Boßeln

Das Boßeltunier, vom Sportverein ausgerichtet, verheißt immer eins: Alkohol in Strömen. Im gesamten Dorf herrscht der absolute Ausnahmezustand. Doch glücklicherweise erst am Samstag. Da wird natürlich den Freitag nichts gemacht außer sich entspannt, damit man am Samstag fit ist und eine gute sportliche Leistung bringen kann. Von wegen. Freitag hat nämlich der Krombacher Club zur Grillfeier eingeladen. Schlauerweise sind die Kollegen vom KCW zwei Wochen vorher rumgegangen und haben die Einladungen verteilt im gleichen Zug haben sie die Mitgliedsbeiträge eingesammelt. Fuchs muß man sein und nicht nur einen buschigen Schwanz haben. Wir wollen uns ja nicht beschweren, denn Spaß kostet was. Und die Grillfeier war ihr Geld absolut wert. Beginn war um 1900 Uhr, aber da ich meinen Zeitplan wieder total über den Haufen geschmissen habe kam ich erst um 200 Uhr dort an. Halb so wild, gab es doch frisch gezapftes Bier und Grillfleisch. Herrlich. Das Faßbier war wunderbar, auch wenn es immer ein wenig lange gedauert hat, bis man ein in der Hand hatte, da der Druck ein wenig hoch eingestellt war. Es sah also so aus als sollte es ein gemütlicher Abend werde, an dem man bei ein paar Bier mit Freunden zusammensitzen kann und ein wenig Quatsch labern. Am Anfang vielleicht, aber wenn dann erstmal das erste 50er Faß ausgelutscht wurde, ging es  nur noch um eins. Wer konnte das meiste Bier in sich reinschütten. Für mich hörte der Spaß auf, als ich den ersten Löwentor reinfahren mußte. Muß ist genau das richtige Wort, denn Löwentor schmeckt einfach nicht. Und der Horror vor dem Boßeltunier wurde immer größer, denn dort muß man dann auch Löwentor trinken. Aber was tut man nicht alles für die Gemeinschaft. Natürlich waren auch diverse Mitglieder des Elferrates da und man konnte den Abend des Elferratsessen Revue passieren lassen und vor allem konnte ich mal den Schmieri aufklären, was er alles dem Markus angetan hat. Er wusste davon gar nichts mehr. Ganz aktuell übrigens hat er dem Morchel Bier und Flips eingeflößt während er geschlafen hat. Und leugnen hilft hier schon mal gar nichts, denn ich habe Fotobeweise. Ich habe nämlich heute mal mein Handy durchforstet und da war dann tatsächlich ein Beweisfoto von der Aktion. Wir haben dann nochmal kräftig gelacht und den Löwentor reingekippt. Tja, wie sollte es dann auch anders sein, bleib es ja nicht bei dem einen Löwentor. Die Flasche mußte ja alle werden, damit die Kollegen vom KCW am nächsten Tag auch mal was in den Altglascontainer schmeißen konnte. Nachdem sie die ganzen zerbrochenen Gläser entsorgt haben. Ja, ich gebe es zu, das ich auch eins kaputt gemacht habe, aber nicht weil ich voll war, sondern weil ich die Hände voll mit Bier hatte und irgendjemand hat ein Glas taktisch klug auf dem Boden platziert. Stahlkappe auf Bierglas, da bleibt nur ein Gewinner über. Der Abend ging weiter und es war noch vor Mitternacht, als die erste Flasche Wodka angebrochen wurde. Da ich aber aus meinen Fehlern der vergangen Wochen gelernt habe, lehnte ich die erste Mischung dankend ab und bleib noch ein wenig beim Bier. Die alternative Mischung war Jim Beam Cola. Alles klar, da kann ich mir dann aber auch gleich ins Knie schießen, da habe ich dann mehr von, als von Jim Beam. Zum Glück hatte ich meinen Fotoapparat dabei, der übrigens an dem vergangenen Wochenende Höchstleistungen vollbracht hat, denn so viele Ballerbilder habe ich schon lange nicht mehr geschossen. Der Fotoapparat lügt aber nicht und somit konnte ich genügend Vollstrammsackbilder