Kneipentour

Ich bin mal wieder im Verzug, deswegen gibt es jetzt als kleinen Vorgeschmack erstmal den Bericht von der Kneipentour am vergangenen Montag und irgendwann die Woche, den Bericht vom vergangenen Wochenende.

Da wir in diesem Jahr eigentlich eine Mannschaftsfahrt machen wollte, die aber wegen zu kurzer Planungszeit ausfallen mußte, haben wir uns kurzer Hand dazu entschlossen eine Kneipentour in Göttingen zu machen. Eine, wie ich finde, gar nicht so üble Wahl. Wir trafen uns um 1900 Uhr im Tennishaus in Westerode. Was macht also wenn man wartet und gerade im Tennishaus sitzt. Man schaufelt sich erstmal ein paar Bier rein. Und es mußten ein paar sein, denn sie wurden in Schnapsgläsern serviert. Ich finde Bier sollte nicht in 0,2 l Gläsern ausgeschenkt werden. Da setzt man mal an und schon ist es alle. Nun ja, die Warterei wurde immer länger, da Markus sich noch abkärchern mußte. Aber wir wollen uns ja nicht beschweren, wir hatten ja Bier. Ab gings dann also mit dem Taxi nach Göttingen, da ja logischerweise keiner fahren wollte. Teilnehmer: Ingo, Köppel, Görtler, Thomas Bee, Morchel, Florian, Philip, Fasel, Alex und ich. Zehn Mann in ein 8er Taxi? Das geht. Erste Anlaufstation war das Thanner’s , wo ich mich erst mal an ein paar sehr leckeren gekühlten Hefe-Kaltschalten gütlich tat. Mhhh, wie Balsam ran es meine leidgeprüfte Kehle hinunter. Die Uhr zweigte mittlerweile 2200 Uhr und unser Freund Philip war schon hackestramm. Er schloß recht schnell Bekanntschaft mit irgendwelchen Fußballern aus einem Dorf der Göttinger Umgebung (Name dem Redakteur entfallen) und trank mit denen kräftig Tequila. War natürlich die genau richtige Taktik im Hinblick auf seinen Zustand. Nun ja, nachdem dann der weitere Alkohol die Lautstärkeregelung seines Stimmorgans zerstört hat liefen normale Unterhaltungen nur noch mit Schreien bei ihm ab, da er sonst die Befürchtung hatte, das er nicht verstanden wird. Was er dann alles erzählt hat, muß ich hier mal aus Gründen des Jugendschutzes weglassen. Auf jeden Fall fühlte er sich als Magnet der weiblichen Welt. So manche Gerüchte die man dem Alkohol zuschreibt, stimmen tatsächlich. Nun ja, ich hätte im Thanners noch ein paar Hefelängen sitzen bleiben könne, aber das Volk rief nach Fortsetzung unserer Kneipentour. Um langsam weiterzumachen ging es dann erstmal ins El Sol. Dort mit knapp 10 Mann einen Platz zu bekommen grenzt an eine Unmöglichkeit, eher baut man einen Schneemann in der Hölle. In der ersten Etage war dann halt noch eine lange Tafel frei, aber die erste Etage war eher spärlich besucht. Dafür gab es Cocktails. Ich bereitet meine Leber also für einen Alkohol-Schock vor indem ich einen Alabama Slammer erst langsam und dann schnell trank. Normalerweise wäre jetzt noch eine Zombie gekommen und hätte dem Alabama Gesellschaft geleistet, aber die ersten Stimmen wurden laut in denen nach „Weibern“ gefordert wurde. Recht hatten sie, denn dort oben wo wir saßen, sah es mit Frauen eher schlecht aus. Außerdem hatte Philip die Bedienung beleidigt und so konnten wir also auch zahlen. Standortverschiebung einmal quer über den Martkplatz in den JT-Keller. Fasel hatte zwar erst Bedenken, weil er dort unten eine Zusammenrottung der gesamten linken Szene vermutete, aber skeptische Blicke meinerseits überzeugten ihn dann doch. Nur das Codewort (NPD), welches sich Görtler ausgedacht hat fand am Eingang nicht ganz so die Zustimmung der Gruppe, aber es waren eh schon alle voll, von daher war es egal. Ich frage mich allerdings immer noch warum wir ein Codewort brauchen. Im Keller war 80er Party. Bumsvoll und stickig wie ein türkischer Männerpuff, erinnerte mich ein wenig an Streitis Kellerzimmer in der Oberstufenzeit. Aber hier gabs was des Mannschaftsherz begehrte. Frauen, soweit man sie werfen konnte. Ähh, ihr wisst was ich meine. Allerdings standen die auch sehr gedrängt und die Luft fühlte sich an wie, wie, wie soll ich da jetzt beschreiben. Wie schon mal geatmet, das triffts ganz gut. Aber egal, hautpsache man respektive ich bekommt Becks und ich war happy. Über den Körperkontakt konnte man sich auch nicht beklagen. Bei einem Eishockeyspiel wird man weniger gecheckt. Zum Glück waren 70% der Berührungen mit dem anderen Geschlecht, 20% kamen von Florian, der versuchte immer vorbeigehende anzugrabbeln und sich dann schnell zu verstecken. Kommt immer sehr gut, in so übermäßig vollen Discos. Die restlichen 10% waren dann Kontakt mit der Theke. Wie nur 10% fragt sich jetzt der interessierte Leser. Klar, man