Weihnachtsfeier – The beginning

29/11/2006

Es geht wieder los. Die Weihnachtsfeiern stehen vor der Tür und wie im ganzen Land bekannt ist, wird das heilige Weihnachtsfest mal wieder dazu genutzt um sich ordentlich die Kante zu geben. Warum auch nicht. Man hat ja sonst so wenig zu feiern und zu lachen das ganze Jahr über. Es sei den man macht jedes Wochenende Party bis zum Umfallen. Aber solche Leute kenne ich ja nicht. Den Beginn der Festivitäten in diesem Jahr hat der Krombacher Club gemacht. Praktischerweise wurde die Weihnachtsfeier mit der Jahreshauptversammlung gekoppelt. Eigentlich gar nicht so doof für den Verein, denn so wird eine Feier gespart. Ja, hier haut man sich auch während der Jahreshauptversammlung einen rein. Dumm nur für das Vereinsmitglied, muß es ja um beide Feiern genügend zu würdigen immer die doppelte Anzahl an Getränken bestellen. Aber wofür trainiert man denn Eigentlich das ganze Jahr. Irgendwann kommt der Härtetest und man ist vorbereitet. Aber wir wollen ja erstmal anfangen. Kaum habe ich die Halle betreten schlug mir der süßliche Duft von Krombacher frisch vom Faß in die Nase. Zum Glück waren noch nicht allzuviele anwesend, somit konnte man die Händeschüttelei schnell hinter sich bringen und den Kompaß in Richtung Theke ausrichten. Eine Runde Bier bestellt und das größte Glas aus der Reihe ausgesucht. Man will ja nicht das die anderen einen Schock bekommen, wenn sie sehen, was hier für Kelche ausgeschenkt werden. So wurde dann auch die erste halbe Stunde verbracht und die Versammlung konnte losgehen. Tja, da ja nun keiner Einzelheiten über die Versammlung wissen möchte, werde ich einfach mal ein wenig vorspulen. Zzzzzzzzt und schon sind wir am Ende. Während der Versammlung wurde dann ordentlich Bier getrunken, denn die Kehlen wurden so trocken beim zuhören. Aber man muß den Jungs mal ein Lob erteilen. Es war eine gute, kurzweilige Versammlung und wir konnten Porno ein wenig verarschen. Hat ja auch was für sich. Nun konnte es also zum gemütlichen Teil übergehen, der erstmal aus Essen bestand. Es wurden leckere Hamburger zum selber bauen serviert. Gute Idee und Schocker der sich unglücklicherweise neben mich gesetzt hat war zu faul aufzustehen und ich durfte ihm einen mitbringen. Gut, er hat dann halt den bekommen, der zwei mal runter gefallen ist. Besonders freute er sich über den würzigen Geschmack. Nach dem ersten wollte er wissen, was ich alles so drauf gemacht habe und das zwei Mal runter werfen muß ich da wohl vergessen haben zu erwähnen. Man muß jetzt aber auch dazu sagen, das in der Zwischenzeit zwei weitere Bier vor meine Nase gestellt worden sind und wie soll ich mich denn da bitte konzentrieren. Trotz Fluchtversuch auf die Toilette blieb mir der Löwentor nach dem üppigen Essen nicht erspart. Den Zweiten konnte ich umgehen, in dem ich einfach aufgestanden bin und mich an die Theke gestellt habe. Da ist man erstens schneller am Bier und zweitens wenn man da nur die erste Silbe vom Wort Löwentor hört ist man schon verschwunden. Steht man aber erstmal an der Theke, wird es schlimm. Sehr schlimm. Doch wenden wir uns jetzt erstmal dem Aufnahmeritual für Neumitglieder zu. Das war natürlich alles freiwillig und ich muß ehrlich sagen, das ich froh bin das ich schon seit langer Zeit Mitglied bin und so was damals nicht machen mußte. Sämtliche Aspiranten wurden draußen vor der Mehrzweckhalle mit Bier bei Laune gehalten und es wurde natürlich gehofft, das die Hemmschwelle rapide nach unten fällt. Was bei einigen auch gut geklappt hat. Die ersten zwei Aspiranten wurden herein geführt und vor vollendete Tatsachen gestellt. Folgende Aufgabe mußte bewältigt werden. Zuerst eine Flasche Krombacher mit dem Mund aus einer flachen Schüssel mit Wasser fischen. Dabei mehrte man sich natürlich das ganze Gesicht naß. So weit so gut. Danach mußte von einem Teller mit Mehl ein Flaschenöffner gefunden werden. Natürlich auch wieder ohne zu Hilfenahme der Hände. Wenn man das dann alles hinter sich gebracht hat, sah man natürlich aus wie jemand der mit Tzaziki weiß geschmissen wurde. Arschkrampen-Hörer wissen wer hier gemeint ist. Aber damit der Demütigung noch nicht genug, nein man mußte nun noch ein Bierbong trinken. Der geneigte Leser möge sich an die Sommerparty des KCWs erinnern. Schlauch, Trichter, Flasche Bier und innerhalb von 3 Sekunden ist das Bier im Magen. Man sieht zwar aus wie ein Schwein, wenn man es nicht kann, aber man braucht nur vier Bier und ist sehr gut drauf. Das diese ganze Schau nicht ohne Geschrei und Gelächter abging dürfte ja klar sein. Es haben zwar nicht alle gemacht, aber es war trotzdem eine Riesengaudi. Ich kann es nur wiederholen, das ich froh bin schon langjähriges Mitglied zu sein. Anschließend kam das Stiefelreihentrinken dran. Alle Mitglieder stellten sich in einer Reihe auf und ein Stiefel mußte geleert werden. Leider hat das Keile Günther hat es leider nicht ganz verstanden und leerte als Vorletzter den Stiefel aus. Naja, M7 machte dann kurzen Prozess und füllte den Stiefel mit dem Rest seiner Bierflasche auf und trank den dann auf Ex aus. Auch eine Möglichkeit. Nach dieser kurzen Showeinlage konnte man dann wieder zum normalen Tagesprogramm zurückkehren, welches aus Bier trinken und Scheiße labern bestand. Bis dann plötzlich mein Handy klingelte. SMS von Kathrin. Kathrin? Am Kopf kratzend durchstriff ich meine Erinnerungen, welche Kathrin ich kürzlich kennen gelernt habe. Doch sogleich schämte ich mich auf Grund meiner Vergesslichkeit. Wie konnte ich nur Kathrin Schäfer vergessen, der Sonnenschein und Spaßgarant auf jeder Party. Sie, Heike und Kerstin (Tüten) waren in der Werkstatt und wollten wissen ob sie denn schon vorbei kommen konnte, weil es in der Werker scheiße war. Da hatte sie natürlich genau den Richtigen gefragt. Klar konnten sie vorbeikommen. Auf dieser rein männlichen Party bisher konnte man weibliches Volk gut gebrauchen. Also kamen die Drei dann in die Mehrzweckhalle und die Party konnte weitergehen. Kerstin konnte es sich dann nicht nehmen lassen auch das Aufnahmeritual durchzuführen. OK, so ganz aus freien Stücken hat sie es nicht gemacht, aber die Überredungskunst des gesamten Vorstandes und aller anderen männlichen Anwesenden prallte nicht ungehört an ihr ab. Und somit machte ihr es Philip noch einmal vor und sie machte es nach. Ich muß jetzt mal an dieser Stelle sagen, das es eine wirklich respektable Leistung wir die Kerstin da hingelegt hat. Vor allem bei den Positionen im knien machte sie eine tausendmal bessere Figur als sämtliche männlichen Mitstreiter und das schreibe ich jetzt nicht nur weil sie ein weit ausgeschnittenes Oberteil an hatte. Das nächste an das ich mich erinnern kann ist das ich hinter der Theke stand und ein paar Bier fertig machte, während Morchel über die Theke langte und die Flasche Löwentor sich an den Hals setzte. OK, Morchel muß wohl gleich nach Hause. Dann gab es einen Zack und ein Bumm und plötzlich war ich in der Werkstatt und habe mir ein Bier bestellt. Wie ich dahin gekommen bin kann ich nicht mehr nachvollziehen. Ich habe mein Gehirn gemartert (unter zu Hilfenahme von Ohrenstäbchen), aber es hat keine Informationen rausgerückt. Vielleicht hatte es Angst sich selbst zu belasten und hat die Aussage verweigert. Von dem Werkstattaufenthalt weiß ich allerdings auch nicht mehr viel. An eine SMS von Keile Günther kann ich mich noch erinnern, denn der hatte die falsche Jacke an. Besser gesagt Kolbi hatte die falsche Jacke an und wunderte sich das sie so groß war. Naja, man kann halt nicht alles haben. Der Rückweg war wie immer sehr lang und beschwerlich und wir mußten einen Zwischenstop bei McDonalds machen, damit wir den Rest bis nach Westerode ohne Schwächeanfall durchhalten konnte. Außerdem ist man frisch gestärkt besser auf Eisbärenangriffe vorbereitet. Habe ich mir sagen lassen. Bei McDonalds war man irgendwie nicht sehr erfreut, die Westeröder zu sehen. Ob es wohl an den Eskapaden einiger weniger von letzter Woche lag, Kann ich nicht sagen, denn ich war ja nicht dabei. Muß man so hinnehmen und nicht wieder hingehen. Denn Freundlichkeit sollte dann doch erwartet werden auch wenn man voll wie ein Kesselflicker ist. Da aber der ganzen Feierei noch nicht genug war dachten wir uns das wir noch irgendwo frühstücken sollten. Die Wahl fiel auf Schnitzel, denn da waren wir alle noch beisammen. Der wollte aber nicht und mußte über die Vollstrammsäcke Philip und Porno ins Haus steigen. Görtler wollte ihm noch eine Nachricht durch den Briefschlitz rülpsen und mußte aber feststellen, das es doch sehr im Haus schallte. Also gings weiter zu Walters. Dort vor der Tür war gerade eine kleine Baustelle, wo eine der Barken schnell mal das fliegen lernte. Doch ich war gänzlich unbeteiligt. Ich sah sie nur traurig auf Kopfhöhe an mir vorüber schweben und eine Etage tiefer in der Nahte einschlagen. Bevor es dann gänzlichen eskalierte drückte ich schnell die Klingel bei Walters, damit Philip gut ins Bett kommt. Es war aber auch schon 0530 Uhr, da ist Wolfgang schon mal wach. Nach dem Betätigen des Klingelsignals machte ich mich dann vom Acker, als dann Philip mir nach kam und fragte ob ich jetzt wirklich den Klingelknopf gedrückt habe. Ein herbes „Walter, sofort hier reinkommen!“ seines Vaters beantworte die Frage von selbst. Und ich konnte mich, nachdem ich Porno abgeschüttelt habe mich ins Bett begeben. Wer sich denn unbedingt Fotos von der ganzen Angelegenheit angucken möchte der geht einfach auf die Seite vom KCW. Links ist ein Link.

