Karnevals-Auftakt

Eigentlich wollten wir am Freitag mal wieder ein Alternativ-Programm zur Werkstatt starten, sprich mal in Göttingen gucken, obwohl ja eigentlich klar sein solle, das man nach einem Abend in Göttingen immer noch Mal in der Werkstatt vorbei gucken könnte. Also wäre die ganze Geschichte nur aufgeschoben statt aufgehoben. Der Abend entwickelte sich allerdings so, das die Leute die mit nach Göttingen wollten, keine Lust mehr hatten und lieber einen Sofa-Abend machen wollten. Gut, kann man verstehen. Ich eher schwerlich, aber die Umstände, lassen alles in einem anderen Licht erscheinen. Also mußte  ich mich wiederum um ein Alternativ-Programm für das Alternativ-Programm umgucken. Erster Blick fiel in das Sporthaus, dort war ja wie jeden Freitag Training und vielleicht würde da später noch was gehen. Bei meiner Ankunft in der Kabine, waren die Spieler noch auf dem Platz, aber sie hatten an mich gedacht und mir gleich erstmal eine Kiste Bier hingestellt. Und dann waren darin auch noch zwei liebliche Becks. Fehlte nur noch die Schleife um alles herum und ich hätte vor Rührung geweint. Da die Träne aber gar keine Zeit hatte mein Auge zu verlassen, öffnete ich mich Schwung das erste Bier des Abends, es sollte ein Becks sein. Herrlich diese Frische auf der Zunge. Es war wie eine Party im Mund und alle waren eingeladen. Es würde nur Havana Club und Becks geben und alle anderen Gäste wären gut aussehende Frauen Ende 20, die alle auf stabile, blonde Brillenträger mit einer Vorliebe für Eishockey, Bier und Feuerwehr stehen. Und selbst bei dieser Party würde ich es hinkriegen, ohne Begleitung nach Hause zu gehen, weil ich mich wohl von Anfang an an die Theke halte und mir schweinelangweilig ist, da niemand da ist mit dem man genügend Nonsens labern kann. Oder ich würde nach fünf Minuten fragen wer alles mit in die Werkstatt kommt und da schleppen dann alle anderen Kerle die Frauen ab. Aber das ist eine andere Geschichte, ich schweife mal wieder ab. Wo waren wir. Ach ja, leckeres Becks (bei einer trinkbaren Temperatur gelagert) floß meine Kehle hinunter und vereinte sich mit was auch immer noch in meinem Magen war. Nun kam eine schwere Entscheidung. Warte ich in der Kabine auf die Anderen oder gehe ich dann doch wieder in die Kälte raus und gucke den Anderen beim Training zu? Die Langeweile wurde besiegt und ich schloß meine Jacke, nahm mein Becks und trotzte den Elementen. Die Begrüßung war wie immer. Von „Yo, Pete“ über „Alter Schwede, Bierpumpe trinkt schon wieder!“ bis hin zu „Boah, Pitsche, du bist ja absolut schmerzfrei. Bei der Kälte trinkst du kaltes Bier?“ (O-Ton Ingo) Warum auch nicht, von nichts kommt nichts. Ich bin doch kein Schön-Wetter-Trinker. Man muß auch dann trinken wenn es weh tut, wenn man hochklassig trinken will. Training ging vorüber und mein Bier wurde exakt zum Abpfiff geleert. Also schnell zur Kabine und Nachschub holen, natürlich habe ich mit beim Aufräumen geholfen, ich bin ja nicht so. In der Kabine stellte sich dann schnell raus, das die Leute die noch was machen wollte, definitiv in die Werkstatt wollte, da dort Jägermeister-Promotion war. Nebenbei habe ich fallen gelassen, das sich Porno und Schnitzel im Feuerwehrhaus getroffen haben um dort vorzuglühen. Lange Rede, kurzer Sinn, die nächste Station hieß Feuerwehrhaus, wo wir Porno und Schnitzel verstärkten die sich dort mal eben eine Flasche Wodka genehmigten. Was das Wodka-Trinken angeht ist Porno eh das Alkohol-Wunder. Der kippt das Zeug in sich hinein, als gäbe es kein morgen mehr. Ich glaube der ideale Platz wäre für ihn irgendwo im tiefsten Rußland, wo sie den Wodka noch eigenhändig aus Kartoffeln brennen und dabei auch mal das ein oder andere Prozentchen mehr in die Flasche lassen. Nur wird’s da schwer an den Red Bull zu kommen und Pfirsich-Eistee ist dort auch eher schlecht zu bekommen, obwohl Aldi tut was es kann. Dann muß das Zeug eben pur rein, das gibt so eine