Tropse und Hölscher werden 30

Freitag. Eigentlich sagt schon der Name des Tages, was Programm ist. Aber leider hat man nicht frei, sondern muß arbeiten. Doch wie ich jetzt zu Letzt gehört habe, beschweren sich die Deutschen viel zu viel und da will ich dann nicht auch noch zu beitragen, sondern nehme es schweigend hin. Außerdem brauche ich ja auch Geld um mir diverse Dinge wie Tee, Brot und vielleicht mal ein Bier im Monat zu kaufen. Kommen wir aber nun zum wesentlichen, dem Freitag Abend und dem Beginn des Wochenendes.

Friede und Ute hatten zur Bauhelferparty geladen. In unregelmäßigen Abständen veranstalten die Zwei eine kleine Feier für die Leute die beim Bau mit geholfen haben. Da ich auch ab und zu da bin, war ich natürlich eingeladen. Alles stand im Zeichen des Okotberfestes. Also gab es Weißwürste (sehr lecker), Leberkäse (nicht gegessen) und Oktoberfestbier (Da habe ich definitiv ein paar von getrunken). Oktoberfestbier hat ja bekanntlich 6% und das merkt man auch recht schnell. Nachdem die erste Falsche von dem sehr süffigen Bier drin war, fing so langsam die Welt an gut auszusehen. Als dann mußten ein paar Weißwürste rein, damit das Bier nicht ungehindert in die Blutlaufbahn kommt. Ansonsten könnte der Abend schneller vorbei sein als er angefangen hat. Als dann die Weißwürste drinnen waren, ging es mit dem Bier auch gut vorwärts. Aber wie sollte es auch anders sein kamen dann nach einem deftigen Essen die Rufe nach dem Schnaps. Nur um das mal klar zu stellen, von mir kamen die Rufe nicht. Und ich wollte auch kein Schnapsglas haben. Doch wehren hilft in dem Fall nicht. Man wird ausgelacht und dann wird das Schnapsglas bis zum Anschlag voll gemacht. Wenn es erstmal so weit ist, dann kann man sich auch nicht mehr drücken. Schließlich ist man dann ja doch nicht so und trinkt das Teufelszeug aus. Ich hatte die Wahl zwischen Löwentor, Rotem und Kartoffelschnaps, also Wodka aus Deutschland. Da ich im Karneval noch genügend Löwentor trinken muß, fiel meine Wahl auf den Kartoffelschnaps. Ob das nun um so viel besser war kann ich nicht sagen. Auf jeden Fall hat er keinen fiesen Nachgeschmack in meinem Mund hinterlasse, so wie es die Angewohnheit vom Löwentor ist. Und so ging es dann munter weiter. Schnaps und Bier, bis dann dem Friede die Augen zugefallen sind und er recht früh die Bettstatt aufsuchen mußte. Ich war sehr enttäuscht, denn wir konnten gar nicht unseren Englischgesprächen frönen. Nun ja, was bleib als Alternative. Genau, man begibt sich in Richtung der Werkstatt. Zum Glück wollte Pitsche M auch nach Hause und wir teilten uns ein Taxi. Nicht um noch vorher im Feuerwehrhaus ein Bier zu trinken, denn das Taxi brauchte ja ganze 20 Minuten. In der Werkstatt angekommen, waren die Anderen schon kräftig dabei eine Flasche Wodka zu bearbeiten. Erst wollte ich schamlos zugreifen, doch eine kleine Stimme in meinem Kopf ermahnte mich zu Vorsicht, hatte ich doch noch eine Wette laufen. Also wurde flugs bei Conny ein Bier bestellt. Und dann wurde sich an die Begrüßung gemacht. Da aber halb Westerode in der Werkstatt war, dauerte das schon seine Zeit. Um genau zu sein ca. drei Bier. Unterhaltungen mit eingerechnet. An viel Gespräche kann ich mich zwar nicht mehr erinnern, da das hochprozentige Bier in Verbindung mit dem Kartoffelschnaps, bereits seine Wirkung entfaltete, aber an die Personen kann ich mich noch gut erinnern. Na gut, mein Fotoapparat half mir bei den meisten Leuten. Auf jeden Fall habe ich Kathrin und Heike getroffen und habe die Gelegenheit mal genutzt um Informationen über eine junge Dame zu bekommen, deren Name mit unter sehr mysteriösen Umständen zugespielt wurde. Der Tenor der beiden Damen war aber eindeutig. Ich kann mich  noch an so Worte wie „Blöde Kuh“ und „Bloß nicht die!