Eigentlich sollte Samstag morgen Spiel ohne Grenzen für die Jugendfeuerwehr stattfinden, doch als mein Kopf mich mit hämmernden Kopfschmerzen um 0945 Uhr weckte, war ich froh, das ich mich weiterhin in der Waagerechten fortbewegen konnte. Was habe ich aus dem Vorabend gelernt? a) wenn man zwischendurch auf Hasseröder wechselt, weil das Krombacher alle ist, dann macht das sehr fiese Kopfschmerzen, die sich am Besten mit dem Gefühl vergleichen lassen, das man hat, wenn man mit einem alten rostigen Handbohrer abrutscht und sich wunderbar in den Oberschenkel bohrt. b) Wenn man ein Pfund Röstzwiebeln auf seinen Hamburger haut hat man am nächsten Morgen eine ganz widerliche Luft in seinem Schlafzimmer. Die Tapete löste sich schon leicht an den Ecken. Was blieb vom Tag? Ein kurzer Besuch in der Mehrzweckhalle um festzustellen, das das Aufräumen schon geschehen war und die letzten sich den Nachmittag mit zwei Kisten Bier und dem einen oder anderen Bierbong versüßten. Und natürlich die Vorbereitung für die Jugendfeuerwehrwarteweihnachtsfeier. Sprich eine Falsche Havana und eine Flasche Beam für Schnitzel und mich kaufen. Abends hat uns dann Marina nach Nesselröden gefahren. Dort mußte ich irgendwie feststellen, das wir die wenigen waren, die an eine Flasche gedacht haben. Hrgrmpf, jedes Jahr das Gleiche. Egal, voll werden wir auf jeden Fall, auch wenn wir um 2300 Uhr schon die Biege machen mußten, da noch eine Elferratsveranstaltung auf dem Plan stand. Den Anfang machte mal wieder ein Bier. Aber trotz aller Bedenken ging es ganz gut rein und ich freute mich schon auf das nächste als die Falsche noch halb voll war. Das dann schwer dran gearbeitete wurde, dürfte hier mal außer Frage stehen. Das Essen war auch sehr gut, aber ist ja für mich eh immer so eine Nebensache. Besser das Trinken klappt ohne Zwischenfälle. Nach dem Essen wurde es dann auch Zeit das der gute Havana auf den Tisch gebracht wurde. Schnitzel trank Beam und ich teilte ein paar Mischungen zu. Kerstin H., Nadine, Düsi, Regin und ich tranken Havana. Die Mädels forderten gleich eine Kindermischung, die sie auch bekamen. Wir Jungs nahmen natürlich eine normale Mischung. Aber das in Biertulpen zu machen ist natürlich so eine Sache. Ich dachte, das Mixverhältnis wäre in Ordung und von der reinen sichtkontrolle war es das auch, doch der erste Schluck versprach mehr. Nämlich mehr Cola. War dann doch ein wenig hart, aber ich habe mir natürlich nichts anmerken lassen und rein gekippt (Hmmm, lecker genauso wie ich sie mag!). Die nächste wurde dann ein wenig abgeschwächt. An den Gesichtern der anderen konnte ich ähnliche Gedankengänge erkennen. Tja und schon war unsere Zeit schon rum. Schnitzel und meine Kutsche wartete draußen und wollte uns auf den nächsten Ball bringen noch bevor die Uhr zwölf schlagen sollte, denn sonst würden wir ja unsere gläsernen Pantoffeln auf den stufen verlieren. Naja, in meinem Fall wäre es ein gläserner Dr. Martens 10-Loch Stiefel mit Stahlkappe. Und ab gings nach Westerode wo wir dann hin kamen nur um festzustellen, das alles schon vorbei war und man sich entschlossen hat ins Glashaus zu fahren. Tolle Wurst. Da verlasse ich eine Umsonst-Ballern-Party, nur um dann eine sündhaft teure Fahrt ins Glashaus zu nehmen. Na hoffentlich lohnt sich das. Dann durfte ich auch noch im Kofferraum mit Schnitzel sitzen, weil wir ein paar zu viel waren. Besser hätte es gar nicht kommen können. Doch, wenn der Taxifahrer gesagt hätte, das wir die Kiste Bier hätten austrinken können oder wenn wenigstens eine Kiste Bier im Kofferraum gestanden hätte. Doch alles war kurz nach dem Betreten des Glashauses vergessen. Denn da wollte ich nur ganz kurz auf die Knie fallen und dem Herrn danken, das ich am Leben bin. Es ist unglaublich was dort für Frauen unterwegs waren und trotz kalter Temperaturen waren sie angezogen als würden draußen 40°C im Schatten herrschen. Beim Gang durch die diversen Lokalitäten mußte ich dann aufpassen, das ich nicht auf meine Zunge trat oder auf die von Porno oder Schnitzel oder Kai oder Görtler. Die die hinter uns gingen mußten aufpassen nicht auf der nasse Spur auszurutschen. Nachdem wir dann ziellos durch das Glashaus geirrt waren siedelten wir uns dann in der Arena an der Theke an. Gute Idee, in dem Laden wo die meisten und spärlich gekleidetsten Schnitten rumliefen. Ich konnte mich nur durch Heineken in immer kürzeren Abständen fokussieren. Doch wir hatten schnell einen Aufgabe für den Abend gefunden. Nämlich dem Porno eine Freundin zu suchen. Wir waren aber fair und er durfte sich eine aussuchen und Görtler würde versuchen sie klar zumachen. Porno deute aber immer nur stumm auf sein Mischungsglas. Hmm, woher kennt er meine Masche? Da aber die Arena eher schlecht zum Mädels ansprechen ist, wegen der hohen Lärmbelastung verlegten wir unsere Position in den ehemaligen Krengeljäger. Der einfach nicht mehr derselbe ist nach dem dämlichen Umbau. Dort laberte Görtler erstmal ein paar ältere Damen voll, um dann schnell von deren Ehemännern verscheucht zu werden. Ich hingegen machte mich näher mit der Bardame bekannt, denn ich lief ständig hin zum Getränke holen. Es ist aber auch verdammt wenig drin in einer 0,33l Bierflasche. Nach ca. drei Bestellungen stellte sie automatisch die Falsche auf den Tresen und hielt die Hand nach meiner Karte auf. Verwirrung stiftete dann nur meine Bacardi-Cola-Bestellung nach einer Zeit, aber auch das hat sie schnell gelernt. Görtler hatte dann irgendwann Erfolg und winkte den Porno zu sich heran und verschwand mit ihm um die Ecke. Da ich ja von Natur aus neugierig bin folgte ich ihnen, weil ich auch wissen wollte, wen Görtelr ausgesucht hatte. Den Fotoapparat im Anschlag bog ich um die Ecke und sie sahen wirklich gut aus. Das Gewissen hat mir dann verboten Fotos zu machen, dafür durfte ich mich mit einer weiteren Mischung belohnen. Juppi! Was sich nun abspielt lässt sich schlecht in Worte fassen, weil man Pornos Mimik so schlecht nachmachen kann. Aber ich probiere es so gut ich kann. Also, Porno kommt plötzlich um die Ecke geschossen, als wäre er auf der Flucht vor einem Schwarm wilder Wespen, in der Hand eine Karte. Sein Gesicht sah ungefähr so aus, als würde es weiter hinten Rieseneisbomben mit Krombachergeschmack für umsonst geben. Die Mundwinkel waren stark nach oben gezogen und wenn ich es nicht besser gewusst hätte, würde ich sagen er freut sich. Er verschwand also zur Theke und kam in Bruchteilen einer Sekunde mit zwei Getränken wieder. Bei der Geschwindigkeit muß er der Bedienung einen Eimer mit Gold versprochen haben. Mit diesen Getränken verschwand er also wieder um die Ecke. 5 Minuten später kam er wieder und hatte einen Gesichtsausdruck als hätte es gerade für alle Anwesenden einen lebenslanges Bier-Abo gegeben, einzige Voraussetzung man mußte Volljährig sein, und er würde eine Woche später 18 Jahre alt werden. Doch Porno, gar nicht dumm, geht gleich an die Theke und holt sich einen kleinen Tröster in Form einer Mischung. Ein wenig tat er mir ja leid, aber als er dann die Mischung weggequalmt hat, konnte er wieder lachen. Schnitzel, Kai und seine Freundin mußte dann schon früh nach Hause, was uns aber nicht juckte, denn Porno, Görtler und ich wollte noch nicht Heim. Also wurden die Karten voll gemacht. So gut es ging. Es dauerte dann auch nur eine Stunde, bis die Karten voll waren und wir auch den Heimweg antraten. Nächstes Chaos an der Kasse. Glücklicherweise bezahlte ich mit EC-Karte, denn der Porno hatte zu wenig Geld mit. Dann gings mit dem Taxi nach Westerode. Unterwegs machten wir uns dann Gedanken, was wir noch machen sollten, denn nach Hause wollte noch keiner. Also beschlossen wir bei Susanne, Görtlers Freundin, anzuhalten und zu frühstücken und sie sollte noch ein paar Freundinnen anrufen, zum, zum, ähhhhh tiefgründige Gespräche über die allgemeine außenpolitische Lage führen. Ich habe da ein paar wirklich gute Argumente. Ernsthaft jetzt! Nun ja, das hat sich aber alles in Luft zerschlagen, da Susannes Vater da war und der uns wahrscheinlich mit einem Katapult abgeschossen hätte, wenn er mitgekriegen würde, das drei Betrunkene seinen Kühlschrank leer essen. Wer Porno kennt, der weiß wie schnell das geht. Also gings nach Hause. Ab Duderstadt machte Porno so ein komisches Gesicht und sein Gesichtsfarbe wechselte von blaß auf RAL 9010. Ich hoffte und betete zu allen Göttern die ich mit Vornamen kenne das er noch ein paar hunderte Meter aus halten könnte. Ankunft Bäcker, da Porno eh kein Geld mehr hatte bezahlte ich also das Taxi und Porno entleerte den kümmerlichen Inhalt seines Magens in die Rabatten in der Nähe vom Bäcker. So ging es dann weiter bis er zu Hause war. Ach ja, es sind nette Fotos geworden.

Der Sonntag kam und die Kopfschmerzen blieben aus. Habe ich was an dem Abend gelernt? Eigentlich nicht, nur das Röstzwiebeln eine verdammt lange Wirkung haben.


