten meine Erinnerungen wieder ein. Ich fand mich an der Theke wieder und hatte ca. drei Bier vor mir, die ich definitiv noch schaffen mußte. Morchel saß hinter dem Laptop und machte ohrenbetäubende, aber gute Musik. Ansonsten war wohl keiner mehr da oder er hat sich still und heimlich aus dem Raum geschlichen. Vertraute Tönen drangen an mein Ohr und überlisteten meine natürlich Abneigung gegen Bewegung zu musikalischen Klängen. Die ersten Takte von „Temple of love“ zogen mich unweigerlich in ihren Bann und ich wie in Trance sah ich mich auf der Tanzfläche abgehen. Nach einer halben Stunde wurden mir aber die Beine lahm und ich wunderte mich was für ein Mega-Riesen-Mix der Morchel da reingehauen hat. Eine kurzer Blick auf den Laptop und mir wurde einiges klar. Der Player stand auf Repeat. Aber gut hat es getan. Wenn mich ein Lied dazu bringen kann zu tanzen, dann ist es „Temple of love“. Was jetzt aber nicht heißen soll, daß das dann gut aussieht. Auf einer Guten-Tänzer-Skala, eingeteilt von 1 bis 10, bin ich eine -7. Das sollte klar sein. Gegen 0500 Uhr entschied dann eins meiner Organe das es Zeit wurde den Heimweg anzutreten (welches ist noch unklar, aber wenn ich das herauskriegen sollte, dann bekommt es eine Belobigung). Jegliche Versuche den Morchel zum Aufwachen zu überreden schlugen fehl und ich war es leid. Fassen wir also zusammen. Der erste Tropfen Alkohol der meinen Schlund runter lief war Glühwein um 1500 Uhr, das erste Pils folgte 30 Minuten später. Das letzte Pils habe ich mir um 0508 Uhr angetan. Macht zusammen 14 Stunden trinken. Erschreckend! Nehmt das alle als Warnung oder als schlechtes Beispiel. Ich zitiere an dieser Stelle James Hetfield: „Do as I say, not as I do!“

0930 Uhr die Augen gingen auf und nicht mehr zu. Sollte ich es wagen den Ingo zu wecken und zu fragen wann das Aufräumen beginnt. 1000 Uhr, Ingo meinte er kommt um 1130 Uhr. Gute Zeit, mein Organismus hat den Versuch aufzustehen mit einem TILT quittiert. 1043 Uhr Florian ruft an und meint ich solle zum Aufräumen kommen. 1100 Uhr, irgendwie bin ich zur MZH gekommen und wäre am liebsten wieder zurück ins Bett gegangen. In dem Raum sah es aus als seien die Chaos-Tage vor- und in die MZH verlegt worden. Heilige Mutter Gottes, was war hier geschehen? Sollten wir im nächsten Jahr die Feier toppen wollen, dann müßen wir die Halle bis auf die Grundmauern niederbrennen. Falls wir dazu nochmal die Gelegenheit bekommen. Ach ja, der Morchel hat dann auch erstmal schön die Nacht auf einem orthopädisch ungünstigen sehr bequemen MZH-Stuhl verbracht und trank schon wieder Bier. Kann ja ein lustiger Tag werden. Wurde es dann auch. Morchel trank weiter sagte seiner Mutter am Telefon, das er demnächst 18 Jahre alt wird (glatte Lüge) und haute sich zu allen Überfluß noch Löwentor rein. Ich dachte schon ich wäre seltsam veranlagt, aber es geht dann wirklich noch eine Ecke schlimmer.

Abends wollte ich ja eigentlich nichts machen, aber wie es mit den Vorsätzen so ist, werden die in den Zwischenspeicher geschrieben und ich ging dann mit Friede zum Knobelabend vom Angelverein, in der Hoffnung, das es ja nicht ganz so heftig werden muß. Ganz großer Fehler. Bevor es überhaupt los ging, wurde ich genötigt, zwei Euzenberger und einen Löwentor zu trinken. Es ist jetzt nicht so, das ich mich nicht gewehrt hätte, aber das nimmt nie einer ernst. Das Knobeln ging dann relativ unspektakulär über die Bühne. Ein paar Bier wurden gekippt und ich habe nichts gewonnen. Nicht das ich scharf drauf gewesen wäre, aber wenn man mit dem Matten knobelt, dann geht das nicht mit rechten Dingen zu. Matten sagt er macht jetzt 30 Punkte und dann macht er sich auch. Was soll man da noch sagen. Nachdem dann der offizielle Teil vorbei war, habe ich kurz mit Schnitzel gesprochen, der auf einem Geburtstag im Schützenhaus war. Der erzählte mir dann ein paar Details vom Vorabend, die ich hier auf Grund des Schutzes mit bekannter Personen und meiner eigenen Person nicht wieder geben kann. Es war aber nichts schlimmes, jedenfalls fand ich es nicht schlimm. Im Angelhaus trank ich dann noch ein paar mit Friede und Hubert. Leider konnte ich mich auch hier nicht wieder gegen Euzenberger wehren, aber immer noch besser als Löwentor. Und eh ich mich versah war ich mit Matten mal wieder der letzte. Und dabei sollte es doch ein ruhiger Abend werden.
Den Heiligen Abend lasse ich jetzt mal unter den Tisch fallen, denn er war sehr unspektakulär. Nach zwei Weizen und der Bescherung hat mein exzessiver Lebenswandel der letzten Tage sein Tribut gefordert und ich bin schön bei „Stirb langsam“ auf dem Sofa eingeschlafen.

1. Weihnachtstag = Feiern und alte Bekannte wieder treffen. Den Anfang machte die Bar. Dort traf ich mich mit den üblichen Verdächtigen vom Stadtberg. Und es gab Männerbier (Jever) aus Männerflaschen (0,5 l Kellen). Sauber, so macht der Abend einen guten Start. Vorher habe ich beim Abendbrot schon mal den Magen vorgewärmt mit zwei Hefe-Weizen. Nachdem dann zwei Halbe Liter den Weg in den Magen gefunden haben ging es los ins Ambiente, wo ich dann erstmal einen Arbeitskollegen getroffen habe. Und der Informationsfluß riß nicht ab. Im Minutentakt klingelte mein Telefon. SMS, Anrufe, Drohungen. Alles wurde ins Ambiente gelotst. Und Bier gab es auch immer genügend. Als erstes gesellten sich Porno und Görtler zu uns. Die Runde wurde größer und man bekam mehr zu trinken. Mein interner Counter brach beim vierten Liter Bier ab und es gingen dann noch ein paar mehr rein. Die ganze Zecherei, der vergangenen Tage fing langsam an Wirkung zu zeigen. Denn ich konnte schütten was das Zeug hielt ich merkte nichts mehr. Die Sprache bleib klar und verständlich und der Gang sicher als würde ich gerade vollständig erholt sein. Was bei mir so gut wie nie vorkommt, denn mit Ruhe kann ich nichts anfangen. Allerdings sank die Hemmschwelle ein wenig. Dann kamen Steini und Jens, von irgendeinem Familientreffen. Und es wurden immer mehr Bier rumgereicht. Eike habe ich auch noch getroffen und mich mit ihr unterhalten. Ich unterhalte mich echt gerne mit ihr, denn es ist eine ganz liebe. Ihr Bruder machte dann noch ein paar Bemerkungen über meine grandiosen Eishockeyhandschuhe. Gut, die Dinger sehen echt aus wie Ofenhandshuhe, aber auch wenn es nicht so aussieht, hat man mit ihnen den Stock perfekt im Griff und ich will nie wieder andere Handschuhe zum Eishockey anziehen. Besonders erfreulich war dann das Zusammentreffen mit Simone, die gefahren ist. Sehr seltsam!? Aber sie hat sich gleich für den 26.12. zum Besuch angekündigt. Wird bestimmt nett werden (War dann auch nett. Über alte und neue Zeiten plaudere ich besonders gern.) Irgendwann trat dann Ingo auf den Plan und ich wusste irgendwie, das der Abend nicht früh enden wird. Gut so, denn mit Ingo macht trinken eine Menge Spaß. Wir trafen dann noch Christian, einen alten Schulkameraden und die Runden gingen munter weiter. Der Abend wurde später und die Gäste übersichtlicher. Halt, jetzt hätte ich ja glatt was vergessen. Falls jemand mal wieder auf die Idee kommen sollte mich als Kuppler zu mißbrauchen, dann sei ihm davon abgeraten. Patrizia trat auf mich zu und ich sollte doch mal den Doktor mit der Daniela bekannt machen. Habe ich auch gemacht und sie schienen sich auch recht angeregt zu unterhalten. Als ich dann im Nachhinein ein wenig die Telefonnummernübergabe forcieren wollte, wollte sie keiner zur Verfügung stellen. Und ich habe die Beiden unabhängig voneinander befragt. Als Kuppler tauge ich also auch nichts. Meine Liste wird immer länger. So standen wir dann halt im vorderen Bereich des Ambientes und beobachteten die weibliche Gesellschaft beim Tanzen. Kein schlechter Zeitvertreib, wie hier mal anmerken darf. Dann trat Andrea auf den Plan, die Freundin von Ellen aus Amerika. Und ich wäre beinahe vom Hocker gefallen. Sie sah schlicht weg atemberaubend aus. Gepaart mit ihrer Stimme war ich fasziniert. Wir haben uns kurz unterhalten und dann mußten wir auch schon los. Wie sollte es auch anders sein, wenn ich denn schon mal eine schöne Frau zum Reden habe, wollen urplötzlich alle die ich kenne nach Hause (Außer bei Eike, aber da war ja noch früh am Abend. Ich gehe jede Wette ein, das wenn ich sie später getroffen hätte auch wieder irgendwas Schlimmes passiert wäre. Feueralarm, Krieg oder alle wollen plötzlich nach Hause.). Bedeutet das unter einem schlechten Stern geboren zu sein? Tja, ich verabschiedete mich von Andrea in dem Glauben, das es nach Hause gehen würde. Aber da habe ich irgendwie falsch gedacht. Der Ingo ist Richtung seiner Wohnung getorkelt und der Rest hat sich dann dank Ermangelung eines Taxis zu Fuß auf den Weg gemacht. Wir waren keine 10 Meter gegangen, da fiel schon der zu erwartende Vorschlag. Ab gings also in die Werkstatt. Dort angekommen wurde dann weiter Bier getrunken. Es war dann auch keine Überraschung, das Conny bediente. Warum auch nicht, was konnte noch so schief gehen. Vorher hatte ich ja eh noch mit dem Schnitzel telefoniert, der mir mitteilte, das Conny mich vermisste. Glatte Lüge! Ich wünschte ihr also frohe Weihnachten und bestelle im gleichen Zuge ein paar Bier. Warum ich immer der erste bin, der bestellt, hatte ich ja schon ein paar Mal erläutert. So gings dann auch weiter. Besonders peinlich wurde es dann, als Schötti mich fragte ob ich nicht noch was bestellen könnte, da ich die Bedienung anscheinend gut kennen würde. Ich fragte ihn dann ob er denn wüsste wer das sei, er verneinte. Also sagte ich ihm, daß das Conny wäre. Wer Murphy kennt, weiß daß das was schief gehen kann auch schief gehen wird. Als die kurze Konversation anfing, war gerade Musik und man mußte lauter sprechen. Als ich dann die Antwort gab war keine Musik mehr zu hören und Conny stand gerade an der Theke, an der ich mit Schötti stand und hat es natürlich klar und deutlich gehört. Mit einem wissenden Grinsen zog sie sich zurück. Aber ich hatte mittlerweile den Mir-doch-egal-Zustand erreicht. Und ehrlich gesagt, habe ich das Gefühl, das ich die ganze Geschichte mit Conny überwunden habe. Ich konnte die Werkstatt verlassen ohne geknickt zu sein oder mir ständig selber Vorwürfe zu machen. Selbst als Conny quasi zur gleichen Zeit die Werkstatt verließ wie ich ging es mir gut. Ich verabschiedete mich ganz normal von ihr und hatte nicht das Gefühl, wieder eine verpasste Chance zu haben. Viel haben wir in der Werker auch nicht mehr getrunken. Ein bis 15 Bier und den kleinen Bruder vom Langen haben wir auch noch getroffen. Der Abschluß bildete dann ein zitieren aller der besten Szenen aus den „Nackte Kanone“ Filmen.