hat ja seine Leute an der Theke. Becks, Frauen und Körperkontakt. Fehlen nur noch die Beweisfotos, gemacht von meiner Kamera. Die Arme hat wieder Höchstleistungen an dem Abend verbracht. Aber diesmal waren die Bilder angenehmer, da keine volltrunkenen Strammsäcke fotografiert wurden, sondern nett aussehende weibliche Personen. Die zwar teilweise auch betrunken waren dabei aber immer noch eine bessere Figur machten als manch einer beim Boßeln nüchtern. Ok, das ist auch nicht schwer. Manche kriegen es auch hin und machen nach gefühlten 15 Minuten eine Frau klar zu machen, mit den wohl beklopptesten Anmachsprüchen die ich jemals gehört habe. Namen werden hier nicht genannt, auch nicht gegen horrende Beträge (kleiner Scherz, ihr wisst ja wie ich mich erreichen könnt. :))Die Luft tat einigen keinen Gefallen und wurde immer dicker und somit bot sich ein weitere taktische Verschiebung an. Diesmal ging es ins Savoy, aber mit einem Zwischenstop beim Dönermann. Allerdings bei dem richtigen Dönermann, denn in Göttingen gibt es Richtige und Falsche. Ich hoffe ihr lest alle Zeitung. Alle benehmen sich vernünftig, sprich einigermaßen normal, nur Philip muß mal wieder aus der Reihe tanzen. Auftritt: zwei heiße Schnitten aka Schicksen. Philip W.:He schöne Frau, du brauchst nichts zu bezahlen!“ Mannschaft: „Wie? Du willst nur der Einen einen Döner ausgeben?“ PW: „Klar!“ Mannschaft: „Das kannst du nicht machen. Geizhals. Spalter….“ PW: „ Na gut, dann gebe ich halt Beiden was aus.“ Exeunt Schicksen (ohne sich zu bedanken) Auftritt Freunde der Schicksen. PW: „Oh nein, Jimmy Glitschi und Jean Jaques Gelee!“ Exeunt Mannschaft. Ab ging es dann ins Savoy. Eigentlich nicht so mein Metier, aber man beugt sich halt der Massenentscheidung und ich hatte ja früher im Glashaus auch meinen Spaß, als ich in den Zappeldiscos rumstand und das Bier in mich rein gekippt habe, was damals funktioniert hat, funktioniert heute noch viel besser. Rein ins Savoy und rechtzeitig zur Stripshow, der Krankenschwestern gekommen. Man hörte ein lautes Klong, als sämtliche Kinnladen auf dem Boden aufschlugen. Das waren aber auch ein paar nette Krankenschwestern. In deren Nähe sieht jeder krank aus. Die Show war vorbei und wir dachten uns es war eine gute Idee, mal die tiefern Gefilde des Savoys zu untersuchen. Im Keller gabs dann Techno und fiese Schmierlappen. Ich dachte ja erst das beim letzten Abend im Ambiente der Tag des Schmierlappens war, aber habe ich mich wohl geirrt. Die Jahreshauptversammlung des Schmierlappenvereins fand genau an dem Abend im Savoy statt. Man muße echt aufpassen wo man hintrat, denn sonst wäre man auf irgendeiner Schleimspur ausgerutscht Zugegeben die Mädels da unten waren alle sehr ansehnlich, aber irgendwie klebte ihnen das Möchtegernimage an. Aber den versammelten Schmierlappen hat es gefallen. Sie übertrafen sich gegenseitig im Schmierlappen-Sein um Längen. Sowas hält man dann auch nur eine Stunde lang aus und man muß da weg. Ich hatte auch irgendwie das Gefühl, das ich mich duschen müßte, denn wenn man zu lange Zeit in so einem Schmierlappen-Revier gesehen wird, kommt man schnell in den Verdacht, selber einer zu sein. Also schnell weg und den bitteren Geschmack mit ein paar gut gekühlten Becks weggespült. Oben war die Stimmung auch viel angenehmer und nicht so verdammt cool. Ach ja und die heißen Krankenschwestern sind auch wieder aufgetreten. Sehr zum Wohlgefallen des Florians, der mit Begeisterung verkündete das seine Freundin auch Krankenschwester ist. Philip zeigte uns noch ein paar Tänze die sehr an einen Begattungstanz einiger weit von der Zivilisation abgeschiedenen Eingeborenen-Stämme in Afrika erinnerten. Und schon zauberte die böse Fee, die Uhr auf 0500 Uhr und wir mußten los, bevor sich unsere Kutsche wieder in einen Kürbis verwandeln würde. Auf dem Weg zur Kasse machte Ingo noch die Bekanntschaft mit einer netten jungen Dame, die er einlud mit uns mitzufahren. Ich weiß zwar nicht was er noch gefragt hat, aber die Antwort kann ich unmöglich wiedergeben, da ich weiß das auch Minderjährige mitlesen und auch auf meine Warnungen nicht hören (Bestes Beispiel Fabian H., nein, das ist zu auffällig, sagen wir lieber F. Hartmann). Es hatte aber etwas mit nicht genügend Löchern zu tun. Lasst also der Fantasie freien Lauf. 0530 Uhr Ankunft zu Hause. 0630 Uhr aufwachen mit steifen Nacken auf dem Sofa. Zum Glück habe ich mir keine Pizza mehr gemacht, die wäre wieder als schwarzer Keks geendet.

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