Jubiläen

25/11/2006

Das Wochenende der Jubiläen beginnt wie immer an einem Freitag. Fangen wir aber erstmal mit dem kleinen aber sehr heftigen Jubiläum an. Die Bar auf dem Stadtberg wurde 10 Jahre alt. Es war also vor 10 Jahren, da wurde im Kühnschen Keller die Bar eingeweiht. Ein nicht benutzter Kellerraum wurde kurzer Hand umgebaut, damit wir einen Raum zum rumhängen und vor allem zum Tee trinken haben. OK, ich kann ja eh keinen täuschen, natürlich wurde da oben schon früh geballert bis die Schwarte krachte und dann noch ein wenig weiter. Anfangs hieß der Raum noch Jugendraum Stadtberg und etwas später wurde dann die Bar daraus. Ich verbinde sehr nette Abende mit der Bar. Nette Parties und jede Menge Bierkonsum. Früher noch mit Dosenbier und später dann, dank des Dosenpfands, dann mit Flaschenbier. Und Dosenstechen mit halben Literflaschen ist irgendwie nicht dasselbe. Faxe-Dosen wurden ausprobiert , aber schnell wieder abgesetzt, da ein Liter dann doch ein wenig viel war. Gut, der Abend war dann schnell vorüber, aber wer will denn so was. Denke ich 10 Jahre zurück, ist das Einzige was mir einfällt, der Fakt, das ich damals 18 war und schon gut dabei war. Der Checker hatte gerade seine Hochzeit (schon wieder, würden jetzt ein paar Ältere, also ältere als ich) einwerfen und meine damalige, aus der Ferne bewunderte hieß Imke. Schlimme Erinnerungen befallen mich, wenn ich an unser erstes Treffen denke. Aber davon wollen wir hier nicht reden. Bleiben wir bei dem Bar-Jubiläum. Bemi versuchte die Crew wieder einzuladen, die bei der Eröffnung dabei war, was ihm auch gut gelungen war. Bis auf ein paar die einfach vom Erdboden verschluckt waren, sind alle gekommen und die, die später noch dazu stießen waren natürlich auch da. Original waren natürlich nur die, die den Ausweis oder auf der Einweihungsurkunde standen. Dazu gehörte ich. Ich holte also den Doktor ab und wir begaben uns auf den Stadtberg, nicht ahnend, das es ein extrem heftiger Abend werden sollte. Bei dem Betreten, wurde schnell die Begrüßung abgehalten und sogleich die Augen links gewendet, denn dort befand sich die Zapfanlage. Es dauerte dann auch nicht lange, bis das erste kalte Bier sich den Weg in meinen Magen ebnete. Etwas weiter rechts neben der Zapfanlage befand sich dann der Dönerspieß, der schon ahnte das er den Abend nicht überleben würde. Doch um Essen konnte ich mich später noch kümmern. Erstmal ein bischen Bier reinkippen um auf den richtigen Pegel zu kommen. Zwei Bier später kam dann auch der Schöttler an und hatte ein seltsam silbernes Gerät in der Hand. Mein geschultes Auge erkannte darin gleich das Elektroschock-Spiel. Eigentlich total tumb und wird nur dann gespielt, wenn die Hemmschwelle so niedrig gesunken ist, das man eigentlich auch nackt durch die Fußgängerzone rennen und behaupten können man sei der Hauptmann von Köpenick und will jetzt die Fahrscheine kontrollieren. Meistens setzt man sich erst an solch ein Spiel wenn man die Promillezahl erreicht hat, bei der man sich sicher ist, das man a) eh schneller als die Anderen ist, b) noch lange nicht so voll ist wie die Anderen und c) eigentlich der bestaussehenste Kerl auf der ganzen Party ist. Für mich war klar, das ich dieses Gerät nicht anfassen werden, denn auf Herzrhytmusstörungen kann ich noch verzichte, die ruft nämlich Conny immer bei mir hervor (Hahaha, Brüller, den konnte ich mir jetzt nicht verkneifen). Aber lassen wir das Spiel mal außen vor und widmen wir uns dem wesentlichen. Ballern. Zwischenzeitlich genehmigte ich mir das 6 Bier und die Leute drängten schon, das ich nun endlich was essen sollte, denn manche wollten schon zum zweiten Mal los. Gut, drücke ich mir halt ein paar Schweinespäne rein und versuche ein viertel Wagenrad dazu zu essen. Versuch ging schon nach wenigen Bissen schief. Kaum hatte ich den fünften Span auf der Gabel machte sich einer selbstständig und landete auf den Fliesen. Zu dem Zeitpunkt machte ich mir wirklich noch Sorgen um die Reinlichkeit. Komisch auf was man alles achtet, wenn man einigermaßen nüchtern ist. Da ist einem auch noch wichtig, was andere Leute von einem denken. Egal, ich sorgte also dafür das der Span vom Boden verschwand und entschied mich für die Essen-im-Sitzen-Alternative. So konnte eich auch zwischen den Bissen des Wagenrades ein wenig Bier in die Wüste schütten, die durch das Weißbrot in meinem Mund entstand. Das Problem mit dem Pfeifen nach Genuß von Weißbrot ist ja im allgemeinen bekannt, ich hatte Mühe verständliche Worte raus zubekommen. Es konnte gerade noch verstanden, das ich noch Bier benötige. Wurde zwar nicht drauf reagiert, aber ich habe es versucht. Außerdem konnte ich so im Sitzen gut dem Schötti plaudern. Ich meinte gleich zu ihm, das ich das Spiel mit den Elektroschocks definitiv nicht spielen werde, da ich nicht bekloppt bin. Er lachte nur und meinte das ich nachher eh wieder stramm am Tisch sitzen würde und so einen dämlichen Kolben in der Hand halten würde. Verdammt, irgendwo ganz hinten in meinen Gehirnwindungen hörte ich eine kleine Stimme lachen und ich wusste, das Schötti recht hat. Naja, warten wir erstmal ab. Nachdem ich mich dann gestärkt hatte war es mal angebracht der eigentlichen Bar mal einen Besuch abzustatten und abzuchecken, was noch an Alternativ-Getränken vorhanden war. Ach ja ich vergaß zu erwähnen, das die von mir mitgebrachte Flasche Heidegeist aka Die Geißel der Leber war. Totaler Schwachsinn, das ist das gleiche als ob der Todeskandidat die Kugeln mit zum Erschießungskommando bringt. Als ich dann so an der Theke stehe erblicken meine Augen, die Schnapsspenderlatte. Prall gefüllt mit Wodka, Bacardi und Havana Club. Sollte ich, nein lieber nicht. Für Havana ist später immer noch Zeit. Erstmal ruhig beginnen. Aber da habe ich wohl falsch gedacht, denn als ich wieder in dem Raum vor der Bar war, wurde schon die erste Runde Heidegeist ausgeschenkt. Naja, was solls. Rein damit und hoffen, das er heute nicht mehr hervor kommt. Nun habe ich ein wenig die Übersicht über die folgenden Ereignisse verloren, aber ich gebe einfach mal einen Abriß über die Geschehnisse. Also es wurde auf jeden Fall weiter Bier rein gekippt, denn das Faß gab alles. Dann wurden noch diverse Innereien von Brieftaschen umher gezeigt, wo ich gewonnen habe, da ich noch einen Checkpoint Getränke Bon vorweisen konnte. Dafür konnte man früher im Checker ein Getränk im Wert von 5 DM erwerben. In meinem Fall war es jedes Mal ein Hefeweizen. Deswegen ärgere ich mich jedes Mal wenn ich den Getränke Bon sehe, denn da ist mir glatt ein Weizen durch die Lappen gegangen. Dämlicher Mist, warum gibt’s noch keine Zeitmaschine. Dann kam ein Gespräch mit Topper, der Schöttler mitteilte, das seine kleine Tochter schon wichtige Wörter wie Mama, Papa, Ball und Bayern sagen kann. Na dann! Und schon sind wir auch bei der alljährlichen Ansprache von Bemi, den kommissarischen Bar-Vorstand. Den Inhalt der Rede kann ich auf Grund von Gedächtnislücken nicht mehr wieder geben, aber er war gut und Bemi hatte sich ganz fein rausgeputz, diesmal in Schwarz und eine sehr geschmackvolle Krawatte komplettierte das Bild. Irgendwer stellte dann den Antrag, den seit 10 Jahren kommissarischen Vorstand als festen Vorstand zu wählen. Die Wahl bestand dann aus Gröhlen und somit ist Bemi nun ein Offizieller. So langsam folgten dem ersten Heidegeist noch ein paar mehr und ich steig so langsam um auf Havana Club. Gut, da das Faß alle war, bot es sich gerade an. Ich fing langsam an. Einmal unter den Spender drücken reichte für den Anfang. Wenn die Geschmacksnerven erstmal tot sind, kann man durchaus auch mal zwei Mal unter den Spender drücken. Aber soweit waren wir ja noch nicht. Es hat dann doch ganze drei Mischungen gedauert, bis dann die doppelten Havanas rein gewandert sind. Ach was solls, wir sind ja nicht zum Spaß da. Ich weiß gar nicht wann ich die Kontrolle verlor, aber plötzlich fand ich mich an einem Tisch sitzend wieder und ich hatte einen Knüppel vom Elektroschock-Spiel in der Hand. Drei Dinge waren mir klar: a) Ich gewinne hier eh, b) die Anderen sind ja viel strammer als ich und c) ich bin aber definitiv nicht der bestaussehenste Kerl auf der Party. Los gings und die erste Runde ging gleich an mich. Ein häßicher Schmerz bahnte sich den Weg meinen rechten Arm hinauf. Hoffentlich kommt er nicht zum Herzen. Ein kurzer Blick auf die Einstellung, schwach. Glück gehabt. Drei vier Runden später, die ich gut weg kam, setzte sich der Lange dazu und drehte den Regler erst auf stark. Super erste Runde verloren und dermaßen erschreckt, das mir der Drücker aus der Hand fiel. Topper, der auch mitspielte, merkte nichts. Auch wenn er verlor. Hatte der es gut. Nach zwei weiteren Schlägen entschied ich mich, das ich mein Herz noch brauchen würde und hörte auf. Die Lücke die ich hinterließ wurde schnell gefüllt. Haha, ihr ahnungslosen Lämmer. Spielt nicht mit dem Langen und auf höchster Stufe. Ein paar Schreie überzeugten mich davon, das es besser gewesen ist aufzuhören. Zurück an der Theke, füllte ich mir erstmal mein Glas und machte gleich mal ein Foto von Bemi, der sich grazil unter den Spendern räkelte und versuchte den Schnaps gleich, ohne Umweg über das Glas mit Cola, in den Magen zu befördern. Danach folgte eine Foto-Serie von Schötti, wie er diverse Getränke bewertete. Kaffee – Daumen nach unten, Sekt mit den Zähnen aufmachend – Daumen zur Seite, Sekt im 180° Winkel an den Hals (was aber cooler gewesen wäre, wenn es Schnaps gewesen wäre) – Daumen nach oben. Bemi versuchte mittlerweile Musik zu machen, wobei er der vielseitig des Gesichtes danken konnte, denn ein Auge war immer zugekniffen. Das ist aber auch ein verdammt kleiner Bildschrim gewesen. Nun kam ein entscheidender Fehler. Irgendjemand legte das Safri Duo rein. Vorgeschädigt durch eine Safri-Duo-Überdosis bei einer Karnevalsdisco vor Jahren durch Schocker, wusste ich was kommt. Es gibt immer Besoffene, die sich bei dem Lied Flaschen oder ähnliche Schalginstrumente schnappen und dann versuchen zu dem Takt des Liedes mitzutrommlen. Wenn man dann das Lied schon rein macht, dann sollte man wenigstens drauf achten, das alle zerbrechlichen Gegenstände aus der Reichweite sind. Unsere zwei Trommler: Schötti und der Lange. Und sie gaben ihr Bestes und nur ganz wenig ist kaputt gegangen. Der Abend schritt fort und fort und ward die wieder gesehen. So forderte er auch Tribut. Manche gingen nach Hause und manche ließen sich zum schlafen auf die Couch nieder. Diesmal war es Helena, die dann erstmal kkunstgerecht mit leeren Colaflaschen und einer großen, roten Schleife am Hintern dekoriert wurde. Danach wurde die Schleife entfernt und dem Doktor als Schlips umgebunden. Auch ein sehr nettes Bild. Während dann die Schlaftrunkenen in Ruhe gelassen wurde, machte sich der Rest der Anwesenden über die Reste des Dönertiers her. Davon war aber rein gar nichts mehr über, außer ein paar verkrustete Fettreste in der Auffangschale. Das störte den Langen aber nicht und somit wurde erstmal die rote Soße alle gemacht, direkt mit der Soßenkelle aus dem Topf. Anschließend das Tzaziki, mit der gleichen Handbwegeung. Und jetzt wurde es kriminell. Die Krustenreste in der Auffangschale mußten natürlich auch dran glauben. Das Foto was ich dabei geschossen habe, sieht allerdings sehr grazil und gekonnt aus. Man könnte denken der Lange ist geborenen Schwertschlucker. Dann trank der Schötti noch den Kotzo direkt aus der Flasche und schon war das Taxi da. Und dann war ich irgendwie um 0530 Uhr zu Hause. Ich versuchte noch mit Schnitzel und Porno zu telefonieren, aber die ignorierten mich einfach. Hatten ja auch einen harten Abend hinter sich, wie man mir erzählt hat. Es soll wohl einige Zwischenfälle bei McDonalds gegeben haben und Schnapsleichen wurden bei Walters im Flur gefunden. Ein Fall für CSI: Westerode.