Ich glaube es war 0600 Uhr und ich war endlich zu Hause. Das Bett war eine Wohltat. Das Aufstehen am nächsten Morgen eher weniger. Aber es war ja der 2. Weihnachtstag und da muß man ja ein wenig Familiensinn zeigen. Auch wenn das Essen eine eher negative Idee war. Ich bin so froh, das ich nicht irgendwo eingeladen war.


Ice, Ice Baby

20/12/2006

Montag war es dann soweit. Das Eis hatte mich wieder. Das Anziehen der Schlittschuhe war wie immer eine Tortour, aber eine Tortour die sich gelohnt hat. Denn ich hatte ja nette Gesellschaft. Eike und ihr Bruder Henning waren vorbei gekommen um zu zugucken wie ich mehrmals auf die Fresse flog versuche Eishockey zu spielen was mich besonders gefreut hat. Gut, die Gesichter die beim Anziehen der Schuhe machte, schreckten eher ab, aber es half ungemein die Qualen zu überwinden. Dann kam der große Augenblick und wir mussten warten, denn die Eisfläche mußte noch frei geschoben werden. Meine Füße juckten ich wollte einfach nur noch aufs Eis und Eishockey spielen. Als das Eis dann zur Hälfte frei geräumt wurde hielt ich es nicht mehr aus und meine Füße trugen mich wie von selbst aufs Eis. Als ich die Eisfläche betrat und die ersten Meter fuhr, hatte ich irgendwie das Gefühl, das ich nun zu Hause bin. Dieses fliegen über das Eis, die Kontrolle der Bewegung, das wollte ich bis zum Rest meines Lebens machen. Mit dem Schläger in der Hand war ich einfach nur noch glücklich. Nach eine kurzen Eingewöhnungsphase wurde der Ball auch schon hin und her geschoben und es dauerte nicht lange, bis die Tore auf dem Eis waren. Die Zuschauer fanden sich auch so langsam ein, unter anderem auch meine kleine Kathrin, ich freue mich ja immer wenn sie da ist, und das Spiel konnte losgehen. Eine halbe Stunde war um und es wurden mehrere akrobatische Fähigkeiten auf dem Eis gezeigt die bei jeder Eisrevue Beifallstürme entfesselt hätten. Ingo und ich werden demnächst als Eishockey-Paar bei der WM im Paarlauf auftreten. So grandios haben sich noch nie zwei Mitspieler aus geschaltet. Und nach der halben Stunde traten dann auch schon die ersten Schmerzen auf. Zuerst machte sich die Lunge und die Kondition bemerkbar. Nachdem man dann gelernt hat, diese speziellen Schmerzen zu ignorieren, kamen die Füße an die Reihe, die es einfach nicht gewohnt waren in solche steifen Schuhe gesteckt zu werden. Nach einer knappen Stunde machten wir dann die erste Pause und sie war notwendig. Denn so nach und nach waren die ersten Zuschauer schon gegangen, weil ja intelligenterweise die Glühweinbuden gerade dann zugemacht haben, als wir angefangen haben. Manche Leute wollen einfach kein Geld verdienen. Zu Beginn, als die Zuschauer noch da waren, hat natürlich jeder sein Bestes gegeben, geskatet wie ein Bekloppter, um jeden Ball gekämpft wie ein Berserker und nach jedem Ball gesprungen wenn er auf das Tor zugeflogen kam. Es wurde keine Rücksicht auf Knie, Ellenbogen oder Oberschenkel genommen. Voller Körpereinsatz. Den man jetzt allen ansah. Nur ein harter Zuschauerkern, unter anderem Kathrin und Vanessa, blieb noch und spornte nochmal an, nicht ganz so in ein Niveautief aus Schlägerkloppen und nach-vorne-ballern zu verfallen.

Zweites Drittel: Das Spiel wurde teilweise besser und die ersten wurden schon mal in die Bande gecheckt. Wenn auch Florian von hinten mit dem Schläger über dem Kopf ankommt, dann wird halt kurz zurückgezogen und anschließend wird er in die Bande gedrückt. Irgendwas muß ja auch der Eishockeyzeit in Wilhelmshaven hängen geblieben sein. Die Schlagschüsse kamen dann gegen Ende auch schon etwas genauer und Kolbi wäre beinahe seinen Namensgeber losgeworden, aber woher sollte ich auch ahnen, das er so in die Knie geht. Die Uhr schlug 2100 Uhr und wir waren fertig. Nicht nur mit dem Spiel. An dieser Stelle nochmal besten Dank, an die besten Fans der Welt! Auch an die die vorher schon gegangen waren.

Nach der Dusche zu Hause ging es mir eigentlich noch ganz gut und auch vom Sofa kam ich dann noch ganz gut hoch um mich ins Bett zu begeben. Das sollte sich aber ein paar Stunden später ändern. Der Wecker klingelt und die Hand fand gerade noch so den Ausschalter. Jede Bewegung schmerzte. Irgendwie teilte mein Knie mir mit, das es rot war und weh tat, der Ellenbogen klinkte sich in die Wehklagen mit ein. Jetzt wäre ein Flaschenzug von Vorteil, mit dem ich mich selber aus dem Bett hieven kann. Habe ich aber nicht, also rollte ich mich aus dem Bett und blieb davor nochmal 10 Minuten liegen ging unter Schmerzen mich für den Tag fertig machen. Ich wünschte mir so sehr einen Urlaubstag.

Und ein zweites Spiel…….

Und das gibt’s auch! Yes, time to hit the ice once again. Philip konnte unter Einsatz seines Charmes  (und anderer Dinge) der Dame, die die Schlittschuhe verleiht einen weiteren Termin abschwatzen. Ich will gar nicht wissen, was er dafür gemacht hat, aber ich bin ihm sehr dankbar.

Hier die Daten des zweiten Termins:

Mittwoch, 27.12.2006

0900 – 1100 Uhr

Eisbahn Duderstadt

Ich hoffe es sind wieder meine Lieblingszuschauer da und jede Menge Mitspieler!


