Die Probleme mit dem weiblichen Geschlecht

Eigentlich sollte ich am Freitag bei Vokkes Vater auf dem Geburtstag zapfen. Eine Aufgabe wie für mich geschaffen. Doch berufliche Umstände hinderten mich daran und somit mußte ich leider absagen. Also ich dann um 2000 Uhr endlich zu Hause war, habe ich mich schnell unter die Dusche begeben und anschließend etwas zu Essen eingeworfen, damit ich nicht ganz unvorbereitet in den Freitag abend starte. Da ich ja nun auf Grund meiner Verspätung nicht mehr zum Geburtstag gegangen bin, führte mich mein Weg in Richtung Mehrzweckhalle, denn da war Elferratssitzung. Nicht so mein favorisiertes Alternativprogramm, aber da gabs dann wenigstens Bier. Ich meine wer geht schon gern auf Versammlungen. Dort war ich natürlich auch schon zu spät, aber ich konnte den Biervorsprung leicht einholen. Eine halbe Stunde kriegt man immer hin. Da müssen dann halt die ersten zwei Bier schneller getrunken werden und dann kann man langsam wieder einen Gang runterschalten. Man sollte zwar einen Motor kurz nach dem Anwerfen nicht gleich in den oberen Drehzahlbereich jagen, aber bei mir ist das schon in Ordnung, ab und zu braucht die Pumpe eine solche Behandlung. Eine kleine Justage hier und dort ein Schräubchen gedreht und das wars. Die Besprechung ging vorüber und der Weg war von Beginn an vorprogrammiert. Die Endstation hieß Werkstatt. Was meinen Mitstreitern natürlich nicht entfallen war, war die gewisse Sache die ich noch mit Conny zu erledigen hatte. Verflucht, ich dachte, sie könnten sich nicht mehr daran erinnern. Aber nun gut, da muß ich dann wohl durch. Es war 2243 Uhr und wir trafen in der Werkstatt ein. So früh war ich noch nie da und so nüchtern war ich beim Eintritt in die Werkstatt auch noch nie. Eigentlich Anzeichen, das der Abend böse in die Hose gehen könnte. Aber man lässt sich ja durch nichts schocken. Schnitzel der gewissermaßen die Vorhut bildete, drehte sich nach wenigen Metern freudig um und verkündete lauthals das die Conny da ist. OK, kurzer Zwischencheck. Alkoholpegel: noch zu niedrig. Auftreten: einigermaßen sicher. Stuhlgang: fest. Nervlicher Zustand: bis eben noch ganz gut, befand sich nach der Information von Schnitzel im dunkelroten Bereich. Also gut, dann wollen wir mal. Heimlich wollten ich mich hintenrum schleichen, doch die Conny hatte sich taktisch klug aufgebaut. Aber das Hallo und das Lächeln kam grandios über die Lippen. Sie lächelte zurück, wenigesten ein Anfang. Als wir dann unsere finale Abschußposition gefunden hatten, ging die Frage nach dem obligatorischen Getränk los. Was schreibe ich hier um den heißen Brei rum, natürlich wurde es das allseits beliebte Wodka-Scheißendreck. Aber wir liefen ja mit ein paar mehr Mann auf als normal. Und schon wurden die ersten Zweifel laut. Würde denn eine Falsche überhaupt reichen? Da kriegt ja der Vorletzte schon nichts mehr ab. Also wurden prompt zwei Flaschen bei Conny bestellt. Ich hielt mich dezent im Hintergrund und verbarg mein Gesicht vor lauter Peinlichkeit in meinen Händen. Aber nur kurz, denn als die Falschen dann da war, wurde mir das erste Glas quasi aufgezwungen. Erst sträubte ich mich ja ein wenig, aber dann brachen die Reflexe durch und das Unheil nahm seinen Lauf. Da die Theke gut bevölkert war gesellte ich mich ein wenig in den Hintergrund. Einmal um den Angriff auf Conny zu planen und um ein wenig mit Kai und Keile-Günther zu plaudern. Was sich allerdings als Diskussion über Lehrstoff entpuppte. Kai macht zur Zeit Fachoberschule Technik und Keile bildet sich zum Meister weiter. Und schon wurde ich mit Fragen zu Physik und Mechanik bombadiert. Naja, jetzt unterstütze ich halt den Kai ein wenig wenn er Probleme in Mathe, Physik und Mechanik hat. Mach ich ja gerne, aber wenn ich mir überlege, das ich mit Kai lernen soll, dann kommen plötzlich Erinnerungen an meine Studienzeit hoch. Wo ich mich auch mit Kommilitonen