Samstag und ich hatte frei. Keine Verpflichtungen, nichts, nur rumpimmlen. Was ich dann auch gemacht habe. Um mich mental auf den Abend vorzubereiten. Denn da stand das nächste Jubiläum an. Der Friede ist vergangene Woche 40 geworden und will ab jetzt immer mit Herr Friedrich angeredet werden und er hat eine Party geschmissen. Eigentlich hätte es ein netter Abend werden können, aber als ich dann hörte wen er noch alles eingeladen hat, wusste ich das es wieder in einem Besäufnis enden würde. Zunächst hatte ich mich total in der Zeit vertan. Ich war der Meinung, das es um 1930 Uhr losgehen würde, aber Steini klärte mich früh genug auf, das es schon um 1830 uhr lsogehen würde. Klasse. Es war 1700 Uhr und ich hatte noch nichts für das Geschenk vorbereitet. Ist aber alles schief gegangen und ich war pünktlich um 1830 Uhr beim Treffpunkt und bin dann mit dem Ferrari-Club runter gegangen. Die schenkten nämlich einen Auftritt vom Spielmannszug. Nachdem dann das Platzkonzert, welches ungefähr die gleiche Lautstärke wie ein Nebelhorn zwei Zentimeter neben dem Ohr hatte, vorbei war, konnte ich meine Leber wieder an das Bier gewöhnen. Und diesmal sollte es auch beim Bier bleiben. Aber was rede, ich mußte da gar nichts gewöhnen, die Leber war so ausgetrocknet, die nahm jeden Tropfen mit Dankbarkeit auf. So kamen denn mehre Träger mit Bier und die durften ja nicht schlecht werden oder abstehen. Also alles rein in den Mischer. Da man aber nicht zu sehr abstürzen wollte, kam dann das obligatorische Buffet. Die Schlange ging dann glücklicherweise an der Theke vorbei und somit wurde man auch unterwegs mit köstlichen, kalten Getränken versorgt. Erste Station Känguru Gulasch. Hmmm, man muß ja alles mal probieren und ich kann mich dunkel erinnern, das es so was schon bei der Hochzeit gab. Und eins wusste ich noch, das ich nicht mehr als eine Portion davon essen konnte. Egal, drauf auf den Teller (jetzt fragen sich einige wieder wie man so was niedliches wie ein Känguru essen kann. Ganz einfach, mit Soße und ein paar Nudeln), dann auf der Nachbarschaft noch schnell Sahneschnitzel aufgeladen und die Reihe rückt vor zum Bohnentopf. Klasse. Der Teller war voll und wenn ich jetzt die Nudeln zurück tue sieht das auch wieder schlecht aus. Naja, dann wurde halt der zweite Gang zum Muß. Aber Pustekuchen, der zweite Gang ging nicht mehr, da es ein wenig viel war und ich noch einige Verdauungsprobleme vom Vorabend hatte. Aber wer weiß wozu es gut war. Morgen hätte ich dann wieder diverse Probleme mit dem Darm gehabt. Zusätzlich zu den schon vorhandenen. Frisch gestärkt kam dann auch schon die Reihe an den Löwentor, aber ohne mich. Zuerst folgte dem Beuteltier Gulasch ein Sahnelikör. Ja, ich weiß, ich bin ekelig. Aber da man so was ja nicht im Raum stehen lassen kann wurde ich genötigt, dann noch einen Löwentor zu trinken. Und der Erste und Einzige hat auch vollkommen gereicht. Um mich vor einer weiteren Runde Schnaps zu retten begab ich mich denn an die Theke um eine Runde Bier zu organisieren. Als hätte das Schicksal auf mich gewartet, bestellte ein andere Gast gerade einen Havana Club Cola. Sämtliche Alarmglocken gingen in meinem Kopf an. Hatte er gerade Havana bestellt? Also kurz an der Theke verweilen um sicher zu sein. Dann zauberte der Schnitzel aus dem Kühlschrank eine wunderbare, dunkle Flasche Havana Club 7 Jahre alt hervor. Es schepperte ein wenig als meine Kinnlade mit dem Edelstahl der Theke kollidierte. Nachdem ich dann die Sabberspuren unauffällig entfernt habe, hörte ich mich einen Havana Club Cola bestellen. Normalerweise darf man so etwas edles wie 7 Jahre alten Havana nicht mit Cola mixen, aber pur war mir zu dem Zeitpunkt noch ein wenig hart. Also änderte ich die Bestellung kurz um und sagte, das die Cola nur kurz dem Rum gezeigt werden soll. Reicht auch. Das Bier habe ich natürlich trotzdem mitgenommen, denn es war für mich noch zu früh um Mischungen zu trinken. Zurück am Tisch, wurden die Augen groß und ich wusste das ich einen Fehler machte, als ich von dem edlen Tropfen berichtete. Wie Pilze schossen plötzlich neben mir überall Havana Club Cola Gläser aus dem Boden. Verdammt, wenn die jetzt schon alles wegpumpen, dann bleibt nachher nicht mehr viel über. Aber die Furcht vor dem Absturz bewahrte mich davor zu früh umzusteigen. Also gings weiter mit Bier und an die Theke. Wenn es dann soweit ist, dann ist es meistens schon zu spät. Ich erwähnte ja mal die Thekenanziehungskraft, bei Glöckners, respektive Fickmaschine, Geburtstag. Ja, auch hier wieder in typischer Fall davon. An der Theke traf man dann die üblichen Verdächtigen. Doch vorher wurde noch über unbekannte (weibliche) Gäste gerätselt, die in einer Runde in Thekennähe rumstanden. Eine kam mir irgendwie bekannt vor. Das ist das schlimmste Gefühl, kurz nachdem man sich einen Fingernagel bis zum Nagelbett abgerissen hat. Gesichter von Menschen, die man schon mal gesehen und man weiß man kennt sie und man kommt einfach nicht auf den Namen oder wann man sie kennen gelernt hat. Nachdem ich dann tief in meinen Erinnerungen gewühlt habe (die die mir der Außerirdische noch nicht entzogen hat), fiel so ganz langsam, wie in Zeitlupe, der Groschen. Eine Bedienung aus der Werkstatt. So mit Beinen sieht sie ganz anders aus. Aber nun heißt es Obacht, nicht das ich wieder irgendwas wegen Conny fallen lasse. Ist man erstmal an der Theke angekommen ist alle Hoffnung, das man ohne Probleme aus der Affäre herauskommt vorbei. Keine Chance und es werden keine Gefangenen gemacht. Zunächst ging es harmlos mit Bier weiter. Nebenbei wurde dann der Glöckner, der gerade mit seinen ehemaligen Schulkollegen und deren Freundinnen an einem Tisch stand, begrüßt. Natürlich konnte ich es mir nicht verkneifen, seinen neuen Kampfnamen, Fickmaschine, zu benutzen, welches bei den Damen große Augen und eine gewisse Neugier hervor zauberte. Glöckner bedankte sich mit einem schelmischen Grinsen, was eine gewisse Dankbarkeit nicht verstecken konnte. Aber so was mache ich doch gerne. An den Gesichtern, der Frauen konnte man erkenne, das sie nun mehr wissen wollten. Und wie sollte es auch anders sein, drehe ich mich um und sehe plötzlich neben dem Schmierpopel. Verdammt, ich dachte ich könne ein Zusammentreffen vermeiden. Nachdem dann die obligatorischen Beschimpfungen ausgetauscht wurden, tranken wir dann ein bis drei Liter Bier und beobachteten die anderen beim Versuch zu tanzen. Ha, jetzt hätte ich ja beinahe etwas wichtiges vergessen. Pornos Eltern waren auch da und wenn man dann so an der Theke steht, kommt man natürlich ins Gespräch und wir haben erstmal Pornos Eskapaden der letzten Wochen analysiert. Sein Vater hat da ja gar nicht gegen, denn er war nach eigenen Aussagen früher genauso. Doch seine Mutter hat den besten Spruch von allen gebracht. Sie meinte nur, das bei der Tochter das so nicht abgehen würde, da würden die Beiden besser drauf aufpassen. Bei Porno ist ja eh schon alles zu spät. Ich muß zugeben, ein wissendes Grinsen konnte ich mir nicht verkneifen. Nächster Gesprächspartner war Schacko, den ich vorher schon an einem Tisch mit Ollibert und Torte getroffen habe. Dort habe ich mich aber schnell wieder verabschiedet, weil ich gesehen habe, das der Löwentorkonsum auf Hochtouren lief. An der Theke kann man auch viel besser reden und dem Löwentor ausweichen. Dann traf ich auf Friedes Schwiegermutter und ihre Bekannte. Die dann hinterrücks erstmal mein Alter erfragten und nebenbei dann fallen ließen, das die Tochter der Bekannten auch 28 Jahre ist und gar keinen Freund. Sofort wurden sämtliche Alarme gezogen und mein Hirn lief auf Hochtouren um aus dieser Verkupplungsaktion wieder raus zukommen. Im Endeffekt bin ich nicht raus gekommen, sondern habe gesagt, das es Schade wäre, das sie nicht da wäre und das sie doch das nächste Mal mitkommen sollte. Irgendwie ist mein Gehirn sehr unkreativ, wenn ich eine Menge Bier getrunken habe. Im Nachhinein erzählte mir Friede, das die Tochter wohl ein ziemliches Gerät ist und auch nicht dumm, sondern Architektin. Naja, das eine muß das andere ja nicht ausschließen, denn Architekten sind das auf dem Bau, was die Designer im Maschinenbau sind. Können keine Kraft ausrechnen, aber wollen mir erzählen in welchen Abmaßen ich meine Maschine unterbringen zu habe. Bin ich froh, das es im Sondermaschinenbau nicht um Design geht. Und kalter Stahl kann auch ganz schön sein. Aber ich schweife ab. Hätte mir Friede diese Infos (Gutaussehend, gut verdienend, nicht dumm) vorher gegeben, dann hätte ich ja das Gespräch in die richtige Richtung lenken können. Aber so wollte ich ja die Katze nicht im Sack kaufen, wenn ich das jetzt mal so unpassend sagen darf. Der Abend fuhr fort und das Bier wurde dann endlich gegen Mischungen ausgetauscht. Doch wie ich feststellen mußte war es zu spät, die gierigen Kehlen meiner Mittrinker hatten dem Havana Club den Garaus gemacht. Widerlich wenn Leute so viel trinken. Also bemühte ich mich um Ersatz, aber es gab so recht keinen. Der Chantre, schmeckte dann doch wie ein Fausschlag ins Gesicht. Was solls, hauptsache macht doof im Kopf. Die Gäste wurden auch immer weniger und der harte Kern blieb. Wie sollte es auch anders sein, waren der Glöckner, Schmierpopel und Möller darunter. Da Glöckner schon früh die Krone des Strammsackkönigs bekam wurde sich wieder auf nicht erfüllbare Wetten eingelassen. So wurde also gewettet, das Möller und Glöckner jeder die Bülterunde in 19 Minuten laufen sollen. Wetteinsatz war Schmieris Portemonnaie. Eigentlich habe ich ja erwartet, das nur ein Hosenknopf drin wäre, aber der Inhalt bestärkte mich in meinem Glauben, das die Werkstatt sehr gut laufen muß. Aber wer auch 20 Mal im Jahr in den Urlaub fliegen kann. Da alle stramm waren wurden Unterschriften schnell eingeholt. Der Wettschein wurde dann übrigens von Kalle Steinmetz eingesackt, der ihn mit ziemlicher Sicherheit irgendwann, wenn keiner mehr mit rechnet wieder hervorholt und unverschämt damit winkt. Doch auch für den harten Kern wurde es Zeit den Heimweg anzutreten. Irgendjemand leichtsinniges ließ dann das Wort Werkstatt fallen und schon war Schmieri heiß. Aber leider hat sich alles wieder zerschlagen und ich ging nach Hause. Kurz noch mit Steini getextet ob bei Schnatter noch was los wäre, aber dort wurde auch schon ausgefegt. Dann muß ich wohl doch ins Bett, obwohl ja 0430 Uhr doch noch recht früh ist.

Sonntag morgen, die erwarteten Kopfschmerzen bleiben aus. Ich dankte Gott für mein Leben und drehte mich nochmal um, um dann das Mittagessen zu verschlafen.

Dem interessierten Leser könnte vielleicht aufgefallen sein, das ich an keinem Tag in der Werkstatt war. Ich bin so stolz auf mich.


Karnevals-Auftakt

15/11/2006

Eigentlich wollten wir am Freitag mal wieder ein Alternativ-Programm zur Werkstatt starten, sprich mal in Göttingen gucken, obwohl ja eigentlich klar sein solle, das man nach einem Abend in Göttingen immer noch Mal in der Werkstatt vorbei gucken könnte. Also wäre die ganze Geschichte nur aufgeschoben statt aufgehoben. Der Abend entwickelte sich allerdings so, das die Leute die mit nach Göttingen wollten, keine Lust mehr hatten und lieber einen Sofa-Abend machen wollten. Gut, kann man verstehen. Ich eher schwerlich, aber die Umstände, lassen alles in einem anderen Licht erscheinen. Also mußte  ich mich wiederum um ein Alternativ-Programm für das Alternativ-Programm umgucken. Erster Blick fiel in das Sporthaus, dort war ja wie jeden Freitag Training und vielleicht würde da später noch was gehen. Bei meiner Ankunft in der Kabine, waren die Spieler noch auf dem Platz, aber sie hatten an mich gedacht und mir gleich erstmal eine Kiste Bier hingestellt. Und dann waren darin auch noch zwei liebliche Becks. Fehlte nur noch die Schleife um alles herum und ich hätte vor Rührung geweint. Da die Träne aber gar keine Zeit hatte mein Auge zu verlassen, öffnete ich mich Schwung das erste Bier des Abends, es sollte ein Becks sein. Herrlich diese Frische auf der Zunge. Es war wie eine Party im Mund und alle waren eingeladen. Es würde nur Havana Club und Becks geben und alle anderen Gäste wären gut aussehende Frauen Ende 20, die alle auf stabile, blonde Brillenträger mit einer Vorliebe für Eishockey, Bier und Feuerwehr stehen. Und selbst bei dieser Party würde ich es hinkriegen, ohne Begleitung nach Hause zu gehen, weil ich mich wohl von Anfang an an die Theke halte und mir schweinelangweilig ist, da niemand da ist mit dem man genügend Nonsens labern kann. Oder ich würde nach fünf Minuten fragen wer alles mit in die Werkstatt kommt und da schleppen dann alle anderen Kerle die Frauen ab. Aber das ist eine andere Geschichte, ich schweife mal wieder ab. Wo waren wir. Ach ja, leckeres Becks (bei einer trinkbaren Temperatur gelagert) floß meine Kehle hinunter und vereinte sich mit was auch immer noch in meinem Magen war. Nun kam eine schwere Entscheidung. Warte ich in der Kabine auf die Anderen oder gehe ich dann doch wieder in die Kälte raus und gucke den Anderen beim Training zu? Die Langeweile wurde besiegt und ich schloß meine Jacke, nahm mein Becks und trotzte den Elementen. Die Begrüßung war wie immer. Von „Yo, Pete“ über „Alter Schwede, Bierpumpe trinkt schon wieder!“ bis hin zu „Boah, Pitsche, du bist ja absolut schmerzfrei. Bei der Kälte trinkst du kaltes Bier?“ (O-Ton Ingo) Warum auch nicht, von nichts kommt nichts. Ich bin doch kein Schön-Wetter-Trinker. Man muß auch dann trinken wenn es weh tut, wenn man hochklassig trinken will. Training ging vorüber und mein Bier wurde exakt zum Abpfiff geleert. Also schnell zur Kabine und Nachschub holen, natürlich habe ich mit beim Aufräumen geholfen, ich bin ja nicht so. In der Kabine stellte sich dann schnell raus, das die Leute die noch was machen wollte, definitiv in die Werkstatt wollte, da dort Jägermeister-Promotion war. Nebenbei habe ich fallen gelassen, das sich Porno und Schnitzel im Feuerwehrhaus getroffen haben um dort vorzuglühen. Lange Rede, kurzer Sinn, die nächste Station hieß Feuerwehrhaus, wo wir Porno und Schnitzel verstärkten die sich dort mal eben eine Flasche Wodka genehmigten. Was das Wodka-Trinken angeht ist Porno eh das Alkohol-Wunder. Der kippt das Zeug in sich hinein, als gäbe es kein morgen mehr. Ich glaube der ideale Platz wäre für ihn irgendwo im tiefsten Rußland, wo sie den Wodka noch eigenhändig aus Kartoffeln brennen und dabei auch mal das ein oder andere Prozentchen mehr in die Flasche lassen. Nur wird’s da schwer an den Red Bull zu kommen und Pfirsich-Eistee ist dort auch eher schlecht zu bekommen, obwohl Aldi tut was es kann. Dann muß das Zeug eben pur rein, das gibt so eine schöne Reibeisenstimme und man hört sich an wie Bonnie Tyler nach einer durchsoffenen Nacht. Wir ließen und nieder und kaum hatte ich das fünfte Bier in der Hand tat sich die Tür auf und das Grauen bekam einen neuen Namen. Schocker hatte es mir schon am Mittwoch angedroht, das er am Samstag frei habe und ich solle mich um das Wochenendprogramm kümmern. Da Göttingen ins Wasser gefallen ist muß ich ihm irgendwann zwischen Sport- und Feuerwehrhaus eine Nachricht geschrieben haben, was denn nun abginge. Irgendwie war es jetzt Saufen mit Ansage und ich hatte das dumme Gefühl, das es ein sehr häßlicher Abend werden würde. Ach was solls, jedes Mal wenn ich mit Schocker losgezogen bin ist was passiert. Elferrateintritt, Erzählungen über den Übertritt vom Christentum zum muslemischen Glauben (inklusive operativer Veränderungen), Kupplungsaktionen. Schocker war unglaublich wild darauf in die Werkstatt zu kommen, denn die Uhr zeigte gerade mal 2215 Uhr da machte er schon wieder so ein komisches Gesicht was man entweder als Ich-muß-mal-unbedingt-aufs-Klo- und-hatte-gestern- Bohnen-und-einen-Liter-Löwentor-zum-Abendbrot-Gesicht oder als Los-trink-aus-du-Blödmann-ich-will-Frauen-sehen-und -nicht-im-Feuerwehrhaus-abhängen-Gesicht deuten kann. Ich tippe mal auf Ersteres, trotzdem fuhren wir dann so langsam los.  Erster Halt war der Geldautomat, denn Porno war blank. Nächster Halt, Werker. Da Schocker schon mit der ersten Tour mitgefahren war, wunderte es mich in keinster Weise, das er schon in Trinker-Stellung an der Theke saß und eine Falsche Wodka vor sich stehen hatte. Er kam wahrscheinlich rein und hat beim Fallen von den drei Stufen, die so manchem Besoffenen schon zum Verhängnis wurden, die Falsche bestellt, ohne Rücksichtnahme auf seine Schneidezähne. Immer noch die Wette im Hinterkopf nahm ich mir vor erstmal beim Bier zu bleiben, Mischungen gingen später am Abend eh besser rein. Doch kaum kam ich um die Theke, traf ich auf Manuel, der mir erstmal zum weblog gratulierte und ohne Pause auf eine Aktion hindeutete die er schon mal für uns klar gemacht hat. ER hat nämlich mit Simone telefoniert und uns Beide schön zur Wohnungseinweihung eingeladen. Gut, bin ich nicht im geringsten Böse drum. Hauptsache da gibts ordentlich zu Trinken. Als zweite Aktion drückte er mir erstmal eine Mischung Havana Club in die Hand. Hinfort waren die guten Vorsätze und der goldenen Nektar nahm seinen Weg um dem Bier Gesellschaft zu leisten. Die Nächste Runde ging auf mich und ich bestellte eisenhart ein Becks für mich. Der Abend sollte ja noch ein wenig gehen. Da ja der Anwesenheit von Conny allgemeines Interesse gilt, kann ich hier mal fallen lassen, das sie nicht da war. Das hatte nämlich Jensemann bei seinem Antreffen schon geklärt und teilte mir mit, das Conny erst am Samstag bedienen würde. Schön, wie sich alle um mich und mein Seelenheil sorgen. Die folgenden Stunden galten dem exzessiven Alkoholkonsum. Trotz Jägermeister-Promotion war es nicht sehr voll, was nun nicht unbedingt zum Nachteil sein sollte, denn man bekam zügig seine Getränke und größtenteils war es auch das was man sich bestellt hat. Widmen wir uns nun dem Phänomen Kolbi und Jensemann. Kolbi war im Besitz von 12 €, die er gleich gewinnbringend, zusammen mit Jensemann, in einer Flasche Wodka anlegte. Die Beiden waren allerdings gegenüber Porno im Vorteil, da sie noch nicht drei Falschen Wodka benötigten, damit die Augen automatisch die Jalousien halb herunterfuhren. Nein, da reichte schon eine halbe Flasche und die Augen kamen ca. fünf Zentimeter weiter aus dem Kopf heraus. Da ja mit dem Genuß von Alkohol bekanntlich die Hemmschwelle fiel, nutzen die Beiden das schamlos aus. Es wurde sich in den Armen gelegen und es wurden lauthals Lieder gesungen, ohne Rücksicht auf Verluste oder Textsicherheit geschweige denn Garantie auf Richtigkeit der Melodie. Hauptsache laut und ab und zu Textfetzen hören lassen. Kommen wir aber nun zum eigentlichen Phänomen, was immer wieder bei betrunkenen Männern zu beobachten ist (ich schließe mich hier keinesfalls aus). Verlässt der Saufkumpan einen für eine kurze Zeit verzeiht sich das Gesicht, als würde es aus Wachs bestehen und gerade einer Höhensonne ausgesetzt werden. Fühlt (in dem Zustand kann man nur noch von fühlen reden, vergleichbar mit den Spinnensinnen von Spiderman) man das Herannahen des getreuen Freundes, reaktivieren sich automatisch alle Gesichtsmuskeln und das Gehirn gibt den Befehl zum Gröhlen. Der Kumpan erkennt die Mimik und setzt gleich an. Am Anfang ist es schwer das gleiche Lied zu treffen, aber nach drei bis vier Minuten brüllen hat man sich dann geeinigt, welchen Klassiker man zum Besten gibt. Doch lassen wir die Zwei weiter grölen und widmen wir uns dem Flipperkugel-Syndrom. Vorgeführt an dem Abend von Porno. Nachdem sich Porno und Schnitzel die zweite Flasche Wodka in der Werkstatt gegönnt haben, wollte Schnitzel nicht mehr mit trinken und Porno war verzweifelt. Doch er fand Hoffnung in Schocker der bereit war mit ihm noch eine Falsche Jim Beam zu bestellen. Doch vorher führte er uns gar meisterhaft das Syndrom vor. Wie es nun mal so ist in einer Disco (Darf man die Werkstatt als Disco bezeichnen? Passt nicht Betäubungshalle besser?) steht man immer irgendwo im Weg. Leute stehen um einen herum und wollen an einem vorbei. Hat man nun genügend getrunken (hängt von der Tagesform ab) fängt man leicht an zu schwanken. Das man dabei leicht an andere Personen stößt lässt sich nicht vermeiden. Man entschuldigt sich kurz und weiter geht’s mir dem Trinken. Nicht so der Porno, denn der hatte schon soviel getrunken das von einer Person an die andere stieß. Immer schön hin und her, wie eine Flipperkugel in den Bumpers. Hätte es Punkte gegeben, Porno hätte die Highscore nur durch die Bumpers abgeräumt. Von der Jury gabs eine 10.0, nur ein paar Abzüge in der B-Note wegen Gesichtsentgleisungen. Ich jedoch war immer noch beim Bier und mußten  Schocker ein paar Kuppelversuche mit Frauen ausreden. Nebenbei durfte ich dann noch Jägermeister aus einem Reagenzglas trinken, was von einer sehr motivierten jungen Dame mit orangenen Haaren serviert wurde. Irgendwann traf ich dann noch Jens Vollmer und Dirk F. Da viele der Westeröder schon nach gehen mussten, dank der Übermüdung hervorgerufen durch diverse Mixgetränke gings dann mit den Beiden munter weiter. Die absolute Härte war mal wieder Schocker. Er verabschiedet sich und meinte nur, das er ja morgen früh raus muß, wegen dem Schmücken der Mehrzweckhalle und geht. Eine Stunde später gehe ich auf Toilette und war der Meinung ich hätte eine Erscheinung. Aber warum sollte der Herr mir in Form von Schocker erscheinen? Aha, Schocker war also noch da und stand orientierunglos an der Tanzfläche rum. Ich fragte ob er Hilfe bräuchte, er ist schon ein wenig älter, ließ mich über beschimpfen und ging lachend weiter. Doch auch für die Härtesten unter den Harten wurde es Zeit den Heimweg anzutreten. Porno, Jens V. und Dirk F. begleiteten mich auf dem Weg nach Hause. Seltsamerweise fuhr Dirk mit nach Westerode, obwohl wir ja bei seinem Haus vorbei kamen. Er wollte unbedingt bei Jens schlafen. Sollte mir das zu denken geben. Eher nicht, denn was gehen mich die Geschäfte anderer Leute an. Der Rückweg ging mal wieder über McDonalds. Kein Wunder hatten wir ja die menschliche Flipperkugel an Bord. Jeder bestellte was und Porno, der kaum noch 50 Zentimeter weit gucken konnte, bestellte irgendwas und versuchte den Trick mit der Telefonnummer aus der Werbung. Die Kassiererin konnte darüber gar nicht lachen. Ich entschuldigte mich förmlich und weiter ging die Fahrt. Beim aufteilen fiel Porno plötzlich auf, das er ja nur einen Chicken-Burger hatte und die der Cheeseburger fehlen würden. Das er die vergessen hat zu bestellen ist ihm gar nicht in den Sinn gekommen. Kopfschüttelnd trat ich den finalen Heimweg an.