Weihnachtsfeier – Overdose

19/12/2006

Freitag: komplettes Versagen der Speichereinheit am späten Abend frühen Morgen. Es war schlimm, sehr schlimm sogar. Weihnachtsfeiern gehören verboten, jedenfalls die, bei denen das Delirium als zu erreichendes Klassenziel steht. So geschehen bei der Weihnachtsfeier des Elferrates. Offizielles Treffen war um 1900 Uhr im La hacienda in Göttingen. Aber nicht für den harten Kern, der sich schon mal um 1700 Uhr von Feldwebel Keile-Günther per Militäreskorte (Das gibt’s auch nicht so oft, das sich ein OG a.D. von einem Feldwebel umherkutschieren lässt.)  hinfahren lassen hat, denn der Weihnachtsmarkt in Göttingen hatte durchaus seine Reize in Form von Glühweinbuden. Außerdem wollten Böning und Schnitzel bei Karstadt noch nach einem Eishockeyschläger gucken. Traf sich ganz gut, denn so konnten Kai und ich schon mal die erste Glühweinbude ansteuern. Und kaum standen wir mit warmen Getränken bei warmen Außentemperaturen in der Hand rum und warteten. Es dauerte auch nicht lange und um die Ecke bog eine Frau zum niederknien. Meine Größe, braune, schulterlange Haare und dunkle Augen, der Typ bei dem ich schwach werde. Ich hätte dahin schmelzen können, wenn ich nicht den Glühwein in der Hand gehabt hätte und dann wäre der ja auf den Boden geflossen. Das konnte ich nicht zulassen. Außerdem holte sie sich an einem Nachbarstand Pommes und blieb somit in der Nähe. Schnitzel und Böning kamen mit leicht zertretenen Ggesichtern zurück, anscheinend gab es keine Schläger mehr. Aber Glühwein gabs noch, ein kleiner Trost. Die junge Dame entschied sich dann, mit ihren Freundinnen in unserer Nähe niederzulassen. Leider halfen Kais Sex-Hotline Geschichten nicht wirklich das Eis zu brechen. Es gab zwar sporadischen Blickkontakt, jedes mal wenn Kai mal wieder den Lautstärkeregler seines Sprachorgans bis zum Anschlag aufriß (sollte man meinen, aber geht noch lauter, vor allem dann wenn er sich mit seinem Bruder über zwei komplett unterschiedliche Themen unterhält), aber dabei bleib es noch. Ein schmachtender Blick meinerseits als sie sich entschied weiter zu gehen und ich wurde dazu aufgefordert endlich mal die Gläser wegzubringen und nicht wildfremde Frauen anzugaffen, sonst kommen wir noch zu spät. Im La hacienda angekommen, mußten wir feststellen, das wir die Ersten waren, also gabs freie Platzwahl am reservierten Tisch. Dazu gesellte sich wenige Augenblicke später noch ein Pitcher (1,5 l) („Ein Pitcher für den Pitsche“, ein Wortspiel was ich mir mehr als einmal dreimal 18mal 536mal den Abend anhören mußte.). Los gings. Pitcher Nummer eins wurde geleert, bevor die restlichen Elferratsmitglieder dort aufschlugen. Und es wurden mehr und mehr. Zwischendurch gabs dann noch Essen. Glaube ich zumindestens. Muß es wohl gegeben haben. Denn irgendwann lag mal so eine Teigrolle vor mir, die mit Rind und mit BarbequeSoße gefüllt war. Hat auch lecker geschmeckt. Das habe ich zumindestens zu dem Zeitpunkt gedacht. Die wahren Ausmaße sollte ich erst innerhalb von 24h feststellen. Nach dem Essen geriet dann alles außer Kontrolle. Plötzlich ging es los das rundenweise Tequila bestellt wurde und weiter die Pitcher. Die Trinkgeschwindigkeit war enorm, verglichen zu normalen Abenden. Wie sollte das nur enden. Ich sah uns schon alle voll trunken in der Werkstatt enden. Es folgt nun die Rechnung. Ich mußte mich wirklich zusammenreißen, das ich nicht beim Lesen des Endbetrags ein Auge zukneifen mußte und es war erst 2300 Uhr. So, nehme ich jetzt mal meine durchschnittliche Trinkgeschwindigkeit, multipliziere die mal zwei, dividiere das durch die Anzahl der Tequila, nehme das alles hoch drei und ziehe anschließend die fünfte Wurzel aus dem Ganzen, das dann zur Fakultät komme ich auf ungefähr zwei Pitcher, die ich alleine getrunken habe, plus Tequila. Was ich bezahlt habe kann ich jetzt nicht mehr sagen. Normalerweise könnte man jetzt nach Hause gehen und den lieben Gott einen guten Mann sein lassen, wenn nicht der gute Schocker Karten für das Alpenmax besorgt hätte. 20 € Eintritt und dafür kann man dann für 50 € sich betrinken. Hört sich an wie ein Glückstag, war es auch. Erste Anlaufstelle war die Theke, jedenfalls für Schmieri, Böning und mich und da gabs dann erstmal Bier vom Faß. OK, das war dann auch das letzte Bier vom Faß im Alpenmax. Die anderen waren schlau und haben sich weiter nach hinten verlegt und sich in weiser Voraussicht eine Flasche bestellt. Ja, wir sind Assis, überall. Ich blieb weiterhin beim Bier, aber Flaschenbier. Der Meinung war ich jedenfalls bis Samstag Nachmittag noch. Auf Nachfragen antwortete ich immer das ich stocknüchtern gar nicht so stramm war und auf keinen Fall Mischungen getrunken habe. Als ich dann die Fotos sondierte wurde mir der allgemeine Gemütszustand meines Magens klar. Dort war ich dann mit bis zu zwei Mischungen, vermutlich Red Bull Wodka, abgelichtet. Leiche, auch genannt der Adler, machte es sich gleich auf einer gemütlichen Vogelstange an der Theke bequem und pflegte seine Augen und ab und an auch mal den Gaumen, in dem er die Mischungen, die ihm von seinen fürsorglichen Elferratskollegen hingestellt wurden, auf Ex aus trank. Sauber, so kriegt man den Abend rum, war stramm und ist ausgeschlafen am nächsten Morgen. Man weiß zwar nicht mehr viel, aber das geht vielen anderen auch so, die die ganze Zeit wach waren. Dann kam irgendwann Katja, Fabians Freundin, um die Ecke geschossen und wir haben uns unterhalten. Währenddessen hat irgendein Unhold meine Kamera entleihen und diverse Fotos von weiblichen Personen geschossen. Und hinterher heißt es wieder guckt euch mal den alten Spitzeber an. Da es nun schon fortgeschrittene Stunde war, wollten die ersten schon heim, da der Wachhaltungstrieb trotz literweise Konsums von Red Bull versagte. Machen wir es kurz alle Karten waren voll (ca. 10 Karten mit 50 € Guthaben) und wir mußten entweder mehr bezahlen oder wir machten uns auf den Heimweg. Da aber die Verdauung nicht gerade inaktiv ist, nach mexikanischem Essen drückte bei einigen schon wieder der Magen. Also gings in den benachbarten Dönerladen. Schnitzel ist ja der Meinung gewesen, daß das der beste Döner ist, den er je in seinem Leben gegessen hat. Aber wenn wir mal ehrlich sind, sind die Geschmacksnerven ja schon nach dem mexikanischen Essen abgestorben und der ganze Wodka hat den Rest dazu getan. Von daher hätte man auch eine gewürzte Schuhsohle auf das Fladenbrot legen können und jeder hätte gesagt, das es das Beste ist was man je gegessen hat. Bei dem Pegel den wir da drauf hatten, war einem eh alles egal. M7 stand an der Theke und wollte sich gerade ein Döner bestellen, als ihm ein nicht näher beschriebenes Insekt an der Wand auffiel. Das wollte er Expertengerecht entsorgen und schlug mit der Faust drauf. Leider waren die motorischen Fähigkeiten schon außer Kontrolle und die Rigipswand hatte anschließend ein Loch in der Größe eine M7-Faust. Das gefiel dem Besitzer gar nicht so sehr und es wurde ein kleines Wortgefecht entfacht. Was aber schnell wieder vorbei war, als wir anfingen die Einrichtung zu demolieren da wir friedliche Naturen sind und uns schnell wieder vertragen haben. Das herbei gerufenen Taxi beförderte uns auf dem direktem Wege nach Hause, wo dann jeder ohne Umschweife ins Bett ging zur Werkstatt. Das war ja nun irgendwie klar und nicht wirklich eine Überraschung. Dort angekommen traf ich Truppe vom Stadtberg, denn dummerweise war an dem gleichen Tag die alljährliche Weihnachtskneipentour, die ich so verpasste. Sehr schade, aber man kann halt nicht alle Termine unter einen Hut bringen. Ein prüfender Blick meinerseits und ich erkannte sofort, das die Kneipentour bisher sehr erfolgreich verlaufen sein mußte. Die Promillezahl bei den Überlebenden kratze fast am dreistelligen Bereich und dementsprechend sahen sie auch aus. Jetzt muß ich aber einlenken und gestehen, das der Elferrat, der es in die Werkstatt geschafft hat auch nicht viel besser aussah. Man könnte fast behaupten, das es ein Kopf-an-Kopf-Rennen war. Und das waren im Großen und Ganzen schon die Erinnerungen an die Werkstatt. Der Speicher hat irgendwo am Eingang die Beine von sich gestreckt und sämtliche Informationen wurden in den unlesbaren Bereich meines Gehirns geschrieben. Als ich die Fotos sondierte fielen mir wieder so einzelne Fetzen ein, die aber mehr Blitzlicht-Erinnerungen waren als zusammenhängende Ereignisse. Schötti und der Lange haben auf jeden Fall den Finger-Tanz gemacht. Ist jetzt nichts schlimmes, man muß nur wie bekloppt auf der Tanzfläche umher springen und die ganze Zeit den Mittelfinger raushalten. Sollte man nicht auf Hell’s Angels Treffen oder bei Nazi-Aufmärschen machen. Man läuft Gefahr sich anschließend mehrere Monate durch einen Schlauch ernähren zu müssen. Ach ja, irgendwas im hinteren Bereich meines Kopfes will mit mitteilen das ich Dirk noch getroffen haben. Ein kürzliches treffen bestätigte das, aber er konnte sich auch nicht mehr an den Inhalt des Gespräches erinnern. Irgendwann an dem Abend wurde mir dann ein Schal umgehängt, den ich dann auch mit nach Hause nahm, denn ich lasse bestimmt nicht mir anvertraute Kleidungstücke herrenlos rumliegen. Doch die Verwunderung war dennoch groß als ich am nächsten morgen den Schal von meinem Bett ausmachte. Wo wir gerade da sind. Wie ich dort hingekommen bin, weiß ich auch nicht. Falls jemand nähere Informationen hat, behalte er sie bitte für sich.