zum Lernen bei irgendwem zu Hause getroffen habe. Das es nicht trocken bleibt war irgendwie klar, aber das es jedesmal mit teilweisen Totalausfällen von einigen Mitgliedern der Lerngruppe kommen sollte war auch mir neu. Besonders beliebt waren die Lerntreffen bei Rene der immer unbegrenzten Zugang zu einer Zapfanlage im Partykeller hatte. Das lernen ging dann eh nur eine halbe Stunde oder besser gesagt, bis die erste Zigarettenpause an stand und dann wurde schon mal ein Pils getrunken. Alles was danach kam konnte sich eh nicht im Hirn festsetzen, da von nun an immer Nachschub organisiert wurde. Aber lassen wir uns überraschen, wie das mit Kai wird, denn ich kenne den ganzen Sermon ja schon und Kai will ihn beigebracht kriegen. Während der ganzen Talkrunde wurde das Glas welches einmal ein Gemisch aus Wodka und Red Bull beinhaltete immer wieder voll gefüllt. Allerdings wurde aus der anfänglichen Mischung nach geraumer Zeit, ohne das ich davon Kenntnis genommen habe, ein volles Glas Wodka mit einem Spritzer Red Bull. Man schmeckte es aber auch nicht. Der Alkoholpegel steig rasend an und meine Nervosität ging nur marginal nach unten. Den Zeitpunkt Conny ohne Selbstschädigung anzusprechen war vorbei. Vielleicht ein letzter Satz zum Abschluß. Florian war mal wieder der Hammer. Wir waren noch keine 1,5 Stunden in der Werkstatt, als die Westeröder Mädels ankamen. Darunter auch Florians Freundin. Die guckte nicht schlecht als sie sah, in welchen Zustand sich der Gute befand, hatte er doch großspurig am Abend versprochen, nicht so so viel zu trinken wenn nicht sogar gar nichts zu trinken. Wir müssen ihm zu Gute halten, das er es probiert hat. Wenigstens eine Stunde lang, bis dann der Löwentor bei der Versammlung auf den Tisch gekommen ist. Nun ja, die Mädels waren also da und Florian war so gut drauf das er auf einen Hocker steig und erstmal anfing seine Hose auf zuknöpfen. Voller Panik in den Augen versuchte Patrizia das Schlimmste zu verhindern indem sie ihn die Hose festhielt und weiter Helfer dem Florian vom Hocker halfen. Ein Bild für die Götter. Und es war wohlgemerkt erst kurz vor 0100 Uhr. Während also allerhand los war, hatte Schnitzel einen Auftrag, der ihm wahrscheinlich der Herr persönlich aufgetragen hat, denn ich wüsste sonst nicht wie er auf solche Ideen kommt. Aber dazu später mehr, denn ich habe von der Sache auch erst später erfahren. Der Abend verlief weiter und meine Erinnerungen wurden immer weniger und der Wodka immer mehr. Schnitzel und Porno waren auch erstmal schön tanzen und die Hüfte auch, deren Jacke ich dann halten sollte. Wie man sich so erzählt wäre ich auch beinahe mit Hüfte und Thomas Bee nach Hause gefahren, aber als kein Taxi vor der Tür stand bin ich gleich wieder rein marschiert. Warum sollte ich auch Zeit verschwenden in dem ich auf ein Taxi warte. Die kann man auch besser nutzen. Als dann irgendwann die Theke vorbei kam bin ich dann ausgestiegen und habe mich festgehalten. Wer zu dem Zeitpunkt noch da war kann ich nicht sagen, aber Schnitzel war bestimmt noch da. Aber auch der Schnitzel muß mal nach Hause und ich wollte mich anschließen. Das habe ich aber irgendwie nicht mehr hin bekommen. Was ich allerdings noch hin bekommen habe ist Conny zu fragen ob sie mich mal anrufen würde. Ihr Kommentar dazu war, das ich sie beim nächsten Mal nochmal fragen sollte. Für mich kam es so vor, als wären alle Worte im klarsten Hochdeutsch aus meinem Mund gekommen und der Satzbau war nahezu perfekt. Für Aussenstehende hat sich bestimmt angehört als hätte ich einen Golfball im Mund und könnte die deutsche Sprache erst seit zwei Tagen. In dem Gedanken gerade eine wunderbare Abfuhr bekommen zu haben ging ich also nach Hause. Was ich vorhin vergessen habe zu erwähnen ist, das ich am nächsten Morgen zugesagt hatte, bei Friede auf dem Bau zu helfen. Klasse. Dank des Red Bulls geht das morgen wie von selbst.