Samstag morgen. Es war gerade mal 1000 Uhr und es fiel mir siedenheiß ein, das ich ja noch Fotos abholen mußte . Soweit kein Problem. Aber ich mußte  um 1111 Uhr schon wieder bei einem 70. Geburtstag im Anzug sein. Nur wenn man sich Probleme macht hat man auch welche. Fotos geholt und wie der Blitz umgezogen und ab gings zum 70. Geburtstag. Dort wurde zum Essen ein Bier getrunken und als ich dann so gegen Kaffee richtig loslegen wollte war die Feier auch schon vorbei. Vielleicht auch besser so, denn ich mußte ja Abends noch zum Auftakt des Karnevalvereins. Nicht umsonst gehe ich immer regelmäßig zu den Elferratsversammlungen. Die Geburtstagsfeier hat mich zwar vor dem Aufbauen gerettet, aber die harten Sachen standen ja noch bevor. Einmal der Auftakt an sich und das Aufräumen am nächsten Tag. In Schale geworfen ging es dann um kurz vor 1900 Uhr los Richtung der Mehrzweckhalle. Dort angekommen wurde man erstmal belächelt, da alle der Annahme waren ich wäre schon voll wie eine Haubitze, aber Pustekuchen. Nichts war. Ohne Umwege fragte ich gleich nach dem ersten Bier. Und es dauerte nicht lange da war man in einer Gruppe drin, die einem Angst und Bange werden ließ. Die Schlagzahl hielt das was die illustre Runde versprach. Irgendwann zwischendrin setzten wir uns dann an einen Tisch und alles ging durcheinander. Runde wurden bestellt, obwohl noch volle Gläser vor manch einem standen (nicht vor mir, ich hielt gut mit). Nach dem üppigen Schlachteessen kamen wir dann zum Einmarsch mit Eröffnung der Karnevalssaison und der Proklamation des neuen Prinzenpaares. Bitte einen Tusch (den ich dann doch noch gefunden habe): Patrick und Julia. Die Wievielten habe ich irgendwie nicht mitbekommen, da die Angst vor dem obligatorischen Löwentor sich breit machte. Als der unten war, war ich froh, doch dann sah ich den Guido nahen mit einem zweiten Tablett voll und dich wollte nur noch rennen. Sieht allerdings nicht so toll aus, wenn man vorne auf der Bühne steht. Egal, der zweit auch noch runter und gerade so den Brechreiz unterdrückt. Sagt man nicht, der Erste, der Dritte und der Dreiunddreißigste sind die Schlimmsten? Bei mir sinds alle. Sollte ich denn jemals Prinz werden (Gott bewahre mich davor), lautet meine erste Regel, das es nur noch Bismarck gibt. Der Prinz und seine Prinzessin ließen allerdings verlauten, das man den Löwentor mit der linken Hand trinken muß. Also nächste Runde rein und Kai machte es gleich falsch. Meine Hoffnung ist ja, das er diesmal bei der Gerichtsverhandlung gerecht bestraft wird. Gerecht heißt dann auch körperliche Züchtigung. Der neue Prinz wurde gekürt und nun konnte die Druckbetankung losgehen. Ach halt, ich hatte ja noch Thekendienst. Egal, trotzdem Druckbetankung. Das Prinzenpaar ging nun von Tisch zu Tisch und stellte sich standesgemäß mit Schnaps vor. Dabei hatten sie irgendwie den Nollo im Schlepptau. Wie ein kleiner Mond umkreiste er das Prinzenpaar stets das Schnapsglas zur Hand. Erste Runde wurde ein Roter. Obwohl alle forderten das Löwentor getrunken wurde. Ich glaube denen gings zu gut. Ich war froh das ich das Zeug nur von Weitem riechen mußten . Da wir uns aber vorgenommen haben den Prinzen so schnell nicht wegzulassen. Mußte  noch eine zweite Runde getrunken werden und eine dritte. Diesmal konnte ich mich nicht wehren, besser gesagt, wurde hinterlistig mein Glas voll gemacht und ich mußte  es dann trinken. Der Prinz war weg und die Thekenschicht fing an. Ich war in meinem Element. Vor mir der Zapfhahn und dahinter in weiter Ferne die Menschenmengen. Für die nächsten anderthalb Stunden gabs nur Zapfen ein paar Gläser spülen und ab und zu Bier trinken. Nachher steht das noch ab. In der Zwischenzeit wurden Büttenreden aufgeführt und die Stimmung stieg. Dann als die Ablöse kommen sollte, war nichts mehr. Ablösung war Florian und Kai. Allein als ich den Plan gelesen hatte, sollte mir klar gewesen sein, das ich nicht pünktlich hinter dem Tresen wegkommen sollte. Ein kurzer Blick und wir wussten Bescheid, Mr, Doppel-Kreuzband-Riß war auf der Tanzfläche und ließ die Hufen fliegen. Als sich die Beiden endlich dazu erbarmten uns hinter der Theke abzulösen,halfen wir ihnen sich zu präparieren. Es war halt nicht mehr so einfach sich alleine und ohne größere Verletzungen sich die Hemdsärmel hoch zu krempeln. Aber wozu sind denn Elferratskollegen da. Während der Thekenübergabe sind dann auch Kathrin und Heike angekommen. Ohne sie wäre eine Feier in Westerode nicht komplett und vor allem nicht so lustig. Ich unterhielt mich in der Zwischenzeit ein wenig mit Susanne, Görtlers Freundin, und beobachtete Porno der uns gegenüber saß wie er versuchte unfallfrei NicNacs in seinen Mund zu befördern. Wer Pornos Mund kennt, weiß das es eigentlich ein schwarzes Loch ist, was alles eßbare im Umkreis ansaugt und auf nimmer wiedersehen in seinen Magen verschwinden lässt. Aber die NicNacs, haben ihm dann doch einige Probleme bereitet. Jedenfalls bei fortgeschrittener Promillezahl. Wäre er nüchtern gewesen, hätte er nur seinen Mund (wenn man den so nennen darf) in die Nähe der armen kleinen Nüsse im Teigmantel bringen müssen und durch einen unglaublichen Sog wären sie ungekaut im Magen versenkt worden. Susanne ging und Kathrin kam und gesellte sich zu mir. Da ich nun auch nicht mehr ganz nüchtern war, waren meine Reflexe nicht mehr die Besten. Also befahl Kathrin dem Porno doch mal ein Foto von uns Beiden zu machen. Meine letzte Hoffnung war das Porno so stramm war das er alles total verwacklete, aber die Rechnung ging nicht auf. Ich hasse Fotos von mir. Kathrin ist ja hübsch anzuschauen, aber ich daneben. Naja, lassen wir das. Foto gemacht und irgendwann waren wir dann an der Theke. Dort ging es munter mit Bier und Schnaps, den ich immer geschickt links liegen gelassen habe weiter. Als nächstes trat die Ex-Prinzessin auf dem Plan. Sie wollte unbedingt tanzen. Da ich ihrem Charme ohne Gnade verfallen bin, sagte ich ja unter der Bedingungen, das ein tanzbares Lied gespielt wurde. Zum Glück wurden gerade die Charts hoch und runter gespielt und da sind ja eher weniger Discofüchse dabei. Früher oder später sollte es dann aber soweit sein. Und ich durfte mit Patrizia volle drei leider tanzen. Manche Einlagen wie die 180° Rückenlage gelangen nicht ganz, aber lustig war es allemal. Glücklich das ich mich wieder an die Theke retten durfte, trat dann Hüfte auf den Plan, die auch mal mit mir tanzen wollte. Nun ja, Hüftes Charme bin ich auch irgendwie erlegen und kann Mädels so schlecht Wünsche abschlagen. Also noch eine Runde auf dem Tanzflur. Und ich wette, das Schocker mit Absicht, die den Mega-Mix von Pur reingemacht hat. Nur zum Verständnis, wenn ich Krieg führen würde, dann würde ich den Feind laufend mit Pur-Liedern beschallen. Irgendwann sind die dann weichgekocht und begehen freiwilligen Suizid. Pur kommt auf meiner Haß-Musiker-Liste kurz vor Corinna May, der blinden Grand-Prix-Trulla. Da muß ich nur dran denken und schon steigen Mordgelüste in mir auf. Irgendwann vor dem Tanzen tauchte dann Vokke schon ziemlich hacke auf. Also mit Vokke auch noch ein paar Pilse getrunken und sensationelle Vokke-Vollstramm-Pictures geschossen. Ach ja, unser Vokke raucht ja nicht mehr (Insider wissen was gemeint ist). Und der Calle war auch mal wieder mit von der Partie. Er trank wohl vorher mit seinem Schwager im fernen Nesselröden und fand mit einem Umweg über die Werkstatt noch in die Mehrzweckhalle. Dort tranken wir erstmal ein paar zusammen. Während Walter, sich den Rhythmen auf der Tanzfläche in grazilen Bewegungen hingab, machte sich Calle daran die eben erworbenen Marken in Bier umzusetzen und sich weiterhin auf Pegel zu halten. Doch irgendwann haben sie sich dann wieder in die Werkstatt verabschiedet. Schade eigentlich. Als ich dann mal wieder an der Theke war um zu gucken ob man irgendwo ein Bier abgreifen könnte bereiteten sich meinen Augen gar scheußliche Anblicke. Schmierpopel wollte seine Frau auffressen. Zuerst wollte ich einen Eimer Wasser oder ein Brecheisen holen um die Beiden wieder von einander zu trennen, bis mir einfiel wer da vor mir stand. Schmierpopel und der „küßt“ nun mal so. Normal war das aber nicht, da er locker mit seiner Zunge feststellen konnte was Anja alles beim Essen gegessen hat. So ist er halt, manchmal wache ich nachts noch schweißgebadet mit diesem Bild vor den Augen auf. Der Frauenesser vom Natheplan. Der Abend wurde später und weitere Hemmungen fielen. Kalle S. begann damit sein Hemd aufzuknöpfen und M7 perfektionierte es in dem er seinen kompletten Oberkörper entblößte. Es gibt Momente da könnte ich eine Kamera mit Weitwinkelobjektiv echt gebrauchen. Görtler wollte dem Ganzen noch die Krone aufsetzten und mit freiem Oberkörper und nur noch mit der Fliege bekleidet reinkommen. Das wurde dann aber von seiner Freundin verhindert. So, und damit ich diesmal keinen Schlüsseldienst machen mußte  verabschiedete ich mich mit der letzten Welle an Gästen. Zurück blieben Kai und Florian, die sich ja auch zum Schlüsseldienst eingetragen haben. Diana fuhr mich netterweise nach Hause, so mußten  ich nicht nur mit einem Jacket bekleidet und nach Bier stinkend durch Westerode laufen. Nachher hätten mich wilde Bären noch mitgenommen.