schöne Reibeisenstimme und man hört sich an wie Bonnie Tyler nach einer durchsoffenen Nacht. Wir ließen und nieder und kaum hatte ich das fünfte Bier in der Hand tat sich die Tür auf und das Grauen bekam einen neuen Namen. Schocker hatte es mir schon am Mittwoch angedroht, das er am Samstag frei habe und ich solle mich um das Wochenendprogramm kümmern. Da Göttingen ins Wasser gefallen ist muß ich ihm irgendwann zwischen Sport- und Feuerwehrhaus eine Nachricht geschrieben haben, was denn nun abginge. Irgendwie war es jetzt Saufen mit Ansage und ich hatte das dumme Gefühl, das es ein sehr häßlicher Abend werden würde. Ach was solls, jedes Mal wenn ich mit Schocker losgezogen bin ist was passiert. Elferrateintritt, Erzählungen über den Übertritt vom Christentum zum muslemischen Glauben (inklusive operativer Veränderungen), Kupplungsaktionen. Schocker war unglaublich wild darauf in die Werkstatt zu kommen, denn die Uhr zeigte gerade mal 2215 Uhr da machte er schon wieder so ein komisches Gesicht was man entweder als Ich-muß-mal-unbedingt-aufs-Klo- und-hatte-gestern- Bohnen-und-einen-Liter-Löwentor-zum-Abendbrot-Gesicht oder als Los-trink-aus-du-Blödmann-ich-will-Frauen-sehen-und -nicht-im-Feuerwehrhaus-abhängen-Gesicht deuten kann. Ich tippe mal auf Ersteres, trotzdem fuhren wir dann so langsam los.  Erster Halt war der Geldautomat, denn Porno war blank. Nächster Halt, Werker. Da Schocker schon mit der ersten Tour mitgefahren war, wunderte es mich in keinster Weise, das er schon in Trinker-Stellung an der Theke saß und eine Falsche Wodka vor sich stehen hatte. Er kam wahrscheinlich rein und hat beim Fallen von den drei Stufen, die so manchem Besoffenen schon zum Verhängnis wurden, die Falsche bestellt, ohne Rücksichtnahme auf seine Schneidezähne. Immer noch die Wette im Hinterkopf nahm ich mir vor erstmal beim Bier zu bleiben, Mischungen gingen später am Abend eh besser rein. Doch kaum kam ich um die Theke, traf ich auf Manuel, der mir erstmal zum weblog gratulierte und ohne Pause auf eine Aktion hindeutete die er schon mal für uns klar gemacht hat. ER hat nämlich mit Simone telefoniert und uns Beide schön zur Wohnungseinweihung eingeladen. Gut, bin ich nicht im geringsten Böse drum. Hauptsache da gibts ordentlich zu Trinken. Als zweite Aktion drückte er mir erstmal eine Mischung Havana Club in die Hand. Hinfort waren die guten Vorsätze und der goldenen Nektar nahm seinen Weg um dem Bier Gesellschaft zu leisten. Die Nächste Runde ging auf mich und ich bestellte eisenhart ein Becks für mich. Der Abend sollte ja noch ein wenig gehen. Da ja der Anwesenheit von Conny allgemeines Interesse gilt, kann ich hier mal fallen lassen, das sie nicht da war. Das hatte nämlich Jensemann bei seinem Antreffen schon geklärt und teilte mir mit, das Conny erst am Samstag bedienen würde. Schön, wie sich alle um mich und mein Seelenheil sorgen. Die folgenden Stunden galten dem exzessiven Alkoholkonsum. Trotz Jägermeister-Promotion war es nicht sehr voll, was nun nicht unbedingt zum Nachteil sein sollte, denn man bekam zügig seine Getränke und größtenteils war es auch das was man sich bestellt hat. Widmen wir uns nun dem Phänomen Kolbi und Jensemann. Kolbi war im Besitz von 12 €, die er gleich gewinnbringend, zusammen mit Jensemann, in einer Flasche Wodka anlegte. Die Beiden waren allerdings gegenüber Porno im Vorteil, da sie noch nicht drei Falschen Wodka benötigten, damit die Augen automatisch die Jalousien halb herunterfuhren. Nein, da reichte schon eine halbe Flasche und die Augen kamen ca. fünf Zentimeter weiter aus dem Kopf heraus. Da ja mit dem Genuß von Alkohol bekanntlich die Hemmschwelle fiel, nutzen die Beiden das schamlos aus. Es wurde sich in den Armen gelegen und es wurden lauthals Lieder gesungen, ohne Rücksicht auf Verluste oder Textsicherheit geschweige denn Garantie auf Richtigkeit der Melodie. Hauptsache laut und ab und zu Textfetzen hören lassen. Kommen wir aber