machen. Ganz vorne auf der Hitliste sind: Keile-Günther, Porno und Patrick. Sensationell, wie Klüsen einen Menschen verändern können. Ich wusste auch gar nicht wie sehr Augen stiften gehen können. Dieses Phänomen kannte ich sonst nur von Christian, aber nun weiß ich das es auch noch anere Augenkünstler gibt. Vor dem Tennishaus, wo die ganze Grillfeier stattfand fingen dann auch bald die Meisterschaften im Bierbong trinken an. Bierbong = ganz schnell ganz voll werden. Man nehme einen Schlauch (Baumarkt), einen Trichter (auch Baumarkt) und Bier (wenn es ein guter Baumarkt ist, dann bekommt man da auch das Bier). Schlauch und Trichter zusammenstecken und Bier in den Trichter füllen. Dabei darauf achten, das das Bier im Schlauch bleibt. Profiausführung haben dafür dann noch einen Hahn angebracht, aber wir wollen ja nicht übertreiben. Nun setzt man an und das Bier ist innerhalb weniger Sekunden komplett im Magen verschwunden. Dabei sollte man darauf achten, das im Magen genügen Platz. Anderseits gibt’s eine Schweinerei. Stelle man sich einfach mal vor, das man einen Eimer voll ähhh kleinem, organischem Zeug hat und da kippt man dann noch eine Flasche Bier rein, aber es passt eigentlich nur noch ein Tropfen Wasser rein. Also läuft dann was am Eimer runter, weil er ja schon voll ist. Und deswegen sollte man nicht mit komplett vollem Magen Bierbong trinken. Ich hoffe ich habe mich nicht zu umständlich ausgedrückt, ansonsten können wir da gerne nochmal einen anschaulichen Unterricht drüber abhalten. Gastredner ist dann der Keile-Günther. Es wurden also Bong-Battles ausgefochten. Keile-Günther gegen den Rest des KCWs oder besser gesagt gegen einige Unwissende, die meinten sie können Megaschluckspecht Günner besiegen. Aber Günner ist beim Bund und da lässt man sich bestimmt noch bessere Sachen einfallen um andere wie den letzten Drops dastehen zu lassen. Machen wir es kurz, der Günner hat alle weggeputzt und sah dann auch dementsprechend aus. Voll wie die Hacke und die schöne Strickjacke beplempert. Es gibt aber Schlimmeres. Wie es zum Beispiel dem Matze passiert ist. Er hatte gerade einen recht tiefsinnigen Gedanken gefasst und mußte sich so einige Sachen nochmal durch den Kopf gehen lassen. Aber als Jungspund kann man das nochmal durchgehen lassen. Kai erzählte mir dann irgendwann den Abend was man alles so als Ausbilder beim Truppmannlehrgang beachten muß. Plötzlich schlugen alle Alarmglocken los. Kai als Ausbilder. Was habe ich getan. Ich mußte vorher absagen, weil ja das Boßeltunier ist und ich außerdem noch Spalier stehen wollte bei Patrick Regin, der an dem Tag heiratet, aber ich konnte doch nicht den zukünftigen Truppmännern den Kai als Ausbilder vorsetzten, nur weil ich nicht kann. Also habe ich mich dann doch noch dazu bereit erklärt, Morgens zur Ausbildung zu kommen. Wenn das nicht mal ein Fehler war. Tja, da ich aber vom Bier nicht richtig stramm wurde und ich meinem Magen nicht noch mehr Löwentor zumuten wollte, nahm ich dann eine der unzähligen Mischungen an, die mir angeboten wurden. In Verbindung mit dem frühen Aufstehen war das ein sehr großer Fehler. Da meine Leber gerade auch Biermodus stand baute sie den Alkohol eher langsam ab. Aber der Wodka beschleunigte dann die Alkoholzufuhr um Faktor 800, die Leber aber konnte nicht mehr umschalten, da der Schalter schon vor längerer Zeit kaputt gegangen ist. Ich vermute es war eine der Löwentorzuführungen. Da die Leber auf Überlastung schaltet, sah das Hirn seine Chance und erhöhte die Wodkazufuhr. Was darin endete