Sonntag, Telefon klingelt und Schnitzel weckt mich zum Aufräumen. Ich bleibe noch ein wenig liegen, damit das Drehen nachlässt und mache mich auf den Weg. Das Aufräumen ging mit den üblichen Maulereien von statten und manche Leute drückten sich einfach zu perfekt vor der Arbeit. Andere hingegen hielten es gar nicht für nötig erst dort aufzuschlagen. Zum Beispiel Barney, aber von dem sind wir es ja gewohnt. Und unser lieber Kai. Trotz Ankündigung des Präsidenten, das der Schlüsseldienst sehr wohl zum Aufräumen erscheinen muß, blieb er fern. Ich hoffe nur das dieses Logbuch als Beweis bei der Gerichtsverhandlung genutzt werden kann. Weiterhin habe ich mich schön erkältete beim nachmittäglichen Fußball und habe jetzt eine verstopfte Nase und muß dringendst auf mein Sofa.


Bei Lars

13/11/2006

Freitag, ein weiterer beliebter Tag um Versammlungen durchzuführen. Da die närrische Zeit vor der Tür steht, war mal wieder Elferratsversammlung. Unschönerweise wollten die Mannschaft nach dem Training noch eine kleine Besprechung mit Ballern bei Kellner abhalten. Da war ich mal wieder in der Terminfrage. Was von Vorteil war, war das die Elferratsversammlung eine Stunde vor der Fußballversammlung war. Also konnte ich auf beiden Hochzeiten tanzen oder besser gesagt, mir entging kein Bier. Die Versammlung vom Elferrat war wie gewohnt recht lustig, aber man konnte ja auch genug Scheiße labern. Doch die Stunde ging recht fix vorbei und unterm Strich bleib die Erinnerung an vier schnelle Bier und die Mitteilung das ich mich um einen Tusch und um den Narhallamarsch im mp3-Format kümmern wollte. Super, wann hatte ich den da zugestimmt. Das muß bei der letzten Versammlung gewesen sein, wo ich schon hacke war als es los ging. Aber das Internet war auf meiner Seite. Dort in den weiten des worldwideweb gibt’s bestimmt so was wie einen Tusch als mp3. Um es gleich mal vorweg zunehmen. Die Suche stellt sich schwerer raus als man denkt. So bescheuert es klingen mag. Es gibt keinen Tusch. Weder als mp3 noch als wav. Hallo, gibt’s da keine Karnevalsfreunde im Netz oder sind die immer zu stramm irgendwas online zu stellen. Aber ich habe es doch hin bekommen, jedenfalls zu 50%, nun wird sich zeigen, ob das reicht. Aber wo war ich, ach ja, ab gings zu Kellner, mit dem Thomas Bee, denn da war ja Mannschafts- ähh Besprechung. Als ich die Gasstätte bei Kellner betrat, orderte ich gleich bei Thomas erstmal ein Bier ist ja auch besser, damit gleich munter in die Runde einsteigen kann. Und die erste Bestellung wurde gleich erstmal auf eine Runde für die ganze Meute erweitert. Glücklicherweise trank ja jeder auf seinen eigenen Deckel, sonst hätte der Spaß schnell sehr teuer werden könne. Aber so trank jeder für sich selbst. Da ich schon eine gute Schlagzahl in der Mehrzweckhalle vorgelegt habe, lief das Bier nur noch rein. Leider war es Königs Pilsener und ich wusste schon das ich von hämmernden Kopfschmerzen am nächsten Morgen gepeinigt werden würde. Ein kleines Opfer gegenüber die Freude des Trinkens. Während die anderen sich was zu essen bestellten, fuhr ich mir noch ein paar Pils mehr rein, denn das bischen was ich esse kann ich mir auch als flüssige Nahrung zuführen. Man darf nicht den Nährwert von einem guten Pils unterschätzen. Nicht umsonst heißt es „Sieben Bier sind auch ein Schnitzel!“ Meisten trinke ich dann acht, denn man will ja zum Schnitzel noch ein leckeres Getränk haben. Nachdem dann bei Kellner über mehr oder minder interessante Themen diskutiert wurde, wurden die ersten Rufe nach der Werkstatt laut. Aber nicht von mir, denn ich habe noch böse Erinnerungen an den vergangenen Freitag. Es waren zwar nicht meine eigenen Erinnerungen und die Hälfte davon stimmt eh nicht, da ja bei jedem Erzählen nochmal ordentlich Gerüchte mit drauf gepackt werden, doch das was ich hörte sollte eigentlich schon ausreichen, die Werkstatt erstmal zu meiden. Da aber der Gerstensaft seine ersten Wirkungen entfaltete (die Zunge wurde langsamer und die Worte schwerer in der Artikulation) vernahm ich plötzlich aus meinem Mund, das ich noch hinfahre. Da haben dann auch keine Informations-SMS von Schnitzel ihr Werk zu getan. Er meinte nämlich mich informieren zu  müssen, das Conny bedient. Das Taxi wurde bestellt und im gleichen Zug noch zwei Runden Bier. Haha, wir werden ja sehen wer schneller ist. Machen wir es kurz, die Angst am Ende in der Werkstatt wieder nüchtern zu sein, wenn man nicht auf der Stelle zwei Bier auf Ex kippt hat nicht ausgereicht, die zwei Pilse rechtzeitig zu vernichten. Also wurde der Taxifahrer mit Belanglosigkeiten hingehalten. Ankunft Werkstatt. Es war nicht so voll wie man es erwartet oder sich gewünscht hat. Aber egal, denn meine entzündeten Augen erblickten schon Schnitzel und Böning an der Theke und vor sich hatten sie provokativ eine Jim Beam Flasche aufgebaut. Aber ohne mich. Kaum kam ich um die Ecke erblickte ich den Porno, der schon wieder leicht grinsend auf einem Hocker saß und irgendwie mit der Jim Beam Flasche flirtete. War es möglich, haben wir die perfekte Gefährtin für Porno gefunden? Aber sie war immer so schnell alle und er so schnell voll. Gegensätze ziehen sich an, war schon immer so. Und wie mir Schnitzel schon schrieb, stand die Conny hinter der Theke und brachte mir mein erstes Bier. Ich sagte erstmal nur Hallo, denn ich wusste ja nicht was am letzten Freitag so abgelaufen war. Aber ich bin mir fast sicher, das ich sie den Abend nicht mehr gesehen habe. Wenn nur das Wörtchen „fast“ nicht wäre. Aber sie lächelte und sprach mit mir, das waren schon mal gute Zeichen. Und so nahm der Abend dann seinen Lauf. Nach ca. 3 Bier im normalen Tempo getrunken traten Kathrin und Heike auf. Die wurden dann meinerseits über einen junge Dame aus Fuhrbach ausgefragt und warum sie was gegen sie hätten. Daran kann ich mich jedenfalls noch erinnern, die Antwort wurde von meinem Gehirn gelöscht, weil sie wahrscheinlich nicht in mein Such-Schema passten. Ich frage sie einfach beim nächsten Mal wieder, nüchtern werde ich dann wohl nicht sein, aber wenn ich es dann zum dritten Mal höre bleiben eventuell gewisse Grundinformationen hängen, die vom Datensicherungsprogramm gerettet werden können. Obwohl das an einem Samstag morgen immer schnell durchgelaufen ist. Tja und irgendwie endet der Abend für mich kurz nach diesem Gespräch, besser gesagt die Erinnerung hört hier auf. Das Bier lief immer schneller rein und ich kann mich noch sehr dunkel daran erinnern, das ich angefangen habe Havana Club Cola zu bestellen. Und das nächste was ich dann wieder weiß ist, das ich mit Porno in einem Taxi nach Hause gefahren bin und wir waren sehr enttäuscht, das es noch keine Brötchen gab. Ich habe aber eher das Gefühl, das die Bäckerleute nur an Leute Brötchen verkaufen die unter 3 Promille auf dem Kessel haben. In der Zeit die fehlt könnte ich locker zum Mars geflogen sein und ein paar schöne Mars-Drinks genommen haben oder mal eben in die Fremdenlegion eingetreten sein, aber ich kann mich an nichts erinnern. Nun stellt sich die Frage, ob ich das auch will?