nun zum eigentlichen Phänomen, was immer wieder bei betrunkenen Männern zu beobachten ist (ich schließe mich hier keinesfalls aus). Verlässt der Saufkumpan einen für eine kurze Zeit verzeiht sich das Gesicht, als würde es aus Wachs bestehen und gerade einer Höhensonne ausgesetzt werden. Fühlt (in dem Zustand kann man nur noch von fühlen reden, vergleichbar mit den Spinnensinnen von Spiderman) man das Herannahen des getreuen Freundes, reaktivieren sich automatisch alle Gesichtsmuskeln und das Gehirn gibt den Befehl zum Gröhlen. Der Kumpan erkennt die Mimik und setzt gleich an. Am Anfang ist es schwer das gleiche Lied zu treffen, aber nach drei bis vier Minuten brüllen hat man sich dann geeinigt, welchen Klassiker man zum Besten gibt. Doch lassen wir die Zwei weiter grölen und widmen wir uns dem Flipperkugel-Syndrom. Vorgeführt an dem Abend von Porno. Nachdem sich Porno und Schnitzel die zweite Flasche Wodka in der Werkstatt gegönnt haben, wollte Schnitzel nicht mehr mit trinken und Porno war verzweifelt. Doch er fand Hoffnung in Schocker der bereit war mit ihm noch eine Falsche Jim Beam zu bestellen. Doch vorher führte er uns gar meisterhaft das Syndrom vor. Wie es nun mal so ist in einer Disco (Darf man die Werkstatt als Disco bezeichnen? Passt nicht Betäubungshalle besser?) steht man immer irgendwo im Weg. Leute stehen um einen herum und wollen an einem vorbei. Hat man nun genügend getrunken (hängt von der Tagesform ab) fängt man leicht an zu schwanken. Das man dabei leicht an andere Personen stößt lässt sich nicht vermeiden. Man entschuldigt sich kurz und weiter geht’s mir dem Trinken. Nicht so der Porno, denn der hatte schon soviel getrunken das von einer Person an die andere stieß. Immer schön hin und her, wie eine Flipperkugel in den Bumpers. Hätte es Punkte gegeben, Porno hätte die Highscore nur durch die Bumpers abgeräumt. Von der Jury gabs eine 10.0, nur ein paar Abzüge in der B-Note wegen Gesichtsentgleisungen. Ich jedoch war immer noch beim Bier und mußten  Schocker ein paar Kuppelversuche mit Frauen ausreden. Nebenbei durfte ich dann noch Jägermeister aus einem Reagenzglas trinken, was von einer sehr motivierten jungen Dame mit orangenen Haaren serviert wurde. Irgendwann traf ich dann noch Jens Vollmer und Dirk F. Da viele der Westeröder schon nach gehen mussten, dank der Übermüdung hervorgerufen durch diverse Mixgetränke gings dann mit den Beiden munter weiter. Die absolute Härte war mal wieder Schocker. Er verabschiedet sich und meinte nur, das er ja morgen früh raus muß, wegen dem Schmücken der Mehrzweckhalle und geht. Eine Stunde später gehe ich auf Toilette und war der Meinung ich hätte eine Erscheinung. Aber warum sollte der Herr mir in Form von Schocker erscheinen? Aha, Schocker war also noch da und stand orientierunglos an der Tanzfläche rum. Ich fragte ob er Hilfe bräuchte, er ist schon ein wenig älter, ließ mich über beschimpfen und ging lachend weiter. Doch auch für die Härtesten unter den Harten wurde es Zeit den Heimweg anzutreten. Porno, Jens V. und Dirk F. begleiteten mich auf dem Weg nach Hause. Seltsamerweise fuhr Dirk mit nach Westerode, obwohl wir ja bei seinem Haus vorbei kamen. Er wollte unbedingt bei Jens schlafen. Sollte mir das zu denken geben. Eher nicht, denn was gehen mich die Geschäfte anderer Leute an. Der Rückweg ging mal wieder über McDonalds. Kein Wunder hatten wir ja die menschliche Flipperkugel an Bord. Jeder bestellte was und Porno, der kaum noch 50 Zentimeter weit gucken konnte, bestellte irgendwas und versuchte den Trick mit der Telefonnummer aus der Werbung. Die Kassiererin konnte darüber gar nicht lachen. Ich entschuldigte mich förmlich und weiter ging die Fahrt. Beim aufteilen fiel Porno plötzlich auf, das er ja nur einen Chicken-Burger hatte und die der Cheeseburger fehlen würden. Das er die vergessen hat zu bestellen ist ihm gar nicht in den Sinn gekommen. Kopfschüttelnd trat ich den finalen Heimweg an.