“ erinnern. Ach, was solls, warten wir erstmal die Zeit ab. Dann kam noch Christin an und lud mich und die Felkl-Bande zu ihrem Geburtstag am Freitag ein, allerdings ist mein System während des Gesprächs abgestürzt und das schlug sich in einem Informationsverlust bezüglich des Ortes nieder. Aber das kriegen wir auch schon hin. Zur Not rufe ich die Aufklärung an und lasse mir die Koordinaten geben. Jetzt gibt’s einen kleinen Zeitsprung, denn plötzlich stand ich alleine an der Theke und keiner der Westeröder war in meiner Nähe. Nur Hüfte sah ich an der Theke ein bischen entfernt sitzen. Klasse, so muß ich wenigstens nicht ganz alleine nach Hause. Aber ich mußte sie im Auge behalten, was dann schon schwerer fiel, denn es wurde für Ablenkung in der Werkstatt gesorgt (Bier, Conny und andere Frauen. Man beachte die Reihenfolge). Dann der Schock, Wie ein Phönix aus der Asche tauchte Porno vor mir auf und lallte was von „Schnitzel ist weg“, Total stramm“ und „Nach Hause“. Aber nach Hause war langweilig. Doch halt, da meldete sich mein Gedächtnis plötzlich wieder und teilte mir mit, das ich ja um 0730 Uhr an der Feuerwache in Duderstadt sein sollte, denn es ist ja Truppmann-Ausbildung Teil II. Schnell alle Möglichkeiten überdacht und mein Verstand befahl den Rückzug. Da hilft dann kein wehren und ich schnappte mir den Porno und ab gings nach Hause, mit Zwischenstop bei McDonalds, was ich aber nur noch weiß, weil ich den Taxifahrer runter gehandelt habe. Was ich gegessen habe entzieht sich meiner Erinnerung. 0330 Uhr, die Augen gehen zu.

0630 Uhr, die Augen gehen auf, da mein Wecker ein Höllenspektakel macht. Warum nur? Truppmann Teil II. Verdammt. Der Aufprall auf dem Boden weckte mich dann vollends. Sachen angezogen, Sachen wieder ausgezogen, Sachen richtig angezogen. Und zum Feuerwehrhaus gefahren, dort das Fahrzeug gewechselt (blauer HiSpeed Volvo gegen rote Feuerwehrjolle, ohne Sirene, da kaputt). Ankunft auf der Feuerwache. Überall grinsende Gesichter und Fragen nach weblog-Einträgen. Abwarten Kameraden. Da ich vergessen hatte was zu Hause zu essen, obwohl ich mir das nach dem Zähne putzen so fest vorgenommen hatte, aß ich noch ein leckeres Mettbrötchen. Und schon gings auch los. Unterrichtsthema war Technische Hilfeleistung. Also Ölsperren aufbauen und Lasten heben. Tja und so kriegt man den Tag auch locker rum, wobei ich sagen muß, das mir beim Auto auseinander schneiden leicht die Augen schwer wurden. Da gabs einen kleinen Einbrauch, aber nicht für lange, denn bald war Feierabend und ich konnte mich auf den 30. Geburtstag von Hölscher und Tropse vorbereiten. Doch vorher gings noch zu Schmieri in den Garten. Dort pfiffen wir uns ein paar Bier aus einer nicht näher genannten Kasse rein. Unter anderen war auch Porno da und ich muß sagen, das dieser Mann unglaublich ist. Erst stand er am Grill und hat uns ein paar Steaks gebracht. Ich fing also an zu essen und er ging nochmal