Samstag morgen, die Geschichte mit dem Schal habe ich ja oben schon niedergeschrieben. Ich bin jetzt echt versucht, wichtige Regeln aufzusetzen welche das Verhalten am Samstag morgen bestimmen. Eine sehr wichtige ist es das Zimmer nur dann zu verlassen, wenn es für längere Zeit (mehr als 8 Stunden) ist. Ein kurzer Toilettengang kann schon zu Verletzung der Atemwege führen. Es ist doch immer wieder ein Wunder was mexikanisches Essen im Darm alles anrichten kann. 1030 Uhr trieb mich dann das Pflichtbewusstsein aus dem Bett. Seit 1000 Uhr ist Aufbauen in der Mehrzweckhalle für die Weihnachtsfeier der Feuerwehr. Oh mein Gott und ich dachte ich hätte es hinter mir. Die Ankunft in der Mehrzweckhalle war überraschend erfreuliche, denn es war schon alles aufgebaut. An dieser Stelle muß ich mal ein dickes Lob an meine Jugendfeuerwehr los werden, die bei der Sache tatkräftig unterstützt hat. Der Rest ging dann auch schnell und ich war froh, das ich den Nachmittag zur freien Verfügung hatte. Die viele Freizeit verbrachte ich dann mit entspannen und Vorbereitungen für den Abend (in erster Linie entspannen). Ehe ich mich versah war es dann auch schon wieder 1700 Uhr und ich mußte zur Weihnachtsfeier. Ich hoffe man liest die Qual aus den Zeilen, mit der ich mich in die Mehrzweckhalle schleppte. Dort angekommen stellte ich fest, das ich der Erste war, weil ich auf den Dienstplan geguckt habe statt auf die offizielle Einladung, wo die Veranstaltung eine halbe Stunde später ausgeschrieben habe. Da ich nicht wusste was ich mit der zusätzlichen Zeit anfangen sollte half ich Wiebke beim dekorieren der Tische zapfte ich mir schon mal ein bis 15 Bier vor. Davon trank ich dann eins bis Porno, der zuständige Thekenwart für den Abend (Ob das eine gute Wahl war?!?), kam und dann nochmal drei. So langsam füllte sich der Saal und die Schlacht um das Spanferkel war entbrannt. Doch das war erstmal Nebensache, ahnte ich doch schon fürchterliches. Ich machte mit Porno ab, das er mir immer ungefragt ein Bier zapfen sollte, wenn mein Bieranzeiger (in der Umgangssprache auch Glas genannt) auf Halbmast stehen würde. Funktionierte kein bisschen. Jedenfalls war ich schon beim siebten oder achten Bier und merkte noch gar nichts. Sollte mir der Vorabend zu einer Resistenz von normalen Alkohol verholfen haben. Ich hoffe nicht. Meine Tischnachbarn, waren Ellen zur Rechten, Friede zur Linken und Sense gegenüber. Recht nett, wenn ich jetzt mal Friede und Sense nicht beachte. Mit Friede ging es gleich los mit dem englisch labern. Und vor allem berichtete er mir über einen weiteren Anruf von mir auf seinem Anrufbeantworter. Eine sehr gefährliche Sache. Manchmal Ziemlich oft, wenn ich leicht angetrunken voll wie die Hacke bin, dann rufe ich bei Friede an und Texte seinen Anrufbeantworter voll. Sehr oft kommen dabei recht witzige Ansagen bei raus. Viele löscht er dann auch nachdem ich sie mir anhören und danach schämen musste. Doch es gibt da eine die er partout nicht entfernen will. Böse Zungen behaupten, das ich dort „Like a virgin“ von Madonna singe. Nicht das mir jetzt peinlich wäre, aber es ist mir echt peinlich. Also wieder eine Ansage mehr von mir auf dem Anrufbeantworter. Irgendwann geht das Teil bestimmt mal kaputt, von der ganzen Scheiße, die ich da drauf labere. Dann kam es auch an meine Reihe, das ich mich mit fester Nahrung beschäftigen muß und ich lud mir eine schönes Stück Spanferkel inklusive Knusper-Schwarte auf. Doch ich habe die Rechnung ohne die Messer der MZH gemacht, die so scharf waren, wie Kinderbesteck. Aber das gibt kräftige Oberarme, wenn man 2 mm dicke Schwarte gleichzeitig sägt und drückt. In einer Hebel-Säg-Bewegung wurde ich dann auch endlich Herr dieser Mahlzeit. Sehr lecker, doch was dem fettigen Essen folgte war nicht mehr sehr schön. Schnaps. Der bricht mir eigentlich immer das Genick und ich weiß nicht warum ich mich nicht dagegen wehre. Jedesmal wenn ich >schreiend aus dem Raum laufe höflich, aber bestimmt ablehne, lachen alle und ich kriege das Glas extra voll geschüttet, weil ich es ja so gut vertrage. Also mußten erstmal zwei Korn rein. Dann gesellte sich Gojo zu uns und ich wurde genötigt Löwentor mit ihm zu trinken. Jede Ablehnung meinerseits wurde ignoriert und das Glas wurde extra voll geschüttet. Was mache ich mir eigentlich jedesmal die Mühe? Zwischen den ganzen Schnäpsen schrieb mir dann Kathrin ein paar Mal und trotz mehrmaliger Einladung wollte sie (aus bekannten Gründen) nicht in die MZH, wohl aber auf eine Zigarette vor die MZH kommen und fragte ob ich sie da nicht treffen könnte. Da ich der kleinen Kathrin ja nichts abschlagen kann, bin ich natürlich sehr gerne zu ihr raus gekommen. Nicht ohne gewisse Seitenkommentare der Versammlung, aber die prallen alle an mir ab. Ich wendete all meine Überredungskunst an (Los, Kathrin, komm mit rein, da gibt’s Freibier!), aber dennoch wollte sie nicht. Schade, wäre bestimmt ein lustiger Abend mir ihr geworden. Aber ich konnte sie verstehen. Ich wäre mit mir da ja auch nicht rein gegangen. Weiter gings also bei der Feier. Durch die kurze, aber nette Ablenkung durch Kathrin hoffte ich wäre dem Schnaps-Fluch entronnen. Aber die Rechnung ging nicht auf. Zwischenzeitlich wurde auf Obstler umgeschwenkt und ohne vorher zu fragen wurden mir das Glas voll geknallt. Mit den Worten „Du hängst zwei hinterher!“ meiner Kameraden trank ich den Obstler aus. Ich malte mir die schlimmsten Ende des Abends aus. Eins der Schlimmsten war das ich mit einer Schnapsflasche im Arm am Kriegerdenkmal aufwache. Halt nein, das ist ja schon vor ein paar Jahren passiert. Natürlich nicht, es war eine Bierflasche und keine Schnapsflasche. Nach und nach verabschiedeten sich immer mehr Leute und der harte Kern sammelte sich an der Theke. Na gut, ich sammelte mich mit Tommes Bee, Schnitzel und Rainer an der Theke und wir tranken Bier ohne den Umweg über die Bedienung. Porno hielt es aber für besser zu jedem Bier gefühlte zwei 17 Schnäpse zu trinken. Im Sekundentakt schüttete er die Roten ein und wir tranken. Selbst als ich mein Glas weg nahm stellte er mir ein neues hin und machte es wieder voll. Die Theke schwamm mittlerweile in roter Flüssigkeit, als ich dann entschied, das es besser wäre, wenn ich meinen Standort wieder an den Tisch zurück verlegte. Da gabs dann wenigstens nur Bier und genügend Abnehmer des Rotens, so daß ich keinen mehr mit trinken mußte. Mir wurde nun zugetragen, das ich zwischenzeitlich die Augen zu gemacht habe. Aber lasst Euch sagen, daß das alles zur Kontrolle der Dichtheit meiner Augenlider war. Selbst die besinnlichste Weihnachtsfeier geht einmal zu Ende und da sich der Ortsbrandmeister schon sehr früh verabschiedete machten wir noch ein wenig Party und entschieden dann auch in Richtung Heimat zu verschwinden. Auf dem Heimweg beschlossen dann Philip und ich den Porno noch ein wenig zu verarschen. Wir riefen an und meinten er solle noch in die Werker kommen, weil es absolut geil ist. Mit den Worten: „Was? Echt? Ich komme sofort! Jemand muß mir 20 € leihen!“ legte er dann auf. Das schlechte Gewissen hat mich dann aber bei der Nahten-Brücke eingeholt und ich habe ihn nochmal angerufen und wollte ihm mitteilen, das er nicht kommen bräuchte, weil wir ihn ein wenig verkohlen wollten. Naja, mußte er das Taxi halt wieder abbestellen.

Sonntag: Speichercheck: Alles im grünen Bereich, die Wissenslücken von Freitag Nacht konnten nicht repariert werden. Das Aufräumen ging problemlos, weil ich a) zu spät war und b) zu müde war. Ein sehr hartes Wochenende, welches sich hoffentlich bald wiederholt! Wer hat das geschrieben?


Eiszeit

14/12/2006

Gestern war ich in Duderstadt an der Eisbahn, denn die Bernshäuser, Seeburger und Wollbrandshäuser waren mal wieder schneller und haben sich die Eisbahn vor uns gesichert. Verdammt! Aber dann will ich wenigstens, so ein wenig Action auf dem Eis sehen. Wäre ich mal bloß nicht hingegangen, denn jetzt kann ich bis Montag bestimmt nicht mehr schlafen. Als ich die Jungs auf dem Eis gesehen habe, hat es plötzlich angefangen in meinen Füßen zu jucken. Ich muß Eishockey spielen! Sofort! Ging aber nicht.
Aber Montag ist es dann soweit! Ich habe die Eisbahn für zwei Stunden gemietet und die Westeröder werden mal wieder eine Party Eishockey spielen. Ihr könnt Euch gar nicht vorstellen, wie heiß ich darauf bin, endlich wieder aufs Eis zu gehen und ein wenig den Puck respektive Ball hin und her zuschieben. Ich hoffe das Eis schmilzt nicht wenn ich die Eisfläche betrete. Wenn uns das tolle Wetter schon einen Strich durch die Rechnung macht und den Eulenteich nicht zufrieren lässt, dann müssen wir halt auf künstliche Eisbahnen ausweichen.

Nachdem ich die Nachricht bekommen habe das wir Montag Eishockey spielen können, bin ich 2 Stunden schreiend durchs Haus gelaufen ging es mir irgendwie gut.

Hier nochmal die Eckdaten für Montag

Was: Eishockey zocken

Wann: Montag, 18.12.2006, 1900 Uhr

Wo: Eisbahn in Duderstadt

Wer Bock hat bringt Schlittschuhe und Schläger mit und kann gerne mitzocken. Und natürlich brauchen wir auch Zuschauer und Fans. :) Bitte kommt zahlreich und bringt eine Menge gute Laune mit.

Ich freu mich


Nikolaus-Party

13/12/2006

Ja, ich bekenne mich schuldig. Ich bin rückfällig geworden. Und es war wieder sehr schlimm. Kompletter Gedächtnisverlust oder Selbstschutz des Gehirns, je nachdem wie man es sieht. Aber lasst mich von vorne beginnen, dann habe ich wenigstens ein wenig was zu erzählen.