Samstag morgen. Es war gerade mal 1000 Uhr und es fiel mir siedenheiß ein, das ich ja noch Fotos abholen mußte . Soweit kein Problem. Aber ich mußte  um 1111 Uhr schon wieder bei einem 70. Geburtstag im Anzug sein. Nur wenn man sich Probleme macht hat man auch welche. Fotos geholt und wie der Blitz umgezogen und ab gings zum 70. Geburtstag. Dort wurde zum Essen ein Bier getrunken und als ich dann so gegen Kaffee richtig loslegen wollte war die Feier auch schon vorbei. Vielleicht auch besser so, denn ich mußte ja Abends noch zum Auftakt des Karnevalvereins. Nicht umsonst gehe ich immer regelmäßig zu den Elferratsversammlungen. Die Geburtstagsfeier hat mich zwar vor dem Aufbauen gerettet, aber die harten Sachen standen ja noch bevor. Einmal der Auftakt an sich und das Aufräumen am nächsten Tag. In Schale geworfen ging es dann um kurz vor 1900 Uhr los Richtung der Mehrzweckhalle. Dort angekommen wurde man erstmal belächelt, da alle der Annahme waren ich wäre schon voll wie eine Haubitze, aber Pustekuchen. Nichts war. Ohne Umwege fragte ich gleich nach dem ersten Bier. Und es dauerte nicht lange da war man in einer Gruppe drin, die einem Angst und Bange werden ließ. Die Schlagzahl hielt das was die illustre Runde versprach. Irgendwann zwischendrin setzten wir uns dann an einen Tisch und alles ging durcheinander. Runde wurden bestellt, obwohl noch volle Gläser vor manch einem standen (nicht vor mir, ich hielt gut mit). Nach dem üppigen Schlachteessen kamen wir dann zum Einmarsch mit Eröffnung der Karnevalssaison und der Proklamation des neuen Prinzenpaares. Bitte einen Tusch (den ich dann doch noch gefunden habe): Patrick und Julia. Die Wievielten habe ich irgendwie nicht mitbekommen, da die Angst vor dem obligatorischen Löwentor sich breit machte. Als der unten war, war ich froh, doch dann sah ich den Guido nahen mit einem zweiten Tablett voll und dich wollte nur noch rennen. Sieht allerdings nicht so toll aus, wenn man vorne auf der Bühne steht. Egal, der zweit auch noch runter und gerade so den Brechreiz unterdrückt. Sagt man nicht, der Erste, der Dritte und der Dreiunddreißigste sind die Schlimmsten? Bei mir sinds alle. Sollte ich denn jemals Prinz werden (Gott bewahre mich davor), lautet meine erste Regel, das es nur noch Bismarck gibt. Der Prinz und seine Prinzessin ließen allerdings verlauten, das man den Löwentor mit der linken Hand trinken muß. Also nächste Runde rein und Kai machte es gleich falsch. Meine Hoffnung ist ja, das er diesmal bei der Gerichtsverhandlung gerecht bestraft wird. Gerecht heißt dann auch körperliche Züchtigung. Der neue Prinz wurde gekürt und nun konnte die Druckbetankung losgehen. Ach halt, ich hatte ja noch Thekendienst. Egal, trotzdem Druckbetankung. Das Prinzenpaar ging nun von Tisch zu Tisch und stellte sich standesgemäß mit Schnaps vor. Dabei hatten sie irgendwie den Nollo im Schlepptau. Wie ein kleiner Mond umkreiste er das Prinzenpaar stets das Schnapsglas zur Hand. Erste Runde wurde ein Roter. Obwohl alle forderten das Löwentor getrunken wurde. Ich glaube denen gings zu gut. Ich war froh das ich das Zeug nur von Weitem riechen mußten . Da wir uns aber vorgenommen haben den Prinzen so schnell nicht wegzulassen. Mußte  noch eine zweite Runde getrunken werden und eine dritte. Diesmal konnte ich mich nicht wehren, besser gesagt, wurde hinterlistig mein