das ich ganz schön stramm war und sämtlich Erinnerungen ab der fünften Mischung entfernt wurden. Ich will ja nicht wieder mit dem Außerirdischen und meinen geklauten Erinnerungen anfangen, aber der Verdacht liegt doch nahe. Wenn man voll ist, landet er mal eben setzt seinen geheimnisvollen Apparat einem an den Kopf und extrahiert die Erinnerungen aus dem Schero. Da ist dann auch die Erinnerung an den Besuch des Außerirdischen dabei. Die schneidet er dann mit einem Schnittprogramm raus und vertickt den Kram bei ebay. Und ich sehe keinen Pfennig von den Einnahmen. Und wenn ich mir manche Gesichter von den Fotos angucke, dann glaube ich sogar das ich nicht  der einzige bin, der regelmäßigen Besuch von dem Außerirdischen bekommt. Über den Ende des Abends gibt es jetzt verschiedene Versionen, die ich aber nicht alle aufschreiben will um den Leser nicht unnötig zu verwirren. Eine davon geht so, das ich von Alex erfahren habe, das Conny in der Werkstatt ist und ich dann unbedingt in die Werkstatt wollte. Nun ja, das hört sich ja eigentlich plausibel an, aber so recht kann ich dem nicht glauben. Denn in der Werker war ich keinesfalls. Ich bin wahrscheinlich ganz brav nach Hause gegangen und habe mich ins Bett gelegt, damit ich für Samstag fit bin.

0600 Uhr, seltsame Geräusche dringen an mein Ohr. Ein Auge geht langsam auf und versucht die Ursache zu finden. Leider sieht es nur kissenähnlichen Stoff. Auge wieder zu, anderes Auge aufgemacht. Verschwommene rote Flecken versuchend die Uhrzeit anzuzeigen. Ursache entdeckt. Der Wecker klingelt und eine Erinnerung drängt sich in den Vordergrund. Sie steht auf und sagt: „Du Idiot, hast gestern noch zugesagt, das Du beim Truppmann Teil II helfen wolltest und außerdem hast Du gesagt, das Du in die Werkstatt wolltest und hast ganz viel….“ Den Rest ignoriere ich geflissentlich und stehe auf. Bis zum Bad ging es noch, doch da schaute mich wer ganz komisches aus dem Spiegel an. Aber das mußte ich sein. Ich gab also mein Bestes und sah mir dann irgendwann ähnlich. 0623 Uhr versuchte ich Kai anzurufen, denn der fuhr ja mit dem Fahrzeug hin. Er sagte mir dann erstmal das er erst um 0730 Uhr da sein sollte. Aber so habe ich ihn wenigstens geweckt. Man gut das es erst so spät los ging, denn das Brötchen was ich versucht habe zu essen, hat ca. eine halbe Stunde gebraucht, bis es komplett verschlungen war. Derart gestärkt fuhr ich dann zum Feuerwehrhaus nach Duderstadt. Das die Kameraden immer grinsten wenn ich den Raum betrat war ja nichts neues und somit begann der harte Samstag. Bis Mittag habe ich dann bei der Ausbildung geholfen. Danach ging es dann zum Spalier stehen. Leider ließ sich Regin wieder extra viel Zeit und Schnitzel, Matze und ich konnten dann gerade noch sehen wie sie sich durch die gratulierenden Mengen kämpften. Der nächste Termin stand aber schon vor der Tür und die anderen und ich mußten uns ja auch noch umziehen. Zum gratulieren hat man ja immer noch Zeit. Das Umziehen ging recht fix und ich war für Boßeln bereit. Wusste ich wirklich was ich da tue? Ich sage jetzt mal nein, denn Boßeln bedeutet immer Ausnahmezustand. Man weiß nie welchen Gegner man bekommt und wie hart dementsprechend das Turnier wird. Gegner war der Angelverein. Ich war dagegen bei der Gruppe Feuerwehr I. Schaute man sich die zwei Mannschaften an, so konnte man durchaus von einem Erstligatrinkduell sprechen. Unsere Startzeit war eine im Mittelfeld und doch mußte man schon mit zwei Kisten Bier an den Start gehen und hätte durchaus schon einmal nach tanken