zurück zum Grill von dem er 3 Minuten später zurück kam mit einem Steak für sich . Innerhalb der drei Minuten habe ich schon drei oder vier Bissen von meinem Fleisch gegessen. Keine weiteren zwei Bisse später hatte er sich das Steak schon komplett einverleibt. Ich vermute mal stark, das er Lebensmittel einfach nur inhaliert. Kauen ist was für Schwächlinge. Einfach inhalieren und verdaut wird es schon von der Magensäure. Einfach unglaublich. Da ich dann aber noch zum Geburtstag wollte, verabschiedete ich mich früher und machte mich auf den Weg zum Tennishaus. Die anderen hatten vor noch in die Werkstatt zu gehen. Naja, ich konnte mich also wieder mal auf SMS freuen. Im Tennishaus angekommen war die Fete schon in vollem Gange. Ich brauchte dann auch nur eine kanppe Stunde um ein paar Leute zu begrüßen. Was aber auch daran lag, das man bei jedem erstmal ein oder mehr Getränke zu sich nahm. Friede war auch schon wieder von den Toten auferstanden und hielt sich noch an Bier und es dauerte nicht lange, bis wir unsere Englischkenntnisse aufpolieren konnte. Als ich zum Tennishaus gegangen bin sah ich schon einen kleinen Indianer namens Chief Heavy-Tongue sich anschlichen. Er wusste wohl worin der Abend enden würde und ist extra wegen Friede gekommen. Nachdem ich dann bei den gefühlten 10ten Bier war steig Friede um auf Havana Club und besorgte mir auch gleich eine Mischung mit. Da stand ich nun mit einem vollen Bier und einer Mischung in der Hand Kam natürlich besonders gut an bei den zwei jungen Damen, die direkt hinter uns Beiden und Sense, der auch mit in der Runde war. Die Zwei brauchten sich ja um nichts mehr zu sorgen, sind sie ja schon verheiratet, aber an den armen Junggesellen denken sie mal wieder nicht. Nun ja, was solls. Man lebt nur einmal. Schneller Vorlauf. Friede ist bei Mischung Nummer 3 angekommen und ich habe in der Zwischenzeit die Mischung reingekippt und bin auf den Geschmack gekommen. Aber ich hielt mich noch zurück, denn ich wusste ja wie es enden würde und das Ende würde ich gerne noch ein wenig herrauszögern, jedenfalls so lange bis die zwei Mädels die Fete verlassen würden. Bei Friede war allerdings schon die zweite Warnung von Heavy-Tongue eingetroffen und die Zunge wurde leicht schwer. Man könnte auch sage, er hatte schon den kleinen Federschmuck auf (anzuzeigen durch die Außenstehenden mit zwei Händen, wobei der Zeige- und Mittelfinger abgespreizt sind, ähnlich dem Victory-Zeichen). Ein paar weitere Mischungen später war der volle Federschmuck aufgesetzt (Nun werden beide Hände hinter den Kopf gehalten, so daß die Finger oberhalb des Kopfes sind. Es gibt noch den Mini-Federschmuck = eine Hand mit Victory-Zeichen und den halben Federschmuck = eine Hand guckt hinter dem Kopf hervor). Nun kam die Zeit das Friede nach Hause wollte. Aber man muß ihm zu Gute halten, das Morchel die Mischungen gemacht hat. Und die meisten hat er gemacht, während er sich mit einer blonden Schnitte unterhalten hat. Das da dann nicht so genau auf die Verhältnisse geachtet wurde, war irgendwie klar. Nachdem Friede gegangen war, ging ich kurz raus und traf den Ingo. Kurze Zeit später verließen die beiden jungen Damen und freuten sich merkwürdigerweise als sie kurz Tschüß sagten. Fühlte sich das nach einer verpassten Gelegenheit an? Sie standen halt die ganze Zeit hinter uns im Tennishaus und