Glas voll gemacht und ich mußte  es dann trinken. Der Prinz war weg und die Thekenschicht fing an. Ich war in meinem Element. Vor mir der Zapfhahn und dahinter in weiter Ferne die Menschenmengen. Für die nächsten anderthalb Stunden gabs nur Zapfen ein paar Gläser spülen und ab und zu Bier trinken. Nachher steht das noch ab. In der Zwischenzeit wurden Büttenreden aufgeführt und die Stimmung stieg. Dann als die Ablöse kommen sollte, war nichts mehr. Ablösung war Florian und Kai. Allein als ich den Plan gelesen hatte, sollte mir klar gewesen sein, das ich nicht pünktlich hinter dem Tresen wegkommen sollte. Ein kurzer Blick und wir wussten Bescheid, Mr, Doppel-Kreuzband-Riß war auf der Tanzfläche und ließ die Hufen fliegen. Als sich die Beiden endlich dazu erbarmten uns hinter der Theke abzulösen,halfen wir ihnen sich zu präparieren. Es war halt nicht mehr so einfach sich alleine und ohne größere Verletzungen sich die Hemdsärmel hoch zu krempeln. Aber wozu sind denn Elferratskollegen da. Während der Thekenübergabe sind dann auch Kathrin und Heike angekommen. Ohne sie wäre eine Feier in Westerode nicht komplett und vor allem nicht so lustig. Ich unterhielt mich in der Zwischenzeit ein wenig mit Susanne, Görtlers Freundin, und beobachtete Porno der uns gegenüber saß wie er versuchte unfallfrei NicNacs in seinen Mund zu befördern. Wer Pornos Mund kennt, weiß das es eigentlich ein schwarzes Loch ist, was alles eßbare im Umkreis ansaugt und auf nimmer wiedersehen in seinen Magen verschwinden lässt. Aber die NicNacs, haben ihm dann doch einige Probleme bereitet. Jedenfalls bei fortgeschrittener Promillezahl. Wäre er nüchtern gewesen, hätte er nur seinen Mund (wenn man den so nennen darf) in die Nähe der armen kleinen Nüsse im Teigmantel bringen müssen und durch einen unglaublichen Sog wären sie ungekaut im Magen versenkt worden. Susanne ging und Kathrin kam und gesellte sich zu mir. Da ich nun auch nicht mehr ganz nüchtern war, waren meine Reflexe nicht mehr die Besten. Also befahl Kathrin dem Porno doch mal ein Foto von uns Beiden zu machen. Meine letzte Hoffnung war das Porno so stramm war das er alles total verwacklete, aber die Rechnung ging nicht auf. Ich hasse Fotos von mir. Kathrin ist ja hübsch anzuschauen, aber ich daneben. Naja, lassen wir das. Foto gemacht und irgendwann waren wir dann an der Theke. Dort ging es munter mit Bier und Schnaps, den ich immer geschickt links liegen gelassen habe weiter. Als nächstes trat die Ex-Prinzessin auf dem Plan. Sie wollte unbedingt tanzen. Da ich ihrem Charme ohne Gnade verfallen bin, sagte ich ja unter der Bedingungen, das ein tanzbares Lied gespielt wurde. Zum Glück wurden gerade die Charts hoch und runter gespielt und da sind ja eher weniger Discofüchse dabei. Früher oder später sollte es dann aber soweit sein. Und ich durfte mit Patrizia volle drei leider tanzen. Manche Einlagen wie die 180° Rückenlage gelangen nicht ganz, aber lustig war es allemal. Glücklich das ich mich wieder an die Theke retten durfte, trat dann Hüfte auf den Plan, die auch mal mit mir tanzen wollte. Nun ja, Hüftes Charme bin ich auch irgendwie erlegen und kann Mädels so schlecht Wünsche abschlagen. Also noch eine Runde auf dem Tanzflur. Und ich wette, das Schocker mit Absicht, die den Mega-Mix von Pur reingemacht hat. Nur zum Verständnis, wenn ich Krieg führen würde, dann würde