können. Die Strecke verlief ohne große Zwischenfälle ab, sieht man mal von ein paar kleineren Streitereien ab. Aber so ist das nun mal beim Boßeln und Trinken. Schwamm drüber und morgen sind wir alle wieder Freunde. Die Ankunft beim Sporthaus war dann dementsprechend lustig. Das Bier war fast alle und der Schnaps ging nur mäßig rein. Jedenfalls bei mir, denn ich war ja schon vorgeschädigt, durch die Grillfeier. Ich kann jetzt auch gar nicht sagen wie lange wir noch beim Sporthaus gesessen haben, aber es war eine zeitlang. In der Zeit wurden dann noch ordentlich Bier getrunken. Halt die Reste die noch in der Kiste drin waren. Man konnte ja keine angefangene Kiste zurück geben. Kalle Borchardt hat dann noch ein Blech Kuchen für Holger ausgegeben, welches er alleine aufessen mußte. Es wurde also wieder gewettet. Holger machte ein wirklich gute Figur und auch beim sechsten Stück Apfelkuchen kamen die Augen zwar ein wenig aus den Höhlen, aber es passte noch rein. Was allerdings schon ein wenig fies war, waren die Gurken die Zwischendurch mal reingewandert sind. Wirklich nicht sehr schön. Alle anderen Gruppen fanden sich dann auch wieder beim Sporthaus ein und man konnte so langsam den Weg zur Mehrzweckhalle antreten. Kurz bevor wir losgegangen sind, sprang mir dann Kathrin Schäfer auf den Rücken und meinte ich solle sie doch hochtragen. Mache ich doch gerne, bis zur Ecke vom Sporthaus jedenfalls. Spätestens da haben sich meine Gehirnzellen eingeschaltet und meinten, das sie gerade eine Überschlagsrechnung gemacht haben und der Weg zur Mehrzweckhalle dann doch ein klein wenig weit wäre. Nach einer kurzen Diskussion mit Kathrin haben wir uns dann darauf geeinigt, das wir einfach nur zusammen zur Mehrzweckhalle gehen und keiner getragen wird. Ich hatte ja vorgeschlagen, das ich sie bis zur Kirche trage und sie mich dann den Rest. In der MZH (ich kürze jetzt einfach mal ab) ging es dann noch mal richtig rund. Eigentlich könnte ich jetzt das weblog unterbrechen und für diverse Charaktere eigenen Einträge machen. Ich probiere aber trotzdem alles in diesen einen Eintrag zu quetschen. Der Zeitrahmen ist auch nur grob richtig, denn ich kann beim besten Willen nicht mehr den zeitlichen Ablauf wieder geben. Nun ja, der erste Weg in der MZH geht unvermeidlicherweise an der Theke vorbei. Dort scheint ein kleines Gerät angebracht zu sein, was automatisch Alarm schlägt wenn jemand ohne Bier dran vorbei geht. Und dabei zählen nur Biergläser, Flaschenbier wird nicht erkannt. Also gut, Theke vorbei und was ausgegeben bekommen. Spätestens dann fällt einem ein, das man noch Marken braucht um die nächste Wunde zu bestellen. Und es war erst 1700 Uhr wohlgemerkt. Der Alkoholpegel stellte aber einen zustand dar, der sonst erst gegen 0300 Uhr nachts auftritt. Ok, man halt hier getrunken, da getrunken und woanders nochmal getrunken. Zwischendurch wurde dann das bestellte Schnitzel eingefahren. Hilfsbereit wie ich war sammelte ich die Marken ein. Warum ich das machen sollte ist mir bis heute ein Rätsel, aber man ist ja nicht so. Ich saß dann also bei Holger, Atze, Markus und noch ein paar anderen mit am Tisch, halt die Feuerwehrboßeltruppe und schräg hinter uns saß dann die Westerödermädelmannschaft, die sich diesmal in 4 Gruppen aufteilen mußte oder konnte, je nachdem. Kathrin bot dann Holger den Rest von ihrem Schnitzel an, was dann den Markus, Olli und Atze sehr verwundert hat. Kurze Zeit später setzte sich dann noch zu uns rüber und Holger fing dann eine Unterhaltung mit ihr an. Ich habe zwar