Eigentlich sah es nach einem ruhigen Freitag Abend aus. Manche haben sich bei den zukünftigen Schwiegereltern vorgestellt und andere entschieden sich für einen Sofaabend. So konnte ich dann auch zur Elferratssitzung gehen. Mache ich natürlich immer, aber ab und zu ergeben sich Gelgenheiten das man die Elferratssitzung auch mal ausfallen lassen könnte. Nun gut, heute war nicht so ein Abend und ich ging hin. Vorher wurde ich allerdings noch von meiner Jugendfeuerwehr versetzt. Sie sollten ja eigentlich ihre Weihnachtsgeschenke bekommen, aber mein Jugendsprecher hat entweder meine Mitteilung nicht gelesen und geflissentlich ignoriert. Schande auf den der an Zweites denkt. Da stand ich nun in der Fahrzeughalle des Feuerwehrhaus und wartete. Warum in der Fahrzeughalle? Weil unser feiner Herr Ortsbrandmeister ein Interview für den Blick gegeben hat. Wer lacht da!? Keine Angst, als er mir das mitgeteilt hat, habe ich auch erstmal eine viertel Stunde gelacht. Zum Glück kam Schnitzel noch vorbei und als ich ihm das erzählt habe, haben wir nochmal eine viertel Stunde gelacht. Höhepunkt des Interviews war das Foto vor dem Fahrzeug mit Strahlrohr im Anschlag. Jetzt muß man dazu sagen, das Kai in Uniform war. Gott sei Dank, sind wir in der Halle geblieben, denn sonst hätte ich auf dem Boden gelegen. Nach dem Interview zwangen wir Kai uns ein Bier auszugeben („Los gib einen aus oder ich schreibe das in meinen weblog!“ Hoppala, jetzt ist es mir doch rausgerutscht) und besprachen wann wir zur Versammlung gehen wollten. Ich war dann beim vereinbarten Termin bei Böning und der teilte mir dann erstmal mit, das Schnitzel kurzfristig bei Kai’s Vaters Geburtstag zapfen muß. Naja, dann müßen wir wohl ohne Schnitzel Spaß haben. Die Versammlung begann und im gleichen Atemzug trank ich mein erstes Bier an. Halt, Falschaussage, ich habe ja im Feuerwehrhaus schon eins getrunken also war es mein zweites Bier und wenn wir hier schon bei Geständnissen sind, dann gebe ich auch zu, das ich vor dem offiziellen Beginn der Versammlung schon die Hälfte ausgetrunken hatte. Ihr müßt das verstehen, ich saß neben Vollmer und mir war langweilig und das Bier sah so lecker aus und außerdem hat es mich provoziert. Die Versammlung zog so an mir vorüber und ab und zu habe ich auch was gesagt, was aber eigentlich für Außenstehenden total uninteressant ist. Ich habe ein paar lustige Sprüche über den Schmierpopel gemacht und bin dann irgendwie in den Kartenvorverkauf mit dem Schmierpopel reingerutscht. Toll! Ach ja und dann habe ich mitbekommen, das ich dafür verantwortlich bin, das wir Karneval genügend Musik haben. Hallo, wann habe ich denn dazu zugestimmt? Aha, bei der letzten Elferratssitzung. Merke: Nicht so viel trinken wenn Elferratssitzungen sind. Da kommt man nur in Teufels Küche. Vollmer, der neben mir saß hat ein wenig rumgeschwächelt. Aber er war ja auch den Abend vorher bei Tommes Bees Geburtstagsnachfeier und hat mit Sicherheit 3 Liter Löwentor getrunken. Man munkelt auch er hat sich dann von Morchel den Kuhstall inklusive Bullen zeigen lassen. Aber das ist eine andere Geschichte. Nachdem er dann aber gesehen hat wie gut mir das Bier schmeckt hat er sich doch breitschlagen lassen ein Bier mit zutrinken. Breitschlagen ist vielleicht das falsche Wort, sagen wir besser hat hat geifernd nach der Flasche gegriffen, das passt schon eher. Die Versammlung war also vorbei und ich wusste noch nicht mal wieviel Bier ich getrunken habe, was wohl an der unglaublichen Schlagzahl lag, die ich da hingelegt habe. Warum weiß ich selbst nicht, irgendetwas hat mich dazu getrieben. Vielleicht die Aussicht auf einen kurzen Abend? Dann kamen noch ein paar Runden dazu die ausgegeben wurden. Und das war nicht immer Bier. Nein, lecker Löwentor. Und nicht nur einen. Ich habe schon Angst vor dem Büttenabend. Ernsthaft und das nicht nur wegen dem Löwentor. Derart gut angeheitert wurden dann die Pläne für den Abend geschmiedet. Die Elferratsfrauen hatten eh Weihnachtsfeier und von daher hoffte ich das die paar Anwesenden noch was starten würden, aber die meisten haben geschwächelt und irgendwelche fadenscheinigen Ausreden von wegen „Kinder“ und „alleine zu Hause“ vorgeschoben. Das war schon mal anders. Schocker gab vor, das er arbeiten müßte am nächsten Tag, aber die paar Ansagen im Rewe kann er doch auch mit Kater machen („Die 1 bitte die 12, die 1 bitte die 12. Die 1 bitte!). Aber er hat gekniffen. Also bleiben von der ganzen Versammlung nur noch Böning, Schmierpopel und ich. Spätestens bei der Verbindung des Namens Schmierpopel mit dem Ausspruch „Was heute Abend noch geht!“, sollten in meinem Gehirn sämtliche Alarmregister gezogen werden. Aber nein, die waren schon im Feierabend, da sie den immensen Bierkonsum mitbekommen haben. Genauso hat sich das Sprach- und das Gleichgewichtszentrum darauf vorbereitet einen frühen Feierabend zu machen. Also begab sich die illustre Runde auf in die Werkstatt. Wo auch sonst hin. Meine 3 € Eintritt wollten sie gar nicht haben an der Kasse. Nein, sie sagen ganz fremde Worte zu mir. „Heute Abend 7 €!“ Bitte habe ich ich einen Hörfehler. 7 Kracher Eintritt, na hoffentlich lohnt es sich. Hat es sich nicht. Die Menge war ernüchternd und ich hoffte das es genügend Bier gibt. Also ab an die Theke und drei Bier bestellt. Ich bin eigentlich immer der Erste, der die Runde ran holt, weil sich die anderen immer so eine Menge Zeit lassen und mein Durst immer so groß ist. Kaum war die erste Flasche da, fing Schmieri schon an zu weinen. „Ühhäää, das Bier ist zu warm! Das schmeckt ja gar nicht.“ Also hat er es erstmal umgetauscht und kurze Zeit später kamen die Worte, die über den Ausgang des abends entscheiden sollten. „Hohlen wir uns eine Flasche Havana?“ Verdammt, warum passiert mir immer das. Ich wusste ganz genau was jetzt kommen würde. Ich sagte natürlich nein und fünf Minuten später hatte ich eine Mischung am Hals die Tote wieder aufgeweckt hätte. Was war passiert. Kurz zurückspulen. Ich dachte ich hätte nein gesagt, aber tatsächlich konnte ich die Worte: „Endlich, ich dachte schon es würde keiner fragen! Jaaaaaahaaaaaa, Havana Club!“ Nun nicht ganz so, aber die Wahrnehmung wird ja durch den Alkohol leicht verzerrt. Ich glaube ich habe noch ein wenig mehr rumgeschrien. Der Abend war gelaufen. Ich vergaß zu erwähnen, das Conny Dienst hatte. Also würde sie mich wieder in Hochform sehen, aber das war mir ziemlich egal, da ich das Kapitel ja geschlossen hatte. Schon vor längerer Zeit. Erschwerend kam noch dazu, das ich die Wette mit Schnitzel und Böning verloren habe. Aber da stehe ich zu, denn Wettschulden sind Ehrenschulden. Da hat man einen schwachen Moment und schon geht alles in die Hose. Aber gründlich. Schmieri machte es sich dann zur Aufgabe die Mischung zu fertigen. Großer Fehler, ganz großer Fehler. Anscheinend machen ihm die ganzen Abgase, die in seiner Werkstatt rumschwirren Probleme bei der Hand-Augen-Koordination. Denn mein Getränk sah jedesmal sehr bernsteinfarben aus. Und so hat es auch geschmeckt, wie flüssiges Gold, das man sich bei Schmelztemperatur in den Rachen kippt. Außerdem holte Schmieri noch zwei Mädels ran, die sich als die selben Zwei entpuppten, die wir damals beim Elferratsessen getroffen haben. Unter anderem auch die junge, blonde, hochgewachsenen Dame von der ich bei Guido um Auskunft gebeten habe. Auch wieder so eine Sache, in der mein Sprachzentrum einfach gemacht hat was es wollte. Es wurde also Zeit sich von der besten Seite zu zeigen. Hätten wir sie nur ein paar Stunden früher getroffen, denn jetzt war schon alles zu spät. Ich glaube das Sprachzentrum arbeitete nur noch mit halber Kapazität. Irgendwann kam dann Ingo in meiner drehenden Welt vorbei und wir redeten kurz. Dann trat Schmieris Frau auf den Plan. Sie kam von der Weihnachtsfeier nach Hause und es war keiner da, so dachte sie sich, das es sich ja eventuell nochmal lohnen würde in der Werkstatt vorbei zu gucken. Und wen fand sie da. Die Drei vom Elferrat und zwei Mädels an der Theke. Ich schätze mal, das Schmieri auf der Schwelle zum Schlafzimmer ein paar Torwarthandschuhe gefunden hat, denn er konnte bestimmt noch ein paar Elfmeter zu Hause halten, bevor er sich ins Bett begeben konnte. Da mein Hirn frühzeitig auf Selbstschutz umgestellt hat, kann ich mich nur noch Bruchstückhaft an den Rest des Abends erinnern. Ich weiß das wir noch bei McDonalds waren und das ich was gegessen habe, aber was nur? Irgendwie wollten wir dann auch noch zu Böning und dabei ist Julia aufgewacht und dann war ich auch schon zu Hause und mein Magen weckte mich recht früh am nächsten Tag und meinte, das heute kein guter Tag für feste Nahrung wäre. Übergeben mußte ich mich nicht, denn dann hätte ich ja gewusst was es bei McDonalds gab (So, Royal TS, kein Wunder das ich das entsorgen mußte!).