wir haben ziemlich viel Schieße gelabert, ohne Rücksicht auf Verluste und ein paar Sachen waren wirklich unterste Schublade, so daß ich etwaige Chancen schon mit dem imagniären Katapult Richtung Jupiter geschossen habe. Zeit zum Nachdenken hatte ich nicht, den irgendjemand kam raus und drückte mir eine Mischung in die Hand, die selbst mir Tränen in die Augen trieb. Markus sollte echt aufhören zu flirten und zu mixen. Aber das Timing war perfekt. Mädels weg, Mischung rein. Mit Steini habe ich mich dann auch eine Zeit unterhalten. Wir haben uns ja schon lange nicht mehr gesehen und somit gab es einiges zu berichten. Als erstes wollte ich ihr die Conny-Story erzählen, aber die kannte sie von Ellen schon und meinte eiskalt, das sie bei ihr in der Berufschul-Klasse war. Tja, die Info kam dann ein wenig zu spät, aber egal. Hätte auch nichts geholfen. Ein weiteres Phänomen ist auch immer der Sense. Gegen 0100 Uhr fing er an sich zu verabschieden und um 0200 Uhr habe ich ihn dann immer noch mit einem Bier in der Hand rumstehen sehen. Schon putzig. Mir geht das übrigens auch immer so, nur das sich die Leute bei mir immer verabschieden und ich vergesse immer, das ich mitgehen wollte. Die Party wurde dann also immer spärlicher besucht und ich habe mich dann irgendwann mit jemanden mit gestreiften Hemd unterhalten. Name ist mir natürlich unbekannt, ich weiß nur noch das ich mich mit Pitsche vorgestellt habe und wir dann noch ordentlich Havana, Bacardi und Jägermeister getrunken haben. Sollte es etwa daran liegen, das ich mich an nicht mehr viel erinnern kann. Dann gab es einen immensen Zeitsprung und ich kann mich noch daran erinnern, das der Morchel, wegen Mangels an anitalkoholischen Getränken zum Mischen, die Wodka-Flasche so an den Hals gesetzt hat und drei kräftige Schlucke genommen hat. Danach ist er dann nach Hause gegangen. So kanns gehen. Plötzlich war keiner mehr da, nur noch Hölscher und ich und auf dem Laptop lief Billy Talent. Dazu sind wir nochmal kräftig abgegangen und dann gings nach Hause. Da meine Uhr wegen starken Nebels (ob er real oder eingebildet war, kann ich nicht mehr sagen) nicht mehr erkennbar war, kann ich die Uhrzeit nicht mit Bestimmtheit sagen. Aber der kleine Zeiger stand zwischen fünf und sechs.

1125 Uhr, der Wecker geht los. Warum? Ist schon Montag? Wenn ja, dann bin ich verdammt zu spät. Und warum hört sich der Wecker so komisch an? Ahhhh, Feueralarm. Toll, das braucht man am Sonntag morgen. Gut, Klamotten angezogen und schon drauf vorbereitet, nach der Ankunft an der Einsatzstelle zu bröckeln. Streß und ein Kater vertragen sich nicht. Und was war? Kühe waren ausgebrochen. Gutes Stichwort, aber ich konnte mich dann doch noch beherrschen.

Nun noch ein Nachtrag zu den SMS-Nachrichten aus der Werkstatt. Wie sollte es auch anders sein, bediente die gute Conny wieder und die anderen konnten einfach nicht anders als mich darüber zu unterrichten. Alles wurde dann in Verbindung gebracht mit einem kleinen Unfall den ich am späten Nachmittag in der Leistengegend hatte und die, die in der Werkstatt waren, haben das natürlich mitbekommen. Am Sonntag wurde dann berichtet, das sie Conny die lustige Anekdote, die ich hier nicht niederschrieben kann, erzählt haben. Ich glaube ich kann ihr nie wieder unter die Augen treten!

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