nicht alles mitbekommen, da ich durch eine erneute Bierlieferung abgelenkt wurde, aber mich würde es nicht wundern, wenn er sie zu Beziehungen zu gewissen Westerödern ausgefragt hat. Breiten wir also den Mantel des Schweigens darüber. Schnitzel, seines Zeichens Alleinunterhalter der jüngeren Genartionen, machte sich zur Aufgabe, die kommende weibliche Jugendraum-Generation in diverse Trinkrituale einzuführen. Florian erzählte mir, das er leere Gläser einsammelte und Schnitzel mal eben eins geext hat und anschließend, der Bewunderung der jüngeren Damen sicher war. Nachdem dann Schnitzel mit seiner Vorführung fertig war setze er sich zu mir und erzählt er mir die neusten Porno-Geschichten. Im Schlepptau hatte er dann Pornos kleinere Schwester, die ganz begierig darauf war, auch die Geschichten von ihrem Bruder zu hören um ihn eventuell zu erpressen. Porno bekam das alles nur am Rande mit und wollte seinerseits auch wissen, was denn da gerade über ihn geredet wurde. Im Endeffekt haben dann Schnitzel und ich seiner Schwester ein kleines Best-of Porno geboten und an ihrem freudigem Gesicht konnte man dann feststellen, das es Porno in nächster Zeit nicht einfach haben wird. Er fand das natürlich nicht so gut und erhoffte sich, das er die Erpressungsversuche in Grenzen halten könnte, weil er ja bald Auto fahren kann und dann seine Schwester rumkutschieren könnte. Da hab ich ihm wiederum einen strich durch die Rechnung gemacht, in dem ich festgestellt habe, das Porno eh nie Auto fahren könnte, da er ja an 48h, die das Wochenende hat, voll ist oder einen Kater hat. So schnell kann es gehen. Während wir dann da so saßen muß mir irgendwie rausgerutscht sein, das ich mir eine neue Brille kaufen möchte, aber keinen Bock habe mich in ein Brillenladen zu setzten und mir Brillen aufzusetzen. Das Problem ist, das ich dann den Spiegel 20 cm vor das Gesicht halten muß um überhaupt was zu erkennen. Und was ich dann sehe ist kein Geschenk. Nun ja, jetzt gehen dann wohl Patrizia und Julia mit mir eine Brille kaufen. Ob ich will oder nicht. Standortwechel an die Theke. Die Zeit war dann schon ein wenig fortgeschritten und man mußte sich schon ein wenig festhalten. Zum Glück ist das Klappdach über der Theke nicht so hoch als das man da nicht mehr dran kommt. Sieht dann natürlich gar nicht versoffen aus, wenn man in einer Hand ein Bier hat und mit der anderen Hand versucht das Gleichgewicht zu halten. Ingo und Köppel sind dann schon mal ins Ambiente vor gefahren und ich wollte dann später hinterher kommen. Leichter gesagt als getan. Der Doktor hatte auch noch angerufen und wollte fragen, ob ich auch noch mitkomme. Manchmal ergeben sich wirklich Zufälle. Diana hat mich dann freundlicherweise nach Hause gefahren und ich konnte mich umziehen, ich schreibe mit Absicht nicht frisch machen, denn das hätte mehrere Stunden in Anspruch genommen. Dann ab zum Doktor, wo der Lange und der Doktor auf mich warteten. Aber ins Ambiente gings noch nicht , da die Beiden noch Hunger hatten. Also ab zu Sabri und einen Döner eingefahren und um den Cocktail an leckeren Mundgerüchen zu vervollständigen, gabs ein leckeres Hefe zum Nachspülen. Eins dürfte klar sein, der Tag des Boßeln sollte keineswegs dazu genutzt werden um eine künftige Beziehung aufzubauen. War auch nie mein Plan gewesen. Mir taten von diesem Augenblick die Leute leid, mit denen ich mich unterhalten werde an dem noch kommenden Abend. Als wir im Ambiente angekommen sind, traf ich auch gleich Köppel, Näppchen, Ingo und Anne. Der Lange und Dr Dieck