Samstag früh, der Wecker macht Geräusche die sich anfühlen als würde ein verrosteter, handbetriebener Spiralbohrer direkt in meine Großhirnrinde eindringen. Bekannte Worte streiften mein Gehirn: „Oh shit!“ und dann flackerte permanent der letzte Augenblick vor meinem inneren Auge auf, an den ich mich erinnern kann. Die Abfuhr von Conny. Deprimiert und mit einem Kater fuhr ich zu Friede, der mich mit den Worten: „Du siehst ja scheiße aus!“ Danke, genau solche aufbauenden Worte braucht man nach einem solchen Abend. Und die Arbeit die er für mich aufgehoben hat, war auch wieder vom feinsten. Kies aufschütten. Aber zumindestens kann man genügend Scheiße labern. Dann kam der Anruf von Schnitzel und wir diskutierten den vergangenen Abend. Es bleibt weiterhin im Dunkeln wie ich nach Hause gekommen bin. Aber Schnitzel versicherte mir, das ich von Conny keine Abfuhr bekommen habe. Ich solle sie beim nächsten Mal nochmal fragen und zwar dann, wenn ich nicht fünf Promille drauf hätte. Das dürfte sich aber als schwierigeres Unterfangen herausstellen als mir leib ist, denn schließlich arbeitet sie in der Werkstatt. Ich werde aber mein Bestes versuchen und mich zusammenreißen. Versprochen! Dann erzählte er mir noch was, was ich hier aber nicht wieder geben will/kann/darf. Der Leser darf sich nun eine Möglichkeit aussuchen, die ihm am Besten gefällt. Aber mir ging es schon besser. Was aber auch daran liegen könnte, das der Red Bull mein Herz nicht mehr auf Überschallgeschwindigkeit beschleunigte. Nach getaner Arbeit ruhte ich mich aus und legte den Fahrplan für den Abend fest. Felkl und ich wollten ins Ambiente, denn da war Sommerasbchlußparty. Dort wollten wir uns mit Köppel, Näppchen, Ingo und Anne treffen. Vorher sollten wir aber noch vorglühen. Also ein paar Pils bei Christian reingepfiffen. Und ab gings ins Ambiente. Dort hat eine Live-Band gespielt die durchaus hörenswert war. Sie haben zwar nur Cover gespielt, aber die waren wirklich gut, zumal sie auch Pop-Songs das Rocksigel aufgepresst haben. Leider waren sie ziemlich laut und unser Platz war sehr Boxennah. Man kann halt nicht alles haben. Dafür war die Aussicht umso besser. In jedem Winkel konnte man hübsche Mädels sehen. So macht dann auch das Trinken wieder Spaß. Aber ich muß gestehen, das ich nicht mehr so richtig stramm wurde. Es folgten also Becks nach Becks und nebenbei wurde das Trommelfell von zu lauter Musik malträtiert. Die Musik war gut, aber eben viel zu laut. Dafür wurde beim dem wummerden Bass der Darmtrakt ordentlich angeregt. Gott sei Dank hatte ich den Tag über nicht viel gegessen, sonst wäre es durchaus zu einem sanitären Notfall im Ambiente gekommen. Und wie es nicht anders sein kann hat man jede Menge alte Bekannte getroffen. Eike war auch da und sie erzählte mir das sie gerade vom Bedienen auf einer Feier gekommen war und dort war ein Alleinunterhalter der die ganze Zeit englische Lieder gesungen hat, aber in seinem Leben noch keinen richtigen englischen Satz gesprochen hat. Das stelle ich mir schon recht fies vor. Wenn man dann das gebrochenen Englisch hört und die ganzen Liedtexte machen keinen Sinn. Aber es gibt schlimmeres. Zum Beispiel der zeitweise Biernotstand, da die Bedienung nie bis zu uns durchgedrungen ist. Also mußte ich wieder auf Biersafari gehen. Warum ich? Weil ich immer der war der zuerst ausgetrunken hatte. Ja ich weiß, aber so war es nun mal. Aber die Bedienung am anderen Ende des Ambientes freute sich immer wenn ich auf die Theke zu kam, denn dort war eher weniger los. Zum Schluß gab dann der Köppel nochmal alles und begeisterte sogar den Sänger. Die Zeit schritt fort und Christian wollte nach Hause. Doch nicht ohne an der Werkstatt anzuhalten, denn ich nahm mir die Worte von Conny wirklich zu Herzen. Leider war sie nicht da und auch sonst keiner in der Werkstatt. Also gings weiter nach Hause. Ich muß zugeben, das der Freitag nicht spurlos an mir vorbei gegangen ist. Punkt eins war, das ich nicht richtig stramm war, allerhöchstes angeheitert (Genau der richtige Zustand Conny zu frage, aber wer war nicht da?). Punkt zwei, ich war müde. Sollte die körperliche Arbeit bei Friede das bewirkt haben. Denn am Schlafentzug kann es nicht gelegen haben. Da habe ich schon weniger geschlafen und anschließend mehr geleistet, ich sage nur Truppmann-Ausbildung Teil 1. Zwar weniger körperlich, aber dafür nervlich.

Sonntag, ausnüchtern und den Gedanken nachhängen. Was da in meinem Kopf abging, kann ich hier nicht niederschreiben. Es trudeln ja jetzt schon Beschwerden ein, das ich zu viel schreiben würde, sodas manche meine Einträge nicht mehr auf der Arbeit lesen könnten. Ich will doch nicht Schuld sein, das Deutschland durch meine Einträge in den wirtschaftlichen Ruin getrieben wird. :)

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