Zum Glück war die Abendplanung festgesetzt. Die Mannschaft wollte Kneipentour in Göttingen machen, auf Grund der Nikolausparty im ZHG fiel die aber aus und wir konzentrierten unsere Kräfte auf eben diese Party. War auch besser so. Am besagten Tag hatte allerdings auch mein Kumpel Gerstenberg Geburtstag. Was also wieder bedeutet, das ich mich am besten klonen sollte. Aber das kann ich dem Rest der Menschheit und der gesamten Bierindustrie nicht antun und somit gabs das zweigeteilte Abendprogramm. Um 1800 Uhr schlug ich beim Gerstenberg auf. Gute zwei Stunden zum Pilsvernichten. Muß reichen um den Abend gut zu beginnen. Sorgen machte mir nur der Umstand, das mein Geschmackszentrum in letzter Zeit immer gerne mal am späteren Abend auf Mixgetränke umsteig. Leider ging das einer Menge anderer Leute ähnlich und die Theken waren immer voll. Ergo hatte man Probleme regelmäßig an Stoff zu kommen und immer mit drei Bechern durch die Gegend zu laufen sieht ganz schön versoffen aus oder man will den Eindruck schinden, das man gerade Getränke für seine Kumpels geholt hat, aber doch alleine auf der Party ist und sich die drei Dinger dann aus Verlegenheit selber reinflankt. Aber was mache ich mir so früh am Abend Sorgen über ungelegte Eier. Erstmal Geburtstag. Ich bin natürlich rechtzeitig aufgeschlagen, als die Familie noch da war. Egal, kann ruhig jeder wissen was der Gerstenberg für komische Menschen kennt. Es ist zwar schwer vorstellbar, aber ich konnte mich zusammenreißen, was das Essen angeht. Denn das ging noch nicht ganz so gut. Kurz vor Abfahrt habe ich versucht ein Brötchen zu Hause zu essen und das lag echt schwer im Magen. Bier lief normal rein. Am Anfang wurde mir sogar unaufgefordert nachgeschenkt. Was dann mit zunehmender Geschwindigkeit abnahm, da einfach nicht mit meiner Trinkfähigkeit gerechnet wurde. Sollte Gerstenberg seine Freundin nicht vorgewarnt haben? Doch dann kam der Rest. Erst der Koppi, dann der Scholle und der Fischer. Und es wurde schneller. Doch die Uhr zeigte schon 1920 Uhr, das heißt meine Kutsche würde bald kommen und mich nach Westerode zurückfahren. Ich überprüfte schnell den Sitz meine neuen Dr. Martens, die weh taten wie Sau, nicht das ich sie wieder auf dem Treppenstufen verliere. Neue Schuhe sind die Hölle. 10 Loch Dr. Martens mit Stahlkappe, haben nun die Eigenschaft aus Leder zu sein. Leder das so hart ist, das man glaubt man steigt in Ski-Schuhe ein. Damit bin ich nun letzte Woche rumgelaufen und am liebsten hätte ich mir die Füße abends abgehackt. Schmerzen, große Schmerzen. Jetzt geht es wieder, denn ich habe den alten Landsertrick angewendet, damit das Leder schön weich wird. Den verrate ich hier aber nicht. Als sich dann eine Hälfte an den Esstisch verzogen hat und die Hälfte die gerne mal einen trank am Couchtisch sitzen geblieben ist, wusste ich das es ein sehr betrunkener Abend geworden wäre, wäre ich da geblieben. Ratet mal an welchem Tisch ich saß. Genau, am Esstisch Cochtisch, flankiert von Scholle und von Koppi. Zwei weitere Bier später mußte ich aber schon wieder mit einem weinenden und einem lachenden Auge aufbrechen. Das weinende, weil ich gerne noch ein paar mit den Verrückten getrunken hätte und das lachende, weil ich gleich zur Nikolaus-Party gehen würde. Der Abschied war erwartungsgemäß tränenarm (Wie Du willst schon gehen? Dann kann ich ja beim Getränkehandel anrufen und die Euro-Palette Krombacher wieder abbestellen.). Köppel und sein Vater holten mich dann ab und wir fuhren erstmal zum Treffpunkt. Kellners Gaststätte, dort genehmigten wir uns ein paar Bier und warteten auf den Rest. Dann kamen auch schon die Verrückten vom Weihnachtsmarkt. Der Schützenverein hatte eine Fahrt dorthin organisiert und ein Teil der Mitfahrer (einschlägig bekannt aus diesem weblog) nutze diese Gelegenheit zum exzessiven Glühweingenuß. Zwei der Glühweinkonsumenten kamen dann noch zu Kellner. Günner, der Löwentorunden schmiß und die Lautstärke seiner Stimme nicht mehr kontrollieren konnte und Porno, der voll war und einfach so am Tisch einschlief. Ach ja, er hatte auch kein Geld mehr und wollte aber mit nach Göttingen. Das sind natürlich Probleme, die sich nicht so einfach lösen ließen. Zu guter Letzt kam dann noch Ingo und wir konnten unseren Weg nach Göttingen antreten. Die Fahrt mit dem Taxi wollte nie enden, denn man hatte ja keine Bierreserven an Bord. Aber alles hat ein Ende und so standen wir im ZHG und warteten auf Matze, der die Karten hatte. Allerdings wartete Matze vor dem ZHG und wir warteten mit Sicherheit 10 Minuten aneinander vorbei. Da ein paar ihre Jacken abgeben wollte machte ich mich erstmal auf Biersafari. Vielleicht konnte man schon ein bis acht Liter trinken, während die anderen an der Jackenschlange anstanden, die gefühlt mindestens 55 km lang war. Ich wollte mich also mal wieder opfern und die erste Runde schmeißen, bis dann Philip sah, das an der Theke nur junge Frauen dicht gedrängt nebeneinander standen. Mit aufgerissenen Augen bot er sich an, die erste Runde zu sponsoren. Reisende und Bierholer soll man nicht aufhalten und so ließ ich ihn gewähren. Und zack gab es das erste Bier. Zurück beim Eingang haben wir es rechtzeitig geschafft wieder da zu sein, als dann die Jakenabgeber mit ihren Jacken den Festraum betraten. Die Schlange hat sich wohl kaum merklich bewegt. Aber was war das? Meine Augen nahmen in der Dunkelheit einen Schemen war, der ich beinahe mit Alex Finke verwechselt habe. Und plötzlich stand Alex vor mir. Er hatte heute Abend Bereitschaft und war der Schlüsselmeister. Und schon verschwanden die Jacken in einem großen Hörsaal. Da es auf der Brüstung dann ein wenig weit ab vom Schuß war entschieden wir uns für einen Platz weiter unten im Getümmel. Gefühlt waren mit ziemlicher Sicherheit 3 Millionen Leute dort, aber in Wirklichkeit waren es wohl um die 10000 Menschen, davon ca. 70% vom weiblichen Geschlecht. Und alle sehr nett anzusehen. Beim Suchen des Thekennahen Standortes, fiel des öfteren meine Kinnlade unangenehm nach unten und offenbarte so meine Zuneigung. Als wir dann unseren Standort erreicht haben, passierte das Unvorstellbare. Es waren ca. 7000 Frauen anwesend und wer läuft mir über den Weg? Conny. Mittlerweile war es dann auch schon fortgeschrittene Stunde und Conny wurde schnell wieder vergessen, was auch nicht weiter schwer fiel, denn dort lief massig hübsche Frauen rum. Eine hatte es mir besonders angetan und ich habe mir wirklich vorgenommen sie anzusprechen. Aber es sollte mal wieder anders kommen, als man denkt. Das Getränk der Stunde hieß Bier und es war genau das eingetreten, wovor ich am Anfang des Abend schon Angst hatte. Das mein Geschmackszentrum verlangte nach etwas anderem als Bier, doch die Mischungstheken waren so irrsinnig voll, das ich hart blieb. Die Dame meiner Wahl lief nun schon mehrmals an mir vorbei und es gab auch schon den ein oder anderen Blickkontakt. Intern setzte ich mir einen Countdown, nach dem wievielten Mal vorbeigehen ich sie anspreche. Doch dann kam folgende Durchsage: „Liebe Feierfreunde, dies ist kein Witz, die Brandmeldeanlage wurde ausgelöst und ich möchte euch bitten alle nach draußen zu gehen!“ Nun sollte man eigentlich denken das eine Massenpanik losbrechen sollte, aber genau das Gegenteil war der Fall. Einige ganz harte wollten sich einfach nicht vom Bierzelt trennen. Gut ich bin auch erst nach der zweiten Aufforderung gegangen, aber ich bin ja auch bei der Feuerwehr. Dann lief sie an mir vorbei und mein Zähler war bei Null angelangt, aber ich konnte sie ja jetzt nicht ansprechen, also mogelte ich ein wenig und setzte ihn wieder auf drei, denn ich brauche ja wieder ein wenig Anlauf. Feueralarm war vorbei und es ging wieder rein um auf die alten Postion am Bierzelt zurück zu fallen. Beim reingehen passierte sie mich. 2. Verdammt kann man das zählen. Mist, also noch zwei mal ist über geblieben. Drinnen suchte ich nach dem Konsum eines erfrischenden Bieres, die Nachtluft macht sehr durstig, die Toilette auf. Dort war es recht leer, bis auf eine Kabine aus der oben zwei männliche Köpfe rausguckten. Ich weiß nicht was die da gemacht haben, aber ich hoffe es war Drogen verticken. Sie baten mich jedenfalls die Tür einzutreten, denn sie würden sie nicht mehr aufbekommen. Ja klar, ich trete auf der Toilette des ZHGs eine Tür ein. Mit Sicherheit kommt gerade dann der Uni-Präsident vorbei, sieht es und lässt mich vom Grünen-Schlägertrupp zu Mus hauen. Glücklicherweise kam dann noch ein weiterer Kumpel der Beiden vorbei und hat dann die Sache erledigt. Es gibt schon echt seltsame Leute. Kaum setzte ich den Fuß vor die Tür kam sie schon wieder an mir vorbei. Und ich war nicht drauf vorbereitet, sprich ich hatte nicht mal ein Bier in der Hand an dem sie mich zweifelsfrei erkannt hatte. Zurück an der Theke besorgte ich mir erstmal ein Erkennungszeichen und mußte feststellen, das die Nervosität an mir nagte und ich wie ein Karnickel auf der Flucht vor Reineke Fuchs umher guckte um sie zu entdecken und Notfalls einen anderen Kurs als sie einzuschlagen. So kam dann der absolute Super-GAU. Mein Bier war alle und ich drehte mich um als sie plötzlich aus dem Nichts kam und an mir vorüber schwebte. Was nun? Getränk oder Gespräch. Fängt beides mit G an, doch eines beinhaltet Vergnügen und das andere Stammeln, Schwitzen, peinliche Momente und die Gefahr sich zum Ei zu machen. In vor meinem geistigen Auge erschienen Engel und Teufel. Engel in Gestalt von Jessica Alba: „Geh hin und sprich sie an, mehr als Nein sagen kann sie nicht! Denk dran was Du bei Conny falsch gemacht hast und wie es Dir danach ging!“ Teufel in Gestalt von einer sprechenden Becks-Flasche: „Nein, verplemper nicht Deine Zeit. Hol Bier, lecker Bier, Hmmmmmmmm Bier!“ Was soll ich groß drum rum reden. Ich bin halt feige und habe den einfachen Ausweg genommen. Wenn schon jemand so oft das Wort Bier in de Mund nimmt, dann bleiben gewisse Rezeptoren in meinem Gehirn nicht untätig und fahren alle anderen Systeme runter, so daß nur noch der Alkoholpegelerhalt funktioniert. Ja, ich ärgere mich jetzt, das ich nichts gemacht habe, aber daran habe ich mich jetzt auch schon gewöhnt. Ist nichts neues und nichts beunruhigendes für mich. Lustig war auch Philip Walter, der sich recht früh verabschiedete, weil er voll wie tausend Mann war. Sporadisch kamen dann noch SMS von ihm, wann wir denn abhauen würde. Auf Nachfrage war er noch da, aber er konnte nicht mehr sagen wo. Nun ja, das wird dann spätestens dann ein Problem wenn wir wirklich los wollen. Die letzte SMS kam dann vom Krankenhaus in Weende, wo er gerade vorbei ging. Zum Glück wollten wir auch gerade los und ich befahl ihm dort auf uns zu warten. Doch das Taxi dauerte ein wenig und er fuhr dann mit Finke nach Hause. Eine Sorge weniger. Nachdem dann die Lichte alle angingen und wir mehrmals gebeten wurden das Gebäude zu verlassen holten wir uns noch ein Bier und warteten draußen auf das Taxi. Das dauerte natürlich und Morchel machte es sich dann zur Aufgabe, alle Taxi-Fahrer zu fragen, wie teuer eine Fahrt ins Eichsfeld wäre. Plötzlich stand eine Meute Mädels hinter ihm und wollte in das Taxi einsteigen. Völlig verwundert erwiderte Morchel das der Taxi-Fahrer für 35 € alles machen würde. Mit einem leichten Lächeln steigen die Mädels ein und wir konnte nicht mehr vor lachen. Die Rückfahrt war eine der lustigsten die ich je erlebt habe. Morchel saß vorne und Ingo. Köppel und ich hinten. Morchel der immer wieder einschlief wurde dann von mir mit einem kräftigen „Markus, aufstehen, melken!“ geweckt. Schließlich kann ich es nicht zulassen, das Markus seine Haltestelle verschläft. Sichtlich erschöpft fiel ich dann zu Hause in mein Bett, ärgerte mich noch ein bisschen über die verpasste Gelegenheit und harrte der Dinge die der Sonntag so bringen mag.


Weihnachtsfeiern – Part II

07/12/2006

Sternenzeit: -317928.08 Dies ist das private Logbuch von Bierpumpe. Das Wochenende ist vorbei und es wird Zeit das Erlebte nieder zuschreiben. Schade, das es noch keine weblogs zum Aufnehmen gibt, dann könnte ich das alles erzählen und würde mir nicht jedesmal die Finger wund schreiben. Aber ich habe ja selber Schuld, warum fange ich so einen Mist auch an. Nun ist eh alles zu spät. Da ich ja letzte Woche sehr verdienten Urlaub hatte, der aber so richtig kein Urlaub sein wollte, weil ich mit meinem Vater einen großen Walnußbaum vor dem Haus ausgerodet habe, konnte ich den Freitag früh mit Ballern anfangen. Natürlich nicht, denn die Weihnachtsfeier der Jugendfeuerwehr stand an.