ich den Feind laufend mit Pur-Liedern beschallen. Irgendwann sind die dann weichgekocht und begehen freiwilligen Suizid. Pur kommt auf meiner Haß-Musiker-Liste kurz vor Corinna May, der blinden Grand-Prix-Trulla. Da muß ich nur dran denken und schon steigen Mordgelüste in mir auf. Irgendwann vor dem Tanzen tauchte dann Vokke schon ziemlich hacke auf. Also mit Vokke auch noch ein paar Pilse getrunken und sensationelle Vokke-Vollstramm-Pictures geschossen. Ach ja, unser Vokke raucht ja nicht mehr (Insider wissen was gemeint ist). Und der Calle war auch mal wieder mit von der Partie. Er trank wohl vorher mit seinem Schwager im fernen Nesselröden und fand mit einem Umweg über die Werkstatt noch in die Mehrzweckhalle. Dort tranken wir erstmal ein paar zusammen. Während Walter, sich den Rhythmen auf der Tanzfläche in grazilen Bewegungen hingab, machte sich Calle daran die eben erworbenen Marken in Bier umzusetzen und sich weiterhin auf Pegel zu halten. Doch irgendwann haben sie sich dann wieder in die Werkstatt verabschiedet. Schade eigentlich. Als ich dann mal wieder an der Theke war um zu gucken ob man irgendwo ein Bier abgreifen könnte bereiteten sich meinen Augen gar scheußliche Anblicke. Schmierpopel wollte seine Frau auffressen. Zuerst wollte ich einen Eimer Wasser oder ein Brecheisen holen um die Beiden wieder von einander zu trennen, bis mir einfiel wer da vor mir stand. Schmierpopel und der „küßt“ nun mal so. Normal war das aber nicht, da er locker mit seiner Zunge feststellen konnte was Anja alles beim Essen gegessen hat. So ist er halt, manchmal wache ich nachts noch schweißgebadet mit diesem Bild vor den Augen auf. Der Frauenesser vom Natheplan. Der Abend wurde später und weitere Hemmungen fielen. Kalle S. begann damit sein Hemd aufzuknöpfen und M7 perfektionierte es in dem er seinen kompletten Oberkörper entblößte. Es gibt Momente da könnte ich eine Kamera mit Weitwinkelobjektiv echt gebrauchen. Görtler wollte dem Ganzen noch die Krone aufsetzten und mit freiem Oberkörper und nur noch mit der Fliege bekleidet reinkommen. Das wurde dann aber von seiner Freundin verhindert. So, und damit ich diesmal keinen Schlüsseldienst machen mußte  verabschiedete ich mich mit der letzten Welle an Gästen. Zurück blieben Kai und Florian, die sich ja auch zum Schlüsseldienst eingetragen haben. Diana fuhr mich netterweise nach Hause, so mußten  ich nicht nur mit einem Jacket bekleidet und nach Bier stinkend durch Westerode laufen. Nachher hätten mich wilde Bären noch mitgenommen.

Sonntag, Telefon klingelt und Schnitzel weckt mich zum Aufräumen. Ich bleibe noch ein wenig liegen, damit das Drehen nachlässt und mache mich auf den Weg. Das Aufräumen ging mit den üblichen Maulereien von statten und manche Leute drückten sich einfach zu perfekt vor der Arbeit. Andere hingegen hielten es gar nicht für nötig erst dort aufzuschlagen. Zum Beispiel Barney, aber von dem sind wir es ja gewohnt. Und unser lieber Kai. Trotz Ankündigung des Präsidenten, das der Schlüsseldienst sehr wohl zum Aufräumen erscheinen muß, blieb er fern. Ich hoffe nur das dieses Logbuch als Beweis bei der Gerichtsverhandlung genutzt werden kann. Weiterhin habe ich mich schön erkältete beim nachmittäglichen Fußball und habe jetzt eine verstopfte Nase und muß dringendst auf mein Sofa.

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