Samstag kein Wecker nichts. Es wäre zwar Truppmann Ausbildung, aber ich habe mich frühzeitig abgemeldet, da ich noch ein paar Sachen in Esplingerode erledigen mußte. Abends gings dann zu Lars, der hatte nämlich Geburtstag und wollte den so richtig begießen. Klasse, also genau meine Lieblingsbeschäftigung nach Bier trinken. Wir fanden uns also gegen 2000 Uhr in seiner Wohnung ein und ich kam in Begleitung einer Havana Club Flasche, in weiser Voraussicht, sie ein wenig später zu leeren. Doch vor dem Spaß mit dem Club hat der Herr noch ein paar Liter Bier gesetzt, schließlich wollte ich ja den Abend noch ein wenig länger genießen. Hätte ich gleich mit Havana angefangen, dann hätte ich nach der zweiten Flasche den Heimweg antreten müssen. Oder es wäre andersartig wieder mal ausgeartet. Doch ich hatte alles unter Kontrolle. Nach der Ankunft und den üblichen Begrüßungen/Glückwünschen kam dann auch die erste Runde auf den Tisch. Warsteiner. Mein Hirn drückte sofort sämtliche Alarmglocken und wollte mit mitteilen, das beim Genuss von Warsteiner die Kopfschmerz-Garantie auf 80% steigen würde. Die Warnungen ignorierte ich geflissentlich. In einem blitzschnellen Rechenprozess, wog ich die Chancen von Kopfschmerzen zum frühen Absturz bei der Havana Club Alternative ab und entschied mich für die Möglichkeit der Kopfschmerzen. Etwas gewagt, aber somit konnte ich später umsteigen und könnte eventuell den Havana Konsum noch ein wenig regulieren. Ehe ich mich versah war die erste Flasche auch schon leer. Verdammt, ich hatte meine Hand-Mund-Koordination schon wieder nicht unter Kontrolle. Lars bot sogleich an ein paar Bockriemen zu vertilgen, die er oder besser gesagt Steffi in der Küche präpariert hat. Ich lehnte erstmal ab und gab vor von Bockwürsten immer so schnell voll zu werden. Allerdings tat ich mich an den Bieren die dekorativ auf dem Glastisch aufgebaut waren gütlich. Zum Glück riß der Versorgungsstrom vom Balkon nicht ab. Fünf Bier später schoßen meinem Gehirn die ersten Gedanken durch den Kopf, ob es nicht besser wäre, schon mal auf Havana Club umzusteigen. Ich hielt ein kurzes Zwiegespräch mit meiner Leber und bleib vorerst auf dem Bier Trip. Das Schlimme war nur, das schon ein paar andere sich die ersten Mischungen Havana rein pfiffen. Der Geruch der einem da in die Nase wehte war einfach göttlich und es stand fest, das ich später dann doch umsteigen werden. Ich wollte ja eigentlich mal wieder einen Abend mit reinem Bierkonsum verbringen, aber den habe ich jetzt erstmal auf eine unbestimmte Weihnachtsfeier verschoben. Während also noch ein Bier den Weg in meinen Magen fanden tauschte man muntere Geschichten aus. Und vor allem wurden wieder mal die alten Bundeswehr-Stories ausgegraben. Gerade mit Manuel, der mit mir in Osterode war machte es Spaß in alten Zeiten zu schwelgen und so Kracher wie die Schulterklappengeschichte oder, auch immer gerne genommen, die Ich-habe-hier-heiße-Ware-Story zum Besten zu geben. Die Uhr zeigte nun schon fortgeschrittenen Stunde, ich vermute mal es war so gegen 2300 Uhr als mich der teuflische Schöttler in die Küche lockte und mir mein gerade geleertes Bier aus der Hand riß und schneller als der Blitz selbiges mit einer Mischung getauscht hat. Da meine Lebensauffassung nicht mehr die Beste war, realisierte ich nicht sofort das ich kein Bier in der Hand hielt. Die normale Motorik funktionierte allerdings wie gewohnt und das Glas wurde gekonnt zum Mund geführt. Als dann die ersten tropfen Havana Club meine Lippen berührten war es zu spät. Der Teufelskreis begann sich zu schließen. Nachdem ich diesen göttlichen Nektar zu mir genommen habe, gab es kein zurück mehr. Alles andere wäre ein blasphemischer Versuch gewesen. Mein Schicksal war besiegelt und ich widmete mich dem Havana. Ach ja, ich vergaß zu erwähnen, das vorher schon ein paar Schnäpse den Weg in meinem Magen gefunden haben. Anfänglich war es noch Ouzo, auch bekannt unter dem Namen Kotzo, und als der dann angeblich alle war. Folgte noch ein oder zwei Jägermeister. Als nämlich mein Glas mit Jägermeister voll war, kam Lars mit dem Kotzo um die Ecke und meinte „Hoppala, da war ja doch noch Ouzo im Kühlschrank.“ Guter Trick, den muß ich mir merken. Aber wir waren ja beim Havana angelangt und da soll man sich ja nicht beschweren. So alleine in der Küche kommt man schnell mal auf dumme Ideen und es dauerte nicht lange, da befand sich durch einen dummen Zufall das Plüschtierradio von Lars auf der Herdplatte. Ein weiterer dummer Zufall führte nicht näher genannte Hände in die Nähe des Einschalters. Doch das Radio konnte gerettet werden, in dem Rettung durch unangekündigten Besuch nahte (Warum steht den das Radio auf der Herdplatte?“ „Was denn für ein Radio? Ach das, keine Ahnung wer das da hingestellt hat.!“) Letztes Jahr wäre beinahe der Glastisch in 5 Millionen Teile zersprungen und in diesem Jahr hatten Schöttler und dich eigentlich den sündhaft teuren Fernseher auserkoren. Natürlich nur als potenzielles Opfer. Nicht das wir irgendwas mit einem Katapult oder einer großen Schleuder geplant haben. Ich dachte ja auch eigentlich, das ich gar nicht so voll war, aber wenn ich mir so die Fotos angucke, dann habe ich davon doch so einige nicht mitbekommen. Und vor allem sieht es auf manchen so aus als seien Orgien gefeiert worden. Später am Abend wurde dann die ACDC-DVD reingeworfen und der grandiose Sound aus den Boxen genoßen. Ich muß zugeben, das ACDC aus einer Suround-Anlage nochmals um Längen besser klingt. Aber nicht mehr lange und ich darf auch so ein Schmuckstück mein Eigen nennen. Der Abend fuhr also fort und der allzu große Konsum von Mixgetränken machte manche Leute übermütig. Bevor sich also der Lange ins Reich der Träume begab wurde ein m&m-Contest gestartet. Wer schaffte es ein m&m seinem Gegenüber in den Mund zu werfen? Man mußten  hierzu anmerken, das bei keinem die Hand-Auge-Koordination noch einwandfrei funktionierte. Somit gingen die ersten 0 Stück irgendwo im Wohnzimmer verloren. Gut, das Lars mitgemacht hat, sonst sähen wir alt aus. Schöttler hatte mal wieder am meisten Glück und versenkte ein m&m in meinem Mund. Was es für eine Sorte war kann ich nicht mehr sagen, denn das Biest nahm den direkten weg am Zäpfchen vorbei in den Magen. Nach dieser wirklich sportiven Einlage wurde bei manchen die Augen einfach schwer und sie schliefen ein. Man gut, das Lars ein recht großes Sofa hat denn so konnte man einfach nach hinten umfallen. Die Situation wurde natürlich schamlos ausgenutzt und diverse Fotos (mit und ohne Dekomaterial) wurden geschossen. Herrlich. Irgendwann kam dann aber auch für den harten Kern die Stunde des Aufbruchs. Freiwillig oder unfreiwillig, aber es wurde Zeit. Sehr nette Party und man hatte eine Menge Spaß. So gefällt das.

Zum Glück blieben die Kopfschmerzen aus. Sollte es etwa die exqusite Mischung aus Warsteiner und Havana gewesen sein? Oder doch die zusätzlichen Schnäpse? Das hört sich nach einer langen Testreihe an!


Halloween

08/11/2006

Jaja, ich bin im Rückstand. Es ist aber nicht meine Schuld. Denn ich bekam in der letzten Woche einen theoretischen Unterricht bei der Truppmann Ausbildung Teil II aufgedrückt. Gut, ich gebe es zu, eigentlich wollt eich mich ja davor drücken und hoffen, das es Gipetto alleine zu Stande bekommt. Aber der ist ja auch nicht auf den Kopf gefallen (Soll ich es wirklich hinschreiben? Ich kann nicht anders, sonst habe ich wieder Kopfschmerzen), auch wenn er so aussieht. ;) Und hat dann schlauerweise gesagt, das er am Donnerst nicht kann. Hrgrmpf, also mußte ich innerhalb von zwei Tagen einen dreistündigen Unterricht aus dem Kopf kloppen und da kam dann das weblog zu kurz. Also wenn ihr auf wen sauer seid, dann auf Gipetto, denn der ist mir zuvor gekommen.