Also Schnitzel und ich trafen uns um 1500 Uhr um dann erstmal die Kleinigkeiten für die Jugendlichen zusammen zu kaufen. Schließlich ist Weihnachten und da soll man ja nehmen statt geben. Ich meine andersrum. Aber es kommt auch drauf an was man nimmt oder gibt. Es heißt „Geben ist seliger denn nehmen“. Sprechen wir hier von einem Schlag auf den Kopf oder von einer Kiste Becks. Bei Ersterem würde ich zustimmen, bei Zweiterem nicht, es sei denn die Kiste Becks würde sich auf gar mystische Weise plötzlich in eine Kiste Veltins verwandeln, dann würde ich erstmal probieren und nochmal drüber nachdenken sie wegzugeben. Aber wir waren ja beim Einkaufen. Also Freitags beim Marktkauf einkaufen zu gehen ist genauso spaßig wie zwei gebrochene Arme bei 30°C im Schatten. Denn die Bekloppten und Bescheuerten werden nicht nur am Tag vor Feiertagen losgelassen, sondern auch Freitags. Aber das Gute war das einiges Weibsvolk unterwegs war. Das erleichterte es teilweise die Menschenmassen zu ertragen. Der Einkauf wurde schnell erledigt, denn es war auch nicht schwer 12 abgepackte Weihnachtsmänner in eine Kiste zu packen und noch zwei Tüten Flips und Chips dazu zu packen. Schnitzel meinte die ganze Zeit das uns eine junge Dame verfolgen würde, aber ich glaube eher das sie das gleiche von uns dachte. Ist natürlich auch sehr seltsam zwei Männer mit einem Arm voll Nikoläuse orientierungslos durch den Supermarkt laufen zu sehen. Wer würde da nicht auf dumme Gedanken kommen. Das Einkaufen war vorbei und der Abend konnte kommen. Wer schon mal eine Jugendfeuerwehr kann sich vielleicht vorstellen, das es nicht ganz so einfach ist eine Weihnachtsfeier für die zu organisieren. Bei Erwachsenen ist das einfach. Da werden Einladungen rumgereicht, dann wird genügend Bier und Schnaps gekauft und wenn man noch einen Obelus einsammelt gibt’s sogar was zu essen. Ob davon was hat oder nicht ist ja egal, hauptsache man kann sich im christlichen Namen ordentlich die Myrte zuknallen. Aber Kinder wollen unterhalten werden. Da reicht das nicht aus einfach jedem ein Hefe-Weizen vor die Nase zu stellen und Prost zu sagen. Die wollen Spiele und Unterhaltung. Und wer darf sich alles ausdenken? Na klar, der Jugendfeuerwehrwart. Aber erstmal gibt’s was zu essen. Schnitzel fuhr also mit sechs Mann los und verteilte sie auf die Pizzerien Dönerstände und griechische Restaurants. Wobei ich jetzt nicht mal sicher bin ob es vielleicht nicht besser gewesen wäre, wenn ich zum Griechen gefahren wäre. Dann hätten sie wenigstens nicht am Ouzo gespart. Egal, der Rest unterhielt sich bislang mit Stadt, Land, Fluß. Herrlich, wenn man daneben sitzen kann und sich ausdenkt was man jetzt alles für ein Bier geben würde. Zu dem Zeitpunkt waren es nur die Pommes von meinem kommenden Gyros. War ja klar, das man sich nicht schon um 1800 Uhr im Beisein der Jugendlichen ein paar Bier reinschwarten würde. Es müßte mindestens 2000 Uhr werden und dann kann man sich mal eins genehmigen. Das Essen verlief mal wieder wie eine Schlacht. Während ich mich bemühte einigermaßen anständig mit Messer und Gabel umzugehen wurde der Rest nur unter zu Hilfenahme der Hände vertilgt. Aber habt ihr schon versucht Gyros mit den Fingern zu essen, da kann man anschließend gleich den Kärcher rausholen. Wie es schon im alten Rom war fingen nach der Fütterung die Spiele an (panem et circensis, wie wie alten Lateiner sagen Hahahaha). Erstes Spiel: Ein Toastbrot in den Mund und wer zuerst pfeift hat gewonnen. Höre ich da gerade jemanden sagen das es einfach ist. Na dann viel Spaß beim Heimversuch. Wehe ihr trinkt zwischendurch. Und ein Spiel mit Essen kommt ja immer gut an, wenn der Magen gerade so voll gestopft wurde, das man sich Dr Hippe mit einem Pansenstich herbei wünscht. Es gab mehrere Taktiken von klein pflücken bis alles auf einmal in den Mund stopfen das an der Seite die Rinde abgespalten wurde. Aber keiner hatte eine Chance gegen den Toastbrotkiller Karlchen. Ganze 57 Sekunden hat es gedauert, dann war die Scheibe unten. Wer besser ist lässt mir eine kurze Nachricht zukommen, aber ich bezweifele, daß das jemand nachmachen kann. Wenn ja, dann würde ich ihn gerne mal gegen Karlchen sehen. Ich bin dann gegen Schnitzel angetreten und habe kläglich verloren. Meine Fetzen-Taktik ist nicht aufgegangen. Das Zeug ist aber auch verdammt trocken. Dann gabs eine kleine Pause wo alle erstmal den Weg nach draußen suchten. Fragt mich nicht warum,aber für die Jungs und Mädels ist es das Größte draußen rumzulaufen. Finde ich gut, denn so langsam wurde der Durst größer und Karlchen machte so langsam, den Cola light Vorrat nieder. Also gab es eine geheime Wahl (Teilnehmer: ich) in der einstimmig beschlossen wurde, das die Jugendwarte ab jetzt Alkohol trinken dürfen. Es war ja auch schon 2030 Uhr und wir wollten ja später noch weg. Ich setzte meine Fähigkeit in der Speisenzubereitung ein um mir ein herrlich gekühltes Hefeweizen ein zuschütten. Als das fertig war sah es Schnitzel und machte große Augen um sich kurz darauf einen Jim Beam Cola zu machen. Jetzt kann der Spaß beginnen. Die Kinder wurden wieder versammelt und das nächste Spiel verlangte eine Streichholzschachtel einmal quer durch den Raum zu befördern. Mit Hilfe einer Streichholzschachtel die an der hinteren Gürtellasche befestigt wurde und etwas höher als die Knöchel hing. Ja, es sah ein wenig eindeutig aus, als die nötigen Bewegungen gemacht wurden, aber das Spiel habe ich diesmal aus der Zeit als ich noch Messdiener war. So, also nichts perverses. Wer auch immer so was gedacht hat soll sich jetzt eine Runde schämen gehen. Kurz nachdem das Spiel vorbei war, waren alle wieder draußen und spielten verstecken. Ging ja auch gut bei der Dunkelheit. Schnitzel und ich widmeten uns derzeit den süßen gegorenen, flüssig gewordenem Getreide. Und erzählten dem Rest der noch da war peinliche Geschichten aus vergangenen Jugendfeuerwehrzeiten. Und schon war der Abend auch vorbei. Naja, wir machten halt um 2230 Uhr Schluß. Das reicht auch vollkommen für eine Jugendweihnachtsfeier. Und Schnitzel und ich konnten uns in Richtung Jugendraum begeben, denn dort gab Daniela einen aus, die nun fast feritge Studienrätin ist. Da fehlen nur noch ein Praktikum. Wenn ich das jetzt mit meinem Studium vergleiche, könnte ich das am ehesten damit vergleichen das sie jetzt scheinfrei ist. OK, danach war ich damals auch so stramm, das ich nach dem Weg nach Hause fragen mußte. Im Jugendraum waren schon fast alle voll. Gehen wir nur von den männlichen Anwesenden aus, waren alle stramm und manche waren stramm für Zwei. Was aber auch daran lag, das sie nachmittags um 1500 Uhr schon angefangen haben zu trinken und mal eben nebenbei eine Flasche Löwentor vernichtet haben. Es gibt schon komische Leute in Westerode, die so was gerne freiwillig trinken. Es wurden dann also noch ein paar weitere Bier den schon vorhandenen Hefekaltschalen im Magen zugeführt. Und die erste Tour verschwand in Richtung Werkstatt. Da war wohl irgendeine Party und Mixgetränke kosteten 1 €. Aber es soll eine immense Schlange davor gewesen sein. Aber es war ja auch erst 2300 Uhr und nach Mitternacht würden eh die unter 16jährigen raus geschmissen, so das dann es erheblich leerer wird. Ich habe ja Zeit und noch ein paar Bier vor mir. Haha, dann kam Daniela mit Schnaps und meine Reaktionsfähigkeit war schon dermaßen eingeschränkt, das ich mich bevor ich mit dem Kopf schütteln konnte mit einem Glas roter, süßlich riechender Flüssigkeit wiederfand. Verdammt, Roter. Das Zeug haut einen um, wenn man nicht aufpasst. Aber noch kann ich aufpassen. Den trinke ich und beim nächsten verstecke ich einfach das Glas. Machen wir es kurz, das Glas wurde vergessen zu verstecken und somit fanden noch drei weitere den Weg meinen Rachen hinunter. Es ist jetzt nicht so das ich das gewollt habe, denn anschließend mußte ich ein ganzes Bier auf Ex trinken, damit die Zuckerspur verschwand die sich meine Speiseröhre hinunter gebildet hat. Das war jetzt kein so großes Opfer. Aber schön war es trotzdem nicht. Irgendwo dazwischen kam dann der Anruf von Vollmer, der stramm vor der Werkstatt stand und kein Geld mehr hatte. Irgendwer sollte ihm doch 20 € mitbringen. Manchmal wundere ich mich echt über die Unbeschwertheit von Leuten. Da wir nun einen Grund hatten, verließen wir den Jugendraum und begaben uns in die Werkstatt. Die Schlange an Jugendlichen hat sich mittlerweile aufgelöst und wir konnten ohne stundenlanges Anstehen rein gehen. Wir nahmen also den langen Weg durch die Werkstatt, schließlich will man ja auch mitbekommen wer denn alles so da ist. Kaum kamen wir um die erste Ecke trafen wir auch schon den Vollmer, der mit zwei Kumpels an der Theke stand. Sogleich ging der Sprechchor los: Bierpumpe, Bierpumpe. Ich muß zugeben, ab und zu ist mir das schon peinlich, so sehr ich es auch zu schätzen weiß. Dann brüllte Vollmer auch noch: „Conny, Conny, guck Bierpumpe ist da!