sind erstmal in die Cocktail Lounge gegangen. Da die Getränkeversorgung nicht so ganz am laufen war, folgte ich kurz darauf und labte mich binnen weniger Sekunden an einem vortrefflichen Becks. Nun pendelte ich also zwischen dem normalen Bereich, Toilette und der Cokctailounge, zwecks Getränkefrage. . Ingo und Anne sind dann leider früh abgehauen, weil Anne Kreislaufprobleme hatte, aber Köppel und Näppchen sind dann zum Glück noch dageblieben. Zwischenzeitlich habe ich noch Wiebke getroffen,d die auf der Suche nach Adrian war. Der aber wurde vom Langen in Beschlag genommen. Naja, so ist sie dann bei uns stehen geblieben und wir haben uns ein wenig unterhalten. Eike war auch da, aber mit ihr konnte ich mich auf Grund Timingproblemen nicht unterhalten. Tja, ansonsten war an dem Tag „Tag des Schmierlappens“ im Ambiente. Noch nie habe ich so viele Schmierlappen auf einem Haufen gesehen. Da könnte man echt ein wenig aus der Haut fahren. Man ist ja friedlich und dann halt auf Mischungen umgeschwenkt. Dann kam da aber noch ein ganz fieser Vogel aus Hilkerode, denn ich damals, als der Checker noch seine Glanzzeit hatte, nicht ab konnte und der hat sich dann halt an Näppchen rangemacht. Klar, das sich das Köppel nicht so gefallen lassen hat und hat ihn zur Rede gestellt. Der Typ war aber so doof, das er gar nichts mehr gemerkt hatte. Ich hatte ich mich schon auf eine kleine Rangelei eingestellt, aber es ist dann nichts geworden, da der Typ dann doch noch eine Eingebung bekommen hat und die Biege gemacht hat. Ich bin ja ein friedlicher Typ, aber manche Leute schaffen es dann doch mich mit reiner Anwesenheit ihrer Person in Rage zu bringen. Doch auch die schönsten Abende gehen mal zu Ende und Helena hat dann den Doktor und mich noch nach Hause gefahren. Wir mußten allerdings noch bei McDreck angehalten haben, denn eine Burgerpackung lachte mich am nächsten Morgen von meinem Nachtschrank an. Sehr verwirrt untersuchte ich den Inhalt und konnte mich an nichts mehr erinnern. Aber als dann das System wieder betriebsbereit war, wurde mir so einiges klar. Boßeln war geschafft und es war lustig. Schade nur, das dieses Jahr ein paar Mannschaften weniger am Start waren. Im nächsten Jahr wird’s bestimmt wieder lustig. Ich kann hier mit Recht behaupten, das Boßeln immer eine kleines Highlight ist und kann dem Sportverein nur großen Dank aussprechen, das sie diese Veranstaltung jedes Jahr durchführen.

Nun noch eine kleine Nachlese über unseren guten Thomas Bee. Er hat tatsächlich fertig gebracht, zwei Stunden im Abstellraum neben der Theke zu schlafen. Grandios war auch sein Versuch den Stopper zu verarschen. Stopper hatte sich nämlich vorgenommen, die Spieler der 1. Mannschaft vom allzu vielen Trinken abzuhalten. Ich bot meine Unterstützung an und trank so viel Bier wie mit aller Gewalt reingepasst hat. Thomas war also bereit nach Haus zu gehen und Stopper folgte ihm wohlweisliche, ob er nicht nach 2 Minuten Wartezeit einfach umdreht und wieder in die MZH zurückkommt. Aber Thomas ist ja kein kleiner Dummer. Er ist nämlich außen um die MZH rumgegangen um sich dann wieder an die Theke zu stellen. Eine recht gute Leistung, die auch unbemerkt durchgegangen wäre, wenn Kai nicht gepetzt hätte. Aber Thomas ist eine Ecke schneller als Stopper und hatte schon wieder in Bier in der Hand als Stopper ihn erreichte. Hat ihm aber nichts gebracht, da er kurze Zeit später sich in den Abstellraum zurückgezogen hat.

So, heute Abend ist Kneipentour. :)

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