Der Freitag sollte eigentlich harmlos mit dem Seniorentreffen der Feuerwehr beginne. Doch er eskalierte gar furchtbar. Wie konnte es dazu kommen? Am liebsten würde ich über den Freitag den Mantel des Schweigens decken, aber irgendwie fühle ich mich dazu verpflichtet es hier nieder zu schreiben. Allein deswegen weil finstere Gestalten ansonsten gemeine Gerüchte über den Freitag verbreiten würden und das kann ich nicht zu lassen. Nun gut, es begann ganz harmlos. Ich machte mich auf den Weg zur Mehrzweckhalle um beim dortigen Seniorentreffen der Feuerwehr zu helfen. Gut erzogen wie ich bin, hatte ich natürlich keine Hintergedanken. Das ganze Freibier was mir in Aussicht gestellt wurde, war ein schamloser Versuch mich dazu zu überreden. Aber ich hätte das auch so gemacht. Das Bier war natürlich ein willkommener Nebeneffekt. Und er trug auch nicht unerheblich zu meinem Entschluß bei. Denn ich wusste ja schon von vergangenen Treffen, das beim Seniorentreffen es immer gut abgehen würde. Mein Platz war in der Küche, da die Maschine bestückt werden wollte und auch die überzähligen Teller mußten abgewaschen werden. Auf meinen Vorschlag immer auf die Maschine zu warten und während der Wartezeit Unmengen an Bier rein zuschütten wollte keiner so richtig eingehen. Komisch ein Durchgang in der Spülmaschine dauerte doch gerade mal 140 Minuten, da hätte man doch gerade mal 10 Bier geschafft. Wenn man langsam getrunken hat. Aber irgendwie wollte das mit dem langsamen, disziplinierten Trinken nicht so recht klappen, denn ich war kaum angekommen da verirrte sich das erste Glas mit Bier in die Nähe von meinem Mund. Meine Hand hatte direkte Befehle von der Leber bekommen. Die Uhr zeigte zu dem Zeitpunkt 1815 Uhr. Im Nachhinein betrachtet viel zu früh um mit Trinken anzufangen. Aber meiner Leber war es egal, die Nase hatte eindeutige Spuren von Bier aus der Umgebungsluft gefiltert und somit schaltete mein braunes Organ auf Stur und verlangte Flüssigkeiten zum Abbauen. Der Klügere kippt nach und somit meinte dann das Gehirn eh nicht mehr viel auszurichten und schaltete auf Sparflamme. Die Versorgung mit Bier klappte hervorragend. Kais Freundin und Jennifer versorgten uns immer zum richtigen Zeitpunkt mit dem gelobten Getränk. Zwischen den Bieren mußten wir dann ab und zu auch mal raus und Brot nachlegen, denn das ging immer ganz gut weg. Ich verstehe gar nicht, was die mit den ganzen Beilagen machen, das die immer so viel Brot verbrauchen. Normalerweise qualmt doch immer drei Lagen Wurst übereinander. Aber das kommt dann wahrscheinlich mit dem alter, da darf man ja eh nicht mehr so fettig essen. Ach ja, die Küchenbesatzung bestand aus Schnitzel, Holger, Didi und mir. Während wir also warteten, bis es was zu tun gab, stand dann also schon der 4. bis 12. Meter auf dem Tisch. Fragt mich nicht wo die ganzen Biere hin sind. Ich vermute mal ganz stark das immer wenn alle auf einmal die Augen zu hatten jemand schnell rein gekommen ist und 5 der 10 Biere ausgetrunken hat. Die Vermutung hatte ich zwar, doch ich habe sie nicht geäußert, denn dann wird man immer so schief an geguckt. Schreibe ich sie allerdings in weblog, leuchtet es jeden sofort ein. Während man dann so durch die Gänge hin und her eilt, denn die ganzen Platten wo die Wurst drauf war mußten ja auch wieder abgeräumt werden, traf man den einen oder anderen Senior, die dann auch munter mein Handy benutzen um zu klären wer sie denn dann später abholt. Ich war ja froh das nur mein Handy haben wollten und nicht das ich sie nach Hause fahre. Das wäre fatal geworden. Nun ja, ich hab es ja gern gemacht. Spaßig war auch der Anruf bei einer Jugendfeuerwehrwartkollegin, die noch gar nicht von ihrem Glück wusste. Kommt gut an einem Freitag Abend angerufen zu werden und mitgeteilt zu bekommen, das man gegen 2300 Uhr ein paar volltrunkene Senioren aus Westerode abholen darf. Gut das sowas bei mir nie vorkommen wird. Erstens, findet die Feier immer in Westerode statt und zweitens wissen die Kameraden bei mir eh schon das sie kein Glück haben werden. Entweder, weiß ich nicht mehr wie das Telefon zu bedienen geht oder ich höre es einfach nicht. Und es ging weiter mit dem Trinken, denn der Abwqasch kam dann imme rnur stoßweise rein. Die Gespräche in der Küche gingen dann hauptsächlich um Schwachsinn. Tiefgründige Diskussion kamen nur auf in dem man über Sinn und Unsinn des Ortsbrandmeisters sprach, der sich schon mal wieder den allgemeinen Groll zu gezogen hat, weil er wieder auf dicke Hose macht. Und sich ganz fein an den Vorstandstisch gesetzt hat und uns bei einem Hungerlohn (Bier wird hier nicht berechnet, dann wäre es eine fürstliche Entlohnung gewesen) in der Küche allein schuften gelassen hat. Nebenbei wurde dann noch einige Einträge meines Logbuchs beanstandet. Zum Beispiel meinte Holger, das ich nicht schreiben dürfte das er sich mit Kathrin Schäfer beim Boßeln unterhalten hat. Warum denn ich, das hat er ja gemacht. Ich bleibe ja immer bei der Wahrheit, mehr nicht. Oder wollte er vielleicht, das ich was anderes hinschreibe? Nein, nur ein kleiner Ulk. Schnitzel machte sich Gedanken darüber, wer alles so den weblog lesen würde. Und er hat recht, daran dachte ich noch gar nicht gedacht. Ganz spontan fällt mir da eine junge Dame aus der Werkstatt ein. Wenn die meine geistigen Ergüsse lesen sollte, dann streicht sie meinen Namen bestimmt aus ihrem Gehirn. Nun ja, wir wollen hier mal keine schlafenden Hunde wecken. Es gibt Zeiten da bin ich froh das die Jugendfeuerwehr noch nicht in die Werkstatt darf, denn da gibt’s einige Strategen, denen ich solche Aktionen durchaus zutrauen würde. Zurück in die Mehrzweckhalle. Dort ist ohne unser zu tun der Großteil der Senioren auf dem Rückzug. Man muß jetzt aber auch bedenken, das die Kameraden schon seit 1800 Uhr kräftig am Trinken sind und es mittlerweile schon 2300 Uhr. Vermutung, denn das Zeitgefühl ist schon lange über den Jordan. Wahrscheinlich ein Trick des Gehirns um Ressourcen zu sparen, da die Leber sämtliche Prozessor benötigt. Da wir mit der Aufwäsche fertig waren, verlegten wir unseren Standort in das Zentrum des Bierkonsum. Die Mehrzweckhalle. Kurze Info zwischendurch, die Senioren haben ohne Probleme mal eben 150 Liter Bier durch den Zapfhahn gejagt. Stolze Leistung, da sollte sich manche Möchtegern-Kampftrinker-Truppe mal ein Beispiel dran nehmen. Bis man soweit ist, ist es ein langer Weg. Ich setze mich also zu meinem Vater und einem Kameraden aus Wollershausen. Und um mich herum passierten gar seltsame Dinge. Ich bestellte noch drei Bier und plötzlich waren alle Tische und Stühle weg. Hmm, sollte mir das zu denken geben. Leiber nicht, also ging ich hinter die Theke und löste die dort anwesenden Kräfte ab. Die nahmen das dankend an. Und während ich dann mich darauf konzentrierte das kein Tropfen des Biers ungenutzt im Abguß verschwand, trafen Kathrin, Heike und Kerstin ein. Es immer eine Freude die drei zu sehen. Ich kann mich auch noch dunkel daran erinnern, das ich sie begrüßt habe, aber an nicht mehr viel mehr. Das nächste was ich wieder weiß ist das ich in der Werkstatt an einem Pfosten stand und den Philip im Schlepptau hatte. Porno beobachtete das ganze ein wenig verstört. Was lernen wir daraus? Anscheinend ist Porno auch noch in die MZH gekommen und wir sind irgendwie zur Werkstatt gekommen. Vielleicht war es eine Eingebung, aber ich hatte nicht wirklcih das Verlangen noch in die Werkstatt zu gehen und außerdem war ich schon ganz schön stramm. Ein kurzer Blick hinter die Theke und mein Auge erkannte, das Conny heute Abend nicht bediente. Umso besser, denn ich war auf Hochtouren, was das Saufen anging. Eine unbestimmte Zeitspanne verging und meine Augen (das zweite konnte jetzt wieder benutzt werden, da es keine anderen Bilder als das erste zeigte) erkannte das Conny etwas rechts von mir stand und zufällig in meine Richtung blickte. Verdammt, jetzt ist taktives Vorgehen gefragt. Die Hand erhebt sich und das Sprachzentrum wollte schon zum „Ein Becks, bitte!“ ansetzten doch wurde von den rudimentären Funktionen des Gehirns zurückgehalten und winkte nur. Zum Glück winkte Conny zurück, denn ich war mich nicht mehr ganz sicher wen meine Augen angepeilt hatten. Also funktionierte der Grundtrieb noch. Kurze Zeit später bemerkte ich wie Conny von einem Sprallo (Name dem Logbuchführer bekannt) zugelabert wurde. Jaja, jetzt denken wieder alle, das ich mir das eingebildet habe und Conny sich mit ihm unterhalten hat, aber meine scharfsinnigen Auffassungsgabe bemerkten den leicht genervten Gesichtsausdruck ihrerseits. Den kannte ich nämlich schon. Glücklicherweise hat sie ihn dann eiskalt stehen lassen und ich habe sie aus den Augen verloren. Nun enden meine Erinnerungen und ich würde mich gerne dem Samstag widmen, aber gewisse Drohungen zwingen mich dazu weitere Informationen preis zugeben. Fangen wir aber harmlos an. Sylvia, Anja und Diana haben einen Frauenabend gemacht und waren im Glashaus. Da waren sie aber leicht verwirrt, denn es gab ja den Krengeljäger nicht mehr. Aber es war ihnen zu peinlich danach zu fragen. Also sind sie wieder abgezogen und sind in die Werkstatt gekommen. Bei dem Bild das sich ihnen bot, währen sie wahrscheinlich am liebsten mit fliegenden Fahnen wieder abgezogen, aber sie trauten sich rein. So wie man mir berichtete haben wir uns auch unterhalten, ich weiß davon nichts mehr. Umso mehr wunderte mich dann, das Sylvia am Sonntag zu mir sagte, das ich gar nicht so stramm war. Die Gesichtsmuskeln funktionierten also noch einwandfrei. Da ich Samstag noch den Dirk traf hat der mich auch erstmal auf dem Laufenden gehalten. Anscheinend habe ich jedem den ich kannte und der sich in meiner Reichweite befand auf den Hintern gehauen. Wenn man so seine motorischen Fähigkeiten nicht mehr so unter Kontrolle hat, dann kann so was schon ganz schön schmerzhaft sein. Und ich kann von Glück reden, das Conny nicht in der Nähe gestanden hat, die wäre bestimmt durch die ganze Werkstatt geflogen. Mein Gehirn hat frühzeitig gemerkt was auf es zu kam und hat früh genug in den Selbstschutz geschaltet. Denn jetzt kommt was, was mir ehrlich peinlich ist. Und das ist nicht viel. Porno meinte zu mir das ich bei jedem hübschen Mädel, was an uns vorbei gegangen ist Kommentare über ihren verlängerten Rücken gemacht hätte. Der Promille-Bereich war im gefühlten zweistelligen Bereich und dementsprechend waren auch die Kommentare. Da schäme ich mich wirklich für, denn solche Ausklinkungen des Anstands kommen bei mir sehr selten vor und daran kann man sehen, was Alkohol für ein schlimmes Zeug ist. Aber Spaß gemacht hat es trotzdem. Der Rückweg von der Werkstatt war ohne besondere Vorkommnisse, auch wenn böse Zungen etwas anderes behaupten. Ich kann mich an nichts erinnern. Ach halt, der Porno ist irgendwie ins Stolpern gekommen und dann gegen mich gefallen. Dabei hat er irgendwie an Geschwindigkeit gewonnen und ist in einen Vorgarten mit Tannensträuchern gefallen. Ich fands lustig, aber Porno hat sich ja nichts getan. Man keine Angst, da müßte schon ein 16-Tonner ungebremst auf ihn drauf fahren, damit der mal kaputt geht. Könnte am Firmpaten liegen, den kriegt man auch nicht kaputt und verrückt ist er auch.

Der Morgen war kein Geschenk und irgendwie ging es mir nicht gut. Mir war auch entfallen, wann ich mich in die horizontale begeben hatte. Somit konnte ich nicht genau sagen, wie lange ich geschlafen habe. Das ist immer ein ganz schlimmes Zeichen. Der Körper weiß Bescheid, aber er sagt nichts, der Hund. Viel bemerkenswertes ist den Tag über nicht passiert, deswegen fahre ich gleich mit dem Abend fort. Im Ambiente gab es eine Halloween-Party, doch jeder den ich gefragt habe, wollte dort nicht hin. Den einen könnte es zu voll sein, der andere hatte kein Geld oder Lust. Schlimm, diese Unlust zur Party. Da gab es schon mal andere Zeiten. Nun ja, Ingo und Anne und Köppel und Näppchen wollten aber eh hin und so holte mich Ingo kurzer Hand aus Westerode ab und wir gingen ins Ambiente. Dort angekommen sah es erstmal recht leer aus. Sollte etwa gar nichts los sein und es wird eine lahme Party? Ich hoffe mal nicht und schon wurde ein Platz gesucht. Hinsetzten ging noch nicht, denn ich habe kurz vorher den Dirk getroffen, der mich erstmal über den Vorabend aufklärte. Ich leugnete sämtliche Aktionen die mir zugeschoben wurde, zur Not konnte ich auf Nicht zurechnungsfähig plädieren, denn man kann ja bekanntlich den 3. Weltkrieg anzetteln, man muß nur genügend getrunken haben im Vorfeld. Schon lassen einem die Gerichte alles durchgehen (Sie werden hiermit angeklagt, einen Krieg begonnen zu haben. Halt was lese ich hier, sie haben vorher 10 Kümmerling und eine Kiste Bier getrunken, dann waren sie ja voll wie eine Haubitze! Na dann, Freispruch, nächster Diktator). Nachdem dann mein Gehirn die eben gehörten Sachen unter bösen Gerüchten abgelegt hat, begab ich mich dann zum Tisch und freute mich über die erste Runde Becks. Das war mein Vorsatz. Nur Bier, denn so einen Absturz wie den Abend davor, möchte ich nicht nochmal haben. So ging dann Runde um Runde hinein in den Schlund und der Köppel legte eine wirklich großartige Schlagzahl vor. Aber so richtig Stimmung wollte an einem Sitzplatz nicht aufkommen und somit verlegten wir etwas weiter in Richtung Theke. Das war aber nicht der einzige Grund, denn erstens war man näher an den Getränken und zweitens hat mir Ingo freundlicherweise darauf hingewiesen, das Sarah Gutermuth auch anwesend sei und irgendwo in der Nähe der Theke stehen würde. Großartig. Und man traf auch mehr Leute an unserem vorgelegten Standort. Als ich dann jemand im hinteren Bereich des Ambiente getroffen habe, hat sich Sarah zufällig in meine Nähe verirrt. Wer jetzt auf Alles-geplant, tippt der liegt falsch. Soweit kann selbst ich nicht vorausplanen. Dafür müßte man schon Hellseher sein und wenn ich so etwas könnte, dann wären schon ganz andere Sachen passiert. Zum Beispiel wäre ich schon mehrfacher Lottomillionär. Nun ja, auf meinem Rückweg zu den Anderen sagte ich dann kurz Hallo und ihr Blick verriet mir, das sie sich dann doch an mich erinnert. Wir hatten da vor zwei Jahren schon mal ein Zusammentreffen von dem ich mir mehr gewünscht habe, es aber sich nicht ergeben hat, was wiederum auf mein Geschick beim weiblichen Geschlecht zurückgeführt werden kann. Herrlich diese langen Sätze. Verzeiht, wenn ich kurz in eine Schwärmerei ausfalle, aber Sarah ist eine absolute Granate. Ich kenne sie noch aus Schulzeiten und hat sich seit damals ganz schön entwickelt. Sehr hübsch, Top Körper und in Ordnung ist sie auch noch. In Insiderkreisen wird sie manchmal auch leicht neckisch Granatenarsch Gutermuth genannt. Aber das habt ihr nicht von mir. Jedenfalls war sie seit dem kurzen Hallo immer irgendwie in Blickweite. Nun kann es vielleicht daran liegen, das ich mich meistens so positioniert habe, das ich sie nicht verlieren konnte, aber ich hatte nun nicht gerade die Schwierigkeiten sie zu verlieren. Eike habe ich auch noch getroffen, aber konnte leider nicht mit ihr reden. Wie es nun mal so ist, hat sich die Gelegenheit nicht ergeben, als ich dann mal kurz zu ihr rüber wollte, war sie dann weg. Dafür gabs dann wieder ein weiteres Kapitel in dem Buch „Ich und meine große Klappe“. Daniela wollte gerne tanzen und meinte das ihr Lieblingslied dafür „Amsterdam“ wäre. Daraufhin meinte ich zu ihr, das ich dann sogar mit ihr tanzen würde, wenn Köppel nicht wollte. Hierzu ist anzumerken, das ich zwar tanzen kann, aber meistens mich erfolgreich davor drücken kann in dem ich eine alte Kriegsverletzung vorschiebe, schnell zur Toilette verschwinde, mich an der Theke fest kette, kurzer Hand unter dem Tisch verschwinde, mehrere Getränke halte, die ich kurz vorher von diversen Tischen zusammen geklaubt habe. Und die Tanzfläche war nicht vorhanden, denn dort standen Tische. Da es gar nicht anders kommen konnte, dröhnte plötzlich aus den Lautsprechern „Amsterdam“ und ich dachte: „Ja, klar!“ Ich verwünsche den Tag an dem jemand auf die Idee gekommen ist, sich beim DJ Lieder zu wünschen. Aber ich stehe ja zu meinem Wort und bin dann mit Daniela auf die nicht vorhandenen Tanzfläche gegangen und habe dann mit ihr getanzt. Durch unser Beispiel folgten dann auch Köppel mit Anne und Ingo mit der Freundin von einem Kumpel von ihm. Dementsprechend eng war es auf der Tanzfläche, die eigentlich ein Gang war auch. Aber ich lebe noch und es hat ja auch Spaß gemacht. Allerdings nicht mein Lieblingssport. Tja, nach dem Tanzen dauerte es nicht mehr lange bis wir dann abgehauen sind. Ich bin zwischenzeitlich auf Mischungen umgestiegen, da ich irgendwie kein Bier mehr trinken konnte. Und Sarah ist auch schon weg gewesen. Kurz nachdem sie eine etwas lauteres Wortgefecht mit ihrem Freund hatte. Nicht das ich das mit Freuden aufgenommen habe. :)


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