“ Zwei Mädels die gerade irgendwie im Gespräch mit den Jungs waren wurden von Vollmer unter Einsatz seiner Ellenbogen zur Seite geschoben und ich sollte mich zu ihnen an die Theke gesellen. Schockiert und gleichzeitig beeindruckt durch das rücksichtslose Verhalten nur wegen meiner Person entschuldiugte ich mich bei den Damen und sagte zu den Jungs das ich später nochmal vorbei kommen würde, da ich ja erstmal meine Runde zu Ende führen mußte. Weiter gings also durch die Menschenmassen. Obwohl es alles noch überschaubar war. Ich kann mich an manche Abende in der Werkstatt erinnern, wo man nicht mal mehr mit einem Schneepflug was erreicht hätte. Eigentlich war ich ja mit einem Thekenplatz im rückwärtigen Raum zufrieden, aber Schnitzel wollte weiter nach vorne. Und den Grund wollte ich wenige Augenblicke später erfahren, denn Conny bediente im vorderen Bereich der Theke. Mit einem scheinheiligen Grinsen fragte mich Schnitzel ob ich denn Conny schon gesehen hätte. Das waren ja jetzt fragen, nachdem mich Vollmer schon lautstark bei ihr angekündigt hat und Schnitzel mich zu ihr geführt hat wie einen Lemming zum Abgrund, konnte ich jetzt sehr schlecht den Überraschten spielen. Aber ich ließ ihnen ihren Spaß und bestellte erstmal was zu trinken. Natürlich nicht um Conny vorher zu begrüßen. Obwohl eigentlich ist ja der Spruch „Ein Becks, bitte!“ für mich schon so was wie eine Begrüßungsformel. Dann packte mich was von hinten. Hieb mir so fest auf die Schulter das einige Lungenbläschen sich ganz spontan dazu entschieden meine Lunge zu verlassen. Hätte ich gerade getrunken wäre die Falsche Bier auf direktem Wege in meinem Zwölf-Finger-Darm gelandet. Manuel war auch da und hatte anscheinend Durst. Mir schwante fürchterliches. ER bestellte erstmal eine Runde. Ich glaube mich daran erinnern zu können, das es Havana Club war, aber sicher bin ich mir nicht. Somit ging dann der Ausgebemarathon los. Abwechselnd kamen dann die Getränke zu uns. Während des Gesprächs wurde nochmal der Plan aufgefrischt Simone zu besuchen und dann ordentlich einen zu trinken. Die wichtigsten Worte kamen in dem Plan vor. „Trinken“ in Zusammenhang mit dem Wort „Ordentlich“, hier wird meine Sprache gesprochen. Zwischendurch fielen meine Blicke immer mal wieder auf Porno, der heute mit Vollmer in einen internen Wettkampf getreten ist. Wer wird Strammsack des Abends? Der Pokal ist eigentlich jedes Wochenende hart umkämpft und bis jetzt liegen Beide gut im Rennen. Während sich Porno eher daran hielt die Flasche Bacardi von seinen Kumpels zu vernichten, weil er eh kein Geld mehr hatte, sorgte Vollmer für Verwunderung meinerseits, indem er sporadisch plötzlich neben mir auftauchte irgendwas erzählte und genauso plötzlich wieder verschwand. Doch bleiben wir bei Porno. Der stellte ganze neue Rekorde im Gesichter ziehen auf. Ich habe ihn selten so stramm gesehen, zumal seine Augen nun ein Eigenleben zu führen schienen. Mal waren sie aufgerissen als hätte ihm gerade jemand mit Stahlkappenschuhen in den Genitalbereich getreten und dann waren sie auf einmal zu kleinen Sehschlitzen morphiert, zu denen die Sehschlitze im SPz Marder wie Panoramafenster wirken. Ach ja und geschlafen hat er dann zeitweise auch. Da sich die Beiden aber absolut nicht einig werden konnten wer nun den ersten Platz mit nach Hause nahm, einigten sie sich auf Unentschieden und teilten sich den 1. Platz und den Pokal und brachten sich gegenseitig nach Hause. Während der ganzen zeit war ich weiterhin im Gespräch mit Manuel vertieft und meine Haltung könnte man leicht anmerken, das ich schon etwas getrunken habe. Zu Beginn stand ich ganz normal an der Theke, doch je weiter der Abend desto mehr bewegte sich der Boden weg von der Theke, sodaß mein Neigungswinkel schon die dicht an der 40° Grenze war. Alle Mittrinker waren fortgegangen, nur ab und zu bemerkte ich den Schnitzel an einer anderen Theke. Mit ihm habe ich dann auch die Biege gemacht und war froh, das ich endlich zu Hause war. OK, ich wusste nicht warum ich nach Hause wollte, aber bei einem war ich mir sicher ich war zu Hause bevor der Neigungswinkel zu groß wurde.
Samstag morgen, der Wecker klingelt. Warum? Ach ja, Feuerwehrhaus aufräumen. Man gut das wir am Vorabend schon gute Arbeite geleistet haben. So bleib nur noch Abwaschen, fegen und wischen. Und feststellen, das die für teures Geld gekauften Nikoläuse vergessen wurden an den Kinder zu verteilen. Naja, müssen sie halt nochmal antanzen. Und die Pläne für den Abend wurden auch schon vorbereitet. Erst Weihnachtsmarkt und dann ein paar Bier schütten und das große Ziel für den Abend hieß Glashaus.
Ankunft Weihnachtsmarkt und man mußte feststellen, das die Strategen die schon zwei Stunden früher da waren leicht angeduselt waren. Kann passieren. Und für mich ein Zeichen das jetzt aufholen angesagt war. Aber bei Glühwein bin ich immer sehr vorsichtig. Es gab da mal einen Zwischenfall mit zu viel Glühwein, einem Fahrrad, einem Döner in einer Plastiktüte und einer zu gefrorenen Pfütze in Göttingen. Außerdem muß man von Glühwein immer so ekelerregend aufstoßen. Danach hat man immer einen Geschmack im Mund, als hätte man gerade ein Pfund Gewürznelken gegessen. Aber nach dem Glühwein wurde erstmal die Eisbahn begutachtet und für gut befunden. Das bedeutet das einem Eishockeymatch nun nichts mehr im Wege steht. Anschließend sollte die Kneipe unserer Wahl der halbe Mond werden, da es dort aber knüppel voll war verlängerten wir einfach und siedelten uns im MaxM an. Und wieder was gelernt. Lasse niemals den Typen die Sitzplätze aussuchen der eine Freundin hat und mit der unterwegs ist. Schlaumeier Kai hat uns dann Plätze im Nebenraum organisiert und freute sich auch noch darüber. Im Hauptraum wimmelte es nur so von hübschen Frauen. Gut gemacht, Kai! Naja, nun mußte ich also damit leben Kai gegenüber zu sitzen. Aber es gab ja Hefeweizen. Schnitzel, Görtler und Böning holten sich erstmal eine Blody Mary. Wäre da nicht der Tomatensaft, dann würde das gar nicht so verkehrt schmecken. Gut, man hätte dann nur noch den Wodka, aber wäre das wirklich so schlimm? Nach der ersten Blody Mary, schwenkte Görtler dann auf Caipirinha um und bestellte sich mit Porno einen 1 Liter Krug. Pornos Gesicht war unbeschreiblich, als der Kübel kam. Der Ausspruch: „Geil, so müssen Gläser aussehen!“ sprach mit aus der Seele. Aber ich hatte ja meinen halben Leiter vor mir stehen. Man muß auch mal zufrieden sein. Aber neidisch war ich schon. Von dem Kübel ging dann übrigens noch einer für die Beiden über den Tresen. Wovon Görtler aber eher eine Mäuseportion ab bekam. Der Abend ging dahin und irgendwann drückte dann auch mal die Blase, Porno und Görtler hatten derzeit die Unterhaltung mit ein paar jungen Damen an der Theke angeleiert. Görtler hat angeleiert und Porno hielt sich eher an dem Kübel fest. Jeder das was er am Besten kann. Ich kam also von der sanitären Einrichtung wieder und Porno kam mir entgegen gestürzt und meinte er hätte den Mädels erzählt das ich Porno heißen würde und meine Festplatte voll mit Juckefilmen hätte. Hallo, merkt Porno eigentlich die Einschläge noch. Klar, ich gehe jetzt zu den Damen hin und erzähle erstmal dick und breit, das ich der Porno-König von Westerode bin. Von wegen. Bei der Ankunft erkannte mich eine der Damen gleich als Arbeitskollegen von ihrem zukünftigen Schwager und ich stellte erstmal Pornos Fehlinformationen richtig. Ich bin nicht Porno, ich bin die Pumpe und Porno ist der da mit dem roten T-Shirt und dem breiten Grinsen. Der Blick sagte alles. Und Porno beschwerte sich auch noch laut, warum ich das jetzt verraten hätte. Ehrlich manchmal würde ich schon gerne wissen was bei ihm so in den Gehirnwindungen vorgeht. Aber es wurde wieder Zeit sich dem Hefe zu widmen. Kurze Zeit später gingen die Mädels und kamen an unserem Fenster vorbei. Im Schlepptau Görtler inklusive Glas. 5 Minuten später kam er trinkend wieder zurück. Dann kam einer alter Bekannter der im MaxM bediente und gab uns einen Staubsauger aus. Irgendsoeinen Mini-Cocktail, den man anzünden muß, dann auspusten, mit dem Stohhalm wegtrinken und dann den Rest der Alkoholfahne aus dem Gals saugen. Ich probiere alles mal aus und mußte zugeben, das es ein wenig geknallt hat. Ach ja, der Morchel und der Biensi kamen dann auch noch um die Ecke und gesellten sich zu uns. Die Zeit wurde aber reif, um ins Ambiente aufzubrechen. Dort spielte eine Band und wie ich erst später (ca. drei Becks) erfuhr sang meine ehemalige Schulkollegin Nicoletta dort. Ich hab sie aber trotzdem nicht erkannt, verdammtes Erinnerungsvermögen. Im Ambiente traf ich auch Dogge und wir haben kurz erzählt, über dies und das, Familienstand und die Panik die so langsam ansteht, wenn man 30 wird. Ihm macht das alles nichts aus, mir auch noch nicht, aber ich habe ja noch 2 Jahre Zeit. Und fegen muß ich in jedem Fall. Obwohl, gibt es eigentlich Katalogbräute noch? Im Ambiente fing dann auch mein Gedächtnisverlust an. Irgendwie habe ich immer weiter Bier getrunken und dann war ich kurz draußen. Dann wieder drinnen und dann mit Morchel in der Werkstatt. Von der Werkstatt weiß ich eigentlich nur noch, das ich mit Wippi gelabert habe. Thema und Dauer des Gesprächs, kann ich nicht mehr einschätzen. Und dann bin ich am nächsten Morgen in meinem Bett aufgewacht. Aber ansonsten hat alles geklappt. Der Kopf tat gar nicht weh und ich fühlte mich auch so recht gut. Keine Kopfschmerzen und der Magen fing erst nach dem Essen an zu rebellieren. Feste Nahrung ist nicht so sein Ding.

Nun noch ein kleiner Nachtrag. Porno und Görtler sind nach dem MaxM abgehauen, da sie am nächsten Morgen zur Motorshow nach Essen wollten. Abgehauen sind sie wohl, aber in den Löwen um mal richtig mit Klasse abzustürzen. Dort sind dann wohl noch ein paar Alkoholzwischenfälle gewesen, so daß Görtler am nächsten Morgen nicht mit zur Motorshow fahren konnte. Ich erwähne auch jetzt nicht den Auf-allen-Vieren-aus-dem-Taxi- kriechen-Zwischenfall vor dem Bäcker. Das wäre gemein!


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